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Amber-Scully ...
Die Foren - Chefin
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...   Erstellt am 21.01.2007 - 18:58Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Kapitel 39
18:55 Uhr


,Das ist meine Chance‘, stellte Scully mit klopfenden Herzen fest, während sie noch immer auf die geschlossene Badezimmertür starrte. Er hatte ihr nur ein paar Minuten gegeben, doch diese Minuten würde sie nutzen, um sich endlich zur Wehr zu setzen. Plötzlich standen ihr alle Möglichkeiten offen. Noch ehe sie darüber nachgedachte hatte, stand sie nahe der Spüle und durchkramte so leise wie möglich Fächer und Schubladen nach irgendeiner Waffe, die sie zur Verteidigung nutzen konnte. Dabei warf sie immer wieder einen Blick über die Schulter, um nicht plötzlich von Nick überrascht werden zu können. Sie durfte sich bei dieser Aktion keinesfalls erwischen lassen.
Nach ein paar Sekunden wurde sie im Besteckkasten fündig und hielt ein kleines, jedoch effektvolles Gemüsemesser in der Hand. Die Klinge war scharf genug, um Nick damit zu verwunden, beziehungsweise ihn außer Gefecht setzen zu können. Die Anspannung ließ ein wenig nach, als sie sich das Besteck, welches in kommender Zeit als Waffe dienen würde, in ein Stück Haushaltsrolle wickelte – darauf bedacht, den Griff frei von Stoff zu lassen – und dieses in die Innenseite ihres rechten Fußknöchels schob. So hatte sie ihre Waffe schnell zur Hand, wenn es von Nöten war, sie konnte sich damit selber nicht verletzen und Nick würde das Messer dort hoffentlich nicht bemerken.
Nachdem sie sich wieder aufgerichtet hatte, verharrte ihr Blick urplötzlich auf einem Gegenstand, den sie bei ihrer bisherigen Suche nicht bemerkt hatte und traute einen Moment lang ihren Augen nicht. Ein Hoffnungsschimmer entflammte binnen weniger Sekunden in ihr und ihr Herz machte einen Freudensprung, als sie nach ihrem Handy griff, welches auf der Arbeitsfläche Nähe der Spüle lag. Nick musste es nach seinem Gespräch dort abgelegt haben. Doch warum hatte er es achtlos liegen lassen? War dies vielleicht ein Trick, um sie auf irgendeine Art zu testen? Scully hoffte es nicht. Vielleicht bestand die Möglichkeit, dass ihm sein erster Fehler unterlaufen war und diesen Vorteil musste sie unbedingt für sich nutzen. Also warum weitere Zeit mit Zweifeln verschwenden?
Mit flinken Fingern nahm sie das Handy auf und schaute hastig auf das Display. Keine Sms, keine Anrufe in Abwesenheit. Eine Spur Enttäuschung erfasste ihren Körper, doch dieses Gefühl durfte sie jetzt nicht zulassen. Sie musste sich beeilen und schnell handeln, bevor Nick bewusst wurde, dass er das Handy unachtsam hatte liegen lassen. Vielleicht war er es ja gewesen, der Nachrichten, die in den letzten Stunden eingegangen waren, gelöscht hatte.

Scully blickte sich mit einem spürbar beschleunigten Herzschlag um. Wo konnte sie telefonieren, ohne dass Nick es mitbekam? Sie überlegte einen kurzen Moment fieberhaft, dann fiel ihr ein passender Ort in ihrem ganz persönlichem Gefängnis ein. Schnell und so leise wie möglich eilte Scully in das andere Bad, welches von ihrem Schlafzimmer ausging. Dies war der einzige Raum, in dem sie ein paar Minuten Einsamkeit für ein Telefonat erlangen konnte. Während sie durch die Tür des Schlafzimmers huschte, warf sie einen Blick auf die Uhrzeitanzeige des Handys. Nur noch ein paar Minuten würden ihr bleiben, bis Nick sich umgezogen hatte und beschloss, sie zu seiner gemütlichen Couchrunde dazuzuholen. Es musste jetzt schnell gehen, denn wenn er sie mit dem Handy erwischte, wollte sie sich die Strafe, die ihr blühte, gar nicht erst ausmalen.
Schnell verdrängte sie diese Gedanken. Sie musste nun Stärke beweisen, sehr konzentriert und aufmerksam sein und am wichtigsten war, dass sie Mulder so schnell wie möglich verständlich machte, was wirklich mit ihr geschehen war.
Flott schloss sie die Tür des Bades und verriegelte mit zittrigen Fingern die Tür. Zwar würde dieses Hindernis ihren Entführer auch nicht lange fern halten können, doch es gab ihr zumindest für diesen Moment eine Barriere, die ein wenig Schutz und Sicherheit bot. Und genau diese Gefühle trieben sie nun zu ihrem ersten Gegenschlag an.
Hektisch und mit rasendem Puls wählte sie Mulders Nummer, die sie selbstverständlich auswendig kannte. Wie oft hatten die beiden schon miteinander telefoniert? Wie oft hatte sie ihn in brenzligen Situationen um Hilfe gebeten? Sehr oft... Und er war immer gekommen und hatte sie gerettet, wenn es darauf angekommen war. Warum sollte es dieses mal anders sein?
‚Bitte sei da. Ich brauche dich jetzt dringender als je zuvor.‘ Mit angehaltenem Atem drang das erste Freizeichen an ihr Ohr.



Mulder lag mit ausgetreckten Beinen auf seinem Sofa, der Blick auf die Matscheibe gerichtet, gedanklich bei Scully, da klingelte plötzlich sein Telefon. ‚Vielleicht Margaret... oder Scully!?‘ Doch als er den Anruf entgegennahm, meldete sich eine Männerstimme. „Agent Mulder. Wir haben Info´s zu dem Tuch, dass sie uns heute vorbeigebracht haben. Möchten Sie die Details am Telefon erfahren?“ Mulder war mittlerweile aufgestanden und lief nun ungeduldig auf und ab. „Ja, natürlich. Rücken Sie raus mit der Sprache.“ Die Enttäuschung, das es nicht Scully gewesen war, erreichte ihren Höhepunkt
. „Durch ihre Fingerabdrücke war es kein leichtes, die Spuren zu sichern. Jedoch wissen wir zwei Dinge genau. Das Tuch war mit Chloroform beträufelt...“ ‚Das habe ich mir schon gedacht. Dieser Geruch ist einfach nicht zu verwechseln.‘ „Und wir haben außer ihren Abdrücken noch die eines anderen sicherstellen können. Jedoch konnten wir sie bisher nicht einordnen. Und wir bräuchten ihr Ja-Wort, damit wir mit unseren Untersuchungen fortfahren können. Außerdem sollten Sie wissen, dass es andie eine Woche dauern kann, bis wir den Gesuchten identifiziert haben. Vielleicht kriegen wir ihn auch gar nicht.“ ‚Na toll. Großartige Nachrichten.‘
„Tuen Sie, was Sie können und rufen Sie mich wieder an, wenn sie einen oder auch mehrere Verdächtige ausmachen konnten.“ Dann war das Gespräch beendet. Gefrustet ließ sich Fox Mulder auf sein Sofa sinken, das Handy noch in der Hand. ‚Das darf doch alles nicht wahr sein. Nicht nur, dass ich mit meinen Fingerabdrücken alles versaut habe...jetzt besteht sogar die Möglichkeit, dass es gar keinen Verdächtigen geben wird. Warum war ich nur so dumm?‘ Dann fuhr er erschrocken zusammen. Das Handy in seiner Hand klingelte erneut. ‚Na das ging ja schnell,‘ kurz verdrehte er die Augen, dann betätige er den Knopf.

„Mulder.“
„Mulder. Gott sei Dank. Ich bin´s.“ Erleichtert seufzte Scully auf. Scheinbar meinte das Schicksal es doch noch gut mit ihr.
„Scully!?“, Mulder sprang überrascht auf. „Was ist los, wo bist du? Was ist los?“ Nun hatte er sie geduzt, doch er bereute es nicht. Seine Erleichterung, dass es ihr gut ging hatte ihn überwältigt.
„Den Umständen entsprechend. Ich wurde entführt. Sein Name ist Nick... Nick Turner. Er will...“
„Sprech nicht weiter. Ich glaube, ich kann mir vorstellen, was er will. Wichtig ist nur, wo bist du?!“
„Ich weiß es nicht genau. Wir sind außerhalb von Wahington. Nick sagte etwas von einer Grenze. Er hält mich in einer Waldhütte gefangen. Ich weiß nicht, wie ich fliehen soll. Oh Mulder, du musst mich finden... ich flehe dich an!“
„Ganz ruhig Scully. Wir schaffen das schon.“ Es tat so gut, ihre Stimme zu hören. Und er war so froh, dass es ihr gut ging. Doch dieser Nick machte ihm Angst. Was war er für ein Kerl?
„Dieser Nick. Ich glaube, ich habe heute mit ihm gesprochen. Er sagte, dass er sich mit dir vergnügen würde.“
„Oh ja. Er sich mit mir. Aber ich kann ihn nicht ausstehen. Ich will hier weg. Bitte setz alle Mittel und Wege daran, mich zu finden... Versprech mir das!“ Scully hatte Angst. Jeden Moment konnte ihr Entführer an die Badezimmertür klopfen. Wachsam horchte sie auf jedes Geräusch außerhalb des Raumes.
„Ich verspreche dir, dass ich dich finden werde. Gib dir Hoffnung nicht auf. Und versteck das Telefon. Dann telefonieren wir heute Nacht nocheinmal. Wir können euren Standort bestimmt lokalisieren...“ Mulder war fast schon froh, dass sich die Vermutung mit einem anderen Mann widerlegt hatte. Jedoch zählte am allermeisten, das es ihr gut ging. Die Frage war nur, wie lange noch?
„Scully, sag mir. Hat er dir etwas angetan?“ Scully musste bei dieser Frage lächeln. Es tat so gut, endlich mit ihm sprechen zu können.
„Bisher war er nicht gerade sanft zu mir, aber auch nicht brutal. Solange ich nach seiner Nase tanze, kann er ein ganz netter Kerl sein. Aber Mulder, ich will hier raus.. ich will...“ Es fiel ihr schwer, zuzugeben, dass sie zu ihm wollte. Doch Mulder beendete ihren Satz in Gedanken. Nun war klar, dass der Anhänger eine Bedeutung hatte.
Plötzlich waren Schritte zu hören. Scully bekam es mit der Angst zu tun. ‚Oh nein, Nick!‘
„Mulder, er kommt! Bis Mitternacht.“ Schnell legte sie auf. Ihr Herz schmerzte. Es tat so weh, ihn abgewürgt zu haben, doch sie konnte nicht riskieren, dass Nick sie erwischte. Mit klopfendem Herzen blickte sie sich panisch um. Wohin nun mit dem Handy? Mit einem unaufhaltsamen Zittern legte sie es zwischen einen Stapel Handtüchern. Wenige Sekunden öffnete sich die Badtür.

„Was machst du denn da drinne?“, Nick´s Stimme war unheimlich tief. Hatte er einen Verdacht? „Ich.. ähm...“, Scully stotterte. Ihr Herz hämmerte wie wild in ihrer Brust, ihre Beine zitterten. Das ganze konnte nur in einer Schlägerei enden. „Entschuldige, dass ich so reinplatze. Aber man kann die Tür auch mit einer Münze von außen öffnen und da ich keine Antwort von dir bekomme habe, dachte ich, ich schaue mal lieber nach.“ Er hielt das Geldstück in die Höhe. „Verstehe. Naja, ich war gerade dabei, mich auszuziehen, weißt du...“ Hoffentlich würde er ihr die Lüge abkaufen. Doch anstatt an ihrer Aussage zu zweifeln, verschränkte Nick die Arme vor der Brust und setzte ein höhnisches Grinsen auf. „Ich würde dir gerne dabei zuschauen...“

Scully stockte der Atem. Sollte nun etwa doch passieren, was sie die ganze Zeit über befürchtet hatte? Verzweifelt wanderten ihre Gedanken zu Mulder. Sie war so froh, die Chance ihn sprechen zu können, bekommen zu haben. Nun lag es an ihm, sie zu finden. Doch sie zweifelte keinesfalls an seinem Talent.
„Nick,... bitte. Kannst du nicht mal ernst bleiben?“ Eingeschüchtert blickte sie ihm entgegen. Allmählich beruhigte sich ihr Herzschlag, doch die Angst war noch lange nicht verflogen.
„Ernst... ich meine es ernst. Zieh dich nur aus. Ich schau dir dabei zu und dann machen wir es uns im Bett bequem.“ Nick verharrte ohne große Bewegungen weiterhin zwischen Tür und Angel.
„Nick, bitte. Ich bin noch nicht so weit.. noch nicht. Ich.. lass mir noch ein wenig Zeit, dann...“
‚Jetzt oder nie!‘, Scully hatte keine Lust mehr zum Diskutieren, keine Stärke, um sich zu wehren. Also holte sie mit aller Kraft aus und trat ihm in die Weichteile... =)

19:10 Uhr
Kapitel Ende


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Leider ist jennifer ( Amber ) am 17.9. verstorben an Krebs, wollte das nur mal bekannt geben..( die Mutter)

darkphoebe ...
*~M-F~* Azubi
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...   Erstellt am 25.01.2007 - 15:00Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


gut das sie nun mit mulder gereden konnt ohne das er bemerkt hat, das hat ihr mut geben der plan ihn vorzutäuschen sie möge ihn jetzt auch ist gut.





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Phoebe: fahr zur hölle.
Cole: da komme ich gerade her.

Sei so wie du bist, denn du belügst dich sonst nur selber.

Amber-Scully ...
Die Foren - Chefin
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...   Erstellt am 25.01.2007 - 15:02Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


wenn´s dir gefällt, dann bin ich zufrieden ^^
jaja, diese ganzen ideen *lol* 0 ahnung wo ich die hergenommen hab





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Leider ist jennifer ( Amber ) am 17.9. verstorben an Krebs, wollte das nur mal bekannt geben..( die Mutter)

Leo ...
Frischling
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...   Erstellt am 17.07.2007 - 11:41Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Nun ist alles klar!
Würd Muder alles schnell in die Wege leiten können?
Es bleibt spannend.





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