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Amber-Scully ...
Die Foren - Chefin
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...   Erstellt am 21.01.2007 - 18:20Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Kapitel 35
16:15 Uhr


Als Mulder in die Straße bog, in der Scullys Mutter wohnte, begann sein Herz wie wild zu pochen. Was war es nur für ein Geschenk, welches seine Partnerin bei Mrs. Scully hinterlassen hatte? Der Umstand, dass nicht einmal die eigene Mutter den Aufenthaltsort ihrer Tochter zu wissen schien, besorgte Mulder umso mehr. Wahrscheinlich würde selbst Skinner jetzt begreifen, dass die Situation ernst war. Warum hatte Mulder ihm eigentlich nicht von dem Gespräch mit Margaret erzählt? Vielleicht hätte sein Vorgesetzter dann ein wenig mehr Mitgefühl gezeigt.
Nachdem er seinen Wagen gegenüber des Hauses geparkt hatte, zog er den Zündschlüssel heraus und stieg nach einem tiefen Seufzer aus. Flott überquerte er die Straße und stieg dann die wenigen Verandastufen empor. Als er die Klingel betätigte, schrillte es laut von innen. Dann zog Mulder seine Hand zurück und wartete darauf, dass man ihm die Tür öffnete.
Eine Minute, die wie die Ewigkeit schien, verging. Die Ungeduld und auch ein Funken Angst überkam dem Agent. Als er die Klingel erneut schrillen ließ, tauchten Zweifel in ihm auf. Vielleicht hätte er Margaret doch aus der Sache heraushalten sollen.

Doch dann öffnete sich mit einem Ruck die Tür und Maggie stand mit einem großen Fragezeichen im Gesicht vor ihm. Sofort überkamen Mulder Schuldgefühle. Warum hatte er sich von seinen Ängsten so schnell übermannen lassen? Wahrscheinlich, weil es um den Menschen ging, der ihm am meisten bedeutete. Als er auf sie herab schaute, sah er die Müdigkeit und die Angst, die Maggie versuchte zu verbergen. Auch sie machte sich Sorgen um ihre Tochter.
,,Hallo Margaret. Es tut mir leid, dass ich Sie erschreckt habe", gab Mulder kleinlaut zu und senkte den Blick. Doch Maggie lächelte und machte eine Geste, die ihm bedeutete einzutreten.
,,Schon gut. Ich kann deine Ungeduld verstehen. Mir geht es genauso. In den letzten Stunden habe ich viel nachgedacht. Doch ich kann mir einfach nicht erklären, wo Dana ist."

,,Ich verstehe", entgegnete Mulder. Zwar wollte er unbedingt wissen, um welchen Gegenstand es sich handelte, den sie ihm geben wollte, doch vielleicht gab es noch einen anderen Hinweis, dem er nachgehen konnte. Und wenn es einen gab, musste er ihn unbedingt finden.
,,Wann haben Sie sie das letzte mal gesehen?", fragte er leise und versuchte die Tatsache, dass es vielleicht das letzte Mal gewesen sein könnte, zu verdrängen. Maggies Augenbrauen kräuselten sich, während sie versuchte, sich an das letzte Zusammensein mit ihrer Tochter zu erinnern. Es dauerte einen Moment, bis sie den Tag und das dazu passende Datum in ihrer Erinnerung gefunden hatte.
,,Ich glaube seit dem dritten Mai nicht mehr. Aber wir haben zwischendurch miteinander telefoniert."
,,Hat sie Ihnen von irgendwelchen besonderen Zwischenfällen erzählt oder Rat bei Ihnen gesucht?"
,,Ja und Nein. Aber bevor ich dir das erzähle, bitte ich dich nur um eine Kleinigkeit, Fox."
,,Die wäre?"
,,Lass die förmliche Anrede, okay? Da fühl ich mich älter, als ich bin", sie lächelte.
,,Kein Problem", Mulder log. Es schien ihm unangemessen, die Mutter seiner Partnerin wie seinen besten Kumpel zu behandeln. Doch sie wünschte es sich, also würde er ihr diesen Gefallen tun. Dann fuhr sie fort und er vergaß sofort wieder, was er zuvor gedacht hatte.
,,Dana hat mir zwar nur wenig, jedoch Positives von der Arbeit erzählt. Sie meinte, ihr habt die letzten Fälle ohne irgendwelche Zwischenfälle gemeistert. Ich denke nicht, dass sie deswegen verschwunden ist."
,,Wie meinst du das?"
,,Ich denke, ich weiß jetzt den Grund, wegen dem sie ohne ein Wort zu sagen gegangen ist." Mulder ahnte Schlimmes.
,,Raus damit!", sein Körper begann vor Spannung zu kribbeln.
,,Es hat mit dem Gegenstand zu tun, den sie hier hinterlassen hat. Als sie ihn mir zeigte, wusste ich jedoch nicht, dass ich die jenige sein würde, dir ihn dir gibt. Weißt du, mir kommt es so vor, als hätte sie es so geplant, obwohl es eigentlich nur ein Versehen war."
,,Kann ich ihn sehen?"
,,Natürlich. Schau, dort liegt es", sie deutete vor sich auf den Wohnzimmertisch. Sofort wanderte Mulders Blick zu der besagten Stelle. Außer einer Fernbedienung, einer Blumenvase und einer Zeitung gab es nur eine Sache, die Margaret meinen konnte. Sofort griff Mulder danach und starrte es an.
,,Kann ich es öffnen?", er wusste nicht wieso, aber er brauchte die Erlaubnis von Scullys Mutter, um das fünf x fünf Zentimeter große Kästchen zu öffnen.
,,Es gehört dir, Fox", Maggie lächelte. Sie konnte sich in etwa vorstellen, worum es sich handelte. Doch als Mulder begann die Pappe zu entfernen und anschließend ein Schmuckkästchen freilegte, stieg auch ihre Nervosität ein wenig an.

,,Hat Dana noch irgendetwas zu dir gesagt?", Mulder hielt das Kästchen in seinen Händen. Seine Augen waren mit Spannung darauf geheftet. Aus den Augenwinkeln sah er, wie Margaret den Kopf schüttelte.
,,Nein. Sie meinte nur, dass deine Fragen beantwortet werden, wenn du es erhalten hast."
,,Das hoffe ich", Mulder seufzte. Es schien, als hätte Scully von Anfang an geplant, dass ihre Mutter ihm das Geschenk überreichen würde. Doch wieso? Er zögerte.
,,Öffne es ruhig, Fox. Dana wollte, dass du es bekommst." Mit ihren Worten holte sie ihn in die Realität zurück. Er nickte ertappt, doch seine Finger verweilten bewegungslos auf dem Kästchen.
,,Hat sie es dir gegeben, damit du es mir überreichst?"
,,Nicht direkt. Sie hat es vor drei Wochen hier vergessen und bei unserem letzten Telefonat sagte sie mir, dass sie bald kommen würde, um es wieder abzuholen. Jedoch denke ich, dass dieser Zeitpunkt der Richtige ist, um es dir zu geben."
,,Ich verstehe", nun war Mulder ein wenig beruhigter. Scully hatte die Verantwortung also nicht von sich geschoben, sondern es war Maggies Entscheidung gewesen, dass er es heute bekommen sollte.
Als Mulder das Kästchen wenige Sekunden später aufklappte, schaute Margaret ihm zwar dabei zu, doch ihre Miene war ausdruckslos- sie zeigte keine sonderbare Interesse, ebensowenig Langeweile. Sie blieb einfach ganz neutral, denn sie wollte sich nicht in das Verhältnis der beiden einmischen. Die Beziehung zwischen Mulder und Scully sollte deren Angelegenheit bleiben.

Dann entnahm Mulder der Schatulle eine silberne Halskette, an der ein Anhänger befestigt war. Er nahm ihn behutsam zwischen die Finger und während er ihn näher betrachtete, stelle er fest, dass es sich um ein halbes Herz handelte, welches mit fünf Zacken - wahrscheinlich von der anderen Hälfte - getrennt war. Darin waren die Worte ,,You love me" graviert.
Mulders Miene nahm einen äußert ungläubigen Ausdruck an. Spielten ihm seine Augen vielleicht einen Streich? Margaret fing seine Stimmung sofort auf.
,,Was denkst du, Fox?" Mulder zögerte, ehe er ihr antwortete.
,,Ich finde die Kette sehr hübsch, doch ich weiß nicht, wie ich es interpretieren soll. Die Worte ,You love me'...", Maggie ließ ihn erst gar keine Mutmaßungen anstellen, denn sie platzte ihm einfach dazwischen.
,,Die Worte sind mit reinster Ehrlichkeit - und wenn du mich fragst - Wahrheit ausgewählt worden. Und wenn du an Danas Herzstück denkst - welche Worte, glaubst du, sind dort eingraviert worden?"
Mulder hatte schon so eine kleine Ahnung, die er kurzerhand einfach aussprach.
,,Ich schätze, dass sie mich liebt."
,,Du scheinst überrascht. Wusstest du es denn nicht?", wollte Maggie wissen.
,,Ich habe es gewusst, aber nie wirklich zu schätzen gewusst, dass sie immer für mich da war. Wir haben viel miteinander durchgemacht, doch es war einfach so. Ich konnte und kann es mir nicht anders vorstellen", er blickte mit traurigen Augen auf. ,,Ich glaube, ich habe sie von Anfang an geliebt, aber ich habe es ihr nicht gesagt, weil ich mich nicht auf meine Gefühle einlassen wollte. Ich wollte keine Veränderungen. Und nun ist es zu spät."
,,Wozu zu spät? Fox, sie wusste all die Jahre, dass du sie liebst. Auch wenn du es ihr nicht gesagt hast, hat sie es gefühlt und gesehen. Und nachdem sie sich ihren Gefühlen sicher geworden war, hat Dana diesen Schritt gewagt. Und glaube mir, sie hatte große Angst davor."
,,Angst vor was?"
,,Angst vor deiner Reaktion."
Mulder hielt die Kette in seiner geschlossenen Faust. Seine Augen waren mit Ungläubigkeit erfüllt.
,,Ich bin überrascht, sprachlos, aber das ist doch verständlich, oder?" Als er einen Blick zu Maggie warf, erkannte er, wie sie nach Worten suchte.
,,Ich denke, das würde Dana verstehen. Aber sie hat sich davor gefürchtet, dass sich etwas in eurer Partnerschaft ändern könnte, wenn sie dir dieses Geständnis macht. Sie wünscht sich einfach, dass alles so bleibt, wie es ist." Mulder nickte langsam, nachdem Margaret verstummt war.

,,Da geht es ihr wie mir. Doch warum ist sie fort? Muss sie sich vielleicht ihren Gefühlen klar werden?", er verdrängte den Gedanken, dass es um ihn ging. Noch fühlte er sich von dem Geschehen distanziert, als würden sie über eine andere Frau und einen anderen Mann sprechen.
,,Nein, das denke ich nicht. Dana wollte dich bei der nächstbesten Gelegenheit fragen, ob ihr euch nach Arbeitsschluss in einem Restaurant treffen wollt, um die Sache bei einem leckeren Essen und Kerzenschein zu besprechen. Ich denke, sie hätte dir dann auch die Kette gegeben", sie verstummte.
Mulder war einen Moment lang mit den vielen Neuigkeiten überfordert. Bilder von Scully und ihm flogen vor seinem geistigen Auge auf und zeigten sie an einem Tisch sitzend, wo lediglich die Flamme der Kerze die beiden voneinander trennte. Er sah ihre funkelnden Augen vor sich, als sie ihm das Kästchen überreichte, in dem die Kette lag. Er lächelte, als er es öffnete und die Röte schoss ihnen ins Gesicht, als er die Worte entdeckte und sie anschließend auf die andere Herzhälfte deutete, die sie bereits den ganzen Abend um ihren Hals trug. Ohne weitere Worte zu verlieren lagen sich die beiden in den Armen und Tränen funkelten in ihren Augen, während sie sich an ihm drückte und sein pochendes Herz an ihrer Brust spürte.
Dann verblassten die Bilder so schnell wieder, wie sie gekommen waren.
Ein großer Wunsch übertrumpfte kurzzeitig alle anderen Empfindungen. Mulder wollte so schnell wie möglich mit Scully reden. Doch wie?
,,Ich verstehe. Aber wenn sie nicht wegen mir gegangen ist, weshalb dann?"
,,Ich befürchte, diese Antwort kann nur Dana allein dir beantworten."

Es vergingen einige Augenblicke, bis Mulder auf die Couchkante vorrückte und den Anhänger erneut betrachtete. Maggie beobachtete ihn nun genau.
,,Ich verstehe, dass du nun verwirrt bist. Aber ich denke, es ist besonders wichtig, dass du jetzt weißt, wie viel du Dana bedeutest. Sie würde es nicht aushalten, wenn du an ihrer Liebe zweifeln würdest. Außerdem kannst du dich jetzt zumindest in dieser Sache sicher sein."
,,Ja, vielleicht." Doch er dachte das genaue Gegenteil. Er war sich seiner Gefühle keineswegs mehr sicher. Bisher hatte Mulder die Beziehung zu seiner Partnerin immer respektiert und geschätzt, doch hatte er sich auch genug angestrengt, um ihr seine Liebe zu zeigen? Er war sich so verdammt sicher gewesen, dass sich nie etwas zwischen ihnen ändern würde, doch da hatte er sich maßlos getäuscht. Mulder schämte sich. Er wusste, dass er sie liebte und dass sie ihm alles bedeutete, doch wusste sie es auch?
,,Zerbrich dir jetzt bitte nicht den Kopf, Fox. Ihr werdet das schon in den Griff bekommen", Margaret spürte seine Zweifel und fühlte sich prompt schuldig. Vielleicht hätte sie ihm die Kette doch nicht geben sollen. Ihre Tochter war immerhin seit einigen Stunden verschwunden und er hatte keine Möglichkeiten, mit ihr darüber zu sprechen. Diese Ratlosigkeit nagte bestimmt hartnäckig an ihm.

Weitere Minuten vergingen, in denen sich die beiden ratlos gegenüber saßen. Dann stand Mulder plötzlich von der Couch auf. Maggie schreckte kurz zusammen. Seine schnelle Bewegung hatte sie aus ihren Gedanken gerissen. Mulder entschuldigte sich sofort.
,,Ich werde jetzt lieber gehen. Wenn du etwas von ihr hörst, dann ruf mich bitte sofort an."
,,Das gleiche gilt für dich."
Er wollte den Anhänger gerade in seiner Tasche verschwinden lassen, da fasste Margaret ihm am Arm.
„Nicht Fox. Es ist ein Geschenk von Dana. Sie wollte dir damit eine Freude machen und ich bin mir sicher, dass sie sich sehr glücklich schätzen wird, wenn du die Kette trägst.“
Mulder nickte, dann legte er sich das Schmuckstück um.
,,Sie steht dir", Maggie lächelte.
,,Ich weiß."
Dann verabschiedeten sich die beiden mit einer Umarmung voneinander.
,,Wir bleiben in Kontakt."
,,Ist gut, Fox. Bis dann."

18:16 Uhr
Kapitel Ende


[Dieser Beitrag wurde am 06.02.2008 - 19:59 von Amber-Scully aktualisiert]





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Leider ist jennifer ( Amber ) am 17.9. verstorben an Krebs, wollte das nur mal bekannt geben..( die Mutter)

darkphoebe ...
*~M-F~* Azubi
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...   Erstellt am 25.01.2007 - 14:45Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


cool idee mit der kette, ich find witzig wenn ms.scully da steht weil man so oft scully statt dana sagt und mich so an sie erinnert, das sie immer ihren nachnamen sagen.





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Phoebe: fahr zur hölle.
Cole: da komme ich gerade her.

Sei so wie du bist, denn du belügst dich sonst nur selber.

Amber-Scully ...
Die Foren - Chefin
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...   Erstellt am 25.01.2007 - 14:47Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


jup ^^ dann kann ich auch gleich erwähnen, dass die idee mit der kette... realität hat ^^ ich und mein schatz tragen nämlich so eine ich hab die "you love me" und er "i love you" seite *gg*





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Leider ist jennifer ( Amber ) am 17.9. verstorben an Krebs, wollte das nur mal bekannt geben..( die Mutter)

Leo ...
Frischling
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...   Erstellt am 17.07.2007 - 11:26Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Nette Idde mit der Kette.
So weißt er nun, das sie ihn wirklich liebt.





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