kazenogaara  Gaisuto no Ginta
     

Status: Online Registriert seit: 17.03.2007 Beiträge: 588 Nachricht senden | Erstellt am 27.10.2008 - 23:38 |  |
Kapitel 35 – Ankunft im Med-Dorf
Ein weiterer Tag verstrich und unsere Freunde waren kurz davor das Med-Dorf zu erreichen.
Es konnte nicht mehr lange dauern, dann erreichte Oto endlich den Ort ihrer Wünsche. Dem Ort, an dem ihre Eltern auf sie warteten, der Ort an dem sie ihren größten Traum verwirklichen konnte.
Das Med-Dorf war ein kleines dort, in dem die größten Ärzte als Lehrer unterrichteten.
Nun ja, so klein war dieses „Dorf“, soweit man es noch so nennen durfte, nicht mehr, was unsere Freunde feststellen mussten.
Schon aus der Ferne konnten sie die riesigen Stadtmauern erkennen und ebenfalls einige Wachtürme, die ringsum die Stadt befestigt waren.
„Ist DAS das Med-Dorf??“, erkundigte sich Jumon, der das ganze wohl nicht glauben konnte.
Oto kramte die Stadtkarte aus ihrer Tasche und überzeugte sich selbst.
„Das muss es doch sein, oder?“, meinte Sayoko.
Oto grübelte.
War das Dorf nicht doch ein wenig zu viel Stadt? Aber das musste es doch sein!
„Die Karte zeigt ein kleines Dorf, mit einigen Schulen, das ist merkwürdig...“
„Warum gehen wir nicht einfach in die Stadt und fragen nach? Das wäre doch das einfachste“, schlug Ginta vor.
„Fragen kostet nichts...“, fügte Sayoko dem noch bei.
Dann machten sich alle auf den Weg.
Zehn Minuten später, kamen sie dann endlich an den Stadttoren an und betraten die Stadt. Nun, nicht wirklich, denn bevor sie die Straßen der Stadt wirklich betreten konnten, kamen ihnen erst ein Mann mit Brille und eine Frau mit langem rotem Haar entgegen, die die gesamte Gruppe in ein Zimmer in der Stadtmauer führte. Es wahr wohl ein Untersuchungszimmer. Die Stühle und Tische wirkten steril, die Wände waren weiß wie Kalk und es standen überall komische Apparate herum.
„Willkommen in Yofu-Shiti“, grüßte die rothaarige Frau, „Jeder der die Stadt betritt muss erst untersucht werden, von Kopf bis Fuß. Die Frauen kommen bitte mit mir, die Männer werden bei meinem Kollegen untersucht.“
Ohne, dass jemand etwas sagen konnte, wurden sie schon in verschiedene Zimmer gezogen.
Bei den Jungs mussten sich alle, bis auf die Unterhose ausziehen und sich auf einen Tisch legen. Im nächsten Moment fuhr auch schon eine Sensorapparatur über die Körper der Jungs und wurden so anscheinend untersucht. Selbst für Myu gab es eine eigene Apparatur. Wohl für jegliche Haustiere gedacht.
Bei den Mädchen, war das genau dasselbe.
„Entschuldigen Sie“, fing Oto an, während sie untersucht wurde, „In welcher Stadt befinden wir uns hier?“
„Ihr seid hier in Yofu-Shiti, kennt ihr diese Stadt nicht? Sie ist weltberühmt!“, erklärte die Rothaarige im weißen Kittel.
„Wissen sie, wo sich das Med-Dorf befindet? Ich hab eine Karte... Sayoko würdest du mal?“
Sayoko nickte, holte die Karte aus Otos Tasche und zeigte sie der Fremden.
„Das Med-Dorf?“, lachte sie, „Das gibt es schon lange nicht mehr. Zumindest nicht als Dorf...“
„W...W...WAS!?“, stotterte Oto.
„Keine Angst, Kleines, du bist hier schon richtig... Aber sag mal, woher hast du diese Karte? Die muss ja uralt sein!“
„Ist das hier also das Med-Dorf?“, erkundigte sich Sayoko, die sich wieder anzog.
„Ja, ist es. Hier wurde einiges geändert in den letzten 50 Jahren. Dieses Dorf, dass für seine Ärzte und deren Talente bekannt war, wurde zu einer Weltmetropole, in der die größten Ärzte ihr können zeigen und sogar andere Unterrichten. Aber nicht nur das, da so viele Kranke hier her pilgern und hier geheilt werden und sich auch regenerieren müssen, fundierten hier nicht nur Krankenhäuser und Schulen, nein auch viel mehr Händler kamen hier her und... wie soll ich sagen? Das Dorf hat sich mehr und mehr ausgedehnt und ist zu einer riesigen Stadt geworden!“
„So ist das also“, murmelte Oto und zog sich auch endlich an.
„Was sucht ihr hier denn?“, wollte die Rothaarige wissen.
„Ich suche meine Eltern“, erzählte Oto, „Meine Mutter war krank, also ist Vater mit ihnen hier her gekommen...“
„Und du kommst sie also besuchen? Ist ja süß“
„Ja“, Otos Gesicht wurde leicht rot, „Und ich will hier meine Ausbildung als Ärztin anfangen.“
„Da bist du hier aber genau richtig! Yotsuba mein Name, schön dich kennen zu lernen“, lachte die Frau und stellte sich vor.
„Ich bin Oto, Oto Kitamuki“, stellte sich auch Oto vor.
„Sayoko“, warf Sayoko in den Raum.
„Ich bin, Shiana.“
„Kitamuki sagst du?“, wunderte sich Yotsuba, während sie den anderen die Hand schüttelte.
„Ja, so heiß ich...“, Oto war ein klein wenig verwirrt.
„Ich glaube, ich kannte deine Eltern, ich habe mal kurz ihren Namen gehört, wenn du willst kann ich dir zeigen, in welchem Krankenhaus sie sich befinden müssten... Wenn sie da noch sind, ich war schon eine lange Zeit nicht mehr in einem Krankenhaus, seitdem ich diesen Job hier habe...“
„Ist auch ein recht merkwürdiger Job“, war ein Kommentar Sayokos, das nicht überhört wurde.
„Unsere Aufgabe ist es, Leute die in die Stadt wollen erst einmal zu checken, ob sie gesund sind. Es könnte ja die Gefahr bestehen, dass etwas passiert. In der Stadt gibt es viele Menschen, die gerade erst bei der Genesung sind oder schon genesen sind und wir wollen einfach nur das schlimmste vermeiden“, erklärte Yotsuba und verließ den Raum wieder.
„Das ist doch nachzuvollziehen“, meinte Oto.
Währenddessen waren die Jungs im anderen Raum auch schon fertig mit der Untersuchung und beide Gruppen trafen sich im Wartezimmer.
„Kommt ihr mit? Yotsuba wird mir zeigen wo meine Eltern sind“, fragte Oto stolz.
„Klar kommen wir mit“, lächelte Ginta.
Alle anderen nickten und so machten sie sich auf den Weg.
Während sie zum Krankenhaus liefen, kamen sie an vielen Restaurants vorbei, jedes mal kam ihn ein anderer, aber köstlicher Duft entgegen. Ryoma lief schon das Wasser im Mund zusammen.
Nach einiger Zeit durchquerten sie auch ein Viertel, in denen es Waffen gab. Neugierig spitzelte Ryoma durch die Schaufenster und entdeckte schon bald einen tollen Schwertladen.
Er entschuldigte sich bei den anderen und meinte er würde sofort nachkommen.
Als sie an einer Bücherei vorbei kamen, entschuldigte sich Jumon und verließ die Gruppe für einen Moment.
Nun kamen die Drei, die noch übrig waren, unter der Führung von Yotsuba, an einer kleinen Gasse vorbei. Mit einem guten Gefühl in seiner Magengegend schlenderte Ginta den anderen hinterher. Plötzlich sprang Myu aus seiner Tasche und rannte in eine kleine, dunkle Gasse.
Ginta rannte ihr hinter her und rief den anderen noch zu dass er gleich wieder kommen würde und dass sie schon vorgehen sollten.
Nun war es nur noch Sayoko, die Oto auf ihren 'letzten Metern' begleitete.
Schon bald kamen sie an einem Krankenhaus an, das nicht wie jedes normale aussah. Es hatte schon fast die Form eines gigantisches Schlosses!
Begeistert traten sie ein und kamen in einem riesigen Raum an, an dem es einige Rezeptionistinnen gab, und ebenfalls einen Wartebereich. Hektisch liefen Ärzte in langen weißen Mänteln umher und Kranke wurden in Rollstühlen nach draußen oder wieder rein geschoben. So einen schönen Anblick hatte Oto noch nie zuvor in ihrem Leben gesehen.
„Wenn das meine Eltern sehen!“, stieß es aus ihr begeistert heraus.
„Deine Eltern haben das schon gesehen“, seufzte Sayoko und sah sie grimmig an.
„Also ihr Zwei, ich denke ihr kommt allein zurecht? Dann verschwinde ich mal wieder, tschüss“, meinte Yotsuba, drückte Oto noch einmal und ging zurück zum Stadttor.
Oto ging sich immer noch von allem begeistert umschauend, direkt zur Rezeption und fragte nach ihren Eltern.
„Entschuldigen sie“, fragte Oto nach.
„Guten Tag, was kann ich für sie tun?“, begrüßte sie eine alte, grauhaarige Schwester.
„Ich suche nach meinen Eltern, sie müssten hier im Krankenhaus sein.“
„Die Nachnamen bitte.“
„Kitamuki.“
Die Schwester rollte auf einem Rollstuhl in einen kleinen Raum hinter einer Wand. Wahrscheinlich war das das Archiv.
Nach einigen Minuten kam sie wieder zurück gerollt.
Mit strahlenden Augen sah sie die Schwester an. Doch diese schaffte es nicht in Otos Augen zu sehen.
„Ihre Eltern waren hier...“, fing sie an zu erzählen, „Ihre Mutter ist wegen den folgen ihrer schweren Erkrankung gestorben und ihr Vater, ist spurlos verschwunden. Es gibt Gerüchte dass er sich ermordet hat, aber das weiß man nicht genau. Es tut mir so Leid für sie...“
In diesem Augenblick blieb alles in Oto stehen. Sie fühlte für einen Moment nichts und klappte auf dem Boden zusammen.
Tränen brachen aus ihr heraus und laut fing sie zu schluchzen an.
„Das hätten sie auch freundlicher sagen können!“, brüllte Sayoko die Schwester an die nun schuldig auf den Boden blickte.
Sayoko wischte sich schnell ein paar Tränen aus dem Gesicht und beugte sich dann zu Oto hinunter. Beruhigend strich sie über ihren Rücken und versuchte sie zu trösten.
In diesem Moment räusperte sich jemand hinter Sayoko, sie drehte sich um und sah den großen Kerl mit langen schwarzen Haaren, die er sich zu einem Zopf nach hinten gebunden hatte, an.
„Oto?“, fragte der Mann neugierig.
Schniefend drehte sie sich um und erblickte einen alten bekannten.
„Ama!“, stieß es aus ihr heraus und sie sprang auf. Sofort nahm sie ihn in den Arm.
„Eh, w...w...was für eine schöne Begrüßung“, stotterte Ama.
„Was machst du denn hier?“, fragte sie, noch immer in einem weinerlichen Ton.
„Ich konnte es nicht mehr aushalten. Ich war naiv und dachte wenn ich an diesem Strand bleibe, finde ich meine Eltern schon, dabei könnten sie überall auf der Welt sein, also bin ich euch einfach nach gelaufen.“
„Das hast du getan?“, wunderte sich die Blonde.
„Ja...“, beantwortete er die Frage und wurde leicht rot.
„Ah, Entschuldige!“, Oto wich einen Schritt zurück und schnäuzte sich, „Tut mir Leid dass du mich hier so siehst...“
Sayoko vertraute Ama zwar noch nicht so ganz, aber sie ging zu ihm hin und flüsterte ihm etwas ins Ohr, woraufhin Ama ein bedrücktes Gesicht machte.
Jetzt nahm er Oto in den Arm, sie wurde rot und er sagte: „Das mit deinen Eltern tut mir Leid...“
Nun brach sie wieder in Tränen aus.
Zuvor...
„Myu bleib doch endlich stehen!“, rief Ginta, der Myu hinterherrannte. Geschickt musste er zwischen großen Kartons, Mülleimern und anderen Dingen hin und her springen um die schwarze Katze zu erwischen.
„Bleib endlich stehen!“, rief er noch ein letztes Mal, bevor er Myu endlich aufhalten konnte.
„Hab ich dich...“, sagte Ginta erleichtert, „Was machst du auch immer wieder für Ausreißer!?“
Myu hatte nichts besseres vor als zu Miauen und schleckte sich die Pfote ab.
Ginta blickte auf und was er erkannte, verwunderte ihn. Er rannte wirklich durch eine sehr enge, kleine und dunkle Gasse – er wunderte sich überhaupt warum Myu extra hier rein rennen musste, hier roch es weder nach Fisch sonst noch nach etwas das ihr schmecken könnte – und genau hier erblickte er ein kleines Häuschen, in dem Licht brannte.
„Das ist doch nicht wieder so ein...“, grübelte er und bevor er seinen Gedanken beenden konnte, öffnete sich auch schon eine Tür.
„Ah, da bist du endlich, Ginta...“, begrüßte ihn ein alter Mann mit Glatze und Kinnbart. Wie bestellt legte dieser einen großen Fisch für Myu auf die Veranda.
„Braves Kätzchen...“, murmelte er und wandte sich wieder zu Ginta, „Komm doch rein, komm doch rein.“
Ginta seufzte auf und nuschelte: „Wusst ich es doch.“
Er folgte der Einladung des Mannes und betrat das kleine Haus.
Ginta setzte sich auf das Sofa und der Mann brachte Tee und Kekse.
„Ginta...“, fing der alte Mann an, „Ich bin Natoku, einst habe ich deinen Vorfahren Gaara trainiert und ihn ein wenig auf seiner Reise begleitet...“
„Lassen sie mich raten“, unterbrach Ginta ihn, „Jetzt wollen sie mich trainieren?“
„Du bist ein schlaues Kerlchen, das muss man dir lassen. Ganz anders als dein Vorfahre!“, lachte Natoku und hielt sich den Bauch, „Ja und deswegen wollte ich dich bitten, dass du die anderen dazu bringst einen Monat hier zu bleiben, ist das in Ordnung?“
„Einen Monat? So lange??“, wunderte sich Ginta, „Aber ich will endlich zu den Shal!“
„Meinst du so stark wie du jetzt bist, schaffst du es sie zu besiegen?“, Natokus Stimme wurde plötzlich ernster, „Die Leute gegen die du bisher gekämpft hast sind nicht mal ein Zehntel so stark wie das, was noch auf dich zukommt. Willst du das Risiko ein gehen, dass deine Freunde verletzt werden?“
In diesem Moment sah er ein Bild seiner Freunde vor sich.
„Nein..“, antwortete er.
„Dann nimm bring sie dazu einen Monat zu bleiben. Das wichtigste Training und die Erweckung deiner Fähigkeiten sollte man in einem Monat unter den Hut bringen.“
Natoku nahm seine Tasse schlürfte daran und knabberte danach auf einem Keks herum.
Ginta saß still da, seine Händen in den Schoß gelegt und sein Blick darauf gerichtet.
Plötzlich fühlte er in sich ein komisches Gefühl, als wäre irgendetwas passiert.
„Ich muss los!“, stieß es aus ihm heraus, „Ich überrede sie bis morgen einen Monat zu bleiben!“
Ginta packte seine Tasche, zerrte Myu von dem Fisch weg und rannte los.
Sein Gefühl leitete ihn durch die halbe Stadt, bis er zu einem großen Krankenhaus ankam. Er stürmte hinein und sah wie seine Freunde beisammen standen.
„Was ist passiert?“, fragte Ginta neugierig nach.
„Es geht um Oto“, sagte Sayoko und erzählte Ginta die ganze Geschichte.
Er nahm Oto in den Arm und drückte sie fest. In diesem Moment entdeckte er auch Ama und begrüßte ihn.
„Leute, ich muss euch um einen Gefallen bitten...“, fing Ginta an.
„Ginta, wir müssten dich auch um etwas bitten“, fügte Oto hinzu.
„Können wir einen Monat hier bleiben?“, sagten beide gleichzeitig.
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