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Amber-Scully ...
Die Foren - Chefin
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...   Erstellt am 21.01.2007 - 17:41Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Kapitel 31
12:12 Uhr


Mit geschlossenen Augen lag Nick auf seiner Couch. Er konnte nicht aufhören, an Scully zu denken. Er wünschte sich so sehr, dass sie endlich auf ihn eingehen würde, doch dafür schien es etwas zu früh. Es würde wahrscheinlich lange dauern, bis er ihren Widerstand gebrochen hatte, doch Nick musste geduldig sein, immerhin waren gerade mal acht Stunden seit zwölf Stunden seit der Entführung vergangen. Als er kurz die Augen öffnete und auf die Wanduhr schaute, stellte er fest, dass es schon Mittagszeit war und schon wieder zwei Stunden vergangen waren, seitdem er sie das letzte Mal gesehen hatte. Und sie lag noch immer auf dem Bett, bewegunsunfähig. Irgendwie gefiel ihm dieser Gedanke. Sie musste auf ihn warten, egal wie sehr sie ihn hasste. Er war der Einzige, der sie von den Handschellen befreien würde. Nick grinste und schloss erneut die Augen.

‚Ich kann es gar nicht abwerten, bis sie endlich ihre Meinung über mich ändert. Momentan hat sie einfach ein schlechtes Bild von mir. Sie denkt, ich bin kaltherzig und brutal, aber das stimmt nicht. Ich bin es nur, wenn sie sich nicht an meine Regeln hält‘, dann fand ein plötzlicher Themenwechsel in seinem Kopf statt und er stellte sich vor, wie er sie in seinen Armen hielt, dabei über ihren Rücken streichelte und sie ihm flüsternd ihre Liebe beteuerte. Doch bis dahin war es noch ein langer und steiniger Weg, dass wusste Nick. Eine Menge Arbeit und Ärger würde noch auf ihn zukommen, denn sie besaß einen starken Willen, den er erst einmal brechen musste.
Die Handschellen waren der erste Schritt gewesen. Er vermutete, dass sie sich sehr unwohl fühlte, so ungeschützt und ausgeliefert. Doch genau das wollte er erreichen. Sie musste einsehen, dass sie keine Chance gegen ihn hatte. Und hoffentlich würde sie bald zur Besinnung kommen, denn sonst musste er sie wieder bestrafen. Zwar gefiel dieser Akt Nick, das musste er sich insgeheim eingestehen, doch es schmerzte auch, Scully leiden zu sehen.

‚Genug Zeit mit Denken vertrödelt. Jetzt ist Handeln gefragt‘,spornte Nick sich an, nachdem er die Augen geöffnet und aufgestanden war. Sein Blick wanderte unruhig im Raum hin und her, während er seine Umgebung musterte. Er hatte die letzten zwei Stunden nur an sie gedacht. Nun war der Zeitpunkt gekommen, sie nicht mehr länger warten zu lassen. Doch bevor er das Schlafzimmer betrat, musste er Vorbereitungen treffen. Das stand fest. Er konnte nicht mit müden Augen vor ihr treten. Nein, er musste gepflegt und entspannt wirken, damit sie ihre Angst vergessen konnte. Und wenn sie sich nicht mehr vor ihm fürchtete und sich nicht wehrte, würde ihnen beiden eine angenehme Zukunft bevor stehen.

Von neuem Tatendrang erfüllt lief er zum zweiten Bad, welches noch winziger war, als das vom Schlafzimmer ausging. Er blieb vorm Waschbecken stehen, putzte sich die Zähne, wusch sich das Gesicht und kämmte sich anschließend die Haare. Das ganze Prozedere dauerte nur wenige Minuten und nach einem prüfenden Blick in den Spiegel war Nick zufrieden. Er fühlte sich jetzt nicht mehr nur erholt, sondern sah auch so aus. Dann verließ er das Bad und lief mit Vorfreude, die in seinem Körper kribbelte, auf die geschlossene Tür zu. Mit dem Gedanken ‚Ich verstehe gar nicht, wie sie mir widerstehen kann‘ klopfte er zaghaft an.

Scully zockte erschrocken zusammen, als sie das Klopfen vernahm. Das plötzliche Geräusch hatte sie aus ihrem Halbschlaf gerissen. Einige Sekunden später realisierte sie, dass Nick es war. Es konnte nur Nick sein. Eine Angst, die sich nicht ignorieren ließ, bahnte sich in ihr Bewusstsein, während sie die Augen öffnete, kurz blinzelte und sich versuchte aus der Illusion zu befreien, die sie eben noch umgeben hatte. Wenige Sekunden später öffnete sich die Tür und Nick betrat grinsend den Raum.
‚Sie sieht ziemlich mitgenommen aus. Es scheint, als hätte meine Strafe etwas genützt‘, dachte er, während er sich langsam dem Bett näherte.
„Hallo meine Hübsche. Ich glaube, du hast jetzt genug geschlafen und hoffentlich hast du auch darüber nachgedacht, wieso ich dich an das Bett gefesselt habe“, allein der schadenfroher Unterton in seiner Stimme ließ Scully erschaudern. Jetzt bestand kein Zweifel daran, dass er es genoss, sie zu demütigen. Jedoch bemühte sie sich, seine Worte zu verdrängen und antwortete ihm nicht.

Doch nachdem Nick nah an das Bett heran getreten war, sich über sie gebeugt hatte und triumphierend grinste, vergaß Scully ihre Ängste. Zwar war ihr bewusst, dass sie ihm ausgeliefert war, doch so lange sie sprechen konnte, würde sie ihm die Meinung sagen. Sie würde doch nicht sein Spielzeug oder Zeitvertreib sein!
Mit standfester Stimme und einem tiefen Blick in seine Augen erwiderte sie.
„Sie werden damit nicht durchkommen! Mein Partner ist ein schlauer Mann. Er wird begriffen haben, das mir etwas zugestoßen ist. Und er wird kommen, um mich zu retten. Also gewöhnen Sie sich nicht zu sehr an mich, denn ich werde nicht mehr lange ihre Geisel sein!“, ihre Stimme klang entschlossen und sie blickte ihm mit ausdrucksloser Miene entgegen. Da sie ihn erneut gesiezt hatte, zeigte ihm, dass sie sich nicht mit ihrer Situation zufrieden gab. Und, dass sie keine innige Beziehung aufzubauen bedachte. Nein, sie würde sich niemals freiwillig mit ihm abgeben.

Zu Scullys Verwunderung zeigte Nicks Miene Niedergeschlagenheit. Die Aktion mit den Handschellen war also doch sinnlos gewesen, denn sie widersetzte sich ihm erneut. Warum machte sie es ihm nur so schwer? Was musste er noch mit ihr anstellen, damit sie ihm endlich gehorchte? Bevor er zu einer Antwort ansetzte, atmete er schwer aus. Nein, er würde jetzt nicht wütend werden, aber er musste ihr beweisen, dass sie Unrecht hatte.
„Du weißt, dass das nicht stimmt. Du wünscht dir nur, dass dieser Mulder kommt, aber das wird er nicht,denn ich bin ihm Meilen voraus. Er wird uns niemals finden. Und wenn du mir jetzt noch einmal widersprichst, schwöre ich dir, wirst du es bereuen. Also bleib lieber stumm, wenn du nichts Produktives zu sagen hast!“

Obwohl er es vermeiden wollte, wurde seine Stimme von Wort zu Wort lauter. Ja, sie hatte ihn erneut enttäuscht. Seit Stunden bewegten sich die beiden nun schon im Kreis. Und ihr Widerstand wurde immer stärker, egal, wie lange er sie alleine ließ und was ihr mit ihr anstellte. Nick verfluchte ihren Mut und ihre Widerstandsfähigkeit.
„Hör mir mal ganz genau zu", nun wieder ruhiger, setzte er sich auf das Bett. Als Scully sah, wie er ihr immer näher kam, versuchte sie panisch, von ihm wegzurutschen, doch das entflammte seine Wut erst richtig. Außerdem hinderten sie die Handschellen daran, ihm zu entkommen. Dann hatte er plötzlich ohne ein Laut oder Wort sein rechtes Bein über ihren zarten Körper geschwungen und seine Hände packten ihre Handgelenke, die Nick anschließend in die Kissen drückte. Scullys Augen weiteten sich vor Angst. Würde ihr Alptraum jetzt doch wahr werden? Doch seine laute Stimme ließ einen Moment lang ihre Erinnerungen verblassen und sie vernahm nur noch seine Aufforderung, während alle Sorgen plötzlich verschwanden.
„Hör endlich auf dich zu wehren, Dana!“, zum ersten Mal sagte er ihren Vornamen. Scully lief eine Gänsehaut über den Rücken und ihre Panik kehrte wie ein Faustschlag ins Gesicht zurück. Sie wollte nicht, dass er sie so nannte. Genausowenig, wie sie seine Nähe akzeptieren wollte. Warum ließ er sie nicht einfach in Ruhe? Während sie sich mühevoll versuchte zu befreien, verstärkte Nick seinen Griff lediglich. Er spürte, dass sie sich ihm nicht ergeben würde, also musste er es anders versuchen. Noch immer strampelte sie unter ihm, da kam ihm mit einem Mal eine Idee.
„Ich sagte, hör auf dich zu wehren! Oder soll ich deinem Herzblatt mal einen Besuch abstatten, um dich endlich umzustimmen, hä!?“

Scully hielt abrupt inne. Hatte sie ihn gerade richtig verstanden? Würde er es wirklich wagen, Mulder etwas anzutun? Sie schluckte, doch dieser Vorgang ließ ihren Kloß, der in ihrem Hals steckte, nicht verschwinden. Als sie ihn ängstlich entgegenblickte, spürte sie seinen Griff um ihre Handgelenke. Es schmerzte, doch jeglicher Widerstand schien ihren Zustand zu verschlimmern. Und wie schwer es ihr auch fiel, sie musste sich ihm fügen. Also ließ sie sich in die Kissen sinken und schloss für einen Moment die Augen, um sich an einen friedlichen Ort zu träumen. Sie fühlte sich elend und mit seiner Aussage hatte er ihr bewiesen, dass er weitergehen würde, als sie ihm zugetraut hatte.
„Gibst du endlich auf?“, wollte Nick wissen und holte sie so in die Realität zurück.
„Lass Mulder aus dem Spiel, Nick!“, erwiderte sie mit fester Stimme, nachdem sie ihre Augen wieder geöffnet hatte.
„Das wirst du mich entscheiden lassen, verstanden?!“
Doch Scully wollte ihm nicht Recht geben müssen. Sie wollte nur, dass er endlich von ihr runter stieg.
„Geh runter von mir!“, schrie sie und sammelte alle Kräfte, um sich endlich zu befreien, doch Nick hatte sich auf erneuten Widerstand vorbereitet und verstärkte den Druck auf ihren Arm. Sie hatte keine Chance.

„Hör sofort auf damit!", nun schrie auch er. Zorn brodelte in ihm auf. Plötzlich empfand er nichts außer Wut. „Hab ich mich falsch ausgedrückt oder was!?“, sein Gesicht nahm einen bedrohlichen Ausdruck an und seine Wangen färbten sich rot. Dann beugte er sich zu ihrem Gesicht hinunter und seine Lippen berührten fast sanft ihr Ohr, während er zu einem furchteinflössendem Flüstern ansetzte.
„Hör endlich auf, dich gegen meinen Willen zu stellen, oder du wirst es bitter bereuen!“
Ein weiterer Gänsehautschauer durchfuhr Scullys Körper. Warum hatte sie nur so eine Angst vor ihm? Nachdem sich ihr Atem etwas beruhigt hatte, musste sie einsehen, dass sie nachgeben musste, denn sie wollte nicht mit den Folgen seiner Wut rechnen müssen. Dann herrschte abrupt Stille und Reglosigkeit zwischen den beiden.

Zwei volle Minuten sagte keiner der beiden ein Wort.
‚Lass mich doch endlich los, du Schwein‘, betete Scully innerlich, doch sie traute sich nicht, diese Worte auszusprechen, denn so würde sie seine Wut erneut entfachen. Ihre Handgelenke schmerzten, doch allmählich lockerte Nick seinen Griff. Es schien, als würde er sich langsam beruhigen. Wenig später beugte er sich zurück, und ließ dann endlich ihre Arme los. Dann stieg er von ihr hinunter. Scully unterdrückte einen Erleichterungsseufzer in letzter Sekunde. Zwar fesselten sie noch immer die Handschellen an das Bett, jedoch war die Freude groß darüber, dass er sie nicht geschlagen oder vergewaltigt hatte. Nachdem er sich vollends aufgerichtet hatte, betrachtete er sie skeptisch.
‚Hoffentlich hat sie jetzt endlich begriffen, dass ich die Fäden in der Hand halte.'

„Willst du mir jetzt noch irgendetwas sagen?“, fragte Nick in einem herabwertenden Ton. Nach einem kurzen Zögern entschloss sie sich, ihm etwas zu gestehen.
„Ja. Ich müsste mal auf die Toilette, Nick“, antwortete sie leise und verwendete bewusst seinen Namen. Vielleicht würde sie so sein Herz erwärmen können. Doch trotz allem fragte sie sich, ob es die richtige Entscheidung gewesen war, ihn darüber in Kenntnis zu setzen, dass sie auf Toilette musste, denn irgendwie kam es ihr wie eine Bitte vor, sie von den Handschellen zu befreien – und sie schämte sich. Wo würde sie enden, wenn sie jetzt schon anfing, ihm in den Arsch zu kriechen? Sie musste doch ihre Würde bewahren!
Kaum waren die Worte ausgesprochen, legte sich ein erfreuter Ausdruck über sein Gesicht.
„Du bittest mich dich loszumachen? Soll das wieder ein Trick sein!?“
Scully schüttelte schnell mit dem Kopf.
„Nein. Es ist kein Trick,“ entgegnete sie wahrheitsgemäß. Es dauerte einen Moment, bis Nicks Miene Regung zeigte.
„Dann werde ich dir mal glauben“, er trat zum Kopfteil, wühlte kurz in seiner Hosentasche und holte dann den silber glänzenden Schlüssel hervor.
„Ich warne dich ein letztes Mal. Wenn du mich versuchst zu verarschen...“

Scully schluckte trocken, während Nick sich zu ihr hinunter beugte und ihre Arme von den Handschellen befreite. Anschließend ließ er sie wieder in seiner Hosentasche verschwinden. Scully hoffte, die Teile vorerst nicht so schnell wieder sehen zu müssen. Sie massierte erleichtert und von einem Gefühl der wiedergewonnen Freiheit erfasst ihre Arme. Druckstellen von dem Stahl sowie von Nicks Griff waren deutlich sichtbar. Es würde wohl ein wenig dauern, bis die Spuren wieder verschwinden würden.
Nachdem sie einen vorsichtigen Blick in Nicks Gesicht warf, erkannte sie, dass er jede ihrer Bewegungen ausdruckslos beobachtete. Sie wartete einen Moment, jedoch regte er sich nicht. Was erwartete er jetzt von ihr? Ein ‚Danke‘? Um dem Schweigen zu entgehen, setzte sie leise zu einer Frage an.
„Darf ich... aufstehen?“, es fiel Scully schwer, zugeben zu müssen, dass sie abhängig von ihm war. Doch Nick antwortete schnell und schlicht.
„Ich werde dich nicht daran hindern. Komm in den Wohnraum, wenn du fertig bist."
Dann drehte er sich abrupt um und verließ das Zimmer. Die verunsicherte Scully ließ er ohne Weiteres zurück.

12:32 Uhr
Kapitel Ende


[Dieser Beitrag wurde am 02.01.2008 - 22:36 von Amber-Scully aktualisiert]





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Leider ist jennifer ( Amber ) am 17.9. verstorben an Krebs, wollte das nur mal bekannt geben..( die Mutter)

darkphoebe ...
*~M-F~* Azubi
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Beiträge: 155
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...   Erstellt am 23.01.2007 - 17:53Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


man dies typ ist aber ein schleimer, mal sehen ob danna nun nicht wirklich versucht hat ihn zu entkommen, schade das sie kein handy bei hat.





Signatur
Phoebe: fahr zur hölle.
Cole: da komme ich gerade her.

Sei so wie du bist, denn du belügst dich sonst nur selber.


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