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kazenogaara ...
Gaisuto no Ginta
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...   Erstellt am 19.05.2008 - 12:35Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Kapitel 30 – Die Vision gefangen von den Shal

Nachdem Sayoko alles erledigt hatte, was sie in Prûo zu erledigen hatte, beschlossen alle, weiter zu reisen. Also machten sie sich alle bereit, aßen noch etwas und packten ihre Sachen.
Jumon schlug vor, die Nacht für diese Wanderung zu nutzen, sodass ein zu langer Aufenthalt in Kisha City nicht nötig wäre. Geschlafen hatten alle genug, also machten Ginta und seine Freunde sich abends auf den Weg von Prûo nach Kisha City. In dieser Stadt sollte sie eine Zugfahrt erwarten, die sie nach Mayima bringen sollte. Von dieser Stadt aus war es wirklich kein weiter Weg zum Med-Dorf. Alle fanden, dass es wirklich eine gute Idee war, nachts zu reisen. In dieser klaren Nacht konnte man so schön den Mond und die Sterne beobachten. Außerdem erhaschte man ab und zu einen Blick auf die leuchtenden Augen nachtaktiver Tiere. Ab und zu hörte man Eulen, auch mal das Rascheln einer Katze, die durch das Gebüsch rannte und auch von einem Wolf, der den Mond anheulte. Es war einfach eine tolle Nacht, in der man super reisen konnte.
Am nächsten Morgen, nach dieser langen Wanderung, kamen sie endlich vor den Toren Kisha Citys an. Schön verziert waren diese großen Tore nicht wirklich. Man erkannte das Relief eines Zuges, mehr eigentlich auch nicht. Als sie das Tor durchquerten, blickten sie erstmal die Häuser und vor allem auch die Hauptstraße Kisha Citys an. Es war wirklich eine schöne Stadt. Hier und da war ein kleiner Laden, in dem man interessante Dinge kaufen konnte. Aber nein, zum Shoppen waren unsere Freunde nicht hier her gereist. Sie wollten doch zum Bahnhof, um mit einem Zug nach Mayima zu fahren. Von dieser Stadt war es wirklich nicht mehr weit bis zum Med-Dorf, in dem Oto ja ihre Ausbildung als Ärztin anfangen wollte. Quer durch die Stadt liefen sie zum Bahnhof. Sie wollten die Hauptstraße nicht nehmen, da sie zum einen länger war und zum anderen wollten Oto und Jumon die riesigen Container und Lagerhallen, die auf dem Weg zu finden waren, sehen und betrachten.
An diesem Tag war es extrem windig. Genervt machten sich Sayoko und Oto Zöpfe, denn der Wind schlug die Haare zu oft ins Gesicht. Ryoma, der ja schon einen Zopf trug, störte das nicht sonderlich.
Es lag etwas in der Luft. Ginta trug schon die ganze Zeit so ein komisches Gefühl in sich rum. Nicht nur der Wind, der sich immer wieder drehte, als suche er nach etwas, nein, auch eine komische Spannung war zu spüren. Gintas Amulett, das er um den Hals trug, fing immer mal wieder an, ganz leicht zu vibrieren. Ginta machte sich darüber keinen großen Kopf, denn er nahm an, dass diese Aktivität des Amuletts von dem Wind ausging. Oder hatte es doch etwas mit diesem Gefühl zu tun? Ginta machte sich dann doch Gedanken über diese Stadt und über diesen Tag.
Bis auf Jumon und Oto, die sich über die zahlreichen Aufschriften der Container unterhielten, waren alle still.
Eine Zugfahrt erwartete die Helden. Ginta erinnerte sich an einen Ausflug mit seinen Eltern und Soijitonoma. Wieder einmal eine dieser Erinnerungen, bei der er sich nur vage an das Aussehen seiner Eltern erinnerte. Er hatte eigentlich gar keine Photos von seiner Mutter und seinem Vater. Nur ab und zu hatte er davon gehört, wie Soijitonoma von dem wunderschönen Äußeren seiner Mutter schwärmte.
Zurück zu seiner Erinnerung: Es war ein kühler Frühlingstag. Das Ziel dieser Reise war ein riesiger Naturschutzpark nordöstlich von Kueteika, in dem Ginta und seine Familie wilde Tiere beobachten und auch ein Picknick machen wollten. Mit dem Zug war dieser Ort mit einer zweistündigen Fahrt leicht zu erreichen. Damals war Ginta noch total fasziniert gewesen von dieser Zugfahrt, denn es war seine erste.
Voller Aufregung setzte er sich direkt ans Fenster und klebte mit der Nase förmlich an der Scheibe. Diese wunderschönen Landschaften, die er erblickte, diese Bilder in Gintas Kopf von den Feldern, den Wäldern, dem Kirschblütenberg, sie alle kamen wieder hoch. Ob ihm das alles während der bevorstehenden Zugfahrt wieder passierte? Er wusste es noch nicht.
Seufzend schritt er voran, dicht gefolgt von den anderen.
„Wartet mal“, forderte Jumon und blieb stehen. „Die Geister sind ziemlich unruhig. Was ist los?“
„Der Wind ist doch genauso unruhig“, erwiderte Ginta.
„Ja, das nervt ganz schön“, brummte Sayoko, die sich wieder die Haare aus dem Gesicht strich, die nicht im Zopf waren.
„Wir sollten vorsichtig sein“, schlug Jumon vor.
„Geht klar“, fügte Ginta hinzu. Als er alle ansah, nickten sie entschlossen.
So gingen sie alle weiter.
‚Was hat das hier zu bedeuten!?’, überlegte Ginta. ‚Der Wind spielt verrückt, die Geister anscheinend auch, ein komisches Gefühl lässt mich nicht mehr los... Was wird hier gespielt!? Wenn mich mein Gefühl nicht täuscht... Wie kann mich mein Gefühl täuschen!? Irgendetwas wird wohl noch passieren, da bin ich mir sicher!’
Schon bald erreichten sie letztendlich den Bahnhof. Es war ein großes Bahnhofsgebäude, hinter dem die Gleise lagen. Sie betraten das Gebäude und erblickten einen Zeitungsstand, einen Laden, in dem man noch etwas zu essen kaufen konnte und die Information.
Sayoko, die das Geld bei sich trug, ging zuerst in die Information, um die Tickets zu kaufen. Die anderen beschäftigten damit, das Gebäude genauestens von Innen aus zu betrachen.
„Guten Morgen“, war Sayokos Begrüßung, obwohl es ja schon fast Mittag war.
„Hallo“, entgegnete der Angestellte in einem gestressten Ton.
„Ich würde gerne eine Zugfahrt für fünf Personen und eine Katze buchen. Es geht nach Mayima.“
Der Angestellte blätterte in einem Buch und fing an: „Heute fährt ein Zug nach Mayima. Die Katze kann kostenlos mitfahren.“
Danach sprach der Angestellte noch von dem Preis und Sayoko bezahlte sofort.
Als sie jedoch mit den Tickets in der Hand zurück zur Gruppe kam, hörten alle plötzlich eine gigantische Explosion. Es war sogar so schlimm, dass der Boden leicht vibrierte.
„Das kommt von den Lagerhallen!“, rief Jumon, der mit den Geistern der Umgebung geredet hatte.
„Na dann, auf los geht’s los!“, lachte Ryoma und rannte los. „So was wollen wir uns doch nicht entgehen lassen!“
„Ich hab’s gewusst“, seufzte Ginta und massierte sich seine Schläfen. „Es musste ja kommen, mein Gefühl hat mich also wieder nicht im Stich gelassen.“
Nachdem er das laut ausgesprochen hatte, sahen ihn alle erst komisch an, machten sich dann aber doch auf den Weg.
Myu rannte neben Ginta her, denn das Schütteln der Tasche, während er rannte, tat ihr wohl nicht sonderlich gut.
Als alle ungefähr die Hälfte der Strecke hinter sich gebracht hatten, wiederholte sich das Geräusch einer Explosion. Jetzt liefen Ginta und seine Freunde noch schneller.
Das Gebiet der Lagerhallen war umzäunt. An manchen Stellen waren große Löcher darin oder es fehlten ganze Abschnitte, durch die man leicht hätte durchsteigen können.
Je näher sie dem Ort des Geschehens kamen, desto mehr Leute des Militärs waren aufzutreffen.
„Was macht das Militär hier?“, wunderte sich Oto, die nun langsamer lief. „Sollten die nicht für etwas größere Einsätze bereit sein?“
Die anderen taten es ihr gleich und blieben dann stehen. Sayoko gab sich einen Ruck und sprach einen Soldaten, der in der Nähe stand, an und fragte nach, was denn los wäre.
„Eine Gruppe komisch gekleideter Leute stiehlt Sachen aus den Lagerhallen. Wenn ihr dort hinter schaut“, er zeigte mit dem Finger an eine recht weit entfernte Lagerhalle, „dann seht ihr einige dieser Leute, die gerade mit unseren Männern kämpfen. Der Anführer dieser Bande benutzt ziemlich komische Magie...“
„Danke für die Info“, verabschiedete sich Sayoko und wandte sich zu den anderen. Sie ging ein paar Schritte weiter, sodass keine der Militärs sie hätte hören können.
„Das sind Shal“, flüsterte sie.
„Was wollen die jetzt schon wieder!? Die können auch nie Ruhe geben“, sagte Ginta wütend.
„Dann mischen wir sie doch auf!“, meinte Ryoma und streckte seine geballte Faust in den Himmel.
Jumon und Oto grinsten nur. Danach kletterten alle über den ca. zwei Meter großen Zaun und liefen zu den Lagerhallen.
„HEY! Was macht ihr da!?“, brüllte der Soldat ihnen hinterher. Sayoko drehte sich im Rennen um und streckte ihm die Zunge raus.
Es tauchten immer mehr Shal auf, die die Gruppe nicht wirklich beachteten. Die Freunde schafften es, unbemerkt an einem Zentrum aus drei großen Lagerhallen anzukommen. Sie versteckten sich hinter den Hallen, denn davor spielte sich ja der Kampf zwischen den Militärs und den Shal ab. Wichtig war es jetzt, erstmal einen Plan zu finden, wie alle vorgehen sollten.
„Was ist unser Plan?“, leitete Oto ein.
„Wir teilen uns auf“, schlug Ginta vor. „Sayoko und Jumon nehmen sich diese Lagerhalle vor. Oto und Ryoma diese. Ich kümmere mich um diese in der Mitte. Wir erkundigen uns, was die Shal stehlen und vereiteln es so gut wie möglich, ok? Wie auch immer das geschehen soll, ihr lasst euch sicherlich was Gutes einfallen, stimmts?“
„Aber...“, versuchte Oto einzuwenden, bis sie von einem „Nichts aber!“ von Ginta unterbrochen wurde.
Dann machte er sich auf den Weg.
„Ich hoffe, er dreht nicht durch. Wir kennen seinen Hass gegenüber diesen Shal, nicht wahr?“, meinte Ryoma.
„Hoffentlich beherrscht er sich“, bemerkte Jumon.
„Hoffentlich passiert ihm nichts“, meinte Oto. Danach teilte sich auch der Rest der Gruppe auf.
Ginta schlich mittlerweile durch die riesige Lagerhalle, in der ziemlich viele riesige Container standen. Ab und zu gingen ein paar Shal durch die Halle, doch Ginta hatte Glück, versteckte sich immer und ließ sich nicht erwischen. Für ihn war es immer wieder ein kleiner Adrenalinschock. Er war alleine, was erwartete man denn sonst von ihm, vor allem mit seinen Gedanken. Dann kam wieder dieses komische Gefühl in ihm hoch und es leitete und führte ihn durch dieses Labyrinth der Lagerhalle.
Leise flüsterte eine unverständliche Stimme in Gintas Kopf. Überrascht darüber versuchte er genauer hinzuhören, doch es war nicht möglich, diese genau zu verstehen. Aber trotzdem wusste er, dass er jetzt etwas zu tun hatte.
Ginta kam zu einer Treppe. Langsam stieg er sie hinab und betrat einen Raum, der aus vielen gefängnisartigen Zellen bestand.
Plötzlich bekam er Kopfschmerzen, die Stimme wurde immer lauter, aber kein Shal oder weitere Personen waren in diesem Raum, wie er bemerkte, als er Zelle für Zelle einzeln betrachtete.
„Ginta“, flüsterte diese Stimme und er schritt zu einer gut verborgenen Zelle in einer Ecke des länglichen Raumes.
„Endlich bist du da“, sagte ein Mädchen mit langen blauen Haaren, die an den Gittern der Zelle stand und ihn erwartungsvoll anblickte. Tränen liefen ihr Gesicht hinab und sie grinste ihn dann an.
Ginta erwiderte erschrocken ihren Blick. Wer war sie?





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