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kazenogaara ...
Gaisuto no Ginta
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Registriert seit: 17.03.2007
Beiträge: 578
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...   Erstellt am 01.03.2008 - 15:06Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Kapitel 27 - Angst um Tod

Es herrschte Ruhe. Man konnte den Wind durch das Blätterwerk der Bäume rascheln hören. Jumon rieb sich am Kopf und ging von Ginta und Sayoko runter, die reglos auf dem Boden lagen. Jumon entschuldigte sich vielmals, aber die beiden gaben einfach kein Lebenszeichen mehr von sich.
Er stupste sie an, um zu sehen, ob sie reagierten, aber vergebens. Sie lagen immer noch auf dem Boden, ohne irgendetwas zu machen.
Ryoma und Oto, die mittlerweile ein Stückchen weiter gelaufen waren, hielten an und drehten sich um. Fragend sahen sie Jumon an.
„NEIN!“, schrie Jumon auf. „Die beiden sind bewusstlos!“
Als Oto das hörte, rannte sie gleich zurück und legte Ginta und Sayoko nebeneinander. Sofort überprüfte sie Puls und Atmung.
Verwundert sah sie sich um und stotterte: „Ihre... Ihre... Ihre Herzen schlagen nicht, aber sie atmen noch. Das ist normalerweise unmöglich!“
Ohne weitere Gedanken zu verschwenden, begann sie mit der Reanimation. Weinend beugte sie sich über die Brust von Ginta und versuchte gleichzeitig, sich um Sayoko zu kümmern.
Ryoma stand nun auch neben ihr und wusste nicht, was zu tun war. Ebenso wie Jumon sah er erschrocken zu.
„Jetzt helft mir doch auch!“, brüllte Oto und wandte sich zu Sayoko.
Jumon begriff, was er zu tun hatte, kniete sich zu Ginta runter und tat das Gleiche wie Oto. Aber er hatte keine Ahnung von lebensrettenden Notmaßnahmen und konnte sich nur darauf verlassen, dass er alles richtig machte. Doch da sich Ginta immer noch nicht regte, war er sich fast sicher, dass er irgendetwas falsch gemacht hatte, obwohl es bei Oto und Sayoko auch nicht gerade besser aussah.
Oto versuchte es noch einige Male, bis sie dann doch aufgab. Verzweifelt blickte sie mit einem von Tränen überströmten Gesicht die reglosen Körper ihrer zwei Freunde an.
„Los, bringen wir sie in die nächste Stadt! Da muss es einen Arzt geben!“, meinte Ryoma und nahm Ginta Huckepack.
„D... D... D... Das ist eine gute Idee...“, antwortete Oto und versuchte Sayoko zu tragen.
Jumon half ihr dabei, also war Sayoko für sie nicht allzu schwer. Myu, die schon längst aus Gintas Tasche raus gesprungen war, rannte neben Ryoma her und hatte immer ein Auge darauf, dass er Ginta nichts antat.
Alle drei rannten so schnell es ging weiter den Weg entlang, um endlich der Stadt näher zu kommen. Nach ungefähr fünfzehn Minuten erreichten sie schon den Eingang der relativ kleinen Stadt. Auf einem Schild stand geschrieben: ‚Langoria Ite’.
Ryoma sprintete eine Straße entlang, um einen Arzt zu finden und stieß dabei einige Passanten beiseite. Das Einzige, was er vorfand, war eine Herberge, in die er gleich reinstürmte. Hektisch stand er an der Rezeption und erklärte die Situation. Die Frau, die dort gerade am arbeiten war, gab ihnen sofort einen Schlüssel und schickte jemanden los, um einen Arzt zu benachrichtigen. Oto und Jumon kamen einige Momente danach ebenfalls an und Ryoma trug Sayoko die Treppen hinauf und legte sie in ein zweites Bett, das neben dem stand, in dem Ginta lag.
Oto packte sofort ihre Medikamente und Instrumente raus und untersuchte die zwei erneut.
Wieder stellte sie fest, dass die zwei zwar atmeten, aber ihre Herzen nicht schlugen.
„Wie... Wie kann das nur sein? Medizinisch betrachtet ist das unmöglich!“, beklagte sie sich und bekam nichts zur Antwort.
Es herrschte wieder diese komische, beunruhigende Stille. Jumon blätterte in einem seiner Bücher, um vielleicht etwas herauszufinden, doch auch er fand nichts.
Niedergeschlagen warf er das Buch in eine Ecke und setzte sich auf einen Stuhl. Bedrückt blickte er zu Boden und im nächsten Moment wurde auch schon die Tür von einem Arzt aufgerissen.
WIhr braucht mir nichts sagen, die zwei da auf dem Bett, stimmt’s?“ Hektisch packte er einige Geräte und Instrumente aus seiner großen Tasche und untersuchte die zwei ‚Patienten’.
„Es ist zwecklos...“, seufzte Oto. „Ich habe die zwei schon untersucht, sie atmen zwar, aber ihre Herzen schlagen nicht...“
„Sie kennen sich anscheinend aus“, antwortete ihr der Arzt.
„Ich bin Krankenschwester, gerade auf dem Weg in das Med-Dorf, um dort meine Ausbildung zur Ärztin zu beginnen...“
„Ah, dann wünsche ich Ihnen mal viel Glück.“ Als er das sagte, lächelte er sie an und sprach weiter: „Zurück zu unseren Fällen hier.“
Er überlegte eine Weile und schlussfolgerte dann: „Ich denke, das ist eine Reaktion von eingeklemmten Nerven. Eine komische Bewegung... ein Sturz oder ein Aufprall, ein ziemlich Plötzlicher, könnten der Grund dieses Übels sein, stimmt das?“
Oto nickte.
"Das Beste wäre, wenn sie versuchen würden, eine Herzmassage zu geben. Es wäre nicht schlecht, wenn sie das am ganzen Oberkörper durchführen würden. Das war es dann leider auch schon... Es tut mir Leid...“
„Ich denke, ab hier komme ich allein zurecht, Sie können wieder gehen...“, erklärte Oto und führte den Arzt zur Tür.
Als sie zurückkam, krempelte sie ihre Ärmel hoch und setzte sich auf Ginta. Sie zog ihm sein Oberteil aus und fing an, seine Brust zu massieren. Immer wieder kullerten einzelne Tränen über ihr Gesicht.
„Ryoma, du machst das Gleiche bei... NEIN! Jumon, du machst bitte das Gleiche bei Sayoko wie ich gerade bei Ginta, ok?“
Entsetzt sah er sie an, und tat, was ihm befohlen wurde. Er zog ihr mit zitternder Hand das Oberteil aus und versuchte ihre Brust zu massieren. Dabei stellte er sich total unsicher an. Sein Kopf sah aus wie eine leuchtende Tomate.
Ryoma setzte sich an den Tisch, der im Zimmer stand und bereitete für alle etwas zu essen vor.
Als er damit fertig war, aßen Oto und Jumon schnell etwas und setzten ihre Arbeit fort. Nach einigen Stunden voller Herz- und Körpermassagen vielen beide erschöpft von den Betten. Ihre Hände waren taub, und sie fühlten nur noch einen ziehenden Schmerz im Arm.
Es brachte einfach nichts. Die ganze Massage brachte nicht mal ein Zucken eines Muskels bei Ginta und Sayoko.
Immer noch reglos lagen sie auf den Betten.
Weitere Stunden vergingen, in denen Oto, Ryoma und Jumon nichts machen konnten, außer warten und darauf hoffen, dass die zwei aufwachen würden.

Es wurde langsam Nacht, und Oto wich Ginta nicht von der Seite. Sie saß auf einem Stuhl und lehnte sich über seinen Körper. Myu lag neben Gintas Kopf und spielte ab und zu mit seinen Haaren.
Sayoko wurde von Jumon, der nun neben ihrem Bett lag, zugedeckt und Ryoma schlief auf dem Stuhl ein.
Es war alles so still. Wenn man genau hinhörte, konnte man das sanfte Atmen hören.
Diese schöne, ruhige, sanfte Szene wollte man nicht unterbrechen. Sie sahen so friedlich aus, wie sie schliefen und träumten.
Wer aus dem Fenster sah, konnte die vielen tausend Sterne am Firmament sehen, die alle glitzerten. Keine einzige Wolke war am Himmel, genauso wenig wie der Mond, der in dieser Nacht wie verschwunden war.
Jemand setzte sich auf und hätte dabei fast Myu vom Bett gestoßen, wenn diese Person dies nicht früh genug gemerkt hätte.
„Aua... Das war vielleicht ein Traum...“, flüsterte diese Person.
„Das war kein Traum, Ginta...“, antwortete ihm eine andere, weibliche Stimme.
In diesem Moment realisierte Ginta, dass Oto in seinem Schoß lag, er kein Oberteil anhatte und sie in einem Zimmer waren. Er errötete bei dem Gedanken, nichts anzuhaben und dass Oto an seiner Seite schlief.
Schnell zog er die Decke über seinen Körper und legte Oto vorsichtig von seinen Beinen runter.
„Was... Was war das?“
„Wir sind wohl in der Zeit gereist...“, stellte Sayoko fest und drehte sich zu ihm.
„Wie lange bist du schon wach?“
„Lang genug, um mitzubekommen, was passiert ist...“
„Kannst du auch mal nicht in Rätseln sprechen?!“, erwiderte er genervt.
„Kannst du mal aufhören, so dumm zu fragen?!“, erwiderte sie kalt.
„Es tut mir ja Leid...“ Er wurde immer lauter.
„Psst!!!“, machte Sayoko und setzte sich ebenfalls auf.
„Ich weiß auch nicht so recht, was das war...“, meinte sie leise. „Aber ich weiß, dass es real war! Wir zwei haben da etwas erlebt, was kein Mensch vor uns erlebt hat. Ich hoffe, das ist dir bewusst...“
Ginta nickte und stand auf und zog Oto ins Bett.
„Schau dir mal an, wie fertig die aussehen...“, erkannte Ginta und legte Jumon in das Bett von Sayoko, nachdem sie aufgestanden war.
„Ich füüüüühl mich suuupiii!“, sagte sie und streckte sich.
Als Ginta das sah, drehte er sich sofort um.
„Bin ich so hässlich?!“, erkundigte sie sich.
„Nein...“, antwortete er. „Aber du trägst keinen BH!!!“
Überrascht sah sie an sich runter und erkennte das, was Ginta schon vor ihr bemerkt hatte.
„Hast du etwa Angst vor Brüsten?“, fragte sie fies grinsend und ging auf Ginta zu.
„N... N... Nein, das ist es nicht!“, stotterte er erschrocken. „I... I... Ich mein n... n... nur, dass ich s... s... so etwas noch nie zuvor gesehen habe!“
Sayoko grinste noch fieser, als ihr dieser Schwachpunkt von Ginta bewusst wurde. Langsam ging sie auf ihn zu und packte ihn an der Schulter, als wolle sie ihn zu sich herziehen. Doch im nächsten Moment ließ sie wieder von ihm ab und zog sich an.
Ginta traute sich immer noch nicht, sich umzuschauen und starrte stattdessen aus dem Fenster.
„Wir sollten die drei hier schlafen lassen, ich denke, wir zwei haben genug Schlaf hinter uns, stimmt’s?“, erklärte sie voller Überzeugung und verließ das Zimmer.
Ginta folgte ihr sofort.
„Ja, da hast du wohl Recht... Ich will nicht wissen, was die drei heute alles geschafft haben...“
„Weißt du, Ginta, ich glaube, wir sollten keinem von unserem Erlebnis erzählen...“
„Wieso das?“
„Wieso denkst du, dass nur wir zwei dies erlebt haben? Und nicht zum Beispiel du und Oto oder Ryoma oder Jumon?“
„Weil... Ich weiß es nicht!“
„Siehst du, weil wir es noch nicht wissen, wäre es doch besser, erst zu erfahren wieso WIR das erlebt haben, stimmt’s?“
„Hmm... Ich denke mal, das wäre wirklich gut...“
„Außerdem, Ginta...“, fuhr sie fort.
„Ja?“
„Du hast einen echt heißen Körper. Glückliches Mädchen, das dich mal haben wird.“
Gemein grinsend lief sie weiter durch die Straßen der Stadt. Ginta wurde wieder rot und bemerkte, dass er ohne Jacke nach draußen gegangen war.
„D... D... D... Danke...“
Beide liefen noch ein Stückchen weiter.
„Langoria Ite... Eine schöne Stadt, nicht wahr?“
Ginta nickte nur und folgte ihr.
„Die nächste Stadt, die wir durchqueren müssen ist Prûo, stimmt’s? Das...“ Sayoko verstummte.
„Das was?“, fragte er nach.
„Schon gut. Es tut mir Leid, aber ich denke, dass ich euch dort verlassen muss. Es war schön mit euch zu reisen, aber... Ich habe wichtige Geschäfte zu erledigen.“
Ginta stellte sich vor Sayoko hin und umarmte sie einmal.
„Danke, dass du mit uns gereist bist. Ich werde unser Erlebnis nie vergessen, versprochen. Ich denke, das verbindet uns zwei...“
Er ließ von ihr los und lächelte sie an. Ginta kam aus dem Rotwerden gar nicht mehr heraus. Selbst ein kleines Grinsen konnte er auf Sayokos Gesicht zaubern.

Am nächsten Morgen kamen Ginta und Sayoko von ihrem Spaziergang zurück und wurden herzlich von ihren Freunden erwartet. Oto hatte wieder Tränen in den Augen und umarmte Ginta kräftig.
„Ihr lebt wieder!!!“, stießen die drei erleichtert aus.
„Waren wir jemals tot? Ginta und ich haben doch eine Nachricht hinterlassen, bevor wir diesen Spaziergang gemacht haben“, wandte Sayoko genervt ein.
„Wir... haben nur geschlafen...“, meinte Ginta und kratzte sich verlegen am Hinterkopf.
„Ja, die Nachricht haben wir auch gelesen....", meinte Jumon.
Es wurde kein Wort über das Geschehene gesprochen und alle machten sich bereit, um nach Prûo aufzubrechen.





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