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kazenogaara ...
Gaisuto no Ginta
..................

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...   Erstellt am 17.02.2008 - 18:24Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Kapitel 26 - Ginta und Sayoko in der Antiken Stadt

Ein neuer Morgen brach an. Nach dem Frühstück machten sich alle für die Abreise bereit. Verschlafen räumten sie ihre Sachen, die sie für die Nacht brauchten, auf und packten noch den Rest zusammen. Myu kuschelte sich wieder in Gintas Tasche. Sie war wohl ziemlich erschöpft von der letzten Nacht, in der sie im ganzen Haus rumgestreunt war.
Nach nur kurzer Zeit waren nun alle für ihre Abreise bereit. Erschöpft stützte sich Ginta an die Seite von Sayoko, die es wohl gar nicht störte. Ginta hatte diese Nacht kein Auge zubekommen.
Nun stand auch Uzryuuk endlich auf und verabschiedete sich liebevoll von allen. Dann machten sie sich auf den Weg zum Fuße des Shimorita. Alle waren so müde und kraftlos, dass keiner ein Gespräch begann. So liefen alle nachdenklich und still den einzigen Pfad entlang, den es gab.
Der Weg war viel angenehmer, denn das Gefälle war nicht so groß, außerdem hielt sich der Schneefall in Grenzen.
Erstaunlicherweise dauerte es gar nicht allzu lange, den Fuß des Shimorita zu erreichen. Ohne Pause waren unsere Freunde durchgelaufen und hatten es in weniger als drei Stunden geschafft, dort anzukommen. Man konnte erstaunte Gesichter erkennen, als alle auf diese wunderschöne Landschaft starrten. Riesige Felder übersäht mit riesengroßen Windrädern zierten dieses atemberaubende Panorama.
„Was ist das?“, fragte Oto, die sich als Erste traute, dazu was zu sagen.
Ginta öffnete endlich wieder seinen Mantel und zog die Jacke aus, die er darunter trug.
„Es ist wieder warm! Wie schön das ist...“, seufzte er erleichtert. „Schaut mal diese riesigen Windräder!“
„Warst du schon mal hier?“, erkundigte sich Oto bei Jumon.
„Nein, ich bin nie weiter als auf die Spitze des Berges gekommen. Von dort aus konnte ich auch nie diese Landschaft sehen...“
„Gehen wir schon weiter!“, quengelte Sayoko. „Die haben in den Jahren aber auch viel verändert...“
„Du warst schon mal hier?“, fragte Ginta neugierig nach.
Sayoko seufzte und meinte dann: „Ja, leider... Wohin führt uns eigentlich unser Ziel?“
Sayoko wandte sich nun zu Oto, die gerade dabei war, ihre Karte aus ihrer Tasche zu kramen. Sie zog ihre dicken Sachen aus und genoss die warme Sonne, wie auch die anderen.
„Wir müssen zum Med-Dorf...“, erklärte Oto und zeigte mit ihrem Finger auf eine Stelle auf der Karte. „Es müsste ungefähr hier liegen. Unser Weg führt uns dann ungefähr hier entlang.“ Sie fuhr mit ihrem Finger eine Route entlang und zeigte den anderen, welchen ungefähren Weg sie einschlagen müssten.
Sayoko passte das gar nicht.
„Aber schau doch mal, wie lange wir da noch laufen müssten! Das geht doch gar nicht! Die erste Stadt können wir schon durchqueren, aber dann würde ich empfehlen, diese Route zu nehmen. Die erste Stadt heißt Langoria Ite. Wenn wir dann aber eine andere Richtung als du einnehmen und mal in Prûo vorbeischauen, können wir in der nicht weit entfernten Krisha City vorbeischauen. Dort gibt es einen recht billigen Zug, der uns dann nach Mayima führt. Dann müssen wir nur noch nach Tho’shka und schon sind wir nicht mehr weit entfernt von deinem Dorf da. Wenn wir uns beeilen dann könnten wir es in rund einer Woche schaffen, dort anzukommen...“
Als sie alle total verwundert ansahen, räusperte sie und beschwerte sich: „Was gibt’s da zu gucken? Ich kenn mich hier nun mal aus, was dagegen!?“
Mit großen Augen sahen sie Sayoko an und schüttelten fast gleichzeitig ihren Kopf.
„Auf geht’s nach Langoria Ite!“, brüllte sie überraschend enthusiastisch dem Himmel entgegen und machte sich als Erste auf den Weg.
„Kennt ihr diese Frau überhaupt?“, fragte Jumon interessiert.
„Nein“, meinte Oto. „Sie ist uns einfach gefolgt...“
„Das... ist doch wahrlich ein schlechter Scherz!“, antwortete er und starrte weiter auf Sayoko, die gerade dabei war, fast zu rennen.
„Sayokochen! Warte doch auf mich!“, rief Ryoma ihr hinter her und folgte ihr. Zuvor packte er natürlich Oto am Arm und zog sie mit sich. „Otoschatz, du darfst auch nicht fehlen!“
Als er das sagte, grinste er sie an und stampfte Sayoko hinter her.
Ginta seufzte auf. Jumon sah ihn darauf verwirrt an und wollte schon fragen, was los wäre, als er meinte: „Da hab ich mir ja mal Freunde ausgesucht...“
Verträumt sah er den dreien nach und schritt dann auch guten Herzens voran.
„Na gut, wenn ihr alle so meint...“, murmelte Jumon und holte ein Buch aus seiner Tasche und begann, darin zu lesen.
Ryoma, der Oto Huckepack tragen wollte, schritt mit ihr voran. Ein paar Schritte weiter hinten liefen Ginta und Sayoko nebeneinander. Er schaute immer wieder zu ihr rüber, um sie zu beobachten. Sie summte daraufhin genervt eine Melodie und versuchte ihre Schlagader so gut wie es ging zu verbergen. Beide verloren kein Wort. Jumon lief als Letzter hinter Sayoko und Ginta und las in seinem Buch über Geister. Die ganze Zeit murmelte er bestätigend etwas von Geistern, wie sie die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft beeinflussten und wie sogar welche einen zeitlichen Sprung von der Vergangenheit in die Gegenwart machten.
„Ginta?“, machte Jumon auf sich aufmerksam.
„Was ist?“, sagte Ginta über seine Schulter.
„Du hast doch damals von dem Geist in deinem Zimmer gesprochen, stimmt’s?“
„Ja, was ist mit dem?“
„Ich lese gerade, dass die meisten Geister Menschen nur begegnen, weil diese aus der Vergangenheit stammen. Sie kennen sich entweder nicht mit der Gegenwart aus oder...“
„... sie versuchen Kontakt mit ihnen aufzunehmen, weil es sich um etwas Wichtiges handelt, stimmt’s?“, beendete Sayoko den Satz prahlend.
„Woher...“, wollte Jumon nachfragen, doch er wurde sofort unterbrochen.
„Ich bin Wahrsagerin, ich habe schon Erfahrung mit Geistern aus der Vergangenheit, die einer bestimmten Person etwas sagen wollten. In letzter Zeit habe ich auch viele Erfahrungen mit solchen Geistern sammeln können...“
„Viele Erfahrungen? Du meinst wohl, weil du die Geister spüren kannst, die ständig um mich herum wuseln?“ Jumon lachte.
Sayoko gab keine Antwort.
‚Also nicht nur ich spüre solche Energien’, dachte sich Ginta. ‚Nicht nur seit Sayoko dauerhaft bei unserer Gruppe ist, nein, auch seit Jumon sich uns angeschlossen hat, spüre ich wieder dieses Brennen an meinem Mal. Was ich auch immer mache, es muss wohl das Richtige sein...’
Ginta passte in diesem Moment nicht auf, stolperte über einen Stein und fiel hin. Während seines Sturzes riss er Jumon, der auf sein Buch fixiert war, und auch Sayoko mit. Sayoko schlug, wie Ginta, direkt auf den Boden auf. Gintas Amulett wurde nach vorne geschleudert. Jumon fiel auf Ginta und Sayoko. Irgendwie schaffte es Sayoko noch, das Amulett zu berühren.

Stille herrschte. Ginta stützte sich auf und schob den Körper, der auf ihm lag, beiseite. Wie aus einem Traum erwacht stand er auf, gähnte und hielt sich seinen Kopf, der vor Schmerzen nur so brummte.
„Au! Musste das sein?!“, brüllte er rum.
„Das war doch alles deine Schuld! Wärst du nicht über diesen behinderten Stein gestolpert, dann...“, verteidigte sich Sayoko, „... dann wären wir nicht hingefallen. Und schau mich mal an! Meine Kleidung ist voller Dreck!“
Sie wischte sich den Dreck von der Robe und schaute Ginta grimmig an.
Dieser schaute sie selber auch grimmig an, als ob sie einen ‚Kampf im Kopf’ führen würden. (XDDDDDDDDDD wie geil das ist)
Plötzlich fuhr Ginta hoch.
„WAS hast du denn da an!?“, grölte Ginta.
„Das fragst du lieber dich selber, Bürschchen!“, gab sie ihm zur Antwort.
Beide sahen sich erstaunt an. Danach warfen sie einen Blick zu ihrer Umgebung.
„Gintaaaaa???“
„Was ist, Sayoko?“
„Wo sind wir hier?!“
Beide befanden sich in einer großen, antiken Stadt, die sich wohl in einer Wüste befinden musste. Der Boden war total sandig und außerdem brannte die Sonne ziemlich heiß an diesem Tag. An welchem Tag? Wo befanden sich Sayoko und Ginta genau? Außerdem fragten sich beide, wo wohl die anderen waren. Weder Jumon noch Oto noch Ryoma waren weit und breit zu sehen.
„Wo sind wir?“, wunderte sich Sayoko, die gerade dabei war, die Umgebung abzuschnüffeln.
„Was machst du da? Riechst du die Umgebung?“
„Nein! Ich schnüffle nach einer Verschwörung!“, griff sie Ginta energisch an.
Ginta kümmerte sich nicht weiter um sie und ging den Weg entlang, auf dem sie standen.
„Ich glaube, ich frage mal hier jemanden, wo wir sind...“
„Meinst du wirklich, das ist eine gute Idee? Na gut, in dieser großen Stadt kennen wir uns ja eh nicht aus.“ Ein wiederholtes Mal seufzte Sayoko und lief Ginta hinterher.
Ginta versuchte, während er lief, sich mit seiner neuen Kleidung auseinander zu setzen. Er hatte eine andere Hose an als vorher, kein Oberteil, sondern nur einen Umhang, der so ähnlich aussah wie sein normaler. Er trug auch andere Schuhe.
Zu seinem Unglück hatte er gar nichts dabei. Weder seine Tasche, noch sein Amulett oder jegliches anderes Kleinzeugs. Irritiert schritt er weiter voran und versuchte einen Passanten zu fragen, in welcher Stadt sie sich befanden. Aber leider lachten sie alle Ginta aus und meinten, dass er es ja eigentlich wissen müsste, er trägt ja die normale Stadtkleidung, also konnte er kein Fremder sein.
Nicht mal Kinder konnten sie fragen, die spielend durch die Gassen rannten.
Ginta lief, ohne es überhaupt zu merken, einen kleinen Hügel hoch, direkt gefolgt von Sayoko, die schon wieder eine Pause wollte. Also setzten sie sich auf den Boden und betrachteten die Stadt von diesem Hügel aus.
Es brauchte einige Minuten, bis beide merkten, dass im Zentrum der Stadt ein riesiges palastartiges Gebäude stand.
„Ginta...“
„Was ist, Sayoko?“
„Schau mal da!“ Sie zeigte mit ihrem Finger direkt auf dieses Gebäude. „Schaut aus wie ein Rathaus. Sollten wir nicht mal dort nachfragen? Die könnten uns sicherlich weiterhelfen, oder?“
„Das wäre wirklich eine gute Idee...“
So machten sich beide zum Zentrum der Stadt auf. Nach nicht nur einer Viertelstunde erreichten beide dieses Gebäude und betraten es voller Hoffnung. Zu ihrer Überraschung stellte es sich heraus, dass das kein Rathaus war, sondern wirklich ein Palast. Zwei weibliche Bedienstete begrüßten die beiden und führten sie gleich in einen Saal.
„Wir wissen schon, wohin Sie wollen“, sprach die eine und schritt voran.
„Wir wussten gar nicht, dass noch mehr Kinno-Bujin zu uns stoßen...“, meinte die andere und schob Ginta und Sayoko in den riesigen Saal.
„Kin... was?“, wunderte sich Sayoko und versuchte sich gerade von dem Griff dieser einen Bediensteten zu befreien, als sie selber losließ und die Tür hinter Ginta und ihr zuschlug.
Nun standen sie da. In einem Raum voller Menschen, mit komischen Gewändern und vielen Waffen. Ganz hinten im Raum war eine große Bühne.
„Wo sind wir hier?“, wandte sich Ginta zu Sayoko, die gerade dabei war, den Raum zu verlassen. „Hey! Warte auf mich!“
Er lief ihr hinter her.
Wütend wie sie war, trampelte Sayoko zu den Bediensteten hin und beschwerte sich, was das denn sollte.
Die Antwort war: „Sie gehören doch zu den Kinno-Bujin, sonst würden Sie nicht dieses Armkettchen tragen. Hier findet gerade eine Versammlung der größten Kinno-Bujin statt, die sich noch einmal strategisch über den wohl bald kommenden Krieg unterhalten werden. Da Sie auch zu ihnen gehören, ist es von größter Wichtigkeit, dass sie dem Vortrag beiwohnen.“
„Hören Sie, Sie...“ Sayoko wollte sie schon fast beschimpfen, ließ es aber dann doch sein. „Ich will sofort zum Verwaltungsbereich dieses Gebäudes! Und dann will ich den Bürgermeister sprechen!“
„Entschuldigen Sie bitte, aber was ist ein ‚Bürgermeister’?“
Ginta griff ein: „Ich bitte um Verzeihung. Meine Freundin hier meint den König...“
„Der König ist gerade dabei, eine neu entdeckte Ruine zu untersuchen. Sie finden diese nord-westlich der Stadt.“
„Nicht noch mehr laufen“, seufzte Sayoko, die schon wieder von allem genervt war.
„Gibt es hier nicht bessere Fortbewegungsmittel?“, erkundigte sich Ginta, der die ganze Situation extrem komisch fand. „So etwas wie Kutschen?“
„Wir hätten natürlich einen Kutschenservice. Dieser ist aber recht teuer. Haben sie ein Glück, dass Sie zu den Kinno-Bujin gehören, die während dieser Zeit kostenlosen Unterhalt bekommen. Sie dürfen alle Dienstleistungen in unserer Stadt kostenlos genießen.“
„Juhuu! Besser kann’s uns Kinno-Bujin gar nicht gehen!“, rief Sayoko aus, die gerade dabei war, einen Freudentanz aufzuführen.
„Diese Frau macht mir Angst...“, flüsterte Ginta, fragte noch einmal nach dem Weg und verließ dann diesen Palast.
Nach ihrem Tanz machte sich Sayoko dann auch auf den Weg, und als beide das Gebäude verließen, beugte sich die eine Bedienstete zur anderen und flüsterte: „Der Kleine war ja süß!“
„Genau! Er sieht ja auch ein wenig aus wie Gaara...“, antwortete die andere.
„Ob er sein Sohn ist? Ich hätte nie gedacht, dass Gaara Kinder hat...“
„Das dachte ich ja auch nicht... Aber bei der Schar von Frauen, die Gaara verehren, ist das kein Wunder mehr...“
„Jaaa! Gaara, ich finde ihn so süß!“ Man merkte richtig, wie ihr die Röte ins Gesicht stieg.

Sayoko und Ginta brauchten nur ihre Armkettchen vorzuzeigen und schon wurden sie durch die halbe Stadt gefahren. An der Ruine angekommen, mussten sich beide erstmal auf dem großen Areal zurechtfinden. In dieser wüstenähnlichen Landschaft, weit außerhalb der Stadt, fanden sie nur einen alten Tempel vor, der richtig antik aussah. Beide ahnten noch nicht, dass der König ein richtiger Ruinenfanatiker war.
Gerade wollten sie die ersten Stufen der Treppe hinauf in den Tempel hinaufgehen, als eine relativ dunkle Stimme rief: „HALT! Ihr da! Keinen Schritt weiter!“
Von oben kam ein recht großer, dickwanstiger Mann mit grauem Bart herunter gerannt und beschwerte sich darüber, wie man es wagen könnte, diese Ruine kaputtzumachen.
Erschrocken standen die beiden da und starrten diesen Mann an, der wohl der König sein musste. Er trug auffällige, königlich wirkende Kleidung und außerdem erkannte man einen dicken Goldring an seinem rechten Ringfinger.
„Entschuldigt bitte, wenn es um Ruinen geht, dreht Soreiyuu völlig durch...“, meinte eine andere Stimme und ein Mann mit roten Haaren, dessen Spitzen so weiß wie Gintas waren, erschien. Seine Kleidung war ziemlich normal. Er trug gewöhnliche Schuhe und eine normale Hose. Ein gewöhnliches Oberteil, und eine Weste, an dem Wurfmesser befestigt waren.
„Wie oft soll ich dir noch sagen, dass du mich vor Fremden mit König ansprechen sollst!“ Der König war gerade dabei dem anderen Mann eine Kopfnuss zu verpassen, aber dieser wich aus und kratze sich an seinem Kinnbart.
„Tja... Du und König? Opa, du liegst ja schon fast im Grab...“ Er lachte und bekam dann doch eine Kopfnuss.
„Darf ich mich vorstellen?“ Der König wandte sich nun wieder zu Ginta und Sayoko. „Ich bin König Soreiyuu. Das ist Gaara, einer der mächtigsten Krieger des Landes...“
Ginta fuhr hoch.
‚Gaara? Diesen Namen habe ich doch schon einmal gehört! Das war damals in Kueteika... Servant... Ich weiß es genau! Er hat mir davon erzählt, wie Gaara einst das Land vor der Finsternis befreit hat... Ist er dieser Gaara? Das kann doch nicht sein, wieso stehe ich vor ihm? Das ist doch alles gar nicht möglich! Wieso... Wieso bin ich hier? Was soll das ganze hier?’
Sayoko bemerkte, wie unruhig er in diesem Moment war. Sie wusste sofort, dass Ginta sich nichts anmerken lassen wollte und spielte einfach mit.
Sie warf sich auf ihre Knie und zog Ginta mit sich.
„Oh, ehrenwerter König! Wir bitten Euch und Eure besten Magier des Landes um eine Privataudienz! Mein Freund hier und ich haben da nämlich ein Problem, dass wir in der Öffentlichkeit nicht ansprechen wollen! Und Ihr, oh großer Krieger Gaara, wir bitten Euch auch mit uns zu kommen...“
Als sie mit ihrer Bitte fertig war, beugte sie sich noch zu Ginta rüber und flüsterte: „Ich habe einen Plan, wie wir wieder zurück kommen. Ich weiß zwar auch nicht, wer diese Leute sind, aber du hast da wohl mehr Ahnung als ich, oder?“
Ginta sah sie total erschrocken an und nickte zögerlich.
Der König lachte herzhaft und antwortete: „Von mir aus ihr zwei, ich kenne euch zwar nicht, aber ihr seid mir so was von sympathisch!“
„Das ist doch jeder, der sich dir vor die Knie wirft, du alter Greis...“, erwiderte Gaara in einem sehr sarkastischen Ton.
Der König betrat noch kurz den Tempel, um seinem Team aus Archäologen Bescheid zu geben, dass er nun wieder für einige Zeit im Schloss sein würde.
Nach einer weiteren Kutschenfahrt befand sich die Gruppe, bestehend aus Ginta, Sayoko, Gaara und dem König wieder in dem Schloss. Ein gut versteckter Gang führte die vier Personen in einen sehr dunklen Raum. Es befanden sich schon einige andere Personen in dem Raum, die in einem Kreis saßen.
„Sie sind aber schnell“, meinte Sayoko und setzte sich in die Mitte des Kreises. „Ich habe ein wenig Erfahrung mit solchen Dingen.“
Ginta ging die ganze Sache etwas zögerlicher an. Er sah sich erstmal in der Gruppe dieser Magier um und entdeckte doch wirklich Servant und Uzryuuk! Er traute seinen Augen nicht, blinzelte noch einmal kräftig, rieb sich die Augen, aber nein, es waren ganz sicher Servant und Uzryuuk, die ihn dann auch noch frech angrinsten.
Wohin war er da nur geraten? Sein einziges Ziel war es doch, das Hauptquartier der Shal zu erreichen, mehr über seine Eltern zu erfahren und sich für die Taten der Shal an der Menschheit zu rächen! Das Schicksal wollte wohl nicht so, wie er es wollte. Er geriet zusammen mit Sayoko in eine antike Stadt, entdeckte zwei Personen, die da nicht sein dürften und traf zu alle dem auch noch auf Gaara, der ja sein Ahne sein sollte.
Er wusste echt nicht mehr weiter. Was sollte das Ganze? Wieso er? Wieso konnte er nicht einfach seine Reise fortsetzen, um endlich das Geheimnis um seine Eltern und deren Tod zu lösen?
Er warf sich auf seine Knie und fing fast an zu weinen.
„Ginta!“, rief Sayoko. „Was ist los?“
Sie ging zu ihm hin und beugte sich zu ihm runter. Tröstend legte sie ihren Arm und seine Schulter und versuchte ihn weiter aufzumuntern: „Jetzt wein doch nicht! Ich hab alles im Griff, wir kommen schon wieder zurück nach Hause...“
Uzryuuk stand auf und sprach: „Ginta, Sayoko... Danke, dass ihr hier wart, aber jetzt ist es für euch Zeit zu gehen...“
Ihre Stimme wurde immer undeutlicher
„Gaara, nun siehst du, für welches Kind du kämpfst, für was du diesen Krieg gewinnen musst... Jetzt bist du an der Reihe!“
Gaara bat beide aufzustehen. Er stand nun vor Sayoko und Ginta und holte sein Amulett hervor. Es fing an Ginta entgegenzuschweben und leuchtete ziemlich stark.
Mit seinen Händen berührte er die Schultern beider und murmelte etwas in einer unverständlichen Sprache.
Im nächsten Moment fuhr durch die zwei ein gigantischer Energiefluss und beide fanden sich nun in einer Leere wieder. Beide waren nackt, sie konnte nichts klar sehen. Lauter Wind umgab beide und durchströmte ihre Körper.
Was war passiert? Was hatte Gaara mit beiden angestellt? Wieso passierte das alles?
Wieso?





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