kazenogaara  Gaisuto no Ginta
     

Status: Offline Registriert seit: 17.03.2007 Beiträge: 589 Nachricht senden | Erstellt am 19.11.2007 - 21:28 |  |
Kapitel 22 - Blizzards und Geister
„Was ist denn hier los!?“, brüllte eine fremde Stimme.
Unsere Freunde konnten es nicht glauben. Die Tür war weit aufgerissen, es schneite herein, doch niemand, niemand stand an der Tür!
Mit weit aufgerissenen Augen starrten Ginta, Oto und Ryoma, der sich seine blutende Nase hielt, zum Eingang. Die komisch klingende Stimme redete weiter und fragte, was die drei hier machten.
Alle drei waren so erstaunt von diesem Nichts, das sprach. Sie brachten einfach kein einziges Wort raus.
„Also echt, wenn das Oya-chan erfährt!“, brüllte diese Stimme und die Tür ging wieder zu.
„Was... war... DAS!?“, wunderte sich Ginta und sah die anderen beiden erschrocken an.
„Bestimmt nur der schwere Schneefall... Er hat die Tür aufgerissen... Bestimmt!“, versuchte Oto das Ganze zu erklären.
„Was redest du da, Otochen? Du hast doch selbst die Stimme gehört...“, erwiderte Ryoma.
Ginta schloss die Augen und überlegte.
Es gab mal eine Nacht, da war er der festen Überzeugung gewesen, dass ein Geist in seinem Zimmer rumspukte. Er konnte die ganze Nacht nicht schlafen und am nächsten Morgen ging er zu Soijitonoma und fragte, ob sie dagegen nicht etwas machen könnte. Sie sah ihn verwundert an, ging in sein Zimmer und er folgte ihr ängstlich. Als sie ankamen, drehte sie sich zu ihm um und sagte: „Jetzt gehen wir auf Geisterjagd.“
Sie stellte sich in die Mitte des Raumes und fing an zu erzählen: „Weißt du, Ginta, wir sind nicht die einzigen Wesen auf dieser Welt. Wir teilen unser Leben mit den Tieren, den Pflanzen, den Wolken, den Steinen, dem Wasser, dem Feuer, der Sonne, dem Mond, den Sternen und den Geistern. Viele Menschen haben Angst vor diesen, weil sie Geister nicht kennen. Geister sind keine Angst einflößenden Monster, die nachts auf der Lauer sind und kleine Kinder erschrecken wollen“, an dieser Stelle lachte sie, Ginta hörte nur gespannt der Geschichte weiter zu, „Geister sind Seelen, die mit uns auf Erden leben. Man sieht sie nicht immer, kann sie nur selten hören, aber auf jeden fall spürst du sie! Alles, aber auch alles besitzt eine Seele. Es mag sich zwar komisch anhören, ist es aber auf keinen Fall. Es gibt verschiedene Geister, die überall wohnen. In Häusern, auf Feldern, im Himmel zwischen den Wolken, selbst im Wasser leben Seelen. Manchmal machen sich Geister besonders bemerkbar, wahrscheinlich, weil sie spielen wollen. Nun ja...“
An dieser Stelle brachen seine Gedanken ab. Er wusste nicht mehr genau, was sie getan hatte, um diesen Geist aufzuspüren, doch diese Worte waren ihm gut in Erinnerung geblieben.
Geister? Geister? War das gerade eben ein Geist gewesen? Wieso konnte er reden?
Ginta wusste es in diesem Moment nicht.
Als Oto und Ryoma wieder einigermaßen zu sich gekommen waren, standen sie auf und packten ihre Sachen zusammen.
„Was macht ihr da?“, fragte Ginta nach.
„Das, was jeder normale Mensch auch tun würde!“, antwortete Ryoma und warf seine Tasche hektisch über die Schulter.
„Nein! Ich will noch nicht gehen“, widersetzte sich Ginta.
„Aber vorhin erst wolltest du doch die Bergspitze erstürmen“, warf Oto ein. „Was ist los?“
„Ich... Ich weiß es nicht genau, aber... Ich glaube, das war ein Geist...“
„Geister?“, erkundigte sich Oto. „Ich hätte gedacht, so etwas gibt es nur in Geschichten...“
„Ja, Geister! Ich... hatte schon mal Erfahrungen mit Geistern...“
„Geister...? Können wir jetzt endlich verschwinden?“, drängte Ryoma.
„Warte doch mal, Ryoma. Ich finde die Geschichte mit den Geistern interessant...“, wandte Oto ein.
„Nun ja... Das war so...“ Ginta erzählte den beiden die Geschichte mit ihm und seiner Großmutter, bis zu der Stelle, an die er sich nicht mehr erinnern konnte.
„Und wie endet die Geschichte?“, stocherte Oto nach.
„Nun ja... Die nächsten Tage konnte ich dann beruhigt schlafen. Ich spürte auch nie wieder was von diesem Geist...“
„Deswegen bleiben wir...“
In diesem Moment ging die Tür ein weiteres Mal auf, aber diesmal stand nicht Nichts dort, sondern ein Mensch.
„Oje, drei verirrte Wanderer, die in meinem Haus nach Unterschlupf suchen...“, sagte eine kindliche Stimme. „Ogata, ich sagte doch bereits, dass du dich nicht jedes Mal so aufregen sollst.“
„Aber...“, redete wieder diese Stimme von vorhin.
„Nichts aber!“, endete der Junge mit orangefarbenem Haar das Gespräch. Er schritt ins Zimmer rein, zog seine Jacke aus und tat so, als wäre nichts gewesen.
Ginta, Ryoma und Oto schauten diesen verwundert an.
„Fühlt euch wie zu Hause, aber verschwindet so schnell es geht...“, sagte dieser kalt.
„Oya-chan!“
„Du sollst leise sein, Ogata! Gib mir lieber das Buch aus dem Schrank, das ich gerade lese...“
„Ja, von mir aus...“, sagte diese Stimme brummig.
Plötzlich bewegte sich ein Buch im Schrank und schwebte Richtung Schreibtisch, an dem sich der Fremde hinsetzte.
Ginta stand auf und ging zum Schreibtisch.
„Entschuldigung...“, fing Ginta an zu fragen, „Dir gehört dieses Haus?“
Der Junge musste wohl jünger als Ginta sein.
Er sah Ginta mürrisch an und meinte: „Wem soll es sonst gehören?“
Ryoma hielt es nicht aus, er war kurz davor aufzustehen und diesem Jungen eine Kopfnuss zu verpassen. So ging man doch nicht mit Älteren um!
Ginta fragte weiter: „Du... hast die Fähigkeiten mit Geistern zu reden?“
„Ogata, zeig dich...“, murmelte er und wandte sich wieder seinem Buch zu. „Du weißt, was du tun musst?“
„Geht klar, Oya-chan! Hihihihihi!“
Die drei schauten sich um, bisher war noch nichts zu sehen. Aber allmählich konnte man etwas Komisches auf dem Bett erkennen. Auf einem Mal saß dort ein kleiner Geist. Er besaß Arme und Beine, jedoch keine Füße oder Hände. Sein Kopf war im Gegensatz zu seinem Körper groß und seine eisblaue Haut leuchtete ein wenig auf. Seine großen tiefschwarzen Augen beobachteten Ginta, Oto und Ryoma.
„Ich fass es nicht... Ein... Geist!“, rief Ryoma verblüfft.
„Ist der niedlich!“, gab Oto begeistert von sich.
„So sieht also ein Geist aus...“, nuschelte Ginta.
„Hey! Oya-chan! Wieso sind die nicht erschrocken!? Die sollten doch in die Hose pinkelnd wegrennen! Oya-chan!“, ärgerte sich der kleine Geist.
Von dem Jungen konnte man nur ein genervtes Brummen hören.
„Verschwindet endlich! Oya-chan will seine Ruhe!“, versuchte Ogata die anderen zu verscheuchen.
Oto kam ihm näher und stupste ihm auf den Kopf.
„Der ist ja weich...“, erkannte sie.
„Weich? Lass mich auch mal!“, quengelte Ryoma, der daraufhin auch zu Stupsen begann.
Ginta hingegen fasste sich nur an die Stirn: „Hört doch endlich auf und lasst diesen Geist in Ruhe... Tut mir Leid, ich habe mich noch gar nicht vorgestellt.“
Ginta wandte sich wieder zu dem Jungen.
„Ginta mein Name... Und du bist?“
„Jumon... Jumon Butsu...“, säuselte Jumon.
„Schön, dich kennen zu lernen und vielen Dank, dass du nicht sauer auf uns bist, weil wir einfach so dein Haus betreten haben...“
„Ach, das juckt mich nicht... Das haben schon viele vor euch getan und werden es auch wieder tun.“
Erstaunt sah Ginta ihn an. In ihm machte sich wieder so ein komisches Gefühl breit.
‚Nicht schon wieder dasselbe wie letztes Mal!’, dachte er. ‚Dieses Gefühl... Es... Was ist es?’
Ginta atmete einmal tief ein und fuhr sich durchs Haar.
Oto und Ryoma saßen auf dem Bett und betrachteten Ogata weiter.
Genau in diesem Moment öffnete sich die Tür und ein junges Mädchen, es musste in Jumons Alter sein, betrat das Zimmer und wunderte sich erstmal über die ‚Gäste’, die Jumon hatte. „Hallo Jumon! Ich habe hier dein Abendessen... Wer sind denn die drei?“
Sie ging an Ginta vorbei, stellte sich neben Jumon und legte eine kleine Box auf den Schreibtisch.
„Schon wieder am Lesen? Was für eine Geschichte ist es denn heute?“
Sie setzte sich mit aufs Bett und wartete gespannt auf das, was Jumon sagte.
„Hallo Sabî!“, freute sich Ogata und schwebte auf ihren Kopf.
„Schön, dich zu sehen, Ogata“, grinste sie.
„Hör zu, Sabî“, begann Jumon mit dem Erzählen. „In diesem Buch geht es um einen jungen Kerl, der, als er auf einer Wanderung ist, ein komisches Kästchen findet, in dem ein Puzzle ist. Von diesem wird erzählt, so findet er heraus, dass derjenige, der es löst, eine uralte Waffe erwecken kann! Auf seiner weiteren Reise begegnet er einer jungen Wissenschaftlerin und...“
Er sah Ginta, Oto und Ryoma an, die ihm neugierig zuhörten und wurde leicht rot im Gesicht.
„Und dann?“, fragte Sabî nach.
„Ver... Ich kann nicht, wenn ihr drei zuschaut!“
Ginta sah zu Oto und Ryoma rüber und musste anfangen zu lachen.
„Das... Das ist nicht witzig!", verteidigte sich Jumon. Er stand auf und näherte sich Sabî. Er war immer noch rot im Gesicht und flüsterte Sabî etwas ins Ohr.
„So ist das also... „, murmelte sie.
„Ist das nicht niedlich...“, kicherte Oto.
„Was ist niedlich?“, fragte Ogata neugierig, der gerade in Anflug war.
„Merkst du das denn nicht?“
„Ja, was meinst du? Du redest doch wohl nicht über Oya-chan?“
„Nicht nur...“ Oto kicherte wieder und flüsterte weiter: „Schau sie dir doch an.“
Jumon setzte sich wieder an seinen Schreibtisch und öffnete die Box. Mit dem Löffel in der Hand machte er sich an das Abendessen, dass Sabî ihm mitgebracht hatte.
„Du, Sabî...“, mampfte er, „Gibt es Neuigkeiten im Dorf?“
Ginta setzte sich nun auch auf den Boden und lehnte sich zurück.
‚Ich will wissen, wieso er so gelassen mit unserer Anwesenheit umgeht...’, dachte sich Ginta. ‚Er... Er weiß etwas von uns... Aber was? Es scheint nicht so, als ob er uns beobachten würde. Sein kleiner Geist beobachtet uns ebenfalls nicht... Was ist es nur, was ihn so... gelassen macht? Seit dieses Mädchen hier ist, ist er aber dennoch nervöser... Er ist doch nicht etwa...?’
„Seit meinem letzten Besuch gestern Abend ist nichts Besonderes passiert, Jumon.“ Als Sabî das sagte, musste sie anfangen zu lachen.
Sie strich sich mit ihrer Hand durch ihr langes, dunkelbraunes Haar.
„Was ist daran lustig!?“, ärgerte sich Jumon.
„Ach, nichts“, grinste sie.
„Hier in der Nähe ist ein Dorf? Otochen, vielleicht finden wir dort eine gute Unterkunft...“
„Wäre schön, wenn es dort eine gäbe, Ryoma. Jumon, gibt es in dem Dorf eine Herberge?“, erkundigte sich Oto.
Als er die Frage hörte, wandte er sich von Oto ab und widmete sich wieder seinem Buch.
„Hey! Lasst Oya-chan mit dem Dorf in Ruhe!“, rief Ogata beschützend.
„Wieso? Was hat Otochen gemacht?“, wunderte sich Ryoma.
„Es tut mir Leid“, entschuldigte sich Sabî. „Jumon ist nicht gut aufs Dorf zu sprechen... Da...“
„Sabî, es reicht...“, erwiderte er. „Ich muss langsam damit klarkommen...“
„Oya-chan!“ Ogata fing fast zu weinen an.
Ginta raffte sich auf. ‚Ein Junge, der mit Geistern redet, ein Dorf, auf das er nicht gut zu sprechen ist, das Mädchen, da steckt doch was dahinter...’ Ginta machte sich weiter Gedanken über Jumon und seine Umstände.
„Ich lebe in einem Dorf, etwas weiter oben auf dem Berg, mit dem Namen Shimedashi... Jumon wurde, als er noch kleiner war, wegen seiner Fähigkeiten mit Geistern zu reden aus meinem Dorf verbannt...“
Es reichte Jumon, er stürmte aus seinem eigenen Haus, gefolgt von Ogata. Wut und Trauer brachten ihn dazu.
„Jumon! Warte doch!“, rief ihm Sabî nach und stand auf.
„Sabî, bitte erzähl die Geschichte weiter...“, bat Ginta.
„Aber Jumon...“, flüsterte sie und setzte sich hin. „Wo war ich stehen geblieben?“
„Bei seinen Fähigkeiten“, erinnerte Ryoma sie.
„Genau... Also, Jumon wurde, als er noch kleiner war, von den Dorfbewohner verbannt, da er die Fähigkeit hatte, mit Geistern zu reden. Nach ein paar Ereignissen mit Geistern hatten die Dorfbewohner genug, und verjagten ihn. Seitdem lebt er hier mit seinem kleinen Geisterfreund Ogata in dieser Hütte. Er liest sehr viel... Und ich bringe ihm jeden Tag Essen... Meine Familie steht hinter ihm... Wir haben nie gedacht, dass er ein komischer Junge ist...“
„Du liebst ihn, stimmt’s?“, schoss es aus Oto heraus.
Plötzlich wurde Sabî ganz rot im Gesicht und stotterte: „N... N... Nein! S... So ist das nicht!“
Ginta wusste, was er zu tun hatte. Er nahm sich seinen Umhang und ging ebenfalls raus.
Was unsere Freunde nicht bemerkten, war, dass ein heftiger Blizzard tobte, was Ginta aber nicht störte.
„Ginta, wo willst du hin?“, fragte Ryoma noch, aber schon war er verschwunden.
„Er wird doch wohl nicht...“, wunderte sich Sabî.
„Anscheinend schon...“, lachte Oto.
Da stand Ginta nun, inmitten eines brutalen Blizzards. Jumon war nur mit einem T-Shirt bekleidet und Ogata saß auf seinem Kopf.
„Jumon... Ist die Geschichte wahr?“
Er drehte sich zu Ginta um, als er dies hörte. „Ja, es IST wahr!“
Tränen liefen ihm übers Gesicht.
„Schau doch mal, was du Oya-chan angetan hast! Das nur wegen euch!“, rief Ogata empört.
Ginta näherte sich Jumon und legte ihm seine Hand auf die Schulter.
„Ich weiß, wie es ist, allein zu sein... Ich kann dich gut verstehen...“
„Kannst du eben nicht! Du weißt nicht, wie schmerzhaft es ist, von seiner Heimat vertrieben zu werden! Von allen gehasst zu werden!“, schrie Jumon ihn an.
Ginta stand geschockt da, denn in diesem Moment konnte er seinen Schmerz, seinen tiefen Hass spüren.
„Was kümmert es dich, wenn diese Menschen dich hassen? Bedeuten sie dir etwas?“, hakte Ginta nach.
Jumon sah ihn an. Tränenüberströmt antwortete er: „Natürlich bedeuten mir diese Menschen nichts! Ich kann doch keine Menschen mögen, die mich hassen!“
„Siehst du, warum machst du dir dann so einen Kopf darüber? Außerdem gibt es Menschen in dem Dorf, die dich lieben... Sabî und ihre Familie! Zudem hast du doch auch noch die Geister des Berges!“
„So... habe ich das noch nie gesehen...“
„Du hast gar keine Gründe, dich so fertig zu machen... Ich hoffe, du verstehst, was ich meine...“
„Aber... Ich...“
„Hör auf, dich so fertig zu machen, nur weil es Menschen gibt, die dich nicht leiden können! Achte auf die Menschen, die dich leiden können!“
Stille.
Jumon stand nur da und starrte Ginta an, dessen Augen leuchteten wortwörtlich.
„Ich weiß nicht, was du an dir hast, aber ich spüre es schon die ganze Zeit! Du... bist ein besonderer Mensch... Jumon!“
„Oya-chan...“, fügte Ogata hinzu.
Jumon fing plötzlich laut zu lachen an.
„Was... Was ist denn los?“, fragte Ginta verwundert.
„Ginta... Du... hast einen netten Geist, weißt du das?“
„Einen Geist?“, wunderte er sich. „Ich habe einen Geist?“
„Ja... Du hast in dir einen Geist, neben deiner Seele, ich kann es gut erkennen. Als du gerade so willenskräftig mit mir geredet hast, hab ich es genau gesehen, wie beide Seelen gleichzeitig aufgeflackert sind...“
„Zwei... Seelen?“
„Ginta, du bist der, der etwas Besonderes an sich hat!“
Der Blizzard legte sich langsam. Jumon ging an Ginta vorbei, wahrscheinlich um wieder in sein Haus zu gehen.
„Danke dir...“, flüsterte er, als er vorbei ging.
„Hab ich doch gern gemacht...“, war Gintas Antwort.
In diesem Moment öffnete sich die Tür und Ryoma kam herausgesprungen.
„Was ist denn mit dir los?", fragte Jumon verblüfft.
Ryoma rieb sich den Kopf und sagte: „Oto hat mir eine Kopfnuss verpasst... Autsch... Dann bin ich aus Versehen auf Myus Schwanz getreten... Die fing dann an, mich zu kratzen und zu beißen!“
Ginta und Jumon mussten anfangen zu lachen.
„Was hast du denn wieder getrieben, Ryoma?“, fragte Ginta amüsiert.
„Weißt du, Ginta...“ Er wirkte ein wenig schüchtern. „Ich habe mich mit Oto unterhalten und dann... Ähm...“
„Ok, lass es, Ryoma!“ Er lachte weiter. „Ich glaube, ich verstehe!“
In der Zwischenzeit schaffte es Sayoko endlich, nachdem der Blizzard nachgelassen hatte, den Toge Michi zu durchqueren. Erschöpft setzte sie sich auf einen Stein, der ihr grad am nächsten war.
„Wann... wird das endlich aufhören?“, schnaufte sie und stampfte weiter durch den Schnee.
Es würde nicht mehr lang dauern, dass Sayoko Jumons Haus erreicht hatte, und somit auch Ginta, Oto und Ryoma. Dann würde diese nervige Verfolgungsjagd endlich ein Ende nehmen.
Aber dann würde wieder diese Fragerei anfangen, was sie da eigentlich machte.
Es handelte sich nicht mal mehr um Stunden, bis sie endlich wieder aufeinander treffen würden.
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