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Amber-Scully ...
Die Foren - Chefin
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...   Erstellt am 05.01.2007 - 23:05Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Kapitel 18
03:55


Als Scully auf die Hütte blickte, wurde ihr zum ersten mal bewusst, wie ernst es Nick mit ihr meinte. Er bildete sich tatsächlich ein, sie hier als Geisel gefangen zu halten. Und wahrscheinlich würde er noch weitere Dinge von ihr verlangen, doch zu diesen war sie nicht jetzt, geschweige denn in zukünftiger Zeit bereit. Sie wollte einfach nur weg von diesem furchteinflössenden, kalten Ort. Erneut wanderte eine Gänsehaut über ihren Körper. Die Tatsache, dass sie sein Gesicht nicht sehen konnte, machte es schwerer. Sie wollte und musste ihn zur Vernunft bringen. Also setzte sie mit zittriger Stimme an und hatte schon jetzt Angst, wie er reagieren würde.

„Lassen Sie mich gehen. Noch haben sie niemanden etwas angetan. Sie können es noch ungeschehen machen. Bringen Sie mich einfach nur wieder nach Washington zurück.“ Es war fast eine Erleichterung, nicht in seine Augen schauen zu müssen. Somit sprudelten die Worte einfach nur so aus ihr heraus, doch als sie geendet hatte, wurde ihr klar, dass er sich nicht auf ihre Bitte einlassen würde.
Als er sie abrupt herumriss, zuckte ihr Körper erschrocken zusammen. Fast verlor Scully ihr Gleichgewicht, doch Nick hatte sie schon wieder gepackt und funkelte sie nun gemeingefährlich an. Als sie versuchte, den Blick abzuwenden, musste sie mit Bedauern feststellen, dass ihn das noch wütender machte. Sein Griff an ihren Schultern verstärkte sich und nur mit Mühe schaffte sie es, nicht zu schreien. Stattdessen bahnten sich Tränen in ihren Augen an.

Nick bemerkte, dass sie Angst hatte – das freute ihn – doch als er bemerkte, wie sie vor Schmerz zusammenzuckte, tat sie ihm sofort leid. Er durfte nicht so grob mit ihr umgehen. Nicht am Anfang.
Als er seine Hände zurückzog, stand die Verwunderung in Scullys Gesicht geschrieben. Nick atmete einmal tief ein und aus, dann schaute er ihr tief in die Augen.
„Hör mir jetzt genau zu, denn ich sage es dir nicht noch einmal: Lass die Überredungskünste sein, denn du hast sicher bemerkt, dass ich mich nicht erweichen lasse. Es macht mich nur wütend. Also fang damit an, dein Schicksal zu akzeptieren und tue das, was ich dir sage, verstanden?“

Scully seufzte, dann nickte sie geschlagen. Sie brauchte eine andere Taktik, um an seinen Verstand zu appellieren. Und eine andere Situation. Hier und um diese Zeit, konnte sie nichts mehr ausrichten. Das musste sie einsehen. Also blieb sie stumm und Nick fühlte sich in seiner Tat bekräftigt. Diese Frau einzuschüchtern, schien so einfach. Vielleicht würde es doch nicht so lange brauchen, bis er sie soweit hatte, wie er es sich seit Monaten ausgemalt hatte. Kurz wanderte ein Lächeln über sein Gesicht, dann drehte er sie – diesmal um einiges sanfter – um und wandte sich zur Hütte. Warum hatte sie nur wieder versucht, ihn umzustimmen? Dieser Vorfall hatte ihr nur weitere Minuten in der Kälte eingebracht. Doch nun war auch nichts mehr daran zu ändern. Also schlang er eine Hand um ihre Handgelenke und drang sie, loszulaufen. Als sie sich seinem Willen hingab, erfreute es ihn umso mehr.

Dann ging alles sehr schnell. Er holte noch schnell ihre Kleidung von der Rückbank – Scully blieb ganz ruhig stehen, denn sie wusste, dass ihre Chance zu entkommen sehr gering ausfallen würde – dann führte er sie schweigend die Veranda hinauf und blieb an der Eingangstür stehen. Während er nach dem Wohnungsschlüssel suchte, warf Scully einen Blick auf die Sachen, die er sich über den Arm geworfen hatte. Es war ihr irgendwie unangenehm zu wissen, dass er in ihren privaten Sachen herumgekramt hatte, doch ein Positives hatte es: Sie brauchte nun keine fremde Kleidung tragen. Dann brannte ihr abrupt eine Frage auf der Zunge, die sie nach einem kurzen Räuspern stellte: „Wie lange sind Sie schon hinter mir her?“

Nick war einen Moment perplex – seine Hand ruhte einen kurzen Moment in seiner Hosentasche – dann wandte er sein Gesicht zu ihr und erwiderte ohne Umschweife: „Das hier ist jetzt nicht der richtige Moment. Morgen werde ich dir alles erzählen, was du wissen möchtest.“ Seine Stimme klang ernst, jedoch nicht bedrohlich.
Scully nahm diese Antwort fast ein wenig enttäuscht auf, antwortete dennoch nicht. Irgendwie hatte er ja Recht. Es war mitten in der Nacht, sie war müde und noch weitere Eingeständnisse seiner Seite würde sie nicht verkraften. Also wartete sie, bis er die Tür geöffnet hatte und ließ sich dann kommentarlos in die Hütte schieben.

Nachdem Scully eingetreten war, blieb ihr einen Moment lang die Spucke weg. Der Innenraum war stilvoll eingerichtet. Der erste Raum, der sich ihr offenbarte, war ein großes Wohnzimmer mit Couch, Esstisch und einem großen Eichenholzschrank, indem viele Bücher und andere Dinge verstaut waren. Ein beeindruckendes Gemälde hing an der Dachschräge gegenüber des Eingangs, links davon war ein breites Fenster, welches von einem gelben Vorhang verdeckt wurde. Nachdem sie einen weiteren Blick nach links geworfen hatte, entdeckte sie eine kleine Küche, die mit allem ausgestattet war, was man brauchte. Über der langen Arbeitsfläche war ein kleines Fenster. Die Einbauschränke waren aus weißem Holz und schienen recht neu zu sein. Im Ganzen betrachtet, war dieses Zimmer sehr geschmackvoll eingerichtet worden.

Nick war ihren Augen gefolgt - nachdem er die Tür verschlossen und sich neben sie gestellt hatte - und sah ihr an, dass sie einen Moment lang sprachlos war. Er wartete, bis sie auch die Küche und ihre Dekorationen in sich aufgenommen hatte, dann hob er die Stimme.
„Wie ich sehe, gefällt dir dein neues Zuhause. Das freut mich. Warte nur ab, bis du dein Schlafgemach gesehen hast.“ Nachdem er verstummt war, ergänzte er folgende Worte in seinen Gedanken: ‚Wobei ich ganz stark hoffe, dass es unseres wird.‘

Scully antwortete nicht. Sie hatte gerade eine weitere Türe entdeckt. Sie war dicht neben der Eingangstür, verschlossen. Sie vermutete ein Badezimmer dahinter. Vielleicht lag darin aber auch das Schlafzimmer, von dem er gerade gesprochen hatte. Doch als er ihren Arm nahm und sie durch das Wohnzimmer führte, sah sie eine weitere Tür, auf die er zügig zuging. Dann lag dort wohl das Schlafzimmer. Nachdem er die Tür geöffnet hatte, wurde ihr Verdacht bestätigt. Und sie war erneut platt. Zuerst lenkte ein großes Bett ihre Aufmerksamkeit auf sich. Es hatte an Kopf- und Fußteil Stäbe aus Metall, die ein verschnörkeltes Muster ergaben. Das Bettzeug war dunkelrot und glich sich den zwei großen Kopfkissen an. An der Wand darüber hing ein Bild mit einem Strauß Rosen. Als nächstes betrachtete Scully die kleinen Nachtschränkchen, auf denen Lampen und Bilderrahmen standen. Scully warf einen flüchtigen Blick auf das Foto, welches zwei junge Männer, Arm in Arm, lächelnd zeigte. Gegenüber dem Doppelbett war ein riesiger Schrank platziert, an dem ein langer Spiegel hing. Vor dem kleinen Fenster, welches zu Scullys Bedauern vergittert worden war, gab es eine kleine Sitzecke mit einem runden Tisch und zwei Stühlen. Eine Pflanze links vom Schrank verlieh dem Raum eine angenehme Atmosphäre.

Alles im Ganzen ein sehr schöner Raum, jedoch war er nicht besonders groß. Und hier sollte Scully nun leben? Irgendwie kam ihr dieser Gedanke suspekt vor. Plötzlich spürte sie warme Hände an ihren Armen und zuckte erschrocken zusammen. Nick hatte es bemerkt und entschuldigte sich prompt.
„Tut mir leid, ich wollte dich nur von den Dingern befreien“, er verlieh seinen Worten Wahrheit, als er den Handschellenschlüssel aus seiner Tasche nahm und kurzerhand die metallische Fessel entfernte. Scully wurde just in diesem Moment von einer großen Erleichterung überschwemmt – zumindest ließ er sie die erste Nacht ohne diese Teile schlafen. Natürlich hoffte sie, es würde ihre einzige Nacht in diesem Zimmer sein, doch was das Schicksal für sie bereit hielt, war in ihrer jetzigen Situation völlig unklar. Doch nun war sie einfach nur müde und verdrängte das Gefühl der Hilflosigkeit und Verzweiflung. Alles was sie sich wünschte, war sich endlich hinlegen zu können und zu schlafen. Sie vermutete, dass es nicht lange dauern würde, bis sie einschlafen würde.

Nick ließ die Handschellen nun verschwinden und schaute ihr ein letztes mal in die Augen, nachdem er sie zu sich umgedreht hatte.
„Wenn du irgendetwas brauchst, dann komm einfach heraus und lass es mich wissen.“ Dann wandte er sich von ihr ab, warf die Kleidung auf das Bettende und verließ mit einem flüchtigen Lächeln das Zimmer. Scully starrte ihm verwirrt hinterher. Als er die Tür geschlossen hatte, ließ sie sich erleichtert auf das Bett sinken. Es war erstaunlich weich. Doch die Tatsache, dass er sie alleine gelassen hatte, erstaunte sie am meisten, denn sie hatte schon eine ‚gemeinsame‘, erste Nacht befürchtet.

Kapitel Ende


[Dieser Beitrag wurde am 14.12.2007 - 21:53 von Amber-Scully aktualisiert]





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Leider ist jennifer ( Amber ) am 17.9. verstorben an Krebs, wollte das nur mal bekannt geben..( die Mutter)

darkphoebe ...
*~M-F~* Azubi
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Beiträge: 155
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...   Erstellt am 21.01.2007 - 15:38Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


gut, gut, gut wie scully sich nun die nerven verliert und er immer noch gelassen





Signatur
Phoebe: fahr zur hölle.
Cole: da komme ich gerade her.

Sei so wie du bist, denn du belügst dich sonst nur selber.


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