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kazenogaara ...
Gaisuto no Ginta
..................

...

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Registriert seit: 17.03.2007
Beiträge: 589
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...   Erstellt am 13.07.2007 - 14:37Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Kapitel 13 – Gebrüder Shak

Es war wieder einmal ein wunderschöner Tag, um mit seinen allerbesten Freunden eine Reise zu machen. Halt! Allerbeste Freunde? Konnte Ginta die anderen zwei eigentlich „allerbeste Freunde“ nennen?
Seit die drei von Hakata losgegangen sind, dachte Ginta darüber nach. Er grübelte und grübelte. Jôô, Ninsei und Chojiro schienen auch sehr gute Freunde zu sein. Na gut, die Situation hatte sich halt so ergeben. Trotzdem schien es ihm so, dass die drei ein eingespieltes Team waren.
Ob sie das auch wirklich waren? Er kannte sie ja jetzt gut, so dachte er.
Das einzige was er wirklich kannte, waren der Herkunftsort, das Alter, die Vorlieben… Aber ob sie wirklich gute Freunde waren?
Das sollte sich bald herausstellen.
Lächelnd und strahlend liefen sie noch durch den Wald, der bald zu einer Steppe werden sollte. Der Himmel war an diesem Tag wieder wolkenlos blau und der Wind wehte nur sanft. Trotzdem, obwohl es so trocken war, hatten die Bäume ein saftig-grünes Laub.
Vereinzelt raschelte es, aber das waren nur Tiere, die vor unseren Freunden flüchteten.
Ginta war immer noch tief in seinen Gedanken verschlungen, und Ryoma versuchte mit Oto zu flirten.
Überraschenderweise wies sie ihn aber nicht ab, sondern ging näher auf die Gespräche mit ihm ein. Im Gedanken konnte Ryoma springen, rumhüpfen und laut schreien: Ja! Endlich kann ich mit Oto flirten!!!!!
Das dachte man zumindest, denn sein Gesichtsausdruck war plötzlich ganz anders geworden. Freundlich und einfühlsam redete er mit Oto.
Ginta bekam gar nichts von dem mit. Seine Gedanken kreisten gerade darum, ob er die beiden fragen sollte, ob sie wirklich „allerbeste Freunde“ wären, und darum, was eine solche Freundschaft ausmachte.
Seiner Meinung nach sollten sich Freunde alles erzählen können, was sie ja schon gemacht hatten. Dann sollten Freunde sich immer unterstützen, und zusammenhalten.
Das Band der Freundschaft sollte niemals reißen, sondern kräftiger und enger werden.
Ohne eine Pause wanderten sie in Richtung Ausgang des Waldes, um dann eine Route nach Vernezye zu nehmen.
Langsam wurde es wärmer und Ginta streifte seinen Umhang ab und steckte ihn in seine Tasche. Ryoma zog gleich sein ganzes Oberteil aus und lief halbnackt herum.
Ginta vertiefte sich wieder in seine Gedanken über Freundschaft.
Ryoma schaute Oto ein weiteres Mal erwartungsvoll an, doch diese krempelte nur ihre Ärmel nach oben.
Enttäuscht redete er wieder mit ihr.
Leise konnten Ginta, Ryoma und Oto Musik hören, die allmählich lauter wurde.
Ginta schlief plötzlich ein, da er in seine Gedanken vertieft war und nicht rechtzeitig reagieren konnte. Ryoma reagierte sofort, als ob er diese Musik schon einmal gehört hatte. In einer Reaktion befahl er Oto, ihre Ohren zu schützen, was sie auch gleich tat.
Verwundert sah sie Ryoma an, der komischerweise sein Schwert zog. Vom Ende des Griffes nahm er zwei Ohrenstöpsel und steckte sie sich in die Ohren. Danach nahm er ein weiteres Paar und warf sie Oto zu.
„Nimm, steck sie in deine Ohren. Danach schau, dass du Ginta an den Rand legst, sodass er geschützt ist!“
Immer noch verwundert, rollte Oto den schlafenden Ginta an den Rand des Weges.
Ryoma warf danach seinen Rucksack in die Büsche und sah in die Baumkronen.
„Nicht schon wieder“, murmelte er und kurz darauf rief er: „DIE ZWEI!!!“
„Ryoma??“, fragte Oto.
„Pass auf Oto... Jetzt erscheinen gleich zwei Jungs, die mit mir kämpfen wollen.“
„Und was ist das für eine Musik??“
„Das ist eine komische Technik, die jede Person, die sie hört, einschlafen lässt. Das perfekte Beispiel ist Ginta, der nicht rechtzeitig reagiert hat.“
„Oh ja... kann man das aufhalten??“
„Ja, wenn der Verursacher aufhört, diese Melodie zu spielen.“
„Dann stopp mal diesen ‚Verursacher’!“
„Liebend gern, Otochen!“ Grinsend trat er einen Schritt nach vorne und schrie: „Kommt endlich raus! Boushak! Kashak! Los, zeigt euch!”
Mit dem Schwert stand er nun da und konzentrierte sich auf die Äste und das Laub. In der Klinge spiegelte sich alles, und so konnte er sich einen rundum Blick verschaffen.
Jede kleinste Bewegung eines Astes oder Zweiges machten ihn angriffsbereiter.
Hinter ihm tauchte nun ein Schatten auf und es wurde eine Person sichtbar, die extrem seltsam gekleidet war. Eine schwarze Mähne hing ihm bis zu den Schulterblättern und er trug einen Mundschutz aus Metall. An seinem rechten Unterarm war eine Kralle angebracht.
„So sieht man sich wieder... hehehe“, sagte dieser Kerl.
„Wann kapiert ihr es endlich?! Ich werde euch immer und immer wieder schlagen... Boushak!“, meinte Ryoma, der sich daraufhin umdrehte und ihn mit einem Schwertschlag angriff.
„Oto, du kümmerst dich um Kashak, der muss sich irgendwo in einem Baumwipfel verstecken! Versuch, ihm seine Flöte wegzunehmen, oder sie kaputt zu machen!“
„Geht klar!“, rief sie, hüpfte auf einen Ast, und nahm sich ein kleines Messer, auch Kunai genannt, aus ihrer Beintasche.
Nun versuchte sie weiter den Baum hinauf zu klettern.
Währendessen führten Ryoma und Boushak einen erbitterten Kampf. Ryomas Schwert gegen die Kralle von Boushak.
Ein Hieb nach dem anderen musste Ryoma parieren, der dann in den günstigen Situationen einen Gegenangriff startete.
„Du bist schnell geworden...“, bemerkte er.
„Und du bist immer noch so hässlich wie das letzte mal...“, erwiderte Boushak, dieser grinste und sprang ein wenig von Ryoma weg.
Plötzlich drückte er eine Art Knopf auf seiner Kralle und die messerscharfen Stahl-Finger schossen auf Ryoma zu. Dieser konnte im letzten Moment ausweichen und rannte Boushak entgegen. Dieser zog seine, mit einem Faden befestigten Finger wieder ein.
Dieser Vorgang wiederholte sich ein paar Mal.
In der Zwischenzeit hatte Oto Kashak endlich gefunden, der immer noch seine Melodie auf der Flöte spielte.
„H… Hö... Hör auf damit!!“, schrie sie.
Dieser sah fast genauso aus wie sein Bruder. Bloß hatte der anstatt von schwarzer dunkelbraune Kleidung an.
Oto balancierte auf den Baumspitzen, und sprang zu den nächsten. Als sie Kashak mit ihrem Messer getroffen hatte, verschwand dieser plötzlich, und tauchte hinter ihr wieder auf.
„Ich hoffe, Oto kommt gegen Kashak an“, dachte sich Ryoma, „Ich vergaß ihr zu sagen, dass er mit Illusionen kämpft.“
Doch Ginta bekam nichts von alldem mit. Er schlief und träumte von einem riesigen Schloss, inmitten eines Meeres von Blumen. Langsam bewegte er sich auf das Schloss hinzu, denn eine Stimme rief nach ihm: „Gintaa.....Gintaa....Komm heeer.....“
Es war eine herzliche, warme Stimme, die Stimme eines Mädchens. Blind folgte er dieser, und öffnete das große Tor des Schlosses.
Von innen sah das Schloss noch viel schöner aus als von vorne, denn es war nicht wie normalerweise, aus Stein gebaut, sondern innen war alles mit Diamanten und Kristallen verziert. Man konnte die wunderschönen Farben der Blumen sehen, die sich in den Edelsteinen spiegelten. Es war hell und die Stimme rief weiter nach Ginta.
Er ging nun die Stufen im Zentrum dieser großen Halle nach oben, öffnete eine weitere Tür und sah einen großen Kristall, das ein Mädchen umschloss.
Er bewegte sich auf den Kristall zu. Auf einmal konnte er den Herzschlag des Mädchens spüren und wie es atmete.
Als er näher hinsah, erkannte er, dass es ein wunderschönes Mädchen mit blauen Haaren und einem wunderschönen Gesicht war.
Sein Herz schlug nun viel schneller. Aufgeregt sah er das Mädchen an, als sei er verliebt.
„Ist das das Mädchen, von der ich schon einmal geträumt habe??“, fragte er sich, während er sich an seine Brust fasste.
‚Poch, poch, poch’ machte es... Es schlug schneller, und schneller, als würde es fast zerreißen.
Ryoma und Oto kämpften immer noch gegen die Gebrüder Shak.
„Warum verfolgt ihr mich immer!?“, schrie Ryoma wütend.
„Das erklär ich dir, wenn wir dich besiegt haben!“, antwortete Boushak, der Ryoma wieder mal mit seiner Kralle angriff.
Die Situation schien aussichtslos, Oto bemerkte nicht, dass Kashak nur eine Illusion war, und Ryoma konnte Boushak nicht mit seiner Kralle besiegen.

Teil 2
Ein erbitterter Kampf wurde von Ryoma geführt. Was er auch tat, er konnte Boushak nicht in die Knie zwingen.
„Ich merke... Du hast trainiert!“, sagte Ryoma höhnisch.
„Und ich merke, dass du nichts getan hast, hehehe!“, erwiderte sein Gegner.
Diesmal dachte Ryoma nach.
‚Also, wenn ich ihn angreife, dann blockt er den Angriff mit seiner Kralle ab und schlägt zurück. Danach geht er einen Schritt zurück, attackiert mich mit seinen Fingern, die er abschießt, und dies pariere ich mit meinem Schwert. Wenn ich jetzt einen Angriff vortäusche, ihn nicht wirklich attackiere, sondern kurz bevor ich ihn berühre das Schwert zurückziehe, kann ich es leicht schaffen ihn in seinem Ausfallschritt zu treffen.’
Damit es nicht auffiel, griff er Boushak immer wieder an. Nach einigen Malen setzte er doch diesen Plan in die Tat um.
Kurz bevor Boushak seine Kralle zur Abwehr nutzen konnte, zog Ryoma sein Schwert blitzschnell zurück. Da Boushak schon so an den Rhythmus gewöhnt war, machte er nun seinen Ausfallschritt nach hinten. Doch es war schon zu spät, als er merkte, dass Ryoma ihn mit seinem Schwert eine tiefe Narbe quer über den Körper schlug.
Völlig verwirrt fiel er nun auf den Boden und blieb liegen.
„So, jetzt habe ich es dir gezeigt!!“, schnaufte Ryoma.
Er musste erstmal durchatmen, denn der Kampf war schon anstrengend gewesen.
Mittlerweile kämpfte Oto immer noch gegen Kashak. Total verwirrt stand sie da und blickte um sich.
Kashak schien da zu sein, aber im nächsten Augenblick löste er sich in Rauch auf. Diese Technik der Illusion war eine mächtige Waffe.
‚Also, das muss doch eine Illusion sein’, dachte sie sich, ‚dann muss doch der Verursacher, so wie es Ryoma gesagt hat, sich irgendwo verstecken. Wenn ich jetzt die Illusion genau beobachte, dann muss ich doch etwas merken. Also muss ich mich jetzt genau konzentrieren.’
Sie beobachtete die Illusion genau. Jede kleine Bewegung studierte sie und ihr fiel etwas auf.
‚Er verschwindet immer, wenn er der Sonne gegenüber steht. Aber wieso?? Schatten verschwinden, wenn sie mit Licht in Berührung kommen! Also muss das eine Schattenillusion sein... Aber woher kommt dann die Illusion?? .... Ich finde es einfach nicht heraus!’
Ginta bewegte sich nun langsam zum Kristall und sein Herz schlug immer schneller. Auf einmal begann sein Amulett zu leuchten und sein Mal zu schmerzen. Als er dann versuchte, den Kristall zu berühren, passierte etwas seltsames.
Das Amulett brannte plötzlich auf, die Flamme war blau, und das Feuer breitete sich nun über Gintas ganzen Körper aus.
Es fühlte sich nicht abartig, oder sogar schmerzhaft an, nein, es war ein wundervolles Gefühl, das Ginta gegen nichts in der Welt eintauschen wollte.
Verwundert betrachtete er die Flammen an seinem Körper.
„Was... was ist das?? Es fühlt sich so warm an...“, wunderte er sich, „Aber wieso??“
„Das ist deine Energie... Die innere Energie in deinem Körper...“, erklärte diese Stimme, „... Du wirst mir begegnen... Und mich retten... Aber jetzt geh... Ginta… Ginta… Ginta!“
„Was ist los?”, fragte er sich.
Plötzlich war alles schwarz und er öffnete seine Augen.
„Ginta... Endlich bist du wach...“, freute sich Ryoma, „Los, wir müssen Oto helfen!“
Nun war die Melodie von Ginta und Ryoma nicht mehr zu hören.
„Was, Oto?? Ist sie in Gefahr??“
„Steh erstmal auf, ich erklär dir den Rest auf dem Weg. So wie ich Kashak kenne, hat er sie schon längst aus dem Wald geführt.“
Er half Ginta aufstehen, sie nahmen ihre Taschen und versuchten, Oto zu suchen.
‚Wo... wo kann er nur sein??’, grübelte Oto.
Langsam wurde die Umgebung schwärzer. Oto konnte nicht mehr fliehen; hilflos ließ sie sich auf die Knie fallen.
„Hör aaaaaaaaaaaaaaaaaaauf“, schrie sie mit Tränen im Gesicht, „Schluuuuuuuuuuuuuuuuuuuuss!!!“
Kashak hatte Oto mit seiner Melodie schon längst aus dem Wald herausgeführt und beide liefen nun eine Klippe entlang. Das Meer schlug gegen die Felsen.
Leider hatte Oto, während sie den Baum hochgeklettert war, ihre Ohrstöpsel verloren. Dies nutzte Kashak aus; spielte die Melodie leiser und so schaffte er es, Oto in seine Illusion einzufangen.
‚Was ist das für ein Geräusch??’, fragte sie sich, lauschte genauer, und hörte neben der Illusionsmusik von Kashak leise das Rauschen des Meeres.
‚Das Meer... wie denn das?? Das Meer... wie schön es da wohl ist?’
Aus ihrer Angst wurde plötzlich Hoffnung, und aus der Hoffnung wurde pure Entschlossenheit. Sie stand auf und hörte nun das Meer besser.
Kashak, der sich siegessicher war, lief rückwärts und stolperte über etwas Glitschiges, Nasses. Durch seinen Sturz ließ er die Flöte aus der Hand fallen, die ebenfalls feucht geworden war. Auf eigenartige Weise wurde Kashak von einer Wasserfontäne in den Himmel geschossen, fiel auf den Boden und war bewusstlos. Die Flöte fiel ins Meer.
Oto konnte sich nun aus der Illusion befreien.
Überrascht stand sie nun da. Kashak lag auf dem Boden.
„Was war das gerade?? Wie konnte ich mich aus der Illusion befreien?? Wo bin ich eigentlich...“ Sie schaute sich um. „Schon aus dem Wald heraus??“
In der Zwischenzeit hatten Ginta und Ryoma den Ausgang des Waldes erreicht.
Als Ryoma Oto dort stehen sah, rief er überglücklich: „Otooooooooochen!!! Endlich finde ich dich! Oh... du hast ja Kashak besiegt..... Suuuuuuuuuuuper gemacht! Wie hast du denn das geschafft??“
„Ehmm...“, sie räusperte sich, „gar nicht!“ Sie lachte, doch die beiden Jungs waren über dieses Ergebnis verblüfft!
Nachdem sie ihre Geschichte erzählt hatte, erkundigte sich Ginta, was eigentlich passiert war.
„Also das ist so...“, erklärte Ryoma, „diese zwei sind schon sehr lange hinter mir her. Boushak, der mit den Krallen, ist der ältere Bruder und liefert sich mit mir schon seit ein paar Jahren erbitterte Zweikämpfe. Kashak versucht immer mich zum Einschlafen zu bringen. Dies vollzieht er mit seiner Flöte. Wie ihr gesehen habt, bist du Ginta, eingeschlafen, als du die Melodie gehört hast. Oto konnte sich noch rechtzeitig, genau wie ich, Ohrstöpsel in die Ohren stecken. Die zwei sind schon so lange hinter mir her, da habe ich mich so daran gewöhnt, als wäre es Routine. Nun ja, den richtigen Grund ihrer Verfolgung weiß ich auch nicht. Ich hatte ja noch nie die Chance, mit den zweien zu reden. Eigentlich habe ich jetzt auch keine große Lust, darüber zu reden. Gehen wir lieber weiter und schlagen dann ein Nachtlager auf.“
„Das hätte ich nicht erwartet...“, äußerte Ginta.
„Ich auch nicht.....“, stimmte Oto zu.
Es herrschte Stille, doch auf einmal fingen alle an, laut zu lachen.
„Das war mal wieder ein Abenteuer!“, behauptete Ryoma, der sich vor Lachen den Bauch halten musste.
„Aber was für eins!“, riefen Oto und Ginta wie aus einem Mund.
Sie reisten weiter und die drei machten sich Gedanken über das Geschehene. Ginta konnte nur noch an dieses Mädchen denken, Oto an das Meer und Ryoma an den Grund der Verfolgung.
Als es Abend wurde und sie schon einen weiten Weg der Küste entlang gelaufen waren, schlugen sie ihre Zelte auf, aßen etwas und genossen zusammen den restlichen Abend.





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