kazenogaara  Gaisuto no Ginta
     

Status: Offline Registriert seit: 17.03.2007 Beiträge: 589 Nachricht senden | Erstellt am 31.05.2007 - 17:05 |  |
Kapitel 11 – Ein frischer Tag fängt an
„Gääääääääähhhhhhhn...“ Ginta wachte auf, und sah, dass Ryoma noch schlief. Dann stand er auf, und drückte mit seinem Fuß gegen Ryomas Gesicht, doch dieser erwiderte dies mit einer Handbewegung, und murmelte: „Och Paps... lass mich noch ein wenig länger schlafen!“
Ginta kümmerte sich darum nicht mehr, zog sich an, und ging nach unten. Oto, ihre Großmutter und Myaki standen schon unten, und Oto hatte schon ihren Rucksack auf dem Rücken.
„Ihr habt aber lange geschlafen! Es ist schon Mittag! Hahaha!“ Oto grinste Ginta an, und erinnerte sich an die letzte Nacht.
„Schon!? Ich werde schnell nach oben gehen, und meine Sachen holen. Wartet hier.“ Ginta sprang die Stufen hinauf, und fand Ryoma nicht mehr im Zimmer vor.
„Mhh... wo der wohl wieder hin ist...“, dachte sich Ginta, packte seine Sachen in seinen Rucksack, und ging wieder nach unten.
„Wollen wir nun los??“ fragte Oto nervös.
„Ja klar! Los geht´s!“
Alle verabschiedeten sich lieb, und Oto und Ginta liefen Richtung Süd-Westen.
Heute war noch ein viel schönerer Tag als sonst, so schien es zumindest. Aber es waren doch ein wenig mehr Wolken am Himmel zu sehen als sonst.
„Ich find es echt schön, dass du dich doch noch entschieden hast, mit uns zu kommen. So können wir uns ja ein wenig besser kennen lernen, oder?? Aber sei vorsichtig, nicht dass Ryoma dich bedrängt. Lass sie ja in Ruhe Ryoma! Ryoma!? Ryoma!!!!!!!“
„Ich glaube, den haben wir vergessen!“ Oto lachte.
„Uahhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh! Warum hat mich keiner rechtzeitig geweckt! Das ist doch voll fies!“ Ryoma zog sich an, aß und stopfte seine Sachen in seine Tasche, und das alles gleichzeitig.
Er verabschiedete sich noch schnell bei Otos Großmutter und rannte in Richtung Süd-Osten.
„Naja der wird uns schon noch finden.“ Ginta grinste und kramte eine Packung Süßigkeiten aus seiner Tasche
„Willst du auch welche?? Das ist eine Spezialität, die hab ich in Funtaprolis gekauft. Die Verkäuferin hat mir gesagt, diese Süßigkeit soll einen glücklicher machen. Aber ob das stimmt? Probieren wir es doch mal aus.“
Er reichte Oto die Tüte und grinste sie an.
„Vielen dank! Mhhh...“ Oto schien wirklich etwas glücklicher, „die schmecken wirklich lecker!“
Der Weg führte an vielen Häuschen vorbei, die beiden sahen fröhliche Kinder, die spielten, alte Leute, die arbeiteten, und viele Tiere.
Langsam fühlte sich die Luft feuchter an, das merkte Ginta sofort. Komischerweise konnte er plötzlich an nichts anderes denken, und sagte zu Oto: „Ich hoffe du hast einen Regenschirm dabei, es fühlt sich ziemlich nach Regen an.“
„Wie, es fühlt sich nach Regen an?? Kannst du das spüren??“
„Naja das einzige, das ich bemerkt hab, ist, dass der Wind auf einmal drehte, und die Luft feuchter ist.“
Und da fing es auch schon zu tröpfeln, und nach einigen Minuten fing es richtig an zu schütten. Ginta und Oto versteckten sich unter ihrem Regenschirm.
„Es hat schon lang nicht mehr geregnet. Da haben wir richtig Glück, meine Großmutter hatte schon Angst gehabt, dass die Ernte dieses Jahr ausfällt.“
„Tja, das ist wirklich Glück“
Man merkte sofort, dass Ginta ein wenig gelassener war als vorher, und sich nicht mehr so viele Gedanken um seine Großmutter machte.
Es wurde langsam Abend und keiner machte sich Sorgen um den Verschollenen Ryoma, der ja fälschlicherweise Richtung Süd-Osten wanderte, anstatt Oto und Ginta in Richtung Süd-Westen zu folgen.
„Ich hole mal die Karte raus, damit wir wissen wohin wir überhaupt laufen.“ Oto kramte etwas in ihrem Rucksack herum und fand schließlich die Karte, „Also wenn wir diesem Weg immer weiter folgen, dann kommen wir zu einer Höhle, durch die wir gehen müssen. Danach folgt eine Stadt, in der wir durchreisen werden. Aber ich würde sagen, wir gehen jetzt noch durch die Höhle und danach machen wir eine Rast, und übernachten.“
„Ja, das hört sich gut an“, antwortete Ginta.
Es regnete immer noch, aber Oto störte das gar nicht. Sie war auf einmal wie erfrischt, fühlte sich fit. Sie streckte ihre Hand aus, und die Tropfen streichelten ihre Haut.
„Weißt du Ginta, Regen ist wie pure Energie für die Erde. Durch ihn schöpft sie neue Kraft und wird wiederbelebt...“
„Mhh...“ Er schaute sie nur an.
Plötzlich hörte man es donnern und Ginta erschrak, Oto lachte und die beiden liefen ein wenig schneller, denn in der Ferne wurde schon der Berg sichtbar.
Schnell suchten sich die Beiden Schutz in der Höhle.
„Wooow... die ist aber groß“, hallte es durch die Höhle.
Noch konnte man das sanfte Fallen der Tropfen hören. Oto packte ihren Regenschirm zusammen, und sie liefen gemütlich in die Höhle hinein.
Es war dunkel und wieder einmal packte Ginta ein wertvolles Item aus seiner Tasche. Diesmal war es eine Lampe, eher eine Leuchte. Er machte sie an, und schon wurde die Höhle erhellt.
Es funkelte überall und glitzerte wunderschön. Es mussten wohl seltene Steine sein.
„In solchen Höhlen hab ich mich immer versteckt, als ich kleiner war...“, erzählte Ginta, „ich hatte sogar einmal ein richtigen Schlafplatz und so. Im Sommer habe ich dort immer mit ihr übernachtet. Sora und ich waren die besten Freunde. Wie es ihr wohl geht?“
„Sicherlich gut. Weißt du, ich rede nicht so gerne über die Vergangenheit, damit habe ich schlechte Erfahrungen gemacht.“ Oto schaute ein traurig aus.
„Das tut mir Leid...“, erwiderte Ginta.
Nach einer Weile kamen sie am Ende der Höhle an, es regnete immer noch und sie schlugen ihre Zelte noch unter der schützenden Höhlendecke auf, zündeten ein Lagerfeuer an, und aßen etwas.
„Du, wo ift denn Ryoma!!!“
„Stimmt, den haben wir ja total vergessen!“, sagte Oto und plötzlich spürte sie etwas Feuchtes auf ihrer Schulter, „IEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEHHHHHH!“
Sie packte es und warf es über ihre Schulter.
„HAAAAAAAAAAAH!“, schrie sie, und als die beiden etwas genauer hinsahen, merkten sie, dass es der durchnässte Ryoma war!
„Ich wollte... doch .... nur.... zu........ euch!“ Ryoma war total erschöpft und versuchte aufzustehen, doch er kroch nur zum Feuer hin. Danach hängte er seine nasse Kleidung auf ein Seil zum Trocknen hin. Da er nun nackt war, wickelte er sich in eine Decke ein.
„Das war echt anstrengend, euch zu finden! Ich war auf dem Klo, und plötzlich wart ihr verschwunden! Ich habe mich natürlich gleich auf die Suche gemacht. Ich bin durch Felder gelatscht, auf Bäume geklettert, und habe dann noch diesen Berg umrundet, bis ich gesehen hatte, dass ihr hier ein Lager aufgeschlagen habt!!!“
Er setzte sich nun auch zu den anderen hin, aß ebenfalls etwas und erzählte ihnen von dem Abenteuer, das er heute erlebt hatte.
Alle lachten herzhaft und legten sich spätnachts in ihre Zelte.
Mitten in der Nacht wachte Ginta auf, und suchte sich seinen Weg durch Ryomas Kleidung, die er aufgehängt hatte. Der Himmel war wieder klar, und Ginta konnte den Halbmond beobachten.
Nach einer Weile schlich er sich wieder zurück ins Zelt, wo der nackige Ryoma schlief.
In dieser Nacht träumte er nichts.
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