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Shiva
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Tales of Fantasy

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Berion-Wald
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Nach Mitternacht
Wetter / Jahreszeit:
Kühl; Bewölkt, einige Sterne sind zu sehen / Ende Herbst



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Shiva 

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...   Erstellt am 24.04.2007 - 16:43Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Feucht und schwer hing die Luft über der Stadt. Der Himmel, von so tiefer Schwärze, dass es sich ein Unwissender kaum vorzustellen vermag. Viele, die die Stadt mit ihren drei Mauerringen und den dunklen Dachschindeln noch nie gesehen hatten, stempelten die Erzählungen als reine Fantasien ab. Aber es ist auch schwer zu glauben, wenn man es nicht mit eigenen Augen gesehen hat...
Der Himmel hatte die Farbe von dunklem Blau. Soeben hatte der Regen aufgehört und die Wolkendecke war aufgerissen, um die warmen Strahlen der Sonne durchzulassen. Dennoch war der Himmel über der Stadt schwarz. Ein tägliches Schauspiel, welches Neuankömmlinge faszinierte, was alteingesessene kaum mehr interessierte: Der Tag neigte sich dem Ende zu, die Sonne war gerade dabei, sich hinter dem Horizont zu verstecken und dem Mond Platz zu machen. Die Menschen des Tages, Händler, Kaufleute, Handwerker, Frauen und Kinder unterbrachen ihre Arbeit und machten sich fertig für die Ruhezeit. Wesen der Nacht krochen aus ihren Verstecken und Behausungen, um ihrer üblichen Tätigkeit nachzugehen. Menschen, Werwölfe, Vampire und andere Kreaturen - in anderen Welten Mythologie und Legende, hier Wirklichkeit.
Die Stille, die nach dem prasselnden Regen eingesetzt hatte, wurde erneut durchbrochen. Ohrenbetäuben -so mag es einem vorkommen- begannen die Raben mit ihrem krächzenden Gesang. Abertausende von den Tieren erhoben sich zeitgleich in die Lüfte, kreisten wie eine dunkle Wolke über den Dächern und verschlug so manchen fremden Zuschauer den Atem. Gierig stürzten sich die Gefiederten auf die Essensreste und anderen Abfall, die die Bewohner auf den Straßen und Gassen liegengelassen hatten. Noch eine Weile würde das so weiter gehen, bis alle Schnäbel gestopft waren und sich die Tiere wieder auf den Dächern niederlassen würden um zu Ruhen und ängstlichen Passanten mit ihrem klugen und doch unheilsschwangeren Blick zu folgen.


Fröstelnd zog Shiva das Tuch, dass sie sich um die Schultern gelegt hatte, enger. Der Sommer war schon lange vorbei. Der Herbst hatte seinen Höhepunkt erreicht und zeigte nun schon deutliche Zeichen für den bevorstehenden Winter. Die Regentropfen des vorhergehenden Schauers benetzten die Straßen und Häuser und verwandelten sich in der kalten Abenddämmerung zu Eis. Glitzernd bedeckte der Frost die Stadt, wie ein feingewobenes Tuch aus Seide. Lächelnd betrachtete das zwanzigjährige Mädchen die weiße Schicht, doch verfluchte sie sie auch gleichzeitig. Ihr element war das Feuer und Wärme war ihr lieber als Kälte. Shiva verzog eine Miene, als ihr Blick zu der großen Uhr des Rathhauses glitt. Sie hatte sich hier verabredet, hatte eine genaue Uhrzeit festgelegt und was macht dieser Typ? Der hatte doch tatsächlich nichts besseres vor als sich zu verspäten. Na, der würde was erleben, wenn der hier auftauchte. Wenn er überhaupt hier auftauchte.
Zitternd zog Shiva das Tuch noch enger und beobachtete, wie ihr Atem in feinen Nebelschwaden davonwaberte. Vor ihren Füßen landete einer der Raben und stierte sie mit seinen schwarzen Augen an. Eigentlich hatte das Mädchen große Lust dazu, nach dem Viech zu treten, doch lies sie es lieber bleiben und streckte ihm nur die Zunge raus. Shiva hatte nichts gegen Raben. Sie mochte diese Tiere sogar sehr, doch im Moment war sie viel zu genervt. Es war kalt, sie hatte noch einen Auftrag zu erledigen, sie wollte ins Bett und ihre Verabredung tauchte nicht auf. Vier Probleme auf einmal. Das waren mindestens Vier zu viel. Erneut glitt ihr Blick zur Uhr. Zwanzig Minuten schon.
"Verdammter Mistkerl..."
Grummelnd stieß sich Shiva von der Hauswand ab und lief auf und ab. Vielleicht erbarmte sich die Wärme, zurückzukommen, wenn sie sich etwas bewegte. Zum Zeitvertreib zählte sie, wie oft sie schon hin und her gelaufen war.
Ein Geräusch hinter ihr lies Shiva aprubt anhalten. Sich auf ihr Gehör konzentrierend, versuchte sie zu erkennen was, oder zumindest wo sich das Wesen aufhielt. Vielleicht war es ja endlich der Erwartete. Ruckartig drehte Shiva sich um und erstarrte. Damit hatte sie nicht gerechnet. Ein ziemlich großer, ziemlich schwarzer und ziemlich stinkender Werwolf stand vor ihr, die zähnezeigend und mit gierigem blick auf das Mädchen.
Ein spöttischer Ausdruck legte sich auf Shivas Miene, ein unheilsschwangeres Lächeln zierte ihre blassen Gesichtszüge.
Such dir dein Abendessen woanders, du stinkender Köter"
Mit einer schnellen Handbewegung strich sie über den Bauchpelz der Kreatur und sprang dann ein Stück rückwärts. Jaulend und phiepend trommelte der Werwolf auf seinem Bauch rum, versuchend, die heißen Flammen zu löschen. Qualm stieg auf, als das Feuer erloschen war, doch der Schmerz war schnell vergessen, verdrungen von der Wut über den Übeltäter. Als der Werwolf aufblickte fand er jedoch nur einen leeren Platz vor sich. Kein Mädchen, keine Beute und schon gar kein Opfer, an dem man die Wut auslassen konnte.
Shiva saß derweil auf dem Dach des Rathauses. Kein besonders gutes Versteck vor einem Werwolf, doch würde es noch etwas dauern, bis er ihre Fährte aufnehmen konnte. Der Rauch seines verbrannten Felles manipulierte seinen Geruchssinn. Zufrieden lächelnd beobachtete Shiva, wie der verwirrte Werwolf davon zog.





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Xerxes 

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...   Erstellt am 24.04.2007 - 19:34Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Ein genervtes Schmunzeln zog sich über Xerxes’ Lefzen als beinahe über eine Wurzel stolperte. Gerade noch konnte er sich fangen und zerfetzte das störrische Geäst anschließend mit seinen Klauen. Ein Knurren durchdrang die feuchte Luft und verlor sich sogleich in den weiten der Ebene welche nun vor ihnen lag. Als hätte der Himmel diesen Ruf erhört, legte sich im gleichen Moment der Regen, welche nun schon gut zwei Stunden angedauert hatte, Stunden in denen er und seine Schwester sich über das Gebirge gequält hatte.

>>Na endlich! Und ich dachte schon dieses Unwetter hört gar nicht mehr auf? Wie kann man mich einen Gott des Feuers nur in eine solch kalte Gegend schicken.

Der leichte Größenwahn, welche in des Stimme des Halbwesens lag, verrauchte schnell, immer noch erfolgte keine Antwort, nur ein Seufzen folgte der versteckten Auforderung mit einiger Verspätung. Die langen Klauen um den durchnässten Körper geschlungen, hastete Xerxes an die Seite seiner Schwester zurück, doch schon ein kurzer Blick in ihre Augen sprach deutliche Antwort. Immer noch befand sie sich in diesem Zustand. Seit einer Stunde ging das nun schon so, und es wunderte den jungen Leanor sichtlich, dass sie ihn in diesem Zustand überhaupt erst aus dem Wald heraus geführt hatte. Mit einem Stirnrunzeln knüllte er nun nochmals die Karte auf, welche er in seiner Linken in seiner Wut verstaut hatte. Eine wohl berechtigte Wut, denn diese fremde Schrift konnte doch kein Schwein lesen, natürlich zählte Xaria da nicht hinzu. Erstens ist sie nicht einmal ansatzweise ein Schwein und zweitens, arbeitet sie seit Jahren mit Schriften, Funden, neuen Tierarten, ihrer Sprachwahl als auch ihrem Kampfstil, nicht zuletzt weil er Xerxes immer mal wieder behauptet sie hätte keine Eleganz mit ihren von den Armen beschworenen Wasserzauber. Hastig vielen die stechend gelben, Mandelaugen über das feuchte, wie zerknitterte Papier, doch für den Anfang wohl vergebens. Wie sollte er nur jemals die Stadt finden, in die sie gerufen worden waren, um einen ihrer speziellen Aufträge zu erledigen. Welche Aufträge? Na die ganz „speziellen“ eben, die bei welchen es meist, um Diebstahl von stärker bewachten Gegenständen oder Tod eines reicheren Mitglieds des Landes ging. Etwas was schnell davon kund gab wie knapp die beiden Momentan bei Kasse waren. So hatten unsere beiden nun aber besagtes Problem, nur wie es der Zufall eben so will, steuerten sie auf genau die richtige Stadt zu. Schon von weit her, konnte Xerxes die Rufe der Raben vernehmen, sah die schwarze Wolke welche er gleich als Vögel ausmachen konnte. Das Wort auf der Karte hatte er nicht lesen können, doch das Bild eines sehr verunstalteten Raben; ein großer Künstler war der Maler weis Gott nicht gewesen; hatte er schließlich erkannt…
Man kann nicht gerade sagen, dass dieser Umstand dem launischen ein Lächeln eingebracht hätte, im Grunde hatte er nicht wirklich Lust wie eine Statue am Marktplatz zu enden und seinen hochempfindlichen Ohren würde der Lärm vom Nahem nicht sonderlich gut tun, doch was konnte er schon machen, wenn seine Schwester doch immer noch unentwegt von der Geisterwelt besessen auf die Stadt zuschritt? Mit einem noch tieferen Seufzen als zuvor, knüllte der Leanor das Stück nun für ihn noch nutzloseres Papier nochmals zusammen und warf es in hohen Bogen über die Schulter, schüttelte sich noch einmal das Wasser aus dem Pelz und folgte seinem Schicksal, die Arme erneut um den Leib geschlungen, nur weil ihm kalt ist, oder auch weil er sich in seine Rolle als angeblicher „Feuergott“ einfinden will? Wer weiß…


[Dieser Beitrag wurde am 24.04.2007 - 19:39 von Xerxes aktualisiert]





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Caroll ...
männliche Domina muarharharhar


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...   Erstellt am 25.04.2007 - 21:24Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Den roten Mantel fest um sich geschlungen schritt er durch eine Gasse, an deren Seiten sich die eingefallenen Häuser wie alte Großväter aneinander lehnten.
Das Holz stöhnte und knirschte und die zerfallenen Gemäuer blickten aus ihren kalten Glasaugen jede Nacht den stillen Besuchern ihrer Gasse nach ,bis diese im Dunkeln verschwanden.

Corvus. Die Stadt der Raben.

Er hatte sich nie wirklich mit dieser Stadt anfreunden können und die Nebel, die ihm auf seinem Weg begleiteten verdichteten sich mit jeden Atemzug. Außerdem war das Gekrächze dieser vermaledeiten Raben kaum zu ertragen auf dem Weg zum Marktplatz.
Alle Laternen auf dem Plan waren mit eisiger Schicht bedeckt, die schwach schimmerte und dennoch von Einbruch des Herbst zeugte.
Caroll Cross vernahm plötzlich einen leichten Brandgeruch in Richtung Rathaus. Ein süffisantes Lächeln überzog seine Lippen und die Lösung des Rätsels in dieser nebelverhangenen Stadt war nicht sonderlich schwer zu erraten.

Shiva

Mit einem amüsierten Lächeln beobachtete er einen wild gewordenen Werwolf, dessen Bauchfell verbrannt war. Er knurrte und seine Augen verengten sich zu Schlitzen, als er den Illusionisten wahrnahm.

Leise lächelnd streckte er seine Hand aus uns legte sie auf die kühle Mauer des Rathauses.
Mit leisem Zischen erschienen Linien, die sich blitzschnell miteinander verflochten, die Mauer mit fremdartigen Runen bedecken.
Ein leuchtend rotes Pentagramm prangte auf der Mauer. Unter Caroll Cross bildete sich ein Bannkreis, dessen geheimnisvollen Zeichen immer schneller rotierten zu den Füßen ihres Herrn.

"Magst du Feuer?" fragte der Illusionist den Werwolf scheinheilig.
Der Werwolf fauchte auf und sprang direkt auf seinen Gegenüber zu, doch im selben Augenblick erfasste ihn eine gewaltiger Feuerwand, die sich gierig auf ihn warf.
Ein schmerzvolles Heulen welches langsam sich durch die Stadt zog, kündete von der Torheit des Werwolfs.
Danach trat die Stille ein.

"Immer wieder die gleiche Illusion, mit der ich euch schachmatt setze" seufzte Caroll Cross enttäuscht.
Die Bannkreise glommen schwach auf und verblassten so schnell wie sie gerufen worden waren

Zerknirscht rückte er seinen Hut zurecht und ließ noch einmal einen innerlichen Seufzer los, denn das was nun auf ihn zukam würde er mit keiner Illusion dieser Welt lösen können.
Caroll Cross breitete seine Arme aus und rief mit einer Stimme aus der das gespielte Bedauern nur so tropfte: "Gebieterin, ich bin nun zur Stelle!!, seine Augen funkelten dabei schalkhaft, "Sogar euren Angebeteten habe ich euch vom Hals geschafft"


[Dieser Beitrag wurde am 25.04.2007 - 21:27 von Caroll aktualisiert]




Shiva 

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...   Erstellt am 25.04.2007 - 21:58Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Schweigend beobachtete die Person, die auf dem Rathhausdach saß, wie der Werwolf seine gerechte Strafe erhielt, doch die Gleichgültigkeit verblasste aus ihrem Gesichtsausdruck. Die Hand zur Faust, nahe dem Gesicht erhoben, die Augen geschlossen, versuchte Shiva ihre Wut zu unterdrücken, doch gelang ihr dies nicht so recht. Ein züngelnder Flammenstrahl umkreiste ihren Körper, lies den Frost auf den dunklen Schindeln schmelzen und als Nebelschwader aufsteigen. Doch nicht lange verweilte das heiße Element an Ort und Stelle. Behände nahm Shiva den schnellsten Weg zum Boden. Sprünge aus solcher Höhe war sie gewohnt, verlangte ihre Berufung solche Taten des öfteren.
Mit einem schnellen, energischen Gang stapfte die Feuermagierin auf den Mann zu. Kurz vor ihm angekommen, streckte sie die Hände aus und stieß ihre Hände gegen seine Brust. Sofort züngelten Flammen auf ihn über, leckten gierig und erhofften sich endlich die Mahlzeit, die ihnen schon sooft verwehrt blieb.
Shivas Handeln war ganz normal. Man konnte sogar sagen, dass es das natürliche Verhalten ihrer Art war und Shiva war sowieso eine Rasse für sich. Das Anzünden ihrers Begleiters gehörte somit zum täglichen Ritual.
Mit einem wütenden und gleichzeitig spöttischen Blick betrachtete sie den, nun brennenden, Caroll. In ihren dunklen Augen spiegelten sich die hellen Flammen und so hatte es den Anschein, als ob auch sie brennen würden.

"Was, verdammt nochmal, fällt dir eigentlich ein, mich hier in dieser gottverdammten Kälte warten zu lassen? Hast wohl nichts besseres zu tun, als mich erfrieren zu lassen? Was hast du eigentlich die ganze Zeit gemacht?"

Shiva grenzte mittlerweile an Hysterie, erkannte ihre ausflippende Reaktion und ermahnte sich zur Ruhe. Sie atmete tief ein und aus und ihre Aufregung legte sich. Der letzte Teil ihres Satzes fiel ihr wieder ein und erkannte, dass es eine geradezu dumme Frage war. Sie fasste sich an den Kopf und strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Seufzent verschränkte sie die Arme vor der Brust, dachte aber nicht einmal daran, ihr Feuer zu zügeln. Caroll würde schon damit klarkommen. Bis jetzt kam er nie mit mehr, als ein paar kleine Verbrennungen und ein paar verkohlte Haaren davon.

"Warum frag ich eigentlich ... Wahrscheinlich hast du nur eine weitere Frau ins Unglück gestürzt."

Aprubt drehte sie sich auf dem Absatz um und wandte den Blick zu einem Mauerring, dessen Tor in das Adelsvirtel führte. Dort stand ein Haus, das darauf wartet, besitzerlos gemacht zu werden und die Belohnung dafür würde den gähnend leeren Gedlbeutel wieder füllen - vorausgesetzt, sie erledigten diese ... tötlich aufregende Aufgabe heute Nacht noch. Energisch stapfte Shiva davon, darauf vertrauend, das Caroll ihr folgen würde. Jedoch, nach einigen Schritten wandte sie sich wieder um und starrte den Illusionisten mit einem mörderischen Blick an.

"Und nenn mich nieeee wieder Gebieterin, du männliche Domina!"

Dann setzte sie ihren Weg mit wehenden Haar fort.





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Xerxes 

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...   Erstellt am 26.04.2007 - 19:53Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Die Strecke welche er anfangs als nicht allzu lang eingestuft hatte, hatte sich als eine andere herausgestellt. Nicht einmal auf seine Augen konnte man sich in dieser flachen Gegend einlassen! Immer noch fluchte der Leanor wo er auch konnte, wohl in der Hoffnung seine Schwester damit erwecken zu können, doch vergeblich, sie gab keinen Mucks von sich. Scharf streichelte das lange Gras die Beine der beiden, konnte jedoch nicht einmal Xerxes’ Knie berühren. Ein Meter und zweiundzwanzig, nicht gerade winzig, nicht einmal für sein Volk, obwohl man ihn auch nicht wirklich zu diesem Volk zählen konnte, na ja. Xaria war da schon anders mit ihrem ein Meter und achtzig, zwar groß aber dennoch nicht sonderlich auffällig, zudem trug sie wenigstens Kleidung, wohingegen „der Gott des Feuers“ in der Ferne wohl gar nichts am Leib zu haben schien. Ein Lendenschurz, sowie Ohrring und Armreif, machten seine ganzen Habseligkeiten aus, nicht gerade viel, ein weiterer Grund, weshalb er an seine Schwester gebunden war. Schon klar, er hatte sich ihr verpflichtet, doch im Moment kam er sich eher vor wie ein stupider Kläffer, welcher seinem Herrchen nachläuft und nur darauf hofft endlich Anerkennung zu erlangen. War dies nicht im Grunde das, was er mit seinem aufdringlichen Gehabe, schon die ganze Zeit erreichen wollte? Xerxes schüttelte sich, schüttelte diese sinnlose Frage aus seinen Gedanken und bedachte sich wieder seiner alten Ausrede. Er war hier der stärkere, und wenn er wollte so könne er Xaria auch allein lassen, nur wollte er schlicht höflich sein und den schwächeren helfen, zugegeben, eine dämliche Ausrede, welche nicht von viel Verstand zeugte, doch für Xerxes reichte sie vollkommen aus. Sein Blick schweifte nochmals über die Wiesen und Felder durch welche sie schritten und blieb schließlich an der Stadt haften, oder genauer genommen an der schwarzen Wolke darüber. Er hatte nichts gegen Vögel, sie gaben stets eine gute Mahlzeit ab und ihr Gesang war auch nicht gerade störend, nur diese Vögel erregten Trotz in ihm. Es waren einfach zu viele, und von ihrem Geschrei konnte er nicht gerade von Gesang sprechen, es horchte sich eher so an wie das Gezeter der Slyphs, dieser grauenhaften geflügelten Biester. Bärtig, entstellt, übersäht von Beigen Schuppen, mit weißen Haaren geschmückt, er hasste sie und nun konnte er sich nicht mehr an ihnen auslassen, jetzt wo sie die Wüste verlassen hatten.

Immer näher kamen sie dem filigranen Bauwerk welche sich als die Stadtmauer herausstellte, gespickt mit Zähnen aus Stacheln. Xerxes Schweif peitschte unruhig über den Pfad auf welchen sie nun schritten, wanderte die Zinnen hoch zum wolkenverhangenen Himmel und wieder hinab zu den Gesichtern der Wächter, welche er abwegig musterte. Keine Worte drangen über die Lippen der beiden Menschen, als die großen Gestalten Vorbeischritten, schon seltsam, das man sie so einfach gewähren ließ, doch hatte Xerxes nicht vor sich über ein solches Geschenk aufzuregen, seine Gedanken hingen wo anders, nämlich in der Luft durch welche er nun mit Argwohn seine gelben Mandelaugen schweifen ließ. Ein zaghaftes Knurren drang über seine Lefzen. Bleibt von mir weg sagten sie, bleibt von mir weg… Doch dauerte es nicht lange und das launische wahr aus seinem Antlitz verschwunden. Xaria hatte ihn ins Haus ihres Klienten geführt, eine Verhandlung würde es nun wohl nicht mehr geben, jetzt wo die Abmachung so schamlos geplatzt war, das Geld würde abermals ausbleiben. Und so schwiegen sie, während die rote Flut aus den letzten Rissen wich und sich einen Weg durch die Pflasterung des Bodens suchte…





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Shiva 

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...   Erstellt am 16.06.2007 - 17:43Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Unter dem Tor, dass sich mittem im Mauerrin auftat, blieb Shiva stehen. Die zwei Wachen, welche sich schläfrig an ihre Speere lehnten, beachteten das Mädchen gar nicht. Sie hatten mehr damit zu tun, nicht auf der Stelle einzuschlafen. noch einmal drehte Shiva sich um, schaute zu Caroll, der sich immernoch nicht in Bewegung gesetzt hatte. Wenn er nicht kommen wollte, dann würde Shiva halt alleine gehen.
Es war, als würde man in eine andere Welt treten, nachdem man das Tor passiert hatte. Zu beiden Seiten der Straße erstreckten sich große, wundervolle Villen. Eine größer und höher als die andere. Blumen und andere Pflanzen hingen in Kästen vor den Fenstern, fast jedes Haus hatte seinen eigenen Hof. Hin und wieder hörte man aus einem von diesen ein leises Wiehern oder ein Grunzen von den Schweinen. Aber nicht nur Wohnhäuser reihten sich an einander. Unzählige kleine und größere Läden boten ihre Waren in Schaufenstern an. Parfümerien, Metzgereien, Bäckerein, Klamottenladen mit Leder und Fellmänteln, Schmuckgeschäfte. An einem Süßigkeitenladen blieb Shiva stehen. Bildlich stellte sie sich vor, wie hier tagtäglich die Kinder ihre Nasen an der Scheibe platt drückten und ihnen das Wasser von den vielen Süßigkeiten im Mund zusammenlief. Auch sie überlegte ..... nein nein, sie hatte gerade wichtigeres zu tun und ein Einbruch würde nur zu großes Aufsehen erregen. Außerdem, wenn sie den Auftrag heute noch erledigte -ob mit oder ohne Caroll- so könnte sie sich am nächsten Tag die Süßspeißen auf ehrliche Art erwerben. War zwar nicht ihre liebste Art ... aber ... egal.
Die Feuermagierin holte einen kleinen Zettel aus ihrer Hosentasche. Nachdem sie ihn Geräuschvoll entfaltet hatte -was einige Zeit dauerte, denn sie hatte ihn einfach nur zusammengeknüllt und musste nun aufpassen, dass er nicht zeriss- sturdierte sie die Bewegbeschreibung zu ihrem Opfer genau. Hin und wieder schaute sie auf und betrachtete die Straßenschilder, die sich dunkel an den Hauswänden abzeichneten.
Der Zettel wurde wieder verstaut und zielstrebig steuerte Shiva eine Straße an, die das Mädchen zu der Straße führen würde, in der das genannte Opfer gerade seinen Schönheitsschlaf vollzog.

Shiva legte den Kopf in den Nacken, als sie zum Dach jenen Hauses sah. Es war groß und hoch und ... groß. Man hatte ihr gesagt, dass das Haus groß war ... aber so groß? Zweifeln tat sie aber nicht. Bis jetzt hatten Caroll und sie jeden Auftrag erfüllt ... naja, fast jeden. Aber den größten Teil.
Gekonnt und ohne Probleme kletterte Shiva an der Rankenpflanze hinauf, die sich an dem Haus hochzog und ihre Außläufe über die ganze Vorderwand ausgebreitet hatte. Wie ein Schatten kletterte sie, lautlos und fast unsichtbar. Die verdankte sie ihrer dunklen Kleidung und dem Schatten, der vom Mond an genau diese Wand geworfen wurde. Besser konnte es nicht sein.
Hin und wieder lugte sie in eines der Fenster, um sich zu orientieren und dann endlich hatte sie das richtige Zimmer erreicht. wie ein Kätzchen hockte sie nun auf der Fensterbank. Dank des Blumenkastens fand sie besseren Halt. Auß ihrem Stiefel zog sie ein langes, aber sehr dünnes Messer. Mit der Klinge fuhr sie am unteren Fensterrand in die Ritze, schabte etwas hin und her, danmn erklang ein leises, kaum hörbares 'Klack'. Ohne Geräusche schob sie das Fenster hoch, kletterte in das Zimmer und schloss das Fenster wieder.
Ebenso lautlos schlich sie zum Bett, in dem der Mann schlief, deren Mörder sie sein sollte. Seine Frau lag daneben. Nach genauerer Analysierung der Situation und der Lage des Opfers, schlug Shiva die Hand vor die Augen und verfluchte sich in der selben Zeit dafür, denn das patschende Geräusch war nicht ganz so lautlos, wie der Rest ihrer Bewegungen. Aber niemand erwachte. Vorsichtig holte sie ein anderes, größeres und vor allem schärferes Messer hervor und als sie sich dem Mann wieder näherte, versuchte sie zwanghaft, nicht in die Richtung zu sehen. Der Grund? Der dicke Mann lag ausgebreitet auf seiner Decke und hat es nicht für nötig gehalten, seinen nächtlichen Besuchern einen Würgkrampf zu erspahren, in dem er sich nach dem Vergügen mit seiner Frau etwas anzog.
Shiva wollte das alles eigentlich schnell hinter sich bringen. Sie beugte sich leicht über den Kopf des Schlafenden und schnitt schnell, aber sauber die Klinge durch seinen Hals. Er hatte nicht einmal Zeit, aufzuwachen und vor Schreck und Schmerz zu schreien. Kurz betrachtete Shiva ihr Werk und war einmal mehr zufrieden, wie sauber sie den Schnitt angesetzt hatte, aus dem nun fröhlich dunkelrotes Blut gluckerte. Nun war es aber Zeit, sich aus dem Staub zu machen. Als Beweisstück für den gelungenen Mord an dem Opfer, striff Shiva einen goldenen Ring von dem wulstigen Fingern des Toten. Das Siegel seiner Familie war darauf. Ein eigenartiges, verschnörkeltes Muster, bei dem zwischen den Rillen noch etwas Siegelwachs klebte.
So vorsichtig wie vorher verlies Shiva das Haus wieder über die Kletterpflanze an der Wand und musste Grinsen, wenn sie daran dachte, wie die ebenso dicke Ehefrau am nächsten Morgen aufwachte und ihr fettes Doppelkinn schwabbelte, während sie vor Angst und Schreck über den Tot ihres Mannes schrie.


[Dieser Beitrag wurde am 16.06.2007 - 18:05 von Shiva aktualisiert]





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ophelia
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...   Erstellt am 16.06.2007 - 18:59Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


ophelia ritt auf black ihrem schwarzen hengst,durch die stadt.ihr war kalt.sie hatte nur einen mantel an und ein kleid.sie schaute sich überall um,sie war meist misstrauisch,aber heute ging es.ihre braunen langen haare wehten im wind über ich blassen gesicht.unter ihr fühlte sie wie auch black zitterte.sie ritten weiter ohne stehn zu bleiben,mit der hoffnung die kälte würde sie nicht einholen.

[Dieser Beitrag wurde am 19.06.2007 - 07:32 von ophelia aktualisiert]




Shiva 

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...   Erstellt am 18.06.2007 - 15:07Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Während der Ring, der sich soeben erfolgreich erbeuten lies, genauer betrachtet wurde, schlenderte Shiva durch die Straßen des Adelviertels. Obwohl ihr Blick pausenlos auf dem Wappen haftete, schaffte sie es, ohne Konfrontationen mit irgendwelchen Straßenlaternen, Bänken, Briefkästen oder sogar nächtlichen Wanderern, durch die Gegend zu laufen. Schließlich lies sie den Ring in eine Tasche gleiten und konzentrierte sich wieder auf ihren Weg.
Der Höhepunkt der Nacht war schon lange erreicht und es würde nicht mehr allzulange dauern, bis sich die Sonne am Horizont blicken lassen würde und erneut den Kampf gegen den Mond antrat. Auch die Raben, welche nun wieder die Dächer der Stadt besetzten und jeden Blick auf die Ziegel verwehrten, gaben nur noch vereinzelte Schreie von sich. Ihr schauriges Lied hatte schon lange ein Ende gefunden, nur hin und wieder erinnerte ein halblautes Krächzen daran. Aber Ruhe dürfte man sich von ihnen nicht erwarten. manchmal kam es zwischen ihnen zum Streit und dieser konnte nur durch lautes Gezeter ausgetragen werden.
Shivas nächstes Ziel war das Haus, indem ihr Auftragsgeber wohnte. Aber sie würde ihn nicht vor Einbruch der Dämmerung besuchen. Es wäre ... unhöflich. Außerdem hatte er strikt darum gebeten und zur Veranschaulichung der Wichtigkeit dieser Bitte, legte er auf den Lohn noch eine Goldmünze drauf. Dazu sagten Caroll und Shiva natürlich nicht nein. Wäre ja schön blöd gewesen und die ein, zwei Stunden mehr, die sie auf ihren Lohn warten mussten, tat ihnen auch nicht weh. Im Gegenzug dazu musste ihr Auftragsgeber auch länger auf die Erfüllung seines, nicht ganz billigen, 'Wunsches' warten.
Untätig wollte Shiva aber nicht warten. Deshalb beschloss sie, nocheinmal dem Süßigkeitenladen einen Besuch abzustatten und die Regale um ein paar Dinge erleichtern. Mit gutem Gewissen stellte sich die Feuermagierin vor das Schaufenster. Der Besitzer wäre ihr sicherlich dankbar dafür, dass sie ihm von dem ganzen Zeug etwas abnahm. Dann müsste er sich keine neuen Regale kaufen, falls sich diese tatsächlich von ihrer Last durchbogen.
Wie schon zuvor, zog Shiva das kleine, dünne Messer aus ihrem Stiefel, steckte ihn in das Schlüsselloch der Tür und wackelte ein bisschen herum, bis das vertraute Geräusch erklang. Zu dieser Zeit gab es noch keine Alarmanlagen. Man wusste noch nichteinmal was Elektrizizät ist. Würde jemand dieses Wort in den Mund nehmen, würden die Umstehenden nur unwissend das Gesicht verziehen. Dennoch liesen sich die Menschen etwas einfallen, wenn es um die Verteidigung des Eigentumes ging.
Der Besitzer des Süßigkeitenladens hatte sich für die einfachste Art der Bewachung entschieden: Aus großen, gelben bösen Augen starrte ein großer, schwarzer, böser Hund die Feuermagierin an. Die Zähne gefletscht, das Nackenfell aufgestellt und deutlich zeigend, dass es gar nicht in seinem Sinne stand, dass sich das Mädchen ohne Fragen in sein Territorium gewagt hatte, knurrte er ziemlich überzeugend von seinem Missfallen.
Es gibt nur wenige Situationen, in der sich eine Person in der hundertstel einer Sekunde umentscheidet. Dazu gehörte unteranderem der direkte Blick in den Tod, der indirekte Blick in den Tod (Wenn zum Beispiel die Person mit dem Messer am eigenen Hals hinter einem Stand.) und wenn man von einem Hund angeknurrt wird, der größer als man selbst war, wenn er sich auf die Hinterbeine aufgerichtet hatte.
Es verging auch kaum eine Sekunde, bis Shiva wieder auf der anderen Seite der Tür stand und sie ruckartig ins Schloss zog. Ein Knall, der sich anhörte wie Knochen auf Holz, verriet ihr, dass es keine sekunde zu früh war. Seufzend strich sich das Mädchen die Haare aus dem Gesicht, machte sich aber sogleich auf, in den Schatten zu verschwinden. Das laute Kläffen des Hundes war ohne Zweifel fähig dazu, die komplette Nachbarschaft in wenigen Minuten aus dem Schlaf zu holen. Verschluckt und unsichtbar gemacht von der Dunkelheit, sprang Shiva über eine Mauer zwischen Zwei Häusern auf ein Dach und rannte über die Häupter der Häuser zurück zum Rathhaus.


[Dieser Beitrag wurde am 20.06.2007 - 18:23 von Shiva aktualisiert]





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ophelia
unregistriert

...   Erstellt am 18.06.2007 - 15:30Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


ophelia klopfte black auf den hals damit er stehen blieb.in der ferne hörte man ein bellen,das warscheinlich von einem hund war.sie stieg von black behutsam ab und stellte sich vor ihn.ophelia sah ihm in die augen und lächelte,ihr körper zitterte immer noch von der kälte.black schnaupte ihr kurz ins gesicht,dann gingen sie weiter, nebeneinander durch die dunklen gassen und straßen der stadt.beide zitterten am ganzen leib,ophelia hatte vergessen etwas warmes mitzunehmen,bevor sie aufbrachen.black ging dicht an ophelia,so das sie etwas wärme von ihm abbekahm.

[Dieser Beitrag wurde am 19.06.2007 - 07:32 von ophelia aktualisiert]




Shiva 

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...   Erstellt am 18.06.2007 - 15:54Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


[OOC: Ophelia, bitte benutze die Schriftfarbe, die du dir heraus gesucht hast, wenn du im RPG etwas schreibst.]





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