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Hemma 

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23. Mai



Giovanni Battista de Rossi


Gedenktag katholisch: 23. Mai
Name: nach Johannes dem Täufer

Priester

* 22. Februar 1698 in Voltaggio in Italien
† 23. Mai 1764 in Rom



In der römischen Kirche S. Trinita die Pellegrini befindet sich das Grab von Johannes Baptista de Rossi.


San Trinita die Pellegrini, Rom


Giovanni Battista de Rossi kam 1698 in dem Ort Voltaggio in Oberitalien zur Welt. Er studierte in Rom, unter anderem auch bei den Dominikanern.

Während der Zeit des Studiums traten bei ihm die ersten epileptischen Anfälle auf, die ihn bis an sein Lebensende heimsuchen sollten.

Im Jahr 1721 empfing Johannes de Rossi die Priesterweihe und kümmerte sich von da an hauptsächlich um Arme und Kranke in den Spitälern Roms. Sein ganzes Wirken galt den Ärmsten der Gesellschaft. Er scheute sich auch nicht, Gefangene in den Gefängnissen zu besuchen und ihnen Trost und Mut zuzusprechen, sie aber auch zu Reue und Buße zu ermahnen.
Als Kanonikus an S. Maria in Cosmedin in Rom verteilte er 1737 seinen gesamten Besitz unter den Bedürftigen.

Der gütige Missionar starb am 23. Mai 1764 in Rom. Die Trauernden an seinem Grab kam aus allen Bevölkerungsschichten.


Kanonisation: Giovanni wurde 1860 von Papst Pius IX. selig und 1881 von Papst Leo XIII. heilig gesprochen.


eine ausführlichere Lebensbeschreibung des Hl. Giovanni Battista de Rossi (Übersetzung aus dem Italienischen) befindet sich auf der Homepage der Catholik Encyclopedie





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Hemma 

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24. Mai


Simeon Stylites der Jüngere

Name bedeutet: die Erhörung (hebr.)

Mönch, Säulensteher

* 521 in Antiochia in Syrien, dem heutigen Antakya in der Türkei
† 24. Mai 592 daselbst



Griechische Ikone, Simeon mit Susanna und Marciana



Der heilige Simeon, Sohn der Martha, wurde im Jahre 521 in Antiochia in Syrien, dem heutigen Antakya in der Türkei geboren.
Er kam als Kind in ein Kloster und wurde mit 12 Jahren Diakon und bestieg dann eine Säule nach dem Vorbild des heiligen Simeon Stylites dem Älteren(+459).
554 wurde er auf dieser Säule zum Priester geweiht. 556 begab er sich in die Einsamkeit des "Samandag", des "Berges der Wunder" nahe Antiochia und setzte sich dort auf eine noch höhere Säule.
Viele Schüler scharten sich hier um ihn, zunächst in Hütten, bis unter Mithilfe der Mutter des Heiligen ein Kloster errichtet wurde, in dessen Mittelpunkt die Säule des heiligen Simeons stand.

566 bestieg der Heilige die dritte Säule, auf der er Jahrzehnte verbrachte. Viele Menschen kamen auch von weit her, so eine Prozession aus Georgien. Er heilte Kranke und viele Besucher nahmen Wasser und Darstellungen des Säulenstehers als Segen für Heilungen mit.

Der heilige Simeon verfasste Predigten, Briefe und einige, teilweise auch heute noch in der orthodoxen Kirche gesungene Hymnen.

Nach dem Tod des Heiligen am 24. Mai 592 in Antiochia blieb die Säule ein viel besuchter Wallfahrtsort.
Eine große Kirche und ein Kloster nach dem Vorbild des Klosters auf dem Qal'at Sim'an von dem heiligen Simeon Stylites dem Älteren wurden errichtet und sind bis heute gut erhalten geblieben.


Attribute: auf Säule






Franz (Wendelin) Pfanner




Name bedeutet: der Franke (latein.)

Missionsabt, Gründer

* 20. September 1825 in Langen-Hub bei Bregenz in Österreich
† 24. Mai 1909 in Emaus in Natal in Südafrika



Franz Pfanner


Franz - sein Geburtsname war Wendelin - wurde 1850 Priester und Pfarrer in Haselstauden - heute ein Stadtteil von Dornbirn in Österreich -, 1863 Trappistenmönch im Kloster Mariawald in der Eifel.
Nach schwerer Krankheit gesundheitlich erholt, wirkte er im Kloster Tre Fontane bei Rom.
Von dort aus reiste er nach Bosnien, wo er 1863 er das Trappistenkloster Mariastern in Banja Luka gründete. 1879 sollte er hier Abt werden, aber er folgte der Bitte von Bischof Jolivet und ging nach Südafrika; dort gründete er 1882 die Trappistenabtei Mariannhill in der Nähe von Durban in Natal, die sich zu einem höchst erfolgreichen Zentrum der Mission entwickelte, wegweisend im Schulwesen und der Ausbildung von Priestern; elf weitere Missionsstationen gingen daraus hervor.



Kloster Marianhill

1885 wurde Pfanner dort Abt; im selben Jahr gründete er die „Missionsschwestern vom Kostbaren Blut” zur Kindererziehung und Krankenpflege. Da er gegen Ordensregeln verstoßen habe, setzten die Trappisten ihn 1893 von seinem Amt ab. Er führte nun ein zurückgezogenes Leben auf der von ihm gegründeten Missionsstation Emaus - so nannte er in seiner humorvollen Art die kleine Station in Übersetzung von „a mouse”, „eine Maus” und wohl auch mit Anspielung auf den kleinen Ort, wo sich der Auferstandene den zwei Jüngern offenbarte (Lukas­evangelium 24, 13 - 35).

Franz Pfanner wurde auf dem Friedhof von Mariannhill beigesetzt.

Bald nach seinem Tod wurde Mariannhill vom Trappistenorden getrennt und eine eigene Missionskongregation, 1909 päpstlich anerkannt.

Die „Mariannhiller Missionare” haben eine eigene Homepage mit Informationen über den Gründer und die Arbeit heute.

Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon




[Dieser Beitrag wurde am 25.05.2010 - 12:26 von Hemma aktualisiert]





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25. Mai



Beda „Venerabilis”


Name bedeutet: der Besitzende (althochdt.)


Priester, Mönch, Historiker, Kirchenlehrer

* um 672 (oder 673) in Monkton bei Wearmouth in England
† 26. Mai 735 in Jarrow in Sunderland in England




Beda Venerabilis (der Ehrwürdige) ist der erste wissenschaftliche Theologe des Mittelalters, dessen Werke fast das gesamt Gebiet des damaligen Wissens umfassen: Grammatik, Metrik, Rhetorik, Mathematik, Physik, Meteorologie, Astronomie, Musik, Poesie, Hagiographie.
Als mystisch-allegorischer Schriftsteller gilt er als ein Vorläufer der Scholastik und wird als Vater der englischen Geschichtsschreibung bezeichnet.

Er hat die erste Klostergeschichte des Abendlandes verfasst, und zwar über das Kloster Wearmouth in England.



Sein Martyrologium, das erste „historische“ wurde Vorbild für alle theologische und historische Wissenschaft des Abendlandes.


Beda wurde um 673 in Northumberland geboren. Nach dem Brauche der damaligen Zeit, kam er schon mit sieben Jahren als Zögling in die Benediktinerabtei St. Paul zu Wearmouth.
Später wurde er Benediktinermönch in dem neugegründeten Kloster Jarrow in Nordengland, wo er bis zu seinem Tode blieb. Er bezeugt selbst, dass er keine größere Freude kannte als Bücher, Schreibzeug, Lernen und Lehren.
Die Ordensoberen ließen den begabten Schüler schon als Neunzehnjährigen zur Diakonatsweihe zu, elf Jahre danach wurde er zum Priester geweiht.
Zu dieser Zeit hatte Beda sich als Gelehrter schon einen geachteten Namen gemacht. Vor allem widmete er sich der Exegese, aber auch auf allen sonstigen Gebieten bestätigte er seinen wissensdurstigen Geist.
Viele Briefe und Homilien aus seiner Feder sind der Nachwelt überliefert.
Ein so bedeutender Lehrer zog zahlreiche Schüler nach Jarrow. Einflussreiche und gelehrte Männer gingen aus seinem Schülerkreis hervor. Könige und Kirchenfürsten standen mit Beda in Verbindung. Groß war der Einfluss, den der stille und gelehrte Mönch von seiner Zelle aus auf das ganze Land ausübte. Sogar König Geowulf holte sich in allen wichtigen Fragen bei ihm Rat.

Beda, dem man den Beinamen „der Ehrwürdige“ zulegte, verbrauchte bei einem solchen Arbeitspensum seine Kräfte frühzeitig, es stellten sich verschiedene quälende Leiden bei ihm ein, die ihn aber in seiner wissenschaftlichen Tätigkeit nicht zu hemmen vermochten. Er arbeitete bis zum letzten Tag, ja, wie berichtet wird, bis zur letzten Stunde seines Lebens.
Als ihn nämlich der Schreiber daran erinnerte, dass noch ein Satz vom letzten Diktat fehlte, holte er das Versäumte mit seiner letzten Kraft bereitwillig nach. Dann sprach er aufatmend: „Es ist vollbracht!“ Mit einer Lobpreisung Gottes auf den Lippen verschied der große Benediktiner am 26. Mai 735.
Sein Grab befindet sich in Durham in der Nähe von Jarrow.

Dargestellt wird der hl. Beda Venerabilis mit Federkiel und Lineal, in einem Buche studierend.


Bedas Grab in der Kathedrale in Durham


Kanonisation: Erst 1899 sprach Papst Leo XIII. Beda offiziell heilig und verlieh ihm den Ehrentitel Kirchenlehrer.


Die Legende erzählt, warum er die Bezeichnung „venerabilis”, „ehrwürdig” bekommen hat: als er, im hohen Alter erblindet, geführt werden musste um zu predigen, sagte ihm ein Begleiter, der ihn durch ein steiniges Tal führte, hier warte ein andächtiges Volk schweigend auf seine Predigt. Als Beda zum Schluss „in Ewigkeit” zu sagen anhob, ertönte mit lauter Stimme von den Steinen: „Amen, ehrwürdiger Vater”. Auch von Engeln habe man nach seiner Predigt die Worte gehört: „Du hast wohl gesprochen, ehrwürdiger Vater”. Als ein Kleriker nach seinem Tode die Inschrift des Grabsteines meißeln wollte, den Vers aber nicht vollenden konnte, habe er nach vielem Nachdenken und Gebet eines Morgens die von Engelshand gemeißelte fertige Inschrift vorgefunden: "Haec sunt in fossa / Bedae venerabilis ossa", hier sind im Grabe / des Beda Venerabilis Gebeine".

Quelle: Das große Buch der Heiligen
v. Erna u. Hans Melchers


Ökumenisches Heiligenlexikon





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26. Mai



Filippo (Philipp) Neri


Name bedeutet: der Pferdefreund (griech. - italienisch)

Ordensgründer, Mystiker

* 21. Juli 1515 in Florenz in Italien
† 26. Mai 1595 in Rom






Filippo Romolo de Neri war Sohn eines Rechtsanwaltes, wurde aber früh Waise. Er besuchte die Dominikanerschule seiner Heimatstadt Florenz, wo ihn deren Leiter, der später auf dem Scheiterhaufen verbrannte Savonarola, faszinierte.
Bei einem Onkel absolvierte er eine dreijährige kaufmännische Lehre in der Nähe des Klosters Montecassino, wo er viel Zeit im Mutterkloster des Benediktinerordens verbrachte und vom klassischen Ideal des Einsiedlerlebens angesteckt wurde; er erlebte eine Bekehrung, die er als „Gabe der Inbrunst” schildert.

Arm und mittellos ging er 1533 nach Rom, dort war er 16 Jahre lang als Erzieher in einer Familie tätig.
Er studierte Theologie und Philosophie, lernte Ignatius, den Gründer des Jesuitenordens, kennen und kümmerte sich um Arme und Kranke. Noch während des Studiums verkaufte er alle seine Bücher außer der Bibel, gab den Erlös den Armen und widmete sich der religiösen Unterweisung des Volkes auf der Straße. Entsprechend seinem sonnigen Naturell führte er heitere, witzige und schlagfertige Gespräche mit Straßenjungen und einfachen Leuten, aber auch mit Kaufleuten und Künstlern, was ihm den Beinamen „der lachende Heilige” eintrug.

Zunehmend wurden ihm mystische Gnadenbeweise zuteil, so in den Katakomben des Sebastian, wo sich zwei Rippen über seinem Herzen stark wölbten, ohne Schmerzen zu verursachen. Ohne Unterlass betete er, manchmal schlief er in einer Kirche, um auch im Schlaf Gott nahe zu sein.


Guido Reni (1575 - 1642): Vision des Heiligen Filippo Neri, in der Kammer des Heiligen Filippo in der Chiesa Nuova in Rom


1548 gründete Filippo gemeinsam mit seinem Beichtvater die „Bruderschaft der Heiligsten Dreieinigkeit”, eine Gesellschaft von Laien zur Betreuung von bedürftigen Rompilgern, Kranken und Armen. 1551 empfing Filippo die Priesterweihe und schloss sich bald darauf der Kirchengemeinde von S. Girolamo della Carità in Rom an.
Seine Versammlungen und Gottesdienste mit Lobliedern und Gebeten in der Volkssprache wurden so beliebt, dass über dem Kirchenschiff ein zusätzlicher Raum eingerichtet werden musste, um die wachsende Zuhörerschaft unterzubringen.
In diesem Raum, dem „Oratorium”, entstand eine Wohngemeinschaft Gleichgesinnter, innerlich zusammengehalten von gemeinsamem Glaubensgespräch, von Beten und Bibelbetrachtung.
Das Oratorium wurde zum Mittelpunkt der Tätigkeit Filippo Neris, die auch geistliche Lieder umfasste, wovon sich der Begriff Oratorium als musikalische Gattung ableitet. 1552 gründete er seine Weltpriester-Kongregation der „Oratorianer”, die 1575 vom Papst bestätigt wurde. Ihre Aufgabe war, dass die Priester durch tägliches Gebet, geistliche Diskussionen und unermüdliche Abnahme der Beichte das Heil förderten.

Im Mittelpunkt von Filippos Frömmigkeit stand das Pfingstwunder und besonders die Verehrung der Gottesmutter Maria.
Erzählt wird, wie er an einem sehr heißen Sommertag mit einer Pilgergruppe eine Wallfahrt zu den 7 Hauptkirchen Roms unternahm; es war so heiß, dass vor Erschöpfung fast niemand mitbetete; da nahm er sein Birett, warf es in die Luft, sprang hinterher, fing es auf und rief: „Paradiso, paradiso!”. Alle lachten und klatschten in die Hände, dann gingen Gebet und Wallfahrt fröhlich weiter. Heute steht an dieser Stelle bescheidenes Kapellchen mit einer Marmortafel, eingemeisselt: „Paradiso, paradiso”.

Zwischen 1564 und 1575 war Filippo auch Pfarrer der Kirche S. Giovanni dei Fiorentini in Rom, wo er ein weiteres Oratorium einrichtete.

Er wurde ein begehrter Beichtvater, war Berater von Päpsten und befreundet mit Karl Borromäus und Franz von Sales. Die ihm mehrfach angebotene Kardinalswürde lehnte er ab.
1575 begann er mit dem Bau der wuchtigen Kirche S. Maria in Vallicella, auch „Chiesa Nuova” genannt, die aber erst 10 Jahre nach seinem Tod fertiggestellt wurde.


Chiesa Nuova (S. Maria in Vallicella), Die Kirche des Hl.Philip Neri in Rom



Filippo starb am Fronleichnamstag an Blutsturz. Zu seiner Beisetzung kam eine unübersehbare Menschenmenge; dass er beim Volk „Pippo buone”, der „gute Philipp” genannt wurde, zeigt seine Beliebtheit; er gilt als „der zweite Apostel Roms”; in seiner „Chiesa Nuova” ist der goldene Schrein mit seinen Gebeinen zu finden.


Kanonisation: 1611 wurde Filippo selig und 1622 von Papst Gregor XV. heilig gesprochen.

Patron von Rom; der Spezialeinheiten der US-Army; der Humoristen; gegen Unfruchtbarkeit der Frauen, Gliederkrankheiten und Erdbeben



Goethe schrieb in seiner „italienischen Reise” ein ganzes Kapitel über den Mann, bei dem „das Heilige mit dem Weltlichen, das Tugendsame mit dem Alltäglichen sich vereinigen und vertragen” konnte: Philipp Neri, der humoristische Heilige online beim Projekt Gutenberg.

Die Oratorien in Deutschland haben eine eigene Homepage mit Informationen zur Geschichte und aktuellem Wirken.





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27. Mai



Augustinus von Canterbury

Name bedeutet: der Erhabene (latein.)

Glaubensbote in England, erster Erzbischof von Canterbury


* um 546 in Italien
† 26. Mai 604 (?) in Canterbury





Augustinus von Canterbury



Augustinus war Benediktinermönch, dann Prior im Andreaskloster auf dem Monte Celio in Rom - an der Stelle, wo heute die Kirche S. Gregorio al Celio steht -, das im Familienbesitz von Papst Gregor dem Großen war.
Er wurde 596 zusammen mit vierzig Mönchen von Gregor zur Mission nach England geschickt. Als Augustinus und seine Mönche Aix-en-Provence erreichten, waren sie von den Berichten über die wilden Inselbewohner in Britannien dermaßen entsetzt, dass Augustinus nach Rom zurückkehrte und das Unternehmen aufgeben wollte. Doch der Papst bestand auf seiner Anweisung, erhob Augustinus zum Abt, gab ihm Empfehlungsschreiben an die fränkischen Fürsten mit, damit brachen sie im Juli zum zweiten Mal auf. Der Weg führte sie - wahrscheinlich vom römischen Hafen Ostia übers Meer - nach Marseille, dann gingen sie an Land der Rhone entlang über Vienne nach Tours, wo sie am Grab des Martin dessen Segen für ihre Mission erbitten wollten und wo sich Augustinus auch mit der Bischofsweihe ausstatten ließ. Nach Ostern 597 erreichten sie die Ärmelkanalküste und kreuzten in Einmastern nach Ramsgate hinüber.

Die Landungsstätte war etwa vierzehn Kilometer von Canterbury entfernt, im Königreich Kent.
Entgegen allen haarsträubenden Berichten fanden die Mönche im südlichen England eine blühende bäuerliche Zivilisation vor. Die Angelsachsen bildeten unter ihren Häuptlingen oder Kleinkönigen eine Kriegergesellschaft, wohnten in großen Holzhäusern, in denen sie in Fülle aßen und tranken, waren bewaffnet mit prächtigen Messern und Schwertern - von denen sie ihren Namen „Sachsen” (seax) ableiteten, hatten eine Vorliebe für kostbares Geschmeide und verehrten die alten nordischen Götter Wotan und Thor. Bertha, eine Enkelin von König Chlodwig, die Ehefrau von Ethelbert, dem König von Kent, war bereits Christin. Die römischen Mönche wurden von Ethelbert freundlich aufgenommen, dem König von Kent gefiel Augustinus, er durfte in Südengland lehren und predigen und erhielt das heutige Canterbury als Bischofssitz zugewiesen.
Am 2. Juni 597 ließ sich der König selbst taufen. Die Königin stellte den Missionaren ihre Hofkapelle zur Verfügung: die im Osten von Canterbury gelegene Martinskirche, von deren Grundfesten es noch Überreste gibt.
Am Weihnachtstag 597 fand in Canterbury die Massentaufe von zehntausend neuen Christen statt.


Die Nachrichten über diese Erfolge verleiteten Papst Gregor zu euphorischen Visionen. Er erteilte Augustinus weitreichende Vollmachten zum Aufbau einer kirchlichen Struktur. An großen Festtagen sollten auch weiterhin, wie gewöhnt, Rinder geschlachtet und Gelage gefeiert werden: primitiven Menschen müsse gestattet sein, ihr Ziel gemach statt in jähen Sprüngen zu erreichen, schrieb der Papst. Den neu gewonnenen Christen blieb auch die Wahl zwischen römischen, fränkischen oder keltischen Liturgien überlassen. Andererseits wurde der Klerus strenger römischer Disziplin unterstellt. Die Bande mit dem europäischen Festland wurden gefestigt, das Land wurde kirchlich in die heute noch bestehenden Provinzen, Diözesen und Gemeinden eingeteilt.

601 wurde Augustinus zum Erzbischof ernannt. Er gründete drei weitere Bischofssitze in Kent, in Rochester und in London sowie das Kloster Canterbury als Ausbildungsstätte für Priester.


St. Augustine's Abbey. Canterbury, Cathedrale im Hintergrund


Um 603 versuchte er erfolglos, eine Einheit in der Liturgie und in der Glaubensausübung der keltischen und römischen Kirche herzustellen.

Augustinus starb kurz nach Papst Gregor. Er fand seine letzte Ruhestätte in der von König Ethelbert erbauten Kirche der heiligen Apostel Petrus und Paulus, die später nach Augustinus benannt wurde.

Das Werk des Augustinus zerbrach unmittelbar nach ihm, vor allem an den verschiedenartigen Ambitionen der angelsächsischen Stämme und ihrer Herrscher. Unter Ethelberts Nachfolger wurde Kent wieder heidnisch, 1.200 Mönche fielen in Bangor den Angeln zum Opfer. Augustinus war also nicht der Missionar Englands, hat aber für die Christianisierung tragfähige Fundamente geschaffen.



Briefmarke der englischen Post. 1997





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28. Mai



Wilhelm (Guilhem) von Aquitanien (von Gellone)

Name bedeutet: Wille und Schutz (althochdt.)

Laienbruder, Klostergründer

* um 745
† 28. Mai 812 in Gellone, dem heutigen St-Guilhem-le-Désert in Frankreich



Wilhelm, Sohn des Grafen Theuderich von Autun und der Aldana aus der Verwandtschaft der Karolinger, war damit möglicherweise ein Enkel von Karl Martell.
790 von wurde er von Karl dem Großen aufgrund seiner Stellung als Heerführer zum Graf von Toulouse ernannt. 791 bekämpfte er erfolgreich Aufstände der Basken, 793 unterlag er den Sarazenen bei deren Beutezug am Zusammenfluss von Aude und Orbiel, 801 nahm er teil an der erfolgreichen Belagerung von Barcelona und übte einige Zeit Herrschaftsrechte in Katalonien aus.

804 gründete Wilhelm mit Unterstützung durch Kaiser Ludwig den Frommen die Abtei Gellone - das heute nach ihm benannte St-Guilhem-le-Désert -, die von Aniane aus besiedelt wurde und in die er zwei Jahre später als Laienbruder eintrat, um dort selbst die einfachsten Arbeiten zu erledigen. Die Überlieferung berichtet, Benedikt von Aniane selbst habe ihn als Mönch in den Orden aufgenommen. Zeitweise lebte er auch als Einsiedler.


Eremitage



Dorf und Kloster Saint-Guilhem-le-Désert


Schon bald nach seinem Tod wurde Wilhelm hoch verehrt. Sein Grab in Gellone - dem heute nach ihm benannten St-Guilhem-le-Désert -, war er eine wichtige Station für die Pilger auf ihrem Weg zu Jakobus in Santiago de Compostela.

Zuverlässig Zeugnis von Wilhelm geben Quellen aus dem Umfeld von Ludwig dem Frommen und Benedikt von Aniane; die im 12. Jahrhundert verfasste Lebensgeschichte tritt dahinter in ihrem Wert zurück.
Das „Chanson de geste” verherrlicht sein Leben als Kriegsheld und Mönch unter dem Namen Guillaume d'Orange, es diente Wolfram von Eschenbach als Vorlage für sein Versepos „Willehalm”.



Eine französische Website informiert über Wilhelm, Gellone und die Gegend um Saint-Guilhem-le-Désert.





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29. Mai



Jean-Joseph Gérard


Name bedeutet: Je: Gott ist gnädig (hebr.)
Jo: Gott hat hinzugefügt (hebr.)

Priester, Mönch, Missionar

* 12. März 1831 in Bouxières-aux-Chênes bei Nancy in Frankreich
† 29. Mai 1914 in Roma im Basutoland, dem heutigen Lesotho







Jean-Joseph Gérard besuchte ab 1844 die kirchliche Schule in Pont-à-Mousson, 1849 trat er ins Priesterseminar in Nancy ein. 1851 begann er sein Noviziat bei den „Oblaten der Unbefleckten Jungfrau Maria” in Notre-Dame de l’Osier.
1850 wurde er zum Diakon geweiht und reiste zusammen mit einer Missionarsgruppe nach Südafrika. Nach acht Monaten gefährlicher Reise gingen sie im Januar 1854 in Durban an Land; im Februar 1854 wurde Jean-Joseph in Pietermaritzburg zum Priester geweiht; er wirkte dann als Missionar unter den Zulus in Natal. Nach drei Jahren aufopferungsvoller, aber unfruchtbarer Arbeit wandten die Missionare und Jean-Joseph Gérard sich 1862 dem Basutoland - dem heutigen Lesotho - zu.

Jean-Joseph gewann das Vertrauen von König Moshoeshoe I. und es gelang ihm, die Missionsarbeit im Norden aufzubauen.

Sein unablässiges Gebet - „der Pater ernährt sich vom Gebet” sagten die Leute - und seine unermüdliche Liebe gewann die Menschen.

Er schrieb einen Katechismus, verfasste eine biblische Geschichte und eine Übersetzung des Lukas-Evangeliums in der Landessprache Sesuto. Über 50 Jahre wirkte er unter den Einheimischen.

Jean-Joseph starb, ohne dass er je in seine Heimat zurückgekehrt wäre.


Königreich Lesotho


Der Ruf der Heiligkeit von Jean-Joseph verbreitete sich schnell. Die Basuto pilgern noch heute zu seinem Grab, um Erde mitzunehmen und seine Fürsprache bei Gott zu erbitten. Heute hat Lesotho eine überwiegend christliche Bevölkerung mit einheimischem Klerus; dank der Schulen und der Universität, die von den Missionaren gegründet wurden, ist Analphabetismus weitgehend überwunden.

Kanonisation: Jean-Joseph Gérard wurde 1988 von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen.





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30. Mai



Johanna von Orléans (Jeanne d'Arc)


Name bedeutet: Gott ist gnädig (hebr.)

Retterin Frankreichs, Märtyrerin

* 6. Januar 1412 (?) in Domrémy, dem heutigen Domrémy-la-Pucelle in Lothringen in Frankreich
† 30. Mai 1431 in Rouen in Frankreich





Jeanne la Pucelle (die Reine, Unschuldige)entstammte einer wohlhabenden Bauernfamilie. Ihr Vater, Jacques Tarc, hatte das Amt des Bürgermeister inne.

Mit 13 Jahren erschienen ihr mehrmals die hl. Katharina, die hl. Margareta und der heilige Erzengel Michael, die sie ermahnten, ein gutes Leben zu führen und sie mit der Befreiung Frankreichs von den Engländern beauftragten. Damals war der hundertjährige Krieg zwischen England und Frankreich.
König Karl VI. hatte seinen Sohn, den Dauphin Karl VII., enterbt und den Engländern die Herrschaft über sein Land zugesagt. Jeanne ging gemäß ihrem himmlischen Auftrag zu Karl VII., erbat sich von ihm ein kleines Heer, um die Belagerung der Stadt Orléans aufzuheben, und versicherte ihm seine Krönung zum französischen König in Reims.
Das Vertrauen des Dauphins in das Bauernmädchen war wohl sehr klein, aber die ständigen Bitten Jeannes und seine Ratlosigkeit darüber, dem Krieg auf einem anderen Weg ein Ende zu machen, veranlassten ihn schließlich, Männer mit ihr nach Orléans zu schicken. Tatsächlich gelang es Jeanne und ihren Soldaten, die Stadt zu befreien, die Engländer zurückzudrängen und somit dem Krieg die entscheidende Wende zu geben.

Karl VII. wurde gemäß Jeannes Versprechen im Dom von Reims zum König gekrönt. Doch der Triumph Jeannes und der Dank des neu gekrönten Königs dem Mädchen gegenüber hielten nicht lange an. Karl VII. distanzierte sich von der Soldatin in Männerkleidung und die von Jeanne dennoch unternommenen Versuche, die Feinde weiter aus Frankreich zu vertreiben und die Stadt Paris zu befreien, scheiterten. Sie wurde verwundet, schließlich von den mit Karl VII. verbündeten Burgundern gefangen genommen und an die Engländern ausgeliefert. Diese beschimpften sie als Hexe und Hure und übergaben sie der Inquisition. Jeanne wurde drei Monate lang verhört und musste sich alleine gegen ihre Richter behaupten. Schließlich gab sie zu, schuldig zu sein, widerrief allerdings ihr Geständnis, gegen den Ratschluss Gottes gehandelt zu haben, wieder und wurde am 30. Mai 1431 am Marktplatz von Rouen öffentlich als Hexe verbrannt.


Jeanne d’Arc, Denkmal in Paris



Bereits 25 Jahre nach ihrem Martyrium machte Papst Kallistus III. das über Jeanne verhängte Urteil rückgängig.
Kanonisation: Jeannes Seligsprechung erfolgte erst 1909, die Heiligsprechung 1920.

Patronin von Frankreich, Rouen und Orléans; der Telegrafie und des Rundfunks





[Dieser Beitrag wurde am 31.05.2010 - 01:40 von Hemma aktualisiert]





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31. Mai



Hermann von Marienstatt


Name bedeutet: der Heeresmann (althochdt.)

Abt in Heisterbach, Himmerod und Marienstatt

* 1150 im Rheinland
† nach 1225 in Himmerod in der Eifel




Abtei Marienstatt


Hermann, Sohn einer Adelsfamilie, wurde Stiftsherr an St. Cassius in Bonn und um 1175 Zisterziensermönch in Himmerod.
1189 ging er mit anderen Mönchen aus Himmerod als Gründerabt ins neu gestiftete Zisterzienser-Kloster auf dem Stromberg - dem heutigen Petersberg - im Siebengebirge bei Königswinter; von dort verlegte er - trotz Widerstand der Bevölkerung - die Abtei ins Tal nach Heisterbach. Ab 1195 wirkte er als Abt im Mutterkloster Himmerod.

Als um 1212 der Kölner Burggraf Eberhard von Aremberg und seine Gemahlin Adelheid von Molsberg dem Kloster Himmerod Güter auf dem Westerwald stiftete, zog Hermann 1215 wieder zusammen mit zwölf Mönchen aus und gründete das Kloster Marienstatt, zunächst nahe Neunkhausen, dann wegen Erbstreitigkeiten der Stifter 1222 am heutigen Ort, den Graf Heinrich III. von Sayn und seine Frau Mechthild zur Verfügung stellten.

Die Legende erzählt, die Gottesmutter sei Abt Hermann im Traum erschienen und habe ihn auf eine Stelle hingewiesen, wo mitten im Winter ein Weißdornstrauch blühe; dort solle er das neue Kloster bauen.

Kurz nach 1225 kehrte Hermann als einfacher Mönch nach Himmerod zurück, wo er bald darauf verstarb.

Hermanns Klöster wurden gegründet, als die Zisterzienserreformen ihre Hochzeit schon überschritten hatten und schon die ersten Bettelorden auftraten, die den alten Mönchsorden zunehmend Konkurrenz bereiteten.

Das Kalendarium des Ordens rühmt Hermann als „berühmt durch seine Sehergabe, der auch durch viele andere Wunderzeichen hervorleuchtete”.

Die Gründungen Hermanns wurden durch die „Marienstatter Tafeln” von 1324 überliefert; das auch ikonographisch wertvolle Dokument befindet sich heute im Rheinischen Landesmuseum in Bonn.


1. Marienstätter Tafel



2. Marienstätter Tafel





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"Dienet einander jeder mit der Gabe, die er empfangen hat" (1 Petrus 4,10)

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...   Erstellt am 01.06.2010 - 11:08Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


1. Juni



Justinus der Märtyrer


Name bedeutet: der Gerechte (latein.)

Philosoph, Märtyrer, Kirchenvater

* 1. Hälfte des 2. Jahrhunderts in Flavia Neapolis, dem heutigen Nablus / Nabulus in Palästina (?)
† um 165 in Rom




Heiligenbild aus dem 16.Jh.



Justinus stammte aus einer heidnisch-römischen - oder zumindest romanophilen - Familie.
In seiner Jugend studierte er Philosophie, insbesondere die Schriften Platons und der stoischen Philosophen, testete verschiedene philosophische Schulen, Lehrer und Strömungen, und wurde schließlich von einem „alten Mann bei einem Spaziergang am Strand” auf die Christusbotschaft gestoßen und ließ sich daraufhin taufen.

Justinus wurde Prediger und Missionar und einer der ersten großen Theologen, er verfasste insbesondere Apologien, also Bücher, die in der Argumentation gegen Zweifler und Gegner des Christentums die Richtigkeit der christlichen Lehre darlegen.
Werke, die ihm mit Sicherheit zugeschrieben werden, sind die „Erste” und die „Zweite Apologie” zur Verteidigung der Christen gegen die Vorwürfe des Atheismus und der Volksverhetzung im römischen Staat, und „Dialog mit dem Juden Tryphon”, bei dem es sich um die Aufzeichnung einer tatsächlich stattgefundenen Diskussion in Ephesus - heute Ruinen bei Selçuk - handeln soll, in dem ein Brückenschlag zwischen Juden- und Christentum versucht wurde.

In Rom wurde Justinus nach langer Wanderschaft endlich sesshaft und gründete eine Schule. Seine „Schutzschrift der christlichen Religion” legte er um 150 Kaiser Antonius Pius und dem römischen Senat vor.
Er verfasste die ersten Aufzeichnungen römischer Liturgie, lauthals protestierte er gegen die Christenverfolgungen.
Zusammen mit seinen sechs Schülern Chariton, Charito, Euelpistos, Hierax, Paion und Liberianus wurde er daraufhin verhaftet und eingesperrt; als er sich dem Verlangen, heidnischen Göttern zu opfern, widersetzte, wurde er während der Herrschaft des römischen Kaisers Mark Aurel enthauptet.

Die Akten des Prozesses sind bis heute erhalten.

In der Ostkirche zählt Justinus zu den altkirchlichen Kirchenvätern.

Kanonisation: Justinus wurde im 9. Jahrhundert ins Martyrologium der römisch-katholischen Kirche aufgenommen

Patron der Philosophen


Werke von Justinus auf Deutsch gibt es in der Bibliothek der Kirchenväter der Université Fribourg.
Auch die Märtyrerakten des Justinus und seiner Gefährten auf Deutsch gibt es dort.





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"Dienet einander jeder mit der Gabe, die er empfangen hat" (1 Petrus 4,10)

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