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<Ein Mensch> unregistriert
| Erstellt am 29.08.2008 - 18:56 |  |
Ein Mensch hat sich gedacht,
statt Kaffeegeschichten
nennt er das Thema Kaffeeklatsch
damit ein Jeder was zu erzählen hat
Der "Marktplatz Europas" spielte eine wichtige Rolle in der Kaffeegeschichte Deutschlands, hier entwickelte sich eine ausgeprägte Kaffeehauskultur.
Schon 1694 wurde in Leipzig öffentlich Kaffee ausgeschenkt - wenig später als in Hamburg, viel früher als in Berlin.
Während eines Leipziger Messebesuches im Frühjahr 1697 soll August der Starke seine erste Tasse Kaffee getrunken haben.
Er blieb dem Kaffee sein Leben lang treu.
Das edle schwarze Getränk sollte auch eine kostbare Hülle bekommen.
Er beauftragte den Hofjuwelier Johann Melchior Dinglinger, ein goldenes Kaffeezeug zu entwerfen.
Am 23. Dezember 1701 überreichte der Juwelier dem König sein Meisterwerk in Warschau - Ein Goldgeschirr mit 45 Teilen. Augst der Starke kaufte es für 50.000 Taler, die er in kleinen Raten bis 1711 abbezahlen ließ.

Es ist neben anderen Arbeiten von Melchior Dinglinger in Dresden im Grünen Gewölbe zu sehen.
Zurück nach Leipzig. In der Messe- und Universitätsstadt bildeten Kaffeehäuser Orte der Kommunikation für das aufstrebende Bürgertum.
Frauen blieb der Zutritt zunächst verwehrt.
Sie riefen deshalb das "Kaffeekränzchen " ins Leben, private Zusammenkünfte in den eigenen vier Wänden.
Eine Mode, die von Leipzig und Hamburg aus ganz Deutschland ergriff und bis heute allgemein verbreitet ist.
Zum Kaffeekränzchen gehörte von Anbeginn an Kuchen.
Das ist kein Zufall. Als die braunen Bohnen nach Europa kamen, wurden sie mit einem anderen Genussmittel kombiniert, dem Zucker.
Kaffee, Zucker und Kuchen wurden seit dem unzertrennlich.
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Romi 

Status: Offline Registriert seit: 31.07.2007 Beiträge: 2179 Nachricht senden | Erstellt am 29.08.2008 - 22:47 |  |
Bevor beim Kaffee geklatscht wird, muss er
erst einmal zubereitet werden...nicht umbe-
dingt mit dem Kaffeautomaten.
So kocht man guten Kaffee
Kaffeewasser immer frisch und kalt
aufsetzen. Der Kaffee wird milder,
wenn man eine Prise Salz mit in den
Filter gibt. Eine kleine Prise
Natron im Kaffeewasser steigert das Aroma,
weil das Wasser dadurch enthärtet wird. Espressokaffee wird klarer, wenn man
ihm zerkleinerte Schalen von rohen Eiern zufügt. Für nur eine schnelle Tasse Kaffee:
einen gehäuften Teelöffel fein gemahlenen Kaffee
in ein kleines Sieb geben und in die Tasse
hängen. Kochendes Wasser darübergießen und so
lange ziehen lassen, bis der Kaffee stark genug ist. Türkisch Mocca selbstgemacht: Man kocht gleiche
Teile sehr, sehr feingemahlenen Kaffee und Zucker
mit Wasser in einem kleinen Stieltopf auf und
lässt das Gemisch 5 Minuten ziehen. Eine bele-
bende Köstlichkeit. (Pro Portion: 1 Teelöffel
Kaffee + 1 Teelöffel Zucker + 1 kleine Tasse
Wasser).
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Lavida 

Status: Offline Registriert seit: 14.12.2006 Beiträge: 3915 Nachricht senden | Erstellt am 01.09.2008 - 20:50 |  |

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Tagtraeumerin unregistriert
| Erstellt am 02.09.2008 - 10:33 |  |
Wer das er hat das Kaffeetrinken eigentlich erfunden?
In einer Legende heißt es,
Kaldi - ein äthiopischer Hirt - habe sich gewundert, warum seine Ziegen immer herumsprangen, nachdem sie eine bestimmte Art roter Kirschen gefressen hatten.
Also probierte auch Kaldi diese Kirschen und merkte, dass sie ihm erstaunliche Energie verliehen. Schon bald darauf brühten Muslime mit den getrockneten Kirschen ein Getränk auf, das ihnen Kraft verleihen sollte für ihre stundenlangen Gebete.
Dieses Getränk wurde unter dem Namen 'kahwa' bekannt, was im Arabischen so viel wie 'kräftigend, stärkend' bedeutet.
Und schon im 15. Jahrhundert war Kaffeetrinken in der ganzen muslimischen Welt verbreitet.
Das Kaffeetrinken kam schließlich überall schnell in Mode und Ende des 16. Jahrhunderts über den Hafen von Venedig nach Europa.
Von dort aus verbreitete sich die Sitte des Kaffeetrinkens über den ganzen Kontinent.
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Anne 

Status: Offline Registriert seit: 25.08.2008 Beiträge: 550 Nachricht senden | Erstellt am 04.09.2008 - 10:55 |  |
Homepage Raritäten für Kaffee-Genießer
Arabica Perlenbohne" und "Arabica Maragogipe Riesenbohne" heißen zwei der Raritäten, die man zur LE GOURMET bei der Brack Kaffeerösterei Rostock-Bargeshagen genießen kann. Beide Köstlichkeiten sind einer Laune der Natur zu verdanken, erklärt Firmenchef Christian Brack.
"Die Perlenbohne entsteht, indem eine Bohne eine andere in der Kaffeekirsche umschließt und somit den doppelten Platz zum Reifen hat. Die Riesenbohnen sind überdimensional groß und von besonders kräftigem Geschmack", erläutert der Experte.
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<Ein Mensch> unregistriert
| Erstellt am 06.09.2008 - 11:06 |  |
Muckefuck bezeichnet Kaffeeersatz oder sehr dünnen Kaffee.
Die genaue Herkunft des Wortes bleibt zwar umstritten, vermutlich aber handelt es sich dabei um eine Berliner Eindeutschung des französischen mocca faux („falscher Kaffee").
Es heißt, französische Gärtner seien aufgrund der hohen Zölle auf Kaffeebohnen unter Friedrich II. dazu übergegangen, in Berlin Zichorie (auch wilder Chicoree oder Wegwarte) anzubauen und deren Wurzeln - geröstet und gemahlen - dem dünnen Kaffeeaufguss hinzuzufügen, um ihm eine dunklere Farbe zu verleihen.
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Minka unregistriert
| Erstellt am 06.09.2008 - 13:17 |  |
Ich kann mich noch gut erinnern:
Zichorie war in Tablettenform, ähnlich den
heutigen Bade-Brause-Tabletten.
Mutter nahm ein Eckchen davon in den
Lindes-Kaffee (das Päckchen mit den
freundlichen blauen Tupfen). Dieser war
aus Gerste gebrannt.
Ingeborg
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<Ein Mensch> unregistriert
| Erstellt am 15.09.2008 - 13:43 |  |
Früher fuhr man mit Kutschen und Kremsern hinaus ins Grüne. Heu Dampfern, S-Bahn und Fahrrädern. In allen Himmelsrichtungen gibt es Ausflugsgaststätten, am Wasser, im Wald, an der Pferdekoppel und Kuhwiese, wenige der Ausflugsgaststätten sind mittlerweile so legendär wie das Restaurant Zenner in Treptow, in dessen Nähe Ende des 18. Jahrhunderts von sächsichen Kolonisten die Erfindung „Hier können Familien Kaffee kochen" gemacht wurde.
Die Kolonisten behaupteten damals, dass sie keinen Kaffee ausschenken, wozu sie eine Konzession benötigt hätten, sondern die Gäste selber kochen ließen, was nicht verboten sei.
Da es tatsächlich nicht verboten war und die Mühlen der Behörden langsam mahlen, wurde diese Steuer- und konzessionsfreie Ausschankform ein sehr gutes Geschäft für zahlreiche Wirtschaften.
Praktisch funktionierte dies anfangs so:
Die Wirtinnen und Wirte hatten große, unten anzuheizende Wasserkessel in ihren Gärten aufgestellt.
Die Gäste gaben der Bauersfrau ihr mitgebrachtes Kaffeepulver, die heißes Wasser darüber „Bevor die Ausflügler jedoch Platz nehmen konnten, mussten sie ein Kännchen mit Wasser verdünnter Milch kaufen. Der Verkauf von über 200 Litern verdünnter Milch am Wochenende war das eigentliche Geschäft für die pfiffigen sächsischen Bauern.

Bildquelle
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<EinMensch> unregistriert
| Erstellt am 24.09.2008 - 09:04 |  |
Neben dem erlaubten (und unerlaubten) Kartenspiel zog die Kaffeehausgäste besonders das Billard an. In englischen Kaffeehäusern wurde es kaum gespielt, dort herrschten Zeitungslektüre, Karten- und Brettspiel vor.
Schon um 1700 war jedoch das Billardspielen in den deutschen Kaffeeschenken ein alltäglicher Zeitvertreib, und auch hier wie beim Kartenspiel wurde um Geld gespielt.
Zu Verboten, im Kaffeehaus das Geschicklichkeitsspiel Billard zu spielen, kam es nicht, weil das Aufstellen von Billardtischen von vornherein an Konzessionen gebunden war. Der Konkurrenzdruck zwischen Billardstubenbesitzern und Kaffeewirten führte allerdings zu ständigen Auseinandersetzungen der beiden Gewerbegruppen.
Durchschnittlich kostete eine Billardpartie soviel wie eine Tasse Kaffee: Bei der Spielleidenschaft damaliger Zeiten ein einträgliches Zusatzgeschäft für den Kaffeewirt.
Nach 1800 erlangte das Spiel im Kaffeehaus enormen Aufschwung. In allen neu eröffneten Cafe-Salons und Cafe-Restaurants wurden separate Billardzimmer eingerichtet, die sich gegen Ende des Jahrhunderts zu Billardsälen ausweiteten, in denen Dutzende von Billardtischen nebeneinander standen.
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<EinMensch> unregistriert
| Erstellt am 30.09.2008 - 11:24 |  |
Zu den berühmtesten »Reing'schmeckten« in Wien hat Johannes Brahms gehört, der alles Wienerische vergötterte — die Küche Wiens und natürlich auch den Wiener Walzer.
Als Adele, die dritte Frau von Johann Strauß, Brahms auf einem Ball um ein Autogramm auf ihrem Fächer bat — damals eine übliche poetische Geste — notierte er darauf die ersten Takte des Donauwalzers und schrieb drunter: »Leider nicht von Johannes Brahms«.
Ganz Österreich hört den Donauwalzer zum Jahreswechsel — sämtliche Radio- und Fernsehsender bringen ihn, nachdem die Pummerin, die große Glocke des Stephansdoms, das neue Jahr eingeläutet hat.
Der Donauwalzer war übrigens bereits bei seiner Uraufführung im »Dianabad-Saal« am 15. Februar 1867 ein durchschlagender Erfolg.
Und das, obwohl er vom Wiener Männer-Gesangs-Verein zu einem Text gesungen wurde, den ein dichtender Polizeibeamter gereimt hatte. Kostprobe: »Heutzutage schwitzt, / Wer im Zimmer sitzt,/grad so wie der Tänzer Schwall / auf dem Ball.«
http://www.youtube.com/watch?v=4nf67pSq … re=related
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