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<LiteraTour>
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...   Erstellt am 08.03.2009 - 08:07Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Nicht jedes Lokal, in dem man Kaffee bestellen kann, ist auch ein Kaffeehaus. In Wien ist vielmehr sehr genau festgeschrieben, was in einem Kaffeehaus serviert werden darf und was nicht. An manchen Stellen sind diese Regeln allerdings schwer zu interpretieren. Im Jahr 1999 gab es jedenfalls in Wien 2.635 »Kaffeelokale« in insgesamt sechs verschiedenen Kategorien.

564 Kaffeehäuser, in denen nur kalte, vornehmlich süße Speisen serviert werden. Diese
Speisen können, müssen aber nicht direkt in den Cafes zubereitet werden. Typische
herzhafte Gerichte, die in Kaffeehäusern angeboten werden, sind kalte Wurst- oder
Käseplatten, serviert mit frischem Brot.

611 Kaffee-Restaurants, die sowohl kalte als auch warme Speisen servieren.
Hier kann die Speisekarle sehr unterschiedlich aussehen, ganz typisch ist aber eine
herzhafte Gulaschsuppe oder ein würziger Gemüsekuchen.

911 Espressobars, wo man einen schnellen Espresso trinken kann. Die Bar serviert meist
weder Alkohol noch andere Getränke. Auch Speisen kann man hier nicht bestellen. Den
Espresso trinkt man im Stehen oder auf Barhockern an der Theke.

133 Kaffee-Konditoreien, meist mit eigener angeschlossener Bäckerei und Konditorei.
Berühmte Wiener Konditoreien sind etwa Demel, Oberlaa, Heiner, Gerstner und
Lehmann. In diesen Häusern werden neben dem Standardprogramm meist die jeweiligen
feinen Spezialitäten des Hauses serviert. Eine so genannte Kurkonditorei setzt bei der
Qualität ihrer Süßspeisen besonders hohe Maßstäbe.

35 Stehcafes, wo man meist im Stehen eine Tasse Kaffee mit einem kleinen Gebäck
serviert bekommt. Man findet sie häufig an Bahnhöfen oder anderen belebten Plätzen.

Übrig bleiben 381 »Nichtbetriebe«, die zwar eine entsprechende Lizenz besitzen, aber
kein Gewerbe betreiben.

Diese Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Zwar könnte man auf den ersten Blick über die hohe Zahl der unpersönlichen Espressobars durchaus besorgt sein, zählt man aber alle klassischen Lokale, also Kaffeehäuser, Kaffee-Restaurants und Kaffee-Konditoreien zusammen, so wird deutlich, dass die traditionellen Kaffeehäuser, in denen der Gast seinen Kaffee stilecht auf dem Silbertablett serviert bekommt, immer noch weit in der Überzahl sind.




<LiteraTour>
unregistriert

...   Erstellt am 11.03.2009 - 10:36Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Nach dem Ersten Weltkrieg und dem Untergang der Donaumonarchie suchte die Wiener Künstlerszene verzweifelt nach einem neuen Stammkaffeehaus.

Die Wahl fiel schließlich auf das Cafe Herrenhof, das ganz in der Nähe der beiden Cafes Central und Griensteidl lag.

Bald gingen im Herrenhof Persönlichkeiten wie der Schriftsteller Elias Canetti, der 1981 den Literaturnobelpreis erhielt und der Autor Franz Werfel, dessen Roman »Das Lied der Bernadette« zu einem internationalen Bestseller wurde, täglich ein und aus.

Und doch war der große Erfolg des Kaffeehauses nur von kurzer Dauer.

Als sich Österreich 1938 Hitlers deutschem Reich anschloss, war es damit vorbei.

Zwar überlebte das Cafe die ersten Kriegsjahre konnte aber langfristig der wirtschaftlich verheerenden Lage nicht standhalten und musste schließlich in den 1950er Jahren geschlossen werden.

Heute befindet sich an derselben Stelle eine moderne Espressobar.


Vor dem Krieg hatte es in Wien eine Vielzahl verschiedener Zeitungen, Magazine und Fachzeitschrifte-gegeben, und entsprechend viele Autoren und Journalisten hatten die Kaffeehäuser bevölkert und sich stundenlang bei einer oder mehreren Tassen Kaffee dem Schreiben gewidmet.

Die ruhige und dennoch angeregte Atmosphäre der Kaffeehäuser war für viele Schriftsteller der ideale Arbeitsraum gewesen.

Nach dem Krieg lag die Medienlandschaft wie alles andere am Boden, und es gab so gut wie keine freien Schriftsteller mehr.

Außerdem spiegelte die Atmosphäre der neuen Espressobars perfekt die rebellierende Einstellung der neuen jungen Generation wider.

Man wollte seinen Kaffee nicht mehr zwischen Plüschsofas und Kristalllüstern trinken.

Stattdessen gab es schmale Barhocker an langen Theken. Wie so viele vor ihr lehnte auch diese junge dynamische Generation die überholten Wertvorstellungen der Eltern ab und strebte nach neuen Ausdrucksformen und neuen Lösungen für alte Probleme.

Als die Gäste immer häufiger ausblieben, mussten viele traditionelle Kaffeehäuser schließen.

Die geräumigen eleganten Cafes an der Wiener Ringstraße wurden kurzerhand zu Banken,Autohäusern oder Schnellrestaurants umfunktioniert.

Viele Kaffeehausbesitzer sprechen noch heute vom großen »Kaffeehaussterben« der 1960er Jahre.


Doch als neben den katastrophalen Folgen des Zweiten Weltkriegs allmählich auch wieder andere Dinge ins Bewusstsein der Österreicher rückten und das Land wieder einen festen Platz im neu geordneten Europa einnahm, wurde das Kaffeehaus plötzlich von Österreichs Politikern wieder entdeckt.

Sie glaubten nämlich, dass Kaffeehäuser als Symbole jahrhundertealter Wiener Tradition den am Boden liegenden Nationalstolz ihrer Landsleute wieder stärken könnten.

So stellte die Wiener Stadtverwaltung 1983 gleich vier alte Kaffeehäuser unter Denkmalschutz.

Darunter waren das Cafe Landtmann, Sigmund Freuds Stammcafe in der Nähe des Rathauses, das Cafe Goldegg in der Nähe von Schloss Belvedere, in dem hauptsächlich Handwerker und Arbeiter zusammensaßen, das Cafe Sperl und das Cafe Prückel, in dem zur damaligen Zeit eine berühmte Kabarettbühne zu Hause war.

Die aufwändige Renovierung des Cafe Sperl zeigt beispielhaft, wie viel Liebe und Sorgfalt die Wiener nun in ihre Kaffeehäuser steckten.




Anne ...



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...   Erstellt am 11.03.2009 - 10:53Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen



Anna Sacher


geboren am 2.Jänner 1859 in Wien
gestorben am 25. Februar 1930 in Wien


Anna Sacher entstammte einer Wiener Fleischhauerfamilie. Sie heiratete 1880 Eduard Sacher, den Besitzer eines Gastlokals.

Nach dem Tod ihres Mannes führte sie das zu einem Hotel umgebaute "Sacher" mit größtem Erfolg. Es wurde bald zum Treffpunkt der Hocharistokratie und der vornehmen Wiener und eutopäischen Gesellschaft.

Frau Sacher war ein stadtbekanntes Original. Ihr Markenzeichen war eine dicke Zigarre.

Anna Sacher Zigarre







Die Gästegalerie



Impressionen vom Cafe Sacher




Angela ...



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...   Erstellt am 11.03.2009 - 13:47Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


DIE GESCHICHTE DER SACHERTORTE


Die Sachertorte ist ein Symbol Wiens genauso wie die »schöne blaue Donau« oder der Stephansdom. Man kann die berühmte Schokoladentorte zwar in jeder Bäckerei der Stadt kaufen, um die Bezeichnung »Original Sacher-Torte« aber wurde jahrelang erbittert gekämpft.

Sie war sogar Gegenstand eines Aufsehen erregenden Gerichtsstreits zwischen den Konkurrenten Demel und Sacher.

Am Anfang der Geschichte steht Klemens Fürst von Metternich, einer der Hauptakteure des Wiener Kongresses und obendrein kein Kind von Traurigkeit.

Er wusste genau, was er wollte, und bekam es auch meistens. Als er 1832 ein großes Fest gab, wies er seinen Leibkoch an, zu diesem Anlass eine neue Torte zu kreieren.

Der Fürst wollte seine Gäste überraschen, und dies nicht mit einer neuen leichten, sahnigschaumigen, »weiblichen« Torte, wie sie zu dieser Zeit so beliebt waren.

Vielmehr wollte er eine trockenere, kompaktere, eher »männliche« Torte servieren.

Der Koch konnte den extravaganten Wünschen seines Fürsten allerdings nicht nachkommen, denn er erkrankte plötzlich.

So musste der 16-jährige Franz Sacher, zweiter Lehrling in der Metternichschen Küche, schnell für seinen Meister einspringen.

Schokolade hat, verglichen mit anderen Backzutaten, einen sehr starken, aggressiven, »männlichen« Geschmack, deshalb wählte Sacher sie als Grundlage seines Kuchens.

Frische, fruchtige Aprikosenkonfitüre schien ihm dazu das passende Gegenstück zu sein. (Über 100 Jahre später sollte die Frage, wo genau der junge Sacher die Konfitüre aufgetragen hatte, der Hauptstreitpunkt der beiden konkurrierenden Bäckermeister werden.)

Eine Schokoladen-Schichttorte war durchaus nichts Neues, die feste, glänzende Schokoladenglasur, die Sacher verwendete, hatte es dagegen noch nie gegeben.

Die neue Torte war die Sensation auf Metternichs Fest, und Prinz Pal Antal Esterhäzy holte Franz Sacher sofort als Konditor an den ungarischen Hof nach Budapest, wo die Sachertorte ebenfalls wie eine Bombe einschlug.

Sacher kehrte jedoch bald nach Wien zurück, um eine Stelle im renommierten Haus Dehne (später Demel) anzutreten, der Hofzuckerbäckerei des Kaisers.

Von dort aus avancierte die Sachertorte bald zum erklärten Lieblingsgebäck der Wiener.

Interessant und aufschlussreich ist allerdings, dass im Pressematerial des Hotels Sacher, das sich mit der Entstehungsgeschichte der Torte beschäftigt, Franz Sachers Zeit im Cafe Dehne mit keinem Wort erwähnt wird.

Mit seinen Ersparnissen eröffnete Sacher schließlich selbst einen kleinen schmucken Lebensmittelladen in der Nähe des Stephansdoms; sein berühmtes Rezept nahm er natürlich mit.

Aber auch im Cafe Dehne wurde die Torte als einträglichste Spezialität des Hauses weiter verkauft, auch nachdem Christoph Demel das Cafe 1857 gekauft und umbenannt hatte.

Eduard Sacher, Franz' Sohn, stieg wie sein Vater in die Lebensmittelbranche ein und absolvierte seine Lehrzeit in London und Paris.

Zurück in Wien eröffnete er ein Restaurant in der Nähe der neu gebauten Ringstraße.
Sein Haus fand rasch großen Zuspruch - vielleicht wegen der kleinen, gemütlichen Speisezimmer, die den perfekten Rahmen für exklusive und doch intime Diners boten.

1876 zog Eduard Sacher mit seinem Restaurant in ein größeres, repräsentatives Haus hinter der neuen Staatsoper um, wo er in den oberen Stockwerken zusätzlich ein Hotel eröffnete.

Eduards ehrgeizige, Zigarren rauchende Witwe Anna Sacher führte das Haus nach seinem Tod mit starker Hand und machte es allmählich zu einem der berühmtesten Hotels der Welt.

Ihm zu Ehren wurden Walzer, Lieder und Operetten komponiert, die alle einen Hauch der unvergleichlichen Eleganz dieses Hauses einzufangen versuchten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg mussten die Wiener Geschäftsleute hart kämpfen, um angesichts der am Boden liegenden Wirtschaft Österreichs ihren Platz zu behaupten.

Alles, was einem Unternehmen ein positives Image und höheren Marktanteil verschaffen konnte, war mehr als willkommen.

Vor diesem Hintergrund beschlossen die Besitzer des Hotels Sacher, die Familien Gürtler und Silier, das Cafe Demel zu verklagen und sich so das Recht zu erstreiten, ihre Torte als »Original« bezeichnen zu dürfen.

Nach sieben langen Jahren, in denen hitzige Debatten geführt, Akten gewälzt und alte Rezepte studiert worden waren, wurden die Kläger mit dem Recht belohnt, künftig die Bezeichnung »Original Sacher-Torte« führen zu dürfen.

Jedes Stück dieses Originals trägt seitdem ein rundes Schokoladensiegel.

Das Gericht entschied, dass laut Franz Sachers Originalrezept die Torte in der Mitte durchgeschnitten und mit Marillenglasur bestrichen werden sollte.

Zusätzlich wurde sie noch mit Marillenglasur überzogen. In der demelschen Version wird die Torte nur mit der Glasur überzogen, die Schicht in der Mitte fällt weg.

Die Originaltorte trägt also seitdem die Bezeichnung »Sacher-Torte« und darf nur im Hotel Sacher verkauft werden.

Eine »Sachertorte« dagegen ist eine Torte, die lediglich im sacherschen Stil zubereitet wurde. Das Originalrezepl des Hotels Sacher ist natürlich streng geheim und wird sogar in einem Safe unter Verschluss gehalten.

Es heißt allerdings, dass einige ehemalige Angestellte des Hotels es in den mageren Nachkriegsjahren unerlaubt entwendet und veröffentlicht haben.

In der Bäckerei Sacher werden jährlich etwa 300 000 Sacher-Torten gebacken, am Tag sind das also ca. 800 Stück. Hauptsaison ist natürlich die Weihnachtszeit, denn dann werden besonders viele Torten auch per Post bestellt. Die 14 Bäcker verbrauchen jedes Jahr über 1,2 Millionen Eier.




SACHERTORTE
Für eine Springform von 26 cm

Diese elegante Komposition aus verschiedensten Schokoladenschichten ist zweifellos die berühmteste aller klassischen Kaffeehaustorten.

Ein Löffel Schlagobers gehört unbedingt dazu und rundet das kulinarische Erlebnis ab.

Die Vorlage für dieses Rezept stammt aus dem »Großen Sacher-Backbuch«.

Die einzelnen Teigschichten sehen selten ganz perfekt und gleichmäßig aus, denn beim Backen können leicht große Luftblasen entstehen, so dass die Teigoberfläche stellenweise löchrig wird.

In diesem Fall vermischen Sie einfach einige Teigreste mit etwas Marillenglasur und »verspachteln« die Löcher mit Hilfe eines dünnen Teigspatels.

FÜR DEN TEIG
125 g zartbittere Schokolade, fein gerieben
125 g kühle Butter
150 g Puderzucker
6 große Eier, getrennt, zimmerwarm
Mark von I Vanilleschote
100 g Zucker
150 g Mehl


FÜR DIE GLASUREN

200 g Marillenglasur warm
1 kleine Portion Schokoladenglasur
Schlagobers) zum Servieren

Zubereitung

1. Den Backofen auf 200 °C vorheizen. Die
Seitenränder der Springform gut einfetten, den
Boden mit rund zugeschnittenem Backpapier
auslegen und die Form mit Mehl ausstäuben.
Überschüssiges Mehl abklopfen.

2. Die Schokolade im Wasserbad schmelzen. Den
Topf vom Herd ziehen und die Schokolade etwas
abkühlen lassen, dabei häufig umrühren.

3. Die Butter mit dem Handrührgerät auf der
mittleren Stufe etwa 1 Minute cremig rühren. Auf
kleinster Stufe den Puderzucker unterrühren.
Dann die Butter mit dem Zucker nochmals etwa
2 Minuten auf höchster Stufe rühren, bis sie hell
und schaumig ist. Nach und nach die Eigelbe zugeben, dann die geschmolzene Schokolade und das Vanillemark untermischen.

4. Das Eiweiß mit dem Zucker schlagen, dabei
darauf achten, dass der Eischnee nicht zu steif
wird. Etwa ein Viertel des Eischnees in die Scho
koladenmasse rühren, den Rest so unterheben,
dass kleine weiße Tupfen in der Schokoladen
masse sichtbar bleiben. Das Mehl in zwei Por
tionen darüber sieben und mit einem großen
Schneebesen unterheben.

5. Den Teig gleichmäßig in die Form füllen und
auf der mittleren Schiene des Backofens etwa
45 Minuten backen. Garprobe machen. Den Ku
chen aus dem Backofen nehmen und 10 Minuten
abkühlen lassen. Die Seiten der Springform ent
fernen, den Kuchen auf ein Kuchengitter stürzen
und das Backpapier abziehen. Den Kuchen um
drehen und auf dem Kuchengitter völlig erkalten
lassen.

6. Mit einem Zackenmesser die oberste Schicht
des Kuchens abschneiden, um eine gleichmäßige
Oberfläche zu erhalten. Den Kuchen einmal
durchschneiden. Eine Kuchenhälfte mit der
Schnittfläche nach oben auf eine Tortenunterlage
setzen und mit Marillenglasur bestreichen. Die
zweite Hälfte darauf setzen und den ganzen
Kuchen mit der restlichen Marillenglasur über
ziehen. Die Glasur erkalten lassen, damit sie
gleichmäßig und fest wird.

7. Den Kuchen auf ein Kuchengitter setzen. Die
Schokoladenglasur zubereiten. (Sie muss immer
frisch gemacht und noch warm verarbeitet
werden.) Die warme Glasur über den Kuchen
gießen und mit einem Spatel verstreichen. Dabei
darauf achten, dass die Glasur den ganzen
Kuchen gleichmäßig überzieht. Die Glasur etwas
trocknen lassen, dann den Kuchen auf eine Ser
vierplatte setzen und mindestens 1 Stunde kühl
stellen, damit die Glasur fest wird. Den Kuchen
etwa 1 Stunde vor dem Servieren aus dem Kühl
schrank nehmen.

8. Zum Servieren ein scharfes Messer in heißes
Wasser tauchen, den Kuchen damit anschneiden
und jedes Stück mit einem Löffel Schlagobers
servieren.




Angela ...



...

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...   Erstellt am 16.03.2009 - 08:56Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ein besonderes Vergnügen ist es, einmal mit der Trambahn aus Wien hinaus in das Stammhaus der Bäckerei Oberlaa zu fahren.

Heute gibt es in ganz Wien vier Oberlaa-Kaffeehäuser, das Original wurde jedoch in den 1970er Jahren für die Wiener Gartenschau gebaut.

Nach dem Ende der Schau baute man das Oberlaa zu einem Kurhotel um, mit allen gefragten Sportmöglichkeiten und Wellnessprogrammen.

Gleichzeitig etablierte das Oberlaa aber auch seinen Ruf als beste Bäckerei ganz Wiens.

In der Backstube werden täglich zahllose Kuchen, Torten und Pralinen von Konditormeister Vinzenz Bäuerle und seinem Team von Hand gefertigt.


Im gemütlichen, hellen Cafe des Oberlaa kann man in der Kuchentheke jedenfalls zahlreiche kunstvoll verzierte Torten und Pralinen bewundern.

Auf die Frage, wie ein Kurhotel, in das man doch gewöhnlich reist um abzunehmen, seinen Gästen so viele süße Verlockungen bieten kann, reagierte Bäuerle verwirrt:

»Man reist in ein Kurhotel, um sich wohl zu fühlen. Und wo könnte man sich wohler fühlen als bei einem köstlichen Stück Torte?«

Herrlich, endlich eine Sahnetortendiät


Bildquelle




<EinMensch>
unregistriert

...   Erstellt am 18.06.2009 - 10:50Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Im Jahre 1849 bereicherte zum ersten Mal ein Einrichtungsgegenstand ein Kaffeehaus in Wien, der fortan prägend für Kaffeehaus-Einrichtungen werden sollte und nicht unwesentlich zur Ausbreitung des sogenannten Wiener Kaffeehauses beitrug: der Thonetstuhl.



Gemeinsam mit den Marmortischen wird der Thonetstuhl in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts für Kaffeehauseinrichtungen in ganz Europa, Nord- und Südamerika -man kann sagen, für alle kaffeetrinkenden Nationen - eine Art verbindliches, öffentliches Design: bequem, transportabel und schön.

Nachdem das Daumsche Kaffeehaus in Wien 1849 komplett mit aus gebogenem Holz hergestellten Stühlen ausgestattet war und im selben Jahr Michael Thonet noch 400 Stühle für ein Budapester Hotel zu liefern hatte, stand dem Siegeszug der Thonets in das Gastgewerbe der Welt nichts mehr entgegen.

Die Erfolge auf den Weltausstellungen beförderten den baldigen Export der Stühle nach Frankreich, England und nach Übersee.

Das Unternehmen florierte, und die Nachfrage stieg: 1896 waren vom Stuhl Nr. 14 schon 40 Millionen Stück exportiert worden!

Für jeden Typ von Kaffeehaus, ob es einfach oder Luxusklasse war, erwiesen sich Bugholzsessel und -stuhle als hervorragend geeignet. A

Adolf Loos verwendete 1899 bei der Einrichtung des Cafe Museum (Wien), das wegen seiner sachlichen Modernität im krassen Widerspruch zum eklektizistischen Geschmack jener Jahre stand, ebenfalls Thonetstühle, von denen er meinte, »dass es seit Aischylos nichts Klassischeres mehr gegeben hat«.


Café Museum - Juwel Wiener Kaffeehauskultur


Der Thonetstuhl und seine Nachahmungen bilden das typische Detail, das ein kleinstädtisches Kaffeehaus in der Slowakei oder ein griechisches oder portugiesisches Dorfcafe mit dem Cafe Sperl (Wien), dem Cafe Einstein (Berlin), dem Zürich (Barcelona) oder dem San Marco (Triest) verbindet.

Originalstühle vom Stammvater der Firma stehen allerdings in keinem der großen Traditionshäuser, auf diesen kann man - wenn man Glück hat - nur noch in entlegenen Städten und Gemeinden Böhmens, Mährens, der Slowakei und in den Berghütten des gesamten Karpatenbereichs sitzen.




Romi ...



...

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...   Erstellt am 13.10.2009 - 08:42Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


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