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| Erstellt am 11.02.2009 - 10:17 |  |
Ganz italienisch geht es im Caffe Michelangelo am Palazzo Medici in Florenz von 1850 bis 1870 zu.
Eine sich täglich vermehrende Malerrunde, die bald das Hinterzimmer beansprucht, veranlasst den Wirt, sein Gasthaus in ein Kaffeehaus zu verwandeln.
Mehr als 20 Maler und Bildhauer, unter ihnen Giovanni Fattori, Telemaco Signorini und Adriano Ceccioni - fast alle aktive Kämpfer des Risorgimento -, lehnen die romantische Malerei ab und sind noch nicht beim Naturalismus angekommen.
Ihr malerisches Programm heißt »macchia« (Fleck).
Sie malen nicht nur ihre Bilder aus dieser neuen Sicht, sondern begründen ihre Theorie auch in zwei Kunstzeitschriften.
»Macchiaiuoli« (Kleckser) nennt die zeitgenössische Kritik sie spöttisch, ebenso wie bei den französischen Impressionisten (deren Bilder anzuschauen zu Fehlgeburten führen könnten!) wird es später ihr Ehrenname sein, mit dem sie in die Kunstgeschichte einziehen.
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