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Uriel ...
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...   Erstellt am 28.10.2009 - 21:08Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Jesus Christus, der menschgewordene Sohn Gottes und Erlöser der Menschen, der Stifter der katholischen Kirche.
Jesus Christus ist aber nicht nur der Stifter der katholischen Religion und Kirche, er ist selbst Inhalt des Glaubens und dadurch grundverschieden von allen Religionsstiftern der Geschichte. Als Gottmensch ist er die Versöhnung zwischen Gott und Welt in Person. Die religiöse Grundtat des Christen ist darum der Glaube an Jesus Christus, d. h. die Bindung an seine Person, nicht nur die Zustimmung zu den Gedanken seiner Predigt. Die Evangelien haben für diese einzigartige Beziehung den Begriff der Nachfolge Christi und meinen diese als das Eingehen auf die personale Fülle Christi u. als Schicksalsgemeinschaft mit ihm. Als Mensch ist Jesus Christus der zweite Adam, d. h. das Haupt der neuen erlösten Menschheit (Röm 5, 12 ff; 1 Kor 15, 45), neuer Anfang (der Erstgeborene: Röm 8, 29; Kol 1, 18); als Sohn Gottes ist er dem Vater wesensgleich u. darum der Träger der göttlichen Fülle (Eph 1, 23; Kol 1, 19; 2, 9). Christus hat von Anfang an zu allem Wirklichen das Verhältnis der Urheberschaft (Kol 1, 15—17) wie er Vollmacht hat über alles, was Mensch heißt (Jo 17, 2). Die gläubige sakramentale Verbundenheit mit Christus bildet den Stand der Brüder Christi u. eben damit der Kinder u. folglich Erben Gottes, wie die großen Folgerungssätze Pauli formulieren (Gal3, 26; Röm 8, 16).

So ist Christus Inbegriff u. Wesen des Christentums, u. christlicher Glaube kann nicht den geschichtlichen Jesus, den mystischen, d. h. in seiner Kirche fortlebenden, Christus u. den erhöhten Herrn in Gegensatz zueinander sehen; er weiß vielmehr mit dem hl. Leo d. Gr.: „Was an Christus sichtbar war, ist in die Sakramente übergegangen", u. er weiß, dass der erhöhte Herr der eigentliche Träger aller kirchlichen Handlungen in Lehre, Sakrament u. Leitung ist.

I. Die Geschichtlichkeit Jesu, in neuerer Zeit geleugnet (z. B. von A. Drews seit 1909), ist sicher bezeugt. 1. Die Tannaim (Gesetzeslehren vom 1. u. 2. Jh.), deren Berichte die ältesten Bestandteile des Talmud bilden, haben ein von den Evangelien unabhängiges wirkliches Wissen um die geschichtliche Person Jesu besessen (nachgewiesen von dem jüdischen Historiker J. Klausner, Jesus von Nazareth, 1930). 2. Flavius Josephus spricht in seiner „Jüdischen Archäologie" zweimal von Jesus (18, 3, 3 in einer zwar christlich überarbeiteten, aber in ihrem ursprünglichen Wortlaut wiederherstellbaren Stelle u. 20,9,1). 3. Der römische Geschichtsschreiber Tacitus berichtet, dass Nero nach dem Brande Roms 64 viele Christen grausam hinrichten ließ, u. fügt bei: „Der, von welchem dieser Name ausgegangen ist, war unter der Regierung des Tiberius vom Prokurator Pontius Pilatus hingerichtet worden".

Die Kirche ist seit ihren ersten Anfängen der festen Überzeugung, dass in diesem Jesus von Nazareth der von den Propheten verheißene u. vom jüdischen Volk sehnsüchtig erwartete Messias oder Erlöser erschienen ist. Das älteste Zeugnis dafür hat uns Paulus aufbewahrt; er hat als Überlieferung empfangen u. seinen Gemeinden weiter überliefert, „dass Christus für unsere Sünden gestorben ist nach den Schriften u. dass er begraben u. auferweckt wurde am dritten Tage nach den Schriften" (1 Kor 15, 37), d.h. als der geweissagte Messias. Diesen erschienenen Messias bekennt die Kirche seit ihren Anfängen auch als den wesenhaften Gottessohn: „Und (ich glaube) an den einen Herrn Jesum Christum, den eingeborenen Sohn Gottes, Gott von Gott, Licht vom Lichte, wahren Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, gleichen Wesens mit dem Vater, durch den alles erschaffen worden ist" (Konzil v. Nizäa 325).

II. Leben u. Wirken Jesu. Die Geburt Jesu fand in der Davidstadt Bethlehem, zwei Stunden südlich von Jerusalem, statt u. fällt in die letzten Jahre des Königs Herodes des Großen, etwa 7 vor unserer von Dionysius Exiguus zu spät angesetzten Ära (Mt 2, 1; Lk 2, 4). Der Eigenname Jesus ist die griechische Umschrift des hebräischen Jeschua (Josue) u. bedeutet „Jahwe hilft" (d.h. nach Mt. 1, 21 errettet, erlöst); der Amtsname Christus ist die griechische Übersetzung des aramäischen meschicha, Messias (Jo 4, 25), d.h. der Gesalbte (Gottes), der messianische König. Sein öffentliches Wirken begann einige Zeit nach dem Anfang der Bußpredigt Johannes des Täufers, die Lk 3, 1 ff ins 15. Jahr des Kaisers Tiberius setzt, d. h. wohl in die Zeit zwischen dem 1. Okt. 27 u. 30. Sept. 28, es dauerte etwas über zwei Jahre (Anfang 28 —Ostern 30), vielleicht auch drei Jahre. Als Todestag hat der 7. April 30 die besten Gründe für sich. Bei der Taufe am Jordan wird Jesus vom himmlischen Vater als Sohn Gottes geoffenbart u. als Messias verkündigt; er empfängt den Hl. Geist (Mt 3, 13 ff). Zuerst wirkt er einige Zeit neben dem Täufer, wobei er durch seine Jünger die Bußtaufe spenden lässt (Jo 2, 22 26; 4, 2); nach dessen Einkerkerung eröffnet er seine eigentliche Predigttätigkeit u. zwar in Galiläa. Als ihn Petrus bei Cäsarea Philippi im Namen der Zwölf als Messias bekennt (Mt 16, 16 ff), antwortet er mit der Ankündigung seines Leidens. Er verlässt Galiläa u. verlegt den Schwerpunkt seines Wirkens nach Jerusalem u. Judäa (Mk 10 ff, Jo7ff).

Am Vorabend seines Todes hält er sein letztes Mahl mit den zwölf Jüngern, wobei er die hl. Eucharistie einsetzt. Am Ölberg gefangen genommen, wird er vom Hohen Rat wegen angeblicher Gotteslästerung als des Todes schuldig befunden. Den Juden war aber die auf Todesstrafe erkennende Gerichtsbarkeit entzogen; daher wurde Jesus vor Pilatus des Hochverrats angeklagt, der ihn nach anfänglichem Widerstreben zum Kreuzestode verurteilte u. sein Urteil sofort vollstrecken ließ. Aber am dritten Tage steht der Gekreuzigte glorreich, d. h. mit verklärtem Leib, aus dem Grabe auf.

III, „Mächtig in Werk und Wort" (Lk 24, 19).
Jesus wirkte vor allem als Prediger. Deshalb wurde er als „Lehrer (Rabbi u. Meister)" angeredet u. als Prophet gepriesen (Mt 16, 14; 21, 11; Lk 13, 33; 24, 19). Im Mittelpunkt seiner Predigt stand die Verkündigung vom Reiche Gottes, wofür er sich gesandt wusste (Lk 4,18—21 43). „Reich Gottes", genauer „Königsherrschaft Gottes" war dem zeitgenössischen Judentum ein vertrauter Begriff. Jesus verkündet, dass es jetzt kommt u. bereits im Anbruch ist (Mk 1, 15). Diesem Kommen des Reiches Gottes galten die Sehnsucht u. das Gebet jedes frommen Juden: „Er richte auf seine Königsherrschaft u. lasse sprossen seine Erlösung u. bringe herbei seinen Messias" (Qaddischgebet). In einer von wider-göttlichen Mächten beherrschten Welt harren die Frommen des Tages, da Gott die Zügel der Weltregierung ergreift u. der erneuerten Erde Frieden gibt. Mit dem Reiche Gottes, dessen Kommen Jesus verkündigt, meint er die zukünftige Ordnung der Dinge, wo allein Gottes Willen Geltung hat („Es komme dein Reich": Vaterunser). Leben im Reiche Gottes ist für den Menschen gleichbedeutend mit dem ewigen Heil. Nicht das irdisch-leibliche Wohlergehen des Menschen ist sein eigentliches Ziel, sondern die innerste Befriedigung des Menschen, der Gottes Geschöpf ist. Darum muss der Mensch für den Erwerb des Reiches Gottes alle Opfer bringen (Mt 13, 44 bis 46).

Wann wird dieses Reich Gottes kommen? Erst mit dem Erscheinen des Menschensohnes auf den Wolken des Himmels in Macht u. Herrlichkeit, der Auferstehung von den Toten, dem Jüngsten Gericht, der endgültigen Scheidung von Gut und Böse wird die volle Gottesherrschaft Wirklichkeit werden (Mt 24; Mk 13; Lk 21); das Reich ist also eine endzeitlich-zukünftige Größe. Aber daneben enthalten die Evangelien auch Worte Jesu, die von einer Gegenwärtigkeit des Gottesreiches sprechen: Mt 12, 28; Lk 17, 21 („das Reich Gottes ist mitten unter euch"); Mt 11, 4 (die Heilszeit ist in Jesu Wirken schon angebrochen). Die Gottesherrschaft ist zukünftig, aber sie beginnt in Jesu Person u. Handeln, seiner Predigt, seiner Sündenvergebung, seinen Wundertaten bereits Gegenwart zu werden; die geheimnisvollen Segenskräfte der kommenden Weltzeit sind bereits spürbar (Hebr 6, 5).

Neben der Verkündigung des Reiches Gottes steht in der Predigt Jesu die sittliche Forderung: „Kehret um" (Mk 1, 15). Beides gehört unlöslich zusammen. Nur dem, der umkehrt, erschließt sich das Reich Gottes. Jesu Ethik ist im Gegensatz zu aller menschlichen Selbstherrlichkeit eine Lehre des Gehorsams, der Erfüllung des göttlichen Willens. „Willst du zum Leben eingehen, so halte die Gebote", sagt Jesus zum reichen Jüngling (Mt 19, 17). Diesen Willen Gottes hat Jesus unermüdlich den Menschen verkündigt, so wie die jeweilige Situation es erforderte. Den Versuch einer zusammenfassenden Ethik Jesu stellt die Bergpredigt bei Matthäus dar. Die Grundidee hat Jesus selbst in dem Doppelgebot der Liebe Gottes u. des Nächsten auf gewiesen (Mt 22, 34—40: „In diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz u. die Propheten"; Röm 13, 8 f; Gal 5, 14); ihre Erfüllung sei der Weg, der ins ewige Leben führe: „Tue dies, so wirst du leben" (Lk 10, 28).

Mit der Predigt Jesu gehören seine Wundertaten untrennbar zusammen. Dass Jesus zahlreiche Wunder gewirkt hat, wird nicht nur von allen vier Evangelien berichtet, sondern Aussprüche von ihm bezeugen sein Wunderwirken ausdrücklich; z.B. seine Weherufe über die galiläischen Städte, die trotz der Wunder, die in ihnen geschahen, verstockt geblieben sind (Mt 11, 21—24; Lk 10, 13—15). Die Wunder Jesu haben in erster Linie den Zweck, seine göttliche Sendung, seine Messiaswürde zu beglaubigen; verlangten doch die Juden von jedem Gottgesandten, dass er sich durch Wunder ausweise (1 Kor 1, 22). Jesus hat selber nachdrücklich betont, dass seine Wunder seine göttliche Sendung bestätigen (Mt 11, 4—6; Lk 4, 23—25; Jo 5, 36; 10, 25 37 f). Die Wunder sollen aber auch offenbaren, dass mit seinem Wirken der Anbruch des Gottesreiches mit seinen wunderbaren Segenskräften bereits begonnen hat (Lk 4, 18 bis 24; 7, 22; 11, 20). Darum sind es vor allem Austreibungen böser Dämonen u. Krankenheilungen.

Das von ihm verkündigte Reich Gottes hat Jesus als Kirche angebahnt; sie trat am Pfingsttage ins Dasein (Apg 2, 1 ff). Zu ihrem Oberhaupt hat er Petrus bestimmt (Mt 16, 18) u. nach seiner Auferstehung auch in sein Amt eingesetzt (Jo 21, 15—17).

Das Geheimnis der Person Jesu.
1. Hat Jesus selber den Anspruch erhoben, der im AT geweissagte Messias zu sein? Worte u. Taten bezeugen in unwiderleglicher Weise, dass er das Bewusstsein gehabt hat, der Messias zu sein. Beim Einzug in Jerusalem ließ er sich die messianische Huldigung der galiläischen Festpilger gefallen, ja ritt dabei auf einem Eselsfüllen, um eine messianische Weissagung (Zach 9, 9) zu erfüllen (Mt 21, 6—11). Vor dem Gericht des Hohen Rats gab er auf die feierliche Frage des Hohenpriesters, ob er der Christus, der Sohn des Hochgelobten sei, die klare Antwort: „Ich bin es" (Mk 14, 61 f). Auch vor dem Gericht des römischen Statthalters Pilatus hat Jesus seinen messianischen Anspruch verteidigt, wie die Kreuzesinschrift „König der Juden" beweist. Abgelehnt aber hat er das polit.-nationale Messiasideal der großen Masse des jüdischen Volkes, wonach der Messias als nationaler Held das Joch der Fremdherrschaft abschütteln u. das alte davidische Königreich in neuem Glanz wieder errichten sollte. Darum gebrauchte er selbst nie die politisch belasteten Titel „Messias" oder „Sohn Davids", sondern nannte sich selber den „Menschensohn". Mit dieser Selbstbezeichnung knüpfte er, wie sein Bekenntnis vor dem Hohenpriester Mk 14, 62 beweist, an die prophetische Schau Dan 7, 13 an, wo einer, der einem „Menschensohn" (eigtl. = Mensch) gleicht, mit den Wolken des Himmels vor Gott erscheint u. die Herrschaft über alle Reiche u. Völker empfängt. Mit dieser Weissagung Daniels verband Jesus in seinem Sendungsbewusstsein die des Isaias vom leidenden Gottesknecht, der für die Sünden der Menschen leidet (Is 53). Seine Apostel, als sie ihn als Messias bekennen, beginnt er sofort zu lehren, dass der Menschensohn leiden u. sterben müsse, aber wieder auferweckt werde (Mk 8, 31).

2. In den Paulusbriefen u. dem Johannes-Evangelium ist Jesus der wesenhafte Gottessohn; meist gibt man das jetzt auch für die älteren Evangelien zu. Geht dieser Glaube, den die Kirche von Anbeginn hat, auf Jesus Christus selbst zurück? Seine eigenen Worte geben eine eindeutige Antwort,
a) Jesus weiß sich als Erfüller u. Vollender der atl Heilsordnung („Hier ist mehr als Jonas, mehr als Salomon" Mt 12, 41 f).
b) Jesus tritt als der Erlöser der Menschheit von der Sünde auf. Darum nimmt er sich mit besonderer Liebe der Sünder an (vgl. Lk 15), ja vergibt in eigener Vollmacht Sünden (Mt 9, 2) — nach jüdischem Glauben war Sündenvergebung ein unübertragbares Vorrecht Gottes — u. erklärt beim Abendmahl, dass sein Blut für viele (d.h. zur Tilgung der Sünden der Menschen) vergossen werde (Mk 14, 24; 10, 45).
c) Jesus weiß sich frei von jeder Sünde. Er lehrt wohl seine Jünger beten „Vergib uns unsere Schuld", betet für seine Feinde „Vater vergib ihnen" (Lk 23, 34), betet aber nie für sich, auch nicht am Kreuze, um Vergebung,
d) Jesus stellt seine Person in den Mittelpunkt seiner Verkündigung u. verpflichtet seine Jünger zur bedingungslosen Nachfolge (Lk 9, 57—62). „Wer Vater u. Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert" (Mt 10, 37). In all diesen Worten spricht sich ein Selbstbewusstsein aus, das nur begreiflich ist, wenn sein Träger durch eine tiefe Kluft sich von den Menschen geschieden weiß u. so auf der Seite Gottes steht, dass er mit ihm wesenseins ist. Von dieser Wesenseinheit mit Gott hat Jesus selbst ausdrücklich Zeugnis abgelegt u. zwar dadurch, dass er den Anspruch erhob, der Sohn Gottes zu sein. Niemals fasst sich Jesus mit den übrigen Menschen zusammen, wenn er von Gott als seinem Vater redet; nie spricht er von Gott als „unserem Vater", sondern ausnahmslos von „meinem Vater" oder „eurem Vater". Er zieht also einen scharfen Strich zwischen seiner Gottessohnschaft u. der Gotteskindschaft der Menschen. Diese sind Kinder (Söhne) Gottes, er ist der Sohn im einmaligen, unwiederholbaren Sinne. Darum suchten auch die Juden nach Jo 5, 17 f ihn zu töten, „weil er Gott seinen eigenen Vater nannte u. sich dadurch Gott gleichstellte". Den reinsten u. tiefsten Ausdruck seiner Gottessohnschaft hat Jesus in dem sog. Jubelruf (Mt 11, 25—27) gegeben: „Niemand erkennt den Sohn als nur der Vater, u. niemand erkennt den Vater als nur der Sohn u. wem der Sohn es offenbaren will". Hier stellt Jesus seine Erkenntnis des Vaters auf die gleiche Stufe wie die des Vaters von ihm, das setzt die Wesensgleichheit mit dem Vater voraus. Aus ihr folgt notwendig das vorweltliche, ewige Sein beim Vater (Präexistenz), das besonders im Johannes-Evangelium deutlich gelehrt wird (1, 1 ff; 17, 5 u. ö.).

3. Jesus hat sich als den Sohn Gottes in dem einzigartigen Sinne verkündigt, dass er an der göttlichen Wesenheit teilhat. Er hat den Anspruch erhoben, die atl Weissagungen u. Verheißungen zu erfüllen u. die Menschheit durch die Hingabe seines Lebens in den blutigen Tod von der Sünde u. dem ewigen Tod zu erlösen; zugleich erklärt er sich für den, der einst beim Ende der Zeiten als der Weltrichter auf den Wolken kommen wird.

Dürfen wir ihm glauben? Was verbürgt uns die Wahrheit seines Selbstzeugnisses? Man könnte sagen: die Reinheit u. Lauterkeit seines Charakters, seine selbstlose Hingabe an die Armen u. Gedrückten jeder Art, seine unantastbare sittliche Persönlichkeit, sein Tod, den er um dieses Anspruchs willen auf sich nahm, u. nicht zuletzt seine tiefe Ehrfurcht vor dem himmlischen Vater, dessen hl. Wille die Richtschnur seines Lebens war. Aber Jesus hat selbst gesagt: „Wenn ich von mir selbst Zeugnis ablege» so ist mein Zeugnis nicht wahr (d.h. nicht rechtsgültig); ein anderer ist es, der von mir Zeugnis ablegt" (Jo 5, 31). Wo es sich um die Wahrheit des göttlichen Anspruchs Jesu handelt, kann nur Gott die letzte, entscheidende Antwort geben, u. er hat sie gegeben u. unter Jesu Anspruch das Siegel seiner Bestätigung gesetzt: durch seine Auferstehung aus dem Tode. Wäre Jesus im Tode geblieben, so hätte es keine urchristliche Missionspredigt gegeben u. gäbe es keine katholische Kirche. Das haben die Apostel wohl gewusst. Darum predigten sie „den Gekreuzigten, vielmehr den Auferweckten, der zur Rechten Gottes thront" (Röm 8, 34), u. Paulus schreibt: „Ist Christus nicht auferweckt worden, so ist ohne Inhalt unsere Predigt u. ohne Inhalt auch euer Glaube" (1 Kor 15, 14).





[Dieser Beitrag wurde am 28.10.2009 - 21:09 von Uriel aktualisiert]





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Matth 5:11 Selig seid ihr, wenn sie
euch schmähen und verfolgen und lügnerisch allerlei
Arges wider euch reden um meinetwillen!

„Wer Maria nicht ehrt, sich Gnaden verwehrt!“
„Gepriesen sei der Herr durch der Engel Lobgesang“


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...   Erstellt am 11.12.2009 - 17:16Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Zum konkreten Geburtsvorgang Jesu

Die Kirche lehrt, dass die Muttergottes zeitlebens Jungfrau blieb, d. h. vor, nach und auch während der Geburt Jesu. Wie dieser außergewöhnliche Geburtsvorgang vor sich gegangen ist, hat die Muttergottes der hl. Birgitta von Schweden (1303 - 1373) in der Geburtskirche zu Bethlehem offenbart:

Birgitta schreibt:

"[Die Jungfrau] kniete sich in großer Ehrfurcht nieder und begab sich ins Gebet. [...] Mit emporgehobenen Händen und mit zum Himmel gerichteten Augen geriet sie während ihres betrachtenden Gebetes in Ekstase und war dabei wie entrückt und trunken von göttlicher Süßigkeit. Als sie nun so im Gebet war, sah ich, wie sich das in ihrem Schoß befindliche Kind zu bewegen begann. In diesem Moment gebar sie in einem Augenblick den Sohn, von dem ein solches Licht ausstrahlte, dass man es nicht schildern kann [...]. Die Art und Weise des Gebärens aber erfolgte so momentan und plötzlich, dass ich es weder beobachten noch genau unterscheiden konnte, wie oder mit welchem Körperteil sie gebar. Vielmehr sah ich sofort jenes holde Kindlein nackt, aber ganz rein auf dem Boden liegen. Sein Fleisch war völlig rein und ganz frei von jedem Schmutz und jeder Unreinheit. Ich sah auch die Nachgeburt ganz sauber und rein daneben liegen. Ich hörte hierauf auch einen Engelsgesang von wunderbarer Lieblichkeit und großer Süßigkeit. Und sofort zog sich der Leib der Jungfrau, der vor der Geburt stark angeschwollen war, zusammen, und ihr Körper schien nun wieder ganz zart und von wundersamer Schönheit.

[...]

Dann setzte sie sich auf den Boden, setzte ihren Sohn auf ihren Schoß und ergriff mit ihren Fingern ganz zart seine Nabelschnur, die sogleich abgeschnitten wurde, wobei weder Feuchtigkeit noch Blut herausfloss.

[...]

Die selige Jungfrau erlitt bei der Geburt keine Veränderung durch Verfärbung oder Schwäche. Auch nahm ihre Leibliche Kraft nicht ab, wie es bei anderen Frauen bei der Geburt zu geschehen pflegt, ausgenommen die Tatsache, dass ihr angeschwollener Leib sich wieder in den früheren Zustand zurückzog, in welchem er sich vor der Empfängnis des Kindes befunden hatte."

Und Maria bekräftige:

"Als ich allein im Stall weilte und auf den Knien liegend betete, gebar ich meinen Sohn mit so großer Freude und in einem solchen Seelenjubel, dass ich keinerlei Beschwerde und keinen Schmerz fühlte, als Er meinen Mutterschoß verließ."

(Holböck, Ferdinand: Gottes Nordlicht. Stein am Rhein: Christiana, 3. Auflage, 1998, S. 170 - 172)


Der Hymen der Jungfrau Maria musste also gar nicht verletzt werden, da das Kind anscheinend aus dem Mutterleib "teleportiert" worden ist. Hier scheint also Materie Materie durchquert zu haben.

(Grobstoffliche) Materie besteht aus Atomen. Diese bestehen aber ihrerseits wiederum aus einem winzigen Atomkern und Elektronen, die diesen in großer Entfernung umgeben. Dazwischen befindet sich - nichts. Materie besteht also materiell (!) zum größten Teil aus nichts. Somit ist die Durchdringung von Materie durch andere Materie grundsätzlich sogar für uns Menschen vorstellbar.

Es sind übrigens sogar Fälle in der Parapsychologie bekannt, bei denen Materie ebenfalls Materie durchdrungen hat (etwa bei Poltergeist-Phänomenen). Und wenn sogar solche Un-geister dieses Kunststück zustande bringen, wieso nicht Gott, dem alles möglich ist, oder seinen Engeln?

Engel werden von Birgitta bei der Geburt erwähnt ("Engelsgesang"). Wahrscheinlich waren sie es, die den neugeborenen Jesus in Windeseile gereinigt und die ebenfalls saubere Nachgeburt neben ihn gelegt haben.

-----13.12.2009-----

Gemäß Bibel sind Beschwerden bei der Schwangerschaft und Schmerzen bei der Geburt einige der Strafen für den Fall des Menschen: "Zur Frau sprach [Gott]: Viel Mühsal bereite ich dir, sooft du schwanger wirst. Unter Schmerzen gebierst du Kinder. [...]" (Genesis 3,16).

Dass die heilige Jungfrau und Gottesmutter Maria von diesen Strafen verschont wurde, passt zur Lehre von der unbefleckten Empfängnis Mariens. Wer nie unter dem Makel der Erbschuld gestanden hat, braucht und darf auch nicht bestraft werden.

Peccator

[Dieser Beitrag wurde am 13.12.2009 - 08:37 von Peccator aktualisiert]





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MAASS ...

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...   Erstellt am 16.03.2010 - 17:39Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Jesus Christus


1. Jesus ist Gott

Heb1,8
von dem Sohn aber:"Dein Trohn,oh Gott,ist von Ewigkeit zu Ewigkeit,..."

Joh20,28
Thomas antwortete ihm: Mein Herr und mein Gott!

Mk1,24
Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes.

Joh10,30
Ich und der Vater sind eins.



Gruß MAASS





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...   Erstellt am 17.03.2010 - 18:07Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


2.Die Eigenschaften Gottes werden auf Christus angewendet

1.Jesus ist ewig

Joh 17,5
Vater, verherrliche du mich jetzt bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, bevor die Welt war.

Joh 1,1-2
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.
Im Anfang war es bei Gott.


2.Er ist allgegenwärtig

Mt 28,20
- Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.

Offb 1,17
-Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte

3.Seine Allmacht

Offb 1,18
-und der Lebendige. Ich war tot, doch nun lebe ich in alle Ewigkeit, und ich habe die Schlüssel zum Tod und zur Unterwelt.

Mt 28,18
Da trat Jesus auf sie zu und sagte zu ihnen: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde.


4.Jesus ist allwissend

Joh 21,17
Zum dritten Mal fragte er ihn: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich? Da wurde Petrus traurig, weil Jesus ihn zum dritten Mal gefragt hatte: Hast du mich lieb? Er gab ihm zu Antwort: Herr, du weißt alles; du weißt, dass ich dich lieb habe.

Joh 13,38
Jesus entgegnete: Du willst für mich dein Leben hingeben? Amen, amen, das sage ich dir: Noch bevor der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.

5.Er ist unveränderlich

Heb 13,8
Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit.

Heb 1,12
Du aber bleibst, der du bist, und deine Jahre enden nie.

6.Er führt gottes Werke aus

Joh 1,3
Alles ist durch das Wort geworden und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist.

Kol 1,17
Er ist vor aller Schöpfung, / in ihm hat alles Bestand.

Joh 2,19
Jesus antwortete ihnen: Reißt diesen Tempel nieder, in drei Tagen werde ich ihn wieder aufrichten.




Gruß MAASS





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...   Erstellt am 03.04.2010 - 17:32Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


3.Jesus,die Erfüllung des Alten Testamenes

Lk 24,44

Dann sprach er zu ihnen: Das sind die Worte, die ich zu euch gesagt habe, als ich noch bei euch war: Alles muss in Erfüllung gehen, was im Gesetz des Mose, bei den Propheten und in den Psalmen über mich gesagt ist.

A.Jesu Abstammung

1Mo 3,15
Feindschaft setze ich zwischen dich und die Frau, zwischen deinen Nachwuchs und ihren Nachwuchs. Er trifft dich am Kopf und du triffst ihn an der Ferse.

1Mo 18,18
Abraham soll doch zu einem großen, mächtigen Volk werden, durch ihn sollen alle Völker der Erde Segen erlangen.

1Mo 17,19
Gott entgegnete: Nein, deine Frau Sara wird dir einen Sohn gebären und du sollst ihn Isaak nennen. Ich werde meinen Bund mit ihm schließen als einen ewigen Bund für seine Nachkommen.

4Mo 24,17
Ich sehe ihn, aber nicht jetzt, ich erblicke ihn, aber nicht in der Nähe: Ein Stern geht in Jakob auf, ein Zepter erhebt sich in Israel. Er zerschlägt Moab die Schläfen und allen Söhnen Sets den Schädel.

1Mo 49,10
Nie weicht von Juda das Zepter, der Herrscherstab von seinen Füßen, bis der kommt, dem er gehört, dem der Gehorsam der Völker gebührt.

Jes 9,6-7
Seine Herrschaft ist groß und der Friede hat kein Ende. Auf dem Thron Davids herrscht er über sein Reich; er festigt und stützt es durch Recht und Gerechtigkeit, jetzt und für alle Zeiten. Der leidenschaftliche Eifer des Herrn der Heere wird das vollbringen.
Der Herr hat ein Wort gegen Jakob geschleudert,es fiel in Israel nieder.

B.Seine Geburt und Kindheit

Mi 5,2
Darum gibt der Herr sie preis,bis die Gebärende einen Sohn geboren hat. Dann wird der Rest seiner Brüder heimkehren zu den Söhnen Israels.

Jes 7,14
Darum wird euch der Herr von sich aus ein Zeichen geben: Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, sie wird einen Sohn gebären und sie wird ihm den Namen Immanuel (Gott mit uns) geben.

Jer 31,15
So spricht der Herr: Ein Geschrei ist in Rama zu hören, bitteres Klagen und Weinen. Rahel weint um ihre Kinder und will sich nicht trösten lassen,um ihre Kinder, denn sie sind dahin.

Hos 11,1
Als Israel jung war, gewann ich ihn lieb, ich rief meinen Sohn aus Ägypten.

C.Sein Dienst und seine Ablehnung

Jes 9,1-2
Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht; über denen, die im Land der Finsternis wohnen, strahlt ein Licht auf.
Du erregst lauten Jubel und schenkst große Freude. Man freut sich in deiner Nähe, wie man sich freut bei der Ernte, wie man jubelt, wenn Beute verteilt wird.

Ps 110,4
Du machst dir die Winde zu Boten und lodernde Feuer zu deinen Dienern.

Ps 2,1-2
Warum toben die Völker, warum machen die Nationen vergebliche Pläne?
Die Könige der Erde stehen auf, die Großen haben sich verbündet gegen den Herrn und seinen Gesalbten.

Sach 9,9
Juble laut, Tochter Zion! Jauchze, Tochter Jerusalem! Sieh, dein König kommt zu dir. Er ist gerecht und hilft; er ist demütig und reitet auf einem Esel, auf einem Fohlen, dem Jungen einer Eselin.


D.Der Verat an ihm

Ps 41,10
Auch mein Freund, dem ich vertraute, der mein Brot aß, hat gegen mich geprahlt.

Sach 11,12
Ich sagte zu ihnen: Wenn es euch recht scheint, so bringt mir meinen Lohn; wenn nicht, so lasst es! Doch sie wogen mir meinen Lohn ab, dreißig Silberstücke.

Sach 11,13
Da sagte der Herr zu mir: Wirf ihn dem Schmelzer hin! Hoch ist der Preis, den ich ihnen wert bin. Und ich nahm die dreißig Silberstücke und warf sie im Haus des Herrn dem Schmelzer hin.

Ps 109,7-8
Aus dem Gericht gehe er verurteilt hervor, selbst sein Gebet werde zur Sünde.
Nur gering sei die Zahl seiner Tage, sein Amt soll ein andrer erhalten.


E.Verfolgung und Kreuzigung

Ps 27,12
Gib mich nicht meinen gierigen Gegnern preis; denn falsche Zeugen stehen gegen mich auf und wüten.

Jes 53,7
Er wurde misshandelt und niedergedrückt, aber er tat seinen Mund nicht auf. Wie ein Lamm, das man zum Schlachten führt, und wie ein Schaf angesichts seiner Scherer, so tat auch er seinen Mund nicht auf.

Jes 50,6
Ich hielt meinen Rücken denen hin, die mich schlugen, und denen, die mir den Bart ausrissen, meine Wangen. Mein Gesicht verbarg ich nicht vor Schmähungen und Speichel.

Jes 53,4.5.8
Aber er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen. Wir meinten, er sei von Gott geschlagen, von ihm getroffen und gebeugt.

Doch er wurde durchbohrt wegen unserer Verbrechen, wegen unserer Sünden zermalmt. Zu unserem Heil lag die Strafe auf ihm, durch seine Wunden sind wir geheiligt

Durch Haft und Gericht wurde er dahingerafft, doch wen kümmerte sein Geschick? Er wurde vom Land der Lebenden abgeschnitten und wegen der Verbrechen seines Volkes zu Tode getroffen.

Ps 22,17
Zu dir riefen sie und wurden befreit, dir vertrauten sie und wurden nicht zuschanden.

Sach 12,10
Doch über das Haus David und über die Einwohner Jerusalems werde ich den Geist des Mitleids und des Gebets ausgießen. Und sie werden auf den blicken, den sie durchbohrt haben. Sie werden um ihn klagen, wie man um den einzigen Sohn klagt; sie werden bitter um ihn weinen, wie man um den Erstgeborenen weint.

Jes 53,9
Bei den Ruchlosen gab man ihm sein Grab, bei den Verbrechern seine Ruhestätte, obwohl er kein Unrecht getan hat und kein trügerisches Wort in seinem Mund war.


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...   Erstellt am 08.04.2010 - 21:25Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 




F.Seine AUFERSTEHUNG

Ps 16,10
Denn du gibst mich nicht der Unterwelt preis; du lässt deinen Frommen das Grab nicht schauen.

Ps 68,19
Du zogst hinauf zur Höhe, führtest Gefangene mit; du nahmst Gaben entgegen von den Menschen.

Ps110,1
So spricht der Herr zu meinem Herrn: Setze dich mir zur Rechten und ich lege dir deine Feinde als Schemel unter die Füße.


Gruß MAASS





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...   Erstellt am 09.12.2010 - 22:39Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Die Sprache der Krippe


Seid gesinnt wie Jesus Christus! Ihm war die Gestalt Gottes eigen. Aber er hielt nicht fest an seiner Gottgleichheit. Er entäußerte sich vielmehr und nahm Knechtsgestalt an Phil 2,5 * Er ist um euretwillen arm geworden, auf dass ihr durch seine Armut reich werdet 2 Kor 8,9 * Freuet euch im Herrn Phil 3,1

Wer die Geschichte kennt, der weiß: Immer wieder erwacht in der Menschheit der Schrei nach einem neuen Menschen, der anders denkt und fühlt wie der alte. Luzifer ist es gewesen, der diese Sehnsucht im Menschen geweckt und beim Werden des neuen Menschen entscheidend mitgewirkt hat. Er warf die betörende Parole in das Paradies: „Ihr sollt groß werden wie Gott." Ihm ging es um ein Großwerden ohne Gott, ja gegen Gott. Wir sind Christen und holen unsere Parole von Christus. Wir brauchen nicht lange zu suchen nach einem neuen Menschentyp. Dieser ist schon lange geboren. Der Geburtsort ist Bethlehem! Die Geburtsstätte die Krippe! Wohlan denn, so lasst uns heute einmal in die Hochschule von Bethlehem eintreten und dort die Charakterzüge des neuen Menschen studieren! Das Christkind nennt uns drei Wesenszüge:

I. Werde klein!
II. Halt dich rein!
III. Lass Jesus allzeit deine Freude sein!


I.

1. Werde klein! Wer die geheimste Sprache des Menschenherzens belauscht, der hört aus der Tiefe die Sehnsucht rufen: „Werde groß!" Stelle dein Ich auf den Hochaltar deines Lebens! Es soll Mittelpunkt des Weltalls und Weltgeschehens werden! „Werde groß wie Gott." Wer hat denn diese Sprache in das Sandkörnlein Mensch hineingetragen? Niemand anders als Luzifer, der Bannerträger des „Großwerdenwollens“.

Die Gelehrten sagen uns, es habe der himmlische Vater die Engel im Himmel droben in einer wundervollen Vision das Geheimnis des Christkindes schauen lassen und von ihnen die Kniebeugung verlangt. Da war es Luzifer, der sich in seinem Größenwahn tödlich beleidigt fühlte und aufschrie: „Niemals! Ich will groß sein wie Gott! Lieber in der Hölle der Erste als im Himmel der Zweite!" Mit dieser verführerischen Parole hat er Millionen von Engeln auf seine Seite gezogen. Diese Parole hat er auch in das Paradies hineingetragen. Unser Stammvater ließ sich so verblenden, dass sein Gottesglaube und sein Gottesgehorsam wie ein Kartenhaus zusammenbrach.

In der Urzeit hat der Mensch den babylonischen Turm gebaut. „Wir wollen uns einen großen Namen machen!" Wenn auch das Experiment kläglich misslungen ist, der Mensch hat immer wieder versucht, wenigstens ein „babylonisches Türmchen" zu erbauen: Sei es in den stolzen Gängen seiner Gedanken oder in großsprecherischen Worten, hochfahrenden Plänen oder in Spitzenleistungen des Lebens! Selbst in das Heiligtum der Religion ist mitunter Luzifers Parole eingedrungen.

Von Petrus Gongales, der später ein Heiliger wurde, berichtet uns die Geschichte: Um das Jahr 1200 ritt er nach seiner Ernennung zum Domdekan, hoch zu Ross, in Seide gekleidet, im Festzug durch die Stadt und ließ sich von dem jubelnden Volke beweihräuchern und vergöttern. Auch in katholischen Kreisen sind im Laufe der Zeit immer wieder Stimmen laut geworden, die haben gemeint: Wir müssen der Welt imponieren durch die Wissenschaft und Pompentfaltung! Wir müssen in der Gestaltung des Gottesreiches zu imponieren suchen! Dass niemand falsch versteht: Das Reich des großen Gottes darf und soll auch in seinem äußeren Auftreten einen imposanten und würdigen Ausdruck finden! Aber auf der Zinne des Tempels stehend, dürfen wir den Ruf des Kindes von Bethlehem nicht überhören: „Werde klein!" Sonst „kommt der Herr über das Große und Mächtige und zerschmettert die Zedern des Libanons."

2. Wo ist da Rettung und Bewahrung vor dem uns allen angeborenen Größenwahn? Gehe in die Hochschule von Bethlehem und studiere die Philosophie des Klein-Werdens! Eine altchristliche Legende weiß zu berichten: Als das Jesuskind, vor dem König Herodes flüchtend, nach Ägypten kam, da stürzten an den Straßen die Götzenbilder um. Wie dem auch sei, eines ist sicher: Wo die Lebensweisheit Christi in eine Menschenseele einzieht, da zieht der Größenwahn aus! Seht ihr nicht, wie das Kind von Bethlehem feierlich protestiert gegen das Großseinwollen Luzifers?

Ein Stall, sein Geburtsort! Eine Futterkrippe, seine Wiege! Windeln sein Königskleid. Und das alles keine Zufälligkeit, sondern grundsätzliche Einstellung gegen Selbstvergötterung und Selbstbeweihräucherung! Das Kind von Bethlehem war das einzige Kind der Erde, das sich die Eltern, Geburtsort und Umstände des Lebens frei wählen konnte. Es wählte eine Handwerkerfamilie. Es wählte drei Kleinigkeiten:

Die Krippe, das Geheimnis des kleinen Kindes!
Das Kreuz, das Geheimnis des kleinen Lammes!
Die Hostie, das Geheimnis des kleinen Brotes!

Jesus holte sich seine Apostel und Anhänger in der Regel aus den untersten Schichten des Volkes. In der urchristlichen Kirche gab es wenige Gelehrte und Könige; meistens kleine Leute, die von der Welt für Dummköpfe gehalten wurden. Christus liebte das Kleine und die Kleinen mit einer geradezu leidenschaftlichen Liebe! Er kam in die Welt, um den Armen die frohe Botschaft zu verkünden. Nie hat er den Großen der Erde einen Ehrenplatz in seinem Reich vorbehalten. Wenn man von Ehrenplätzen im Gottesreich reden darf, dann waren sie für die Kinder und die Sünder, für die Armen und Verfolgten bestimmt.

Wer das weiß, der versteht einen Pius X. Er ließ durch das Dekret von der frühen Kinderkommunion die Kleinen, die man an der Kommunionbank verdrängt hatte, auf ihren Ehrenplatz zurückkehren. Wir verstehen einen Pius XI. Er nannte die kleine hl. Theresia ein Wunderwerk der Gnade und seine Lieblingsheilige. Er sprach bei ihrer Heiligsprechung die Hoffnung aus, dass sie der Welt den Geist des Kleinseins erflehen möge. Wer das Geheimnis des Kindes von Bethlehem kennt, der weiß auch: Es geht im Christenleben nicht so sehr um die Großtaten, die von der Welt bewundert werden! Es geht vor allem um die Treue im Kleinen! Das Christkind wird einmal unser Richter sein. Es wird in der Gerichtsstunde nicht so sehr nach der Zahl und dem Glanz deiner Lebensarbeiten fragen. Seine Frage wird vor allem lauten: Hast du deinen Stolz dareingesetzt, dich im Dienste und zur Verherrlichung des Allerhöchsten wie eine Kerze zu verzehren?

II.

Zweite Parole von der Hochschule zu Bethlehem: Halte dich rein von der Versklavung an die Dinge dieser Erde! Glaubet ja nicht, dass der Welt- und Geldmensch glaubenslos sei. Auch er betet sein „Credo". Es ist freilich mehr Aberglaube als „Glaube". Erster Glaubensartikel des Weltmenschen: Ich glaube, dass ich mit Geld und Besitz, mit Haus und Hof, mit Kleidern und mit Kleinodien das verlorene Paradies wieder auf die Erde zurückholen kann! 2. Glaubensartikel: Ich glaube, dass ich mich mit Geld und Gut aus jeder Not erlösen kann! 3. Glaubensartikel: Ich glaube, dass Geld und Besitz ein neues Pfingstfest am Himmel der Menschheit heraufzuführen vermögen und das Antlitz der Erde erneuern werden. Wie lautet demgegenüber das Credo, das in der Hochschule zu Bethlehem gelehrt wird? Glaubet ja nicht, dass der Heiland die materiellen Werte verachtet und verdammt! Alles ist durch ihn erschaffen worden. Wie könnte der Schöpfer sein eigen Werk verachten? Auch das Gold und das Silber, das Eisen und die Kohle und die Elektrizität sind Werke des eingeborenen Gottessohnes. Das Kind von Bethlehem hat aber in der Wertanschauung des Gottesreiches die materiellen Werte nicht auf die oberste, sondern auf die unterste Stufe gestellt.

Während die Engel am 25. Dezember des Jahres 1 ihr „Gloria" sangen, verkündigte das Christuskind einen Umsturz aller Kapitalien, wie die Welt noch keinen zweiten erlebt hat. Hör' einmal das leise Flüstern des Christkindes: Himmel und Erde, Gold und Silber, alles ist mein Eigentum! Und ich habe mir einen Stall ausgewählt! Ich bin der König aller Könige! Alle Kronen dieser Erde sind mein Eigentum! Und ich habe mir eine Krippe auserkoren! Ich habe den Purpur erschaffen, mit dem sich die Könige schmücken. Und ich habe für mich Windeln ausgewählt! Wer das weiß, der versteht den großen Völkerapostel Paulus, wie er schreiben konnte: „Was ich einstens im Judentum für Gewinn und Besitz gehalten, das halte ich jetzt im Christentum für Kehricht." Begreift ihr jetzt den heiligen Aloysius von Gonzaga, den Fürstensohn, warum er als Erstgeborener freudigen Herzens seinen Namen schrieb unter die Abdankungsurkunde? Begreift ihr jetzt, warum er das herrliche Schloss und die reizend schöne Landschaft des Vaters, die ihm als Erbschaft winkte, fahren ließ? Begreift ihr jetzt, warum er am spanischen Königshof dem Luxus und dem Reichtum nie gestattete, die Schwelle seiner Seele zu überschreiten oder gar sein Herz zu erobern? Aloysius war beim Christkind in die Schule gegangen. Begreift ihr jetzt die hl. Melania, die Freundin der Kaiserin? In riesenhafte Reichtümer hineingeboren! Von Kind auf an Gold und Marmor gewöhnt, beschäftigte sie auf ihren Landgütern 8000 Sklaven und Sklavinnen und bezog jedes Jahr Millionen von Einkünften. Ein Geistesmann sagte von der Heiligen: Es war aber, wie wenn die Leidenschaft des Armseinwollens von Bethlehem über sie gekommen wäre. Sie hatte keine Ruhe, bis ihre Hände vollständig leer waren, und sie das Gewand der Armut tragen durfte. In einem Jahr schenkte sie 8000 Sklaven und Sklavinnen die Freiheit und jedem Landbesitz in Hülle und Fülle. An einem Tag speiste sie Hunderte und Tausende von Darbenden und Notleidenden an ihren Tischen. Wo liegt das Geheimnis dieses Lebens? St. Melania hat in der Hochschule von Bethlehem Philosophie studiert. Sie hat beim Christkind die Kunst gelernt, dass die materiellen Dinge der Erde nur das Auge und den Rand einer Seele berühren dürfen. Die Seele aber muss frei bleiben für den ewigen Gott.

III.

Dritter Grundsatz der Philosophie von Bethlehem: Lass Jesus allzeit deine Freude sein! Jedes Jahr, wenn sich der heilige Abend in dieses Tränental heruntersenkt, da zieht eine Freude in die Christenheit ein, wie man sie das Jahr über kaum erlebt. Es ist nur schade, dass ein Teil der Christenheit nicht zur eigentlichen Freudenquelle vordringt, sondern sich mit Ersatzfreuden begnügt. Dass die Kinder vielfach an ihren Spielsachen hängen bleiben, wollen wir ihnen nicht verargen. Dass sie, an der Krippe des Heilands stehend, zuerst das Eselchen und das Öchschen und die Hirten anschauen und dann erst das Christkind, begreifen wir auch. Aber suchen nicht auch die Großen und Erwachsenen ihren Freudentrieb so oft zu stillen an den Dingen dieser Erde? Sie spielen das Jahr über mit Kühen und Pferden und Wagen; mit Werkzeugen und Maschinen; mit Warenhäusern und mit Gütern. Dieses Spielen ist keine Sünde, wenn wir zu unserer Lebensunterhaltung und Erholung spielen. Im Gegenteil! Aber wir dürfen diese Spielsachen nicht stellen über Den, von dem einstens die Gottesmutter gejubelt hat: „Meine Seele ist voll Freude in Gott meinem Heiland." Lass Jesus deine Freude sein! Nicht an Geld und Gold und Besitz und Genuss sollst du deinen Freudendurst stillen, sondern an Jesus!

Ein deutscher Auswanderer feierte im Ausland seine erste Weihnacht. Trauer und Wehmut lagen über seiner Seele bei der Erinnerung an die Heimat. Man teilte ihm zum heiligen Abend mit, dass sein Gehalt im neuen Jahr um 200 Dollar erhöht sei. Die Traurigkeit blieb. Da flüsterte ihm das Weihnachtsfest die frohe Botschaft in die Seele: „Heute ist uns allen der Heiland geboren worden." Mit Jesus zog die Freude ein. Das ist in der Tat eine frohe Botschaft unseres heiligen Glaubens.

Wir dürfen Weihnachten nicht nur einmal im Jahr, sondern in jeder heiligen Wandlung feiern, wo das Geheimnis von Bethlehem in greifbare Nähe gerückt wird! Über jedem Tabernakel steht die Inschrift geschrieben: „Hier wohnt Jesus." Lass Jesus deine Freude sein! Deine Freude an Weihnacht! Deine Freude in der Viertelstunde nach deiner hl. Kommunion! Deine Freude durch den ganzen Werktag hindurch! Deine Freude hienieden! Deine Freude drüben!







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Der Sohn des lebendigen Gottes


Ich und der Vater sind eins Joh. 10,30 * Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort Joh 1,1 * Sehet da, euer Gott! Er selbst kommt und wird euch retten Is 35,4.

Es muss ein wunderschöner Sommerabend gewesen sein. Majestätisch grüßend schaute der Hermon mit seinem schneebedeckten Haupt auf einen Wanderer hernieder, der mit den Aposteln gegen Cäsarea Philippi zog. Plötzlich bleibt er stehen und stellt die überraschende Frage: „Für wen halten die Leute den Menschensohn?" Sie antworteten: „Die einen für Johannes den Täufer. Die andern für Elias oder Jeremias oder einen der Propheten." Da lässt der Heiland wie ein Senkblei die Frage in die Herzen der Apostel hinunter: „Ihr aber, für wen haltet ihr mich?" Es tritt Petrus aus der Reihe der Apostel heraus. Wird zum Sprecher der Christenheit und gibt die Antwort des Glaubens: „Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes." Seitdem der Heiland diese markige Frage gestellt, hat sich das Antlitz der Erde Millionen Mal geändert. Andere Zeiten, andere Menschen! Andere Menschen, andere Sitten!

Doch eine ist durch alle Jahrhunderte hindurch gleich geblieben: Die ewige Frage nach Christus! Diese Frage ging hinein in die Hörsäle der Universitäten und hielt die tiefsten Geister der Menschheit in Spannung. Sie trat hinein in die Fabriken und Arbeitsräume des 20. Jahrhunderts und schlug auch den schlichten Mann aus dem Volke in ihren Bann. Ob wir wollen oder nicht, niemand kommt an dieser Frage vorbei. Wir alle spüren es: An Christus hängt unsere Erlösung. Wir wollen heute im Lichte des Glaubens Antwort geben auf die größte aller Fragen: Christus, der Sohn des lebendigen Gottes! Diese Tatsache wird uns verbürgt

I. durch die Sicherheit,
II. durch die Fruchtbarkeit,
III. durch die prophetische Schau der Christusworte.

I.
Einer der größten Gelehrten der heidnischen Vorzeit hat das Wort geprägt: „Ich weiß nur das eine sicher, dass ich nichts weiß." Der große Völkerapostel Paulus, der eine glänzende Wissenschaft von zu Hause aus mitbekommen hatte und wohl am tiefsten unter den Aposteln in das Reich Gottes hineinschauen durfte, hat das Geständnis abgelegt: „Unser Wissen ist Stückwerk. Wir erkennen nur wie in einem Spiegel und einem Rätsel." Christus redet wie einer, der alles weiß. Wie einer, der nicht irren und nicht täuschen kann. Wir Menschen müssen uns oft berichtigen. Christus braucht sich nicht ein einziges Mal zu korrigieren. Himmel und Erde werden vergehen. Seine Worte werden nicht vergehen. Wie sicher klingt das Wort, das einstens aus seinem Munde kam: „Ich bin der Sohn Gottes!" Wenn ein gewaltiger Lavabrocken ins Meer stürzt, dann kocht und zischt es. Es will keine Ruhe geben. So kochte es auch damals im Kreise der Schriftgelehrten, als Christus dieses Wort in die Menschheit hineinwarf, das mächtiger war als ein Felsstein. Sie hoben Steine auf, um sie auf ihn zu werfen. Lasset sie doch liegen, eure Steine! Mit Steinen kann man Christi Worte nicht zerschlagen. Der Heiland zog diesen Felsblock nicht zurück. Er sprach nur noch deutlicher: „Ich und der Vater sind eins." Zwischen ihm und dem Vater schwinden alle Grenzen und alle Unterschiede im Wesen.

Christus ist ewig wie der Vater. Bevor Abraham geboren wurde, da lebte er schon. Christus besitzt die gleiche Allmacht wie sein Vater. „Wie der Vater Tote zum Leben auferweckt, so macht auch der Sohn lebendig, wen er will." Woher diese wundervolle Sicherheit in Christi Worten? Wenn wir ein Wort sagen, so sprechen wir das aus, was wir studiert oder was wir von außen her durch Menschenweisheit empfangen haben. Christus hat nicht studiert. Er brauchte nicht studieren. Seine Worte künden das, was auf dem tiefsten Grunde seiner Seele geboren wurde. Sie sind die Offenbarung seines göttlichen Selbstbewusstseins. Begreift ihr jetzt, warum Christus mit seinem Blute das Siegel unter seine Worte gedrückt hat? Er stand am Abend vor seinem Tod vor dem Hohenpriester. Dieser legte ihm die Frage vor, die über Leben und Tod entscheiden sollte: „Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott, dass du uns sagest, ob du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!" Auch angesichts des Kreuzes, das bereits seine düsteren Schatten in den Gerichtssaal warf, wurde Christus nicht im Mindesten unsicher. Er wusste, dass auf dieses Wort hin sein Blut fließen werde. Und trotzdem sprach er: „Ja, ich bin der Sohn Gottes. Ich werde auf den Wolken des Himmels wiederkommen. Dann werden die Rollen vertauscht. Dann werde ich der Richter sein und du der Angeklagte." Begreift ihr jetzt, warum Christus, der in seiner menschlichen Erscheinung die verkörperte Demut war, für jedes seiner Worte unerschütterlichen Glauben und treue Gefolgschaft gefordert hat? Begreift ihr jetzt, warum er den Bannstrahl der ewigen Verwerfung auf jede Seele geschleudert hat, die den Glauben an seine Worte verweigert? „Wer nicht glaubt, der wird verdammt werden."

II.
1. Christi Worte haben eine schöpferische Fruchtbarkeit, wie sie Menschenworten niemals eigen ist. Gewiss, auch von Menschenlippen sind schon Worte gekommen, die das Schicksal von Jahrhunderten mitgestaltet haben. Aber ich wüsste kein Menschenwort, das ein solch andauerndes, ja geradezu ewiges Wandlungswunder auf Erden gewirkt hat, wie Christi Wort. In einer stillen Stunde sprach er zu einem armen Fischer vom See Genezareth das Wort: „Du bist Petrus (der Fels) und auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen, und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen." Wer hätte es geahnt, dass dieses kleine Wort für ewige Zeiten das Papsttum gründet und das Gottesreich der Kirche so fest aufbaut, dass es nie überwältigt werden kann? Dieses kleine Wort hat unserer Kirche in den verflossenen 2010 Jahren zahlreiche Päpste geschenkt mit allem, was sie in Christi Auftrag gelehrt, getan und gewirkt haben. Auf Grund dieses Wortes haben die Päpste den katholischen Glauben rein und makellos dem Erdkreis erhalten. Auf Grund dieses Wortes ging der heiligmäßige Pius X. hin und schickte das Dekret von der täglichen hl. Kommunion über den Erdkreis. Und wenn jetzt, angefangen vom Kap der guten Hoffnung bis hinauf nach Norwegen zur letzten katholischen Missionsstation, Katholiken täglich zur Kommunion schreiten, um auch an Werktagen das Brot des Lebens zu empfangen, so danken sie das zuletzt dem einen kurzen Heilandswort. Und wenn wir Kinder einer Kirche sind, die so fest auf Felsen gebaut ist, dass sie in keinem Jahrhundert und durch keinen Sturm je erschüttert werden kann, so verdanken wir das dem einen Worte Christi.

2. Einmal sprach der Heiland zu seinen Aposteln das markante Wort, das wie ein Befehl klingt: „Welchen ihr die Sünden nachlassen werdet, denen sind sie nachgelassen." Dieses kleine Wort hat das Sakrament der Barmherzigkeit – die Beichte - ins Leben gerufen. Es hat überall dort, wo der Heiland im Sakrament eine Heimstätte gefunden hat, im Schatten des Tabernakels den Beichtstuhl geschaffen. Wen es zu den Beichtstühlen unserer hl. Kirche hinzieht und drückende Bergeslasten abgetragen werden, danken wir das dem einen und kleinen Heilandswort. Wir werden einmal einsam auf unser Sterbelager hingestreckt liegen und unsere Hände nach dem einzigen Fahrzeug ausstrecken, das glücklich und sicher an das Gestade der Ewigkeit zu führen vermag. Wo ist die Wurzel für die Gnade und den Segen, der in unser Sterbekämmerlein hineinflutet? Nirgends anders als in dem einen und kleinen Wort von der Sündenvergebung, das von des Heilands Lippen kam. — Es war am Abend vor seinem Tode, am Abend vor dem Sonnenuntergang am Kreuz. Da nahm der Herr in seine ehrwürdigen Hände das Brot und sprach das Wort: „Das ist mein Leib. Das ist mein Blut. Tuet dies zu meinem Andenken!" Dieses kleine Wort wurde zur Geburtsstunde für alle hl. Messen, die je auf Erden gefeiert werden. Dieses kleine Wort hat in jedem katholischen Gotteshaus einen Tabernakel erstehen lassen. Es ist auch der Geburtstag geworden für die Millionen von Priestern, die, von der Gnade Gottes gerufen, zum hl. Dienst der Eucharistiefeier antreten! Ich nenne euch das Heilandswort, das äußerlich gesehen, ganz unscheinbar klingt: „Verlass alles, was du hast, und folge mir nach!" Und doch, wenn die Frühjahrsknospe eines Baumes die reiche Frucht des Herbstes in sich birgt, so sind in diesem kleinen Worte keimhaft enthalten die zahllosen Männer- und Frauenorden unserer hl. Kirche. Dieses kleine Wort hat die Klöster ins Leben gerufen und ein Tugend- und Opferleben hervorsprossen lassen, das wie ein Wohlduft zum Himmel hinauf zieht.

III.
Christus spricht prophetische Worte, welche die Zukunft enthüllen. Worte, die aus seiner göttlichen Allwissenheit geboren sind. Ein griechischer König zeigte einstens in seiner herrlichen Burg dem Gelehrten Solon seine wundervollen Schätze. Da stellte der König an den Weisen die Frage, ob er ihn nicht für glücklich halte. Solon antwortete mit dem bekannten Wort: „Vor dem Tode soll man niemand glücklich preisen." Menschen kennen höchstens des Menschen Gegenwart. Was die Zukunft bringt, ist verborgen. Der Sternenhimmel droben, der da wogt und zittert wie ein lichtgewobener Schleier, ist uns besser bekannt. Da können wir voraussagen, wann die Sterne kommen und wann sie gehen. Wir können in den Kalender hineinschreiben, wann der Mond die helle Scheibe uns zukehrt und wann die dunkle. Hier sind Gottes Naturgesetze am Werk. Wo es sich aber um den Menschen handelt, der mit freier Entscheidung seines Willens handelt, da fehlt uns der Blick in die Zukunft und das prophetische Wort, das sein Handeln vorher verkündigt. Christus sprach Worte, die frei gewählte Lebenswege und Willensentscheidungen von Menschen klar und unzweideutig vorausverkündigen. Er sprach Worte, die Gott allein zu sprechen vermag.

Es war nach dem Wunder der Brotvermehrung. Das Volk begleitete seinen Lebensweg mit Begeisterung und Jubel. Der Himmel hatte kurz zuvor auf den sonnigen Höhen des Tabor den Glanz der Verklärung über seine Person geworfen. In jener Zeit sprach Christus, der König der Zukunft, das Wort: „Siehe, wir gehen hinauf nach Jerusalem. Der Menschensohn wird den Hohenpriestern überliefert werden. Sie werden ihn zum Tode verurteilen. Und sie werden ihn den Heiden ausliefern zur Verspottung und zur Kreuzigung. Am dritten Tage aber wird er wieder auferstehen." Saget selbst: War dieses prophetische Wort nicht wie eine wunderbare Zeichnung von der Leidensnacht unseres Herrn? Ein Gemälde, in das er im Voraus den Namen desjenigen einzeichnet, der ihn verraten hat? In diesem Gemälde hat Christus seinen am Kreuz zerquälten Leib gezeichnet. Er hat nicht nur sein Grab gezeichnet, sondern auch seine Auferstehung am dritten Tage. Und wer hätte es für möglich gehalten, dass jener Apostel, der in seiner Christusbegeisterung am Ölberg zur Verteidigung seines Meisters das Schwert gezogen, ihn in der gleichen Nacht verleugnen würde? Und doch, Christus hat es vorausgesehen und vorausgesagt. Er wusste und sprach es auch aus, dass Petrus den Kreuzestod erdulden müsse! Dass das Leben eines heiligen Johannes nicht gewaltsam durch Menschenhand zerbrochen würde! Dass die Hauptstadt des Landes, die in jener Zeit mehr als 160 Türme und Zinnen, wie Zacken einer Königskrone in die Höhe ragen ließ, in Staub und Asche gelegt würde! Dass jener Ort, der durch Jahrhunderte hindurch die einzige Stätte der wahren Gottesverehrung gewesen, zerstört würde! Christus sprach dabei so klar, dass man meinen könnte, es fielen seine Tränen in die Flammen hinein, die das Strafurteil vollziehen sollten.

Schon manches inhaltsreiche Wort ist von Menschenlippen gesprochen worden. Aber noch kein zweites Wort, so tief und bedeutsam wie dieses: „Ich bin der Sohn Gottes!" Wir stehen an einem Meer ohne Ufer und ohne Grund! Wir schauen ein Firmament von unendlicher Weite und Tiefe! Es leuchtet uns entgegen eine Schönheit, vor der des Weltalls Schönheit nur ein schwacher Strahl ist! Mit einem Völkerapostel Paulus möchten wir beim Klang dieser Botschaft in die Worte des Staunens ausbrechen:

„O Tiefe der Weisheit und Erkenntnis Gottes!" Mit einem Thomas möchten wir vor der unendlichen Größe und Majestät des Gottessohnes niederfallen und anbetend stammeln:

„Mein Herr und mein Gott!" Mit unserer heiligen Kirche lasst uns einstimmen in den Jubelgesang des Gloria:

„Du allein bist der Heilige! Du allein der Herr! Du allein der Höchste! Jesus Christus mit dem Heiligen Geiste! In der Herrlichkeit Gottes des Vaters!“







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Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert. Wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert Math 10,37
Wer den Vater liebt, der liebt auch dessen Kind 1 Joh 5,1
Wer Mich liebt, der wird von meinem Vater geliebt, und auch Ich will ihn lieben und Mich ihm offenbaren Joh 14,21


Es gibt keine Tatsache in der Kirchengeschichte, die so lichtreich und trostvoll ist, wie der Triumphzug der Christusliebe. Eine Tatsache, die wert ist, zu einem eigenen Thema erhoben zu werden. Wir sagen: Christus hat den Triumphzug der Liebe:

I. gefordert;
II. empfangen.

I.
Es gibt einige Szenen im Leben Christi, die so voll Spannung sind wie die Wahl des ersten Papstes. Draußen am See Genezareth ist es gewesen. Im Glanz verklärter Wunden stand der Heiland vor Petrus. Es war der Augenblick gekommen, wo endgültig die Entscheidung fallen sollte: Wer soll als erster Christi Reich leiten und regieren?

Nach welchem Gesichtspunkt hättest du die Papstwahl vollzogen? Du hättest vielleicht das Studium auf einer Universität verlangt. Vielleicht sogar den Doktortitel. Talent und Wissenschaft, Tatkraft und Diplomatie hoch in Ehren. Der Herr stellt eine andere Forderung auf. Dreimal hören wir aus eigenem Munde die ernste und eindringliche Frage, die wie eine scharfe Forderung klingt: „Simon, Sohn des Jonas, liebst du mich?" Erst als Petrus die Versicherung gegeben: „Herr, du weißt alles! Du weißt auch, dass ich dich liebe", da fiel die Entscheidung: „Weide meine Lämmer! Weide meine Schafe!" Jetzt erst darf Petrus den Thron in Christi Reich besteigen und als erster die päpstliche Tiara tragen. Christus hat ihn gleichsam als Flügelmann hingestellt, damit er die Prozession der Christusliebe auf Erden eröffne, leite und führe. Er soll alle, die sich Kinder der Kirche nennen, in den Triumphzug der Christusliebe eingliedern. Christus hat diesen Triumphzug gefordert. Er musste ihn fordern! Wir sprechen von großen Leistungen der Menschen. Das Größte aber im Christenleben ist ohne Zweifel die Christusliebe. Die Christusliebe hat den Vorrang vor der Christuswissenschaft. Wo sie fehlt, da bleibt das Katholischsein nur Stückwerk. Das Evangelium versichert uns mit göttlicher Gewissheit, dass die Christusliebe einmal Gottes Maßstab in der Gerichtsstunde sein wird.

II.
1.
Christus hat den Triumphzug der Liebe empfangen! Nenne einen Menschen, an dessen Grab die Liebe so treu Wache gehalten, wie am Grabe Christi! Nenne einen Menschen, vor dem sich so viele auf die Knie niederwerfen, wie vor Christus! Nenne einen Menschen, für den so viele ihr Blut verspritzt haben, wie für Christus! Nenne einen Namen, der so oft genannt wird in Liebe und Begeisterung auf der Erde, wie der Name Jesus Christus!

Der Triumphzug der Christusliebe hat seinen Ausgang genommen von der Ewigkeit. Der heilige Johannes lässt uns in der Geheimen Offenbarung hineinschauen in das himmlische Jerusalem und lauschen auf das Loblied, das Millionen von Heiligen aus allen Ländern und Nationen singen. Er sah eine Schar, die niemand zählen kann. Angetan mit weißen Kleidern. Palmzweige in den Händen tragend, sangen sie ein Lied so ergreifend schön, wie niemand auf der Erde es zu singen vermag. Es fielen die Engel Gottes in das Loblied auf Christus ein und sangen: „Würdig ist das Lamm, Ehre und Herrlichkeit und Lobpreis zu empfangen." Dieses Lied setzt sich auf der Erde fort. Am Karfreitagabend war's. Die liebe Gottesmutter saß noch unter dem Kreuze und hielt den heiligen Fronleichnam auf ihrem Schoße. Die Seitenwunde war noch offen. Der jungfräuliche Mutterschoß war zum Altare geworden, vor dem die erste Verehrerin des heiligsten Herzens kniete.

Eine Frau ist es gewesen, die den Triumphzug der Liebe im Dunkel des Karfreitags eröffnet hat! Eine Frau ist es gewesen, die sich als Erste in die Prozession eingereiht hat! Es war die Büßerin Magdalena. Noch einmal gedachte sie der Stunde, da sie mit Schuld bedeckt zu den Füßen des Meisters kniete. Männer waren es, welche die Steine erhoben, um sie auf Magdalena zu werfen. Christus allein war rein. Er hätte einen Stein erheben dürfen. Er erhob aber seine barmherzige Hand und sprach sie los von ihren Sünden. Es ist kein Jahrhundert heraufgezogen, welches das Lied der Christusliebe nicht weitergetragen hat. Wir hören es in der urchristlichen Zeit aus dem Munde der Märtyrer klingen, die auf ihrem letzten Weg ihr Lieblingslied anstimmten: „Jesus, Dir leben wir! Jesus, Dir sterben wir!" Wir hören das Lied singen aus dem Munde der großen Kirchenlehrer, die mit dem Psalmisten gebetet haben: „Ich weihe meine Werke dem König!" Wir hören es klingen aus dem Munde unzähliger jungfräulicher Seelen, die das Band der Familie gelöst und in stiller Klosterzelle gebetet: „Ich liebe einen Königssohn! Ich lieb' ihn ganz allein!" Wir hören es klingen von den Lippen des Mannes und der Frau; aus dem Munde der Kinder und der Jugend; aus dem Herzen der Ungezählten, die jedes Jahr am Fronleichnamstag den Triumphzug Gottes im heiligen Sakramente mitfeiern; aus dem Munde der vielen, die an Sonn- und Feiertagen die Altäre umknien und die Kommunionbank umlagern. Wir hören dieses Lied klingen aus den Herzen der Millionen von mühseligen und beladenen Menschen, die im rauen Arbeitskittel im Leben stehen und deren Herz ganz schlägt für das heiligste Herz Jesu.

2. Christus erwartet auch deinen Eintritt in den Triumphzug seiner Liebe! Die Christusliebe, der Schlachtenruf der Kreuzfahrer des Mittelalters. Das Abendrot in dem Dunkel unserer Zeit. Die Geborgenheit in der Ungeborgenheit unseres Jahrhunderts. Christusliebe, das Höhenfeuer im feierlichen Sonn- und Festtagsgottesdienst. Der Motor, der im grauen Alltagsleben die Seele ständig bewegt und doch in heiliger Ruhe hält. — Wer Christus liebt, denkt oft an den Geliebten. Wie oft spricht Christus mit seiner Gnade in unsere Seele. Wie manchmal begegnet er uns auf den Straßen der Welt. Ja, er begegnet uns eigentlich jeden Augenblick. Lernen wir wieder die Kunst: Christus anschauen, nicht nur in der heiligen Hostie und im Tabernakel der Menschenseele, sondern auch draußen im Leben! In allem sollen und wollen wir einen Gruß Christi sehen und mit einem Gegengruß antworten. — Wir sollen Christus lieben mit unserm ganzen Willen! Im Willen liegt der Schwerpunkt der Christusliebe. Christusliebe ist ja vor allem Gleichförmigkeit des Willens mit dem Willen Christi! Das „Jasagen" zu den jeweiligen Pflichten des Alltags und zu dem Kreuze, das Jesus auf unsere Schultern legt.

Wir wollen Christus lieben mit dem Gemüt und dem Gefühl. Christusliebe besteht im tiefsten Kern nicht im Gefühl. Es können Zeiten kommen, wo der Motor Gefühl in der Christenseele stille steht. Wo selbst die heilige Kommunion uns gefühlsmäßig nichts mehr zu sagen weiß. Und doch, wir dürfen das Gefühl nicht unterschätzen. Es kann uns für Christus begeistern und fortreißen. Kopf und Wille und Herz müssen zusammenschwingen zu dem schönen Dreiklang einer feurigen Christusliebe!

Die Christusliebe strebt nach Vereinigung. An einem Herz-Jesu-Freitag vor Jahren stand ein Priester am Sterbelager eines schwerkranken Mannes. Fern von seiner Heimat musste er sein junges Leben aushauchen. Auf die Frage, ob er noch einen Wunsch habe, gab er die rührendschöne Antwort: Ich möchte noch leben bis zum Herz-Jesu-Freitag, und mich noch einmal mit Christus vereinigen! Der Priester reichte ihm die heilige Kommunion. Am Herz-Jesu-Freitag ging seine Seele in die ewige Heimat ein. Wie schön muss das Sterben sein, wenn einmal im Dunkel des Todes die Sonne des Lebens sinkt und Christus aufgeht und fortleuchtet in alle Ewigkeit.






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...   Erstellt am 04.03.2011 - 03:06Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Kann es geschichtlich bewiesen werden, dass Christus gelebt hat?
Wir besitzen keinen amtlichen Registerauszug über Jesus Christus. Standesamtliche Register in unserem Sinne gab es zur Zeit der Geburt Jesu nicht. Und wenn es auch solche gegeben hätte, so hätten sie wahrscheinlich die Stürme von fast zweitausend Jahren überlebt. Wir brauchen bloß daran zu denken, wie viele Flüchtlinge und Ausgebombte in unserer Zeit ihre Ausweispapiere verloren haben und sie nicht mehr beschaffen können, da vielfach die standesamtlichen oder pfarramtlichen Matrikeln vernichtet wurden.

Woher wissen wir also, dass Jesus keine Sagengestalt ist, sondern wirklich gelebt hat?
Für die Geschichtlichkeit des Lebens Jesu haben wir: 1. heidnische Zeugnisse (Plinius d. J., Tacitus, Sueton, der Syrer Mara); 2. jüdische Zeugnisse (Philo, Josephus Flavius, Talmud); 3. christliche Zeugnisse (die Bücher des Neuen Testamentes, die Zwölfapostellehre, Apokryphen, Zeugnisse der Urkirche).

Eine Erscheinung wie Jesus müsste doch gewaltiges Aufsehen erregt haben. Wie kommt es dann, dass die zeitgenössischen Schriftsteller so wenig über ihn berichten?
Wir dürfen bei der Beantwortung dieser Frage nicht vom heutigen Standpunkt ausgehen. In unserer schreibseligen Zeit berichten die Blätter, Bücher Fernsehen und Internet über die unwichtigsten Begebenheiten. Zur Zeit Jesu war es anders. Damals war schriftstellerische Tätigkeit etwas Seltenes. Und von den verhältnismäßig wenigen Büchern, die damals geschrieben wurden, sind die meisten im Laufe der Jahrhunderte verlorengegangen. Dass die zeitgenössischen Schriftsteller von Jesus wenig Notiz nahmen, ist erklärlich: die Juden schwiegen ihn aus Hass tot, die Römer aus Stolz. Für sie war Jesus ein Sohn des von ihnen verachteten jüdischen Volkes („Den Juden ein Ärgernis, den Heiden eine Torheit". 1. Kor 1,23).

Was ist verpflichtende Glaubenslehre über Jesus Christus?
Die Lehrentscheidungen über Jesus Christus lassen sich kurz so zusammenfassen: Jesus Christus ist wahrer Gott, der Sohn des Vaters, eines Wesens mit dem Vater, eine Person der Dreifaltigkeit, der Schöpfer aller Dinge, ewig, leidensunfähig. Er ist aber auch wahrer Mensch, hat eine wahre, leibhaftige Menschennatur mit einer menschlichen und vernünftigen Seele und einem wahren, leidensfähigen, menschlichen Leibe, der die vernünftige Seele zur Wesensform hat. Empfangen ist er durch die Schöpfermacht des Heiligen Geistes, nicht von einem Mann, mütterlich wirklich empfangen und geboren aus der Jungfrau Maria als seiner wahren Mutter, wodurch er uns wesensgleich, blutsverwandt, Bruder geworden ist. Beide Naturen wurden im Augenblick der Empfängnis Christi hypostatisch so miteinander vereint, dass sie derselben Person, der zweiten göttlichen Person, angehören und auf ewig untrennbar verbunden bleiben. (Zusammenstellung nach L. Kösters, Unser Christusglaube.)

Jesus ist nach der Lehre der Kirche wahrer Gott und wahrer Mensch. Wie muss man sich das Verhältnis von Gottheit und Menschheit in ihm vorstellen?
Die göttliche und menschliche Natur Christi sind durch die sogenannte hypostatische Union (persönliche Einheit) unauflöslich miteinander verbunden. Die göttliche Natur besitzt Christus von Ewigkeit her gemeinsam mit dem Vater und dem Heiligen Geist, die menschliche Natur nahm er an aus der Jungfrau Maria. Zur menschlichen Natur gehört ein wahrer menschlicher Leib (nicht bloß ein Scheinleib) und eine wahre menschliche Seele. Jesus hat also eine doppelte Natur und ein doppeltes Prinzip für Sein und Wirken, ein göttliches und ein menschliches, aber nur eine einzige Person, ein einziges Ich, das beide Naturen und ihr Wirken zu eigen hat und trägt. Diese eine Person ist eine göttliche Person, die zweite Person der allerheiligsten Dreifaltigkeit. Da Christus Gott und Mensch ist, hat er eine zweifache Erkenntnis: eine göttliche und eine menschliche. Als Gott ist er allwissend, als Mensch besitzt er nur eine begrenzte Erkenntnis. Ebenso hat er einen doppelten Willen, einen göttlichen und einen menschlichen (vgl. sein Ölbergsgebet: Vater, nicht mein Wille geschehe, sondern der deine!). Aus der wesenhaften Verbindung der menschlichen Natur Christi mit der zweiten Person in der Gottheit folgt, dass auch die Menschheit Jesu Christi anbetungswürdig ist.

Jesus hat gesagt: „Der Vater ist größer als ich" (Jo 14,28). Wie kann er dann Gott sein, gleich dem Vater?
An dieser Stelle spricht Jesus nicht als Gott, sondern als Mensch. Er verkündet den Jüngern, dass er zum Vater heimgehe. Als Mensch aber steht Christus unter dem Vater. Dieses Wort des Herrn: „Der Vater ist größer als ich" ist ebenso zu verstehen wie das gelegentlich der Ankündigung der Apokalypse bei Mt 24,36 erwähnte Wort: „Über jenen Tag und die Stunde weiß niemand etwas, weder die Engel im Himmel, noch der Sohn, sondern nur der Vater allein." Auch hier spricht Jesus von sich, insofern er Mensch ist. In diesem Sinne sind auch alle anderen Aussprüche Jesu zu erklären, die den Sohn unter den Vater stellen: Gott ist das Haupt Christi, wie der Mann das Haupt des Weibes ist (1. Kor 11,3); Gott hat ihn von den Toten erweckt (Röm 8,11); Christus wird die Herrschaft an den Vater zurückgeben (1. Kor 15,24); Gott allein ist gut, d. h. das höchste Gut (Mk 10,18)... Alle diese Stellen beziehen sich auf die heilige Menschheit Jesu.

Bei Lk 2, 52 heißt es:„Jesus nahm zu an Weisheit..." Wie ist dies möglich, da Jesus doch als Gott allwissend war?
Als der vollkommenste aller Menschen besaß der Gottmensch von Anfang an ein von Gott eingegossenes Wissen. Sein Wissen von allen natürlichen und übernatürlichen Dingen war so umfassend, wie es kein Gelehrter auf Erden jemals erreichen kann. Er besaß jene Fülle des Wissens, die ihn befähigte, der unfehlbare und höchste Lehrer der Menschheit zu werden. „Alle Schätze der Weisheit und Wissenschaft" waren in ihm beschlossen (Kol 2,3). Insofern Jesus aber vieles, was er schon wusste, auch durch eigene Erfahrung oder Mitteilung von anderen kennenlernte, kann man bei ihm von einem Fortschreiten und Wachsen im Wissen reden.

Wie sah Christus aus? Gibt es ein wahrheitsgetreues Bild von ihm?
Die vier Evangelien, die uns das geistige Bild des Herrn malen, verraten nichts über seine äußere Erscheinung. Sie sagen nichts davon, ob der Herr schön oder unschön war, groß oder klein, stark oder schwach, schwarz oder blond, bleich oder rotwangig, bärtig oder geschoren. Es ist begreiflich, dass schon frühzeitig die geschäftig gestaltende Phantasie die Lücke auszufüllen sich bemühte. So entstanden schriftliche Aufzeichnungen und bildliche Darstellungen, die den Anspruch erhoben, wahrheitsgetreue Bildnisse Jesu zu sein. Aber ihre Echtheit unterliegt berechtigtem, stärkstem Zweifel. So ist es mit dem sog. Abgarbild, jenem Tuchbild, das der Heiland selber dem König Abgar von Edessa geschenkt haben soll. So ist es mit den Bildern, die vom Evangelisten Lukas gemalt sein sollen. So ist es mit dem vielverehrten Veronikabild; so ist es mit dem „einzig wahren Porträt unseres Heilandes", jener Smaragdgemme, die Sultan Bajazett II. einst Papst Innozenz VIII. geschenkt haben soll. So ist es mit der Schilderung des sog. Lentulusbriefes — jenes Briefes, den der römische Beamte Lentulus an Kaiser Tiberius geschickt haben soll und in dem Jesus so geschildert ist: „Er ist ein Mensch von wahrhaft schöner Gestalt und der Bewunderung wert, denn er hat ein achtunggebietendes Aussehen, das Liebe und Furcht allen einflößt, die ihn sehen. Sein Haar ist von der Farbe reifer Haselnüsse. Es wird bis zu den Ohren zusammengehalten, fließt von hier schön, glänzend und frei herab und reicht bis auf die Schultern. In der Mitte der Stirne ist es nach Gewohnheit der Nazarener geteilt. Sein Antlitz ist ohne Makel und Runzel, rosenfarbig und fesselnd. Weder an der Nase noch am Mund ist etwas auszusetzen. Seine Augen sind bald himmelblau, bald grünlich. Er hat einen dichten kurzen Bart in der Farbe der Haare und in der Mitte geteilt. Auch Hände und Füße sind wohlgestaltet.“ Die kirchliche Kunst stellte den Gottmenschen entsprechend dem Geschmack der jeweiligen Zeit verschieden dar. Die ältesten Bilder des Herrn in den Katakomben zeigen eine jugendliche, bartlose Gestalt, einen edlen, römischen Jüngling in kurzer Tunika, der als guter Hirte ein Lamm auf den Schultern trägt. Dieser jugendschöne Jungmann ohne Bartwuchs geht dann in die byzantinische Kunst über und verwandelt sich vom 3. Jahrhundert ab mehr und mehr in einen älteren Mann mit dichtem Bart. Er erstarrt in steifer Form auf dem goldenen Hintergrund des Mosaik, mit weitgeöffneten, runden Augen, in der reichgeschmückten Toga des Imperators - als Christuskönig. Erst im Mittelalter formt sich endgültig das Christusbild, an das wir uns bis heute gewöhnten.

Die größten Künstler aller Zeiten machten den Versuch, das Bild des Gottmenschen in Linie und Farbe einzufangen. Aber keines von allen vermag uns ganz zu überzeugen und voll zu befriedigen. So müssen wir also für immer über die äußere Erscheinung Jesu Christi im unklaren bleiben? Wenn nicht alles trügt, scheint sich in unserer Zeit das Dunkel gelichtet und die gütige Vorsehung uns das wahre Antlitz des Herrn geschenkt zu haben. Das früher vielumstrittene Turiner Grablinnen (Turiner Grabtuch) wird heute auf Grund umfassendster Untersuchungen fast allgemein als echt anerkannt. Diese kostbare Reliquie gibt uns Aufschluss über die äußere Gestalt des Herrn und zeigt uns sein Antlitz. Die Abdrücke des Grablinnens zeigen einen etwa 1.80 m großen, ebenmäßigen Körper von königlicher Erscheinung. Überwältigend, erschütternd wirkt das Antlitz. Ein großes, gewaltiges, wahrhaft göttliches Gesicht, voll tiefer, trauriger Majestät. Die heilige Ruhe des Todes liegt auf diesem Antlitz - dem Antlitz eines Menschen, der in übergroßer Qual gestorben ist, der aber noch ein unsichtbares, den Tod überdauerndes Leben in sich zu haben scheint - das Antlitz des leidenden und siegenden Christus, des Sohnes Gottes. Etwas Ewiges, übernatürlich Zartes spiegelt sich in den verstummten Lippen wider, die unaufhörlich Gebete zu flüstern scheinen. Tiefinniges Gebet, vollkommene Versenkung in den Abgrund der Gottheit, hingebendste Vereinigung mit Gott durchzittern dieses herrliche, geheimnisvolle Antlitz. Es ist das Antlitz eines ganz in Gott versenkten und verwurzelten Menschen, der bis in die letzte Faser von Gott durchdrungen ist. Der Dichter Mauriac sagte von diesem erschütternden Antlitz, das man nicht mehr aus dem Gedächtnis auslöschen kann, dass es wohl so sein muss „wie jenes, das eines Tages in den zerrissenen Wolken des Himmels mit einer großen Majestät und mit einer großen Herrlichkeit erscheinen werde ...". Papst Pius XI. verteilte 1936 an mehr als 1000 junge Leute der katholischen Aktion Bildchen des Leichentuches als „Fotografie Christi, schöner, ergreifender, wertvoller als ein Bild." (Über das Turiner Grablinnen unterrichtet sehr gut: Hynek, Golgatha.)

Was hat, medizinisch gesehen, den Tod Jesu am Kreuze herbeigeführt?
Die Frage nach der Todesursache Jesu hat seit langem die Gelehrten beschäftigt und ist besonders in den letzten Jahren zum Gegenstand medizinischer Untersuchungen gemacht worden. Die verschiedensten Todesursachen wurden von den Ärzten angegeben: Herzschwäche, Herz-Ruptur (Bersten der Aorta), Blutvergiftung, Entkräftigung, Verblutung, Verdursten, Hitzschlag, Sonnenstich, Lungeninfektion ... Auf Grund der Untersuchung des Turiner Grabtuches glaubte der tschechische Gelehrte Dr. Hynek feststellen zu können, der Tod des Herrn sei durch Starrkrampf und Erstickung bei vollem Bewusstsein und ungeheuren Schmerzen eingetreten. R. Schmittlein tritt (Umstände und Ursachen von Jesu Tod. Mainz 1951) dieser Ansicht entgegen. Schmittlein stellte fest (in Übereinstimmung mit Hynek und Barbet), dass es medizinisch undenkbar ist, dass Jesus noch drei Stunden hätte leben können, wenn das Kreuz keine Stütze (Sitzpflock und Fußstütze) hatte. Der Tod hätte in diesem Falle schon nach acht, längstens nach zwölf Minuten durch Kollaps eintreten müssen. Hatte aber das Kreuz Jesu die üblichen Stützen, was mit Sicherheit anzunehmen ist, dann konnten die drei Stunden seines Leidens nicht zur Herbeiführung des Todes genügen - was auch aus dem Vergleich mit den beiden Schachern hervorgeht und seit der ersten christlichen Zeit anerkannt worden ist. Diese Erwägungen führten Schmittlein zu der gut begründeten Annahme: Jesus starb infolge eines traumatischen (= durch Verletzung bedingten) Schocks. Er findet in den Berichten der Evangelien alle dieser Todesursache eigenen Anzeichen: 1. Das Fehlen einer schweren Verletzung, die normalerweise zum Tode geführt hätte, ist charakteristisch für den Schock; 2. Der unter dem Schock Leidende bleibt bis zum Ende bei Bewusstsein; 3. Der Todeskampf ist sehr kurz,- 4. Die innere Blutung und das Austreten von Ödemflüssigkeit nach dem Tode ist bei allen Schockautopsien festgestellt worden — Erschöpfung, Schweiß, Durst, Seufzen, Eintritt des Todes einige Stunden nach den Verletzungen — diese besonderen Symptome des traumatischen Schocks finden sich alle zerstreut aufs genaueste in den Berichten der Evangelisten, die von dem medizinischen Wert dieser Angaben damals keine Ahnung haben konnten.

Wann ist Jesus geboren?
Das Jahr der Geburt Christi dient als Ausgangspunkt unserer Zeitrechnung. Dies verdanken wir dem skytischen Mönch Dionysius Exiguus, der im 6. Jahrhundert nach Christus lebte. Seit langem ist man sich aber darüber einig, dass Dionysius, der das Jahr 754 nach Gründung Roms als Jahr der Geburt Christi errechnete, sich dabei um ein paar Jahre irrte. Er setzte das Geburtsjahr Jesu um 5 bis 7 Jahre zu spät an. Wenn man die großen Schwierigkeiten bedenkt, die sich der Arbeit dieses gelehrten Mönches in den Weg stellten, und die spärlichen wissenschaftlichen Hilfsmittel, die ihm zu Gebote standen, so ist sein Irrtum leicht zu entschuldigen.

Zur Berechnung des Geburtsjahres Jesu dienen verschiedene Angaben der Evangelien. Matthäus und Lukas bezeugen, dass Jesus unter Herodes dem Großen das Licht der Welt erblickte. Der König starb, wie heute einwandfrei feststeht, 750 nach der Gründung Roms, also 4 Jahre vor unserer Zeitrechnung. Lukas berichtet, dass der Täufer Johannes im 15. Regierungsjahr des Kaisers Tiberius auftrat, d. h. zwischen dem 1. Oktober 27 und 1. Oktober 28 nach Christus, und dass Christus damals ungefähr dreißig Jahre alt gewesen ist. Weitere Anhaltspunkte für die Berechnung des Geburtsjahres des Herrn bietet der Bericht des hl. Matthäus von einem auffallenden Sterngebilde, das die Weisen zu ihrem Zug nach Bethlehem veranlasste. Namhafte Gelehrte, unter ihnen Kepler, verlegen diese astronomische Erscheinung in die Zeit vom April des Jahres 7 vor Christus bis zum Dezember des gleichen Jahres und sie halten deshalb das Jahr 7 vor der Zeitrechnung für das Geburtsjahr Jesu. Auch die Schätzung oder Volkszählung, von der Lukas spricht, deutet auf das Jahr 7 vor Christus. So kommt es, dass eine Reihe von Theologen die Geburt Jesu auf das Jahr 7 vor unserer Zeitrechnung festlegen. Andere wollen die Jahre 6 oder 5 gelten lassen. Für das Jahr 5 trat Msgr. Borgongini Duca ein, der nach 12jährigen Studien über die berühmte Prophezeiung im 9. Kapitel des Buches Daniel die Geburt des Messias auf den 30. März des Jahres 5 vor Christus und den Tod des Herrn auf den 7. April des Jahres 30 nach Christus festlegt.

Der Tag der Geburt Jesu wurde anfänglich an ganz verschiedenen Tagen gefeiert. Klemens von Alexandrien (im 3. Jahrhundert) nahm den 19. April an, andere den 29. Mai oder den 28. März. Im Orient war lange Zeit der 6. Januar in Geltung. Erst um 350 erscheint allgemein der 25. Dezember am besten gesichert. Wahrscheinlich steht dieser Tag im Zusammenhang mit dem Feste des Gottes Mithras oder dem Feste des „Unbesiegbaren Sonnengottes", das in Rom um die Sonnenwende gefeiert wurde. Die christliche Liturgie hat ja öfter heidnische Feste in ihrem Sinne umgedeutet. Wen es befremdet, dass die Angaben über die Geburtszeit Jesu spärlich fließen, darf nicht übersehen, dass die Lebensdaten Christi unvergleichlich bestimmter und genauer festgehalten sind als diejenigen anderer Religionsstifter. Laotse, den Begründer des Taoismus, nennt ein Spezialforscher auf diesem Gebiet eine „nebelhafte Persönlichkeit aus dem 6. Jahrhundert v. Chr.". Für Konfuzius lässt sich die Zeit seiner Geburt nicht durch Urkunden feststellen. Über Geburtsort und -zeit Zarathustras stritten sich seine Anhänger Jahrhunderte hindurch, ohne zur Übereinstimmung zu kommen. Die Zeitangaben schwanken zwischen dem 11. und 8. Jahrhundert v. Chr. Buddhas Geburtsjahr ist unbekannt; als sein Todesjahr wird „mit einiger Sicherheit" das Jahr 480 oder 483 v. Chr. angegeben. Auch Mohammeds Geburtsjahr ist unbekannt. Die bisher als bestimmt geltenden Daten aus seinem Leben werden immer spärlicher, je weiter die Forschung vordringt.

Wie bestimmt und sicher steht im Vergleich zu diesen Religionsstiftern das Leben des Herrn im hellen Licht der Geschichte! Wenn uns die Angaben über die Geburtszeit Jesus nach unserem heutigen Empfinden dürftig erscheinen möchten, müssen wir bedenken, dass scharf umgrenzte Zeit- und Ortsangaben das Merkmal einer höheren Kulturentwicklung sind. Je weiter die Forschung in die Vergangenheit vordringt, desto unzuverlässiger und spärlicher werden die Zahlen, denen sie begegnet. Ohne Übertreibung können wir behaupten: Kein Lebensbild aus dem Bereich der Religionsgeschichte ist in Bezug auf Ort- und Zeitbestimmungen so fest mit den Forschungsergebnissen der Geschichte verwurzelt wie das Leben des Stifters des Christentums.

Warum hat Jesus so viel in Gleichnissen gesprochen?
Das Reden in Gleichnissen ist für Jesus so bezeichnend, dass man es geradezu seine Art zu reden nennen muss. Er spricht vom Gutshof und Pächterhaus, vom Acker und Säen, vom Weizen und Unkraut, von der Ernte und vom Weinberg, vom Senfkorn und vom Sperling, von den Lilien des Feldes und vom Fischfang, von Perlen und vom verborgenen Schatz, von Hirt und Schafen, vom Sauerteig und Brotbacken, vom verlorenen Groschen und von Arbeitslosen auf dem Markt, vom Hochzeitsmahl und von nächtlichen Dieben, vom ungetreuen Knecht und schurkischen Verwalter... Aus dem Leben der Menschen, der Tiere, der Pflanzen und der übrigen leblosen Natur wählt er die Gleichnisse, um die Wahrheit vom Reiche Gottes zu veranschaulichen. Das Alltäglichste und Unbedeutendste wird ihm zur Brücke, über die er seine Zuhörer aus dieser Welt in die Gedankenwelt Gottes hineinführt. Meisterwerke unvergleichlicher volkstümlicher Dichtkunst, Juwelen des Evangeliums, wunderbare literarische Kunstwerke sind die Gleichnisse des Herrn. Sie haben Bürgerrecht in allen Sprachen erworben, sind Gemeingut der Welt geworden. Die Gleichnisse vom Unkraut unter dem Weizen, von den klugen und den törichten Jungfrauen, vom verlorenen Sohn, vom barmherzigen Samariter sind so in unser Gedächtnis übergegangen, dass sie unablöslicher Bestandteil des abendländischen Bewusstseins geworden sind.

Weshalb aber bediente sich der Herr bei seiner Verkündigung des Gleichnisses?
Gleichnisrede ist dem hebräischen Schrifttum vertraut. Sie entspricht der Rede- und Denkweise des Orientalen. Im Morgenland liebte man schon immer die Bildrede. Man liebte das Gleichnis und mied die Sprache des Reingedanklichen und Begrifflichen. Auch heute noch bedienen sich die Morgenländer mit Vorliebe der bilderreichen Gleichnisrede. Dem schlichten Volk, und besonders dem Orientalen, liegt das abstrakte, theoretische Denken nicht. Das Volk denkt bildhaft, anschaulich, oft mehr in der Phantasie und Vorstellungskraft als mit dem Verstand.

Die Gleichnisrede war geeignet, die Predigt vom Himmelreich den Volksmassen zum Verständnis zu bringen. Das einfache Volk lebt ganz in der Anschauung, weniger im Verstand. Wie man Kinder mit Fabeln belehrt, so erzählt man einfachen Leuten Geschichten. Durch die Gleichnisse, dieser „Veranschaulichung des Unanschaulichen", mit ihrer lebensfrischen und klaren, knappen und kernigen Sprache machte Jesus dem schlichten Volk die schwierigsten Dinge klar und brachte dem einfachsten Menschenkind nahe, was dem durchdringendsten Geist immer undurchdringlich bleibt. Jedes lauschende Kind, jeder Fischer und Bauer und Zöllner konnte die Parabeln des Herrn verstehen, während gleichzeitig die Schrifterklärer aller christlichen Jahrhunderte genug Arbeit haben bei ihrem Bemühen, aus den Gleichnissen den letzten Sinn und die volle theologische Tragweite und Bedeutung herauszuholen. Jesus nimmt seine Vergleiche aus dem alltäglichen Leben der galiläischen Fischer und Bauern. Es ist ihr Schaffen und Mühen, ihr Sorgen und Denken, das sich in den Gleichnissen widerspiegelt. Die Bilder, die Jesus bringt, sind allen seinen Zuhörern vertraut und geläufig. Es sind keine Geschmacklosigkeiten und Spitzfindigkeiten darin wie in den Reden der jüdischen Schriftgelehrten. In ihrer ungekünstelten Natürlichkeit sprechen sie zum Herzen des Volkes und machen es empfänglich und aufgeschlossen für die tiefen Wahrheiten, die den Kern der Parabeln bilden. Die Bilder und Erzählungen, die Jesus zur Illustrierung seiner Predigt verwendete, blieben im Gedächtnis seiner Zuhörer viel besser haften als abstrakte Lehrsätze. Es ist ja gewiss kein Zufall, wenn die Evangelisten die Gleichnisse so ausführlich zu erzählen wissen. Sind nicht auch heute noch die Parabeln auch solchen Menschen noch bekannt, die von religiösen Wahrheiten sonst nicht mehr allzu viel wissen?

Wenn Jesus so viel in Gleichnissen redete, so tat er dies auch noch aus einem anderen Grund. Im Markus-Evangelium wird folgender Grund für die Gleichnisrede Jesu genannt: „Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Reiches Gottes zu verstehen. Den Außenstehenden wird alles nur in Gleichnissen geboten, damit sie sehen und doch nicht sehen, hören und doch nicht hören" (4,11). Die Verkündigung Jesu geschieht also so, dass sie denen, die guten Willens sind, verständlich, denen aber, die Geist und Herz gegen Gott verschließen, unzugänglich bleibt. Je größer die Spannung zwischen Jesus und der Judenschaft wurde und je mehr sie zur Entladung und vielleicht zum endgültigen Bruch zu führen drohte, desto mehr gebrauchte der Herr in seiner Lehrverkündigung die Gleichnisrede. Jesus sah, in welch falschen Vorstellungen von dem kommenden, rein irdisch-national gedachten Gottesreich der Großteil des Volkes noch befangen war,- darum musste er damit rechnen, mit dem hartnäckig in seinen Wahnvorstellungen befangenen Volk in offenen Konflikt zu kommen, falls er sofort in ungeschminkter Klarheit das Gottesreich verkünden würde, so wie er es bringen wollte. Es bedurfte äußerster Klugheit, um nicht den Vulkan, auf dem der Herr sich bewegte, von einem Augenblick zum andern aufbrechen zu lassen. Dieser Klugheit und Vorsicht entsprang das Gleichnis. Der eigentliche Kern der Gottesbotschaft konnte nicht ohne weiteres und unmittelbar geoffenbart werden. Jesus durfte noch nicht volles Licht auf das fallenlassen, was das Ziel seiner Predigt war. Darum sprach er in einer gewissermaßen verhüllten Weise seine Gedanken aus. Das Gleichnis ist „Verdeutlichung der Wahrheit dem, der die Wahrheit im Herzen trägt, aber Rätselrede dem andern" (Meinertz). Das Gleichnis ist klar und dunkel, beredt und verschwiegen zugleich. Wer es ruhig und unvoreingenommen betrachtet, findet es klar und beredt. Wer es mit getrübtem Auge und von Vorurteil befangen aufnimmt, dem sagt es nichts, wenn nicht sogar das Gegenteil von dem, was es in Wirklichkeit sagen will. Es ist Licht, das für das gesunde und reine Auge eine herrliche Himmelsgabe ist, das aber auf kranke und fehlerhafte Augen ermüdend und schmerzend wirkt.

Wenn Jesus in auffallender Art seine anfängliche Redeweise änderte und mehr und mehr in Gleichnissen sprach, so war dies bedingt durch die Scheidung der Geister, die sich immer deutlicher zeigte. Der Herr kleidete seine Wahrheit in die Form von Gleichnissen, weil er das wahre Wesen des Gottesreiches den Jüngern enthüllen, dem verblendeten Volk aber verhüllen wollte.

Was war die Muttersprache Jesu?
Die Annahme, die man vielfach trifft, Jesus habe hebräisch gesprochen, ist unrichtig. Zur Zeit des Herrn war Hebräisch schon eine tote Sprache. Als Folge der Verbannung der Israeliten nach Chaldäa im 6. Jahrhundert v. Chr. war das Hebräische durch das Aramäische ersetzt worden. Nach der Rückkehr aus der Verbannung hatten sich die Juden bereits so an das dem Hebräischen in vielem ähnliche Aramäische gewöhnt, dass sie ihre Muttersprache verlernten und fortfuhren, aramäisch zu sprechen. Das Hebräische konnten fast nur noch die Schriftgelehrten und ihre Schüler, die es bei ihren wissenschaftlichen Disputationen benützten. Wohl war bei der herrschenden Klasse des Volkes das Griechische, die damalige Weltsprache, in Gebrauch, als Sprache des Geschäftes, des Handels, des Verkehrs, der Literatur. Das einfache Volk aber, unter dem Jesus aufwuchs und in dessen Muttersprache er predigte, konnte nur Aramäisch. Die Evangelien führen manche aramäischen Worte aus dem Munde Jesu an, z. B. Talitha kumi = Mädchen, steh auf, ephpheta = öffne dich; Abba = Vater; Eli, Eli, lama sabachtani = mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?... Es kann heute kein Zweifel mehr darüber bestehen, dass die Sprache, die Jesus als Kind äußerte, in der er sich mit Maria und Josef unterhielt, in der er betete und seine Reden hielt und das Evangelium verkündete, das Aramäische war.

Jesus war wahrer Mensch. Konnte er also auch sündigen wie ein Mensch?
Jesus hatte eine Menschheit gleich der unsern. Er litt Hunger und Durst, er wurde müde und erschöpft und vom Schlaf übermannt. Furcht und Traurigkeit, ja Ekel und Überdruss beschlichen seine Seele. Aber obwohl er wahrer Mensch war, war er sündenlos und keiner Sünde fähig, ja durchaus unzugänglich für die geringste Unvollkommenheit. Worauf beruht diese Sündenlosigkeit und Unsündigkeit Jesu?

Jesus ist als Gottes eingeborener Sohn seinem Sein nach und von Ewigkeit her mit seinem himmlischen Vater zu unlöslicher Lebens-, Liebes- und Willensgemeinschaft verbunden. Als zweite Person der allerheiligsten Dreifaltigkeit ist er die unendliche Heiligkeit und kann daher dem Bösen in keiner Weise unterliegen. Die Heiligkeit gehört zum Wesen Jesu. Sie braucht von ihm nicht erst mühsam errungen zu werden. Nicht nur, dass er nie eine Sünde getan hat, er ist auch unsündig, er kann nicht sündigen. Er kann auch keinerlei innerliche Versuchung und Anfechtung zur Sünde erleiden, auch als Mensch nicht, weil „der Träger seiner menschlichen Natur das allheilige, göttliche Ich in Christus ist, weil der Wurzelgrund seiner menschlichen Existenz der Heilige Geist und die allzeit makellose Jungfrau Maria sind, so zwar, dass die menschliche Natur Jesu auch nicht einen Augenblick in den sündigen Strom einer von Adam her befleckten Erbmasse eingebettet lag. Aus heiligem Grund entspross ein heiliges Reis" (A. Riedmann).

Die Menschheit Jesu stand immer in der beseligenden Anschauung Gottes. Wem diese Gnade zuteil geworden ist, der kann sich nicht mehr losschälen von Gott, denn er sieht, dass Gott das höchste Gut ist, mit dem kein anderes verglichen werden kann. Darum ist auch jede Sünde unmöglich. Die Sünde ist ja nichts anderes als die Abwendung von Gott und seinem göttlichen Willen und die Hinwendung zu einem anderen Gut. Jesus ging darin auf, den Willen des himmlischen Vaters zu tun. Er war geradezu der menschgewordene, verkörperte Wille des allerheiligsten Gottes. Wo immer wir ihn in den Evangelien sehen und hören, bei der Hochzeitsfeier oder am Krankenbett, in der Wüste oder unter der Volksmenge, umjubelt von den Scharen oder angenagelt ans Kreuz — immer ist er daran, den Willen des Vaters zu tun. Darum ruhte „Gottes Wohlgefallen auf ihm" (Lk 2,40), und darum erklärte der himmlische Vater: „Dieser ist mein vielgeliebter Sohn; an ihm habe ich mein Wohlgefallen" (Mt 3,17). Frei von aller Sünde ist die Seele Jesu das Gefäß der heiligmachenden Gnade, die Trägerin des göttlichen Wohlgefallens. Ein Gegensatz zum Willen Gottes, auch nur die geringste Sünde, ist bei Jesus undenkbar und unmöglich. Absolute Sündelosigkeit und Unsündigkeit ist ihm zu eigen. Er wagte es sogar, seinen grimmigsten Feinden das kühne Wort entgegenzuschleudern: „Wer von euch kann mich einer Sünde überführen?" (Joh 8,45). Tatsächlich müssen auch diese zugeben, dass sie keine Schuld an ihm finden. Seine Freunde preisen ihn als das „unbefleckte, tadellose Lamm" (1 Petr 19,20), als „den Heiligen und Gerechten" (Apg 3,14), als „den, der keine Sünde kannte" [2 Kor 5,2i; 1 Joh 3,5), als „einen Hohenpriester, lauter, unbefleckt, abgesondert von den Sündern" (Hebr 7,26). Darum ist auch jede heutzutage angedichtete Affäre mit Maria Magdalena eine widerwärtige Häresie.

Das kirchliche Lehramt hat wiederholt Anlass genommen, die menschliche Natur Jesu als geheiligt und unsündig zu erklären, weil diese mit der zweiten Person in Gott wesenhaft vereinigt ist. Gegen Nestorius z. B. erklärte die Kirche: „Wer behauptet, Christus habe sein Opfer auch für sich selbst dargebracht und nicht vielmehr allein für uns, da er doch keines Opfers bedurfte, weil er keine Sünde kannte, der ist ausgeschlossen." Das Konzil von Chalzedon (451) sagte: „Der eine und selbe Christus ist wesensgleich dem Vater der Gottheit nach und wesensgleich auch uns seiner Menschheit nach; er ist uns in allem ähnlich geworden, die Sünde ausgenommen." Jesus steht auch als Mensch in so unerhörter, unerreichter Reinheit, Sittlichkeit und Charaktergröße vor uns, wie sie bei keiner einzigen Religion der Erde zu finden ist.







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