Jenni Keltisches Mysterium

Status: Offline Registriert seit: 31.05.2007 Beiträge: 66 Nachricht senden | Erstellt am 02.06.2007 - 20:13 |  |
Vollständiger Name: Gwenhwyfar
Rufname/wird genannt: Jenni, manchmal Gwen
Alter: 17
Geschlecht: weiblich
Volkszugehörigkeit: Keltin
Familie:
In ihrer Heimat Britannien und vielleicht in Rom dürften noch einige Mitglieder ihrer Familie am Leben sein, allerdings hat sie keinen Kontakt mehr zu ihnen und eigentlich weder den Mut noch die Hoffnung, sie jemals wiederzusehen, da sie sich ihnen wohl sowieso nicht mehr verbunden fühlen würde.
Verwandt mit: /
Befreundet mit: /
Verfeindet mit: /
Glaubt an:
An eine Macht jenseits der bekannten Götterpantheone und Glaubensrichtungen, an das Unbekannte, Geheimnisvolle, Unsichtbare und Dinge, die sich in der Nacht und im Verborgenen abspielen..... vorgeblich an die römischen Gottheiten.
Aussehen:
Jenni hat rotblonde Haare, die ihr glatt und weich bis über die Schultern fallen und je nach Sonnenlicht auch kupferfarbene bis dunkelrote Strähnen aufweisen. Sie werden bevorzugt offen und ungebunden getragen, und kommen weder mit Haarnadeln noch mit einer Schere in Berührung. Sie hat schöne große Rehaugen von einem fast leuchtenden Rotbraun, die zusammen mit ihren feinen, femininen Zügen und ihrem schlanken Körperbau den Eindruck eines zurückhaltenden, sanften Mädchens vervollkommnen.
Größe: 1,68m
Kleidung:
Der Kleidungsstil dieser jungen Frau entspricht in groben Zügen einfachen, normalen Gewändern im römischen Schnitt, meistens in ihrer Lieblingsfarbe indigo. Irgendwo findet sich diese Farbe eigentlich immer an ihr. Allerdings verzichtet sie dabei auf alle Arten von Kopfbedeckungen und -tüchern. Die weitfallende Stola wird von drei schmalen, dunklen Ledergürteln an der Hüfte festgehalten, an denen sich meist auch ein, zwei kleine Beutel befinden. Der Ricinum, ein einfacher quadratischer Umhang, wird an der Schulter mit einer kleinen bronzenen Fibel zusammengehalten, die die Form einer zweiköpfigen Schlange besitzt (siehe Bild).

Um ihre Handgelenke und die Ansätze der Hände sind schmale, fein zugeschnittene Stoffbänder in einem dunklen Bordeauxrot gewunden, die bis etwa zur Hälfte ihrer Unterarme hinaufreichen. Diese Umwicklungen trägt sie eigentlich immer, wenigstens, wenn sie in der Öffentlichkeit erscheint.
An ihren Füßen befinden sich tagsüber normale, schmale Ledersandalen, nachts auch schon mal leichte Halbstiefel.
Besonderheiten:
Um Jennis Hals liegt stets durch einige Lederbänder recht eng an der Haut gehalten ein Anhänger in der Form eines Vogels, dem ersten Eindruck nach aus Bronze gegossen.
Auch wenn sie noch keines hat, so hat sich die Kleine fest vorgenommen, sich demnächst ein Tatoo verpassen zu lassen. Sie spart gerade darauf.
Charaktereigenschaften (Stärken/Schwächen):
In den ersten Minuten eines gegenseitigen Kennenlernens wird man Jenni für ein überaus sanftmütiges, wohlerzogenes und höfliches Mädchen halten, das gelernt hat, sich anzupassen und gefällig zu sein. Vielleicht wirkt sie sogar ein wenig unterwürfig und schüchtern aufgrund ihrer eher leisen, sanften Stimme und dem etwas verträumten Blick. So gibt sie sich denn auch zumeist in Gesellschaft und bei ihrer Arbeit als Mädchen für (fast) alles in einer kleinen Hafentaverne, die jedoch aufgrund der Führung durch eine selbstbewusste, stämmige Matrone ein gemütliches, rustikales Ambiente vorzuweisen hat und in die sich sonstige Hafenratten nur sehr selten verirren. Was Jenni eigentlich sehr schade findet.
Denn so sanft, ruhig und gesittet sie aufgrund ihrer Erziehung und der Umstände ihrer Kindheit auch geworden ist, tief in ihr schlägt das Herz einer kleinen Abenteurerin, die sich nach Gefahr, Geheimnissen und Aufregung sehnt. In ihrem Dasein hatte sie bisher noch nicht viele Gelegenheiten, diesen Teil ihres Inneren wirklich auszuleben. Man merkt es bislang höchstens an ihrer Vorliebe für unheimliche, abenteuerliche Geschichten und Gerüchten, ihrem Faible für die Nacht und Dinge oder Umstände, die sie faszinieren, weil sie ihnen auf den Grund gehen möchte. Sie interessiert sich für Historie und Mystik, und versucht selbst, diese Aura ein wenig für sich zu erschaffen. So wirkt das Mädchen auch nur insoweit offen und zugänglich, wie es die Geheimnisse anderer betrifft. Über ihre eigenen Erfahrungen schweigt sie sich lieber aus oder beschränkt sich auf kleinere Andeutungen, die einen Zuhörer nicht wirklich weiterbringen. Wenn man alles von ihr nach einem einzigen Blick in ihre sanften, tiefen Augen zu wissen glaubt, irrt man sich. Durch kurze Kommentare, Taten oder allein Aufenthaltsorte zu später Stunde weiß sie sehr wohl zu überraschen. Es wäre gelogen zu behaupten, dass sie unbewusst nicht auch darauf zielt.
Ihre Natur ist kompliziert und nicht leicht zugänglich, da sich in ihr so viele Gegensätze zu befinden scheinen, die wohl auch aufgrund ihres jungen Alters noch zu keiner Seite überwiegen. Jenni hält ihr Innerstes stets gut verschlossen und vor der Außenwelt verborgen.
Wenn etwas ihr Interesse geweckt hat, ist sie mit Leib und Seele dabei, es zu ergründen, es geradezu leidenschaftlich auszukosten und erst von ihm abzulassen, wenn sie entweder alles damit Zusammenhängende aufgesogen oder etwas noch Spannenderes gefunden hat.
Entgegen ihres zierlichen Körperbaus lässt sie ihre geistige Haltung unter der Oberfläche überaus zäh, ausdauernd und verbissen werden. Sie ist zu absoluter Hingabe und Aufopferungsbereitschaft fähig und hat ihre Grenzen diesbezüglich noch nicht voll ausgelebt. Doch die Kleine ist hartes Arbeiten und unermüdliches Schaffen gewöhnt, wenngleich dies bislang auch fast nur für andere Leute geschah. Das Mädchen neigt zum Extrem, gönnt sich selbst kaum einmal Schonung und ist deswegen früher auch dann und wann zusammengebrochen. Oftmals konnten diese urplötzlich in ihr freigewordenen Kräfte von Arbeitswut und Schaffensdrang ihre Mitmenschen mehr als überraschen, weil man sie ihr auf den ersten Blick einfach nicht zutrauen würde. Und weil man in manchen Zeiten nicht das kleinste Anzeichen dieser Energien an ihr feststellen kann.
Jenni ist treu, aufrecht und loyal den Menschen gegenüber, die ihr etwas bedeuten oder die ihr geholfen haben. Sie ist auch zu großer Opferbereitschaft fähig. Ebenso kann sie sich aber auch als unerwartet unbequem entpuppen, wenn man ihr erneut Fesseln anzulegen versucht oder sie sich hintergangen fühlt.
Zudem ist sie ehrgeizig bei Dingen, die sie wirklich interessieren. Sie wollte immer lernen, um trotz ihres gesellschaftlichen Standes vor sich selbst Anerkennung zu finden. Auch ist sie stets fleißig, exakt, hilfsbereit und besorgt um das Wohl anderer. In gewissem Sinne besitzt sie zudem einen gewaltigen Anteil Mut, wenn man bedenkt, in welchen Ecken der Stadt sie sich nachts bevorzugt herumdrückt. Trotzdem ist ihr Charakter immer noch unvollendet und in einer Entwicklung, die noch nicht abgeschlossen wurde. Erst einmal muss sie sich ihrer neugewonnenen Freiheit richtig bewusst werden und ihr Leben neu organisieren.
Was mag dein Charakter:
Schon früher besaß Jenni einen Hang dazu, das zu mögen, was normale Menschen, insbesondere die in ihrem näheren Umfeld, gerade nicht mochten. Vielleicht war dies damit ihre Art eines stillen Widerstands. Beispielsweise half sie einmal einem mutterlosen Nest kleiner Ratten zu voller Blüte, indem sie sie heimlich in einer Truhe versteckte und mit Leckerbissen aus dem Vorratsraum fütterte. Allerdings waren das wirklich noch harmlose Kinderstreiche, wenn man davon absieht, dass diverse weibliche Angehörige des Haushalts umfielen wie die Fliegen, als der nacktschwänzige Nachwuchs sich eines Tages befreite und zum Sturm auf die zivilisierte Welt läutete.
Sie hatte aber auch nie etwas gegen andere eher verhasste Gesellen, seien es greifbare Übel wie Diebe, denen sie nachts gerne mal ein wenig was zu essen auf die Hausmauern und Fenstersimse legte, oder Schreckgespenster wie Geister, Meeresungeheuer oder grausliche Fabelgestalten, denen sie schon als Kind stets einen besonderen Absatz in ihren täglichen Gebeten widmete. ("Und schütze die Harpyen und die große Meereskrake und vergiss nicht den Wiederkehrer, der immer zum Fenster reinschaut, wenn ich ein Bad nehme...")
Gelinde gesagt ist ihr Geschmack ein wenig 'morbide'. Nicht unbedingt das, was man von kleinen süßen Mädchen erwartet.
Inzwischen ist sie ein großes süßes Mädchen und auch ihre Vorlieben haben sich zwar nicht gewandelt, jedoch im gleichen Typus zugenommen. Zum Beispiel vergöttert sie Piraten und alles was dazugehört. In ihrer kleinen Hafentaverne muss nur jemand dreckig genug aussehen und behaupten, mal auf einem Bötchen über die Wellen geschippert zu sein, schon gibt's ein Getränk gratis von ihr. Und einen Hundeblick mit der Bitte, ihr von seinen vielen fürchterlich tollen Abenteuern zu berichten. Darüber hinaus erzählt sie gerne, dass sie einmal eine Nacht mit einem gefährlichen, berühmt-berüchtigten Piratenkapitän verbracht hätte, was die meisten ihr allerdings nicht ganz abkaufen. Sie allerdings pocht darauf, nichts als die reinste Wahrheit zu sprechen.
Worauf sie natürlich auch angesprungen ist, sind die wilden Vampirgeschichten, die gerade durch die Stadt toben und für die sie sofort Feuer und Flamme war. Zuzüglich mit gewissen blutleeren Leichen und geflüsterten Gerüchten ist sie inzwischen der felsenfesten Ansicht, in einer verflucht guten Stadt zu leben.
Angepasst an ihre Lieblingsmonstrositäten liebt Jenni zudem die Nacht, Gewitter, dunkle Ecken und Winkel, Nebel, unheimliche Geschichten, das Meer, Magie, Geheimnissen auf den Grund zu gehen, Sinnlichkeit und die Liebe. Weil Letztere nämlich meist nicht minder mysteriös ist.
Was hasst dein Charakter:
Jenni mag kaum etwas weniger als dröge Eintönigkeit und ein Leben ohne Spannung und den Kitzel von Abenteuer. Sie braucht Untiefen, die sie erforschen kann und wilde Pläne, die durch ihren Kopf spuken können. Oberflächlichkeit kann dieser hochanalytische Charakter ebenfalls nicht ausstehen, einfache, gerade Menschen sind ihr ein Gräuel. Auch mag sie nicht diesen flatterhaften, unvollständigen Typ, der alles anfängt und nichts zu Ende bringt.
Das Mädchen nimmt sich gerne Zeit, Beobachtungen und Erlebtes zu verarbeiten und ihre eigene Seele zu ergründen, weswegen sie in einem solchen Zustand Einwirkungen von außen gar nicht leiden kann.
Sie ist natürlich kein Freund der Sklaverei und der Art und Weise, wie mächtige Länder Gebiete erobern, die ihnen nicht gehören. Aber irgendwie kann sie diese Art auch nachvollziehen, dass die Stärkeren nun einmal die Schwächeren regieren. Für sich selbst hat sie allerdings entschieden, sich der Beeinflussung der Stärkeren nachhaltig zu entziehen.
Fähigkeiten:
Jenni hat eine fast komplette Erziehung und Ausbildung einer höheren römischen Tochter aus gutem Haus erfahren und besitzt eine passable, damit einhergehende Allgemeinbildung. Sie kann lesen und schreiben und beherrscht neben Latein auch noch Griechisch und einige Worte Persisch. Sie ist bewandert in Frauentätigkeiten wie Handarbeiten, Kochen, Backen, Blumen arrangieren, Malen, Singen und die Kithara spielen. Zudem hat sie zusätzlich noch einen besonderen Schwerpunkt auf die hohe Kunst der Heilung auferlegt bekommen, die sie auch freudig und eifrig erlernt hat. Anatomie interessierte sie schon immer und auch jetzt findet man sie häufig in der Nähe des Hospitals und auch gerne in den Leichengewölben vor. Zum.... lernen.
Durch ihre analytischen Gedanken und gerne auf der Suche nach versteckten Wunden und empfindlichen Stellen trifft sie gerne und mit einer enormen Zielsicherheit mit wenigen Worten oder Taten sensible Stellen des Geistes und auch schon mal des Körpers. Sie wagt sich ganz einfach in Bereiche, von denen andere lieber die Finger lassen, von denen sie allerdings magisch angezogen wird.
Waffen/Kampf-Fertigkeiten:
Zunge. Worte. Vielleicht ein kleines Messer. Wenn es hart auf hart kommt wird sie einer scharfen Klinge allerdings nicht viel mehr entgegenzusetzen haben, als eine spitze Bemerkung mit dem letzten Atemzug.
Wohnort:
Ein kleines Zimmer oberhalb den Räumlichkeiten der Hafentaverne 'Zur nimmersatten Nereide', unter deren Namensschild der weitere kleiner Hinweis eingeschnitzt wurde: 'Ich beziehe mich damit auf das Essen, das ESSEN, ihr dreckigen Lustmolche!!'. Mit freiem Blick auf den Hafen und zu dünnen Wänden, um auch nur einen Morgen ausschlafen zu können.
Auf wessen Seite:
Jenni hält sich weites gehend an die Regeln, außer, sie stehen ihr im Weg. Und wenn das Gesetz nicht zu sehr gegen ihre geliebten bösen Jungs ist.
Aufgaben/Beruf:
Hilfsmädchen in der oben erwähnten, schönen Taverne, dazu gehört Küchendienst, die Bedienung, das Einkaufen und das Zur-Tür-Hinaus-Komplimentieren leicht übertrunkener Stammgäste, die meist ihren Widerstand aufgeben, wenn Jenni ihre großen Rehaugen zum Glitzern bringt. Oder wenn Maya, die wehrhafte Wirtin, in engen Kreisen nur als 'Ausschank-Amazone' bekannt, ihr gefürchtetes Holzbrett zum Fleischklopfen enthusiastisch in die Handfläche knallen lässt.
Vorgeschichte:
Gwenhwyfar wurde im südwestlichen Teil Britanniens geboren, als älteste Tochter einer insgesamt fünfköpfigen Familie und ohne den regelmäßigen Einfluss ihres leiblichen Vaters, mit dem ihre Mutter nur ein kürzeres Intermezzo hatte, und der als fahrender Barde und Geschichtenerzähler ein lockereres Leben dem eines hart arbeitenden Familienvaters vorzog. Hin und wieder besuchte er sein Töchterlein noch, wenn er sicher war, dass die Frau Mama sich schön weit fort befand und ihn nicht für seinen so schnellen Füße über die nächste Klippe springen ließ.
Gwens Verhältnis zu ihrem Stiefvater war weder besonders herzlich, noch sonderlich grausam, sie war eben nicht sein Kind, sie war die Älteste, Verantwortungsvollste, und damit kamen beide halbwegs zurecht. Die ganze Familie lebte auf einem recht eigenständigen Hof mit Tieren, Getreide-, Gemüse- und Kräuteranbau, hielten guten Kontakt mit ihren Nachbarn und lebten eigentlich ein normales Leben.
Natürlich nur, soweit die römischen Besatzungsmächte dies zuließen. Leider ließen sie es nicht sehr lange zu, verlangten Abgaben, mehr und mehr, und nahmen schließlich, als ihnen die Ausbeute zu gering war, den ältesten Sohn und die älteste Tochter mit, um sie in die Sklaverei zu verkaufen. Gwenhwyfar war damals erst sieben Jahre alt, ihr Bruder fünf, also zwar nicht sonderlich stark, aber wenigstens formbar.
Noch bevor sie den eigentlichen Sklavenmarkt in Rom aber erreichen konnte, wurde ein römischer Militärtribun auf ihr auffälliges Haar und ihr erstaunlich gutes Benehmen (sie plärrte und kreischte nicht so wie der übrige Haufen Bälger, der sie in diesem Käfig begleitete) aufmerksam und entschied sich kurzerhand, sie als Gesellschaft für seine etwas ältere Tochter in Rom zu erwerben. An ihrem Bruder bestand leider kein Interesse und so wurden die Geschwister getrennt.
In Rom angekommen und von den damit einhergehenden Eindrücken erst einmal fast restlos erschlagen (insbesondere von der Hitze) lernte Gwenhwyfar, die ungefähr zu diesem Zeitpunkt in 'Jenni' umgetauft wurde, einfach, weil ihre neuen Herrschaften es besser aussprechen konnten, dann Claudia kennen, ihre neue beste Freundin. Claudia neigte zwar aufgrund des Reichtums ihrer Familie und des damit einhergehenden Prestiges ordentlich zum Angeben, aber wenn man sie einmal als Mittelpunkt dieser Welt akzeptiert hatte, konnte man durchaus gut mit ihr auskommen. Die kleine Römerin sah in Jenni etwas wie eine außergewöhnliche, besonders lebensechte Puppe, die man hübsch frisieren, ankleiden und vorzeigen konnte, und deren rote Haare von ähnlich gut situierten Freundinnen neidisch begutachtet wurden. Und dieses neue Spielzeug war obendrein auch noch lernfähig, obwohl dieser lustige, kehlige Akzent, mit dem sie das elegante Latein verzierte, irgendwie nie ganz weichen wollte. Claudia fühlte sich überaus wohl in der Rolle der großen, erwachsenen 'Schwester', obwohl sie Jenni durchaus spüren ließ, wer hier die Herrin im Hause war und wer bestimmte, was gemacht wurde. Aber da sie ihr neues Schmuckstück überall dabei haben wollte, auch zur Gesellschaft während ihrer privaten Unterrichtsstunden, denn wer wollte schon eine dumme Puppe haben, lernte Jenni enorm viele Dinge, die anderen Sklaven verwehrt blieben.
Der Widerstand der jungen Keltin hielt sich in Grenzen. Was gab es auch groß aufzumucken, sie hatte schnell begriffen, dass sie um einiges besser dran war, als die übrigen Sklaven der Villa und dass eine Flucht zurück nach Hause wohl nicht in Frage kam. Zudem erregten einige der Lernbereiche auch durchaus ihr echtes Interesse, wenngleich nicht unbedingt das Schreiben griechischer Buchstaben.
Vor anderthalb Jahren schließlich zog die Familie aus Rom in ihre Wintervilla auf Mediterranea, da sich Claudias Vater aus dem aktiven Dienst zurückgezogen hatte und allen diese schmucke Insel schon immer gefallen hatte. Trotz diverser aufmüpfiger Sklaven. Doch zur Not konnte man schließlich jederzeit nach Rom, in die Sommervilla, zurückkehren.
Vor einem Vierteljahr nun heiratete Claudia einen ihrer unzähligen, gutsituierten Bewerber und machte damit das, was man wohl als 'gute Partie' bezeichnet. Da sie, in mildtätiger Stimmung wegen dem vielen Glück in ihrem Leben, auch ihrer jahrelangen 'Freundin' einen Gefallen tun wollte, bot sie Jenni die Freiheit an, oder das Recht, weiter bei ihr zu bleiben. Zu Claudias deutlicher Verwunderung wählte Jenni die Freiheit, packte einen kleinen Teil der großzügigen Geschenke, die sich über Jahre bei ihr gesammelt hatten, und machte sich davon. Erst einmal ohne bestimmtes Ziel.
Schließlich und endlich verschlug es sie allerdings doch zum Hafen, der schon immer eine gewisse Anziehungskraft auf sie ausgeübt hatte mit seinen unzähligen Geheimnissen und Weiten. Sie überstand das knochenharte Einstellungsgespräch bei Maya und lebt und arbeitet seitdem in der Nimmersatten Nereide. Nicht zuletzt, weil sie dort auch endlich einmal relativ ruhig und sicher ihren sonstigen Interessen nachkommen kann, die sie mehr und mehr für sich entdeckt.
Wunschusertitel: Mir fällt da noch nix ein....
Was wünscht du dir hier im Forum:
Wie immer Mitspieler, die mich ertragen.

[Dieser Beitrag wurde am 02.06.2007 - 20:17 von Jenni aktualisiert]
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