Lavida 

Status: Offline Registriert seit: 14.12.2006 Beiträge: 4089 Nachricht senden | Erstellt am 24.01.2007 - 16:30 |  |
Wenn Laura tobend durchs Haus wütet, dann rette sich wer kann. Laura ist 14, impulsiv und aufbrausend, wie Mädchen in dem Alter es nur sein können.
Eine anderer Wutsturm machte am 18. Januar durch dieselben Eigenschaften öffentlich von sich reden:
Aber wenn er um das Haus wütet, dann ist das keine Pubertätslaune. Dann ist es bitterer Ernst.
Ich rede von Kyrill, dem Sturmtief, das uns mit Wind und Orkanen von bis zu 195 Stundenkilometern das Fürchten lehrte.
Dass jetzt wieder die Sonne scheint, ist ein wahrer Segen. Mensch und Natur erholen sich von Laura.
Wenn so eine Laura den Sturmnamen Kyrill von den Metroelogen bekommt ,und an den Fenstern rüttelt, um die Hausecke pfeift, Ziegel vom Dach wirft, LKW’s in Seitenlage bringt und Bäume entwurzelt, dann wird mir ganz mulmig – vor allem nachts.
Mir wird klar, wie hilflos ich bin und außer abwarten und hoffen, dass mir nichts geschieht, nichts machen kann.
Ich habe keinerlei Einfluss auf diese Naturgewalten. Und wenn sie so richtig loslegen, bin ich ihnen wie alle Menschen schutzlos ausgeliefert.
Meine Urgroßmutter hatte für solche Fälle immer eine Tasche im Schrank fertig gepackt.
In dieser Tasche hatte sie die wichtigsten persönlichen Papiere, z.B. Ausweise und Versicherungsscheine für Haus und Hof.
Wenn nachts ein Gewitter tobte oder ein heftiger Sturm am Hause riss, saß meine Urgroßmutterangezogen mit der Tasche unterm Arm auf der Treppe, absprungbereit für den Notfall.
Früher haben wir darüber gelacht. Heute denke ich, es ist gut, so eine Tasche für den Notfall bereit zu haben. Wenn ich erst in der akuten Bedrohung anfangen sollte, nach wichtigen Unterlagen zu suchen, wäre ich sicher verloren. Oder ich stünde am Ende mit nichts vor der Tür.
Dieser Sturm Kyrill hat vielen wieder das Fürchten gelehrt, und war keine Pubertätslaune a la Laura. Er war bitterer Ernst und mancher ist in dieser Nacht obdachlos geworden und einige Menschen kamen auf tragische Weise ums Leben.
Aber wie die tobenden Anfälle von Laura sich wieder in Sonnenschein verwandeln, so geht es auch nach jedem Sturm, die Sonne wird wieder scheinen. Beruhigend der Gedanke, dass sich alles wieder ins rechte Lot kommt.
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Nouveautes unregistriert
| Erstellt am 25.01.2007 - 14:34 |  |
Jeder Sturm ist mal zu Ende, auch dieser, der als einer der stärksten der letzte Jahre in Europa gilt.
Hinterlassen hat er seine Spuren. Spuren der Verwüstung und den Verlust von 11 Menschen.
Und haben wir deshalb ein schlechtes Gewissen? "Du bist Deutschland" heisst es doch.Da ist der Umkehrschluss "Du bist Klimatastrophe" doch nur logisch.
Orkan Kyrill hat uns erst einen kleinen Vorgeschmack unserer Zukunft gezeigt, die durch den Klimawechsel bestimmt wird. Ob Straße, Schinie, Luft unsere Mobilität war dahin. Orte ohne Strom, Telefon, Heizung, Überschwemmungen verursacht wirklich durch den Orkan oder wer sind die wahren Verursacher des Klimawechsels? Packt schon mal alle die Gewittertaschen....das Spiel hat erst begonnen.
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Hildebrandt unregistriert
| Erstellt am 25.01.2007 - 17:56 |  |
Deutschland als Verursacher? Irgendwie schon Mitverursacher, wenn man so sich über so manche Energieverschwendung und Umweltbelastung, die zu diesem Klimawechsel führt, Gedanken macht. Brauchen wir Erdbeeren zu Weihnachten, Bohnen aus Kenia, Milch aus Schleswig-Holstein, Geflügel aus Dänemark, Eier aus Oldenburg und Äpfel aus Neuseeland? Haben wir hier keine Bäcker und Bauern? Sogar auf dem Wochenmarkt wird Ware angeboten, die nicht mehr vom Selbsterzeuger stammen. Wieviel Sprit wird verbraucht, wieviel Stau's auf den Straßen, wieviel Abgase in den Städten. Der Orkan Kyrill war in Europa ein laues Lüftchen im Vergleich der Hurrikans der letzten 3 Jahre.
Hier hat der Einzelne von uns eine Menge Einfluss. Sein Kaufverhalten entscheidet.
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