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focour


Status: Offline Registriert seit: 30.07.2004 Beiträge: 11857 Nachricht senden | Erstellt am 15.09.2005 - 22:56 |  |

Jean-Jacques Rousseau
(1712 - 1778)
Signatur contra torrentem |
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heribert 


Status: Offline Registriert seit: 20.01.2005 Beiträge: 3733 Nachricht senden | Erstellt am 15.09.2005 - 23:12 |  |
Jean-Jacques Rousseau
Allgemeines: Jean-Jacques Rousseau. (1712 - 1778) Aus Genf stammender Philosoph, der besonders in Frankreich wirkte. Verkrachte sich mit so gut wie allen Leuten, mit denen er es zu tun hatte. Verhielt sich im Laufe seines wechselvollen Lebens nicht unbe-dingt so, wie es seinem naiven utopischen Menschenbild entsprach. Eine Art frühgrüner Fundamentalist. Lehnte wissenschaftlich/technischen und sogar kulturellen Fortschritt ab. (Horkheimer und besonders Adorno sind häufig aus ihm herauszuhören.)
Rousseau konstruiert einen Naturzustand - von dem er selbst sagte, daß es ihn vielleicht nie gegeben habe. In ihm lebe der Mensch als starker Einzelgänger in einer natürlichen Ordnung. Er stütze sich auf sein Gefühl, Vernunft gebe es noch keine. Es gebe eine allgemeine Freiheit und Gleichheit aller Menschen. Der Mensch sei grundlegend von der Selbstliebe bestimmt, die noch kein Egoismus sei. Aus ihr entspringe u. a. auch Mitleid. Aus diesem Naturzustand entstünden einfache Gesellschaften, die Freiheit und Gleich-heit nicht aufhöben. [Auf grund unserer heutigen naturwissenschaftlichen Kenntnisse über die Zustände im Tierreich, die Evolution des Lebens und die Frühzeit der Menschheit kann man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen, daß es solche Zustände nie gab!
Signatur Alles hat seine Zeit |
bisherunbeteiligt


Status: Offline Registriert seit: 02.01.2005 Beiträge: 82 Nachricht senden | Erstellt am 15.09.2005 - 23:46 |  |
Zu Rousseau: Der Ausgangspunkt seines Denkens ist der Abscheu vor der Kultur und der Gesellschaft seiner Zeit. Er stellt fest, dass die in Gesellschaft lebenden Menschen böse und eitel sind und durch die Vielfalt der sich kreuzenden Interessen werden sie verleitet, die eigenen wahren Absichten zu verbergen. Das bedeutetete für ihn, dass Schein und Sein nicht übereinstimmen.
Und das lässt sich durchaus auf die heutige Zeit übertragen.
Weitergehend behauptet er, dass die Menschen böse sind. Zitat: "Die Menschen sind böse; eine traurige und fortdauernde Erfahrung erübrigt den Beweis; jedoch, der Mensch ist von Natur aus gut, ich glaube, es nachgewiesen zu haben; man bewundere die menschliche Gesellschaft soviel man will, es wird deshalb nicht weniger wahr sein, dass sie die Menschen notwendigerweise dazu bringt, einander in dem Maße zu hassen, in dem ihre Interessen sich kreuzen, sich wechselseitig scheinbare Dienste zu erweisen und in Wirklichkeit alle vorstellbaren Übel zufügen."
Das bedeutet, dass er nicht nur die Gesellschaft seiner Zeit kritisiert, sondern die Vergesellschaftung des Menschen an sich, womit er im starken Gegensatz zum Denken seiner Zeit steht.
Und so blieb es nicht aus, dass seine Theorien - wie könnte es auch anders sein, von von den Vertretern der christlichen Kirchen abgelehnt wurden.
Für mich stellt sich Rousseau's Denkweise im ersten Moment so dar, dass eigentlich allüberall freudvolle Harmonie herrschen müsste. Da das nicht der Fall ist - die Menschen hassen, betrügen, verleugnen, belügen und morden sich - schließt er, dass der Mensch von Natur aus ein ungeselliges Wesen und nur außerhalb der Gesellschaft "gut" ist.
Wie im wahren heutigen Leben.
Und er schreibt, dass der einzige Trieb, der den Menschen antreibt, die Selbstliebe ist. Zitat: "Sorge für dein Wohl mit dem geringstmöglichen Schaden für die anderen."
Ein kleiner Auszug aus: Abhandlung über den Ursprung und die Grundlage der Ungleichheit unter den Menschen
Ich sollte wieder einmal in einer stillen Stunde danach greifen, zumal es Parallelen zur heutigen Zeit aufzeigt.
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DieRomi 


Status: Offline Registriert seit: 29.10.2004 Beiträge: 7274 Nachricht senden | Erstellt am 16.09.2005 - 07:43 |  |
Umso mehr sehe ich staunend auf das eingangs gezeigte romantische Bild...
...Parallelen zur heutigen Zeit? Durchaus.
Un das war er...

Jean-Jacques Rousseau Philosopher Never exceed your rights, and they will soon become unlimited.
Habe die folgende Beschreibung nur in englischer Sprache ergoogln können....aber diese Beschreibung bekräftigt die Aussage von bisherunbeteiligt.
Rousseau's profound insight can be found in almost every trace of modern philosophy today. Somewhat complicated and ambiguous, Rousseau's general philosophy tried to grasp an emotional and passionate side of man which he felt was left out of most previous philosophical thinking.
In his early writing, Rousseau contended that man is essentially good, a "noble savage" when in the "state of nature" (the state of all the other animals, and the condition man was in before the creation of civilization and society), and that good people are made unhappy and corrupted by their experiences in society. He viewed society as "articficial" and "corrupt" and that the furthering of society results in the continuing unhappiness of man.
Rousseau's essay, "Discourse on the Arts and Sciences" (1750), argued that the advancement of art and science had not been beneficial to mankind. He proposed that the progress of knowledge had made governments more powerful, and crushed individual liberty. He concluded that material progress had actually undermined the possibility of sincere friendship, replacing it with jealousy, fear and suspicion.
Perhaps Rousseau's most important work is "The Social Contract" that describes the relationship of man with society. Contrary to his earlier work, Rousseau claimed that the state of nature is brutish condition without law or morality, and that there are good men only a result of society's presence. In the state of nature, man is prone to be in frequent competition with his fellow men. Because he can be more successful facing threats by joining with other men, he has the impetus to do so. He joins together with his fellow men to form the collective human presence known as "society." "The Social Contract" is the "compact" agreed to among men that sets the conditions for membership in society.
Rousseau was one of the first modern writers to seriously attack the institution of private property, and therefore is considered a forebear of modern socialism and Communism (see Karl Marx). Rousseau also questioned the assumption that the will of the majority is always correct. He argued that the goal of government should be to secure freedom, equality, and justice for all within the state, regardless of the will of the majority.
One of the primary principles of Rousseau's political philosophy is that politics and morality should not be separated. When a state fails to act in a moral fashion, it ceases to function in the proper manner and ceases to exert genuine authority over the individual. The second important principle is freedom, which the state is created to preserve.
Rousseau's ideas about education have profoundly influenced modern educational theory. He minimizes the importance of book learning, and recommends that a child's emotions should be educated before his reason. He placed a special emphasis on learning by experience
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