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Jamiriel ...
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...   Erstellt am 28.01.2010 - 18:36Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Es war schon lange her, dass sie mit der Gemeinschaft am Kaminfeuer saß und man zusammen lachte und redete.
Sie lächelte, sie dachte schon wie die Menschen … lange her. Dabei war es für sie, einer Elbin, erst als wäre es gestern gewesen.

Seit einiger Zeit zog sie also wieder alleine durch die Lande und bekämpfte das Böse. Seit dem letzten Tag in dem heimeligen Haus... wo alles endete.

Sie saß im Schatten einiger Felsen und hatte nur ein kleines Feuer entfacht. Lauschend hob sie den Kopf, aber es waren nur die Geräusche der Natur zu hören. Also lehnte sie sich wieder an den Felsen und wanderte in Gedanken zu diesem einen Tag zurück.

Ihr Freund Evomir, ein Jäger der Menschen, hatte sie seinerzeit mit seinem Freund dem Waffenmeister Antal, auch ein Mensch, bekannt gemacht. Nach anfänglichem Misstrauen, hatte Jamiriel dann zugestimmt, in diese Gemeinschaft aufgenommen zu werden. Gemeinsam bestanden sie viele Abenteuer und nach und nach wuchs eine wunderbare Freundschaft heran.
Doch dann verließ Evomir die Gemeinschaft und etwas veränderte sich. Etwas was man nicht sofort bemerkte, aber Jamiriel konnte es fühlen, eine Veränderung ging vor sich .

Als eines Tages ihre kleine Schwester Joandis zu ihnen in die Gemeinschaft kam und etwas später dann Antals Bruder Theogorn, war Jamiriel glücklich das Joandis da war, doch sie spürte auch die Unruhe ihrer Schwerster und wusste, dass diese nicht lange bleiben würde.

Für kurze Zeit konnte die Elbin ihr ungutes Gefühl beiseite schiebe.

Dann kam der Tag, an dem Theogorn und Joandis in den Hügelgraberhöhen einer kleinen Bardin das Leben retteten und sie mitbrachten.
„Fagusopal“ nannte Jamiriel sie, denn sie kannte die kleine Hobbitdame. Zusammen mit Joandis pflegte sie die Hobbit und als deren Wunden verheilt waren, stellte sich schnell heraus, dass diese ihr Gedächtnis verloren hatte.

Obwohl die Gemeinschaft alles versuchte um heraus zu bekommen, wo die Bardin zu Hause war, blieben ihre Bemühungen ohne Erfolg. Leider wusste Jamiriel auch nur den Namen und nicht wo Fagusopal beheimatet war.

Bis an dem fragwürdigen Tag, wo alles endete.

Ein Zwerg klopfte an die Tür, um nach dem Weg zu fragen und als dieser die Hobbitdame sah strahlte er über das ganze Gesicht. „Fagusopal, meine Liebe, du lebst und wir dachten schon wir hätten dich verloren“.
Auch Fagusopal strahlte, denn als sie den Zwerg erblickte, kam die Erinnerung mit einem Schlag zurück.
Jamiriel blickte in das leuchtende Gesicht der Bardin und wusste was es bedeutete. So kam es, dass Stunden später Fagusopal mit dem Zwerg die Gemeinschaft verließ.

Die Elbin blickte traurig der Bardin hinterher. Erst war Evomir gegangen und dann Joandis und jetzt die kleine Bardin.

„Leb wohl kleine Freundin, immer sichere Wege für dich“. sagte sie leise und wischte sich eine Träne weg, die ihr über die Wange rollte.

Abends saß sie traurig vor dem Kaminfeuer und als Antal kam, erzählte sie ihm was sich zugetragen hatte.

Noch an diesem Abend fiel die Entscheidung die Gemeinschaft aufzulösen.





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Humor ist, wenn man trotzdem lacht

Fredegor
unregistriert

...   Erstellt am 29.01.2010 - 12:21Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ein kleiner Hobbit, seine Gestalt durch einen weiten Kapuzenumhang verhüllt, trat ans Feuer der Elbin.

Jamiriel hatte durch ihre scharfen Sinne natürlich schon lange vorher bemerkt, dass sich da etwas unter die Geräusche der Natur gemischt hatte. Doch wer so ungeschickt im Schleichen ist, stellt wohl auch keine Bedrohung dar, dachte sie bei sich.

"Darf ich mich setzen, Frau Elb?" fragte der Hobbit. Als Jamiriel ihm wortlos zunickte, holte er eine Harfe hervor und begann, diese zu stimmen.

"Ihr scheint bedrückt zu sein und seid gerade nicht in Gesprächslaune, wie? Das ist schon in Ordnung." Der Hobbit lächelte. "Lasst mich Euch ein Lied spielen."

Der Barde, denn ganz offensichtlich schien es sich bei dem Hobbit um einen solchen zu handeln, begann eine melancholische Melodie auf seiner Harfe zu spielen.

'Alles verändert sich, nur weniges bleibt lange beständig. Hadere nicht wegen eines Verlustes, dies macht ihn auch nicht ungeschehen. Erinnere Dich an die guten Zeiten, behalte im Herzen was Du schönes erlebt hast. Dies kann Dir nicht mehr genommen werden. Scheue Dich auch nicht zu Trauern, denn dies hilft Dir über Deinen Verlust hinwegzukommen. Aber beginne, wieder vorwärts zu schauen. Die Zeit die uns bleibt ist zu kostbar, um sie mit düsteren Gedanken zu verbringen - dies gilt selbst für Euch unsterblichen Elben, denn Gram kann auch Euch hinfortraffen. Erinnere Dich an die Gefährten, die Du trafst. Einige mögen gegangen sein, doch gibt es sicherlich noch viele, die sich um Dich sorgen und hoffen, auch weiterhin mit Dir auf Reisen zu gehen.
Wie tief Deine Trauer momentan auch sein sollte -
Glaube nicht, Du seist allein.'

Der Hobbit spielte noch einige Akkorde auf seine Harfe, bevor auch diese verstummte.




Fagusopal ...



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...   Erstellt am 29.01.2010 - 15:01Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wie an fast jedem Morgen saß die kleine Hobbit-Bardin mit ihrer neuen Familie beim Frühstück beisammen. Auch wenn die „Großen“ niemals so einen Appetit hatten wie sie, so wurde sie doch immer satt. Jeder aus der Sippe brachte etwas für die Speisekammer ins Haus, aus dem die Köchin leckere Nahrungsmittel kochen und braten konnte. Die Sonne strahlte ins Esszimmer und durch die geöffneten Fenster konnten sie die Vögle zwitschern hören.

Nun war auch der Fischgeruch im Haus verflogen. Ja, die Köchin hatte eine ganze Zeit lang jeden Tag ihren neuesten Fisch-Trophäen mitgebracht und aufgehängt. Diese rochen nicht immer angenehm. Doch Antal hatte es geschafft, die sperrigen Fenster wieder gängig zu machen und so konnten sie nun weit geöffnet werden.

Mittlerweile waren sie eine verschworene Gemeinschaft geworden und fühlten sich wohl miteinander. Sie wurde großherzig umsorgt und fühlte sich wie zuhause. Gemeinsam bestanden sie zahlreiche Abenteuer. Jami wurde sogar ihre große Schwester.
Doch trotzdem dachte sie jeden Tag darüber nach, wohin sie wohl wirklich gehören würde. Das war der einzige Wermutstropfen, der blieb.

An diesem Morgen jedoch änderte sich schlagartig ihr jetziges Leben. Sie biss gerade herzhaft in ihr Marmeladenbrot, als es an der Türe klopfte.

Jamiriel sprang sofort auf und öffnete dem Fremden. Gegen das einströmende Sonnenlicht stand ein dunkler Zwerg in voller Rüstung an der Tür. Ein Schrecken für alle Feinde. Jami bat ihn hinein und bot ihm von dem reich gedeckten Frühstückstisch einige Speisen an. Er kam an den Tisch und stellte sich vor: „Tholimur von den Azaghal Khazad ist mein Name. Nicht weit von hier soll sich das Binsenmoor befinden. Dort treibt ein bösartiger Wolf namens Räudeschlund sein Unwesen. Ich möchte das Auenland von ihm befreien. Könnt Ihr mir bitte den Weg dorthin weisen?“
Als die Hobbit den Namen Tholimur und Azaghal Khazad hörte, wurde ihr schwindelig. Ja, diese Namen kannte sie. Ihr Herz tat gleichzeitig einen Sprung und zerbrach. Nun wurde ihr schlagartig wieder bewusst, wer sie war und wo ihre Wurzeln waren.

Freude, Wehmut und Trauer überfielen sie gleichzeitig. Welches Gefühl sollte gelten? Das der Freude, dass sie nun endlich wusste, wohin sie gehörte oder die Trauer, diese wunderbare Gemeinschaft zu verlassen.
Die Elbin hatte wahrlich ein großes Herz, denn sie lief und packte das Bündel von Fagus. „Nun musst du nach Hause meine Süße“, sagte sie, „Du wirst sicher schon vermisst“. Tränenüberströmt verabschiedeten sich die Beiden. „Du wirst immer meine liebe, große Schwester bleiben“, schluchzte Fagusopal zum Abschied. „Komm uns bitte besuchen. Jederzeit wirst du mit offenen Armen empfangen werden, dessen bin ich mir ganz sicher. Bitte grüße mir alle Anderen von mir.“

Der starke Krieger der Zwerge wartete geduldig neben den beiden ungleichen Frauen.

Dann ging es los. Fagus sattelte ihre Ziege „Flinkfuss“, warf sich ihr Bündel über den Rücken und schon trabten sie gen Heimat. Unterwegs hatten Tholimur und sie sich eine Menge zu erzählen.

Sie waren noch nicht ganz am Sippenhaus, da kam ihnen auch schon jemand entgegen gerannt. Fagus brauchte nicht mehr lange nachzudenken. Livahna war es, ihre erste Schwester in der Sippe der Azaghal. Die Ziege war noch nicht zum Stehen gekommen, da sprang Fagus schon auf Livahna zu. Lange und fest drückten sie sich vor Freude über ihr Wiedersehen. Nun hörte Fagus zum ersten Mal erstaunt von Livahna´s Opal und auch sie erzählte wie gut es ihr bei „Rhovanions Hoffnung“ ergangen war.

An diesem Abend saßen sie lange vor dem wärmenden Kamin, denn es gab viel zu bereden….



ooc: Danke Jami, du liebe große Schwester. Schluchzend sitze ich hier und denke mir etwas aus.





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Leben ist das, was mit dir geschieht, während du andere Pläne hast

Jamiriel ...
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...   Erstellt am 29.01.2010 - 15:38Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


ooc/ meine kleine Süße, so geht es mir beim Lesen deiner Zeilen auch *taschentuch rausholen tut*

Und mir ist zu Fredegors Weitererzählung auch noch etwas eingefallen:
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Die Elbin besah sich den Hobbit, der ihr gegenüber am Lagerfeuer saß und nun auf seiner Harfe zu spielen begann. Dieser kleine Barde schien nichts böses im Sinn zu haben. So lauschte sie seinem Gesang und bewunderte wie meisterhaft er sein Instrument beherrschte.

„Ihr seid wahrlich ein Meister auf eurem Instrument und ich danke euch für dieses schöne Lied“, sagte Jamiriel leise. Dann lächelte sie, als aus der Richtung des Hobbits ein unüberhörbares Grummeln zu vernehmen war. Die Elbin griff in den Beutel der neben ihr lag und holte etwas heraus, was sie dem Hobbit reichte. „Ihr müsst hungrig sein, nach der Anstrengung des Spielens und ich bin sicher, dass diese Maisküchlein euer Wohlgefallen finden werden.“ Sie schmunzelte als sie sah, wie der kleine Mann vor ihr, nicht nur dieses eine sondern auch noch ein zweites und drittes Küchlein verzehrte. Der Tee, den sie zubereitet hatte, wurde ebenfalls mit Freuden angenommen.
Nachdem der Hobbit Jamiriels Angebot, die Nacht an ihrem Lagerfeuer zu verbringen, angenommen hatte, zog er eine Decke aus seinem Bündel, rollte sich ein und kurz darauf war ein leises Schnarchen zu hören.

„Hobbits scheinen wirklich immer hungrig zu sein und können auch überall schlafen“, murmelte die Elbin leise.

Sie lehnte sich an den Felsen und blickte ins Feuer, aber dieses mal dachte sie nicht an die Vergangenheit sondern an die Worte des Liedes.





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