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...   Erstellt am 13.03.2005 - 17:34Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen



Jackson-Double Moss: "Ich kenne seine Körpersprache"

Der Medienzirkus weiß sich zu wehren: Weil Kameras im Prozess gegen Michael Jackson verboten sind, stellt ein US-Sender jeden Verhandlungstag im Studio nach - mit Doppelgängern. Das ohnehin groteske Verfahren wird vollends zur Seifenoper verzerrt. Trotzdem hofft vor allem Jackson-Double Edward Moss auf internationalen Ruhm.
Stumm, starr und verbissen sitzt der Angeklagte hinter seinem Mahagonitisch. Er hat die Hände gefaltet. Vor ihm liegen Papiere, daneben eine silberne Thermoskanne. Seine Augen sind zu Schlitzen verengt, durch die er die Zeugin der Anklage mustert, als wolle er am liebsten gleich auf sie losstürzen.

Es ist der dritte Tag im Prozess gegen Michael Jackson, den gestürzten "King of Pop". Der Gerichtssaal ist rappelvoll, alle Akteure sind auf ihren Plätzen. Ganz vorne hockt Jackson selbst, leichenblass geschminkt, im schwarzen Frack mit goldener Armbinde. Daneben Verteidiger Thomas Mesereau mit seiner markanten, schlohweißen Mähne. Auf der anderen Seite Staatsanwalt Tom Sneddon, stramm wie immer, und sein Stellvertreter Ron Zonen. Im Zeugenstand windet sich Anne Kite, eine PR-Frau, die mal kurz für Jackson gearbeitet hat. Über allem thront Richter Rodney Melville.

Doch die Szene, die ganz Amerika gestern Abend zur besten Sendezeit am Bildschirm miterleben konnte, ist nicht echt. Die Worte, ja, sie sind authentisch, Satz für Satz dem Verhandlungsprotokoll entnommen. Doch das ist auch schon alles. Der Rest ist ein Spiegeltrick.

Potemkinscher Prozess

Der Gerichtssaal ist nicht der echte Saal 102 des Bezirksgerichts im kalifornischen Santa Maria, sondern ein nagelneues TV-Studio dreieinhalb Autostunden weiter südlich, im Medienzentrum an der "Miracle Mile", dem Wilshire Boulevard in Los Angeles. Die Personen, die hier auftreten, sind keine echten Staatsanwälte, Verteidiger, Richter oder Zeugen, sondern allesamt Schauspieler. Auch die Zuschauer sind Statisten. Und Michael Jackson ist nicht der echte Michael Jackson, sondern ein junger, bezahlter Doppelgänger namens Edward Moss. Der potemkinsche Prozess ist eine Co-Produktion des US-Fernsehsenders E! Entertainment, des größten Unterhaltungs-Networks der Welt, mit der britischen Sky-Gruppe. Die kamen auf diese quotenträchtige Idee, als der echte Richter Melville gleich zu Beginn alle Kameras und Mikrofone aus seinem ehrwürdigen Verhandlungssaal verbannte, weil er einen "Medienzirkus" verhindern wollte.

Doch der Zirkus wusste sich zu helfen. Statt Santa Maria nun also Los Angeles, statt Saal 102 an der East Cook Street also Studio A am Wilshire Boulevard. Die dauergefönten Reporter in der E!-Sendezentrale dürfen aufatmen: Sie müssen sich nicht länger über die verstopften Freeways ins Küstenhochland plagen, sondern gehen einfach über den Flur.

Dialoge sexueller Natur

Er wolle nicht dem Herdentrieb der anderen TV-Sender folgen, sagt E!-Präsident Ted Harbert, der sich nicht schämt, einem diese Scharade für Jackson-Junkies als harte "News" zu verkaufen. Eine "wortwörtliche" Rekonstruktion, so versprach Harbert einer Gruppe von TV-Kritikern kürzlich bei einem Dinner, sei "eine tolle Art, unser globales Publikum über die täglichen Entwicklungen in diesem Prozess auf dem Laufenden zu halten". Nicht zuletzt auch aus Gründen des guten Geschmacks: "Ich bin ein Mensch", fügte er ohne Ironie hinzu, "der fest glaubt, dass wir wieder mehr Stil ins Fernsehen bringen müssen."

Diese Bemerkung quittierten selbst die zu dem Presseessen geladenen Hollywood-Insider, die ja einiges gewöhnt sind, mit Hohngelächter. Doch Harbert ist es "todernst". Jeden Abend lässt sich E! - ein Joint Venture des Kabelriesen Comcast mit dem kinderfreundlichen Disney-Konzern - von einem Justizangestellten die Gerichtsprotokolle von Santa Maria nach Los Angeles mailen. Über Nacht suchen die Produzenten die knackigsten Soundbites raus und basteln ein Manuskript. Die Schauspieler haben nur ein paar Stunden Zeit, ihre Texte zu lernen, fernmündlich assistiert von einem "Gerichtsbeobachter" des Senders in Santa Maria, der ihnen helfen soll, "Manierismen und Ton" der Originale originalgetreu zu kopieren.Frühmorgens wird gefilmt, mittags geschnitten und das Ergebnis dann abends, mit einem dramatischen Trailer aufgemotzt, in 84 Millionen US-Haushalte gestrahlt - und in über 50 andere Länder. In Deutschland strahlt der Musiksender Viva die Prozess-Soap täglich aus. Wegen der schlüpfrigen Natur des Jackson-Verfahrens stellt E! jeder Folge artig eine "Warnung" voran, die in Wahrheit natürlich ein viel versprechender Programmhinweis ist: "Diese Sendung kann Dialoge sexueller Natur enthalten." Soll heißen: Bloß nicht abschalten!

Wie ein junger "Thriller"-Jackson

Darüber hinaus hat E! eine eigene Jackson-Website eingerichtet, mit Zusammenfassungen jedes Verhandlungstages, Lebensläufen aller Beteiligten, Zeugen inklusive, viel Klatsch und einer täglichen Zuschauerumfrage zum Schicksal Jacksons. (Stand von gestern: 51 Prozent halten ihn für "schuldig", 49 Prozent für "unschuldig".) Keine Frage: Das Network - sonst Heimstatt fader Reality-Stunts wie der "Anna Nicole Show", "Nearly Famous" und "Dr. 90210" - sieht in dem Jackson-Prozess, bei dem inzwischen mehr Reporter "embedded" sind als im Irak-Krieg, ein Riesengeschäft.

Jackson-Doppelgänger Edward Moss dagegen sieht darin die "Rolle seines Lebens". "Dies ist meine größte Herausforderung bisher", sagt der schlaksige Schauspieler aus Hollywood, der ungeschminkt an den jungen Jackson aus "Thriller"-Zeiten erinnert, nur kräftiger, viel aufgeweckter und bodenständiger ist als "Wacko Jacko". "Ich bin mir bewusst, dass meine Darstellung von Millionen gesehen wird."

Billigperücke für 12,99 Dollar

Viel von Moss zu sehen bekamen die bisher allerdings nicht. Sein großer Auftritt beschränkte sich in der Premierenwoche auf Minimalpantomime. Auch in der gestrigen Episode hatte er nur wortlos am "Anklagetisch" zu sitzen, während der "Staatsanwalt" und der "Verteidiger" die "Zeugin" vernahmen. Ab und zu hob er mal gewagt eine Augenbraue und starrte "Staatsanwalt" oder "Zeugin" böse an.

Knapp eine Stunde dauert es trotzdem, bis sich Moss, 27, in den 19 Jahre älteren Jackson verwandelt hat. Er trägt fahles Make-up auf, pudert seine Hautfarbe dann noch heller, macht seine Nase schmaler, zieht sich die Lippen dunkel nach und setzt eine Perücke auf.

Es ist eine Routine, die er schon seit zehn Jahren beherrscht. Als 17-Jähriger nahm er zum ersten Mal als Michael Jackson an einem Kostümwettbewerb teil, mit einer Billigperücke für 12,99 Dollar - und gewann. Da dachte er sich: "Wow, damit könnte ich Geld verdienen."

"Du bist echt gut"

Moss begann, vor Jacksons goldenem Stern auf dem Trottoir des Hollywood Walk of Fame und am Hollywood Wax Museum als Doppelgänger aufzutreten. Dort stand er dem Sänger sogar schon einmal persönlich gegenüber: Jackson sei als eine Frau verkleidet gewesen und habe ihn aus der Ferne beobachtet. Als Moss auf ihn zugelaufen sei, habe Jackson mit den Worten das Weite gesucht: "Du bist echt gut, aber ich muss weg."

Moss trat als "MJ" in Cabarets auf, in Spielcasinos, in Hotelbars, dann in Werbespots, Music-Videos, TV-Serien, Talk-Shows wie der "Tonight Show" mit Jay Leno und schließlich für ein paar Sekunden in der Horror-Filmkomödie "Scary Movie 3". Er hat sich alles angesehen, was es von Jackson zu sehen gibt: Videos, Interviews, Filme. "Ich kenne seine Eigenarten", sagt Moss etwas gequält. "Ich kenne seinen Charakter. Ich kenne seine Körpersprache." Und er besitzt ein komplettes Sortiment handgenähter Jackson-Outfits: "Schwarze Hosen, schwarze Mäntel, und das weiße Armband darf nicht fehlen."

Werbung für Mascara und Eyeliner

Doch den internationalen Durchbruch erhofft er sich nun von seiner Star-Rolle bei E!, die ihm, obwohl bis dato stumm, schwerer fällt als alles bisher. "Jetzt muss ich nicht nur seine Songs nachspielen, sondern auch seine Emotionen."

In der gestrigen Episode waren ihm diese Anstrengungen kaum anzumerken. Arbeitstitel der Folge war "Crack-Hure" - benannt nach der "Zeugin Kite", die aussagte, das Jackson-Lager habe versucht, die Mutter des mutmaßlichen Opfers als "Crack-Hure" zu diskreditieren. Moss biss bei dem Ausdruck demonstrativ die Lippen zusammen, was die Zuschauer entweder als Wut oder Scham deuten konnten. Dann gab's eine Werbepause - für Mascara und Eyeliner.

TV-Termin: Der Musiksender Viva bringt die Jackson-Prozess-Show in deutscher Fassung. Dienstags bis Samstags um 18:30 Uhr; Dienstags bis Freitags um 22.15 Uhr; Mittwoch bis Sonntags um 14.30 Uhr





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«aaliyahlegacy»

Julie ...
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...   Erstellt am 17.06.2005 - 12:19Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


das dazu noch niemand was gesagt hat, wundert mich...

nun denn MJ ist ein freier mann, was haltet ihr davon?





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"A true friend stabs you in the front." Oscar Wilde

liyahbabygirl ...
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...   Erstellt am 17.06.2005 - 14:22Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Gavin Arvizo und seine Familie sind Lügner und das hat die Jury erkannt. Michael Jackson war und ist unschuldig. Sicherlich trägt Gavin's Mutter die Hauptschuld für das ganze ...



Jackson Prozess: Foto des Jungen während der Urteilsverkündung


In einem Laden wurden Fotos von Gavin Arvizo geschossen, als er gerade die Urteilsverkündung im Fall Michael Jackson ansah. Zum Glück hatte er Candies dabei, an denen er sich auf seiner Shopping Tour festhalten konnte. Jetzt soll es für ihn eine schwere Zeit nach dem Urteil sein, behauptet Tom Sneddon. Ja, ich hätte auch Probleme damit, wenn ich mir schon ausgemalt hätte, was ich mit den Millionen mache, die ich nach dem Prozess gezahlt bekomme, und dann wird nix draus. Aber sie haben sicher genug Geld von Sneddon erhalten, damit sie den Kopf hinhalten.



Aber das Leben ist hart.

Vielleicht kann sich die Familie ja irgendwann wieder an Spendengeldern bereichern (damit sich Mama Arvizo erneut davon einer Schönheits-OP unterziehen kann), ein anderes Unternehmen falsch beschuldigen oder einfach unberechtigterweise Sozialhilfe kassieren.

Schwer zu verstehen, dass man ihm und seiner Mutter nicht glauben konnte? Get real! Get a job! Get a life!


Jurastudentin | 15.06.05 14:15

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...miss u much Michael!


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