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Frank 
Moderator
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Registriert seit: 04.11.2005
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...   Erstellt am 18.06.2009 - 17:17Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


... wir warten sehnsüchtig auf eure Berichte was uns nach unserer Heimkehr erwartet .

Im Ernst, ich finde die Idee gut, denn leider enden die Bücher ja meist mit dem Tag der Heimkehr und man bleibt im Dunkeln was aus den Fahrtenseglern von gestern geworden ist, welche Schwierigkeiten vielleicht unerwartet auftraten ob die Sehnsucht nach den weiten der Ozeane gestillt wurde...

Also, lasst die Tasten klappern





Signatur
Eigenbau Katamaran - Langfahrt - Weltumsegelung - DVD - Video - Fotos - Berichte.www.hermann-heinrich.net

SteffieS 



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Registriert seit: 12.11.2005
Beiträge: 24
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...   Erstellt am 19.06.2009 - 16:27Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Frank,

alles back to normal, schneller als einem (den Erwachsenen) lieb ist

Viele Grüße in die Kanaren
Steffie
SY Verena III




labelleepoque ...





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Registriert seit: 06.11.2005
Beiträge: 147
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...   Erstellt am 19.07.2009 - 23:31Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Frank,

Auch wenn ich davon ausgehe, dass nicht jeder Segler das Zurückkommen so erlebt wie ich, kann ich sagen, das Heimkommen ist viel schwieriger als erwartet. Für mich zumindest war das erste Jahr zurück in Österreich wirklich nicht leicht. Jeder auch nur so kleinste Termin hat mich regelrecht gestresst, der langweilige Alltag an Land hat mich fast umgebracht und am aller schlimmsten war, dass mich Firmen und Arbitgeber bei Vorstellungsgespräche als unerfahren und flatterhaft empfunden haben und ich schon beinahe an mir selbst gezweifelt hab, dass ich plötzlich nichts mehr auf die Reihe brachte undnichtmahl für den einfachsten Job angestellt wurde. Familiäre Verpflichtungen lasteten wie ein Stein auf mir und der Freundeskreis war zwar noch da, aber die Veränderungen in uns und auch bei ihnen (die meisten haben Familien gekründet) waren dermassen groß, dass es nicht so leicht wurde, uns wieder in der Mitte zu treffen und uns nicht gegenseitig zu langweilen. Es kam glatt soweit, dass ich mich sogar nach Schwerwettersegeln sehnte, nur weil mir der eintönige Alltag an Land am Herzen drückte. Schließlich fanden wir beide Arbeit, was dann obendrein auch noch unsre Beziehung neu herausforderte, denn nach all den Jahren Gemeinsamkeit waren wir es nicht gewöhnt, den Tag getrennt zu verbringen und selbst abends oft nicht zum selben Gesprächsthema fanden, da wir noch über den alleine erlebten Tag nachsannen. (entgegen jeder Behauptung empfinden wir 24h am Tag gemeinsam leichter als nebeneinander Leben und doch den Tag verschieden zu erleben)

Ich weiß, dass klingt nun richtig schrecklich und nach endlosen Gejammere, doch kann ich sagen, mein erstes Jahr in Österreich war echt grau, erst dann gings wieder bergauf. Endlich fand ich Arbeit, die Spaß machte und das wichtigste war, wir suchten uns gemeinsame Hobbies, die uns wieder etwas lebendig fühlen ließen. In unsren Fall: Bergrennen. Jürgen und ich restaurierten eine alten BMW und fuhren damit am Wochenende Rennen, was wieder richtig Adrenalien brachte und echt Spaß machte. Wir bekamen beinahe Freizeitstress. Neben Rennen fahren, Schreiben, Restaurieren und Bootfahren kam auch Jollensegeln, Reiten, Kartfahren, Tauchen und alle möglichen Kleinigkeiten dazu, auch wenn wir versuchten, nebenbei soviel Geld als möglich für ein neues Boot zu sparen. Wichtig war einfach, das Leben maximal zu genießen und nicht aufs Arbeiten zu reduzieren.

Als wir genügend Geld fürs neue Schifferl beisammen hatten, haben wir La Belle Epoque gekauft und die letzen Jahre sehr verbissen an ihrer Restauration gearbeitet. Mittlerweile leben wir wieder am Schifferl und werden bald wieder die Segel setzen, denn für uns ist sehr klar und deutlich geworden, Segeln ist für uns ein Lebenstiel und keine vorrübergehende Geschichte geworden.

lg
Claudia





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www.fortgeblasen.at

KNUT 



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Status: Offline
Registriert seit: 17.07.2009
Beiträge: 1
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...   Erstellt am 21.07.2009 - 12:33Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Frank,

obwohl ich seit 1986 TO Mitglied bin habe ich dieses Forum erst kürzlich entdeckt.
Da will ich denn nun auch mal ein wenig meinen Senf dazugeben.
Ich bin von 1986 bis 1996 mit einem Stagsegelschoner (20 m über Deck – 24 m Lüa) um die Welt gesegelt. Allerdings nicht so ganz privat, sondern ich hatte mit zwei Partnern eine
kleine Reederei gegründet und dann mit dem Schoner weltweit Charter gefahren.
Die Reise ging von Hamburg nach Hamburg immer nach Westen, wobei wir allein drei Jahre in der Karibik zwischen den Bahamas und Venezuela pendelten.
Nachdem ich nun 1996 wieder in Hamburg ankam fiel mir erstmal die Decke auf den Kopf.
Dadurch dass ich die Sache geschäftlich gemacht hatte war mir das Arbeiten nicht unbekannt geworden und ich musste während der Zeit ja auch ständig Termine einhalten. Und es war schon ein Jammer das man die schönsten Plätze nach nur kurzer Zeit wieder verlassen musste weil die Chartertermine drängten.
Da ich nun mehr nach dem Motto lebe - selbst ist der Mann – machte ich mich wieder selbstständig. Nach einer Lehre als Fernmeldetechniker und Ingenieurstudium und den Erfahrungen von über 20 Jahren professionellem Segeln in Yachtüberführungen, Segellehrer bei Segelschulen etc. übernahm ich eine Elektrowerkstatt auf einer Hamburger Schiffswerft und widmete mich der Schiffselektrik und Yachttechnik. Die Arbeit war schon sehr interessant und abwechslungsreich auch mit etlichen Probefahrten auf Frachtern und Seglern.
Doch fühlte ich mich irgendwie eingeengt und das Leben wurde eher langweilig. Es fehlte der entsprechende Kick.
1999 bin ich dann zusammen mit meiner Frau, die Ärztin ist, nach Kenia ausgewandert. Dort haben wir ein Grundstück von 17 ha 160 km nördlich von Nairobi mitten in der Wildnis gekauft. Ich hatte dann wieder eine Firma für Elektrotechnik aufgemacht und arbeite nun für das Auswärtige Amt und übernehme Elektroinstallationen in nahezu allen Deutschen Botschaften in Schwarzafrika. Das kommt meiner Reise- und Abenteuerlust sehr entgegen.
Nebenbei habe ich noch das Fliegen als neues Hobby entdeckt.
Aber die Sehnsucht nach blauem Wasser und weiten Horizonten bleibt trotz allem.
Da ich nun in drei Jahren 60 werde (und meine Lebensversicherung fällig) haben wir beschlossen wieder zu segeln. Somit beginnt nun langsam wieder ein neuer Lebensabschnitt.
Wir verkaufen unsere „Farm“ und suchen ein neues Schiff um dann in gut drei Jahren so langsam in den westlichen Pazifik zu entschwinden. Dort gibt es noch etliche Inselgruppen die wir uns noch näher ansehen möchten. Vor allen Dingen Zeit zu haben und nicht von einem Termin zum anderen zu hetzen.
Also ich kann der Claudia nur beipflichten Segeln ist ein Lebensstil!
Und wollen hoffen das wir diesem Lebensstil noch lange genießen können.

Viele Grüsse, Knut.





Signatur
knut@kaema-ltd.com


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