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krazys1chica ...
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...   Erstellt am 13.03.2005 - 20:23Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


It´s summertime

Es klingelte an meiner Tür. Sofort flitzte ich die Treppe runter und riss sie auf. „Kiki!“, schrie ich und umarmte meine Freundin stürmisch. Diese grinste. „Mensch Süße, bleib ruhig.“ „Ich weiß, sorry, aber ich bin so aufgeregt.“

Das hatte natürlich auch einen Grund, schließlich wollte ich diesen Sommer mit meinem 4 Freundinnen Deny, Jasmin, Kiki und Julia ein paar Tage an die Küste, in ein Ferienhaus, dass eigentlich Jasmins Tante gehörte, das sie uns aber für ein paar Tage überließ. Meine 4 Mädels und ich gingen alle in eine Klasse, aber ich war die Jüngste von allen.

Jetzt war es 20.00 Uhr, Kiki war eben angekommen und nun klingelte es wieder. Diesmal waren es Julia und Deny. Zum Schluss kam dann auch noch Jasmin. Wir fünf machten es uns alle in meinem Zimmer mehr oder weniger bequem und versuchten, schnell einzuschlafen, denn wir wollten morgen früh gleich in den Zug und ins besagte Ferienhaus. Da ich am nächsten am Bahnhof wohnte, waren die 4 bei mir untergebracht.

Auch wenn das mit dem schnell einschlafen natürlich nicht so sehr funktionierte, standen wir am nächsten Morgen pünktlich am Bahnhof und stiegen in den Zug. Ein paar Stunden später waren wir endlich am Ziel. Auf dem Bahnsteig herrschte Hochbetrieb und die Hitze flimmerte über den Gleisen. „Wohin?“, rief Deny. „Nach unten! Erstmal weg hier!“, schrie Jasmin zurück. Als wir uns schließlich von der Menschenmenge lösen konnten, atmeten wir auf. „Okay, also wir müsse erst in die Stadt, zu einem bekannten meiner Tante, der hat den Schlüssel.“, sagte Jasmin. „Na gut, okay, dann mal los. Du weißt aber wo wir lang müssen, oder?“, fragte ich. „Klar, dürfte nicht weit sein.“ Tatsächlich liefen wir nur ein paar Minuten, dann kamen wir zu einem Haus, auf dessen Terrasse ein Mann in der Sonne lag. Als er uns sah, sprang er auf. „Da seit ihr ja! Du bist sicher Jasmin, oder? Deine Tante hat mir ja Fotos von dir gezeigt.“ Jasmin knirschte mit den Zähnen. „Also wartet....hier ist der Schlüssel. Ich wünsche euch viel Spaß. Ich war gestern noch mal da und habe nach dem Rechten gesehen. Eure Nachbarn sind auch da. Wenn noch irgendetwas ist, kommt einfach her!“ Wir bedankten uns und zogen dann ab in Richtung Meer. Nachdem wir ewig am Strand entlang latschten, bogen wir um eine Kurve und sahen 2 Häuser am Rande der Dünen vor uns auftauchen. Als wir auf selber Höhe waren, zeigte Jasmin auf das Hintere. „Dort, das ist unsers. Das Kleinere, mit den gelben Fensterläden.“ Julia kicherte. „Sieht putzig aus.“ Jetzt lachten wir alle. Die Terrasse war breit und gemütlich, Jasmin kramte den Schlüssel raus. „So, da wären wir. Dann mal hereinspaziert!“ Neugierig traten wir ein. „Man, das ist ja mächtig gemütlich!“, entfuhr mir. Julia öffnete die erstbeste Tür. „Zimmer Nummer eins, für 2 Personen. Jasmin, wollen wir?“ „Ja klar gerne.“ Die beiden ließen ihre Taschen auf den Boden fallen. Deny öffnete die Tür auf der gegenüberliegenden Seite. „Das Bad! Man, sieht echt geil aus hier!“ Ich öffnete eine weitere Tür. „Hier das Zimmer für drei!“ Ich stellte meine Tasche ab. „Was habe ich eigentlich so schweres eingepackt?“, fragte sich Kiki und ließ sich auf ein Bett fallen. „Wow, gemütlich! Ich komme mir vor wie im Hotel!“ „Zimmerservice!“, rief Deny und wir lachten. Anschließend erkundeten wir den Rest des Hauses und begannen dann, mit dem auspacken. Jasmin war als erstes fertig und ging in die Küche. „HEY! KOMMT MAL HER!“ Innerhalb von Sekunden umringten wir sie und starrten aus dem Fenster. Soeben waren ganz schön viele Jungs ungefähr in unserem Alter aus dem benachbarten Haus gerannt und waren nun schon fast im Wasser. Julia löste sich als erstes. „Na los Mädels! UMZIEHEN!“ So schnell wie wir gekommen waren, wenn nicht sogar noch schneller, verschwanden wir auch schon wieder in unseren Zimmern und brauchten sogar nur wenige Minuten, um in Bikinis auf dem Flur zu stehen. „Na dann, los geht’s!“ Wir stießen die Tür auf den rannten lachend über den Strand. Als die Jungs uns bemerkten, klappten ihnen die Kinnladen runter und sie starrten uns an. Als wir im Wasser waren und ich gerade von Julia und Jasmin getaucht wurde, fragte schließlich Kiki die Jungs, die uns immer noch anstarrten, „Sagt mal, habt ihr noch nie Mädchen gesehen oder was ist los?“ Jetzt fingen sie langsam wieder an, normal zu werden. „Oh klar, natürlich. Aber wohnt dort nicht eigentlich Miss Reedley?“ Jasmin lachte. „Doch, tut sie. Aber meine Tante hat uns das Haus für ein paar Tage überlassen.“ Ein Anderer grinste frech. „Na, der Tausch gefällt mir!“ Ich wischte mir die nassen Haare aus dem Gesicht und nutzte die Gelegenheit, um mich an Julia zu rächen. Mit einem Schrei tauchte sie unter, die Anderen lachten. Als sie wieder hochkam, lachte sie ebenfalls. „Kleines Scheusal!“ „Wir haben uns noch gar nicht vorgestellt,“, sagte einer der Jungen, „also ich bin Mus, und das sind Lee, Jay, Stu, Kenzie, Marcel, Sam, Ollie, Chris und Tommy.“ Kiki verdrehte die Augen. „Und das sollen wir uns merken, ja?“ Jay lachte. „Nicht sofort, aber das wird schon noch.“ „Naja okay, und ich heiße eigentlich Frauke, aber sagt bitte Kiki zu mir, das sind Jasmin, Julia, Deny und unsere kleine Anne.“ „Ich bin nicht klein!“, protestierte ich. Aber ich bekam keine Antwort, denn die Mädchen waren bereits wieder mit Tunken beschäftigt und einige Jungs machten sofort mit. Völlig überraschend wurde ich auch unter Wasser gedrückt. Als ich wieder hoch kam, prustete ich und wischte mir die Haare aus dem Gesicht. Jemand grinste mich an. „Na, erschrocken?“ „Leider ja. Wer bist du noch mal?“ „Chris.“ „Aha, okay. Anne.“ “Ich weiß. Ihr seit nicht so viele, dass ich durcheinanderkomme.” Jetzt hängte sich Jasmin von hinten an mich ran. „Ahhh, Süße, ich sinke!“ Jasmin lachte, ließ aber nicht los. „Ja das ist doch auch meine Absicht!“ Doch irgendjemand befreite mich dann doch von ihr, nämlich der, der sich als Sam vorgestellt hatte. Er hob sie, trotz Gekreische, hoch und tauchte sie unter. Auch die Anderen waren in eine wilde Wasserschlacht vertieft. Erst als wir uns zurück ans Ufer begaben, bekam man wieder einen Durchblick durch die Meute. Und so fiel mir jemand auf, den ich bisher kaum bemerkt hatte: ein Typ mit blonden Haaren und blauen Augen. Ich fixierte ihn gerade, als er seinen Kopf zu mir wand. Ich lächelte ihn an und strich meine Haare zurück, eine Angewohnheit, meistens wenn ich nervös bin. Kiki alberte schon die ganze Zeit mit Jay herum, die anderen hatten sich mit mehreren Boys gleichzeitig beschäftigt. Der Junge beobachtete mich immer noch, als Kiki atemlos fragte: „Und was wollen wir jetzt machen?“ „Wir müssen noch einkaufen gehen!“, ermahnte Deny. „Ach ja richtig. Also wir gehen uns erst mal umziehen und dann in die Stadt. Will jemand mit?“ „Ich!“, sagte Sam. „Und ich auch,“, meldete sich Mus und grinste. „irgendwer muss euch ja den Weg zeigen, sonst verirrt ihr euch noch.“ Julia streckte ihm die Zunge raus. „In 10 Minuten steht ihr auf unserer Terrasse sonst gibt’s Ärger!“

Zurück in den Zimmern mussten wir natürlich erst ausgiebig über die Jungs quatschen. Jasmin schwärmte von Mus. „Wow, habt ihr euch mal seinen Body angeguckt? Einfach hammergeil!“ „Und Jay erst!“ „Und ich könnte mich kaputt lachen über Sam! Man, der Typ ist total niedlich!“ Ich sprang auf, bevor die Mädels sich ihrer <Kleinen> widmeten und mich mit Fragen löcherten. „Hey wir müssen doch los! Beeilt euch!“ Wir verteilten uns in alle Himmelrichtungen, nach wenigen Minuten standen dann auch Mus und Sam vor unser Tür und klopften. „Kommt ihr endlich? So lange kann man sich doch gar nicht umziehen!“ Grinsend öffnete Kiki die Tür. „Doch, kann man. Deny´s Ohrring ist gerade unterm Schrank verschwunden.“ Von hinten kam eine Stimme. „Das ist NICHT witzig!“ Ich kam aus meinem Zimmer und stellte mich zu Kiki an die Tür. „Sie kriecht durchs Zimmer und sucht irgendwas zum vorholen.“ „Vielleicht solltet ihr mir lieber helfen anstatt doof rumzulabern!“ Ich rollte mit den Augen und verzog mich wieder ins Zimmer. Nach ein paar Minuten hatten wir es dann doch geschafft, mit Hilfe von Julia, Jasmin, Sam und Mus, die uns zur Hilfe geeilt waren. Sam stand auf und schaute sich um. „Mächtig gemütlich!“, stellte er fest. Mus grinste. „Nicht so wie dein Zimmer, meinst du?“ Dafür erntete er einen Schlag in die Seite. „Wenn Lee nicht für dich aufräumen würde, würdest du doch im Dreck ersticken!“ Wir Mädchen lachten. „Lee räumt für dich auf?“, wollte ich wissen, „Wer ist das noch mal? Sorry, aber ich konnte mir vorhin echt nicht alle 10 Namen merken!“ „Lee ist der Blonde, Große!“, sagte Sam. Kiki hackte sich bei mir ein. „Jetzt kommt endlich!“

In der Kaufhalle erregten wir natürlich sofort Aufsehen, was wahrscheinlich nicht nur daran lag das 7 Leute um einen Wagen herumturnten, sondern auch daran, dass Sam Jasmin ständig um uns rum jagte, in dem Versuch, sie abzukitzeln. „Sam, verpiss dich! Lass mich in Ruhe!“, lachte sie außer Puste. Mus und Julia gingen grinsend hinter den beiden her und warfen sich immer wieder Blicke zu.....

An der Kasse sprach uns die Verkäuferin an und bat uns, in Zukunft etwas weniger temperamentvoller einzukaufen. „Das habt ihr jetzt davon!“, sagte Deny, als wir draußen waren. „Typisch Männer!“, plichtete ich ihr bei. Trotzdem mussten wir grinsen. Als wir wieder zum Strand kamen, wirkte alles seltsam ausgestorben. „Nanu? Die werden doch nicht ohne uns weg sein oder?“, fragte Mus. Sam fing an zu lachen. „Neee, keine Panik. Guck mal da!“ Er zeigte auf ihre Terrasse. Dort lagen ein Dutzend Schuhe, wild durcheinander geworfen. „Achso. Sie sind also zu Hause.“ Julia löste sich von Mus. „Wir gehen erst mal das Zeugs hier einräumen. Bis nachher!“

Wieder im Bungalow, räumten wir in der Küche sämtliche Lebensmittel und Obst ein, dann schmissen wir uns ins Wohnzimmer auf die Sofas. Inzwischen war es schon ziemlich spät geworden, auf jeden Fall waren die meisten von uns etwas müde. „Ich möchte noch mal rüber zu den Jungs!“, sagte Julia. „Kommt einer mit?“, bittend sah sie uns an. „Na gut.“, sagte ich und stand auf. „Danke!“ Zusammen gingen wir das kurze Stück durch den Sand zum anderen Haus, dort klopften wir an die Tür. Einige Sekunden später öffnete uns Tommy. „Ach ihr seit es. Geht ruhig rein!“ Er zeigte auf eine Tür und verschwand selber wieder. Wir ließen unsere Flip Flops im Flur stehen und klopften an die besagte Tür. „Ja?“ Kam es von innen. Julia öffnete die Tür und lachte laut los. Auf dem Fußboden lagen fast überall T-Shirts oder Hosen. Neben dem Bett lagen zwei Boxershorts. Mus lag bäuchlings auf dem Bett und sprang auf, als er Julia sah. Lee stand vor dem Schrank und strich sich nervös die Haare zurück. Ich tat es ihm gleich. Julia sah es, lachte und zwinkerte mir zu. “Hey, kommt doch rein.“, sagte Mus. Jetzt lachten Julia und ich zusammen. „Wie denn?“ Mus sprang vom Bett runter, sah die Unterhosen, wurde rot und kickte sie unters Bett. Lee sah ihn vernichtend an. „Räume ich ja nachher weg!“, verteidigte Mus sich. Dann nahm er Julias Hand und zog sie zum Bett. „Setz dich.“ Lee verdrehte die Augen. Ich lächelte ihn an. „Sollen wir euch alleine lassen?“, fragte er gereizt. Mus blickte ihn freundlich an. „Vielleicht brauchst du etwas frische Luft?“ Lee schmiss den Schrank zu und ging wortlos aus dem Zimmer. „Ich warf noch einen schnellen Blick auf Julia und Mus, dann lief ich hinter ihm her. „Lee! Warte!“ Bereits auf der Terrasse, drehte er sich nach mir um. „Was ist denn passiert?“, fragte ich. Lee zuckte mit dem Schultern. „Im Urlaub streiten wir uns öfters, weil er überall seine Klamotten rumliegen lässt.“ Ich lachte. „Gehörten die etwa alle ihm?“ „Ja. Kann sein dass irgendwo noch welche rumliegen, die er sich von mir geborgt hat.“ Inzwischen waren wir am Wasser. Wortlos ließen wir uns nieder. „Am meisten nervt mich, dass er dann immer so scheißfreundlich ist!“ „Meine Mädchen können auch ganz schon nerven. Vor allem weil ich die Jüngste bin.“ Lee blickte mich an. „Ich bin auch der Jüngste. Aber die meisten sind kleiner als ich, also trauen sie es sich nicht.“ Ich lachte wieder. „Wem gehört das Haus eigentlich?“ „Den Eltern von Tommy. Aber seit wir alleine wegfahren dürfen, sind wir ziemlich oft hier. Vor allem im Sommer.“ „Und was macht ihr dann so hier?“ „Baden, Feiern. Was man hier halt so macht.“ „Also Mädchen aufreißen.“, sagte ich. Jetzt endlich lachte Lee auch wieder. „Nicht alle.“ „Und du?“ „Nicht sehr. Ich bin kein Aufreißertyp.“ „Das werde ich bei Gelegenheit überprüfen. Im Moment wird mir gerade kalt.“ „Willst du meine Jacke?“ Ich nickte. Lee zog sie aus und legte sie mir über die Schultern, außerdem legte er seinem Arm um mich. Ich lehnte meinen Kopf an seine Schulter.

Was ich nicht wusste: Kiki, Deny und Jasmin standen an unserem Küchenfenster und beobachteten mich und Lee. „Mensch, unsere Kleine hat sich einen Boy gekrallt!“, grinste Jasmin. „Jetzt kommt schon weg hier, ihr müsst ja nicht ewig spannern!“, sagte Kiki und zerrte die Beiden vom Fenster weg.

Ein kühler Wind kam auf. „Jetzt wird dir aber kalt!“, sagte ich. „Blödsinn.“ „Gar nicht. Ich glaube wir sollten lieber reingehen!“ Wir standen auf und ich gab ihm seine Jacke zurück. Zwischen unseren Häusern blieben wir noch kurz stehen. „Also dann.....“ „.....Wir sehen und ja morgen, nicht?“ „Ja, wir könnten doch zusammen frühstücken!“ „Gute Idee, ich sag den Jungs Bescheid, sie sollen ausnahmsweise mal nicht so ewig pennen.“ Ich sah ihn zweifelnd an. „Seit ihr sicher dass ihr das hinbekommt?“ Lee lachte. „Auch wenn wir etwas unordentlich sind, für 5 heiße Girls Frühstück machen werden wir wohl noch auf die Reihe bekommen!“ „Okay, schon mal danke. Dann bis morgen.“ Ich drückte noch mal seine Hand und stieg die Stufen zu unserer Terrasse hoch und öffnete die Tür. Sofort stürmten Jasmin, Kiki und Deny auf mich zu und rannten mich beinahe um. „Wie wars?“ „Worüber habt ihr geredet?“ „Habt ihr euch noch geküsst?“ Entgeistert starrte ich sie an. „Wie bitte?“ Kiki verteidigte sich. „Ich habe die beiden vom Fenster weggezerrt! Sie haben also nicht alles mitgesehen!“ Ich warf Jasmin und Deny einen prüfenden Blick zu. Sie wurden rot. „Wir haben dann bloß noch gesehen wie Lee dir seine Jacke umgelegt hat.“ Ich seufzte. „Danach haben wir noch ein bisschen das Meer angeguckt und dann sind wir reingegangen. Zufrieden?“ Deny guckte enttäuscht. „Das war alles?“ „Ja. Wenn du was erleben willst angle dir doch selbst einen!“ „Sorry. Aber ist dir schon mal aufgefallen dass du diesmal die erste bist die einen Boy hat?“ „Ich hab ihn doch noch gar nicht. Außerdem ist Julia drüben im Zimmer von Mus. Achso und die Jungs machen morgen Frühstück für uns.“ Echt? Geil, und wann?“ „Keine Ahnung, vielleicht weiß Julia was. Da kommt sie nämlich gerade!“, sagte ich und zeigte auf das Fenster, durch das man Julia sehen konnte, die von der Terrasse der Jungs hüpfte und auf unser Haus zueilte. Völlig begeistert stürmte sie durch die Tür. „Mädels! Mus ist der süßeste Boy der Welt!“ Jasmin grinste. „Was habt ihr denn so schönes gemacht?“ Julia wurde rot. „Ach....nichts weiter....na ja ein bisschen gekuschelt vielleicht....“ „Ha!“, machte Kiki triumphierend, „vielleicht ja? Schade, dann is unsere Kleine also doch nicht die Erste.“ Julia schaute uns an. „Erste? In was?“ „Im Jungs krallen!“ Jetzt leuchtete Julias Gesicht auf und sie grinste hinterhältig. „Ach deshalb sah Lee so glücklich aus, als er wieder reinkam. Was habt IHR denn gemacht?“ Jetzt wurde ich rot. „Gar nichts, wir saßen bloß am Strand rum.“ Jasmin zwinkerte Julia zu. „Ich erzähls dir nachher. Wir haben ja ein bisschen gespannert.“ „Übrigens,“, fuhr Julia fort, „wusstest du schon dass Lee auch der Jüngste ist?“ „Ja, hat er mir erzählt. Weißt du, wann die Jungs morgen frühstücken?“ „Achso, ja, wir sollten ja rüberkommen. Mus hat gesagt gegen halb 11, früher kommen sie nicht hoch.“ „Na gut. Essen wir noch ne Kleinigkeit? Ich will dann unbedingt ins Bett, ich bin voll müde.“ Kiki grinste frech. „Das hätte ich Lee doch echt nicht zugetraut....“ Als Antwort schmiss ich ein Kissen nach ihr. Sie duckte sich lachend. „Daneben!“

Am nächsten Morgen wachte ich schon um 9 auf. Ich gähnte und richtete mich auf. Kiki und Deny schliefen natürlich noch tief und fest. Ich stand auf und suchte meine Sachen zusammen, dann verschwand ich ihm Bad. Auf dem Weg dorthin lauschte ich noch kurz an Jasmins und Julias Zimmertür, aber auch da war noch alles still. Als ich wieder aus dem Bad kam, hatte sich immer noch nichts getan. In der Küche trank ich schnell ein Glas Wasser und nahm mir einen Apfel. Dann zog ich Schuhe an, nahm meine Jacke und ging aus dem Haus. Draußen war es ziemlich kühl, aber es war ja auch noch früh. Ich ging runter zum Wasser und wanderte ziemlich lange und ging meinen Gedanken nach. Bis mir einfiel, dass ich zurück musste, war ich wohl schon ziemlich weit gegangen. Sofort drehte ich um und machte mich auf den Rückweg. Als ich zurück zu unsern Häusern kam, hörte ich aus unserem Bungalow schon ziemlich viel Krach, jedenfalls im Vergleich zu dem haus der Jungs, wo es noch total still war. Als ich die Tür öffnete, stürzte Deny sofort auf den Flur. „Anne! Da bist du ja! Wir haben gerade angefangen dich zu suchen....“ „Man, seit ihr früh wach. Ich bin schon um viertel 10 hier raus!“ Die Anderen kamen jetzt auch auf den Flur. „Lass mich raten.....du warst mit Lee unterwegs?“, fragte Julia grinsend. „Nee, alleine. Wie spät ist es?“ „Viertel 11. Sind die Jungs schon wach?“ „Ich glaube nicht. Drüben scheint’s ziemlich still zu sein.“ Jasmin flitzte zum Küchenfenster und sah hinaus. Sie riss den Mund auf und starrte durchs Fenster. „Jasmin?“, fragte Deny, „geht’s dir gut?“ Jasmin sah uns begeistert an. „Kommt mal her!“ Wir scharrten uns ums Fenster und sahen hinaus. Durch das Badfenster der Jungs konnte man zwar nicht viel erkennen, dazu war es auch viel zu hoch angebracht, aber trotzdem sah man den Umriss eines Oberkörpers. Wir grinsten. „Wer das wohl is?“ „Ich weiß nich....Jay vielleicht?“ „Kann sein....“ Kiki lachte. „Wie schade, dass das Fenster nicht weiter unten ist.“ „Also Kiki.....“ Ich musste auch lachen und steckte die Anderen auch noch an. „Na vielleicht bekommen die das mit dem Frühstück doch noch in den Griff.“

Tatsächlich: Zwar mit 20 Minuten Verspätung, aber immerhin: Die Jungs hatten im Wohnzimmer einen dritten Tisch hinzugeschoben (der 2. stand ja schon da, die passen ja nicht alle an einen Tisch) und alles schön ordentlich gedeckt. Wir Mädchen staunten. „Kompliment! Sieht sogar richtig menschlich aus!“, bemerkte ich. Stu lächelte. „Chris muss am Wochenende zu Hause auch immer den Tisch decken!“

Als wir fertig waren, halfen Jasmin und ich Marcel und Kenz beim Abräumen. „Was macht ihr heute?“, hörte ich Jay fragen. Kiki antwortete. „Wir wollen in die Stadt und ein bisschen shoppen.“ Einer der Jungs stöhnte auf. „Ohne uns! Aber bleibt nicht so lange weg!“, sagte Mus.

Eine Stunde später zogen wir 5 los und durchsuchten mehrere Stunden die ganzen kleinen Läden, berieten uns gegenseitig und beobachteten Jungs. „Guck mal den da an! Der is geil!“ „Nee, guck doch mal die Schuhe! Grauenvoll!“ Jasmin drehte sich zu uns um. „Seit ihr fertig? Ich will weiter!“ Als wir so ziemlich alles durchhatten, ließen wir uns in einem Café nieder und bestellten jeder ein Eis. Als wir zurück nach Hause wollten, fanden wir den Weg zum Strand nicht. „Is egal,“, versuchte Julia uns zu beruhigen, „wir gehen einfach irgendwo runter.“ „Und dann?“, fragte Deny spöttisch? Eine Weile standen wir ratlos rum, da wir genialerweise auch keine Straßennamen kannten. Plötzlich schlug sich Julia gegen die Stirn. „Ich hab doch Mus´ Nummer!“ Sofort kramte sie ihr Handy raus und wählte. „Mus? Ich bins! Pass auf, wir haben uns verirrt, wir stehen hier an so einem Café das heißt „Rabio“ oder so...Was?.....Ja.......rechts......oh okay danke.... Ja ich weiß....Bis gleich....Ich dich auch. Tschau!“ Sie legte wieder au. Also wir müssen nur nach rechts und dann die zweite Straße rechts rein.“ Erleichtert setzten wir uns in Bewegung. Und tatsächlich fanden wir den Weg der zum Strand führte und waren innerhalb weniger Minuten an unserem Haus angekommen. „Ach,“, seufzte Kiki, „wie schön nach Hause zu kommen!“ Ich lachte und schmiss mich aufs Bett. Da klopfte es auch schon an der Tür. Julia rannte den Flur entlang. „Ich komme schon!“, brüllte sie und riss die Tür auf. „Oh....hallo Sam!“, sie drehte sich um und rief: „JASMIN! Besuch für dich!“ Schon rannte sie zurück durch den Flur und grinste Jasmin an, die aus ihrem Zimmer kam. Sam starrte ihr nach. „Was ist denn mit der los?“, fragte er Jasmin. „Ach, so ist sie immer wenn sie sich irgendwas gekauft hat was ihr gut gefällt. Sie verteilt gerade alle ihre Sachen im Zimmer und guckt, was zu ihrem neuen Zeugs passt.“ Sam lachte. „Viel Spaß beim Aufräumen!“ „Oooch, das kann sie alleine machen.“ „Ich sollte eigentlich fragen ob ihr Lust habt rüberzukommen, wir machen eine kleine Party.“ „Oh ja klasse. MÄDELS? Bock auf Party?“, rief sie über die Schulter. „JA!“, kam es einstimmig zurück. „Wo?“, fragte Deny und streckte den Kopf aus dem Zimmer. Sam zeige nach drüben. „Bei uns.“ „Cool, gerne.“ Und sie verschwand wieder. „Okay, dann geb uns eine Stunde.“ Sam riss die Augen auf. „Wie bitte?“ Jasmin lachte. „Okaaaay.....ne halbe tuts auch. Bis dann!“ Und sie schloss die Tür. Ein paar Stunde später lagen wir alle im Haus der Jungs rum, auf irgendwelchen Betten mir irgendwelche Leuten und die meisten hatten schon ein paar Flaschen getrunken. Ich ging aus dem Zimmer, in dem Kiki und Jay gerade eng aneinandergeschmiegt kicherten und schaute ins Wohnzimmer. Dort saßen Tommy, Chris, Marcel und Stu. Ich ließ mich neben Chris fallen. „Weißt jemand wo Lee ist?“, fragte ich. Chris und Marcel grinsten sich an. „Sag ich doch!“, sagte Chris. „Was?“, wollte ich wissen. „Ach nichts!“, sagte Marcel schnell. Ich forschte in ihren Gesichtern, aber mir wurde klar dass ich aus denen sowieso nichts rausbekommen würde. „Na dann, danke für eure Hilfe!“, sagte ich und stand wieder auf. „Hey Anne!“, rief Chris mir nach. „Was?“ „Guck doch mal oben nach!“ „Okay, danke!“ Ich ging aus dem Wohnzimmer und durch den Flur zur Treppe. Dort kam mir Lee entgegen. „Hey, ich hab dich gerade gesucht!“ „Ich dich auch. Wo warst du denn?“ „Oben, bei den anderen. Wollen wir in mein Zimmer?“

Ich war gespannt, wie es wohl diesmal aussehen würde. Im Zimmer lagen zwar weniger Klamotten rum, aber die meisten waren einfach nur über Stühle geschmissen worden. „Nich sehr viel mehr ordentlich, aber wir haben den ganzen Tag Volleyball gespielt. Ich bin voll müde.“ Ich nahm seine Hand und wir kuschelten uns auf sein Bett. „Wann fahrt ihr eigentlich zurück?“, wollte Lee wissen. „Am Freitag, und ihr?“ „Wir wollten eigentlich erst Samstag, aber mal sehen, vielleicht wollen die Andren auch schon früher weg.“ „Lee, ich geh mal schnell in die Küche was zu trinken holen ich hab Durst, willst du auch was?“ „Ja, warte ich komm mit.“ Als wir aus dem Zimmer gingen, stahl sich seine Hand in meine. In der Küche wurden wir sofort lautstark von Julia, Mus, Deny und Kenz begrüßt worden. „Hey Lee wollt ihr mit raus kommen?“ „Klar können wir machen.“ Ich nahm mir eine Flasche Bier, öffnete sie, nahm ein paar Schlucke und reichte sie an Lee weiter. Die Anderen standen auf. „Na dann los.“ Wir nahmen uns unsere Jacken weil es draußen nachts immer kälter wurde und hockten uns ans Meer. Ich setzte mich genau vor Lee, sodass er fast automatisch seine Arme um mich legte. Ich kuschelte mich näher an ihn und genoss das Rauschen des Meeres. Deny und Kenz kuschelten auch und Julia und Mus waren gerade am Knutschen. Ich überlegte, ob sie wohl betrunken waren oder nicht. Plötzlich mischte sich ein anderes Geräusch in das der Wellen. Erst nach ein paar Sekunden begriff ich was es war. Lee sang leise ein Lied, ich dreht meinen Kopf. „Was singst du denn da?“ „Ein Song von uns.“ „Uns?“ „Ja, Jay, Kenz und die anderen. Wir rappen zusammen.“ „Cool, wie nennt ihr euch?“ „Blazin´Squad.“ Ich lächelte ihn an. “Und wie heißt der Song den du gerade singst?” „The Love Song, aber er ist noch nicht ganz fertig.“ Lee sang leise weiter und ich lauschte. „Er ist wunderschön.“ „Findest du?“ „Ja, sing weiter bitte!“ Doch dann unterbrach uns Mus. „Hey Lee, was singst du denn da?“ „Ich hab mir ein paar Gedanken über den Love Song gemacht. Drinnen hab ich mir was aufgeschrieben wie es weitergehen könnte.“ „Echt? Geil....müssen wir morgen mal durchgehen heute geht’s nicht mehr...Du siehst ja dass ich beschäftigt bin!“ Er grinste. Julia puffte ihn und lachte. „Wollen wir noch mal schwimmen gehen?“, fragte ich. Sofort waren alle begeistert. Da aber keiner Bock hatte sich erst umzuziehen, zogen wir Schuhe aus und gingen gleich mit Klamotten ins Wasser. Ich klammerte mich an Lee. „Scheiße ist das kalt!“ Er lachte. „Findest du?“ Auf einmal nahm Kenzie Deny auf den Arm. Sie fing an zu kreischen. „kenz lass mich sofort runter!“ Kenzie hörte nicht auf sie, ging noch ein paar Schritte und tauchte dann mit ihr unter. Als die beiden wieder hoch kamen, musste Deny zwar lachen aber sie rief: „Man Kenz du Arsch!“ Wir lachten alle und waren richtig fies schadenfroh. Bevor Lee auch noch auf so eine verrückte Idee kommen konnte, ließ ich mich langsam ins Wasser gleiten. Man, das war echt kalt! Ich griff mit beiden Händen nach Lee, der sich total erschrak, weil er gerade Mus und Julia beobachtete. „Wow hast du kalte Hände!“ „Kein Wunder. Das Wasser ist eisig!“ Nur zögernd ging Lee tiefer. Als er sich endlich einen Ruck gab und untertauchte, kam er gleich wieder hoch. „Lass uns schwimmen, sonst erfrieren wir!“ Wir schwammen nicht weit raus und blieben auch immer im Flachen, weil mir dass im Dunkeln zu gefährlich war, aber trotzdem war es schön. Irgendwann schmiss ich meine Arme um Lee. „Ich muss aus!“ Wir rannten lachend aus dem Wasser, über den Strand und zum Haus der Jungs. Lee öffnete die Tür und schrie: „Kann uns mal jemand ein Handtuch bringen?“ Tommy tauchte im Flur auf und fing an zu lachen. „Wie seht ihr denn aus?“ „Wahrscheinlich nass. Aber mach hinne, es ist kalt!“ Tommy verschwand im Bad und kam mit einem großen Handtuch wieder. „reicht das?“ „Ja, danke.“ Lee nahm es und fing an, mich abzutrocknen. Dann rubbelte er sich auch selber kurz ab und nahm dann meine Hand. In seinem Zimmer schmiss er das Handtuch über einen Stuhl auf die anderen Klamotten und öffnete den Schrank. Er zog 2 dicke Pullover heraus. „Hier, zieh einen an.“ Schnell zog ich mein Top über den Kopf und schlüpfte in Lees Pullover. Er kramte immer noch im Schrank. Dann drehte er sich um und betrachtete mich. „Reicht dir ne Trainingshode von mir oder willst du doch lieber rüber?“ „Nee, geht schon. Aber ich geh dann mal schnell ins Bad, meine Haare tropfen.“ Ich nahm die Hose, die er mir gab und verschwand aus dem Zimmer. Als ich wiederkam begegnete ich Lee auf dem Flur. „Ich hab noch schnell ne Decke geholt.“ Wir kuschelten uns wieder auf seinem bett zusammen und verkrochen uns unter der Decke. Schnell wurde mir wieder warm. Wahrscheinlich schlief ich irgendwie ein, denn als ich wach wurde, wurde gerade die Zimmertür aufgerissen. „Hier steckt ihr!“, rief Sam. „Kommt doch mal ins Wohnzimmer!“ Ich wühlte mich unter der Decke hervor und stand auf. Sam fing an zu lachen. „Du bist das erste Mädchen was ich in Lees Klamotten sehe!“ Lee legte den Arm um mich. „Sieht doch genial aus oder?“ „In engen Klamotten gefällt sie mir besser. Aber jetzt kommt!“ Er verschwand wieder, nicht ohne sich vorher den Kopf an der Tür zu stoßen. „Scheiße!“, fluchte er noch. Lee lachte. „Der hat echt schon was getrunken. Aber bei ihm is des nicht so extrem.“ Zusammen gingen wir ins Wohnzimmer. Dort saßen auch schon die Anderen. Jasmin kuschelte sich gerade wieder ganz nahe an Sam ran und Jay hatte den Arm und Kiki gelegt. Mus und Julia sahen auch glücklich aus (Julia hatte Klamotten von drüben geholt, Mus aus seinem Zimmer) und Kenz und Deny waren gerade mit sich beschäftigt. Die anderen Jungs saßen rum und unterhielten sich, mehr oder weniger verständlich halt. Ollie sah irgendwie ziemlich voll aus, soweit ich das bei ihm beurteilen konnte. Bei unserem Eintritt gab es wieder lautes Gelächter. „Ey Anne, scharfes Outfit!“ Lee und ich quetschten uns auch noch mit auf die Sofas. Nach einer Weile klopfte Kenz auf den Tisch. „Hört mal auf zu brabbeln!“ Es wurde ruhig. „Was haltet ihr davon wenn wir morgen zum Volleyballfeld in die Stadt gehen und danach durch alle Clubs ziehen?“ „Yeah, cool!“ „Wir sind dabei!“ Alle waren einverstanden. Wir leerten dann noch einige Flaschen mit irgendwelchem alkoholischen Zeugs, meistens wussten wir gar nicht, was es ist. Dann spät in der Nacht, gingen wir Mädels wieder in unseren Bungalow zurück. Irgendwie war ich die ganze Zeit nur am Lachen, deshalb kam Jasmin besorgt an meine Seite. „Hör mal Kleine, geht’s dir gut? Du hast ziemlich gesoffen!“ „Ach Blödsinn, wir geht’s prächtig!“ Richtig schien ich sie nicht überzeugt zu haben, denn als das Gerangel losging wer als 1. ins Bad dürfte, sagte Jasmin: „Lasst mal bitte Anne zuerst rein!“ Dann klopfte es an der Tür. Ich stand am nächsten, also machte ich auf. Draußen stand Kenz. Merkwürdig, irgendwie hatte ich den Eindruck das alles vernebelt war. Deny erschien an meiner Seite. „Hast du noch Lust auf ein bisschen frische Luft?“, fragte er Deny etwas eingeschüchtert. Diese lächelte, zwinkerte mir zu und schloss die Tür hinter sich. Ich wandelte ins Bad, duschte und putzte mir die Zähne. Als ich dann in unser Zimmer trat, war Deny schon wieder da und brabbelte auf Kiki ein. Ich legte mich ins Bett.- „...na ja egal, aber als er mich dann anschaute, wollte er mich küssen. Ich hab ihm gesagt dass es zu schnell geht und er war richtig verständnisvoll und lieb! Ich fand das so süß und dann als wir aufgestanden sind...“ Ich schlief ein. Irgendwann, tief in der Nacht wachte ich auf. Ich fühlte mich, als ob mich ein Schwertransporter überrollt hätte. In meinem Kopf dröhnte und pochte es und mein Magen fühlte sich an als ob dort jemand Kegeln spielte. Ich setzte mich langsam auf, schob die Beine aus dem bett und stand auf. Ich kam bis zur Zimmertür, dann wurde mir schwarz vor Augen. Ein paar Sekunden später hörte ich einen Schrei und Kiki kniete neben mir auf der Erde. „ANNE! Was ist los?“ „Ich fühl mich...so richtig scheiße.“, krächzte ich. Kiki legte meinen Arm um ihre Schultern und zog mich langsam hoch. „Ist dir schlecht?“ Ich nickte. Sie öffnete die Tür und trat in den Flur in Richtung Bad, als auch schon Jasmin aus dem Nachbarzimmer schoss. „Anne! So ein Mist, jetzt geht’s los, was?“

Eine Viertelstunde später saßen wir alle 5 in der Küche. Jasmin war nur am fluchen. „Wer weiß was die Jungs da für Scheiße rumstehen hatten! Und ausgerechnet unsere arme kleine Anne muss das Zeugs vor die Nase bekommen!“ Ich ließ mir alles gefallen und trank brav den Kaffee, den Julia mir kochte. Als wir alle wieder ins Bett gingen, hatte ich zwar immer noch diesen leichten Nebelschleier vor Augen, schlief aber sofort ein. Als ich am nächsten Morgen aufwachte, fühlte ich mich immer noch wie frisch überfahren. Naja, zu mindestens konnte ich wieder klar sehen und sah mich um: Deny und Kiki schliefen noch tief und fest. „Dann kann ich auch noch ein wenig pennen!“, dachte ich mir und schloss wieder die Augen.

Denys Stimme weckte mich. Ich schlug die Augen auf. „Anne? Geht’s dir besser?“ „Ein wenig!“, antwortete ich, „Aber ich habe Hunger!“ Deny lachte. „Na das ist ja endlich mal wieder ein gutes Zeichen!“, spottete Kiki gutmütig. Kurz darauf verschwanden wir 3 in der Küche. Kiki und Deny platzierten mich auf einem Stuhl und fingen an den Tisch zu decken. Ein wenig später erscheinen auch Julia und Jasmin. Julia machte große Augen. „Boah siehst du kacke aus!“ „Danke für die Blumen!“, antwortete ich. Julia wurde rot. „Entschuldigung, ich meinte das nicht so! Es ist bloß, also du siehst halt krank aus, so meinte ich das.“ Die Anderen lachten sich kringlig. Jasmin sah mich ebenfalls an, während sie die Gläser auf dne Tisch stellte. „Hast du gut geschlafen?“ „Zusammengerollt wie ein Murmeltier!“, antwortete Kiki für mich. „So schlafe ich aber immer!“, sagte ich matt, „aber danke, den Umständen entsprechen hab ich trotzdem gut geschlafen.“

Nach dem Essen zogen wir uns was Ordentliches an und stiefelten rüber zu unseren Nachbarn. Jasmin wollte jetzt endlich ihre Wut auslassen. Chris öffnete die Tür. „Was habt ihr eigentlich für Scheiße in eurer Bude zu stehn? Könnt ihr das Zeug nicht selber aussaufen?“, schrie Jasmin den überraschten Chris an. Vom Lärm angelockt kamen jetzt auch Tom, Sam, Mus und Stu an die Tür. „Anne hat sich letzte Nacht den Magen leergekotzt nachdem...“ „Ach du auch?“, unterbrach Mus sie gutgelaunt, „Lee hing auch überm Klo. Tja, das kommt davon wenn man aus den selben Flaschen säuft!“, schloss er schadenfroh. „Was war denn das?“, wollte Julia wissen. Stu und Chris zogen die Köpfe ein. „Naja....also vielleicht...hmm ja also das war wohl unter anderem auch ein bisschen zu sehr hochprozentig, was?“ Chris versuchte zu grinsen. Jasmin starrte ihn finster an. Jetzt versammelte sich auch der Rest der Jungs an der Tür. „Hey Lee!“, rief Mus und zerrte an seinem Arm, „deine Kleine hat das Zeug auch wieder ausgereihert!“ Lee lächelte uns matt an. Jay sah grinsend zwischen uns hin und her. „Na, was meint ihr, wer sieht schlechter aus?“, fragte er. „Anne!“, sagte Kenz nach ein paar Sekunden. „Ist doch klar, unser Lee verträgt ja auch ein bisschen mehr!“, rief Mus fröhlich und schlug Lee hart auf die Schulter. Dieser zuckte zusammen. „Sei vorsichtig!“, lachte Sam, „Vielleicht ist er doch nicht so hart wie du denkst!“ Als Antwort bekam er einen kräftigen Stoß in die Rippen. Also wenn ihr weiter nichts zu tun habt verzieh ich mich mal. Sagt mir Bescheid wenn ihr fertig seit!“, sagte Lee. „Ist ja gut Alter. Seit ihr fertig mit Essen? Ich würde sagen, wir gehen in einer halben Stunde los!“, schlug Sam vor. Sofort drängten mich meine Mädels zurück zu uns. Als ich dann auf meinem bett saß und Deny und Kiki im Schrank kramten, sagte ich: „Ich glaube, ich bleibe hier.“ „Willst du wirklich? Ich meine: allein?“, fragte Kiki zweifelnd. „Vielleicht bleibt Lee auch hier.“ Jetzt grinsten die Beiden. „Achso. Na dann viel Spaß!“

Drüben klopfte ich an die Tür. Ich hörte Stimmen durch den Flur rufen. „Ich geh da nicht noch mal ran!“ Ein paar Sekunden später öffnete Sam die Tür und lachte. „Ach du bist´s nur. Chris dachte es wäre wieder Jasmin und ein neues Unwetter bräche über ihn herein.“ „Nee, ich wollt nur schnell mit Lee sprechen!“ „Das ist mir auch klar! Geh einfach rein.“ An ihrer Tür klopfte ich aber doch lieber noch mal an. Wer weiß... Lee machte auf. „Hey! Na...“, er kratzte sich nervös am Nacken. „Ich wollte mal fragen ob du jetzt unbedingt mit willst.“ „Wieso?“ „Naja, also ich bleibe hier.“ „Okay also ich...“ Er warf einen Blick nach hinten. „Also mir geht’s ja auch noch nicht wieder so gut, also ich denke mal ich bleibe auch hier.“ „Klasse, danke. Ich gehe dann mal deine Sachen holen.“ Lee hielt mich am Arm fest. „Was? Wieso meine?“ „Weil du mir gestern was von dir geborgt hast!“ „Achso, stimmt. Sorry das hatte ich voll vergessen. Deine Sachen hängen noch im Bad.“

Ich ging wieder rüber. Irgendwie war es doch komisch, dass er jetzt so nervös war. Er stand wie auf heißen Kohlen. Ich dachte nach. Als wir gestern nebeneinander eingeschlafen sind, hatte er noch nichts getrunken, oder nur ganz wenig. Und gestern am Strand....aber jetzt?

Als ich mit Lees Sachen wieder vor seiner Tür stand, hörte ich laute Stimmen. Ich versuchte etwas zu verstehen, als plötzlich die Tür aufgerissen wurde und Lee mich fast umrannte. „Ah, da bist du ja.“ Er nahm mir seine Sachen ab und feuerte sie auf einen Stuhl. Dann warf er Mus einen wütenden Blick zu, schlug die Tür hinter sich zu und zog mich ins Freie. Ich traute mich gar nicht zu fragen was los war. Als nach etwas Zeit die Anderen loszogen, rief Mus Lee wütend zu: „Viel Spaß!“ Lee antwortete im selben Tonfall. „Dankeschön!“ Jetzt fragte ich doch. „Was ist denn los?“ Lee schnaufte und sah aufs Meer. Dann fing er an: „Ich...“ Er schwieg wieder. Und was dann kam traf mich wie ein Schlag. „Ich habe eine Freundin.“ Entsetzt starrte ich ihn an. „Wie bitte???“ „Jaaaa aber es läuft nichts mehr zwischen uns. Ich...ich mache Schluss wenn ich zu Hause bin.“ Jetzt starrte ich ihn zweifelnd an. „Sicher?“ „Ja ganz sicher. Ich verspreche es dir.“ „Und wieso ist Mus jetzt sauer?“ „Weil ich ihm eigentlich gesagt hatte, dass mit Vanessa Schluss ist. Aber ich war bisher immer zu feige und als ich ihm jetzt gesagt hab, dass noch gar nicht Schluss ist, ist er ausgerastet....Er lässt mich ja nicht ausreden!!! Sonst hätte ich ihm erklärt, dass ich es dir sage und mit Vanessa wirklich Schluss mache!“ „Hmm....streitet ihr euch öfters?“ „Ach na ja. Oft über richtig scheiße kleine Sachen. Aber bisher haben wir uns immer wieder vertragen ich glaub wir können gar nicht anders.“ Eine Weile schwiegen wir. Ich rückte näher an Lee. „Wie viel Lieder habt ihr eigentlich schon geschrieben?“ „Oh gott. Also The love song is noch nicht fertig. Das Letzte Mal haben wir ein Lied geschrieben das Remenisce heißt und wir haben noch Riders. Manchmal covern wir auch Sachen. Außerdem haben wir noch 2 Songs die wir erst mal beiseite gelegt haben, weil wir nicht weiterkamen. Die heißen Play the game und Ride.“ „Und wie nennt ihr euch?“ „Blazin´ Squad. Aber das habe ich dir gestern schon erzählt.“ Ich lachte. „Achso, stimmt ja.“ Lee sah mich an. „Bekomm ich einen Kuss auf die Wange?“ „Aber nur auf die Wange!“ Als ich nur noch ein paar Zentimeter von seinem Gesicht entfernt war, drehte er sich plötzlich zu mir, sodass der Kuss auf seinem Mund landete. „Hey! Du bist unfair!“, lachte ich. Lee grinste. „Hab ich von DisMissed. Guter Trick. Darf ich noch mal?“ Der zweite Kuss landete dann sogar mit Absicht auf seinem Mund, und war viel zärtlicher. „Das war wunderschön.“ „Hmm. Du bist auch wunderschön.“ „Danke.“ Wir starrten wieder aufs Meer. Okay: Diese Unterhaltung ebend war zwar nicht gerade sehr menschlich, aber ich hatte ihn geküsst.

Als am Abend die Anderen zurückkamen, kam Julia sofort auf mich zu und nahm mich beiseite. „Ich fürchte dir wird deine gute Laune gleich vergehen. Ich.....ich sags dir nicht gerne aber ich glaube es ist besser so. Mus hat es mir heute erzählt.....Lee hat zu Hause noch eine Freundin!“ Ich lachte. „Ich weiß! Er hat es mir gesagt! Und wir haben uns geküsst!“, rief ich laut und tanzte durch das Haus. Sofort rannten die anderen hinzu und belagerten mich. Glücklich beantwortete ich ihre Fragen. „Na du bist wirklich wieder ganz gesund!“, stellte Julia fest, „gerade vorhin haben wir gesagt wenn es dir schlechter geht schleppen wir dich zum Arzt. Aber so wird der Urlaub doch noch ein Erfolg!“ Wir freuten uns alle wie Sonst was. Dann schmissen wir uns ins Wohnzimmer und mussten erst mal alle total lachen. Jasmin rang nach Luft. „Haa....man Leute sind wir bekloppt!“ Nur mit Mühe konnten wir uns wieder einkriegen. „Jetzt muss ich aber auch noch was erzählen!“, rief Julia. „Schieß los!“ Also vorhin in diesem einen Club bin ich ja an die Bar um was zu trinken zu holen. Neben mir stand so ein Typ der mich die ganze Zeit beobachtet hat. Auf einmal steht der hinter mir und brabbelt mich an und Mus war gerade auf dem Weg von mir und hätte den fast niedergeschlagen! Auf jeden Fall hat er ihm eine gescheuert und ich hab ihn dann weggezogen des gäbe sonst voll Ärger....“ „Echt?“ „Geil.....“ „Voll sweet von deinem Dicken!“ „Mus ist nicht dick!“ „Ja schon gut!“ Julia und Kiki stritten sich dann über Märchenprinzen und alberten die ganze Zeit rum, sodass Jasmin und ich total den Lachanfall bekamen und Deny grinsend daneben saß und den Kopf schüttelte. „Na hier geht’s aber lustig zu!“, sagte plötzlich eine Stimme, die uns sofort zum Schweigen brach. Wir fuhren herum und Jasmin sprang auf. „Hi Sam!“ Sie drückte ihm einen kurzen Kuss auf den Mund, dann drehte sie sich zu Kiki und Julia um. “Seht ihr, ich hab meinen Märchenprinz!“ An Sam gewand fügte sie hinzu: „Wollen wir raus? Hier drinnen kommt heut kein ordentliches Gespräch mehr zustande!“ Wir mussten wieder total lachen, Jasmin zerrte Sam zur Tür, der sich noch einmal umdrehte und dann grinsend den Kopf schüttelte.

Nach einer Weile saßen wir dann schweigend auf der Couch und versuchten unseren Puls etwas zu senken. Ich hoffte dass niemand wieder loslachen würde, dann würde alles wieder von vorne anfangen. Ich sah zu Deny. Sie starrte auf den Tisch. Julia sah auch einigermaßen normal aus. Sie starrte konzentriert auf die Wand. Kiki saß da, hatte ein Grinsen auf den Lippen und man konnte sehen, dass es ihr schwer fiel, nicht loszulachen. Der Anblick sah so komisch aus, dass ich einen leisen Pruster von mir gab. Julia sah mich streng an und fixierte dann wieder die Wand. Kikis Blick begegnete meinem und wir mussten beide laut loslachen. Julia und Deny seufzten. Sie warfen sich einen Blick zu und verschwanden aus dem Zimmer. Kiki und ich lachten noch lauter, bis sie irgendwann keuchte: „ich kann nicht mehr! Ich bekomm totale Bauchschmerzen, sei bloß still!“ Mir ging es ähnlich, also atmete ich tief ein und vermied jeden Blickkontakt mit ihr. Erst jetzt bemerkte ich, dass Jasmin in der Tür stand. Sie sah zwischen uns beiden hin und her und hatte einen jetzt-sind-sie-total-irre-blick in den Augen. Ich grinste sie an. „Hi Jasmin. Was gibt’s denn?“ „Ähhmm...“, Jasmin guckte wieder normal und sagte dann: „Die Jungs wollen noch mal baden gehen. Kommt ihr mit?“ „Na klar!“ Wir sprangen auf. Julia und Deny waren schon umgezogen. „Beeilt euch!“, riefen sie uns hinterher.

Als wir zu den Jungs ins Wasser rannten, fragte Sam lachend: „Und? Habt ihr euch wieder eingekriegt?“ Jasmin, Kiki und ich sahen uns an und hätten beinahe wieder losgelacht. „Ja, aber ich habe glaube noch nie so viel gelacht wie heute!“, stöhnte Kiki und bahnte sich einen Weg zu Jay. „Mir tut alles weh!“ Jay grinste. „Oooch du Arme!“ Ich schwamm rüber zu Lee und umhalste ihn. „Na? Mit Mus wieder vertragen?“ „Ja. Erst wollte ich alles auf einen Zettel schreiben aber erstaunlicherweise hat er michs erklären lassen.“ Mus alberte gerade mit Julia rum und hörte uns nicht. Lee drehte meinen Kopf wieder in seine Richtung und küsste mich zärtlich.

Am nächsten Morgen würde ich von einem Schrei und lautem Klirren geweckt. Mühsam öffnete ich die Augen. „Ahhrg....was ist denn jetzt los?“ Kiki arbeitete sich auch schon aus ihrer Decke hervor und Deny blinzelte verschlafen ins Helle. „Was warn das?“ „Keine Ahnung, ich guck mal nach!“, sagte ich, sprang auf und riss die Tür auf. Julia kam ebend aus dem Zimmer nebenan. „Jasmin?“, rief sie in die Richtung, aus der die Geräusche kamen. „Hier!“, kam eine wütende Antwort aus der Küche, „Kommt mal bitte her!“ Deny war inzwischen auch aus dem Bett gekrochen und wir 4 gingen zu Jasmin in die Küche. Die suchte gerade Kehrschaufel und Besen, auf dem Boden lag eine zerbrochene Tasse. „Was hast du denn gemacht?“, wunderte sich Deny. Jasmin hatte gefunden was sie suchte, legte es neben die Scherben und richtete sich auf. Dann hielt sie Deny das vor die Nase, was sie in der Hand gehalten hatte. Deny schreckte zurück und kreischte. Julia lachte und nahm Jasmin den Gummiwurm ab. „Der is von Lee oder Mus. Ich hab solche in ihrem Zimmer gesehen. Die nimmt man zum Angeln.“ Jasmin kochte immer noch vor Wut. „Wen ich rausbekomme wer das war! Ich bringe ihn um!“ Kiki grinste Julia und mich an. „Wenn ich in eurer Haut stecken würde, würde ich meinen Typen in Sicherheit bringen, bevor Jasmin über ihn herfällt!“ Deny schaute immer noch den Wurm an, dann sagte sie: „Gib ma her!“ Sie nahm Julia das milchig-braunrote etwas ab und betrachtete es. „Fässt sich total eklig an!“ „Sieht auch total eklig aus!“, bemerkte Jasmin bissig, „Vor allem wenn du noch halb schläfst und dir nur eine Tasse Schokolade kochen willst!“ Ich nahm Deny den Wurm ab, fasste Kiki am Arm und sagte: „Komm mal mit!“ Zusammen schlichen wir uns zum Haus der Jungs. Auf der Terrasse standen noch einige halbvolle und leere Bierflaschen. In die eine, noch ziemlich volle, ließ ich das Würmchen nun hineingleiten. „Prost!“ Kichernd rannten wir wieder rüber. Am Küchenfenster konnten wir drei lachende Gesichter sehen. Als wir reinkamen, ernteten wir Lob für unsere Tat. Die Anderen verzogen sich wieder in ihre Betten, und Julia und ich sammelten schnell alles zusammen, was man für ein Frühstück braucht und stellten es auf Tabletts. Anschließend frühstückten wir in unserem Zimmer und redeten ausführlich über unsere Jungs und was wir heute unternehmen wollten. Schließlich war es leider schon der letzte Tag. „Wie wäre es, wenn wir ganz fein essen gehen!“, schlug ich vor. „Au ja!“, rief Deny, „dann lassen wir die Jungs bezahlen!“ Wir lachten. „Ihr wollt sie ja nur abzocken! Nein ich meine so richtig romantisch! An dem Tag wo ich mit Lee alleine hier war, hat er mir vorgeschlagen in ein Restaurant zu gehen wo die Atmosphäre total geil sein soll! Irgendwo in der Stadt!“ „Und seit ihr hin?“, fragte Kiki neugierig. „Nee, wir habens dann doch gelassen. Aber ist bestimmt schön da!“ „Wir können die Jungs noch mal fragen.“, sagte Jasmin, „aber erinnert mich daran, dass ich sie wegen dem Gummizeugs zur Schnecke mache!“ „Jasmin, glaubst du nicht auch, dass es für die Jungs allmählich schädlich ist, jeden Morgen von dir vollgemotzt zu werden?“, fragte Julia mit ernstem Gesicht. Deny lachte laut los. „Vor allem wenn Chris wieder rangeht!“

Drüben bei den Jungs regte sich allmählich Leben. Als erstes im Zimmer von Jay, Sam und Tom. Sam öffnete verschlafen die Augen, setzte sich auf, fuhr sich durch die Haare und brüllte im selben Augenblick: „Oh scheiße wir haben es verpasst!“ Jay grunzte. „Halt die Klappe Sam! Ich will schlafen!“ Sam sprang auf. „Mann! Wir haben den Girl-Schrei verpasst! Wegen dem Köder! Die sind doch garantiert schon längst auf!“ Jay regte sich immer noch nicht. „Man du alter Sack jetzt beweg endlich deinen Hintern aus dem Bett raus oder ich pinkel auf dein Kopfkissen!“ Das brachte Jay in Bewegung. „Was? Man ist doch nicht so schlimm, die Girls werden schon kommen und sich beschweren, wie viel Angst sie doch ausstehen mussten!“ Er grinste. Sam schmiss sein Kopfkissen nach ihm und versteckte sich selber unter seiner Decke. „So ne scheiße! Wozu hab ich mich denn gestern da reingeschlichen?“ „Man Alter reg dich ab! Wenn du Glück hast hat Jasmin die Tasse entdeckt! Dann kommt sie rüber und springt dich an, vielleicht bekommt sie dabei Lust auf vögeln.“ Sam riss sich die Decke vom Kopf. „Halt die Fresse und läster nicht über Jasmin!“ „Ich läster gar nicht! Ich finde bloß dass du langsam mal wieder ein bisschen ausspannen musst!“ Sam knurrte nur irgendwas und verschwand im Flur. Einige Minuten später hörte man die Dusche brausen. Tom hatte sich von allem nicht stören lassen. Jetzt warf Jay Sams Kopfkissen nach ihm. Tom gähnte. „Wasch scholln dasch?“, sagte er während er sich streckte. Jay schüttelte den Kopf und winkte ab.

Eine gute Stunde später saßen sie im Wohnzimmer und diskutierten über Lees Fortsetzung von „The love song“. Dann klopfte es an der Tür.

Irgendwann konnte Jasmin sich nicht mehr zurückhalten und schleppte uns mit rüber. Sie klopfte laut an. Drinnen blieb es erst still, dann brach ein Stimmenwirrwarr los, irgendwann wurde die Tür dann doch geöffnet. Kenz stand da und machte einen ziemlich angefressenen Eindruck. „Was?“, fragte er mürrisch. Und Jasmin legte los. „Sagt mal habt ihr sie eigentlich noch alle? Erst dieses Teufelszeugs, jetzt dieses ekelhafte Gummizeugs? Wollt ihr noch irgendwas? Dann sagst doch gleich!“ Kenz´ Gesichtsausdruck änderte sich zugleich. „Ey Sam!“, rief er nach hinten, „SIE hat´s gefunden!“ Jasmin stand sprachlos da. Als Sam an der Tür war, hatte sie sich wieder gefasst. Sam fiel wohl auf dass sie sich gleich auf ihn stürzen würde, auf jeden Fall wischte er an ihr vorbei und rannte durch den Sand, Jasmin hinter sich. Wir lachten. Kenz drängelte sich an uns vorbei uns setzte sich auf einen Terrassenstuhl. „Ah, sehr schön. Bier ist immer gut.“ Er griff sich natürlich genau die richtige Flasche. Wie auf Kommando fingen wir alle an zu grinsen. Er nahm einen Schluck und sah mitten im Trinken unsere Gesichter. Er hielt inne, schluckte runter und setzte die Flasche ab. „Was issn mit euch los?“ Es ging einfach nicht mehr, wir mussten laut loslachen. Aus der Tür traten jetzt Mus, Lee, Jay und Chris. Zuerst sahen sie nur Jasmin, die Sam immer noch quer über den Strand jagte. Dann wandten sie sich uns zu und bekamen die letzten Worte von Kenz mit. Dieser sah uns alle an, dann hob er die Flasche und spähte ins Innere. Nach ein paar Sekunden hatte er es entdeckt. „Äääh!“, sagte er angewidert und starrte ins Innere. Die Anderen Jungs hatten ebenfalls entdeckt, was dort in der Flasche schwamm. „Ey Kenz ich würde das Zeug wegkippen, diese Würmer sind nicht gerade gesund.“, sagte Lee. Kenz sah immer noch ziemlich angeekelt drein. „Deshalb schmeckte das so nach Chemie!“ Er beugte sich über die Brüstung und kippte das Zeug in den Sand. Dann nahm er eine andere Flasche, begutachtete das Innere, bevor er einen Schluck nahm. Jetzt keuchte Sam heran. Jasmin war hinter ihm und warf sich ihm um den Hals. Die beiden fielen lachend zu Boden. Dann starrte Sam auf den nassen Fleck vor ihm im Sand. „Ich! Hat hier einer hingepinkelt????“ Kiki sah sichtlich amüsiert aus. „Nöö, das ist der Rest von Kenz´s-Würmchen-Bier!“ Sam lachte wieder los. Dann rappelt er sich auf und zog Jasmin auch mit hoch.

An dem Tag gingen wir dann wirklich noch in dieses Restaurant und es war echt klasse. Alles war in rot gehalten, Räucherstäbchen verteilten angenehmen Duft, außerdem standen überall Kerzen, sodass alles in ein leichtes Düster getaucht war. Alle Paare waren eigentlich nur mit knutschten beschäftigt, das Essen diente nur ab und zu als „Spielzeug“. Marcel, Ollie, Chris, Stu und Tom schlangen ihr Essen schnell hinuter und verschwanden dann nach draußen um ein bisschen „aus dieser verräucherten Liebeslaube“ rauszukommen, wie Chris es ausdrückte. Auf jeden Fall war der Tag wunderschön. Am nächsten Morgen räckelten wir uns alle in unseren Betten und keiner konnte sich aufraffen, aufzustehen, da wir gestern noch lange Strandparty gemacht hatten. Diesmal hatten Lee und ich aufgepasst was wir trinken. Irgendwann schmissen wir Mädels uns dann gegenseitig aus den Betten und machten für die Jungs gleich mit Frühstück. Dann zogen wir rüber zum andern Bungalow, kletterten durch Küchenfenster, was günstigerweise offenstand und machten uns über unsere Jungs her.

Bei Mus und Lee:

Julia und ich öffneten leise die Tür. Beide lagen in ihren Betten. Julia deutete grinsend auf ein paar Snoopy-Unterhosen auf dem Fußboden. Ich grinste zurück. Sie zeigte erst auf die Unterhose, dann auf Lee. Ich zuckte mit den Schultern. Sie grinste schelmisch und kickte dann die Unterhose ein Stück weg. Dann bekam sie ganz große Augen. Dort wo ebend noch die Unterhose gelegen hatte, lag ein verpacktes Kondom. Sie hob es auf, dann schaute sie mich entsetzt-fragend an. Ich versuchte nicht zu lachen und schüttelte heftig den Kopf. Plötzlich hörten wir eine verschlafene Stimme. „Ey was mach IHR denn hier?“ Ihr fuhr herum. Lee hatte seinen Kopf gehoben und starrte entgeistert uns, die Boxershorts und den Kondom an. „Ey das ihrs wisst, meine sind das nicht!“, sagte er schnell. Ich ging schnell zu seinem Bett und kniete mich nieder. „Morgen Schatz!“, flüsterte ich und drückte ihm einen Kuss auf den Mund. „Bitte sei leise Julia möchte Mus noch erschrecken!“ Julia ging zu Mus Bett und setzte sich genau auf ihn drauf. Als Mus verwundert die Augen aufmachte und Julia anstarrte hätte ich beinahe lachen müssen, aber ich konnte es unterdrücken. Juliahob das Kondom hoch. „Wie siehst aus? Können wir loslegen?“ Mus sah sie etwas erstaunt an, dann sagte er: „Ja warte mal, ist Lee...“ Er sah mich neben Lees Bett setzten und jetzt lachten wir alle laut los. Mus verzog das Gesicht und nahm Julia das Kondom weg. Er verstaute es im Nachttisch und versuchte, unter Julia freizukommen. „Ey Mus,“, sagte Lee grinsend, „vielleicht solltest du es lieber gleich in die Hosentasche packen. Wer weiß wann Julia wieder Lust hat!“ Julia gab jetzt Mus wieder frei. Sie drückte ihm lachend einen Kuss auf die Wange. „Sorry Süßer.“

Bei Jay, Sam und Tom:

Kiki und Jasmin öffneten die Tür und verschwanden sofort wieder im Flur, weil sie es unterdrücken mussten nicht laut loszulachen. Sam lag auf dem bett, nur dummerweise hatte er sich „bloßgestrampelt“. Seine Zudecke lag auf dem Boden und er – nur in Boxershorts- auf dem Bett. „Scheiße, das ist ja mal wieder typisch!“, kicherte Jasmin leise. Kiki grinste ebenfalls und zog sie wieder rein. Sie ging zu Jays Bett, als ihr plötzlich etwas auffiel, was sie in helle Begeisterung versetzte. Auf einem Regal lag eine Trillerpfeife. Sie nahm sie und flüsterte: „Das ist ja wie ihm Fernsehen!“ Ich hob den Daumen und hielt mir die Ohren zu. Kiki holte tief Luft und blies mit aller Kraft.

„AHH!“ Sam fuhr sofort hoch und starrte sich entsetzt im Zimmer um. „Was zum Teufel tut ihr hier?“ Dann fiel ihm aufzufallen, dass er nur eine Boxershorts trug. Mit rotem Gesicht angelte er seine Decke vom Fußboden und wickelte sich darin ein. Jay dagegen lag mit weit aufgerissenen Augen im Bett. Kiki erschien grinsend in seiner Augenhöhe. „Morgen Darling!“ Jay starrte weiterhin ins Leere und stocherte in seinem Gehörgang rum. „Wow....“, stammelte er, „ich bin nicht taub! Man hab ich ein Schwein!“ Jasmin wandte sich zu Tom um. „Ey aufwachen!“ „Ich will schlafen!“, brummte er ins Kissen. „Nichts da! Drüben wartet Frühstück!“ Er nahm sein Kissen vom Kopf. „Echt?“ „Ja, wirklich!“ „Na dann.“ ER nahm sich ein T-Shirt, was auf dem Stuhl neben seinem Bett lag und zog es rasch über.

Bei Kenz, Marcel, Chris und Ollie:

Deny schlich sich ganz alleine ins Zimmer der Jungs. Natürlich nicht ohne vorher im bad gewesen zu sein. Von dem Waschlappen tropfte das Wasser. Einige Sekunden später erfüllte ein Schrei die Stille. „Ahrg!“, Kenz fuhr hoch und sprang sofort aus dem Bett. Er starrte die lachende Deny an und ging ein paar Schritte rückwärts. Genau ein paar Schritte zu fiel. „Ey Kenz bist du jetzt total krank im Hirn? Was fällt dir eigentlich mitten in der Nacht rumzuschreien? Und jetzt geh endlich von mir runter!“ Er war rückwärts auf Marcel gefallen. Dieser schupste Kenz jetzt weg und richtete sich auf. Dann sah er Deny. „Oh! Du bist ja auch hier!“ „Ja! Mit Waschlappen!“ und sie lachte wieder. Chris war jetzt auch wach. „Man Kenz hast du aber ein böses Mädel an der Angel!“, sagte Chris grinsend.

Das Zimmer mit Stu und Ollie wurde auch noch mehr oder weniger sanft aufgeweckt. Dann schleppten wir die Jungs rüber zu uns und saßen eine Stunde beim Frühstück, lachten und redeten ziemlich viel durcheinander. „Wie siehst jetzt eigentlich aus,“, fragte ich und blickte Lee mit einem Hundeblick an, „bringt ihr uns noch zum Bahnhof?“ Die Jungs hatten noch 2 Tage hier. „Klar! Ehrensache! Wenn ihr uns in London dann auch abholt?“ „Natürlich!“, versprach Kiki lachend.



ENDE



als odie ff ist von der süßen anne

[Dieser Beitrag wurde am 13.03.2005 - 20:24 von krazys1chica aktualisiert]





Signatur

*~*~$°See, I Don't know, if u've been told, but u look like u should be gold! Mädelzzz u are much much more 2 me than gold!!!°$~*~*



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