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Tanja ...
Alpha-Wölfin
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...   Erstellt am 14.05.2005 - 22:52Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Das italienische Windspiel

ist der kleinste und kapriziöseste Vertreter der Windhunde. Es ist die einzige Rasse, der die altdeutsche Bezeichnung "Windspiel", die generell für jeglichen Windhund verwendet wurde, im Rassenamen erhalten geblieben ist.

Italienische Windspiele haben eine Schulterhöhe von bis zu 38 cm und sind kleine eigensinnige Geschöpfe, die gern dominieren und sich alles mögliche einfallen lassen, um ihren Besitzer stets daran zu erinnern, wer nun in der Partnerschaft die Hauptrolle spielt.
Nichts für kleine Kinder!




FCI-Standard Nr. 200 / 17.06.1998 / D
(Piccolo Levriero Italiano)
Ursprung: Italien
Datum der Publikation des gültigen Originalstandards: 30.03.1992
Klassifikation FCI: Gruppe 10 Windhunde, Abt. 3 Kurzhaarige Windhunde. Ohne Arbeitsprüfung
Verwendung: Rennhund

Kurzer geschichtlicher Abriss:
Das kleine Italienische Windspiel stammt von den kleinwüchsigen Windhunden ab, die es bereits am Hofe der Pharaonen im alten Ägypten gab. Über Lakonien (Griechenland), wo es durch zahlreiche Abbildungen auf Vasen und Trinkschalen belegt ist, kam die Rasse ab dem fünften vorchristlichen Jahrhundert nach Italien. Seine größte Verbreitung fand es während der Renaissance an den Höfen des Adels. Nicht selten findet man das Italienische Windspiel auf den Gemälden der größten italienischen und ausländischen Meister abgebildet.

Allgemeine Erscheinung:
Von langliniger Erscheinung, Rumpf von quadratischem Format; seine Gestalt erinnert im Kleinen an die des Greyhound oder des Sloughi. Man kann es als Modell von Grazie und Vornehmheit bezeichnen.

Wichtige Proportionen:
Seine Länge entspricht der Widerristhöhe oder bleibt geringfügig darunter. Die Länge des Oberkopfes entspricht der halben Kopflänge. Die Kopflänge kann 40% der Widerristhöhe erreichen.

Verhalten/Charakter (Wesen):
Zurückhaltend, zärtlich, fügsam.

Kopf:
Von länglicher und schmaler Form; seine Länge kann 40% der Widerristhöhe erreichen.
Oberkopf
Schädel: Flach mit parallelen Begrenzungslinien von Schädel und Nasenrücken. Die Schädellänge entspricht der halben Kopflänge. Der Bereich unterhalb der Augen ist gut gemeißelt.
Stop: Einbuchtung zwischen Stirn und Nase sehr wenig ausgeprägt.
Gesichtsschädel
Nasenschwamm: Von dunkler Farbe, vorzugsweise schwarz, mit gut geöffneten Nasenlöchern.
Fang: Spitz.
Lefzen: Dünn, gut am Kiefer anliegend, mit sehr dunkel pigmentierten Lefzenrändern
Kiefer/Zähne: Kiefer länglich, mit kronenförmig ausgerichteten Schneidezähnen, kräftig im Verhältnis zur Größe des Hundes. Zähne gesund und vollzählig, senkrecht im Kiefer stehend; Scherengebiss.
Wangen: Trocken.
Augen: Groß und ausdrucksvoll, Augapfel weder tiefgebettet noch hervortretend. Iris von dunkler Farbe. Lidränder pigmentiert.
Ohr: Recht hoch angesetzt, klein, mit dünnem Knorpel, in sich selbst gefaltet und nach rückwärts auf Nacken oder oberer Halspartie getragen. Beim aufmerksamen Hund richtet sich das Ohr am Ansatz auf und der Ohrlappen steht dachartig horizontal zur Seite, eine Position, die man gemeinhin als "Schmetterlingsohren" oder "Propellerohren" bezeichnet.
Hals:
Seitenansicht: Die obere Linie verläuft leicht gebogen und wird am Widerristansatz jäh unterbrochen.
Länge: Gleich der Kopflänge.
Form: Von der Form eines Kegelstumpfes, gut bemuskelt.
Haut: Trocken und ohne Wamme.

Körper:
Seine Länge entspricht der Widerristhöhe oder bleibt geringfügig darunter.
Obere Profillinie: Profil geradlinig mit gewölbter Lendenregion. Die Wölbung der Lende setzt sich harmonisch in der Kruppe fort.
Widerrist: Ziemlich betont.
Rücken: Gerade, gut bemuskelt.
Kruppe: Stark abfallend, breit und muskulös.
Brust: Schmal, tief, bis zu den Ellenbogen reichend.
Rute: Tief angesetzt; sie ist selbst an der Wurzel dünn und verjüngt sich fortlaufend zur Rutenspitze hin. Sie wird tief und in der ersten Hälfte gerade getragen, dann krümmt sie sich. Zwischen den Hinterläufen hindurch nach oben eingezogen muss sie dank ihrer Länge etwas über die Hüftlinie hinausragen. Ihre Behaarung ist kurz.

Gliedmaßen
Vorderhand: Vorderläufe insgesamt gerade und senkrecht gestellt, trocken bemuskelt.
Schulter: Wenig geneigt mit deutlicher, hervortretender, gut entwickelter Bemuskelung.
Oberarm: Parallel zur Medianebene des Körpers und mit sehr offenem Winkel zwischen Schulterblatt und Oberarmbein.
Ellbogen: Weder ein- noch ausgedreht.
Unterarm: Die Länge der Gliedmaße zwischen Boden und Ellbogen übertrifft nur ganz wenig jene zwischen Ellenbogen und Widerrist; sehr feingliedriger Knochenbau; Unterarm völlig senkrecht, sowohl von der Seite als auch von vorne gesehen.
Vordermittelfuß: In der Verlängerung der senkrechten Linie des Unterarms gelegen; von der Seite betrachtet etwas geneigt.
Vorderpfote Fast ovalförmig, klein, mit gewölbten und gut aneinander liegenden Zehen. Ballen pigmentiert. Krallen schwarz oder dunkel, je nach Farbe des Haarkleides oder der Pfote, an der weiß zulässig ist.
Hinterhand: Insgesamt und von hinten betrachtet völlig senkrecht und parallel gestellt.
Oberschenkel: Lang, trocken, nicht massig, mit deutlicher Bemuskelung.
Unterschenkel: Stark geneigt mit feiner Muskulatur und deutlich sichtbarer Auskehlung.
Sprunggelenk und Hintermittelfuß: Sie liegen in der Verlängerung einer vom Sitzbeinhöcker ausgehenden Senkrechten.
Hinterpfote: Weniger oval als die Vorderpfote, mit gewölbten und gut aneinanderliegenden Zehen; Ballen und Krallen gut pigmentiert wie an den Vorderpfoten.

Gangwerk:
Elastisch, harmonisch, nicht hochsteppend. Schneller Galopp mit losschnellendem Abstoß.

Haut:
Dünn und in allen Körperregionen gut anliegend, mit Ausnahme der Ellenbogen, wo sie etwas weniger straff ist.

Haarkleid
Haar: Am ganzen Körper kurz und fein, keinerlei Spuren von Fransen.
Farbe: Einfarbig schwarz, grau, schiefergrau, schiefer und gelb (italienisch: isabella) in allen möglichen Nuancen. Weiß wird nur an Brust und Pfoten toleriert.

Größe und GewichtWiderristhöhe: Rüden und Hündinnen von 32 bis 38 cm.
Gewicht: Rüden und Hündinnen höchstens 5 kg.


Allgemeines
Als Alleinunterhalterunter den Windhunden wird das zarteste und kleinste Hündchen der FCI Rassegruppe 10 gern bezeichnet, will sagen: ein Windpsiel hat man niemals so nebenbei. Das Windspiel liebt die Annhemlichkeiten des Lebens, besonders die feine Gesellschaft von Artgenossen oder die ständige Zusprache seines geliebten Meisters. Die filigranen Tierchen, die jederzeit alles daransetzen bei ihrem Besitzer möglichst auf den Arm zu sitzen ,springen dazu auch hinauf, überall und in jeder Situation .... natürlich aus dem Stand. Es sind kokette und auf Aufmerksamkeit bestehende energische kleine Windhunde, die ihren Kopf durchsetzen um den Komfort zu erlangen, der ihnen gemäß ist.
Das hochgezüchtete, feingliedrige Geschöpf sieht sehr zerbrechlich aus, hat aber ein robustes Gefüge und ist bei guter und sorgfältiger Zucht und Aufzucht sogar in der Lage wie ein "großer" Windhund ein Hunderennen über die Mordsdistanz von 450 m unbeschadet zu überstehen. Das künstliche Hetzobjekt ist oft genauso groß wie das kleine Hündchen, aber der Hetzinstinkt kann ebenso geweckt und gefördert werden wie beim Greyhound.Im englischen Sprachraum wird das italienische Windspiel auch als Italien Greyhound bezeichnet. Ambitionen für das Hunderennen sollten aber beim Windspiel niemals Maßstab für die Anschaffung sein.

Die italienischen Windspiele sind die kleinsten Vertreter innerhalb der vielfältigen Gruppe der Windhundrassen und sollten bei einer Schulterhöhe zwischen 32 cm und 38 cm mit dem Wachsen aufhören . Die Zahl der Liebhaberzüchter ist extrem klein, denn die Zucht dieser widerstandsfähigen aber anspruchsvollen Hunde ist mehr als eine Herausforderung . Extreme Größenbeschränkung und Farbvorschriften sind nur zwei Punkte, die als Erschwernis herauszustellen sind und durchnittlich 20 Welpen im Jahr in Deutschland resultieren aus den Zuchtbemühungen .

Ursprung und Geschichte
Vor der Jahrhundertwende wurden grundsätzlich alle Windhunde als Windspiele, oder Beizwinde bezeichnet. Es gibt noch heute alte Bücher in denen der Saluki als persisches Windspiel oder der Barsoi als russisches Windspiel beschrieben ist. Friedrich der Grosse hatte Windspiele, in zeitgenössischen Texten ist an einer Stelle näher erwähnt, daß es sich um "englische" gehandelt haben soll. Das , was wir heute unter der Rassebezeichnung italienisches Windspiel kennen ist eine "Neuauflage" der kleinen Miniaturwindhunde nordafrikanischen Ursprungsund hat nichts mit den okzidentalen Windhunden wie Greyhound und Whippet gemein, weder in der Erscheinung noch im Charakter. Italien hat den Anspruch angemeldet für das italienische Windspiel als Herkunftsland verantwortlich zu sein. Seit dem gilt unser modernes Windspiel offiziell als italienischen Ursprungs und man begründet den Zusammenhang damit, daß Julius Caesar diese kleinen Miniaturwindhunde einst von der ägyptischen Königin Cleopatra zum Geschenk erhielt und mit nach Italien brachte.
Tatsächlich erinnert die Gesamterscheinung des italienischen Windspiels deutlicher an die Verwandtschaft zum afrikanischen Sloughi als mit dem in der Größe näher kommenden englischen Whippet. Aber auch die Wesenseigenschaften der italienischen Windspiele erinnern mehr an die orientalischen Windhundrassen als an die "bescheidenen", anpassungsfähigen Whippets und Greyhounds.

Wesen und Temperament
Denn nichts darf dem italienischen Windspiel entgegen und es schafft sich seinen Lebensraum, so wie es das Hündchen braucht. Die Windspiellieb-haber wissen, wer das Kommando in der Mensch-Windspiel-Beziehung führt. Und wären diese Hündchen nicht so zart und klein, könnte Mensch und Hund das Fürchten lernen. Ein Windspiel in der Meute hat wenig Angst vor Gegnern. Gegenüber Fremden ist es reserviert, gegenüber fremden Hunden kann es recht keß und angriffslustig sein, obwohl es sich in einer heimischen Meute mit anderen Hunden recht wohl fühlt.
Im Freien laufen Windspiele neben ihrem Besitzer freiwillig bei Fuß, es sei es gitb einen Anlaß zur wilden Rennerei, z.B. mit anderen Winspielen oder Hunden umherjagen oder eben ein Hunderennen. Viel lieber schätz aber das italienische Windspiel die enge Nähe seines Besitzers oder ruht im Bett . Windspiele sind echte Sonnenanbeter und lieben warme Temperaturen, obwohl sie auch bei entsprechender Aufzucht kein Mäntelchen brauchen, aber bei Kälte unbedingt in Bewegung sein müssen.
Für Kinder sind die zarten aber recht herrischen Windspiele nicht unbedingt geeignet.

Haltung und Pflege
Italienische Windspiele sind äußerst pflegeleicht und haben eine relativ hohe Lebenseerwatung. 15 Jahre sind keine Seltenheit und die Kondition alter Windspiele kann sich sehen lassen.Es sind angenehme Begleiter, die auf Schritt und Tritt bei ihrem Besitzer sind, am liebsten nahe an deren Herzen. Der möglichst auf Dauer bestehende enge Kontakt zwischen Windspiel und Besitzer sollte bei der Auswahl eines solchen Hündchen bedacht werden.
Ein sich zurückgesetzt empfindendes Windspiel wird mit Nachdruck quittieren, was es von dieser Art der Behandlung hält: Unsauberkeit ! Windspiele sind sehr dominante Hunde, die für ihren Besitzer nur dann eine Freude sein können, wenn der Interessent weiß, worauf er sich einläßt.
Die enge Verbindung zwischen Hund und Besitzer ist durch die Kleinheit und das geringe Gewicht des Windspiels gut möglich. Das kurze dichte und stets saubere Haarkleid ohne den typischen Hunde-geruch machen ein enges Miteinander auch für den Ästheten und anspruchsvollen Liebhaber möglich. Die grazile Feinheit und der Anmut des italienischen Windspiels sind für den Liebhaber stets ein Quell der Freude. Die kompromislose Anhänglichkeit des kleinen Windhundes versinnbildlichen bedingungslose Treue.

Quelle





Signatur
Liebes Grüßle von Tanja und den Wuffs



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