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Beamish ...
Posting macht frei!
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...   Erstellt am 23.04.2007 - 23:47Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Zu allererst, ich hatte nie wirkliche Sympathien für Herrn Koch. Ich lese schon lange den "Musikexpress", in dem er ja Platten rezensiert und Artikel verfasst, und irgendwie war mir das immer zu banal, zu bissig, mal zu abgehoben, mal zu sehr eigene Meinung, was Koch bei einigen Rezensionen geschrieben hatte. Ich hab' gewiss nicht jede einzelne gelesen und muss sagen, dass er dennoch wohl ein schon guter Mann seines Faches ist - praktisch gesehen...

Zu lange Einleitung... *lol*

Na gut, jedenfalls kommt mir heute im neuen "Musikexpress" ein Auszug aus seinem Buch "Fuck Forever - Der Tod des Indie Rock" in die Hände, den ich aufmerksam gelesen habe. Sehr aufmerksam sogar. Und wie fand ich den Vorgeschmack? Er gefiel mir bestens. Ich will nicht auf Stil und Wortwahl eingehen - nein, auf das Thema, das was eigentlich dahinter steckt.
Wer hat's gelesen?
Wer hat sich welche Gedanken gemacht?
Stirbt Indie Rock tatsächlich? Ist indie wirklich nicht mehr indie also independet?

Kochs Beispiel, wie mainstream oder underground/indie eine Band noch ist, wenn sie riesige Hallen füllen und schon Monate vorher ausverkauft sind (Beispiel: Arctic Monkeys) - fand ich sehr gut. Zu meinem Fall denke ich, dass er recht hat. Indie ist nicht mehr wirklich independet. Es kann einem auch egal sein, allerdings nach seinen Ausführungen zu den Anfängen des Indie Rock in den 80er Jahren hatte das Wort indie tatsächlich noch eine andere Bedeutung. Heute hören sich die vielen Menshcen die sich als "indie" bezeichnen, nicht mehr in erster Linie die Musik an, sondern der Sänger ist wichtiger. Man fragt wirklich nach dem wahren (die Musikrichtung außenvorgelassen) Unterschied zwischen dem Kult um "Tokio Hotel" und dem um "Mando Diao" (beispielsweise, ich könnte auch eine andere Band nennen...).

Viel zu viel geschrieben, aber so ein interessantes Thema... schon wegen der Sache mit den ehemaligen "H&M Püppchen" (Koch hat sie so genannt), die nun bevorzugt "indie" tragen - wie konnte so etwas eigentlich passieren? Ist es schlimm?


DISKUSSION!!!





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SallySimpson ...
Post thirsty bastard
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...   Erstellt am 24.04.2007 - 12:47Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hab den ME noch nicht, deshalb kann ichs nur von meiner Sicht aus sagen:

Alles, was in letzter Zeit so "indie" war, hat mich nicht besonders vom Hocker gerissen. Indie Kennt mittlerweile jeder, egal im Bezug auf Musik, Klamotten oder Personen. In England zumindest ist indie ständig in den Charts, und Pop Bands kopieren gewisse Elemente...
Indie ist halt eben chick, aber das war er schon als die Strokes rauskamen.
Außerdem muss man beachten, dass sich Indie verändert hat: Früher wars was anderes als heute, und ich finds auch n bisschen übertrieben alles direkt den Stempel Indie aufzudrücken... Und das mit dem Personenkult, das gabs schon immer würd ich sagen

Insgesamt: Ja Indie neigt sich dem Ende zu, ist aber wahrscheinlich auch gut so.





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“She loved me not for wealth, for money I had none
She loved me not for music, for I couldn’t play a single song
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She loved me not for beauty, for I had a crooked smile
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baroness_strange ...
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...   Erstellt am 24.04.2007 - 15:05Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


beamish ich geb dir absolut recht!
ich fand den Auszug auch richtig richtig gut!
werde mir auf jedenfall das buch kaufen!
ich finds auch sehr gut und interessant geschrieben!

ich mag auch den vergleich, dass man jetzt das aber nicht verteufeln kann, das praktisch alles indie is was ne spezielle richtung musik ist weil:

britney spears erste platte kam auch auf nem indie label raus!

und die hätte man wohl kaum in den 80ern oder 90ern oder sogar heute als indie bezeichnet!

von daher ist es garnicht so möglich nur nach dem label zu gehen!





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"Es tut mir leid dass wir sind spaeter, aber eine kleine Radiergummi hat das Airflug kaputtmachen!"

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Rotkaeppchn ...
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...   Erstellt am 24.04.2007 - 18:10Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


ich hab das wahrscheinlich schon tausendmal hier geschriebn
aber ich finde dass begriffe wie indie , emo oder so völlig bescheuert sind, denn egal wie toll sie am anfang sind, irgendwer kommt und macht etwas draus dass dann wieder n andrer nich will und so weiter
also wärs doch mal viel einfacher, nich ständig allem irgend einen namensstempel aufzudrücken
ich versteh nich warum leute das überhaupt machen, liegt aber vll. daran dass ich im bezeichnungenfinden ausnahmslos schlecht bin
ich hab was gegen bezeichnungen und gesellschaftliche gruppenbildungen jeder art
und es is klar dass das was mit dem begriff "indie" passiert is, mit so ca. jedem begriff und jeder bewegung passiert der/die sich irgendwie in die moderne gesellschaft einbauen lässt





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“While the rest of the species is descended from apes, redheads are descended from cats.”
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baroness_strange ...
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...   Erstellt am 24.04.2007 - 23:35Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


^^

aber das ist doch automatisch.sowas kann man nicht verhindern.
fängt ja shcon da an, wenn man ne band nich kennt und man fragt: wie hörn die sich so an?
oder was machen die für musik??
da sind halt generelle "genres" praktisch..

wobei man da ja eigentlich nicht mehr durchblickt..

was zur hölle ist z.b.gabba techno?

oder was ist der unterschied zwischen screamo und emocore und son scheiß...?





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DocSnyder ...
The whole board is your playground
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...   Erstellt am 24.04.2007 - 23:57Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


baroness_strange schrieb

    ^^

    aber das ist doch automatisch.sowas kann man nicht verhindern.
    fängt ja shcon da an, wenn man ne band nich kennt und man fragt: wie hörn die sich so an?
    oder was machen die für musik??
    da sind halt generelle "genres" praktisch..

    wobei man da ja eigentlich nicht mehr durchblickt..

    was zur hölle ist z.b.gabba techno?

    oder was ist der unterschied zwischen screamo und emocore und son scheiß...?


"genres" sind an sich nicht schlecht
ein problem wirds dann bei den ganzen "unter-genres"


also "gabber techno" is (soviel ich weiss) die extremste vorm von techno (also am bass lastigsten)

und emocore is eig. der vorreiter von diesem ganzen emo zeux (eine der bekanntesten emocore bands wird wohl hüsker dü sein)
das eig. auf hardcore basiert der aber eben emotionaler (daraus kann man sich jetzt emocore basteln ) ist als üblicher hardcore
beim screamo ist das dann noch mit mehr geschrei verpackt





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baroness_strange ...
Board Diktator
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...   Erstellt am 25.04.2007 - 00:00Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


DocSnyder schrieb

    "genres" sind an sich nicht schlecht
    ein problem wirds dann bei den ganzen "unter-genres"


    also "gabber techno" is (soviel ich weiss) die extremste vorm von techno (also am bass lastigsten)

    und emocore is eig. der vorreiter von diesem ganzen emo zeux (eine der bekanntesten emocore bands wird wohl hüsker dü sein)
    das eig. auf hardcore basiert der aber eben emotionaler (daraus kann man sich jetzt emocore basteln ) ist als üblicher hardcore
    beim screamo ist das dann noch mit mehr geschrei verpackt


schöne erklärung, danke





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DrunkenProphet ...
Sailed away on the Albion
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...   Erstellt am 25.04.2007 - 00:37Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


werde das in den nächsten tagen mal lesen




DocSnyder ...
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...   Erstellt am 25.04.2007 - 00:41Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


baroness_strange schrieb

    schöne erklärung, danke


ich hab mich selbst gerade gewundert das ich das einigermassen anständig erklären konnte (sowas schaff ich nüchtern eig. nicht^^)

achja mal ontopic:
wegen verschiedenen (indie) bands die irgendwann
in großen hallen spielen und viel kohle verdienen
zu behaupten das ein "genre" ausstirbt ist absoluter schwachsinn (genau das selbe findet sich nämlich schon seit jahren im punk "genre" das ja auch nicht tot ist oder zu sterben droht)
das hauptproblem wird nur sein das man kaum kleine (indie) bands findet die man als beispiel für "unkommerziellen" (oh gott ich hasse dieses wort...)
oder "wahren" indie rock nehmen könnte
weil die ganz einfach unbekannt sind und nur eine kleine fangemeinde haben (genau das selbe findet sich nämlich ebenso im punk "genre")

zu kochs beispiel: nehmen wir eine band (beispiel: arctic monkeys) und lassen die in einem keller-club auftreten wo so gut 200 leute reinpassen
das wäre dann genauso ausverkauft wie in einer "riesigen" halle
das hat nur etwas mit dem zuwachs der fangemeinde zu tun
und wegen sowas irgendwelche "indie/underground" vs. "mainstream" vergleiche zu machen ist schwachsinn weil sowas kommt von der band und nicht durch die fans

und nur weil eine band "gut" (bzw. beliebt) ist soll sie plötzlich kein indie mehr sein?
aber ok...

und natürlich weicht das heutige "indie-genre"
von dem früheren ab (ist ja auch kein geheimnis)
aber gab es jemals eine musikrichtung die über jahrzehnte (ohne abweichungen) die gleiche geblieben ist?


nebenbei: schon allein ein buch "Fuck Forever. Der Tod des Indie-Rock"
zu nennen ist in meinen augen übelste geldmacherei

[Dieser Beitrag wurde am 25.04.2007 - 02:32 von DocSnyder aktualisiert]





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footi ...
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...   Erstellt am 25.04.2007 - 15:39Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


ich kann doc eigentlich nix mehr hinzufügen...

da kann ne band wirklich super klein starten...kleines label, total unbekannt, alles selber produziert und was weis ich..

und ein paar leute kriegen sie zu hören...und ein paar mehr leute bekommen sie zu hören...

und auf einmal kriegen sehr viele leute sie zu hören...

soll man die band jetzt verurteilen?
weil auf einmal viele leute sie toll finden und alle zeitungen von ihnen berichten?

soll man deshalb sagen...die sind nicht mehr..."indie"....

finde den ausdruck auch total dämlich...wenn mich leute fragen, was für musik ich höre, sage ich auch "indie", weil sie sich darunter am ehesten was vorstellen können, aber generell ist das doch totaler käse....


deshalb bekomme ich auch immer anfälle, wenn ich solche aussagen wie "die höre ich aus prinzip nicht" oder "mist ich hab den mainstream verpasst" lese.....

das ist in meinen augen absoluter blödsinn...
entweder ist eine band gut, oder sie ist es halt nicht...

who cares?

warum muss man alles immer so verbissen sehen???


und was der herr koch da macht...ist pure geldmacherei...nix anderes..."oh ich hab ein thema ausgegraben, was vielleicht ein wenig kontroverse mit sich bringt und was viele fanatiker oder freaks lesen werden, weil sie aus prinzip keine großen bands hören wollen..."

so klingt das für mich..und ich finds lächerlich...


(mein sarkasmus war natürlich wieder vollkommen überzogen, bevor sich jemand wieder beschwert, dass ich gemein werde...)





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~we are not enemies but friends
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though passion may have strained
it must not break our bonds of affection
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