Mediterranea, eine Insel im Mittelmeer.

Eine Insel, ein unabhängiger Kleinstaat - genau im Kreuz der vier größten Mächte dieser Zeit: Rom, Athen, Alexandrien und Karthago - ein Ort der Weisheit und des Wahnsinns, der Korruption und der Freundschaft, der Freiheit und des Kampfes, ein Schmelztiegel der Kulturen und Klassen, wo Senatoren einem illustren Leben frönen, Händler aus aller Welt die exotischsten Dinge darbieten und Sklaven um ihre Freiheit kämpfen. Erlebe das Schicksal: Tauche ein in eine Welt voller Intrigen, Kampf, Spannung, Spaß, Liebe und Hass - werde Teil von Mediterranea!

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Aine
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...   Erstellt am 16.03.2007 - 16:47Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Aine konnte seine Zuversicht nicht teilen, zu viel Leid und Schmerz hatte sie in ihrem Leben auf sich nehmen müssen, hatte zu oft sehen müssen, wie ein Leben einfach zerstört wurde und das man selbst am Ende nur noch ein Schatten war der kraftlos durch die Welt wanderte, ohne Ziel, ohne Hoffnung.
Ihre Zweifel waren zu einem festen Bestandteil in ihrem Leben geworden, die sie nicht einfach vergessen ließen, was sie ihr Leben lang hatte ertragen und sehen müssen. Das Leben in der Arena oder in irgendeinem Haushalt konnte einen Menschen von Grund auf verändern und prägen. Man verlor das Lachen und betete jeden Tag darum, das der Tod einen mit sich in die Schatten des Vergessens nahmen.
Ihr Herz hatte sie verschlossen um nicht noch mehr zu leiden, um nicht jemanden eine Angriffsfläche zu bieten oder sich zu entblößen.
Die Welt erschien ihr schon seit Ewigkeiten trist und grausam.

Sie stütze ihr Kinn auf die Hände. "Was wirst du jetzt machen? Gehen oder bleiben? Wenn du bleibst, werd ich versuchen mich für dich bei Quintus einzusetzen und dir Gesellschaft leisten, wann immer ich Zeit haben!" versprach sie ihm. "Wenn du gehst, kann ich Quintus auf eine falsche Fährte locken, aber mehr nicht! Du bist dann auf dich allein gestellt!"
Eigentlich war sie ja verrückt, ihm ihre Hilfe zu zu gestehen. Wenn er weg lief, würde sie sich rechtfertigen müssen und das konnte zu einer recht unangenehmen Sache werden. Aber nun gut, nun wollte sie ihre Worte auch nicht mehr zurück nehmen.

Warum sollte er nicht das bekommen wonach er sich so sehr sehnte. Er hatte, wie alle Sklaven, eigentlich verdient, ein Leben zu führen, das nicht vorherbestimmt war. Er sollte ruhig die Ketten abwerfen, die ihn banden und sei Glück finden.




Maximus ...
Romanos Sohn
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...   Erstellt am 16.03.2007 - 21:43Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Er stand auf und ging zu einen Baum an den er sich lehnte. Noch einmal wog er alles ab, was seine Seele belastete. Sollte er bleiben oder gehen. Aber seine Entschluss stand unveränderbar fest. Er würde bei Aine bleiben. Auch wenn sie es abstreiten würde, sie brauchte Hilfe. Vielleicht mehr Hilfe als er, doch noch konnte Maximus dies nicht beurteilen. Aber er würde erst fliehen, wenn Aine wieder lachen konnte, das schwor er sich.

"Du musst Quintus Leute nicht auf eine falsche Fährte locken, ich werde bleiben und ich werde dieses Leben durchstehen." sagte er auf einmal sehr energisch. "Für eine Flucht sind zu viel Soldaten unterwegs, da hast du Recht. Ich will nicht, dass sie mich vielleicht doch finden und wieder einsperren. Das Leben bei Quintus scheint besser zu sein, als das was ich bisher hatte." Maximus gab seine Fluchtgedanken nicht auf, nein er schob sie nur ein wenig weiter weg.

Er wusste was seine Entscheidung für ihn bedeuten würde. Er musste weiterhin in diesem kleinen Verschlag schlafen, obwohl dieser besser eingerichtet war als die anderen Unterkünfte in denen er untergebracht war. Er würde weiterhin nur als Gegenstand und nicht als Mensch betrachtet werden und diese Mia würde würde weiterhin so tun, als ob sie ihm einen Gefallen getan hat, als sie ihm seine Unterkunft gezeigt hat.

Doch was würde ihm seine Entscheidung einbringen. Er hoffte auf ein Lächeln von Aine und dass ihre Augen nicht mehr wie tot wirkten. Er wollte Aine glücklich sehen, weil sie noch jung war, sie konnte aus ihrem doch noch etwas machen. Sie würde bestimmt irgendwann einen Mann kennen- und liebenlernen und mit diesem glücklich sein. Nur deshalb entschied sich Maximus bei Quintus zu bleiben. Wenn sie ihm nicht dieses Verständnis gezeigt für ihn hätte, dann wäre er wohl schon längst auf der Flucht.

"Was hältst du davon, wenn wir zurückgehen?" Maximus stellte die Frage, weil er sich erschöpft fühlte. Noch schmerzten seine Wunden auf dem Rücken.





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Aine
unregistriert

...   Erstellt am 16.03.2007 - 21:54Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Sie entspannte sich ein wenig und war erleichtert darüber, das er doch nicht fliehen würde. Es hätte eine Menge Ärger bedeutet, vor allem für Maximus, wenn er wieder eingefangen wurde und ob sie ihm dann noch helfen konnte, bezweifelte sie. Kein Mensch hatte es verdient wie ein Gegenstand behandelt zu werden. Jeder Mensch war etwas wert, auch wenn andere das Gegenteil behaupteten.
Inwieweit das Leben bei Quintus besser sein würde, würde sich mit der Zeit noch heraus stellen, aber sie würde zumindest versuchen Maximus zu helfen und ihn so behandeln wie er es verdiente, wie einen Menschen.

Aine nickte zustimmend. "Das ist eine gute Idee!" sie rappelte sich auf und strich sich eine Strähne, die sich aus ihrem Zopf gelöst hatte, hinter ihr Ohr.

"Was macht dein Rücken?" wechselte sie das Thema.

[Dieser Beitrag wurde am 16.03.2007 - 21:58 von Aine aktualisiert]




Maximus ...
Romanos Sohn
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...   Erstellt am 16.03.2007 - 22:07Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Maximus sah sie an. Sie war eine der wenigen, die sich danach erkundigten, wie es ihm ging. Bis gestern hatte sich keiner um seine Wunden gekümmert und heute konnte er sich vor Fürsorge kaum retten. Aber er war froh, dass Aine ihn fragte, denn schon lang hatte er die offenen Wunden auf dem Rücken. An manchen Tagen brannten diese wie Feuer, doch jetzt seit sie versorgt wurden, waren die Schmerzen einigermaßen erträglich.

"Es geht schon, danke. Ich muss es aushalten, aber es ist viel besser als noch gestern Abend." erklärte Maximus. Er löste sich von dem Baum an dem er gelehnt hatte und ging wieder zu ihr. "Ob Quintus uns schon vermisst?" Er stellte die Frage in den Raum ohne eine wirkliche Antwort darauf zu erwarten. Mit Sicherheit würde Quintus bereits nach ihnen Ausschau halten. Er hatte bestimmt schon genügend Arbeit für seinen Sklaven.





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Aine
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...   Erstellt am 16.03.2007 - 22:19Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Aine wusste nur zu gut aus Erfahrung das solche Wunden wie Feuer brennen konnten und wenn diese dann auch nicht richtig versorgt wurden, dann entzündeten sie sich und man konnte vor Schmerz keinen klaren Gedanken fassen.
"Seit gestern Abend?" fragte sie und zog eine Grimasse. Manche Herren fanden es erbaulich sich an anderer Schmerz zu erfreuen. Sie konnte nicht nach vollziehen, was einen Menschen an solchen Wunden nur für eine Freude hatten. Wahrscheinlich suhlten sie sich nur in dem Leid und dem Schmerz anderer, weil sie Macht über einen anderen hatten. Wie sie so etwas doch hasste.

Aine zuckte mit den Schultern. "Vielleicht! Aber ich glaub der beschäftigt sich wohl mit Mia oder so! An uns verschwendet er mit Sicherheit keinen Gedanken!" sagte sie und schlug den Weg zurück zu Quintus Haus ein.




Maximus ...
Romanos Sohn
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...   Erstellt am 17.03.2007 - 16:59Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Maximus hing seinen Gedanken nach, als sie zurückgingen. "Warum sollte er keinen Gedanken an uns verschwenden. Ich habe es noch nie erlebt am ersten Tag bei einem neuen Herrn nicht arbeiten zu müssen." Maximus blieb noch einmal kurz stehen und sah sie.

"Hier ist alles so anders. Anders als ich es bisher kenne." Er wirkte nachdenklich. Er kam mit dieser Situation weniger zurecht, als mit denen in der Vergangenheit. Er hatte oft genug erlebt, dass die Sklaven bereits gleich nach ihrer Ankunft bei einem neuem Herrn mit der schwersten Arbeit beginnen mussten."

Maximus wirkte nachdenklich. Wieder musste er an die Schiffsreise hier her denken. Noch gestern Abend auf dem Schiff wurde sein Rücken immer wieder mit Salzwasser übergossen und seine offenen Wunden brannten wie Feuer. Und jetzt, jetzt hatte man die Wunden versorgt und Maximus kam mit dieser Hilfe kaum zurecht. Er wusste nicht wie er seine Dankbarkeit ausdrücken wollte.





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Aine
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...   Erstellt am 17.03.2007 - 17:12Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Aine hatte zwar nur einige Jahre, als Bedienstete in einem Haushalt gearbeitet, das war kurz nach dem Tod ihrer Familie und dem Verlust ihrer Heimat, damals war sie noch zu allem entschlossen gewesen, damals hatte sie noch gegen die Ketten gekämpft. Doch es hatte sich alles geändert, nach dem Mord an dem Sohn eines ihrer Herrn, bis heute wusste niemand, das sie den jungen damals tötete, aus Wut und Verzweiflung und sie hatte es auch niemanden anvertraut.
Das Leben als Haussklavin war hart und ungerecht gewesen und jeder kleinste Fehler war bestraft worden. Und dann war sie in die Arena gekommen. Musste lernen sich zu verteidigen und wurde auch dort ständig bestraft. Es gab eine Zeit in der ihre Wunden nicht verheilt waren, weil sie sich von Morgens bis Abends hatte abplagen müssen.

"Anders ist es, aber sei froh darüber, das sie dich nicht gleich wieder zur Arbeit verdonnern!" sagte sie. "Außerdem gibt es schlimmeres, als für einen Herrn zu arbeiten! Sei froh das man dich zumindest ein wenig wie einen Menschen behandelt!" fügte sie hinzu.

Sie lenkte ihre Schritte auf eine belebte breite Straße. Die Menschen eilten umher, beachteten sie nicht und zogen ihres Weges. Irgendwie war es angenehm in dieser Menge unsichtbar zu sein, mit ihr zu verschmelzen.




Maximus ...
Romanos Sohn
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...   Erstellt am 17.03.2007 - 17:25Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Aine hatte Recht mit dem was sie sagte. Im Grunde konnte er froh sein, dass er heute noch ein wenig Ruhe hatte und doch verwirrte ihn das, eben weil er es nicht kannte. Maximus hatte immer gleich nach der Ankunft arbeiten müssen und oft genug hat er sich geweigert, weswegen er meistens am ersten Tag gleich hart bestraft wurde. Als Abschreckung für die anderen Sklaven. Aines Worte fanden in seinem Inneren Zustimmung. Ja, ein wenig wurde er wie ein Mensch behandelt, doch was nützte dies, wenn er trotzdem ein Sklave war.

"Ich habe so etwas nur noch nie erlebt. Und die Herren, für dich ich bisher arbeiten musste, die waren schlimm, sehr schlimm."

Auch Maximus genoss es durch die Straßen zu laufen ohne dass man ihn beachtete. Die Menschen dachten wahrscheinlich, er und Aine waren ganz einfache Leute. Insgeheim hoffte Maximus dass dieser Zustand ewig anhielt, doch er wusste, irgendjemand würde das Brandmal auf seinem rechten Oberarm entdecken und jeder würde dann in ihm wieder nur das sehen was er wirklich war.





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Aine
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...   Erstellt am 17.03.2007 - 17:34Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Freundlichkeit und Menschlichkeit waren ihr nur selten zu Teil geworden. Sie war immer nur eine Sklavin oder Gladiatorin gewesen, was zählte es, wenn sie nicht wollte, wie andere? Nichts, denn man konnte sie betrafen und dann verkaufen, sie war nur ein Gegenstand gewesen.

"Hin und wieder wurde mit Freundlichkeit zu Teil, aber auch nur, wenn mein Herr mal wieder eine Wette gewonnen hatte, die über mich lief! Aber ansonsten wurde ich nie bevorzugt und oft hart bestraft oder durfte mal wieder den Zorn meines Herrn über mich ergehen lassen!" sagte sie tonlos. "Ich habe viel Geld eingebracht, mehr aber auch nicht, ich war nur ein Sklave unter vielen!"

"Und bin es vermutlich immer noch!" fügte sie leiser hinzu. Sie wusste nicht einmal mehr, wie sich die freiheit an fühlte, sie kannte eigentlich nur noch die Sklaverei.




Maximus ...
Romanos Sohn
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...   Erstellt am 17.03.2007 - 17:43Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


"Du bist aber frei, Aine." Maximus sagte ihr dies eindringlich, hatte es Quintus doch auch vor ihm erwähnt. "Versuch einfach nur daran zu denken und nicht an das was du warst." Maximus versuchte sie auf zu muntern, obwohl ihm das sehr schwerfiel. Wie sollte er jemanden davon überzeugen die Freiheit zu genießen, wenn er es selbst nicht durfte.

"Freundlichkeit, in den ganzen Jahren waren nur die wenigstens zu mir freundlich. Eigentlich begann die Freundlichkeit erst heute." Maximus wurde leiser und wieder nachdenklicher. Devlin war freundlich zu ihm gewesen. Er hatte sich um ihn gekümmert ohne nachzudenken wer er eigentlich war. Ja, er hatte die für Maximus gedachten Schläge eingesteckt und er konnte sich nicht einmal mehr richtig bei ihm bedanken.

"Schau nach vorn Aine. Das Leben hält noch viel für dich bereit. Dessen bin ich mir sicher." Er dachte im Moment nur an Aines Zukunft und nicht an seine. Er selbst hatte keine Zukunft.





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