Mediterranea, eine Insel im Mittelmeer.

Eine Insel, ein unabhängiger Kleinstaat - genau im Kreuz der vier größten Mächte dieser Zeit: Rom, Athen, Alexandrien und Karthago - ein Ort der Weisheit und des Wahnsinns, der Korruption und der Freundschaft, der Freiheit und des Kampfes, ein Schmelztiegel der Kulturen und Klassen, wo Senatoren einem illustren Leben frönen, Händler aus aller Welt die exotischsten Dinge darbieten und Sklaven um ihre Freiheit kämpfen. Erlebe das Schicksal: Tauche ein in eine Welt voller Intrigen, Kampf, Spannung, Spaß, Liebe und Hass - werde Teil von Mediterranea!

>

ForumNewsMitgliederSuchenRegistrierenMember LoginKostenloses Forum!


More : [1] [2] [3] [4] [5]


ErstellerThema » Beitrag als Abo bestellenThread schließen Thread verschieben Festpinnen Druckansicht Thread löschen

Aine
unregistriert

...   Erstellt am 14.03.2007 - 19:48Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Etwas ziellos ging Aine von Quintus Haus in die Stadt hinein. Es war ein anderes Gefühl, mal nicht als Sklave in Ketten oder mit Bewachung durch die Straßen zu ziehen, keiner schien zu ahnen, das sie eine Gladiatorin war, nur warf man ihr hin und wider scheele Blicke zu, weil sie so gar nicht die übliche Kleidung einer Frau trug, sondern in Hosen und einem Hemd, das ihr viel zu weit war, hatten sie und auch Maximus sich einfach unter die Leute gemischt.
Zuerst liefen sie einfach nur schweigend durch die Straßen und hatten nur wenige Blicke für die Kunstwerke und fein gearbeiteten Monumente der Stadt übrig. es war noch ungewohnt, das sie sich frei bewegen konnte, das man sie nicht aufhielt oder gar festsetzte, weil sie es wagte, die Stadt zu erkunden.
Hier in der bunten Menschenmenge von Märkten und Plätzen, waren sie nur zwei unter vielen. Niemand wichtiges, dem man einen Blick nach warf oder sie die besonders interessant waren.

Es war eine neue Erfahrung für Aine, die bisher immer nur eine Sklavin gewesen war, die man in Ketten gehalten hatte und nicht mehr wert war, als vielleicht eine Vase oder ein Vorhang.

Ihr Weg hatte sei am Ende in eine weniger belebte Gegend geführt. Eine große Parkanlage breitete sich vor ihnen aus und lud zum verweilen ein.
Aine warf Maximus einen fragenden Blick: "Was meinst du? Bleiben wir hier?" fragte sie ihn. Irgendwie legte sie wert auf seine Meinung, sie wollte nicht über seinen Kopf hinweg entscheiden. in ihren Augen, war er immer ein Mensch. Etwas das sie sich immer gewünscht hatte, in ihrem Skalvendasein.




Maximus ...
Romanos Sohn
Administrator


...

Status: Offline
Registriert seit: 14.02.2007
Beiträge: 1539
Nachricht senden
...   Erstellt am 14.03.2007 - 20:06Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Immer noch unsicher ging er erst hinter Aine her und dann bald neben ihr. Er wusste nicht, was er denken sollte. Keiner sah ihn an, keiner schien zu bemerken dass er ein Sklave war. Maximus fühlte sich immer besser, obwohl er immer den Gedanken hatte, dass am Abend dieses freie Leben wohl ein Ende haben würde, wenn es ihm nicht gelang wegzulaufen. doch überall waren in den Straße Soldaten verstreut und er fragte sich langsam warum. Diese Stadt war besser bewacht als Rom und er verstand nicht warum.

Diese Parkanlage, die sich vor ihnen erstreckte schien ein Ort der Ruhe und der Erholung zu sein. Und er atmete auf. Hier war er endlich wieder ein Mensch, einfach nur ein Mensch, der sein Leben lebte so wie er es wollte. "Wir bleiben hier. Hier scheint es schön zu sein." hörte er sich sagen und versuchte zaghaft zu lächeln.





Signatur

Aine
unregistriert

...   Erstellt am 14.03.2007 - 20:16Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Aine nickte und wagte sich auf die schmalen Wege die mit hellem Kies aufgefüllt waren. Ein Brunnen, überragte sie rechts und versträut waren Bänke aus weißem Marmor auf den Wiesen. Schattige Akazien ragten immer wieder auf die Wege und Pfade und dann erstreckte sich vor ihnen ein kleiner Teich, eine Weide ließ ihre Äste tief in das glatte blaue Wasser hängen und lud zum verweilen ein.

Fragend drehte sich Aine zu ihm um, das schien der richtig Ort zum entspannen und erholen sein. Hier konnten sie Beide ihre Gedanken ordnen und keiner würde ihnen daraus einen Vorwurf machen.

Sie ging zu dem großen alten Baum hinüber und legte eine Hand auf den zerfurchten Stamm. Sie legte den Kopf in den Nacken und schaute hinauf in das dichte Blattwerk. Zum ersten Mal seit Jahren fühlte sie so etwas wie Sicherheit.




Maximus ...
Romanos Sohn
Administrator


...

Status: Offline
Registriert seit: 14.02.2007
Beiträge: 1539
Nachricht senden
...   Erstellt am 14.03.2007 - 20:32Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Maximus betrat vorsichtig den Weg in den Park. Plötzlich fiel die ganze Last ab, unter der er all die Jahre gelitten hatte. Ja wirklich, hier schien er wirklich die Freiheit zu spüren, zurückgedrängt der Gedanke, dass er noch immer ein Sklave war. Quintus hatte ihm zwar viele Zugeständnisse gemacht, aber all dies war in diesem Moment vergessen. Während Aine zu einem Baum ging, ließ er sich auf dem Rasen nieder und er fuhr mit der Hand durch die Grashalme.

Maximus war sprachlos, er konnte es noch nicht glauben. Keiner war da der ihn hochscheuchte und ihn aufforderte die unmöglichsten Arbeiten zu machen. Sollte sich hier wirklich sein großer Traum erfüllen. Noch wagte er nicht richtig daran denken.





Signatur

Aine
unregistriert

...   Erstellt am 14.03.2007 - 20:47Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Erst nach einer geraumen Weile löste sie sich von dem Anblick des großen Baumes. Sie setzte sich neben Maximus, zog die Beine an und legte den Kopf auf ihre Knie. Nachdenklich betrachtete sie den Teich, in dem sich die Sonne spiegelte und sogar ein paar Enten planschten. Wann hatte sie jemals die Muße gehabt einfach nur da zu sitzen und nicht ständig die Angst im Nacken zu spüren, wieder bestraft zu werden.

An diesem Tag hatten sich die Ereignisse für sie überstürzt, erst hatte man ihr die Freiheit geschenkt und dann hatte sie plötzlich ein neues zu Hause, wenn man es denn als solches bezeichnen wollte. Noch fühlte sie sich dort nicht wohl, wurde aus dem Hausherrn nicht schlau und hatte es mit einem stummen Mädchen zu tun, dem sie das Kämpfen beibringen sollte und dann sollte sie auch noch in die Armee eintreten und die Soldaten ausbilden. Ob das so eine gute Idee war, würden diese Männer sie überhaupt akzeptieren und konnte sie überhaupt sich dazu überwinden in den Soldaten, etwas anderes als blutrünstige Barbaren zu sehen. Schließlich waren es solche gewesen, die ihr Heimatdorf überfallen hatte und sie in die Sklaverei verschleppten.
Es stürmten die Bilder ihrer Vergangenheit auf sie ein und sie würde es nicht vergessen und auch nicht so schnell überwinden können. Zu tief saßen Ängste und Schmerzen, und auch die Verzweiflung und Einsamkeit trieben immer dicht unter der Oberfläche unter den Panzer, den sie sich zugelegt hatte um sich selbst zu schützen.

"Aus welcher Stadt kommst du?" fragte sie Maximus um sich abzulenken.




Maximus ...
Romanos Sohn
Administrator


...

Status: Offline
Registriert seit: 14.02.2007
Beiträge: 1539
Nachricht senden
...   Erstellt am 14.03.2007 - 21:05Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Maximus hatte sich kurzzeitig ins Gras gelegt und schaute durch die Bäume in den Himmel. Wann hatte er dies das letztemal getan. Maximus kannte die Antwort auf die Frage und er verdrängte sie. Nein er wollte heute nicht an den Tag seiner Versklavung denken. Zu schön war auf einmal alles hier und er vermisste auf einmal auch Rom nicht. Maximus dachte an die vergangenen Jahre zurück und immer wieder tauchten die Bilder auf, die ihn seit Jahren begleiteten. Die Tage auf den Sklavenmärkten, die Schläge, die verschiedenen Bestrafungen und dann diese eine Strafe, als man ihm mit einem heißen Eisen das Brandmal aufdrückte, welches er sein ganzes Leben lang behalten würde. dies würde ihn immer daran erinnern, welches Leid er durchmachen musste und noch war diese Zeit auch nicht vorüber, nur hier fiel es auf einmal soviel leichter, wieder an ein Leben in Freiheit zu denken.

Maximus setzte sich wieder auf, als Aine ihn ansprach. Er schaute sie an. "Rom, ich komme aus Rom."





Signatur

Aine
unregistriert

...   Erstellt am 14.03.2007 - 21:19Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Rom, ja an diese Stadt konnte sie sich nur zu gut erinnern. Das Kolosseum eine der größten Arenen der Welt in der auch sie angetreten war und gesiegt hatte. Nur zu gut konnte sie sich an die wilde Masse der Schaulustigen erinnern die mit Gier und Blutdurst an den Kämpfen teil genommen hatte. Aber hatte sie nie von der Stadt gesehen, sie hatte Wochen lang im Hospiz gelegen, da sie nicht unbeschadet aus dem Kampf gekommen war. nachdem sie sich dann erholt hatte, war sie gleich weiter gereist. In die nächste Stadt, wo sie wieder antreten musste und um ihr leben kämpfte. Eigentlich war ihr Leben immer nur von Kampf und Schmerz geprägt gewesen, bis heute....
Und ihre Ablehnung gegen die Armee wurde wieder deutlich, wenn sie in die Armee eintreten würde, dann würde sie wieder Kämpfen müssen und vom Kampf hatte sie genug.

"Ich stand immer mal wieder in Rom im Kolosseum und hab dort gekämpft!" erzählte sie.
"Aber mehr hab ich nie von der Stadt gesehen!"

Sie sehnte sich eigentlich mehr nach ihrer Heimat, den sanften grünen Hügeln, dem milden und nicht so stickigen Klima und das Meer... wie es sich ausgebreitet hatte, von einem Horizont zum nächsten, wie die weiße Gischt auf den Wellenkämmen tanzte, wie der Wind und die See das Leben aller beeinflusste.
Die Umgebung war ihr immer noch, nach all den Jahren in Erinnerung , doch das wichtigste hatte sie vergessen, die Namen und die Gesichter ihrer Familie. Nichts war geblieben außer schemenhaften Gestallten die ihre Alpträume heimsuchten.




Maximus ...
Romanos Sohn
Administrator


...

Status: Offline
Registriert seit: 14.02.2007
Beiträge: 1539
Nachricht senden
...   Erstellt am 14.03.2007 - 21:26Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


"Ich war nie im Kolosseum. Mich haben diese Kämpfe nie interessiert. Wir haben nur manchmal diePferde der Gladiatoren beschlagen." erzählte er. Inzwischen hatte auch er seine Arme um die Beine geschlungen. "Ich war nie Kämpfer. Aber vielleicht hätte ich mich früher damit beschäftigen sollen, dann hätte ich mich gegen meine Angreifer wehren können. Dann wäre mir die Sklaverei erspart geblieben. Nachdenklich strich er über das sichtbare Brandmal.

"Mir fehlt Rom sehr. Mein größter Wunsch ist es dorthin zurückzukehren." Er seufzte. Würde r genauso ein Glück haben wie Aine? Er wusste es nicht. Die Stadt würde wohl kaum einen Sklaven frei lassen. Also musste es einen anderen Weg geben, egal was er auch Devlin versprochen hatte. Er würde sich wahrscheinlich nicht ruhig verhalten können. Wo würde man ihn zur Arbeit hinschaffen?





Signatur

Aine
unregistriert

...   Erstellt am 14.03.2007 - 21:38Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Aine hörte ihm schweigend zu. Zumindest hatte er ein Ziel im Leben, er wollte in seine Heimat zurück. Doch sie war, wo sie nun frei war, innerlich zerrissen. Bisher hatte sie immer nur von einem Kampf zum nächsten gelebt, hatte nie nach gedacht, was aus ihr werden sollte, wenn sie mal frei war, sie hatte immer nur an den Tod gedacht, der zu einem ständigen Begleiter und Schatten ihres Daseins geworden war.
In ihre Heimat konnte sie nicht zurück, sie wusste ja nicht einmal mehr, wo sie herkam. Sie wusste nur, das da Meer gewesen war, das sie Keltin war und alles andere, war durch Schmerz und Verzweiflung ausgelöscht worden. Sie hatte keine Familie, kein Ziel, sie hatte nichts, weswegen sie wohl ihre freiheit nicht genießen konnte. Das einzige was ihr geblieben war, waren die Gefühle der Angst, Einsamkeit, Verzweiflung und ...... der Hass. Hass auf all jene Menschen, die sie zu diesem Leben gezwungen hatte, die ihr Schmerzen beigefügt hatte und sie wie ein Tier in einen Käfig gesperrt hatten.

"Zumindest weißt du, was du was du willst! Alles was ich kenne ist die Sklaverei," sagte sie tonlos. Den Blick immer noch auf dem glitzernden See gerichtet, "...und den Kampf um mein Leben!"




Maximus ...
Romanos Sohn
Administrator


...

Status: Offline
Registriert seit: 14.02.2007
Beiträge: 1539
Nachricht senden
...   Erstellt am 14.03.2007 - 21:50Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


"Ja, ich will zurück, aber ich kann mir gut vorstellen, dass Rom nicht mehr die Stadt ist die sie einmal war. Selbst wenn ich es wiedersehe, werde ich dort nicht mehr der sein der ich war." Maximus sah sie leicht gequält an. "Die Sklaverei macht aus jedem einen Fremden, egal wie lang man diese Qual durchmachen musste." Maximus sah sie stumm an. Auch wenn er nicht seit seiner Kindheit ein Sklave war, so wusste er doch was es bedeutet immer wieder eingesperrt zu werden.

"Weißt du woher all diese Narben stammen?" fragte er Aine, obwohl sie sich das denken konnte. "Hast du während deiner Gefangenschaft jemals daran gedacht zu fliehen? fragte er weiter. Maximus dachte zurück. Auch wusste eigentlich nicht, wohin er in seiner Heimat gehen sollte. Er selbst hatte auch keine Familie mehr und ob es die kleine Schmiede noch gab, wusste er nicht. Auch auf ihn würde eine ungewisse Zukunft warten.

Viele Gedanken gingen ihm durch den Kopf und er wusste nicht, was er so recht sagen sollte. Aine und er hatten fast das gleiche Schicksal durchleiden müssen und doch waren die Geschichten so unterschiedlich.





Signatur

More : [1] [2] [3] [4] [5]

Ähnliche Themen:
Thema Erstellt von Antworten Forumname
Strand rund um die Stadt Normin 0 lakisha
Grösse der Stadt Normin 2 lakisha
Stadt, Land, Fluss ... Normin 108 lakisha
Alte verlassene Scheune vor den Toren der Stadt Normin 45 lakisha

Geburtstagsliste:
Heute hat kein User Geburtstag!
----------------------------------



;
...bis zum 29 Mai 2008 / 17:30 Uhr


Impressum

Dieses Forum ist ein kostenloser Service von razyboard.com powered by:
Geizkragen Preisvergleich. Top-Produkt im Preisvergleich: Olympus 1 GB XD-Karte
Wollen Sie auch ein kostenloses Forum in weniger als 2 Minuten? Dann klicken Sie hier!



Verwandte Suchbegriffe:
seeeln | sklavin qual | sklavin lebenslang in ketten!
blank