Geschwisterlos Glücklich / Paradies Einzelkind ~ Das Forum
März 2004 - Juli 2008
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<Karin> unregistriert |
20/09/2004 Hallo, ich finde es ja vollkommen okay von Dir, das Einzelkinddasein zu verteidigen. Was mich allerdings stört, ist dass Du auf Deiner Seite genau das tust, was Du anderen vorwirfst. Du stellst eine Familie mit mehreren Kindern als etwas Schlechtes hin und schreibst quasi allen vor, doch nur ein Kind zur Welt zu bringen. Wie wäre es denn, wenn Du jedem seine freie Meinung lässt. Es gibt nunmal Eltern, die sich mehrere Kinder wünschen. Mein Bruder hat zum Beispiel gleich gesagt, dass er mindestens zwei Kinder will. Also kann es ihm mit einer älteren und zwei jüngeren Schwestern nicht so schlecht gegangen sein. Und auch ich kann mich nicht daran erinnern, jedes Spielzeug geteilt zu haben. Ich bin auch nie zu kurz gekommen oder hatte angst, dass meine Eltern eines meiner Geschwister lieber hatten als mich. Jetzt mal ehrlich: Bei so viel Intoleranz kann ich nur noch den Kopf schütteln! Gruß Karin | |||
Lydia Webmistress ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Status: Offline Registriert seit: 17.11.2006 Beiträge: 59 Nachricht senden |
25/09/2004 Hallo Karin! Wie entkräftet man denn den Mythos "Perfekte Normfamilie, leidliches Einzelkind(eltern)dasein"? Durch besonders viel Toleranz, indem man verbreitete Irrtümer unangetastet lässt, mit einer unparteiischen Haltung, die ganz vorsichtig mal andeuten will, dass die Kleinfamilie auch ein paar Vorteile hat - bestimmt nicht! Zu einem solchen "Gegenschlag" gehört, die Nachteile der Bilderbuchfamilien klar ins Blickfeld zu nehmen. Denn die gibt es und es nervt, dass darüber sehr oft geschwiegen wird und man stattdessen Einzelkindern und ihren Eltern massenhaft Schlechtes andichtet. Meine Homepage dreht den Spieß hier aber nicht einfach um, denn sie lügt nicht - auch wenn manches, was hier zur Sprache kommt, den Besucher aus verschiedenen Gründen ärgert. Wenn man sich z.B. von irgendeinem hier genannten Negativ-Aspekt nicht betroffen fühlt, wie du. Aber Einzelkinder müssen ja ständig mit absurden und böswilligen Unterstellungen leben! Jetzt gibt es eben einen Ort im Internet, wo Geschwisterkindern und Mehrfacheltern mal was Unliebsames gesagt wird ![]() | |||
<Beate> unregistriert |
07/10/2004 Es ist in der Tat ein Tabu. Wohl darf man den Kopf schütteln, wenn eine Familie mehr Kinder hat - etwa drei oder vier - als sie es sich leisten kann. Die Zweikindfamilie dagegen soll sakrosankt bleiben. Dabei gibt es zahllose Familien, die schon mit zwei Kindern so überlastet sind wie andere vielleicht mit drei oder vier Kindern. Ich denke, es geht ja auch gar nicht darum, die Mehrkindfamilie von grundsätzlich in den Schatten zu stellen. Klar, gibt es Familien, die drei oder vier Kinder großziehen und jedem Kind dabei vollkommen gerecht werden. Aber das sind eben die GANZ seltenen Ausnahmen. In wievielen Familien ist schon so viel Kohle und Wohnraum vorhanden, daß jedes der drei oder vier Kinder es so gut hat wie ein Einzelkind eines Durchschnittsverdieners? Vielleicht wenn der Vater Geschäftsmann oder Zahnarzt ist und seiner Familie ein Eigenheim mit 200 Quadratmeter Wohnraum bieten kann? Wenn eine Putzfrau der Mutter die lästigsten Hausarbeiten abnimmt? Wenn einmal die Woche der Gärtner kommt? Wenn ein Kindermädchen zur Hand ist, um die Kinder zu versorgen und sich mit ihnen zu beschäftigen, wenn die Mutter mal was anderes zu tun hat? In den allermeisten Fällen bedeuten mehr Kinder auch mehr Armut und mehr Verzicht. Dagegen kann aber das Lebensziel von Mutterschaft und Familiengründung mit einem Kind voll erreicht werden. | |||
<melanie> unregistriert |
19/10/2004 Hallo, ich bin durch ein anderes Forum auf diese Site gekommen. Im grunde geht es gar nicht darum, was besser ist, sondern was für einen selber besser ist. Ich habe Märchen und Wahrheiten gelesen und ich konnte mich in vielen Dingen wiederfinden. Wir haben ein Kind und sind uns unschlüssig. Wobei wir eher zu einem Kind tendieren. Wir beide haben Geschwister und sind auch sehr dankbar dafür, aber wie wollen wir wissen, wie es ist ein Einzelkind zu sein, wenn wir nie eins waren. Wieso wird immer das schlecht gemacht, was gerad nicht Inn ist? Und ich denke, genau darum geht es hier auch. Es wird gezeigt, dass Mehrkindfamilien kein Stück besser sind, als Familien mit nur einem Kind. In jeder Familie kann ein Egoist oder jemand, der meint mit dem Geld um sich zu werfen usw. entstehen, das hat mit Charakter und Erziehung, wie auch dem äusseren Einfluss zu tun. Was die heutige Gesellschaft endlich mal lernen sollte ist, dass jeder seine eigene Lebenseinstellung hat. Jeder hat das Recht sein leben so zu gestalten, wie es für ihn richtig ist. Danke, dass ich mich dazu äussern durfte. War sehr interessant. Grüsse, melanie | |||
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