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Elspefan
      

Status: Offline Registriert seit: 13.05.2006 Beiträge: 2369 Nachricht senden | Erstellt am 06.06.2007 - 18:08 |  |
Der Schurke vom Dienst
Rolf „Der Ölprinz“ Schauerte über seine Rolle(n) bei den Karl-May-Spielen
Da sprach der junge Häuptling der Apachen: 1958, also vor fast einem halben Jahrhundert, machte Winnetou zum ersten Mal einen Ausritt in die sauerländische Prärie. Seit 1964 steht regelmäßig ein Karl-May-Stück auf dem Programm der Freilichtbühne in Lennestadt-Elspe – in diesem Jahr treibt „Der Ölprinz“ wieder sein Unwesen. Sonja Biedebach sprach mit dem Titel-Schurken Rolf Schauerte.
Wie lebt es sich denn so als „Bösewicht vom Dienst“?
Rolf Schauerte: Eigentlich ganz gut, weil man in einer solchen Rolle all die Dinge rauslassen kann, die man im normalen Leben nun mal nicht machen kann. Wer hat schon die Chance, das auszuleben?
Können Sie sich noch an Ihre erste „Begegnung“ mit Karl May erinnern?
R.S.: Das war zu meiner Erstkommunion, als ich, wie wahrscheinlich viele andere auch, zwei Bände geschenkt bekommen habe: „Satan und Ischariot“ und „Durch die Wüste“.
Diesen Sommer, genauer: vom 13. Juni bis zum 2. September, steht erneut „Der Ölprinz“ auf dem Programm, zum dritten Mal mit Ihnen in der Titelrolle. Für alle, die die Story nicht kennen: Worum geht’s?
R.S.: Eine Gangsterbande nutzt eine Situation aus, die aus dem Gerücht entstanden ist, in Arizona sei Öl gefunden worden – was nicht stimmt. Die Bande verkauft einen Ölturm an einen gutgläubigen Bankier. Außerdem werden viele Weiße und Indianer getötet, bis Winnetou und Old Shatterhand kommen...
Ist Ihre Parade- denn auch Ihre Lieblingsrolle?
R.S.: Ich finde die Verwandlung des Ölprinzen sehr reizvoll. Er ist ja ein heruntergekommener Gangster, der mit Hilfe von feinen Klamotten geschäftstüchtig und glaubwürdig wird. Nach wie vor aktuell: Kleider machen Leute.
Wie oft standen Sie eigentlich schon in Elspe auf der Bühne?
R.S.: Ich bin seit über 30 Jahren dabei. Ich schätze, zwischen 2000 und 3000 Vorstellungen waren das bestimmt.
Was ist neu in diesem Jahr?
R.S.: Neu ist, dass sich die Kulisse völlig verändert. In der Pause wird ein Gebäude, das später in einer Riesenexplosion in die Luft fliegt, aufgebaut. Wir bieten also unterschiedliche Bühnebilder – auf Naturbühnen sehr ungewöhnlich.
Die Vorstellungen finden bei jeder Witterung statt. Was waren denn die extremsten Bedingungen?
R.S.: Für die Zuschauer ist es immer angenehm, weil sie ja geschützt unterm großen Zeltdach sitzen. Aber für uns Darsteller ist es schon ungemütlich, wenn plötzlich ein starkes Gewitter losgeht. Einmal ist es auch passiert, dass ein Blitz die Tontechnik kurzzeitig außer Betrieb gesetzt hat.
Sie bringen sich ja nicht nur auf, sondern auch hinter den Kulissen ein: als Marketing-Leiter des Festivals. In welcher Funktion müssen Sie die härteren Kämpfe austragen?
R.S.: Im Büro ist es bisweilen härter als auf der Bühne. Aber das ist ja das Schöne an diesem Doppelleben: Dass man in dem zwei Stunden, in denen die Vorstellung läuft, eine völlig andere Identität annimmt und das als Ausgleich auch wirklich genießen kann.
Bei insgesamt über 11 Mio. Zuschauern: Wie entwickeln sich denn die Besucherzahlen?
R.S.: Es gibt weniger Kinder als noch vor 30 Jahren – das merken wir auch. Wir haben uns aber mit Betriebsveranstaltungen und der Elspe-Festival-Halle ein zweites Standbein geschaffen.
Elspe lebt ja auch von Action und Knallerei. Welches war Ihr halsbrecherischster Stunt?
R.S.: Ich weiß nicht, ob es ein Rekord ist: Ich bin früher über 1000 Mal durch ein geschlossenes Fenster gesprungen. Das war mein Markenzeichen, ich erinnere mich gerne daran.
Quelle: http://www.freizeit-online.de
[Dieser Beitrag wurde am 06.06.2007 - 18:10 von Elspefan aktualisiert]
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AlNo unregistriert
| Erstellt am 10.06.2007 - 22:46 |  |
Elspefan schrieb
R.S.: Ich finde die Verwandlung des Ölprinzen sehr reizvoll. Er ist ja ein heruntergekommener Gangster, der mit Hilfe von feinen Klamotten geschäftstüchtig und glaubwürdig wird. Nach wie vor aktuell: Kleider machen Leute.
(...)
R.S.: Es gibt weniger Kinder als noch vor 30 Jahren – das merken wir auch.
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Heruntergekommener Gangster - intressant. Das wurde beim letzten Mal aber nicht thematisiert. 1994 vielleicht? Aus dem 1976-Buch ging es so in etwa hervor.
Vor 30 Jahren waren es mehr Kinder? Wenig sind es ja auch heute noch nicht, denke ich.
[Dieser Beitrag wurde am 11.06.2007 - 21:29 von AlNo aktualisiert]
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Elspefan
      

Status: Offline Registriert seit: 13.05.2006 Beiträge: 2369 Nachricht senden | Erstellt am 11.06.2007 - 09:50 |  |
Auf den Pressefotos, die gestern auf der Elsper HP veröffentlicht wurden, sieht man den heruntergekommenen Gangster auch - zerrissene Kleidung etc. Also wieder etwas, was wir hier bisher nicht kennen (außer Karin vielleicht ). 
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AlNo unregistriert
| Erstellt am 14.06.2007 - 21:24 |  |
Elspefan schrieb
Auf den Pressefotos, die gestern auf der Elsper HP veröffentlicht wurden, sieht man den heruntergekommenen Gangster auch - zerrissene Kleidung etc. Also wieder etwas, was wir hier bisher nicht kennen (außer Karin vielleicht ). 
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Einen zerlumpten Gangster habe ich da aber nicht entdeckt.
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Elspefan
      

Status: Offline Registriert seit: 13.05.2006 Beiträge: 2369 Nachricht senden | Erstellt am 16.06.2007 - 11:29 |  |
Dann schau dir mal dieses Bild z.B. an:
Banditen
Oder dieses:
Konfrontation
Sieht nicht gerade nach einem geschniegelten, smarten Gangster aus, oder? 
[Dieser Beitrag wurde am 16.06.2007 - 11:29 von Elspefan aktualisiert]
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AlNo unregistriert
| Erstellt am 16.06.2007 - 15:35 |  |
Ah ja, das sieht so aus!
Ich kriege die Bilder nicht im Großformat geöffnet.
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Elspefan
      

Status: Offline Registriert seit: 13.05.2006 Beiträge: 2369 Nachricht senden | Erstellt am 16.06.2007 - 17:08 |  |
Oh! Woran liegt das? Ich habe keine Ahnung. Wenn es an deinem PC liegt, dann kann man das wohl nicht ändern. Ansonsten einfach später noch mal auf die Elsper HP gehen und die entsprechenden Bilder ansehen. (Hatte hier ja auch die Titel/Bildunterschriften geschrieben, die dort verwendet werden.) Vielleicht kannst du es dort auch schon auf der Kleinversion erkennen.
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Karin  Späher
   

Status: Offline Registriert seit: 15.05.2006 Beiträge: 306 Nachricht senden | Erstellt am 16.06.2007 - 20:43 |  |
Zu Beginn, in dem actionreichen stuntbegin, erscheint der Ölprinz erstmal in alten, zerfetzten Klamotten. NAchdem die Finders als Sieger des Bandenkrieges hervorgen, überlegen sie wie es weiter gehen soll: ohne Geld. Daraufhin kommt ja die Idee diese Ölquelle zu verkaufen. Grinley fährt so zerfetzt mit der Kutsche nach Tuson. Nur würde ja niemand so ihm einen Geschäftsmann sehen und er kommt ganz schick zurück.


Signatur Mit jedem Besuch einer kulturellen Veranstaltung geht im Herz ein weiteres Fensterchen auf. {B.A.}
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Neid muß man sich erarbeiten.
Mitleid bekommt man geschenkt. |
Elspefan
      

Status: Offline Registriert seit: 13.05.2006 Beiträge: 2369 Nachricht senden | Erstellt am 17.06.2007 - 13:59 |  |
Ah, die Bilder darf man hier einfügen? Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich es gemacht...
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