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...   Erstellt am 14.07.2005 - 21:52Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hell’s Kitchen – Atmosphäre und Ressourcen

Stand: Tag 182


Die allgemeine Atmosphäre in Hell’s Kitchen ähnelt vielmehr der ersten Staffel als der fröhlich synthetisierten fünften Staffel mit all ihrem Luxus, ihren Farben und Bequemlichkeiten. Wichtig hierbei ist:
  • Es gibt keine Stromversorgung. Wer Strom möchte, muß auf Batterien zurückgreifen, auf Solar- oder Windenergie (falls man denn die dazu nötige Technologie findet; Beispiele: Mallrats, Dusk, Acids) oder sich sonstwie behelfen (etwa durch die Dynamos von Fahrrädern, die von Sklaven getreten werden – siehe Fists)

  • Es gibt kein fließendes Wasser. Trinkwasser ist rar und nur begrenzt auf natürlich Weise zu bekommen (s.u.) Darüber hinaus kann man natürlich Wasser auch durch Handel, Raub oder Erpressung von anderen Stämmen bekommen. Verbunden mit dem Wassermangel ist eine mangelnde Reinlichkeit, da Wasser zu kostbar geworden ist, um z.B. Vollbäder zu nehmen.

  • Es gibt keine Entsorgung (Kanalisation/Müllabfuhr). Zwar entsorgen die Tribes ihren Müll teilweise selbst oder lassen das ihre Sklaven erledigen, aber im allgemeinen ist diese Stadt eher dreckig und ein wenig verkommen.

  • Es gibt nichts Neues. Was man trägt oder benutzt, ist zusammen gesammelt oder selbst gebaut. Bestimmte Dinge erhalten daher den Charme des Improvisierten - was allerdings nicht bedeutet, daß etwas nicht gut aussehen kann oder z.B. unbenutzte Dinge gefunden werden können, die allerdings kaum von Wert sein dürften.

  • Es gibt viel Schmutz und Verfall. Unbewohnte Häuser sind staubig, voll Spinnweben, ggf. Schimmel, Ungeziefer und anderem Dreck. Fensterscheiben und Möbel können zerstört sein, Stoffe und Wäsche sind verschmutzt und voller Staub;. Saubere und gepflegt wirkende Orte ziehen Diebe oder Tribes auf der Suche nach einem Zuhause an. Wer einen solchen Ort wohnlich gestalten will, muss mehrere Stunden aufbringen - fegen, wischen, putzen, waschen, lüften.
Diese Ausgangslage bedingt gewisse Beschränkungen in den Ressourcen, aber auch im Alltag. Den Luxus von Einzelzimmern gönnen sich nur wenige, denn spätestens im Winter ergeben sich sonst Heizprobleme; Küchen und Bäder sind nutzlos. Neben dem Aufenthaltsraum gibt es bei kleineren Tribes selten noch weitere Räume, die bewohnt werden. Viele versuchen, über Geflügel oder Kaninchen sowie etwas Gartenarbeit zumindest einige Lebensmittel selbst zu bekommen; nur starke Tribes holen sich ihre Nahrung von anderen.
Auch das öffentliche Leben hat seine Grenzen. Das meiste findet im Kleinen statt, der Tribe ersetzt die Familie und gibt die Ordnung und die Regeln vor, nach denen man zu leben hat. Man lebt nebeneinander, nicht unbedingt miteinander, und auch das gegenseitige Interesse ist nicht allzu hoch. Mehr noch: Wird der Nachbar zu neugierig, droht vielleicht ein Überfall auf die kostbaren Nahrungsmittel.


Ressourcen

Einige Dinge sind leicht zu finden, andere eher weniger. Die wichtigsten im Überblick
  • Wasser: Neben Raub oder Handel gibt es drei Möglichkeiten, Trinkwasser zu bekommen:
    a) eine natürliche Wasserquelle wie etwa ein Teich oder See. (Davon gibt es im gesamten Stadtbereich aber bitte höchstens drei; einer davon ist der Teich im Stadtpark der Dragonflies. Etwa eine Stunde südlich der Stadt gibt es auch einen Fluß.)
    b) Regenwasser, das dann noch irgendwie gesammelt und gereinigt werden müßte
    c) Grundwasser, das durch Pumpen oder natürliche Brunnen an die Oberfläche gebracht wird (teilweise in Gärten zu finden, vgl. z.B. den Hinterhof der Streetcats)

  • Nahrung: Dosennahrung ist nahezu vollständig geplündert. Wer sich seinen Lebensunterhalt nicht dadurch verdient, daß er andere beraubt, hat irgendwo einen Garten, einen Kaninchenstall oder ein paar Hühner. Einige gehen im Umland jagen (Kleintiere, Vögel) oder ans Meer zum Fischen, riskieren es aber, auf dem Rückweg überfallen zu werden. Einige Dinge wie z.B. Mehl oder Gewürze sind kaum zu bekommen oder aber sehr wertvoll.

  • Holz: In einer Welt ohne Zentralheizung und Strom nicht unerheblich, kann Holz halbwegs leicht bekommen werden. Zum einen wären da die Pflanzen in den Gärten, des weiteren hölzerne Gegenstände in den Häusern (ebenso wie Papier, z.B. Büchern, das zum Anfeuern gebraucht wird), zur Not kann man den Gang in den Stadtpark oder in den Wald antreten, dies jedoch in der Gefahr, Leute zu treffen, die einem das Holz wieder abnehmen.

  • Kleidung: Kleidung findet sich eigentlich im Überfluß, was daran liegt, daß man sich in nahezu jedem Haus noch bedienen kann. Natürlich paßt sie nicht unbedingt, ist schmutzig oder gar von Mäusen oder Motten zerfressen, aber wer seine Kleidung lüftet und vielleicht ein bißchen nähen kann, dürfte keine Probleme haben, etwas zum Anziehen zu finden. Zum Waschen sind Handarbeit, Waschbrett, Wasser und Seife wieder üblich.

  • Make-up/Tribals: Was in der Tribeworld bisher scheinbar unerschöpflich vorhanden war, ist nun eher begrenzt. Stammeszeichnungen sind daher meist eher bescheiden, die Schminke zurückhaltend, Abzeichen sind eher anderer Art (eher Gegenstände denn Bemalung).

  • Gebrauchsgegenstände wie Decken, Töpfe, Geschirr.. Alles, was haltbar ist und sich wenig bis gar nicht abnutzt, ist ebenfalls in den Häusern leicht zu finden, wobei auch hier gilt, daß es in erster Linie eher etwas verkommen sein dürfte.

  • Verbrauchsgegenstände wie Zahnpasta, Medikamente, Hygieneartikel.. Im Prinzip ist hiervon wenig bis gar nichts mehr erhältlich. Die letzten Vorräte haben die großen Stämme gebunkert oder lagern in geheimem Verstecken der kleineren. (Allerdings muß die Grenze des Realismus nicht soweit getrieben werden, daß sich die SC jetzt ständig Gedanken um fehlende Tampons oder Klopapier machen.. Ein sich anbietender Handlungsfaden über ein fehlendes Medikament etwa ist davon natürlich nicht betroffen. Was Kondome u.ä. betrifft: Babys werden nicht von der Natur, sondern in unserem Fall von den Spielerinnen gemacht.)

  • „Luxusgüter“ wie Schmuck, batteriebetriebene Ventilatoren, Gasflaschen, Musik usw. sind nur noch vereinzelt zu finden oder gar zu erhandeln. Der Großteil dürfte auch hier von den großen Stämmen einkassiert worden sein oder peinlichst bewachter Schatz der kleineren Stämme sein.

  • Alkohol und Drogen: In Hell’s Kitchen werden diese Dinge wenig hergestellt, hier und da gibt es kleine Schwarz-Brennereien. Auch gibt es Mittel und Wege, solche Dinge von außen in die Stadt zu schmuggeln. Frei zugänglich sind diese Waren jedoch dennoch nicht.

Vom Umgang miteinander

Die Stadtkinder leben nicht in Frieden und Sicherheit. Es herrscht eine Art allgemeiner Waffenstillstand, der aber eher vom Schock der letzten Schlacht und der Müdigkeit herrührt als von gegenseitiger Toleranz und Verständnis. In erster Linie geht man sich aus dem Weg, denn man weiß ja nie, ob das Gegenüber nicht die erste Gelegenheit nutzen würde, um sich zu nehmen, was man am liebsten hat. Sektoren wie Sektor 1, Sektor 6 oder Sektor 9 sind wenig bevölkert und dadurch sicher; in Sektor 7 sorgt die Miliz für einige Sicherheit.
Die Erfahrung hat die Stadtkinder Mißtrauen gelehrt, und nur wenige wagen den Kontakt zu anderen. Fremde oder Besucher werden entweder vorsichtig beäugt, durchsucht und geprüft oder gar vertrieben oder gefangen genommen, je nach Tribe.

Handel
In den meisten Sektoren findet Handel nur privat oder auf versteckten Märkten statt – ein öffentlicher Markt würde am Ende noch einen der großen Stämmen anlocken, die sich mit Gewalt nehmen würden, was sie wollen. Das Zauberwort hierbei heißt Kontakte. Mit dem Schutz der Fists ist es den Mallrats gelungen, in Sektor 1 einen öffentlichen Markt zweimal in der Woche zu etablieren.
Doch auch diese Märkte sind nicht mit Supermärkten vergleichbar, sodaß sie nicht jederzeit alles liefern können (frisches Obst und Gemüse ist saisonabhängig, die Warenmengen sind begrenzt). Geld gibt es nicht.

Waffen und der „Waffenstillstand“
Es gibt verschiedene Waffen, die in Hell’s Kitchen benutzt werden. Am häufigsten sind noch immer die Fäuste, aber auch Messer, Stöcke, Wurfgeschossen oder Schlagringe sind gern benutzt. Seit dem Krieg herrscht ein stillschweigendes Abkommen, einander nicht umzubringen – der Verlust zweier Stämme, die Einfluß hatten, hat einen tiefen Eindruck hinterlassen, und es gilt als tabu, jemanden, der um Gnade bittet, weiter mit dem Ziel zu verletzen, ihm bleibende Schäden zu hinterlassen. Blaue Flecken und Prellungen sind damit allerdings nicht gemeint.
Überhaupt sind Prügeleien oder „Katerkämpfe“ – den anderen durch sein Auftreten und kleinere Attacken einschüchtern und vertreiben – bei weitem häufiger als ernsthafte Kämpfe mit Schwerverletzten, Mordanschläge oder Vergewaltigungen.

Vergnügungen
Für Spaß ist man größtenteils selbst zuständig. Es heißt, daß es den ein oder anderen Ort gibt, wo man sich etwas zu trinken besorgen und auf neutralem Gebiet feiern kann, aber diese Orte wechseln auch immer wieder, da Alkohol eine beliebte Beute der größeren Stämme ist.
Ebenso soll es Orte für Glücksspiel, kleinere Wettkämpfe oder Rennen bzw. Keller geben, wo man zum Tanzen hingehen kann. Allgemein ist diesen Orten eine Art Parlamentärsflagge zu eigen: Man besucht sie fast nur, wenn man einem kleinen Tribe angehört, sorgt dort nicht für Ärger und verrät nur Leuten von diesen Orten, die das absolute Vertrauen genießen – oder einen zwingen.
Einige öffentliche Vergnügungen haben sich jedoch mittlerweile durchgesetzt: Das Dusk der Gambler in Sektor 7 bietet Alkoholausschank und Glücksspiel. Das Theater in Sektor 7 öffnet wöchentlich seine Pforten mit einem Stück. Auf dem Markt in Sektor 1 treten die Lyrics ebenfalls mit der Puppenbühne auf. Das Hallenbad der Technos in Sektor 6 kann ebenfalls als öffentliches Vergnügen gesehen werden - Sauberkeit durch wöchentliches Duschen ist schließlich ein selten gewordener Luxus.



(edit: aktualsiert)

[Dieser Beitrag wurde am 22.12.2007 - 18:40 von HellsKitchen aktualisiert]





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