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Fragen Sie Bommel

Von Bommel erhalten Sie Rat in allen, aber auch ALLEN Lebenslagen.

Doch Vorsicht:

Sie hat immer das letzte Wort.



achet:
Schau mal, Bommel, ich habe dir extra einen Bereich eingerichtet.

Bommel:
Du willst doch nur mit mir angeben.

achet:
Bommelchen, das ist eine Ehre.
Anderswo fragt man die Rebbezin, hier fragen alle dich.

Bommel:
Mit anderen Worten: Ich soll mal wieder die Kastanien für dich aus dem Feuer holen

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achetaton1340 ...
admin
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...   Erstellt am 05.02.2008 - 15:56Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo ihr Lieben,

dieser Beitrag ist einer Seite des Cornelsen-Verlags entnommen (Link am Fuss-Ende)
"
Einen Verdacht zu überprüfen und zu verifizieren ist genauso schwierig, wie Symptome und Hinweise richtig zu deuten, um zu einer Vermutung zu gelangen. Aber es ist möglich und es gibt einige Punkte, die hier zu einer Liste von Indikatoren zur Erkennung von Verwahrlosung zusammengestellt werden.

Diese Liste stellt Anhaltspunkte dar, nicht jeder aufgeführte Punkt ist allein als Beweis von Vernachlässigung ausreichend. Nicht jedes aggressive Verhalten und nicht jeder blaue Fleck ist Misshandlungen geschuldet. Aber auch nicht jede Schramme kommt vom wilden Spiel mit den Nachbarjungs.

Es bedarf also einer aufmerksamen Beobachtung. Und auch seine Intuition sollte man nicht unterdrücken. Messen Sie dem Gefühl „hier stimmt was nicht“ Bedeutung bei und gehen Sie ihm nach. Erhärtet sich der Verdacht, ist es sinnvoll, ein permanentes Protokoll zu führen.

Vernachlässigungen entstehen selten in akuten Krisen, sondern sie sind letztendlich ein chronischer Mangelzustand, der sich in der unzureichenden physischen, emotionalen und sozialen Versorgung der Kinder ausdrückt.

Die Eltern sind damit überfordert, die alltäglichen Dinge des Lebens zu regeln. Das beginnt oft einfach mit dem Fehlen von Zärtlichkeit, Zuwendung und Schutz und setzt sich dann in der alltäglichen Versorgung der Kinder mit einem Mangel an Nahrung, Sauberkeit und Pflege fort. Wichtig ist die Entwicklung einer Sensibilität gegenüber traumatisierten Kindern an Schulen, was bedeutet, dass diese überhaupt wahrgenommen werden.

Die Anzeichen sind vielfältig und lassen sich im Erscheinungsbild und Verhalten des Kindes beobachten.

Äußere Anzeichen


  • auffallend kariöse Zähne

  • Hungergefühle

  • permanente Übermüdung

  • auffällige Blässe

  • unzureichende Kleidung

  • Körpergeruch

  • Blessuren

  • Unterernährung

  • Beeinträchtigung in der Motorik

  • Beeinträchtigung des Sehens oder Hörens

  • Verminderte Sprachentwicklung

  • Krampfanfälle



Anzeichen im Verhalten


  • Schwänzen

  • Unentschuldigtes Fehlen über längere Zeiträume

  • Stören des Unterrichts

  • Aggressives Verhalten gegen Personen und Gegestände

  • Andererseits Distanzlosigkeit (freut sich über jede kleine Aufmerksamkeit)

  • Desinteresse am Unterricht (unabhängig von Fach oder Lehrer)

  • Niedrige Frustrationsschwelle

  • Vermeiden von Konflikten

  • fehlende Ausdauer

  • Neigung zu unüberlegtem Handeln

  • Erscheint häufig zu spät zur Schule, bummelt auf dem Schulweg

  • fehlende oder unvollständige Hausaufgaben und Arbeitsmittel

  • ist Straffällig geworden

  • fühlt sich oft ungerecht behandelt

  • schließt sich Stärkeren an

"

http://www.cornelsen.de/kts/1.c.1134884.de
---------------------------------------------

Wie gesagt: Nicht jeder einzelne Punkt allein, doch die Kombination mehrer Punkte soll/muss jedem von uns Ansatz sein, mit einem Kind zu sprechen.

LG
achetaton1340




evra 
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...   Erstellt am 21.02.2008 - 09:18Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Ihr Lieben,

vielleicht noch eine Ergänzung. Jeder, der Verwahrlosung, Missbrauch/Misshandlung wahrnimmt, ist m.E. verßpflichtet, einzugreifen. Nicht nur die Dame vom Jugendamt!

Ich denke an eines der letzten Verfahren wegen Kindstötung, in der ein Klinikarzt, zu dem das Kind einige Tage vor dem Tod gebracht wurde, erklärte, er habe das Kind dem Vater wieder mit nach Hause gegeben. Obwohl er 16 (!) unbehandelte Knochenbrüche feststellen musste. Dieser Arzt wurde als Zeuge vernommen. M.E. hätte er mit auf die Anklagebank gehört!

Aber abgesehen davon ist es schon arm, wenn ein Arzt nicht einmal über seine Pflichten aufgeklärt ist. Nicht mal weiss, wann er zu handeln hat!

Liebe Grüße

evra




judith 
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...   Erstellt am 23.02.2008 - 08:33Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


gedankensplitter.

april 2007

Das Kind schreit.
Uns gegenüber.

So tags wie nachts, ausdauernd, stundenlang.
Er schreit sein Schmerz und unverstanden sein raus, die ganze Verzweiflung seine 2 Jahre.
Die Mutter brüllt, Opa ebenso, Vater erscheint nur sporadisch.
Oma schweigt.
Mutter droht dem Kind, schüttelt es.
Junges Paar aus der direkte nachbarschaft kontaktiert Jugendamt.
Gelangweilte Beamtin meint trocken, sie greift erst ein, wenn es sichtbare Missbrauchs spuren gibt.
Auf meinem Anruf hin, es ist seelische Misshandlung was diesen 2 jährigen passiert, antwortet sie, halten sie sich da raus.

Eine alltags Tragödie in unmittelbaren nähe.
Läuft das Kind in 15 Jahren Amok????
Wo fängt Missbrauch an, an eine Kinderseele?

Ich fühle mich hilflos.
********************************

november 2007

das kind schreit nicht mehr.
er ist jetzt in eine pflegefamilie, und lernt lachen und spielen.
wir haben nicht locker gelassen.
die teilnahmslos-dumpfe dame von amt wurde abgezogen von diesen fall, und ein energische dame übernahm es.

mutter darf ihm sehen, jetzt nicht mehr unter aufsicht.
sie grüßt uns nicht mehr.

[Dieser Beitrag wurde am 23.02.2008 - 08:36 von judith aktualisiert]





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achetaton1340 ...
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...   Erstellt am 23.02.2008 - 08:40Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo judith,

ich gratuliere. Denn wenn diese Mutter dich noch grüßen würde, müsstest du das Gefühl haben, etwas falsch gemacht zu haben.

Neben der Zivilcourage, die du an den Tag gelegt hast, ist aber dieses Nicht-Grüßen die letzte Bestätigung, dass du richtig gehandelt hast.

Ich danke dir
achetaton1340




judith 
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...   Erstellt am 23.02.2008 - 09:55Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


danke achet.

allerdings gebe ich deinen dank weiter, ich hatte ja mitstreiter.

was mir immer wieder ein rätsel bleibt,und fragen aufwirft:
nach was für kriterien arbeiten jugendämter???

ich habe mal auf eigenen leib erfahren müßen, wie schnell mal denunziert wird.
dann rückt der verein mit 6 mann+polizeiliche verstärkung an.

nur weil ein nachbar meinte, wir würden unseren sohn nicht zur schule schicken.
zu erklärung:
wir wohnten zu damaligen zeit in wilder pfalz, aber sohn ging weiterhin nach BW in gymnasium, ergo: unterschiedliche ferienzeit.

diese anzeige hat genügt, uns auf die pelle zu rücken.
sie zogen unverrichtete dinge ab, als die ein gesunden, gepflegten und fröhlichen jungen antrafen, der sein ferien genoss, und ein wunderbare zeugnis hatte.
zumal sohn war schon über 14, und damit bestand keine schulpflicht mehr.
/der vernachlässigte sohn ist inzwischen promovierte historiker /

es war ein affenaufstand, was die veranstaltet haben, und seitdem hege ich ein gesundes misstrauen gegenüber diesen amt.

allerdings werde ich fuchsteufelswild, wenn es um kinder geht.
meine möglichkeiten was zu bewirken, sind bescheiden, aber ich versuche nicht vegzuschauen.

[Dieser Beitrag wurde am 23.02.2008 - 10:04 von judith aktualisiert]





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evra 
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...   Erstellt am 23.02.2008 - 10:40Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Liebe Judith,

ich sehe es ähnlich wie Du! Zumal in allen spektakulären Fällen, die jetzt so durch die Presse gehen, das Jugendamt involviert war. Da kann unsere Familienministerin noch so viel überlegen, wie man unbekannte Missbrauchs/Verwahrlosungsfälle in den Griff bekommt. Wär doch schon mal schön, wenn bekannte Fälle ordnungsgemäß abgearbeitet würden, oder?

Nun, es gibt auch noch andere Organisationen wie den Kinderschutzbund, die Kirchen, die häufig besser arbeiten, als die Jugendämter. Da muss man sich halt örtlich mal schlau machen.

Krasser Fall aus meinem Umfeld: Im Scheidungsverfahren wird hinsichtlich des Zukünftigen Wohnortes eines Kindes ein Sachverständigengutachten eingeholt. Aus diesem ergibt sich, dass der Vater psychisch erkrankt ist. Unfähig, sich in die Befindlichkeit des Kindes ein zu denken. Trotzdem sollte laut Jugendamt das Kind zum Vater. „So ein netter, armer Mann. Er muss sich doch nur am Riemen reißen, und das wird er schon tun!“ Dem Himmel sei Dank sah das Gericht das etwas anders. Einige Jahre später wurde der Vater total unter Betreuung gestellt, das von ihm bewohnte Haus musste wegen Seuchengefahr total entkernt werden. Beim Vater wurden Schizophrenie und Paraneua diagnostiziert. Nicht auszudenken, was mit dem Kind geschehen wäre, wäre es wirklich beim Vater aufgewachsen.

Auch ich war einmal ein Opfer einer gezielten Denunziation. Nachts um 2 Uhr wurde die ganze Strasse abgeriegelt aufgrund eines anonymen Anrufs bei der Polizei, in welchem behauptet wurde, ich misshandele derzeit gerade meine Kinder. Eigentlich hätte auffallen müssen, dass der Anruf nicht von einem Nachbar kam, sondern aus einem Ort ca 250 km entfernt (war mein Ex). Ich bin heute noch froh, dass ich ein Einschalten des Jugendamtes durch die Polizei verhindern konnte! Ich also mein eigenes Leben incl. der Gestaltung des Lebens meiner Söhne ohne Fremdbestimmung durchführen konnte!

Aber all die Problematik mit den Jugendämtern spricht uns m.E. nicht von einer Mitverantwortung bei offensichtlichen Fällen der Verwahrlosung/des Missbrauchs frei. So schwierig und unbequem das Starten einer Aktion in so einem Fall auch sein mag.

LG

evra




judith 
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...   Erstellt am 23.02.2008 - 11:15Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


liebe evra,

vor einien jahren hat man in münchen ein versuch gemacht.
ich sah es in monitor oder eine diese sendungen.

in ein parterre wohnung wurde ein fenster geöffnet, in ein sehr stark frequentierte einkaufs strasse.
hinter die gardine liess man ein tonband laufen, mit gebrüll, geschrei, klatschgeräusche wie schläge und kinderwimmern und weinen.

ich kann mich an genaue zahlen nicht mehr erinnern, aber die endergebnis war erschütternd.
kaum ein passant blieb stehen, geschweige ein eingreifen riskiert.

aber wenn in revolverblätter wie bild, große aufmacher kommen:
kind verhungert.......misshandelt......usw., ist der geschrei los, auch auf politische eben.
leider entpuppt sich meistens alles, als ein strohfeuer, udn was nennenswertes geschieht nicht.

unsere familien minsiterin ist in meine augen eine witzfigur.
die dame hat leicht reden, trtoz ihre horde kinder, aber ein sichere finanzielle und personelle background.indiskutabel.

kann man nicht gesetze erlassen, die sofortgreifen?, zugunsten kinderschutz und familien?





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evra 
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...   Erstellt am 23.02.2008 - 11:15Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Liebe Judith,

kleine Korrektur: Schulpflicht in Deutschland ist bis 18! Aber das kann hier ja letztlich dahingestellt bleiben. Glückwunsch zum gelungenen filius! Der von mir angeblich Misshandelte studiert übrigens gerade recht erfolgreich, und vor allen Dingen auch zielstrebig!

LG

evra




hegelxx
unregistriert

...   Erstellt am 22.03.2008 - 23:42Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Liebe evra,

die Dauer der sog. "Schulpflicht" gilt in Deutschland nicht bundesweit, sondern unterliegt der sog. "Kulturhoheit der Länder", und ist somit sehr unterschiedlich in den jeweiligen Gesetzgebungen festgelegt. Diese dem föderalistischen Gedanken verpflichtete Tatsache mag man der historischen Kleinstaaterei zumessen, und sogar auf den Gedanken kommen, es gibt gar kein einheitliches "Deutschland", was mir Bauchpropheten wie lindebox garantiert wieder als "antideutsches Gequackel" auslegen werden... Egal, in der DDR war das einheitlich geregelt, dumm nur, daß die eingekauften Doitschen jetzt gar nicht wissen, welche Verfassung ihnen da mitgebracht wurde...

Jetzt aber zu den laut "Cornelsen-Verlag" und seinen lehrerkompatiblen Veröffentlichungen zu "verwahrlosten Kindern", die achet zitierte:

anhand dieser Kriterien erfasst man gerade mal ein Minimum an angeblich "verwahrlosten" Kindern, die Liste der Symptome ist wahllos und bezieht sich auch meist nur auf genuin "deutsche" Kinder, zumindest wo von physischen Merkmalen wie "Blässe" etc. die Rede ist. Andere "Kopfnotenkriterien", wie Unpünktlichkeit, Desinteresse etc. könnten auch durchaus von den lahmen Lehrern verursacht sein, deren Qualifikation, überhaupt diesen Beruf auszuüben, nicht erst seit neueren Studien in Zweifel gezogen werden darf. Leider bestimmen in dieser Hinsicht weiterhin Ausnahmen die Regel!

Wie schön übrigens, daß dein filius trotz dieser Unwägbarkeiten brav lernt, was ihm gar nicht vorgesetzt wird...

Wie das "in echt" geht, durfte ich gerade heute wieder erleben: Überforderte Mutti bei ALDI an der Kasse, einen 6-jährigen dabei und einen 2-jährigen, der stand so halb im Einkaufswagen und jammerte. Der große Bruder hat ihn geärgert, da hat der Kleene noch lauter gejammert, und daraufhin hat ihn die "liebe Mama" gepackt und gegen das Einkaufswagengitter geschlagen...

Mir blieb erst mal die Luft weg... die Kassiererin vor mir meinte zu dem Vorgang in der Nebenreihe "oh weia!" und ganz besorgt zu mir, den sie doch nur vom sehen kennt: "Kann man da nix machen?" "Nö" meinte ich ziemlich geschockt... "hat keinen Sinn, hat doch außer uns beiden sonst keinen gestört, und hier sind mindestens hundert Leute..."





[Dieser Beitrag wurde am 23.03.2008 - 00:08 von hegelxx aktualisiert]




evra 
Kollegiat
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Status: Offline
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...   Erstellt am 23.03.2008 - 10:23Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Mein Lieber,

es ist richtig, dass Schulrecht Landesrecht ist. Aber, soweit ich es überblicke, haben alle Länder die Schulpflicht bis 18!

Wenn auch verschieden ausgestaltet. Nur, wem nutzt es, wenn Jugendamt und Schule in Übereinstimmung bei notorischen Schulschwänzern nichts tut, und dann nach einem halben Jahr ohne Vorankündigung der Schulverweis kommt?

Fall aus meiner Praxis: 16-jährige zog mit Unterstützung des Jugendamtes von zu Hause aus. Warum, wusste das JA hinterher auch nicht mehr so genau. Einziger Nachteil des Elternhauses: Die Eltern bestanden auf regelmässigem Schulbesuch. Und akzeptierten auch Drogen nicht zu Hause. Ausserdem wussten sie ganz gerne, wo sich Töchterchen nächtens aufhält.

JA meinte, das würde die Selbstfindungsphase des Kindes stören. Nun, gut, sie durfte beim Lover einziehen, einem Alkoholiker, der selbst vom JA betreut wurde, schon mehrfach auf Entzug war.

Nun kam die Tochter ja nur noch nach Hause zum Geld abholen. Eltern wussten nicht, dass Tochter gar nicht mehr zur Schule ging. JA wusste es, von der Schule. Irgendwann dann auch die Eltern, weil sie ihre Tochter nicht aufgaben, und sich alle paar Monate bei der Schule informierten.

Die Eltern schalteten mich ein. Ich fragte das Jugendamt, was es denn so davon hielte. Antwort: Das muss man hinnehmen, weil man ja ansonsten die Bockigkeit des Kindes verschärfen würde. Das sei in dieser (nunmehr über ein Jahr andauernden) Selbstfindungsphase unbedingt zu vermeiden. Warum die Schule sich nicht eher einschaltete, das weiss ich nicht.

Also, letztlich Verwahrlosung unter dem Schutz und mit aktiver Unterstützung des Jugendamtes. Irgendwann kam dann die Beendigung des Schulverhältnisses. Vorheriges Gegensteuern wurde nicht als angemessen anesehen.

Nun ja, soviel zur Verwahrlosung mit Beihilfe von Jugendämtern und Schulen.

LG

evra




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