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Nanny  Dieses Baums Blatt


Status: Offline Registriert seit: 12.10.2005 Beiträge: 656 Nachricht senden | Erstellt am 14.02.2006 - 09:47 |  |
Vor 2 Wochen im "National Geographic" und nun auch im "Spiegel" habe ich folgendes entdeckt.
zitiert aus dem NG
"Geschichte: Frau Leutnant stand ihren Mann Frauen dienten - und kämpften - in Europas Armee schon, ehe dies (in Österreich 1998) offiziell ermöglicht wurde. Sie taten dies meist aus wirtschaftlichen Gründen - und als Mann verkleidet. Der Geschichte dieser Frauen hat nun Nikolaus Reisinger vom Institut für Geschichte der Universität Graz einen Forschungsschwerpunkt gewidmet. Eine von ihnen war die in Mailand geborene Francesca Scanagatta (1776 bis 1865, Bild). Sie absolvierte 1797 die Offiziersausbildung an der Militärakademie in Wiener Neustadt. Da sie als "externer Frequentant" außerhalb der Akademie wohnte, flog ihre Tarnung nicht auf. Ihre militärische Karriere beendete Scanagatta 1801 als Leutnant. Obwohl ihr Betrug dabei ans Licht kam, gewährte Kaiser Franz II. ihr großzügig eine lebenslange Leutnantspension."
Für Prof. Reisinger war auch noch eine Kontaktadresse angehängt und ich bin auf die Forschungsergebnisse sehr gespannt. Viele Grüße Nanny
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Adolphe  Zweig


Status: Offline Registriert seit: 31.10.2005 Beiträge: 174 Nachricht senden | Erstellt am 15.03.2006 - 20:16 |  |
Es stand heute in der Zeitung:
Gabriele Uerscheln begrüßte gestern einen echten Prinzen im Schloss Benrath. Joachim Murat ließ sich von der „Schlossherrin“ und Direktorin des Museums für Europäische Gartenkunst durch die Räume führen. Der 61-jährige Franzose ist ein direkter Nachfahre des gleichnamigen Prinzen und Marschalls Napoleons. Heute vor 200 Jahren war Murat (1767-1815) zum Großherzog von Kleve und Berg ernannt worden. Zwei Jahre lang residierte er in Benrath, bevor Napoleon ihn 1808 zum König von Neapel machte. Der Gast aus Frankreich
besucht zum erstenmal Düsseldorf und wurde vom früheren Oberstadtdirektor Peter Hölz begleitet, ebenso dabei waren Axel Fuesers aus Solingen und seine Frau Regina. Fuesers ist ein direkter Nachfahre des Marschalls Soult, der gemeinsam mit Murat die wichtigsten militärischen Siege Napoleons errungen hatte. Heute zum Jahrestag der Herrschaftsübernahme Murats, wird sein Nachfahre im Rathaus empfangen. Weitere Stationen des Prinzen sind das Stadtmuseum sowie die Napoleon-Ecke im Altstadtlokal „Schiffchen“
Da soll mal jemand sagen, das Düsseldorf sich zu den 200.Jahrfeiern nichts einfallen lässt.
Wäre nur schön, wenn die Bevölkerung im Vorfeld davon auch Kenntnis erhält.
Wie einfach könnte man doch dem ganzen einen historischen Rahmen geben.......... 
Signatur Der Schein trügt.......... |
Nanny  Dieses Baums Blatt


Status: Offline Registriert seit: 12.10.2005 Beiträge: 656 Nachricht senden | Erstellt am 15.03.2006 - 21:06 |  |
Da sagst du was! 
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Justine_de_Farinot  Administrator


Status: Offline Registriert seit: 11.10.2005 Beiträge: 678 Nachricht senden | Erstellt am 15.03.2006 - 21:41 |  |
Aber wirklich, wie schön wäre da jetzt als Rahmen eine nachgestaltete Szenerie um 1800 im Schloß gewesen! 
Wenn die Organisatoren nicht einen Hauch einfallsreich sind, wir wohnen ja von Benrath gerade mal 20 Minuten entfernt!
Signatur Der Charakter offenbart sich nicht an großen Taten; an Kleinigkeiten zeigt sich die Natur des Menschen.
(Rousseau) |
Adolphe  Zweig


Status: Offline Registriert seit: 31.10.2005 Beiträge: 174 Nachricht senden | Erstellt am 16.03.2006 - 09:36 |  |
Düsseldorf und seine Museumswelt/Geschichtsinteresse sind eh´ ein Fall für sich..........
Bring denen eine Glasscherbe und sie bauen dir ein Museum drumherum
Bring denen ein Stück Klopapier aus den "berühmten" 12 Jahren und sie machen daraus zahllose Sonderschauen
Als Krönung konnte man denen das alte Spielzeug der Kinder ( Wohlgemerkt nicht 100 Jahre altes, sondern letztes Jahr bei Karstadt gekauftes....)bringen, oder auch alte Billy-Regale von IKEA. Und Zack, schon hat man eine Austellung über Alltagsgegenstände des 20.Jahrhunderts im Stadtmuseum. Pädagogisch besonders wertvoll, weil die lieben Kleinen auch damit spielen können. Das nennt man erlebbares Museum........!
Ein Bekannter von mir versuchte mal vor Jahren, dem Stadtmuseum eine Trommel für einen wirklich lokalpatriotischen kleinen Preis zu vermachen. Das Ding war ein Dachbodenfund hier in Düsseldorf und stammt mit hoher Wahrscheinlichkeit aus der 48er Revolutionszeit. Heute befindet sich diese Trommel in einer privaten Sammlung...............!!
Aber solche Geschichten gehören nicht in diesen Thread
Signatur Der Schein trügt.......... |
Justine_de_Farinot  Administrator


Status: Offline Registriert seit: 11.10.2005 Beiträge: 678 Nachricht senden | Erstellt am 16.03.2006 - 11:08 |  |
Hmm, dann erwähne ich die reguläre "Ausstellung" in Schloß Burg Solingen besser auch nicht 
Signatur Der Charakter offenbart sich nicht an großen Taten; an Kleinigkeiten zeigt sich die Natur des Menschen.
(Rousseau) |
Adolphe  Zweig


Status: Offline Registriert seit: 31.10.2005 Beiträge: 174 Nachricht senden | Erstellt am 16.03.2006 - 11:13 |  |
Vielleicht wären solche Dinge mal einen eigenen Thread wert....
Würde die eine oder andere Erwartung an ein Museum dämpfen und erspart einen Frusterlebnis
Signatur Der Schein trügt.......... |
britta Ast


Status: Offline Registriert seit: 12.10.2005 Beiträge: 380 Nachricht senden | Erstellt am 16.03.2006 - 13:55 |  |
da ich nun selbst in einem Museum streckenweise arbeite, kann ich in gewisser Weise "Ressentiments" verstehen gegenüber Privaten Heimathirschen...auch ich wurde als eine von diesen "Ohgott-hobbyisten-die-glauben-die-wissen-alles" von einer festangestellten "Kollegin" abgewimmelt 
Problematisch ist eben, dass einige Wissenschaftler gerne als solche gesehen werden wollen und auf ihre mühsam abgesessenen Semester pochen - keiner darf Ahnung haben ausser ihnen....
andererseits ist es tatsächlich für ein Museum (egal ob städtisch oder staatlich, Geldnöte herrschen immer!) heute schwierig, über Besucherzahlen ihre Legitimation als Geldverschleuderer zu bewahren: also her mit Dingen zum Anfassen (IKEA) und besonders für Kinder oder - wie sagt man so schön böse bei uns im Hause - den DAB (den dümmsten anzunehmenden Besucher *bitte nicht wörtlich nehmen !)
Durch diesen Spagat zwischen Finanzen, Machbarkeit und Besucheranreizen fällt vieles manchmal gewollt oder ungewollt durch den Rost.
Ich darf hier öffentlich gar nicht schreiben, was für Diskussionen gerade bei mir im Hause toben, was Museumspädagogik heißt, was wir dürfen und was wir sollen...man könnten heulen vor ohnmächtiger Wut! Andererseits, noch haben wir die Abteilung!
Nicht die Flinte ins Korn werfen - Benrath wusste es vielleicht nicht besser, kennt uns evtl. als Gruppe nicht, ausserdem könnten wir Geld kosten und...wir denken selbst! Vergesst das bitte nicht- wir sind keine bezahlten Statisten, die das aus Geldgründen machen würden und daher dirigierbar wären : wir haben dummerweise Ahnung 
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MadameKaya  Dieses Baums Blatt


Status: Offline Registriert seit: 14.10.2005 Beiträge: 742 Nachricht senden | Erstellt am 16.03.2006 - 15:09 |  |

Oh! Die Murats und Soults hätte ich ja gerne mal persönlich in Augenschein genommen -interessant , das sich der Titel Prinz über 200 Jahre gehalten hat...
Prinz von was eigentlich? Neapel? Ich bin echt verwirrt....
Signatur Es gibt kein echtes Leben im Falschen... |
Alessandra Ast


Status: Offline Registriert seit: 31.10.2005 Beiträge: 237 Nachricht senden | Erstellt am 16.03.2006 - 15:20 |  |
@ Britta: In der Schweiz baut sich die M.P. auch nur sehr sehr langsam auf - aber auf Freiwilligenbasis. Festanstellen wollen sie uns nicht (sowohl mein Freund als auch ich sind M.P's) - da zum einen das Geld fehlt, zum anderen der Mus. Päd. in der CH kein geschützer Begriff ist, und sie entsprechend die Katze im Sack hätten.
Signatur Given two theories, take the one what is funnier. |