Tanja  Alpha-Wölfin


Status: Offline Registriert seit: 24.04.2005 Beiträge: 413 Nachricht senden | Erstellt am 27.04.2005 - 09:55 |  |
Ich konnte es nicht wissen. Mein geliebter Terry. Jahrelang habe ich mich um dich gekümmert. 8 Jahre meiner Kindheit bis in meine Pubertät rein habe ich nur dir gegeben. Du, ein Tierheimhun und nicht vermittelbar. Ein einfach Schäfer-Husky-Mix. 8 Jahre lang bin ich jeden Tag ins Tierheim. Und habe dich ausgeführt, mit dir gekuschelt, dich gebürtstet, dir etwas beigebracht.
Oktober 2002 kam meine Laky und du liebtest sie so sehr. Sie war noch halbwüchsig, ängstlich. Aber du warst ganz lieb zu ihr.
Du warst so topfit. Hätte ich es gewußt.... ich ging eines ages erst nach einigen Wochen wieder ins Tierheim... ich hatte kaum Zeit gehabt. Aber an diesem Tag spürte ich, ich muss zu dir.
Man sagte mir, du warst gebissen worden. Du befandest dich genäht in einem Zwinger der Hundepension. Das ganze Zahnfleisch, deine Lefzen, hatten dir deine Nachbarn in Fetzen gerissen. Man sah noch jetzt, wie schlimm es war. Röhren an deinem Bein, an deinem Maul.
Ich sah es, und nam dich so vorsichtig wie es ging in den Arm.
Aber es ging dir gut. Du freutest dich, mich zu sehen. Leider konnte ich an diesem Tag nicht lange. Ich sagte es dir. Ich sagte, dass ich nun gehen müsste.
Der Blick, mit dem du mich dann angesehen hast, diesen Blick werde ich nie vergessen. Ob du es gewußt hast? Ich dachte mir nichts bei deinem Blick, denn wie oft hattest du mich mit deinen braunen Schäferhundaugen angesehen?
Ich ging.
Am nächsten Tag kam ich wieder. Ging zu deinem Zwinger. Nichts. Auch im Hundehaus warst du nicht, und ich dachte mir nichts, denn sie hatten dich wohl in einen Karantänezwinger gegeben. Doch da durfte ich nur mit Erlaubnis rein.
Ich ging also zu Frau Höfer, der Tierheimleiterin, und fragte "Wo ist Terry"
Ihre Antwort: "Terry lebt nicht mehr. Er musste gestern nochmal genäht werden und hat die Narkose nicht überlebt" schockte mich.
Ich ging heim. Laky führte mich. Sie war glücklich... sie konnte ja nicht wissen, was passiert war.
Den Rest des Weges winselte ich eher vor mich hin. Zuhause stellte ich mich an mein Zimmerfenster und sah hinaus. Sah die wiese, auf der wir getobt hatten, sah den großen Tannenbaum vor meiner Tür, wo du gegen gepinkelt hast.
Erst da begriff ich es. Ich klappte zusammen, konnte mich nicht mehr auf den Beinen halten. Ich dachte, ich sterbe. Und etwas sehr Großes in mir ist gestorben. In genau diesem Augenblick.
Ich heulte, wie ich es noch nie getan hatte. Nur Laky war da und meine Kaninchen.
Wie sehr habe ich mich nach deinem Tod verändert... ich wurde agressiv. Ich fing an zu rauchen und auch Alkohol trank ich. Ich kam in falsche Gesellschaft.
Wie oft bin ich noch in einem Heulkrampf zusammengebrochen.
Heute habe ich meinen Max, mit meinen Eltern ist auch wieder alles okay, und meine geliebte Laky kanntest du ja. Heute bin ich wieder normal.
Aber noch oft weine ich um dich. Dass du sterben musstest. Du warst 12. Du warst topfit.
Du warst mein Hund.
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Liebes Grüßle von Tanja und den Wuffs
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heitmanny  Wölfchen


Status: Offline Registriert seit: 25.04.2005 Beiträge: 126 Nachricht senden | Erstellt am 02.05.2005 - 22:07 |  |
Mir fehlen ehrlich gesagt die Worte
Ein wirklich trauiges Erlebnis, daß Du hattest. Aber es tut gut zu wissen, daß es Dir jetzt auch wieder besser geht und Du hast ja den süßen Laky, der Dich bestimmt auch ganz doll lieb hat.
Ich Dich ganz doll.
Lg Yvi
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