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Theater ...
Kupfer
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...   Erstellt am 12.07.2015 - 12:12Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Vorgestern wurde ich aus der Tagesklinik verabschiedet. Nicht nur ich war traurig, es war den ganzen Tag so eine schlechte Stimmung im ganzen Haus. Die Kollegen haben das beste daraus gemacht, sie haben mir Schokolade geschenkt und der Musiktherapeut hat mir sogar ein Lehrbuch geschenkt. Am Donnerstagabend habe ich Kuchen und Muffins für alle gebacken und in der letzten Musiktherapiestunde hat wieder die ganze Gruppe für mich gespielt. Dieses Mal war es ein trauriges Spiel. Der ganze Tag war eingehüllt in traurige Moll-Akkorde. Es kam mir vor, als hätte ich mit meinem Abschied die Depression einiger Patienten wieder verstärkt. Manche haben geweint, als ich mich am Nachmittag endgültig verabschiedet habe. Ich habe fremde, ältere, kranke Menschen in den Arm genommen und getröstet, obwohl ich selbst Trost brauchte. Denn nicht nur die anderen waren traurig, dass ihre Praktikantin ging, sondern ich war auch selbst unglaublich niedergeschlagen. Es waren wirklich schöne sechs Wochen, obwohl es viele unschöne Situationen gab. Ich habe viel gelernt und zwar nich nur im musikalischen Bereich. Ich habe gelernt, Trost zu spenden und Hoffnung zu geben, aufzumuntern und zu beruhigen. Ich habe gelernt, dass es nicht immer Antworten geben muss, sondern dass Zuhören schon eine Stärkung sein kann. Ich habe gelernt, angemessen auf unvorhersehbare Situationen zu reagieren, aufgebrachte Patienten zu beruhigen und gefährliche Situationen richtig zu deuten und Hilfe zu holen. Ich habe viel über die verschiedenen Krankheiten erfahren und kann mich nur über meine eigene Gesundheit freuen. Ich habe gelernt, dass man sich als Personal in einer Psychiatrie nicht als etwas besseres fühlt, sondern dass man jeden Tag demütig nach Hause geht und hofft, dass man immer gesund bleibt. In diesen sechs Wochen habe ich fürs Leben gelernt, egal ob Heidelberg mich nimmt oder nicht. Gerade wäre es gar nicht so schlimm, wenn es nicht klappt. Ich könnte ja das FSJ in dieser Tagesklinik machen. Noch ein Jahr mit diesen lieben Kollegen und Patienten. Dann wäre der Abschied am Freitag nicht für immer gewesen. Und ich wäre weiterhin in Levents Nähe. Vielleicht können wir den so sehr gewollten Kuss vom 4.7. ja noch nachholen? Trotzdem habe ich natürlich direkt am Freitag nach Feierabend meine Bescheinigung und auch eine ziemlich gute Beurteilung vom Vorpraktikum an die Hochschule in Heidelberg geschickt. Jetzt sind alle Unterlagen für meine Bewerbung vollständig und ich kann nur noch jeden Tag auf den Postboten warten.

[Dieser Beitrag wurde am 12.07.2015 - 12:24 von Theater aktualisiert]





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Thea Levent

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...   Erstellt am 14.07.2015 - 17:51Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


"Zulassungsbescheid für das erste Semester im Wintersemester 2015/2016

Sehr geehrte Frau Ter Hark,

hiermit werden Sie im Bachelorstudiengang Musiktherapie an der Hochschule Heidelberg zugelassen.

Zur Immatrikulation ist die Vorlage der noch fehlenden Unterlagen und die Studienplatzannahme erforderlich. Die ausstehenden Belege sind in ihrem Bewerberportal einsehbar. Bitte übersenden Sie diese dem Studienamt der Hochschule Heidelbeg und nehmen den Studienplatz durch Ergänzung fehlender Statistikdaten bis 31.08.2015 über das Bewerberportal an.

Vorteil: Sofern erledigt, werden Ihnen die Studienunterlagen bequem spätestens bis zur zweiten Septemberwoche per Post zugesendet. Diese Mappe beinhaltet u.a. den Studentenausweis, Erstsemesterinformationen, Benutzerkennung dür das Online-Service-Center der Hochschule.

Wichtig: Mit der Zulassung zum Studium bitten wir Sie, falls noch nicht geschehen, um die Vorlage weiterer Unterlagen:

- Krankenversicherungsbescheinigung für Studierende
- Zahlungsbeleg

Mit freundlichem Gruß
..."


Ich habe die Schulunterlagen und die Bescheinigung über das Vorpraktikum am Freitag eingescannt und per Mail an die Hochschule geschickt, weil ich so ungeduldig war. Es hat sich ausgezahlt. Offensichtlich haben die nur auf das bestandene Abi gewartet. Gerade kam der Postbote, im strömenden Regen, als wäre es ein Trauertag. Dabei ist es einer der schönsten Tage meines Lebens! Zuerst bin ich dem Postboten um den Hals gefallen, der noch in der Nachbarschaft war, als ich fertig gelesen hatte. Dann hab ich gefühlt 20 Minuten mit Freudentränen in den Augen im Regen getanzt und dann hab ich erst Franzi zuhause und dann meine Eltern bei der Arbeit angerufen, weil ich keine Sekunde länger hätte warten können, die Nachricht zu verbreiten. Inzwischen sitz ich in meinem Zimmer, starre mein Klavier und meine Gitarre an und versuche mir klar zu machen, dass sich mein größter Traum erfüllt hat: Heidelberg, ich komme!!!





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Thea Levent

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...   Erstellt am 26.07.2015 - 15:54Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Mein Papa ist der allerbeste Mensch auf der Welt! Und das schreibe ich nicht, weil er gerade im selben Raum ist und das hier lesen könnte. Im Gegenteil, es wäre mir ziemlich peinlich, wenn er das jetzt lesen würde. Aber es ist wahr, er hilft mir in dem ganzen Vorhaben mit Heidelberg so sehr. Ohne ihn wäre ich verloren. Gestern und heute haben wir insgesamt 7 Wohnungen angesehen:
die erste war der totale Reinfall, man konnte den Schimmel quasi schon riechen, bevor man ihn in allen Ecken sah.
Die zweite war ganz ok, aber relativ weit von der Uni entfernt.
Die dritte fand ich perfekt, leider war der Preis entsprechend, sodass Papa mich von meiner Wolke 7 zurück auf den Boden der Tatsachen brachte.
Heute folgten die Wohnungen 4-7.
In der vierten drängelten wir uns mit rund 20 anderen Interessenten.
Die fünfte war ein 30qm-Loch, in dem ich mich nur vom Bett zum Kühlschrank, zur Toilette und zurück zum Bett schlängeln konnte.
In der sechsten und siebten haben die Vermieter sofort unsere Daten in die Hand gedrückt bekommen. Sie sind beide total schön, die eine hat einen Balkon, die andere eine Badewanne. Es wäre zwar schön, wenn man beide kombinieren könnte, aber ich weiß auch, wie schwer es ist, eine Wohnung zu finden und dann auch noch zu bekommen. Morgen schauen wir uns noch drei Wohnungen an und am Dienstag gehen wir zum Studentenwohnheim. Wenn sonst nichts zu machen ist, habe ich dort Anspruch auf ein Zimmer. Auch wenn ich dort auf keinen Fall leben will, ist es doch gut, zu wissen, dass ich ab Oktober nicht auf der Straße sitzen würde. Übermorgen geht er mit mir auch zur Agentur für Arbeit und beantragt BaföG.

Papa hat jetzt zwei Wochen Urlaub und wird mit mir am Mittwoch, Donnerstag und Freitag, zurück in Norden, verschiedene Banken für einen Studienkredit abklappern. Die Woche drauf schauen wir dann, ob es schon Nachrichten von den Vermietern gibt, sodass wir den Umzug planen können. Ich. Habe. Angst! Aber ich freue mich gleichzeitig auf diese spannende Zeit und all die Musik!





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...   Erstellt am 25.08.2015 - 19:19Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Am Wochenende habe ich mich ausschließlich damit befasst, welche Wohnung mein erstes eigenes Zuhause werden soll. Ich habe mich gegen die Badewanne und für den Balkon entschieden. Gestern habe ich den Vermieter angerufen und ihm zugesagt, nächstes Wochenende fahre ich - alleine! Aaaaah!!! - zur Übernahme nach Heidelberg. Ich bin jetzt schon nervös und gleichzeitig freue ich mich so sehr auf dieses Abenteuer! Ich werde 4 Tage in Heidelberg bleiben und Dinge erledigen, für die ich nach Semesterbeginn keine Zeit haben werde: den Weg zur Uni abfahren, damit ich mich nicht gleich am ersten Tag verirre, die Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe checken, ein Konto bei einer örtlichen Bank eröffnen - ist ja schön, dass die alle gleich heißen, sich aber in Regionen unterteilen -, den Techniker in die Wohnung lassen, der mich mit WLAN versorgen wird und die Wohnung putzen, bevor meine Möbel kommen. Der Terminplan ist weiter eng, in genau drei Wochen werden meine Eltern mich mitsamt meinen paar Möbeln im Anhänger endgültig nach Heidelberg fahren. Der merkwürdigste Moment meines gesamten Lebens wird es sicher, wenn ich auf meiner neuen Auffahrt stehen und meinen Eltern winken werde, während sie mich allein zurücklassen. Ich habe so eine Angst vor diesem Moment, dass ich am liebsten alles wieder rückgängig machen würde.





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...   Erstellt am 15.09.2015 - 18:50Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Heute war der große Tag. Mit der größte in meinem ganzen Leben, könnte man sagen. Heute am frühen Morgen sind Mama, Papa und ich mit einem randvollen Anhänger und unserem großen Auto nach Heidelberg gefahren. Am frühen Nachmittag sind wir angekommen und jetzt... jetzt sind Mama und Papa auf dem Rückweg nach Norden. Ohne mich. Ich lebe jetzt hier, in Heidelberg. Es war ganz schön komisch, die Sachen, die in meinem Zimmer in Norden waren, hier die Treppe hoch in den ersten Stock zu tragen und hinein in meine eigene Wohnung zu bringen. Es ist eine wirklich schöne Wohnung, ich kann mich nicht beklagen. Ich habe eine gute Wahl getroffen, soweit ich das bisher beurteilen kann, und ich bin meinen Eltern sehr, sehr dankbar, dass sie mir diesen Rückzugsort finanzieren. Natürlich wäre im Studentenwohnheim ein Zimmer für mich gewesen. Aber das konnte ich mir für mich überhaupt nicht vorstellen. Da wäre sicher öfter Lärm auf dem Flur und ich müsste mir die Küche und die Dusche wildfremdem jungen Menschen teilen. Es ist gut so, wie es jetzt ist. Papa hat die Möbel aufgebaut und Mama hat mir in der Zeit geholfen, alles nochmal zu putzen. Das Bett steht am richtigen Platz und ist frisch bezogen und gegessen haben wir im Restaurant. Somit habe ich heute nichts mehr zu tun, lasse die vollen Umzugskartons und Koffer einfach bis morgen stehen und sitze nun mit dem Laptop auf meinem Balkon. Ist es nicht krass, dass ich jetzt meinen eigenen Balkon habe?! Und meine eigene Küche, mein eigenes Bad, das ich mit keinem einzigen Bruder teilen muss und eine eigene Waschmaschine! Ok, im Gegenzug muss ich alles alleine sauber halten, da ist jetzt keine Mama mehr, die jeden kleinen Fleck sieht und sofort nach dem Putzlappen greift. Aber ich denke, daran kann ich nur wachsen. Ich denke das wirklich. Und ich hoffe es vor allem auch. Ich will das hier durchziehen. Nach dem Studium kann ich immer noch wieder zurück. Zurück zu meiner Familie, zu meinem geliebten Meer, zu meinen Freunden, zu meinem Pferd. Aber jetzt, in diesem Moment, zählen nur die Musik und ich. Es zählt nur, dass wir endlich ganz eins werden und den ganzen Tag Zeit für einander haben. Dreieinhalb Jahre liegen vor uns, vor der Musik und mir. In dreieinhalb Jahren bin ich Musiktherapeutin!





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...   Erstellt am 03.10.2015 - 16:11Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Ich muss euch d.r.i.n.g.e.n.d auf den neusten Stand bringen! Seit zweieinhalb Wochen bin ich nun schon allein in Heidelberg. Ich habe in dieser kurzen Zeit so viel gelernt, dass ich zwischenzeitlich dachte, mein Kopf platzt. Und an diesem Punkt fing das Studium erst an - nämlich am letzten Donnerstag. An diesem perfekten, gutmütigen, alles verändernden 1. Oktober 2015.
Aber von vorne: ich habe in den zwei Wochen bis zum 1.10. gelernt, dass
- Deutschland schrecklich bürokratisch ist
- einem das Geld nicht hinterhergeworfen wird, sondern dass man sich echt richtig dafür einsetzen muss, um etwas zu bekommen
- man ziemlich stolz auf sich ist, wenn man Termine beim Jobcenter zur Beantragung vom BAföG erfolgreich alleine durchgestanden hat
- Supermärkte am Sonntag nicht offen sind und man vorher einkaufen sollte, wenn man sich nicht ständig Pizza nach Hause liefern lassen will
- Pizza teuer ist
- Kochtöpfe sich nicht allein waschen
- der Abwaschstapel ziemlich schnell ziemlich hoch wird
- die Lust nachlässt, je höher der Abwaschstapel ist
- man den Herd sofort säubern sollte, wenn er dreckig wird, weil es später noch viel mehr Arbeit ist
- Rauchmelder tolle Erfindungen sind
- Mamas Eieruhr das beste Geschenk war, man sie aber auch nutzen sollte
- hier ständig ein Bus fährt, voll schön!
- man als Studentin in Heidelberg ziemlich schnell ziemlich viele Menschen kennenlernt
- manchmal auch der Traummann dabei ist!

Mit dem letzten Punkt sind wir aber schon am 1.10. angelangt. Da saß ich pünktlich um 10 Uhr im Hörsaal zur Begrüßung der neuen Studenten. Es war unglaublich voll, weil alle B.A.-Studiengänge zusammen in die allgemeinen Abläufe eingeführt werden sollten. Durch Zufall saß ich neben einer anderen neuen Musiktherapie-Studentin, sie heißt Mascha und wir haben uns sofort gut verstanden, und wir hörten uns eine Stunde lang allgemeines zu unserem Studium und der Hochschule an sich an. Anschließend trennte sich die große Gruppe und wir gingen in Studiengänge unterteilt in kleiner Räume. Die Musiktherapie hat je Studienjahr nur 35 Studenten, wir sind also wirklich übersichtlich. Und so musste ich kaum auf die Vorstellungsrunde und folgende Kennenlernspiele warten - da stand Levent am anderen Ende des Raumes. Ich war mir komplett sicher und doch drehte ich mich weg und rieb mir die Augen, weil ich dachte, dass ich nur träumen kann. Mascha fragte, was los ist und ich schüttelte nur den Kopf. Wir setzten uns an die Tische, die in der Mitte des Raumes zusammengestellt waren. Er saß mir direkt gegenüber und starrte mich ebenso ungläubig an wie ich ihn. Mein Herz setzte immer wieder einen Schlag aus, so fülte es sich jedenfalls an. Was für ein verrückter Zufall konnte das denn bitte sein? Ich hatte ihn seit dem 4. Juli nicht mehr gesehen und dachte, das würde sich den Rest meines Lebens nicht mehr ändern! Er schien das selbe zu denken. Der Reihe nach sollten wir unsere Namen, Alter, Herkunft und Beweggründe für das Studium nennen. Ich war die dritte:
"Mein Name ist Thea ter Hark, ich bin 17 Jahre alt und komme aus Norden an der Niedersächsischen Nordseeküste. Für das Studium der Musiktherapie habe ich mich entschieden, weil ich schon seit vielen Jahren für mein Leben gern Gitarre und Klavier spiele und neben dem Abi in einer Musikschule ausgeholfen und dort gemerkt habe, wie die Musik die Seele spiegelt. In meinem Vorpraktikum im Sommer in einer psychiatrischen Tagesklinik habe ich schließlich gemerkt, dass ich nichts anderes machen möchte als genau diese Kombination aus Musik und Psychologie zu meinem Beruf zu machen."
Ich hörte den anderen kaum zu und konnte nur immer weiter Levent anstarren. Er war erst etwa 20 Minuten nach mir dran:
"Mein Name ist Levent Hinrichsen, ich bin 17 Jahre alt und bin für das Studium aus Norden hierher gezogen. Musik spielt für mich schon immer eine Rolle, meine Mutter ist eine recht bekannte Pianistin und so saß ich bereits zuhause am Klavier, bevor ich sprechen oder laufen konnte. Auf der Bühne vor vielen fremden Menschen zu spielen, hat mich schon immer eher abgeschreckt. Ich möchte mehr Zwischenmenschlichkeit und nicht nur mit der Musik sondern auch mit Worten Herzen heilen. Vermutlich ist dieses Studium für meinen Wunsch genau das richtige. Und... nicht nur dafür."
Diesen letzten Satz, den sagte er, als er mir direkt in die Augen sah. Zum Glück merkte das nur Mascha, sonst war jeder noch komplett auf sich und seine Angst vor dem ersten Tag seines neuen Lebens konzentriert. Mascha tippte mir an den Arm und flüsterte in mein Ohr: "Hey, kennt ihr euch?" Und ich antwortete: "Ja, das kann man wohl sagen." und grinste Levent dabei so verliebt an, wie ich es mich in Norden nie getraut habe.
In der Pause sind wir sofort zueinander gestürzt und haben uns in den Arm genommen. Größer als die Freude, einander noch die nächsten 3 1/2 Jahre nah zu sein war in diesem Moment die Erleichterung, jemanden hier in der Fremde schon wirklich zu kennen. Am Donnerstagnachmittag blieben wir noch einige Zeit zusammen auf dem Campus um zu reden. Wir haben uns dazu entschlossen, nicht da weiterzumachen, wo wir am 4.7. aufgehört haben. Wir werden sehen, was die nächsten Monate bringen, wenn wir uns täglich sehen und nicht mehr aus Schüchternheit voneinander fernhalten. Wir haben uns vorgenommen, Freundschaften zu schließen, auch wenn wir nun nicht mehr ganz allein hier sind. Ich werde mich so oft es geht mit Mascha treffen und in den Vorlesungen auch weiterhin neben ihr sitzen. Wenn sich daraus etwas ergibt, dann entspricht das meinem größten Wunsch aber uns ist auch klar, dass wir uns nicht aus dem Weg gehen könnten, wenn wir es jetzt überstürzen und nicht halten können. Ja, so weit denken wir. Leider? Zum Glück? Ich kann es nicht sagen. Ich habe Heidelberg bis zum letzten Donnerstagmorgen geliebt, ich war wirklich gerne hier und habe mich auf das Studium gefreut. Aber ich kann nicht leugnen, dass es jetzt noch eine Million mal besser ist! Levent und Thea. Vielleicht haben wir nun doch eine realistische Chance auf eine gemeinsame Zukunft.





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Thea Levent

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...   Erstellt am 02.01.2016 - 16:02Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Wir - Teil 1

Fast drei Monate haben wir nun damit verbracht, uns ganz langsam anzunähern, haben versucht, herauszufinden, ob wir wirklich zusammenpassen oder nicht, überlegt ob wir es riskieren können, einander das Herz zu brechen, obwohl wir uns in der Uni nicht aus dem Weg gehen können. Und dann kam das Fest der Liebe, der Familie, des Zusammenhalts, der Ruhe. Wir saßen gemeinsam im Zug nach Norden, genauer gesagt war es der ICE zwischen Frankfurt und Hannover, wir mussten drei Mal umsteigen. Wir hatten beide unsere Handys in der Hand und lasen uns zum Leid unserer Mitfahrer Flachwitze vor, bei denen wir uns kaum wieder einkriegen konnten vor lachen. Irgendwann fing Levent an, sich selbst Witze auszudenken und plötzlich war es mehr ein Gespräch als ein Witze erzählen und wir haben vollkommen vergessen, dass da noch Menschen um uns rum waren. Es war, als würde die Zeit stehenbleiben, als wären wir allein im Abteil oder sogar im ganzen Zug, als wären wir gar nicht mehr im Zug sondern auf einer Wolke oder auf einer einsamen Insel.
"Ich erzähl den ganzen Unsinn nur, weil du so schön bist, wenn du lachst."
"Das hat dein Vater zu deiner Mutter gesagt, nachdem du auf der Welt warst und sie nichts mehr zu lachen hatte bei so einem komischen Sohn, oder?"
"Das widerspricht sich! Wenn ich ein komischer Sohn bin, dann hat sie doch was zu lachen!"
"Leg nicht jedes Wort auf die Goldwaage du Streber!"
"Ich leg dich auf die Goldwaage!"
"Hast du gerade gesagt, dass ich dick bin?"
"Nieeeeemaaaaals! Im Ernst: du bist genau richtig Thea."
"Du bist auch genau richtig Lev. So richtig, dass es mir fast Angst macht."
Und plötzlich lag seine Hand an meiner Wange und er hat mich geküsst. Einfach so. Im Zug. Ich hatte Schmetterlinge im Bauch. Und das zum Winteranfang. Den Rest der Fahrt saßen wir jeder in unsere Gedanken versunken da, ich starrte aus dem Fenster und konnte mein Grinsen kaum unter Kontrolle bringen.

Als wir am späten Nachmittag des 23.12. in Norden ankamen und in verschiedene Richtungen zu unseren Elternhäusern gehen mussten, hat er gefragt, wie lange wir "dieses Spielchen" noch spielen wollen.
"Welches Spielchen?"
"Ach Thea. Nun mach es mir nicht noch schwerer, ich bin nicht so der Typ für gefühlsduselige Worte. Ich steh auf dich, du stehst auf mich und wir tun so als wäre nichts. Wie lange soll das noch so gehen?"
"Ah, das Spielchen!" Ich wollte ihn noch ein bisschen ärgern, ihn aus der Reserve locken. Natürlich wusste ich ganz genau, was er sagen wollte, ich wusste es schon die ganze Fahrt über. Aber ich wollte diese Worte hören, ich wollte hören, dass er es ernst meint. "Das Spielchen spielen wir so lange, bis du mich nochmal küsst. Dann aber richtig."
Da fingen wir beide an zu lachen, denn wir hatten uns ja schon im Zug 'richtig' geküsst. Minutenlang. Mein erster, wunderschöner, unvergesslicher Kuss. Und aus dem Lachen wurde ein weiterer Kuss, noch länger als der im Zug und noch inniger.
"Jetzt spielen wir das Spielchen nicht mehr?", hat er anschließend gefragt.
"Nein, jetzt nicht mehr. Ab jetzt spielen wir du und ich und unendlich viele Küsse."
"Abgemacht. Aber erst nach Weihnachten."
"Stimmt, es wird Zeit. Hab ein schönes Fest, Freund."
"Wünsch ich dir auch, Freundin."

Und so gingen wir kichernd getrennte Wege zu unseren Familien.





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Thea Levent

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...   Erstellt am 05.01.2016 - 20:38Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Wir - Teil 2

Weihnachten ist für mich das Fest der Familie. Zum Glück hat es bei Levent einen ähnlichen Stellenwert und gerade im letzten Jahr, als wir vorher so lange von unseren Eltern, Brüdern und sonstigen Verwandten getrennt waren, war es ganz besonders wichtig, dass wir uns ganz auf sie konzentrieren. Als wir uns am Bahnhof verabschiedeten, wussten wir beide, dass wir uns nun drei Tage weder sehen noch hören würden.

Weihnachten war toll! Das Wiedersehen mit meinen Eltern war ziemlich emotional und selbst über meine nervigen kleinen Zwillingsbrüder hab ich mich gefreut und vielleicht auch tatsächlich ein Tränchen verdrückt. Heiligabend verbrachten wir wie immer nur zu fünft. Wir haben Mamas lecker gekochtes Essen gegessen und saßen stundenlang in der Stube auf dem Boden, um darum zu würfeln, wer als nächstes ein Geschenk auspacken darf. Natürlich haben die Jungs am meisten bekommen. Das ist auch ok. Mir geht es nicht mehr um die Geschenke. Es war Geschenk genug, bei ihnen zu sein, nachdem wir uns drei Monate nicht gesehen haben. Den ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag verbrachten wir bei unseren Verwandten. Den ersten Feiertag bei Mamas Familie, den zweiten bei Papas. Im November hat meine große Cousine ihr erstes Baby bekommen, ich durfte ihn halten: Konstantin. Irgendwann möchte ich auch Kinder haben. Mit Levent.

Weihnachten verging wie im Flug und Levent und ich haben tatsächlich kein Wort miteinander gewechselt. Heiligabend ganz spät kam eine Nachricht von ihm: "Frohe Weihnachten und gute Nacht, Freundin." und ich antwortete "Frohe Weihnachten und gute Nacht, Freund." Wir trafen uns am 27. Dezember früh morgens am Meer. Es war nicht abgesprochen, aber irgendwie war es trotzdem klar, dass wir uns dort sehen würden. Wenn ich Levent früher heimlich außerhalb der Schule sehen wollte, dann habe ich mich früh morgens an den Strand geschlichen. Er ist ein Frühaufsteher und sein erster Weg führte in Norden jeden Tag zum Strand. Wir sind ewig spazieren gegangen, bis wir beide völlig durchgefroren waren, obwohl es für Weihnachten angenehme 8 Grad waren. Direkt am Wasser weht eben doch eine ziemlich frische Brise. An diesem Morgen hielten wir zum ersten Mal unsere Hände. Diese Treffen am Meer wiederholten wir am 28. und 29. Dezember und am 30. hielten wir es schließlich für richig, unsere Eltern einzuweihen. Sie kennen uns natürlich gegenseitig, denn wir waren ja ewig in einer Klasse und da kennen die Eltern die Mitschüler. Nach drei Runden "Ene, Mene, Miste" hatte ich verloren und wir gingen zuerst zu mir nach Hause. Meine Eltern waren total überrumpelt und schienen sehr erleichtert, dass ich in Heidelberg jemanden kenne - obwohl ich ihnen in den vergangenen Tagen immer wieder versichert habe, dass ich Freundinnen gefunden habe. Mama kam abends noch zu mir und sagte, dass sie insgeheim immer gehofft hat, dass Levent mein erster Freund wird, weil er ihr so vernünftig vorkam. Das war echt niedlich von ihr! Nach einem Becher Kakao und ein paar Keksen gingen wir zu Levents Eltern. Ich mag sie beide und kenne sie auch schon, weil ich Levents Bruder Darius ja das Gitarre spielen beigebracht habe. Auch sie schienen überrascht, haben sich aber gefreut. Scheint so, als hätten wir Glück mit unseren... naja... Schwiegereltern?!

Weihnachten, dieses wunderbare, ruhige Fest, wird leider immer von Silvester überschattet. Aber mit Levent war nichtmal das schlimm! Unsere verrückten Freunde haben in der Garage von Franzis Eltern eine richtige Party geschmissen und natürlich waren wir eingeladen. Nur eben eigentlich jeder für sich. Franzi war - als meine beste Freundin zurecht - ein bisschen sauer, weil ich ihr nicht gleich erzählt hab, dass es endlich was Ernstes zwischen Levent und mir geworden ist. Aber ich kam einfach nicht dazu. Ich konnte ihr ja schlecht im Zug schreiben, während er neben mir saß und mich genau beobachtet hat. Alle haben sich für uns gefreut und einige haben auch gesagt, dass sie schon länger vermutet haben, dass sich zwischen uns was anbahnt. Spätestens natürlich beim Abiball, aber da habe ich ja bewusst nichts passieren lassen, weil ich dachte, dass ich ihn nie wiedersehe. Um Mitternacht standen wir Arm in Arm vor Franzis Elternhaus und sahen uns das Feuerwerk an. Wobei wir ehrlich gesagt gar nicht so viel gesehen haben, denn die ersten - laut Franzi - 25 Minuten verbrachten wir nur küssend. Unser erster Jahreswechsel, der richtige Start in unsere Beziehung. Er wird unvergesslich bleiben.

Weihnachten ist mal wieder Geschichte. Am 2. Januar sind Levent und ich nach dramatischen Abschiedsszenen am Bahnhof zurück nach Heidelberg gefahren. Die Nacht verbrachte er bei mir. Wir haben kaum geschlafen, saßen da mit Chips aus der Tüte und Fanta aus der Flasche und haben uns alles erzählt, was wir übereinander wissen sollten. Und schließlich, so gegen fünf Uhr morgens, sind wir Arm in Arm eingeschlafen. Seit gestern sind wir wieder in der Uni und versuchen, so seriös wie möglich zu wirken, uns zu konzentrieren und neue Kontakte zu knüpfen oder zumindest die bisherigen aufrecht zu erhalten. Ob uns das gelingt? Das wird sich wohl zeigen. Ich hoffe es. Für Levent, für mich, für meine neue Freundin Mascha und seine neuen Freunde Thorben und Leon. Und ich hoffe es für unsere Musik.





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...   Erstellt am 06.03.2016 - 14:36Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Sehr viel neues gibt es hier nicht zu erzählen, aber an ein paar Kleinigkeitenich möchte ich euch doch mal wieder teilhaben lassen.

Die Beziehung mit Levent plätschert vor sich hin, alles ist noch ganz neu und aufregend und wir versuchen, alles zu genießen. Wir haben eine Art Tagebuch namens "first times" angefangen, in das wir alles schreiben, was wir zum ersten Mal zusammen machen. Zusammen Frühstücken, zusammen ins Kino gehen, zusammen die Nacht verbringen, verschlafen und zu spät zur Uni kommen, nachdem er die Nacht bei mir verbracht hat, zusammen kochen,... Gestern Abend haben wir zwei neue Ereignisse eingetragen: zusammen ins Schwimmbad gehen und einander fast nackt sehen.

Es war ein Punkt, der uns echt lange beschäftigt hat. Denn je länger wir zusammen sind, desto normaler sollte es sein, dass wir uns unbekleidet sehen. Aber irgendwie haben wir da den optimalen Zeitpunkt verpasst. Es ist ja für uns beide die erste Beziehung und zum Glück können wir ziemlich offen reden. Nachdem wir uns eines abends letzte Woche mal wieder nacheinander im Bad umgezogen haben, hat er mich darauf angesprochen. Und dann haben wir den ganzen Abend geredet und überlegt, ob wir jemals zusammen Schwimmunterricht hatten. Die Antwort war 'nein'. Und auch zum Schwimmen in der Nordsee waren wir nie gleichzeitig. So war das freizügigste Outfit meine relativ lange kurze Hose und ein Top und bei ihm Shorts und ein Tshirt. Nicht grad der Anblick, den Beziehungen mit sich bringen. Wir haben also den ganzen Abend alles zerredet und sind am Ende in unseren langen Schlafanzügen eingeschlafen. Am nächsten Morgen haben wir unser Problem beim Namen genannt: so ist das eher eine nette Freundschaft mit gelegentlichen Küssen, als eine Beziehung. Und der Situation den Kampf angesagt: nächstes Wochenende gehen wir zusammen schwimmen.

Das haben wir gestern getan und was soll ich sagen? Es gibt tatsächlich schlimmeres, als den Mann, den man liebt, in Badehose zu sehen! Ich hatte vorher wahnsinnige Angst, dass ich seinen Körper nicht mögen würde, aber alle Bedenken waren sofort vergessen, als wir aus den Umkleidekabinen kamen. Es war ein richtig toller Tag, unter Wasser haben wir uns auch die eine oder andere Berührung getraut und es war so toll, seine Hand am nackten Rücken zu spüren! Wie ein elektrischer Schlag, der durch den ganzen Körper ging. Geschlafen hat er wieder bei mir und wir haben uns auch tatsächlich im Zimmer umgezogen. Noch ist es komisch und es wird sicher einige Zeit vergehen, bis wir uns trauen, noch mehr zu machen, was zu einer Beziehung gehört. Ihr wisst schon, habt schließlich fast alle Kinder. Aber das ist unser Tempo und ich hoffe, dass Levent mit mir redet, wenn ich ihm zu langsam bin. Noch macht er einen genau so schüchternen Eindruck wie ich.

In der Uni läuft es gut, die Vorlesungen sind vorbei, wir üben viel, manchmal sind meine Finger abends ganz kaputt vom vielen Gitarre spielen. Aber es ist genau das, was ich mir vorgestellt habe und wollte und ich liebe es jeden Tag noch ein bisschen mehr! Mit Mascha bin ich immer noch gut befreundet, auch wenn ich merke, dass sie mich manchmal darum beneidet, mit Levent jemanden zu haben, den ich wirklich kenne. Sie ist oft einsam, aber ich denke, die Musik ist ihr zu wichtig, um das hier hinzuschmeißen und zurück nach Köln zu ihrer Familie zu gehen. Ich unterstütze sie so gut ich kann, aber manchmal will ich auch einfach mit Levent allein sein.





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...   Erstellt am 11.06.2016 - 12:26Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Drei Monate habe ich hier nicht geschrieben. Irgendwie habe ich auch das Gefühl, gar nicht mehr "auf der Suche" zu sein. Obwohl man natürlich immer, sein Leben lang, nach irgendetwas auf der Suche ist. Das ist ja ganz klar. Man kommt nie an. Wenn man angekommen ist, ist man tot. Aber ich habe diesen Blog ursprünglich erstellt, um meine Gedanken zur Studienplatzsuche zu ordnen. Und diesen Studienplatz habe ich schon seit einer ganzen Weile gefunden. Schon weit über ein halbes Jahr ist vergangen und ich fühle mich jeden Tag wohler mit dem Gedanken, Musiktherapeutin zu werden. Und obwohl das damals, vor ziemlich genau einem Jahr, eine "entweder oder"-Entscheidung war - entweder Musiktherapie oder Levent - darf ich nun beides haben. In zwei Wochen feiern wir unser halbjähriges. Ohne zu sehr ins Detail gehen zu wollen, kann ich sagen, dass sich unsere Beziehung in den letzten Monaten sehr vertieft hat. Unsere alten Freunde in Norden, wie auch unsere neugewonnenen Freunde in Heidelberg haben sich an uns als Paar gewöhnt und es klappt gut, etwas mit mehreren Leuten zu unternehmen. Zur Zeit versuchen wir, meine Freundin Mascha und einen von Levents Freunden, Vincent, zu verkuppeln. Wir verbringen viel Zeit miteinander, machen gemeinsam Musik und auch die schönste Nebensache der Welt haben wir inzwischen kennengelernt.

Letzten Mittwoch bin ich 18 geworden. Volljährig. Meine Eltern und Brüder sind hergekommen, haben Geschenke und Videogrüße von der ganzen Familie mitgebracht, ich habe stundenlang mit Freunden telefoniert.

Irgendwann in dem halben Jahr ohne meine Familie, ohne meine alten Freunde, in einer fremden Umgebung, in meinem eigenen Haushalt, mit meinem ersten festen Freund bin ich erwachsen geworden. Ich mache mir über andere Dinge Gedanken, als vor einem Jahr. Ich denke, es ist Zeit, diesen Blog zu schließen und etwas neues anzufangen. Etwas neues, worin ich meine neuen, erwachsenen Gedanken ordnen kann.

Dieser Blog ist die größte Veränderung meines bisherigen Lebens mit mir gegangen. In meinem nächsten Blog wird es darum gehen, dass es hoffentlich nicht die größte Veränderung bleiben wird.
22.9.2014 - 11.6.2016.
Thea

[Dieser Beitrag wurde am 11.06.2016 - 12:29 von Theater aktualisiert]





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And can you feel the love tonight?
It is where we are
It's enough for this wide-eyed wanderer
That we got this far




Thea Levent

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