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crazy4flava ...
Admin Simone!
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...   Erstellt am 07.04.2007 - 21:29Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


I hate u but I love u!
Ich wohnte schon mein Leben lang in London. Ich kannte diese Stadt in und auswendig. Und ich liebte sie so sehr. Hier hatte ich alles was mir wichtig war. Familie, Freunde und eine schöne Umgebung. Das war das letzte Jahr an der Schule, das Abschlussjahr. Ich war darüber einerseits total froh, andererseits fand ich es auch schade. "Man wach auf Simone!" sagte Jacky und stupste mich an. "hä wasn." sagte ich und sah die Mädels an. "Wir haben mal wieder mit uns selbst geredet." sagte Ju und lachte sich mit Jojo einen weg. Sie streckte den beiden die Zunge raus und grinste. Ich hatte total liebe Freunde, auf die ich mich immer verlassen konnte. Ju, Jojo, Becca, Jacky, Luzie, Jenny, Susi, Steff und Debbie. "Was war denn?" fragte ich und sah in die runde. "Ach nix, dein Feind hat dir nur den Mittelfinger gezeigt." sagte Steff und zeigte zu Jay, einem Typen aus der Schule. Ich wusste gar nicht wieso, aber Jay und ich wir hassten uns schon seit der Grundschule. "boah unmöglich dieser Typ." sagte ich und runzelte die Stirn. "Hör auf dich verrückt zu machen wegen dem." sagte Debbie und lachte. "Ja und runzle die Stirn nicht so, das gibt Falten." sagte Becca und lachte sich einen weg. Ich musste unweigerlich mitlachen und achtete gar nicht mehr auf Jay, der mal wieder anfing rumzulästern. Er hing immer mit Chris, Mus, Kenz und Marcel rum, die auch irgendwie total unmöglich waren. Doch ich wusste das einige der Mädels auf die Jungs standen, man kann’s ihnen auch nicht vorwerfen, schlecht sehen sie alle nicht aus, auch Jay nicht. Aber vom Charakter war er halt ein mieses Arschloch, echt eh ich hasse ihn.
Plötzlich wurde ich wieder aus meinen Gedanken gerissen. Sam, Ollie, Stu, Tom, und Lee kamen um die Ecke und erschraken uns von hinten. Sam war Becca`s Freund und schon länger ein guter, wenn nicht fast bester Freund von mir. Ich fand die beiden waren so ein süßes Paar und so glücklich. Die beiden waren fast schon so ein Vorzeigepaar an der Schule. Lee war seit kurzem mit Jojo zusammen und Stu mit Jenny. Tom war Stu`s bester Freund und hing auch immer bei uns rum. Er passte gut zu uns, lachte viel und machte nur Blödsinn. Und ich wusste das Steff voll auf ihn stand, doch hätte sie das natürlich nie zugegeben. Ollie gehörte auch schon länger zu dieser Clique und er stand auf Debbie, doch die ließ sich von ihm nie anbaggern.

Ich schaute etwas durch die Gegend und wagte auch einen Blick rüber zu Jay. Der war natürlich grad dabei voll über mich abzulästern. Ich sah ihn böse an und zeigte ihm den Finger. Wütend drehte ich mich um und dampfte fast vor Wut. "Was regst du dich darüber noch auf, du müsstest dich langsam mal dran gewöhnt haben." sagte Jacky und lachte. "Der soll mich einfach in ruhe lassen, dann lass ich ihn auch in Ruhe." sagte ich mit verschränkten Armen. "Oköö." sagte Luzie und lachte sich auch einen ab, schaute dann aber heimlich zu Marcel rüber. Der lächelte ihr auch heimlich zurück.
~~~~Bei Jay und seinen Kumpels~~~~
"Boah guck dir doch mal dieses Weib an, hässlich wie die Nacht." sagte Jay und sah zu mir hin. "Ja schon also wenn du meinst." sagte Kenz leicht genervt. "Was schaust du da hinten immer so hin Marcel?" fragte Jay ihn misstrauisch. "nix, ich guck nur zu Simone um besser lachen zu können." sagte Marcel schaute aber zu Luzie um träumen zu können. "Wieso hasst ihr euch überhaupt?" fragte Chris ihn. "Man wie oft soll ich euch das denn noch erzählen, ich konnte sie einfach noch nie leiden, und guck sie dir doch mal an, bah ej." sagte er und machte komische Grimassen. "Ich find die sieht eigentlich ganz normal aus." Sagte Mus und lachte. "Wenn du meinst." sagte Jay muffig.
Plötzlich klingelte die Pausenglocke...
~~~~Wieder bei der Clique und mir~~~~
"Och näää was haben wir jetzt?" fragte Steff in die Runde. "ÄÄHHM Sport." sagte Jojo laut denkend. "Och näää." sagte Ju und seufzte laut. Ich grinste sie an. "Bei Mister Brown machen wir doch eh nix anstrengendes." sagte ich und lachte. "Ja aber das ist so öde." antwortete sie. "Das ist ein Argument." sagte ich und lachte. "Haha," äffte mir Jay nach, der hinter mir durch den Schulkorridor zur Turnhalle lief. Ich rollte mit den Augen und beachtete ihn nicht weiter. Bevor sich die Wege bei dem Umkleidekabinen trennten, ergriff ich dir Gelegenheit um Jay mal wieder eins auszuwischen. Ich stellte mich so hin, das er mich nicht direkt sah und stellte ihm ein Beinchen, sodass er der Länge nach hinfiel. Seine Kumpels lachten spaßig und grinsten sich einen weg. Jay sah mich wütend an. Ich lachte und verschwand in der Mädchenkabine. Die Mädels lachten sich auch total kaputt und kriegten sich kaum noch ein. "Oh man du weißt schon das er dir das übel nimmt, das gibt 100% Rache." sagte Becca und hielt sich den Bauch vor lachen. "Na und soll er doch, dann räch ich mich wieder." sagte ich und zog mir meine Sporthose an. "Oh man das gibt noch Mord und Todschlag." sagte Jacky, die sich auch ihre Sporthose anzog. "Ich glaub das macht Simone nichts aus." sagte Steff und grinste. "das stimmt." antwortete ich und grinste. Als alle von uns fertig mit umziehen waren, gingen wir in die Sporthalle, wo Jay und seine Jungs schon auf der Bank saßen. Jay hatte einen komplett roten Kopf und sah mich wütend an. Ich ignorierte ihn grinsend und setzte mich neben die Jungs aus unserer Clique. Die Mädels setzten sich dazu, wobei Jenny, Becca und Jojo sich neben ihre liebsten setzten. "ehm Simone, ich würde in den nächsten Tagen aufpassen, Jay ist wütend." sagte Ollie zu mir leise. "Soll er doch kommen, ist er selbst schuld." sagte ich und warf Jay einen gehässigen Blick zu. Sam grinste breit und warf seinen Arm um Becca. "War lustig in der Kabine, der war richtig angepisst." sagte Sam und musste lachen. "Pass auf das der dich nicht verprügelt." sagte Lee und guckte besorgt. "Ach quatsch Jay die Lusche doch nicht." sagte ich extra gaaaanz laut. Gerade in dem Moment kam Mister Brown herein und sah in die Runde. "Morgen Schüler. Man ihr seht ja mal wieder sehr motiviert aus. Nun ja also ich hab mir gedacht heute spielen wir Basketball." sagte er und schaute alle abwechselnd an. Durch die Halle ging ein Stöhnen von allen Schülern. "Och nä da muss man sich ja bewegen." sagte Kenz lässig. "Ja kaum zu glauben. Aber erst 10 Runden einlaufen." sagte Mister Brown und pfiff in seine Pfeife. Erneut ging ein stöhnen durch die Halle und alle standen langsam und träge auf. Langsam begannen alle zu laufen, wobei ich achtete immer in großen Abständen mit Jay zu sein, bei ihm wusste man nie was als nächstes kam. Ju joggte neben mir her. Nach 10 Runden konnten wir erstmal ausschnaufen, wobei viele glücklich waren. "So nun nichts mit ausruhen dahinten, aufstehen los los los." sagte Mister Brown und deutete auf Steff, Jacky, Ollie und mich, weil wir uns auf die Bank gesetzt hatten. Genervt standen wir wieder auf und hörten Mister Brown bei der Teamverteilung zu. Ich war total glücklich nicht mit Jay in einer Mannschaft zu sein, aber das bedeutete auch gegen ihn spielen zu müssen. Ich wusste spätestens in einer halben Stunde hatte ich den Basketball am Kopf. Als Mister Brown zum Spiel anpfiff schnappten sich Susi den Ball. sie struggelte mit Chris um den Ball, gewann aber. Ich war mit ihr in einer Mannschaft und versuchte ihr zu helfen den Ball in den Korb zu kriegen. Aber Jay machte mir absichtlich dies jedoch ziemlich schwer, er blockierte mich auf Schritt und tritt und schubste mich unsanft zu Boden, dann lief er weiter als wäre nichts passiert. Er grinste und gab Mus Five. Ich rollte wieder mit den Augen während mir Sam aufhalf. "Danke." sagte ich zu Sam und versuchte mein Glück erneut. Jay versuchte es aber auch immer wieder. Irgendwann ließ ich mir das auch nicht mehr gefallen und tat das gleiche wie er. Das hatte ganz schnell die Folge, dass wir uns wie die bekloppten schubsten. "Ich mach dich alle." schrie ich ihn an und warf mich auf ihn. Mister Brown bekam unsere kleine Auseinandersetzung natürlich mit und pfiff das Spiel genervt ab. "Was ist denn da los!!!" schrie er und stellte sich zwischen uns. "Er hat angefangen." sagte ich mit verschränkten Armen und funkelte Jay wütend an. "Gar nicht!" verteidigte er sich und funkelte zurück. "Ihr werdet euch jetzt beide auf die Bank da setzen, und ihr bleibt da bis 4 sitzen. Das heißt 2 stunden nachsitzen." sagte er und wandte sich dann von uns ab. Mister Brown pfiff wieder an während Jay und ich uns auf die Bank setzten, natürlich mit 3 Meter abstand. "Bah jetzt muss ich heut stundenlang duschen, kaum zu glauben das ich dich angefasst hab und mir nix abgefallen ist." sagte Jay so laut das ich es noch mitbekam. Ich sagte dazu gar nix und ignorierte ihn einfach...

Als die Sportstunde zu ende war und die anderen wieder in die Umkleidekabine trotteten wurde es immer stiller und stiller. Und Jay und ich saßen da, alleine…mit 3 Meter Abstand zwischen uns. Ich saß da mit verschränktem Armen und von Jay abgewandt. Er saß lässig da und starrte durch die Gegend. Kurz nach der Sportstunde kam Mister Brown noch mal zu uns und sah uns abwechselnd an. "Könnt ihr mal was näher rücken, ich krieg hier noch Augenzuckungen wenn ich von einer Seite zur anderen Seite gucken muss!" sagte er und wartete bis sich einer von uns beiden bewegte. Widerwillig rutschte ich etwas die Bank lang zu Jay. Meine verschränkte und abgewandte Haltung behielt ich dabei die ganze Zeit. "So gut, und darf ich jetzt erfahren, was das Problem ist?" fragte er und sah und wieder abwechselnd an. "Keine
Ahnung fragen sie doch ihn!" sagte ich genervt. "Boah halt doch die Klappe man." sagte Jay zu mir und beachtete Mister Brown gar nicht. Mister Brown fing an laut zu seufzen und rollte die Augen. "Okay, dann denken sie über ihre Tat nach, und damit meine ich BEIDE." sagte er. "Und am Ende ihres Nachsitzens, will ich sehen wie sie sich entschuldigen!" sagte er und ging. "Toll gemacht." sagte ich wütend. "Was denn? Meine Schuld ist das ja wohl nicht! Allein wegen dir sitzen wir hier." sagte er. "Klar schiebs nur auf mich." sagte ich wütend und funkelte Jay wieder wütend an. "Zicke! "sagte er. "Arschloch!!" zischte ich zurück. "Hässliche Schlampe!" antwortete er. "Gesichtsbaracke!" brüllte ich und wandte mich wieder ab. Jay knurrte wütend vor sich hin und sagte nichts mehr. Die Zeit verging langsam...ich dachte schon fast es würde nie 4 Uhr werden. Als plötzlich Mister Brown wieder in die Turnhalle kam und verkündete das das Nachsitzen ein Ende hatte, viel mir ein Stein vom Herzen. "Aber erst die Entschuldigung." sagte er und sah uns wieder abwechselnd an. Ich rollte heimlich mit den Augen, sah Jay dann aber an. "Tut mir Leid." sagte ich, wollte ihm aber am liebsten wieder an die Gurgel. "Ja mir auch." maulte er. "Gut zufrieden bin ich nicht ganz, ihr dürft aber gehen. Aber das mir das nicht noch mal vorkommt." sagte er während wir schon auf den Weg zur den Kabinen waren. Toll mein ganzer Tag war am Arsch, nur wegen diesem Volldepp, boah wie ich diesen Kerl hasse. Ich zog mich zügig um und verließ die Schule..
Die Schule war schon menschenleer, keiner mehr da. Ich kramte mein Handy raus und wählte Susis Nummer. "Hallo?" meldete sie sich. "Hey ich bin’s Simone. Wo treffen wir und heut alle?" fragte ich während ich das Schulgelände verließ. "Wir sind bei Sam, komm einfach direkt hierhin. Wir wollen nämlich alle wissen wie es mit Jay war." sagte sie und ich wusste genau das sie breit grinste. "Ha ha ha...scheiße natürlich, aber ich erzähls euch gleich. also bis gleich dann." sagte ich und legte auf.

Kaum 10 Minuten später war ich schon bei Sam angekommen. Ich klingelte einmal, worauf mir direkt aufgemacht wurde. "Na alles fit?" fragte Sam und ließ mich herein. "Joo muss ne." sagte ich genervt vom ganzen Tag, während ich mir Jacke und Schuhe auszog. Ich folgte Sam in sein Zimmer, wo alle anderen saßen. "Na ihr." grüßte ich alle, die mich lieb zurückgrüßten. "Na erzähl mal war’s schön mit Jay, ganz allein in der Turnhalle." fragte Jacky, die ich sofort mit einem Kissen abwarf. "Och ja das war ja so richtig schön." sagte ich und knurrte. "Ej bewerf mich nicht." sagte Jacky und warf das Kissen zurück zu mir. "Man was fürn Idiot! Echt das war das schlimmste überhaupt, gerade mit dem da zu sitzen." sagte ich während die anderen grinsten. "Was denn??" fragte ich genervt. "Ach nix nix, ist nur irgendwie lustig wie ihr euch streitet." sagte Ju und grinste noch breiter. "süß? also süß ist für mich was anderes" sagte ich. "Na ja kennst du den Spruch, was sich neckt das liebt sich." fragte Steff und sah mich erwartend an. Ich sah verwirrt in die Runde. "Oh mein Gott, ihr glaubt doch nicht...nein nein nein NEIEEEEN!!" sagte ich und guckte wütend. "Ist ja nur so ne Überlegung." sagte Luzie und grinste. "Nein, ganz bestimmt nicht, ich hasse diesen Kerl. da könnt ihr doch nicht denken das ich den toll finde." sagte ich und sah in die Runde. "Mhh, dein Typ ist er doch, gib es zu." sagte Sam und grinste frech. "NEEEIEN!" brüllte ich und sah ihn wütend. Sam duckte sich spaßig als würde ich gleich was nach ihm werfen. Ich fing leicht anzuknurren, sodass die anderen verstummten und nichts mehr sagten. Jacky grinste natürlich weiter und auch Ju grinste heimlich. "Was wollen wir heute Abend machen, es ist Freitag." sagte ich um vom Thema abzulenken. "ÄHH auf jeden fall in den Club" sagte Jacky und schaute in die Runde. "Jaa hätte ich auch Lust zu." sagte Tom. "Gut wenn alle dafür sind, machen wir das mal." sagte Jojo, die in Lees Armen lag. "Gut in welches Lädchen?" fragte Susi. "Mh ich bin fürs Q1." sagte Becca. "Ja mir ist alles Recht." sagte Stu. Alle anderen stimmten auch zu. "Okay dann wir alle, nachher im Q1." sagte ich und lächelte..

Nach dem wir alles geklärt hatten trennten sich unsere Wege. Jeder ging zu sich nach hause um sich n cooles Outfit zu schnappen und sich etwas rauszuputzen. Ich war ziemlich früh fertig mit Umziehen und stylen, sodass ich dann einfach rüber zu Becca ging, die nur ein paar Häuser weg von mir wohnte. Dabei musste ich an Jay vorbei, der nicht nur mein Feind war, sondern mein direkter Nachbar. Und genau in dem Moment, wo ich an seinem Haus vorbei muss, kommt der Blödmann aus dem Haus. "Och guck mal, Misses-Ich-raste-in-der-Turnhalle-aus-und-werf-mich-auf-jemanden." sagte Jay und grinste fies. "Och Jay die Luft fängt an zu Stinken, mach den Mund zu oder putz dir mal die Zähne." sagte ich und ging grinsend weiter. Jay schaute gehässig und ging in die andere Richtung. Triumphierend das letzte Wort gehabt zu haben, klingelte ich an Becca`s Haustüre. Die machte erst nach dem dritten Klingeln auf. Sie sah mich an und hielt ein Outfit vor sich. "Du musst mir helfen." sagte sie und zog mich in die Wohnung. "Ich komm dann mal rein Becca." sagte ich sarkastisch und grinste. Die grinste auch und zog mich mit in ihr Zimmer. "Ich kann mich nicht entscheiden." sagte sie und zeigte auf einige Outfits. "Mh zieh doch das Top und die Hose an, das sieht gut aus." sagte ich und deutete auf einige Kleidungsstücke. "Meinst du? Gut danke." sagte sie und schnappte sich die Klamotten und zog sich schnell im Bad um. Ich schaute solange bei ihr TV als es plötzlich klingelte. "Kannst du bitte aufmachen, es ist sonst keiner zuhause gerade." rief Becca aus dem Bad. "Ja mach ich." sagte ich und war schon auf dem Weg zur Tür. Ich machte die Tür auf und sah Sam ins Gesicht. "Hey, Becca zieht sich gerade um." sagte ich und ließ ihn rein. "War ja klar, das sie mal wieder länger braucht." sagte er frech und grinste. "Quatsch, die konnte sich nur nicht entscheiden was sie anzieht." sagte ich und wir beide gingen nach oben in Becca`s Zimmer. Kaum 5 Minuten später war Becca dann auch fertig. Sie küsste Sam zu Begrüßung und setzte sich dann erledigt hin. "Umziehen ist anstrengend." sagte sie und grinste. "Okay lasst uns gehen, wir sind spät dran." sagte ich und stand auf. Sam und Becca taten dasselbe und gingen mit mir raus. "Treffen wir uns mit den anderen am Club?" fragte Becca und sah Sam an. "Mh ja also Jenny und Stu holen wir noch ab, die sind bei uns auf dem Weg." sagte er und schnappte sich Becca`s Hand. Keine 2 Minuten später waren wir dann auch bei Jenny angekommen, wo auch Stu war. "Oh man was hab ich mir hier nur eingebrockt, bin hier nur mit Pärchen unterwegs." sagte ich als Stu Jenny liebevoll in die Jacke half. "Tja, hätte dir vorher überlegen sollen." sagte Sam und grinste. Ich haute ihn spaßig auf den Rücken und grinste. Wir setzten uns in einen Bus und fuhren dann in das Zentrum Londons. Gerade wenn es dunkel wurde, liebte ich diese Stadt. London hatte so was Glamouröses und Geheimnisvolles an sich. Ich fühlte mich so wohl hier. Die anderen wollten wohl schon am Club auf uns warten. 10 Minuten später waren wir schon am Club angekommen.

Davor warteten schon die anderen auf uns, die uns genervt ansahen. "Wer von euch hat wieder getrödelt?" fragte Jacky und sah besonders Becca und mich an. Alle zeigten auf Becca und grinsten. Becca fing beschämt anzugrinsen und suchte nach einer Ausrede. "Das ehm war alles Simones Schuld, die konnte mich nicht früher beraten!" sagte sie Ich sah sie lachen dann. "Jaaaaaaaa schiebs nur auf mich." sagte ich und lachte mich schlapp. "Gut lasst uns rein gehen." sagte Debbie. "Joo let`s go." sagte Jacky, die sich wie ein Kind freute. "Kanne s sein, das du dich auf jemanden freust?" fragte Ju und grinste. "Ich? nööö." sagte sie und ging schneller. Ju lief ihr fast hinterher um sie auszuquetschen, wobei Luzie deren Gespräch mitbekommen hatte und sie jetzt ausquetschen wollte. Ich sah den drei belustigt zu und ging zur Bar um mir erstmal n Drink zu holen. Währenddessen gesellte sich auch Susi zu Jacky, Ju und Luzie und wollte die auch ausquetschen. Ich beobachtete die vier und lachte mich halb schlapp. Ich setzte mich zu den anderen in eine Sitznische und war kurz davor mein Getränk wegzuexen. Plötzlich setzte sich mein Alptraum neben Sam um anscheinend was mit ihm zu besprechen. "Ähm hab ich hier was nicht mitbekommen?" fragte ich und sah Jay und Sam an. "Keine Sorge Pferdegesicht ich verzieh mich gleich wieder, muss Erwachsenendinge besprechen." sagte Jay und sah mich gehässig an. Ich sah ihn wütend an und exte mein Glas wirklich. "Also du und deine Jungs ihr macht auch Musik?" fragte Jay Sam. "Ja hauptsächlich Rappen. natürlich…Garage Musik." sagte Sam. "Okay das ist prima. Wir klären alles weitere dann noch." sagte Jay und stand auf. "Ach ja und bitte fang nicht anzutanzen Simone, ich möchte nicht das mir meine Augen ausfallen." sagte Jay und grinste fies. "Keine Sorge ich tanz nur für dich." sagte ich und streckte ihm meinen Arsch entgegen. Jay guckte grimmig und ging durch die Menge. "Wo sind jetzt unsere vier Weibchens hin?" fragte Jenny grinsend und meinte damit natürlich Jacky, Luzie, Ju und Susi. "Die bewundern heimlich ihre Schwärme." sagte Steff und lachte. "Und ich hol mir noch n Drink, ich muss mir hier noch jemanden schön saufen damit ich nicht den ganzen Abend kotzen muss." sagte ich und schaute zu Jay. Die anderen grinsten und Sam lachte sich mal wieder schlapp. Während ich zur Bar rüber ging sah ich Jacky mit Kenz tanzen und Ju mit Mus. Baff schaute ich zu den beiden rüber. Och näääää freundet euch doch nicht mit denen an das bedeutete ich muss Jay noch öfter sehen als es sowieso schon der Fall war. Ich ging zur Bar und bestellte mir n Doppelten und exte mal wieder. Das war eindeutig nicht mein Tag.

Ich atmete tief ein und machte kurz die Augen zu. Als ich sie wieder öffnete sah ich plötzlich auch Luzie und Marcel, die sich ziemlich nah kamen. Marcel hob grad Luzies Kopf und sah ihr tief in die Augen. Luzie lächelte währenddessen verliebt und beide küssten sich. "Na bravo," sagte ich ironisch. Ich sah mich weiter im Club um, wobei mein Blick kurz bei Jay hängen blieb. Er saß mit Chris und Susi in einer Nische und schien ziemlich angenervt zu sein. Anscheinend gefiel ihm das mit den neuen Freundschaften auch nicht ganz zu passen. Für eine Sekunde trafen sich unsere Blicke, wobei wir uns böse anfunkelten. Ich drehte mich weg um ihn nicht sehen zu müssen. Ich wusste gar nicht wie lang ich da an der Bar saß. Ich bestellte mir noch ein paar Drinks, versuchte aber nicht zu übertreiben. Nach einer Zeit kloppte mir jemand auf die Schulter. Ich drehte mich Stirn runzelnd rum und sah einem Typen ins Gesicht. "Ja?" fragte ich irgendwie aggressiv. "Eeehm also...ich wollte fragen, ob ich deine Telefonnummer krieg, du bist mir schon ganz lang aufgefallen." sagte er schüchtern und tat mir irgendwie Leid, weil ich ihn so böse ansah. "Siehst du das Mädel da vorn?" fragte ich ihn und deutete auf ein Mädchen das ihn schon länger ansah. "Die steht auf dich, also geh zu ihr rüber, und nicht zu mir." sagte ich und drehte mich wieder weg. Keine paar Sekunden kloppte mir wieder jemand auf die Schulter. Genervt drehte ich mich um, da ich dachte es wäre wieder dieser Typ. Rechtzeitig bemerkte ich jedoch dass es Jojo war. "Du sollst mit rüber kommen, wir sitzen jetzt wieder alle beisammen." sagte Jojo und lächelte. Ich schaute rüber zu den anderen und bemerkte das auch Jay und seine Leute dabei saßen. "OOh nein da sitzt Jay." sagte ich und warf Jay einen tödlichen Blick zu. "Du kommst aber trotzdem mit, Anweisungen von den anderen und mir. Außerdem machen wir uns Sorgen wenn du wien Alki hier die ganze Zeit rumhängst." sagte Jojo und wollte mich schon mitziehen. "Moment, wenn ich da mit rüber komm, brauch ich noch einen Drink, so viel hab ich auch noch nicht getrunken, dass Jay jetzt schön ist." sagte ich und bestellte mir schon einen Drink. Jojo wartete auf mich und zusammen gingen wir dann rüber zu den anderen. "Ach guck mal Miss Piggy ist da." sagte Jay und grinste frech. "Und du bist Kürmit der Frosch ja?" fragte Jacky lachend, wobei Jay vor sich hinknurrte. "Jay sei nicht so Asi, nett bleiben." sagte Marcel und stupste ihn an. "Tz Jay asozial zu nennen, wäre ja voll die Beleidigung für alle asozialen auf der Welt." sagte ich und schaute ihn gehässig an. "mh ja so asoziale wie deine Familie." sagte Jay und funkelte mich an. Ich sprang auf und wollt ihn über den Tisch krallen, doch Stu und Lee hielten mich zurück. Ich verschränkte die Arme und funkelte Jay wütend an. "Jay, halt die Klappe!" sagte Mus, der ihn auch böse anschaute. "Tz kaum Haare am Sack, aber schon so ne große Klappe," murmelte ich und nahm einen großen Schluck von meinem Drink. Die anderen unterhielten sich alle gut, außer Jay und ich wir saßen trotzig da und funkelten uns von Zeit zu Zeit an. "Guck mich nicht an, elendes Arschloch!" sagte ich irgendwann, als mir Jays Grimassen wieder zu viel wurden. "Geh doch heulen, Miststück." sagte er trotzig und sah mich gehässig an. "Boah dir hat aber auch jemand ins Gehirn geschissen und dann vergessen umzurühren." brüllte ich ihn an. "SCHLUSS JETZT!" rief Jacky dazwischen und sah uns an. "Lasst das jetzt bleiben. Wir wollen hier feiern und uns nicht an zicken." fügte sie hinzu und wand sich dann wieder Kenz zu. Ich knurrte genervt, blieb dann aber ruhig. Irgendwann fingen die Jungs an Runden zu schmeißen, wobei ich mit meiner Anzahl an Drinks schon etwas voraus war. Ich wollte aber nichts sagen, damit die anderen mich nicht als Alkoholiker abstempelten oder so, was für Jay auch wieder ein gefundenes Fressen war. Ich hielt mich ziemlich zurück, doch die Jungs ließen den Alkohol förmlich fließen. Die Jungs hatten sich ganze Wodkaflaschen bestellt. Sam wollte mir grad neu eingießen, als Becca ihn schreiend aufhielt. "Nein bloß kein Alkohol mehr für sie, guckt sie doch mal an, ich glaub die ist komplett dicht. Und wirklich ich bekam kaum noch was mit. Alles drehte sich und das sitzen viel mir wahnsinnig schwer. Ich sah wie Jay fett grinste und sich den nächsten Drink einschüttete und sein Glas weg trank, als würde er sagen, er hätte gerade n Punkt gemacht.

Ich merkte wie Becca und Sam mich leicht anstupsten und mir auf die Wange kloppten, damit ich hörte. "wasssn lass mich." sagte ich und fuchtelte mit den Händen umher. Jay grinste nur noch breiter und trank noch n Glas leer. "trink doch nicht auch noch so viel." sagte Ju und sah ihn an. "Aber echt und außerdem bringst Du sie jetzt bitte nachhause." sagte Becca und grinste. "Was die? ganz bestimmt nicht!" sagte er und grinste frech. "Komm schon ihr seid Nachbarn, und die kann nicht mehr alleine los." sagte Debbie. "Na und, ich will nicht mit der gesehen werden." sagte er und verschränkte die Arme. Jacky fing an den kopf zu schütteln. "Mach jetzt Jay, du wirst schon mit ihr gesehen und ich hab letzten Monat deine Sis nachhause gebracht, und du meintest ich hab was gut bei dir, also tus!" sagte Kenzie bestimmend. Jay rollte die Augen, stand auf und packte mich unterm Arm mit. Ich bekam gar nicht mit, dass es Jay war, der mich mitschleppte. Ich stolperte hinter ihm her. "Hey Jay, neue Bekanntschaft?" fragte ein Mädel, das ihn wohl kannte. Er sah sie an und grinste. "Nö ich bring nur den Müll raus." sagte er und lachte. Das Mädel guckte verwirrt, während ich endlich bemerkte dass es Jay war, der mich mit sich mit zog. "Ahh lass mich los, du ekeliges Baustellengesicht!" brüllte ich ihn an und versuchte mich von seinem Griff zu befreien. Doch Jay packte mich noch fester und zerrte mich aus dem Club raus. "Du tust mir weh." sagte ich und sag ihn an. "Kein Problem, schmerzen gibt’s bei mir umsonst." sagte er während er n Taxi heranwinkte. Das Taxi hielt, und Jay schleppte mich dahin, schubste mich auf den Rücksitz und setzte sich neben mich. Der Taxifahrer schaute uns verwirrt an. "Ist mit ihr alles ok?" fragte er besorgt und sah mich an. "Ja ihr geht’s gut." sagte Jay und schnallte sich an. "Sie muss auch noch angeschnallt werden." sagte er und deutete auf mich. Jay knurrte vor sich hin und beugte sich dann zu mir hin um mich anzuschnallen. Der Taxifahrer beobachtete uns im Rückspiegel. "Die wird doch nicht kotzen oder?" fragte er misstrauisch. "Das will nicht hoffen. bakerfield 345 bitte." sagte Jay und lehnte sich zurück. Ich schlief leicht ein, bemerkte aber noch wie wir plötzlich da waren. Jay bezahlte und zerrte mich dann aus dem Taxi. "Komm schon, ich will in mein Bett." sagte Jay und knallte die Tür des Taxis zu, als ich draußen war. Er zerrte mich noch bis vor die Haustüre und ließ mich dann los. "Tschöö Zicke!" sagte er und drehte sich um. "Tschööö Penner." sagte ich und holte meinen Schlüssel aus der Tasche. Jay zeigte mir währenddessen den Finger und ging zu seiner Haustüre. Ich ging ins Haus und direkt ins Bett..

Währenddessen bei den anderen
Und meinst du wir hören gleich, dass sich da zwei Leute gerade umgebracht haben oder kommen beide heile an?" fragte Mus und sah in die Runde. "Ich bin mir da nicht so sicher. Ich tendiere eher zum gegenseitigen Totschlag." sagte Ju und grinste. "Ach quatsch, die beiden mögen sich, die wollen es nur nicht wahr haben." sagte Jacky und lachte. "also wenn die sich mögen, dann heiß ich Mutter Theresa." sagte Susi und lehnte sich an Chris, der einen Arm um sie gelegt hatte. "Tja hallo Mutter Theresa. Das ist doch eindeutig." sagte Debbie und lachte. "Hier ist einiges auch noch sehr eindeutig." sagte Jojo und deute heimlich auf Ollie, der Debbie die ganze Zeit anschaute. "Ohjaaa." sagte Becca und fing anzugrinsen. "Ich muss aber zugeben Jay redet nur über Simone." sagte Mus und kratzte sich am Kopf. "Ja, aber nur Gemeinheiten." sagte Marcel und schaute verwirrt. "Wenn das deren Art ist sich zu lieben, ist das doch schön." sagte Sam und grinste. "Ja vor allem sehr unterhaltsam." lachte Ju und dachte daran wie Jay und ich uns in der Turnhalle rumgeprügelt hatten. "na ja bin mal gespannt was aus denen wird." sagte Steff und sah dabei Tom an. "Genau, abwarten und Tee trinken, miteinander zutun haben sie jetzt eh, ob sie wollen oder nicht." sagte Ju und lächelte Mus an. "Ja das auf jeden Fall." sagte Luzie und grinste. "lass uns tanzen," sagte Mus und zog Ju mit sich mit. "Wollen wir auch tanzen?" fragte Ollie Debbie schüchtern. Debbie guckte ihn fragend an, lächelte dann aber. "Klar, komm mit." sagte sie und zog ihn mit sich. Becca grinste breit und kuschelte sich dann an Sam ran. Währenddessen knisterte es ganz schön bei Jacky und Kenz und Ju und Mus, die richtig heiß miteinander tanzten. Steff und Tom plapperten ein wenig miteinander, wobei sich das Eis zwischen den beiden langsam immer mehr auflöste.
Am nächsten morgen wachte ich total spät auf. Ich schaute verschlafen auf die Uhr. 3 Uhr. Total erschrocken sprang ich hoch und stieß dabei mit dem kopf gegen meine schräge Decke. "autsch." murmelte ich und rieb mir meinen Kopf. Mein Bett sah schlimm aus. Alle Kissen waren durcheinander und die Decke lag am anderen Ende des Zimmers. Und wie ich bemerkte hatte ich es gestern nicht geschafft mich fertig umzuziehen. "wie hab ich das denn wieder geschafft." fragte ich mich selber und hob meine Schlafdecke auf und warf sie aufs Bett. Ich rieb mir meine Augen und schlürfte im halbumgezogenen Zustand nach unten um "zufrühstücken." Was bedeutet ich hatte noch mein Top von gestern an, nur eine Socke aber dafür meine Schlafhose an. Ich ging müde in die Küche. Meine Mum sah mich entsetzt an, sagte aber lieber nichts sondern machte ihre Hausarbeit weiter. Ich schmierte mir ein Toast und setzte mich auf einen Stuhl im Garten und genoss die wenige Sonne, die heute schien. Ich sah von hier aus wie Jay in seinem Garten einen Tisch aufbaute. Hatte ich das gestern geträumt oder hatte Jay mich gestern nachhause gebracht? In diesem Moment sah Jay auf und sah mich. Er sah mich an und funkelte mich dann wieder an. "Guck nicht so!" sagte er und ging wieder ins Haus. Nein das war eindeutig nicht so passiert. Ganz klar ein Traum! Besser gesagt Alptraum.

Ich rollte mit den Augen und verschwand selber im Haus. Ich ging erstmal unter die dusche und zog mich dann endlich mal ordentlich an. Als ich fertig war und wieder in mein Zimmer gehen wollte, hörte ich schon von weitem, dass ich nicht eingeladenen Besuch hatte. "wer hat euch denn rein gelassen?" fragte ich die anderen uns sah alle auf meinem Bett oder Stühlen sitzen. "Deine Mutter." sagte Sam mit vollem Mund, der sich anscheinend an unserem Kühlschrank vergangen hatte. Sam und die anderen Mädels kamen eh immer ein und aus bei mir, meine Familie war das schon gewohnt. Und da war es auch gar nicht schlimm, wenn sich meine Freunde am Kühlschrank vergriffen. Diesmal waren Kenz, Mus, Chris und Marcel auch dabei. "Wehe ihr seid nur hier um was zu finden womit ihr Jay helfen könnt mir eines auszuwischen." sagte ich und guckte böse. "ne ne keine Sorge wir sind unparteiisch." sagte Mus und grinste. "will ich hoffen. Und was verschafft mir die Ehre?" fragte ich und sah in die Runde. "Och wir wollten uns nur erkunden wie es gestern mit Jay war." schmunzelte Becca und warf den anderen einen Blick zu. "wie?" fragte ich verwirrt. "Saufkopf." rief Ju und bewarf mich mit einem Kissen. Ich grinste. "na und ich darf das." sagte ich und streckte die Zunge aus. "Erinnerst du dich denn nicht an die Heimfahrt." fragte Debbie und lachte. "Öhm...oh man! Ihr meint Jay hat mich echt nachhause gebracht?" fragte ich entsetzt. Alle nickten grinsend. Ich sprang wie ne Bekloppte auf und untersuchte mich nach möglichen Narben. "Simone? Was tust du da?" fragte Steff und sah mich an als wäre ich total bekloppt. "Na wenn ich mit Jay allein war und besoffen war, dann hat der bestimmt sonst was mit mir gemacht. Bestimmt fehlt mir ne Niere oder so." sagte ich und suchte mich weiter ab. Die anderen lachten sich schlapp. "Du hast sie nicht mehr alle." sagte Sam und lag fast auf dem Boden rum. Ich rollte ironisch mit den Augen und lachte mit den anderen mit. Ich erzählte den anderen noch was ich wusste, womit sie sich dann auch zufrieden gaben und es mir glaubten. "wir dachten das wäre was gelaufen." sagte Jacky und grinste. Ich sah sie entsetzt an. "Jay und ich? Ihr spinnt doch." sagte ich und schüttelte energisch mim Kopf. "Ne ist klar." sagte Becca und lachte leise. Ich warf den anderen einen hastigen Blick rüber und wechselte dann das Thema. Irgendwann verabschiedeten sich die anderen um mit ihren Liebsten was zu unternehmen. Super ich war der einzige Single...bis auf Jay. Ich setzte mich frustrierten den PC und surfte einfach so rum. Ich checkte meine Mails, guckte nach irgendwelchen Neuigkeiten bei meinen Lieblingsbands und suchte nach en paar Liedern. Irgendwann wurde mir so langweilig, dass ich sogar ein Flirtforum ansteuerte. Ich chattete mit irgendwelchen merkwürdigen Menschen, wobei mir das nicht grad bei meiner Langeweile half. Plötzlich redete mich ein Typ namens GinSi an.
GinSi: Hey kommst du aus London?
Samara2:Wer Will das wissen?
GinSi: Ich^^ deshalb frag ich xD
Samara2: mh ja komme ich
GinSi: Schön ich auch, wie alt bist du?
Samara2:17 und selbst?
GinSi: Bin 18. Und Single? xDD
Samara2: Wer weiß^^
GinSi: Komm sag schon, ich bin kein Perversling oder so ich frag dich einfach nur so. Ich bin jedenfalls Single.
Samara2: bin ich auch...
GinSi: Und was machst du an einem Samstagabend zuhause?
Samara2:Mh meine Friends machen alle was mit ihren Partnern -.- bin sozusagen das 5.Rad am Wagen.
GinSi: Ja geht mir genauso.
Samara2: Als ob, typisch Chatflirts^^
GinSi: Nein ist echt so. Na ja ich kann dir auch einfach was von mir erzählen, dann kannste nicht sagen, ich würde irgendwas erzählen nur um dir zu gefallen.
Samara2: lol okay^^
GinSi: Also meine Freunde sind alle richtig cool^^ Ich habe Nachbarn die ich hasse und sonst nix besonderes.
Samara2: Hab auch n Nachbarn den ich nicht abkann^^
GinSi: Typisch Chatflirts, nur um mir zu gefallen :P
Samara2: =P
Wir reden bis 1 Uhr nachts, über dies und jenes. Nur nicht wie wir hießen oder wo wir zur Schule gingen. Ich wusste nicht wieso, aber ich glaub wir beide wollten uns keinem Fremden zu sehr preisgeben. Außerdem gefiel es mir so besser. Überraschungen waren schon immer interessant für mich...und er war ein Rätsel.

Ich schaltete den PC aus und legte mich ins Bett. Ich schaute verträumt an die Decke. Was war wenn er so ein ekeliger 40jähriger pickliger Penner war oder so fett, dass er nicht mehr durch die Tür passte. Vielleicht war das sein Grund sich nicht zu outen wer er war. Aber vielleicht war er auch einfach nur wie ich. Er schien Geheimnisse zu lieben und das machte ihn gleich noch attraktiver.


GinSi und ich chatteten jeden Abend, jeden Nachmittag. Wir gaben kaum Informationen an, wir redeten nur über Vorlieben oder alte Geschichten. Ich liebte es mit ihm zu reden, ich fühlte mich geborgen, obwohl ich nicht wusste wer er war. Er war lustig und war irgendwie wie ich schräg drauf. Meinen Freunden erzählte ich nichts von GinSi. Sie brauchten nicht alles zu wissen. Außerdem wenn wir alle zusammen waren, gab es eh keine Gelegenheit dazu, da Jay und ich uns immer fast prügelten.
Es war Mittwoch. Nach der Schule hatten wir uns wieder alle verabredet etwas gemeinsam zu machen. Jay und ich zickten uns wie üblich an. "Das ist voll zum kotzen. Jetzt muss ich dich auch noch in meiner Freizeit ertragen." sagte ich und verschränkte dir Arme. "Hah für mich ist das auch kein Spaziergang klar?" sagte Jay und funkelte mich an. "Boah hört mal auf euch gegenseitig Pipi in die Augen zu schmieren." sagte Becca und setzte sich neben Sam. Wir saßen im Hydepark und genossen das schöne Wetter. Jay und ich guckten jeweils in andere Richtungen und wandten uns voneinander ab. Dabei musste ich an GinSi denken. Wenn er in dieser Clique wäre, wäre das so schön harmonisch. Endlich wäre ich mal nicht das fünfte Rad am Wagen und es wäre viel unterhaltsamer in Clique. Ich verfiel in meine Tagträume und schaute zu den Wolken. Jay schien das gleiche zutun ohne auf mich geachtet zu haben. "An wen denken die zwei da?" fragte Debbie und schien zu grübeln. Ju sah uns gegenseitig an. "MHHHH. merkwürdig." sagte sie und verzog ihren Mund nachdenklich zu einer Schnute. Mus sah das und lächelte sie verliebt an. "Ich geh fragen." beschloss Jacky einfach und setzte sich neben mich. Als ich sie bemerkte sah sie mich schon verdächtig an. "So erzähl wer ist es?" sagte sie und sah mich an. Ich fühlte mich voll erwischt, tat aber so als ob nichts wäre. "Öhhm was meinst du?" fragte ich und kratzte mich am Kopf. "Ach komm ich kenn dich genau, sag schon." sagte Jacky und rückte mir auf die Pelle. Ich rollte grinsend mit den Augen. "Hab da so jemanden ausm Internet kennen gelernt. Ich weiß klingt doof, aber er wohnt hier in London und ist total sympathisch." erzählte ich. Jacky schaute mich skeptisch an. "Internettypen sind doch meistens Arschlöcher, Perverse oder so schwabbelige Penner." sagte sie und sah mich an. "Ja aber ich weiß es, er ist normal." sagte ich und grinste. "Okay musst du wissen. Wie heißt er denn?" bohrte sie weiter nach. "seinen richtigen Namen weiß ich nicht. Nur seinen Nick, GinSi." sagte ich und sah sie an. "Mh klingt ja sympathisch, na ja ich muss zurück zu Kenz, der sabbert wenn er mich von weiten anschauen muss, deshalb muss ich ins eine Nähe." sagte sie und lachte. Ich nickte und machte da weiter wo ich aufgehört hatte. Jacky erzählte währenddessen was ich gesagt hatte. "Und wie heißt der?" fragte Becca neugierig. Bei uns in der Clique gab es keine Geheimnisse außer man bestand darauf das es nicht weiter erzählt wurde. Ansonsten war es irgendwie kein Problem was weiter zu sagen. "Den richtigen Namen kennt sie nicht, nur den Nickname GinSi." sagte Jacky, wobei Kenz sich dann an seinem Wasser verschluckte, dass er gerade trank. "Was???" fragte er fassungslos. Mus begann währenddessen total zu lachen und die Girls schauten die Jungs verwirrt an. "Was ist denn so lustig?" fragte Jojo total verwirrt. "GinSi, das ist Jay!" sagte Marcel kichernd. Die Girls begannen auch total zu grinsen. "Was für ein Zufall." sagte Becca und bekam ihr grinsen kaum weg. "Meinst du Jay weiß das?" fragte Ju die anderen. "Nee guck doch, der ist auch voll verliebt." sagte Susi. "Wer quetscht ihn aus?" fragte Debbie und grinste gemein. "Ich mach das." sagte Mus und setzte sich neben Jay. Er quetschte ihn mit denselben Fragen aus, wobei Jay auch irgendwann aufgab und erzählte. "Hab da jemanden im Internet kennen gelernt." sagte Jay und lächelte. "Das ist ja schön. Bring sie doch mal mit." schlug Mus grinsend vor. "Nee soweit sind wir noch nicht. " sagte Jay. "Mh wie heißt sie denn?" bohrte Mus weiter. "Den richtigen Namen kenn ich nicht, aber sie nennt sich Samara2" sagte er und lächelte...


Die anderen kicherten den ganzen Nachmittag wobei Jay und ich das nicht mitbekamen. Jedenfalls nicht weshalb gekichert wurde. Ich dachte mir nichts weiter bei und versuchte gar nicht drauf zu achten. Jay schien auch ganz weg zu sein. Irgendwann setzte ich mich zu den anderen. Die sahen mich alle fröhlich an und schienen sich prächtig zu amüsieren. „Was ist hier los?“ fragte ich irritiert. „Ach gar nichts.“ Sagte Debbie und schaute weg. Ich schaute in die Runde. „Ju? Becca? Susi? Egal wer, sagt mir was ist!“ rief ich und versuchte böse zu gucken. „Nichts echt, Sam erzählt uns heute nur einen Witz nach dem anderen.“ Log Becca und sah mich an. „Lügner.“ Sagte ich und grinste. Alle versuchten wieder abzulenken und schauten weg. „Hab ich was im Gesicht? `“ fragte ich irritiert und sah wieder in die Runde. „Ja nen hässlichen dicken Knoll in der Mitte, nennt sich Nase.“ Sagte Jay, der sich nun auch dazu setzte. Natürlich weit weg von mir. „Haha Jay witzig.“ Sagte ich und zeigte ihm den Finger. „ hört auf mit dem Scheiß. Sonst schicken wir euch beide in eine Therapiegruppe, dann könnt ihr euch besser kennen lernen.“ Sagte Jacky und musste dabei an die Chatgeschichte denken. Dabei begannen vor allem Susi und Luzie wieder an zu kichern. Ich warf den beiden einen mörderischen Blick zu und versuchte Jay heute einfach mal wieder zu ignorieren.
Am Abend verabschiedete ich mich früh von den anderen. Ich hatte das Gefühl die heckten was aus. Bei Sam und den anderen wusste man echt nie. Jay ging auch schon früher, aber es war klar, dass wir nicht zusammen nachhause gingen. Nein wir schlenderten knapp 20 Meter hintereinander her…
Das erste was ich tat als ich zuhause war, war meine Mails zu checken. Ich hoffte GinSi hatte mir geschrieben. Während ich darauf wartete, dass mein lahmer PC hochfuhr, schaute ich durchs Zimmer. Dabei blieb mein Blick am Fenster hängen. Aus meinem Fenster konnte ich genau in Jays Zimmer sehen. Meistens hatten wir beide Vorhänge vor, weil wir uns beide nicht sehen wollten. Außerdem hingen an seinem und meinem Fenster irgendwelche fiesen Sprüche in der Scheibe. Irgendwie war das kindisch, aber das gehörte schon seit langem zu unserem Streit. Diesmal hatten wir beide keine Vorhänge vor. Ich sah Jay wie er selber am PC saß und auf irgendwas zu warten schien. Ich merkte gar nicht, dass ich so lang hinschaute, aber Jay hatte es auf jeden Fall mitbekommen, worauf er grimmig guckte und wütend zum Fenster rannte und den Vorhang zu zog. Ich knurrte wütend, rannte selbst zum Fenster, machte es auf und starrte auf Jays Vorhang. „Idiot! Bild dir ja nichts drauf ein.“ Sagte ich und zog den Vorhang bei mir zu. Ich wusste Jay hatte es gehört, da sein Fenster leicht auf war. Jay ließ sich das natürlich nicht gefallen, rannte wieder zum Fenster und riss den Vorhang auf. „Halts Maul Gesichtsbaracke und besorg dir mal endlich einen anständigen Schönheitschirug.“ Rief er und zog den Vorhang wieder zu. Das ging so weit, dass wir schließlich an unseren Fenstern standen und uns lauthals beschimpften. Leute die an unseren Häusern vorbei kamen, sahen uns Kopfschüttelnd an oder waren es schon gewohnt…
Nach einer Weile merkte ich, dass sich vor unserem Haus eine Menschentraube gebildet hatte, die anscheinend von Jays und meinem Geschreie magisch angezogen wurden. Selbst Becca und Sam standen unten Händchen haltend und grinsten breit. Ich warf Jay noch einen bösen Blick zu, schloss mein Fenster und zog endgültig den Vorhang für heute zu.

Ich atmete tief durch und setzte mich an den PC. „Wuuuzza.“ Flüsterte ich dabei leise und atmete weiter tief durch. Was fällt diesem Mistkerl ein?“ murmelte ich und war froh, dass ich mich jetzt wieder beruhigen konnte, da GinSi mir ne Mail geschrieben hatte. Er schrieb mir, dass er viel an mich denken musste, obwohl er mich gar nicht kannte. Alles um ihn herum bekommt er kaum noch mit. Gott, dachte ich mir. Was soll ich davon halten? Er kannte mich nicht und ich kannte ihn nicht. Zwei Fremde die sich gar nicht kannten und doch mussten wir aneinander denken. Ich wusste noch nicht mal wie er aussah und ob er wirklich so war wie er sich in den Mals und Chats gab. Was soll ich denn nur von ihm halten? Ihn ernst nehmen? Ihn ignorieren oder abhacken? Ich wusste nicht was ich zurück schreiben sollte, vor allem konzentrieren konnte ich mich dafür nicht. Ich öffnete die Seite des Chats in dem wir uns kennen gelernt hatten. Als ich mich einloggte sah ich das er online war.
GinSi: Hey
Samara2: Na du wie geht’s dir?
GinSi: Super und dir?
Samara2: Passt schon. Hab nur Stress hier.
GinSi: Ja das kenn ich. Ich muss schon sagen, einige Weiber sind echt unmöglich
Samara2: Ha! Ihr Männer seid aber auch nicht ganz sauber im Kopf
GinSi: Na ja mag sein, aber nicht so Stroh dumm wie meine Nachbarin
Samara2: Ja kenn ich von meinem Nachbar, dümmer als er, dass geht gar nicht
GinSi: Na gut das du ein intelligentes Mädel bist, nicht so wie die
Samara2: Ja da bin ich aber echt froh, die muss ja echt schrecklich sein
GinSi: Ha schrecklich ist noch zu harmlos. Ich mein vom Aussehen ist die gar nicht so schlimm, aber bah nein ich hasse die
Samara2: Ach ignorier die doch einfach. Ich versuch das auch bei meinem Nachbarn, aber das ist nicht immer so leicht. Ich würde dem am liebsten alle Knochen brechen lol
GinSi: Uhh gefährlich XD

Wir sprachen wieder den ganzen Abend. Wie üblich über nichts Privates. Ich sah auf die Uhr und bemerkte dass es schon halb 12 war und morgen musste ich zur Schule.

Samara2: Ich sollte langsam mal ins Bett. Ich muss morgen zur Schule^^
GinSi: Ohh schon so spät, hab ich gar nicht bemerkt
Samara2: Na dann schlaf gut, bis bald
GinSi: ach warte bevor du gehst…
Samara2: Ja bitte^^
GinSi: also nur wenn du Lust hast, wollen wir uns dann mal treffen?

Ich zögerte. Ich starrte auf seine Worte und war sprachlos. Soll ich oder soll ich nicht?



Ich atmete tief ein. Was kann dabei schon schief gehen? Ich würde mich an einem öffentlichen Ort mit ihm treffen und wenn er nichts für mich ist, dann kann ich ganz einfach gehen. Ich hatte ein gutes Gefühl bei ihm.

Samara2: ja ich hab Lust. Wann und wo?
GinSi: Wie wär’s mit Freitag? Um sieben im Starbucks auf der Oxford street? Falls du das kennst^^
Samara2: ja kenn ich. Geht klar. Freu mich schon schlaf gut bye
GinSi: gut dann bis Freitag =) bye





Signatur



ju du bist die beste patientin die man haben kann xDD luvya


Das WE war der hammer, lieb euch =)

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...   Erstellt am 07.04.2007 - 21:30Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich schloss den Chat und machte den PC aus. Na hoffentlich wusste ich was ich da gerade getan hatte. Ich wusste noch nicht mal ob er wirklich kommen würde. Oder ob ich es wirklich tun würde. Ich war irgendwie total aufgeregt. Ich zog mich um und machte mich schnell Bett fertig. Ich wusste zwar das ich viel zu aufgeregt war um ein zu Schlafen, aber ein Versuch war es wert. Ich wagte noch einen schnellen Blick aus dem Fenster zu Jay. Sein Vorhang war zu und am Fenster prangte ein weiteres Ich-hasse-dich-Bild. Ich rollte mit den Augen und zog den Vorhang wieder zu. Gut, dass es noch anständige Typen wie GinSi gibt, der ist auf jeden Fall nicht so ein Penner wie Jay. Ich warf mich ins Bett und schlief zu meiner Überraschung, doch direkt ein.
Am nächsten morgen wurde ich wie üblich, wenn Schule war um 7 Uhr von dem schlimmsten Wecker geweckt, den es gab. Meine Mutter hatte es aufgegeben mich zu wecken, da ich mich bei ihr demonstrativ einfach umdrehte. Deshalb ließ sie einfach um 7 Uhr meinen Hund ins Zimmer, der wie immer mit voller Kraft aufs Bett sprang und mich dort terrorisierte. Nach 5 Minuten gab ich dann meistens auf und stand freiwillig auf. Es war donnerstags und nicht gerade schönes Wetter. Der Wind klapperte an Türen und Fenstern und brachte selbst große Bäume zum schwanken. „Morgen,“ murmelte ich als ich in die Küche kam und mich zu meinem Vater und meiner Mutter an den Tisch setzte. „Ist heut was windig, zieh dich was wärmer an.“ Sagte meine Mutter und sah mich an. Ich nickte genervt und schmierte mir schnell ein Brot. Ich hasste es, wenn sie versuchte mir irgendwelche Tipps zu geben, da das die schlechtesten Tipps waren, die man nur bekommen konnte. Gut, sie hatte sich gebessert und ihre Tipps auf passende Kleidung für jedes Wetter reduziert, aber früher war es einfach ziemlich nervig. Dank ihrer Tipps hatte ich es mit 15 schon mal bei Jungs ziemlich verhauen. Seitdem frag ich bei solchen Angelegenheiten lieber meine Mädels. Mein Vater las gemütlich seine Zeitung und tat so als wäre er gar nicht im Raum. Ich tat so als wäre ich in Eile und rannte wieder nach oben. Die gewonnene Zeit nutzte ich mit einem Ich-hasse-dich-Bild für Jay, schließlich konnte ich keine Niederlage auf mir sitzen lassen. Mit voller Genugtuung klebte ich das Bild ans Fenster und ging dann runter um mir Schuhe und Jacke anzuziehen. Wie immer ging ich dann zu Becca, und zusammen holten wir dann die anderen Mädels nach und nach ab. Der Tag verging wie immer. Jay und ich prügelten uns fast wieder, wobei wir mal wieder Nachsitzen auf gedrückt bekamen, weil wir uns im Matheunterricht anschrieen und später dann rumschubsten. Ich bezweifelte, dass wir uns je besser verstehen würden. Und dass wir jetzt immer beisammen rumhängen mussten, machte die Situation nicht gerade besser. Am Freitag konnte ich mich gar nicht konzentrieren. Ich wollte einfach nur sieben Uhr haben und im Starbucks sein. „Was machst du heute Abend?“ fragte Becca, die von Sam erfahren hatte, dass Jay sich heut unwissend mit mir traf. Alle sahen mich erwartungsvoll an. Selbst Jay schaute mich an. „Och ich muss zu einer Familienfeier.“ Sagte ich und versuchte ehrlich auszusehen. „Ach so,“ sagte Ju und grinste. „Na dann wünsch ich dir viel Spaß auf der Familienfeier.“ Sagte Jacky und betonte Familienfeier stark. Ich sah wieder verwirrt in die Runde und dachte mir nichts weiter bei. Irgendwann war’s dann soweit, ich machte mich fertig und lief dann zum Bus der zur Oxford street fuhr. Ich war voll aufgeregt. Meine Beine fühlten sich wie Gummi an und mein Herz pochte so, als hätte ich es mit Kaffee gefüttert. Ich bestellte mir dafür n Kaffee auch wenn ich vermutete, dass mein Herz dann Breakdance tanzen würde. Wartend setzte ich mich an einen kleinen Tisch und schaute immer wieder auf die Uhr. Mit einem deprimierten Blick schaute ich dauernd zu Tür. Plötzlich sah ich Jay rein kommen. Na super, dass hatte mir jetzt gefehlt. Er schaute sich um und sah schließlich mich. Er rollte genervt mit den Augen und setzte sich an einen freien Tisch. Anscheinend hatte er selbst ein Date. Die Uhr tickte und tickte und kein GinSi in Sicht. Als es dann acht wurde gab ich auf. Jay wartete auch noch, wobei sein Date auch nicht aufzukreuzen schien. Ich bezahlte mein 5 Kaffees, die ich aus Frust getrunken hatte und ging an Jay vorbei. „Na doch keine Familienfeier?“ fragte er gehässig. Ich starrte ihn an. „Nein,“ sagte ich und warf ihm einen bösen Blick zu. „Mh dein Date ist voll nicht erschienen,“ sagte er und grinste fies. „Oh wie witzig, dein Date ist doch anscheinend auch nicht da.“ Sagte ich und war wieder kurz davor ihm ein Auge auszukratzen. Jays grinsen verschwand und er sah mich böse an. „Tja man sieht sich.“ Sagte ich und wollte gerade gehen als ich schlagartig stehen blieb. Ich drehte mich um und sah Jay an. „Was ist Miss Piggy?“ fragte er verwirrt. Entsetzt starrte ich ihn an. „Jay? Wie hieß dein Date?“ fragte ich und setzte mich auf den Stuhl an Jays Tisch, als wäre mir gerade der Boden unter den Füßen weg gezogen worden. Jay sah mich total verwirrt an. „Ich kenn ihren Namen nicht, hab sie per Internet kennen gelernt.“ Sagte er und rief dann den Kellner zum bezahlen seiner Kaffees. Ich starrte vor mich hin und sah Jay dann wieder an. „Jay? Bist du GinSi?“ fragte ich und verkrampfte meine Hände zu Fäusten. Jay sah mich total entsetzt an. „Oh mein Gott, ich muss hier weg!“ sagte er und schubste mich weg. Er warf dem Kellner Geld auf den Tisch, zog hastig seine Jacke an und verschwand aus der Tür.

„Vollidiot.“ Murmelte ich und rannte Jay dann hinterher. „Jay du Feigling warte gefälligst!“ rief ich und rannte wie ne Bekloppte. „Lass mich in Ruhe du ekeliges Stück scheiße!“ schrie er und ging zielgerecht weiter. „Jay verstehst du es wir hassen uns gar nicht wirklich, wir können uns verstehen.“ Sagte ich fest stellend wobei ich fast neben ihm herlaufen musste, weil er total schnell ging. Jay blieb abrupt stehen. „Nein wir hassen uns! Ich hasse dich, du hasst mich, verstanden?“ sagte er und ging dann weiter. Ich hatte es schwer neben ihm herzulaufen. Wie bekloppt stolperte ich hinter ihm her. „Komm schon ich weiß, dass du Samara2 mochtest.“ Sagte ich wütend. „Ja aber da wusste ich noch nicht dass du das warst.“ Sagte er ohne mich anzusehen. „Verstehst du nicht, wir würden uns verstehen wenn wir netter zu einander wären.“ Sagte ich und stolperte fast über den Bordstein rüber. Jay bliebe wieder stehen. „Hör zu! Ich hasse dich und ich hasse Samara2! Ich wollte nur sehen wer sich hinter so einem Namen verbirgt.“ Sagte er und sah mich an. Beleidigt sah ich ihn an. „Ach gut, denn GinSi konnte ich auch noch nie leiden.“ Sagte ich und schubste ihn. „Gut. Dann wäre das ja geklärt!“ sagte er und schubste mich auch. „Gut das ich weiß das du GinSi bist.“ Schrie ich ihn an. „Wieso?“ fragte er wütend. „Vergiss es und bilde dir bloß nichts auf unsere Gespräche ein.“ Sagte ich und drehte mich um. Obwohl wir beide in der gleichen Straße wohnten, gingen wir in zwei verschiedene Richtungen ohne noch mal zurück zu schauen.
Am Samstag trafen sich die ganze Clique dann wieder. Jay und ich mussten gezwungen werden zum treffen zu kommen. Jeder mit einer eigenen Ausrede. Irgendwann ließ ich mich umstimmen und kam doch mit. Jay war auch da, aber wir redeten kein Wort. Wir stritten noch nicht mal und schnitten keine Grimassen. „mh hab eigentlich gehofft nach gestern würden sie jetzt sich in den Armen liegen.“ Sagte Jojo und sah Jay und mich abwechselnd an. „Mh tja ist wohl nicht ganz so gut gelaufen.“ Sagte Becca und überlegte.



„Wir müssen irgendwas machen, damit die sich besser verstehen.“ Sagte Becca und dachte angestrengt nach. „Ja super das schaffst du nie.“ Sagte Jacky und sah Jay und mich an. Alle beobachteten Jay und mich vorsichtig, doch ihn und mich schien es nicht gerade zu stören. „Ich versuchs.“ Sagte Ju und ging auf uns beide zu. „Was ist denn los mit euch?“ fragte sie und lächelte. „Nix.“ Sagte ich muffig und schaute nicht auf. „Nix.“ Sagte dann auch Jay. „Äff mich nicht nach!“ zickte ich ihn an und runzelte die Stirn. „Ach halt doch die Fresse du Opferkind.“ Sagte er und warf mir ne Grimasse zu. „Gott Jay echt du bist so billig! „ sagte ich und rollte mit den Augen. Die anderen sahen uns abwechselnd an und wussten nicht was sie jetzt tun konnten. „Tz nicht so billig wie du, und jetzt lass mich, ich will nicht das die Leute denken, ich hab was mit dir zutun.“ Sagte er und sah mich nicht an. „Ohh du bist auch noch dümmer wie n Stück scheiße oder? Wir sind hier unter Freunden, die wissen das wir was miteinander zutun haben.“ Sagte ich zickig. „Ach Halts maul!“ rief er. „Halt du dein Maul.“ Nein du!!“ Die anderen sahen uns abwechselt und synchron an. Das musste total witzig aussehen wie knapp 20 Leute synchron ihren Kopf von links nach rechts bewegten. Irgendwann platzte mir der Kragen und ich sprang wie ne Bekloppte hoch und stürzte mich auf Jay. Jay versuchte sich zu wehren, doch ich schlug wie total verrückt geworden auf ihn ein. Irgendwann schubste er mich zu Boden und warf sich auf mich. „Jetzt wird’s interessant.“ Sagte Jacky und legte ihre Beine hoch als würde sie zuhause vor dem Fernseher sitzen. „Ohjjaaa.“ Sagte Becca grinsend und packte ein paar Gummibärchen aus. „Meint ihr nicht wir sollten was tun’?“ fragte Susi nervös und schien Angst zu haben, dass wir uns umbringen. „Och die spielen doch nur miteinander, wie zwei Welpen.“ Sagte Debbie und lehnte sich leicht an Ollie, der das total genoss. Sam lachte sich wie bescheuert kaputt und Luzie und Steff grinsten. Besonders Tom und Marcel fingen an zu grölen und die anderen setzten sich gemütlich hin und genossen die Show. „Du blödes Miststück!“ „Affenkind!“ „Schlampe.“ „du Warzen befallener Krüppel!“
„Ich hasse dich!“ „Ich hasse dich noch mehr!“ Jay und ich wälzten uns hin und her, kratzten, traten, schubsten und würgten. „Fühlt ihr euch auch n bisschen wie bei einem Wrestlingfinale?“ fragte Becca in die Runde. Alle nickten und grinsten sich einen ab, wobei Sam eh lachend auf dem Boden lag. „Irgendwie sieht das so aus als würden sich die beiden da gerade umbringen.“ Sagte Susi zweifelnd und war fast schon schockiert. „Ach keine Sorge, das ist ganz normal.“ Sagte Ju und kaute auf einem Schokoriegel rum. „Ich hab total Lust auf Popkorn.“ Sagte Jacky plötzlich, die sich anscheinend echt wie im Kino fühlte. Jay und ich prügelten uns immer noch. Wir rollten und auf dem Boden herum und wurden immer brutaler. Irgendwann schubste mich Jay von sich runter, drückte mich am Boden fest, hielt meine Hände und sah mir in die Augen. Ich sah ihn auch an und war wie erstarrt. Na ja viel bewegen konnte ich mich eh nicht…

Er sah mich an und ich ihn. Er drückte meine Hände gewaltsam zu Boden und küsste mich plötzlich. Ohne zu wissen was ich tat erwiderte ich seinen Kuss und plötzlich wälzten wir uns küssend auf dem Boden herum anstatt uns zu prügeln. Jacky und die anderen knabberten zufrieden an verschiedenen Snacks und grinsten. „Pass auf gleich fühl ich mich so als würde ich einen Porno gucken anstatt Wrestling.“ Sagte Sam und verschränkte die Arme. „Saaaam.“ Rief Becca und haute ihn leicht auf den Arm. Die Jungs fingen anzugrinsen und grölten umso mehr. „Ich wusste doch, dass das so klappt.“ Sagte Becca und war stolz auf sich. „Ja und wir hatten ne Menge Spaß.“ Sagte Jacky, die ihre Beine immer noch hochgelegt hatte. Jay und ich hörten nach knapp 5Minuten küssen und wälzen auf und sahen uns verwirrt an. „Na hört ihr schon auf mit Körperflüssigkeit tauschen?“ fragte Ollie und legte einen Arm um Debbie. Ich zupfte total verwirrt mein Shirt zu recht und versuchte so zutun als wäre nichts gewesen. „Ähm.“ Sagte Jay und kratzte sich am kopf. „Was sollte das!“ brüllte ich Jay an, gab ihm aber ein Zeichen, das er mitspielen sollte. „Boah du hast doch angefangen!“ schnauzte mich Jay an und warf mir einen üblen Blick zu. „Idiot.“ Schrie ich ihn an und rannte aus Becca`s Zimmer. Die anderen sahen uns wieder abwechselnd an. „Miststück.“ Sagte Jay und verschwand kurz nach mir auch aus dem Zimmer. „Ähm.“ Sagte Luzie verwirrt und sah in die Runde. „Hab ich was verpasst?“ fragte Susi und kratzte sich am Kopf. Jacky, Jojo, Ju und Becca fingen prompt anzulachen. „Also eines muss ich sagen, die zwei können nicht schauspielern.“ Sagte Ju und musste sich an Mus festhalten vor Lachen. „Ja, das war jetzt grad echt der Hammer.“ Sagte Jacky lachend. Becca sah aus dem Fenster um zuschauen wo wir waren. Sam stolperte neugierig hinterher und schaute auch aus dem Fenster. „Die zwei gehen grad nebeneinander her.“ Sagte Becca und drückte ihre Wange an die Scheibe. Direkt stürmten die anderen auch ans Fenster und quetschten Becca und Sam total an die Scheibe. „wo wo, ich sehe nichts.“ Sagte Steff, die hinter den großen Jungs rum sprang und versuchte einen Blick zu erhaschen. „Leute ich will ja nichts sagen, ihr wisst ja wie gern ich euch bei mir in der Nähe hab, aber ich fühle meine Arme nicht mehr.“ Sagte Becca. „Na okay lasst die zweimal nach hinten.“ Sagte Jacky und zog die Jungs nach hinten. Sam und Becca setzten sich erleichtert auf die Couch und atmeten tief durch. Sofort stürmte Steff zwischen den Jungs durch und erkämpfte sich einen Platz ganz vorne um uns zu beobachten. „Was machen die zwei, ich kann nichts sehen.“ Sagte Jojo neugierig. „Unterhalten glaub ich, die zwei stehen vor Jays Haus.“ Sagte Steff, deren Gesicht mittlerweile auch an der Scheibe klebte.
Währenddessen bei Jay und mir
Total nervös gingen wir nebeneinander her. Wir wussten nicht was wir sagen sollten, vorher hatten wir uns immer nur gestritten und jetzt kam raus das wir uns liebten? Das war so verwirrend. „Und jetzt?“ fragte ich plötzlich in die Stille hinein. Jay sah mich an. „Ich weiß nicht. Ich muss sagen, das streiten mit dir hat mir immer Spaß gemacht.“ Sagte Jay und kratzte sich am Kopf. „Ja ich auch.“ Sagte ich und lachte. „Und wie soll es weiter gehen?“ fragte ich verwirrt und wusste selbst nicht weiter. „Mh na ja wir können es wohl kaum mehr verleugnen, dass wir uns nicht geküsst haben.“ Sagte Jay und schaute kurz zurück zu Becca`s Haus, wobei die anderen sich dann schnell vom Fenster weg bewegten, aus angst, dass wir sie sehen könnten. „Die beobachten uns.“ Sagte ich und grinste, da ich genau wusste das alle am Fenster saßen. „Mh na ja ich glaub nicht das die uns den Streit nach dem Kuss abgekauft haben.“ Sagte Jay und grinste. „Glaub ich auch nicht.“ Sagte ich während wir an Jays Haus ankamen. „Willst du was mitkommen? Wir können noch was reden.“ Sagte Jay und schaute mich an. Ich nickte nervös. Es war einfach so merkwürdig. Den Menschen den ich dachte zu hassen soll ich jetzt lieben? Aber irgendwie tat ich es. Jay holte seinen Schlüssel raus und öffnete die Tür. Es war das erste Mal, dass ich in seinem Haus war. Jays Mom sah mich verwirrt an, begrüßte mich dann aber. Ich grüßte höflich zurück und folgte Jay dann in sein Zimmer. „Das ist komisch bei dir zu sein.“ Sagte ich und sah mich in seinem Zimmer um. „Ja find ich auch.“ Sagte er und schaute ans Fenster, wo die ganzen Ich-hasse-dich-Bilder hingen. Ich musste grinsen und setzte mich auf einen Stuhl. Jay lächelte mich zum ersten Mal an. Ich kannte ihn schon seit ich ein Baby war und noch nie hatten wir uns angelächelt. Jay kam auf mich zu und küsste mich noch einmal…Ich erwiderte seinen Kuss und hielt ihn am Nacken fest. Mich überkam eine Angst, dass Jay das gar nicht ernst meinte, sondern nur aus Hass mit mir spielte, was ich nicht wusste war das er die gleiche Angst hatte...

Ich wusste gar nicht wie lang wir uns küssten, aber es dauerte lang. Wir küssten uns als wären wir hungrig…hungrig nach Liebe. Es war immer noch komisch. Jay und ich? Das war genauso als würden sich Irak und die USA vertragen oder die Palästinenser mit dem Libanon. Und trotzdem lagen wir uns in den Armen. Wir rollten uns total wild auf dem Boden rum und Dinge die uns im Weg standen, wurden einfach zur Seite geworfen. Meine Haare standen mir ab, als hätte ich einen Stromschlag bekommen und Jays Hemd war irgendwie total verdreht. Plötzlich klingelte mein Handy. Ich wusste genau es war eines der Mädels, die total neugierig waren. Ich griff beim knutschen nach meiner Tasche und warf es einfach in ne Ecke…
Die nächsten Tage veränderten mein Leben komplett. Die Ich-hasse-dich-Bilder wurden alle brav abgehängt und die Vorhänge waren alle zur jeder Zeit zurück gezogen. Die Mädels quetschten mich natürlich alle bis aufs kleinste Detail aus. „Und wie küsst er so?“ fragte Jacky und lachte. Ich grinste und hob den Daumen. „Perfekt.“ Sagte ich und grinste happy. „Ich wusste es von Anfang an.“ Sagte Becca und schien stolz zu sein, als hätte sie uns zusammen gebracht. „Da siehst du mal, wenn wir nichts mit den Jungs angefangen hätten, würdet ihr euch heute noch an zicken.“ Sagte Ju und grinste. „Ja nur jetzt brauch ich einen Ersatz.“ Sagte ich und grübelte nach. „Also wenn du mit Jay zusammen bist, hast du direkt jemanden.“ Sagte Jojo und sah mich an. Ich sah sie ratlos an. Plötzlich fiel es mir wie Schuppen von den Augen. „Ochnäää Selina.“ Sagte ich und ließ den Kopf auf den Tisch des Cafes knallen, in dem wir gerade saßen. „Bingo.“ Sagte Jacky. Selina war Jays Ex-Freundin. Sie himmelte Jay immer noch an und wer ihr in die Quere kam, durfte Bekanntschaft mit ihren Launen machen. Natürlich hasste sie mich schon vorher, weil Jay mich gehasst hat und sie tat alles um ihn wieder zu gefallen. Nur das Jay total genervt von ihr war und sie im Grunde genommen noch mehr hasste als er mich gehasst hat. Becca legte grinsend eine Hand auf meine Schulter und klopfte leicht auf mir rum. „Weißt du, du musst das positiv sehen. Du hast immerhin einen Feind weniger und einen Freund mehr. Nur hast du dir di schlimmste Zicke aus London als Erzfeindin gesucht. Das würde mir stinken.“ Sagte sie sarkastisch und klopfte weiter auf mir rum. Ich lag mit meinem kopf noch immer auf dem Tisch und ließ sie machen. „Ach komm schon, so schlimm ist sie gar nicht.“ Sagte Steff, wusste aber, dass das nicht wahr war. „Du bist ja nicht allein, Jay hasst sie auch und zusammen gegen die, das schafft ihr schon.“ Sagte Debbie und befreite mich von Becca`s Geklopfe. „Zu mir ist sie manchmal nett.“ Sagte Luzie ironisch und spielte damit auf letzten Monat an, wo Luzie Selina aus versehen angerempelt hat und ihr dabei ein Nagel abgebrochen war. Tja Selina ließ so was nicht ungestraft und wollte schon auf Luzie losgehen, aber Marcel der ja schon länger auf Luzie scharf war beschützte sie tapfer. Und da Marcel ein guter Freund von Jay war, ließ sie Luzie freundlicher Weise laufen. „Da hattest du echt Glück gehabt.“ Sagte Susi und grinste. „Ja super und wer beschützt mich vor dem Ungeheuer?“ fragte ich verstört und schaute auf. „Ehm wie wär’s mit Jay?“ fragte Jenny und sah mich an. „Tz sobald die das mit mir und Jay rauskriegt, ist er auch ein Feind, da macht die kein Halt mehr.“ Sagte ich und musste mir wieder gutgemeintes Geklopfe von Becca antun. „Dann würde ich mir Personenschutz holen.“ Sagte Debbie und grinste. „Quatsch, ich verpass der eine, dann ist die ruhig, kann die eh nicht ab.“ Sagte Jacky und lachte.

Am Nachmittag trafen wir uns alle bei Jay. Vorher hatte er es strikt abgelehnt, dass alle zu ihm kamen, da dies hieß, dass ich in sein Zimmer gemusst hätte und das wollte er ja verhindern. Jetzt war es anders. Die Jungs machten sich direkt wieder an ihre Mädels und genossen sichtlich die Zeit. Wobei es bei Ollie und Debbie langsam richtig zu knistern schien. Jay setzte sich neben mich und legte den Arm um mich. Bei der Clique hielten wir uns ziemlich zurück, aber sobald wir alleine waren wusste ich, würden wir wieder auf dem Boden rumrollen. Die anderen musterten uns dauernd. Für die Clique war es total neu uns nebeneinander zu sehen und ich fragte mich ehrlich wann ich mich an die neue Situation gewöhnen würde. Wir chillten den ganzen Tag und gingen später in die Stadt. Die Jungs hassten es zwar zu bummeln, aber für uns Girls taten sie anscheinend alles. Jay schnappte sich irgendwann meine Hand und lächelte mich an. Wir schlenderten durch die Oxford street, aßen bei Mc Donalds, und einige der Mädels kauften sich hier und da einige Klamotten. Wir standen gerade im Adidas Store als ich plötzlich Selina bemerkte, die alle Hände voll mit Chanel, Gucci und Pumatüten hatte. Sie bemerkte uns natürlich auch sofort. Ne Clique von 20 Leuten war nicht gerade leicht zu übersehen. Besonders wenn einer davon Jay war. Ihr Blick sank runter zu Jays Hand, die meine festhielt. Instinktiv ließen Jay und ich uns los, weil wir genau wussten was gleich passieren würde. Sie legte ihren Kopf zur Seite als würde sie so besser sehen können. Jay suchte nach einer Notlösung und schubste mich leicht weg. „Bäh fass mich nicht an du…ehm du Pisskind.“ Rief Jay, schaffte es aber nicht wirklich zu überzeugen. „Halts Maul…du ekelhafter Penner.“ Sagte ich und versuchte auch vergebens echt rüber zukommen. Selina`s Blick veränderte sich immer mehr. Es bildeten sich kleine Fältchen auf ihrer Stirn und ihr Mundwinkel sank dramatisch ab. Die anderen beobachteten uns abwechselnd und waren sichtlich nervös. Sie kam auf Jay zu und sah ihn an. „Hey.“ Sagte sie überfreundlich. Ich nickte bloß und sah sie an. „Ich wusste gar nicht, dass ihr euch doch versteht.“ Sagte sie und sah uns an. „Wir? Wir doch nicht.“ Sagte ich und kratzte mich am Kopf. Sie nickte bloß und verabschiedete sich dann. „Ihr seid tote Menschen.“ Sagte Jacky und begutachtete dabei ihre Nägel. Becca kam wieder auf mich zu und klopfte mir mitfühlend auf die Schulter. Ich verdrehte die Augen, schnappte mir Jays Hand und tat so als wäre nichts gewesen. Jay tat dasselbe. „Jay? Wie tot sind wir?“ fragte ich ihn beim weiter bummeln und sah ihn an. „Sehr tot.“ Sagte er sarkastisch. Ich drückte seine Hand fest während wir weiter shoppten.

Komischerweise war Selina den Rest der Woche zurückhaltend. Aber ich befürchtete, dass sie uns bloß ausspionierte um sich sicher zu sein ob zwischen Jay und mir wirklich was lief. In der Schule hielten Jay und ich uns ziemlich zurück, doch Selina tauchte immer dann auf, wenn wir uns mal in den Arm nahmen oder uns küssten. Ihr Blick war beängstigend und ich habe nicht vor vielem Angst. Langsam gewöhnte ich mich dran, dass Jay und ich uns nicht mehr hassten. Und ich fand es langsam immer toller so. Am nächsten Montag gingen wir beide zusammen zur Schule. Es war sonnig und warm. Lachend schlenderten wir zur Schule und redeten über eine Menge dinge. Kurz vor der Schule kam Ju angelaufen und versuchte mir völlig aus der Puste was zu sagen. „Wuuzaa Ju.“ Sagte ich und sah sie an. „Wie wär’s wenn du heute nicht zur Schule gehst.“ Sagte sie noch immer schwer atmend. „Was? Wieso?“ fragte ich komplett verwirrt. Sie drückte mir einen Zettel in die Hand. Darauf war ich zu sehen, mit einem Fotomontageprogramm wurde mein Kopf auf einen schwabbeligen alten nackten Körper gesetzt. Wenn man genau hinsah, sah man dass das Bild falsch war, aber wer guckt bei so einem Bild auf den Kopf. „Uhh ich hoffe du siehst nackt aber nicht so aus.“ Sagte Jay und sah mich grinsend an. Ich kniff ihm wütend in die Seite und zerriss den Zettel. „Wie viele gibt es davon?“ fragte ich Ju und zerknüllte den zerrissenen Zettel. „Ich will’s mal so sagen, knapp für jeden Schüler der Schule.“ Sagte sie und sah mich beängstigt an. Sie wusste genau wie ich bei so was reagierte. Ich senkte den Kopf und massierte mir meine Schläfen. „Geh was zur Seite, die ist jetzt gefährlich.“ Sagte sie zu Jay und zog ihn zur Seite. Ich krempelte meine Ärmel hoch und ging wütend durch das Tor der Schule. Die anderen saßen wie gewohnt auf dem Stammplatz und verfolgen meinen Weg besorgt. „Ehm Leute sollten wir sie nicht aufhalten.“ Fragte Susi die mir nachsah. „Nein, die jetzt aufzuhalten, dass geht gar nicht. „Ja außerdem hat Selina das verdient. Ich hab auch noch ein Wörtchen mit der zu Reden.“ Sagte Jacky und sah wütend auf eines der Zettel. „Ja stimmt schon, nur wenn sie so wütend ist, bringt sie Selina nachher noch ins Krankenhaus und fliegt von der Schule.“ Sagte Luzie und sah in die Runde. Alle sahen sich an und sprangen plötzlich alle gleichzeitig auf und mir hinterher. Ich war währenddessen bei Selina angekommen. Sie hatte mich anscheinend weinend erwartet und war deshalb umso mehr verwundert als ich zornig vor ihr stand. „Hallo Selina.“ Sagte ich und warf mich auf sie. Ihre Freunde standen hilflos daneben oder grölten. Wir schlugen und kratzten uns wie Furien. Plötzlich wurde ich von hinten gepackt und festgehalten. Es war Jay. Er umarmte mich von hinten, sodass ich nicht mehr auf Selina los konnte. Auch Selina wurde gepackt und festgehalten. „Pass auf, dass war noch nicht alles!“ drohte sie mir und fauchte vor sich hin. Sie hatten einen dicken Kratzer auf der Wange und ihre Haare waren total verwuschelt. Ich sah nicht viel besser aus. Meine Haare standen in alle Richtungen und mein Shirt war etwas ausgeleiert. „Leg dich nicht mit mir an!“ schrie ich sie an während Jay mich weit weg von ihr zog. Die ganze Clique ging zurück zu unserem Stammplatz. Jay hielt mich noch immer fest, da er befürchtete ich würde direkt wieder auf Selina losspringen. Becca gab mir eine Bürste, damit ich mich wieder etwas rausputzen konnte. „Ich bring sie noch um, diese miese Schlange.“ Murmelte ich während ich versuchte meine Haare wieder zu richten. Jay schaute sich noch mal so einen Zettel an und war fast schon vertieft in dieses bild. „Guck da nicht so drauf!“ rief ich wütend und nahm ihm den Zettel weg, der direkt zerrissen und zerknüllt im Mülleimer landete. „Wieso, dass bist du doch nicht.“ Sagte er und sah mich an. „Ja aber nachher brennt sich dieses Bild in dein Gedächtnis und so sehe ich nicht aus!“ sagte ich zickig und warf Selina einen wütenden Blick zu, die gerade auch versuchte ihre Haare wieder in Ordnung zu bringen. „Das wird die mir büßen.“ Sagte ich und schmiedete schon alle möglichen Rachepläne. „Simone lass es besser.“ Sagte Jojo, die sich Sorgen machte. „Woooah ne, ich lass mir so was nicht gefallen.“ Sagte ich und warf Selina noch mal einen wütenden zu. Wenn Blicke töten könnten…

Der Tag war definitiv für mich gelaufen. Ich hatte so schlechte Laune, dass ich sogar die Lehrer anschnauzte. Ich fluchte dauernd vor mich hin. Selbst Jay und die anderen trauten sich nicht, mich anzusprechen. Natürlich musste ich mir auch einige dumme Sprüche wegen des Bildes anhören, aber das kümmerte mich kaum, ich war in Gedanken bei meinen Racheplänen. In der Mittagspause saßen wir natürlich alle zusammen. Ich redete kein Wort sondern fixierte Selina mit meinem Blick. Mit verschränkten Armen und überkreuzten Beinen saß ich auf einem Stuhl neben Jay und sah sie an, die 20 Meter weiter versuchte meinem Blick standzuhalten, es aber nicht ganz schaffte. Ju sah mich kauend an. „Lebt die noch?“ fragte sie Jay leise und schaute mich ängstlich an. Jay zuckte mit den Schultern und sah mich auch kauend an. „Ich hab das Gefühl sie ist gerade eine tickende Zeitbombe.“ Flüsterte Becca und biss dann in ihr Essen. „Schatz, wie wär’s wenn wir uns heut Nachmittag zusammen was für Selina einfallen lassen und jetzt isst du erst mal etwas.“ Sagte er und schob mir seinen Teller hin. „Nein danke, keinen Hunger.“ Sagte ich und fixierte Selina weiter, die langsam nervös wurde. „Versuchst du es jetzt etwa mit Psychospielchen?“ fragte Jacky und sah mich an. „Oh ja.“ Sagte ich wie eine die total Wahnsinnig geworden war. „okaaaaaaay.“ Sagte sie und kratzte sich ratlos am Kopf. „Simone, tu nichts falsches, du weißt doch das ist das letzte Jahr an der Schule, nur noch 2 Monate und es wäre doch total scheiße wenn du vorher rausgeschmissen wirst oder im Gefängnis landest.“ Sagte Jojo mütterlich. „Keine Sorge.“ Sagte ich. Plötzlich wurde Selina alleine gelassen, ihre Freunde mussten irgendwo hin, sie aber noch nicht. „Showtime.“ murmelte ich schnappte mir mein Tablett und ging zu Selina rüber. „Was willst du verpiss dich.“ Zickte sie mich an und sah mich erschrocken an. „Freies Land, ich darf mich hinsetzen wo ich will.“ Sagte ich und sah sie fixierend an. „Meinst du, du kannst mir angst machen mit deinem Geglotze?“ fragte sie schroff. „Sag du es mir.“ Sagte ich, biss in mein Essen hinein und sah sie weiter an. Innerlich lachte ich mich halbtot, ich musste tatsächlich wie ne Irre aussehen. „Glaub mir du schaffst es nicht mich klein zu kriegen.“ Sagte sie und biss in ein Möhrchen rein. „Um 6 Uhr wird’s dunkel, sei da besser zuhause. Obwohl du wohnst ja eh alleine.“ Sagte ich und lehnte mich entspannt in meinem Stuhl zurück. Selina`s Eltern waren reiche Geschäftsleute und daher nie da. Sie wohnte zurzeit alleine in einem großen Haus, das glatt schon einer Villa glich. „Glaubst du, Jay will wirklich was von dir? Du bist so naiv.“ Sagte sie und versuchte mich auch zu visieren. „Mehr als von dir.“ Sagte ich. Plötzlich läutete die Glocke. Der Unterricht begann wieder. Sie stand auf, brachte ihr Tablett weg und ging zügig zum Unterricht. Ich grinste und stand auch auf und ging zurück zu den anderen. Die hatten uns natürlich die ganze Zeit beobachtet und sahen mich jetzt fragend an. „alles unter Kontrolle.“ Sagte ich und mit besserer Laune schnappte ich mir Jay, küsste ihn und ging mit ihm zum Unterricht. Dicht gefolgt von den anderen, die mich mit Fragen löcherten was ich jetzt vorhatte. Aber das…das bleibt vorerst mein Geheimnis.

Den ganzen restlichen Tag schmunzelte ich vor mich her. Die anderen sahen mich schon beängstigt an. „Sag mal Simone könntest du bitte so aufhören zu grinsen oder uns wenigstens sagen was du vor hast?“ fragte Becca und sah mich an. Ich schüttelte den Kopf. „Nein, das ist eine Überraschung.“ Sagte ich und schmunzelte weiter. „Und wann bekommen wir unsere Überraschung?“ fragte Ju, die sich an Mus lehnte und es total genoss. „Wenn es soweit ist“, sagte ich und dachte nach. Die anderen seufzten genervt und ließen mich einfach weiter schmunzeln. Ich verbrachte die nächsten Tage damit meine Rache zu planen, schließlich musste alles am Donnerstag fertig sein. Und das war es auch. Stolz schaute ich auf meine Werke und schmunzelte dabei wie üblich. Es waren Eintrittskarten. Eintrittkarten für eine Party in Selina`s Haus. Nur das Selina nichts davon wusste und morgen eine Scharr von mehreren Hundert Leuten vor ihrer Tür stehen hat. Ich braves Mädchen hab natürlich gründlich recherchiert und weiß das Selina freitags ihren Beauty Tag abhält und deshalb wahrscheinlich morgen mit Gurkenmaske da sitzen wird und ich wäre nicht ich wenn ich die Party nicht an dem Rückkehrtag der Eltern geplant hätte. Ich gab allen aus der Clique eine Einladung und so vielen Leuten wie möglich. Natürlich wenn möglich nicht gerade Selina`s Freunden. Und ich bat alle Gäste Selina nicht darauf anzusprechen, sie wäre gestresst genug. Alles schien zu klappen. „Na wenn das mal gut geht Simone. Sie wird dich dafür lynchen.“ Sagte Jay. „Ich weiß.“ Sagte ich freitags abends, kurz bevor wir zur Selina wollten. Ich stand bei mir im Bad und schminkte mich für die Party. Jay saß auf dem Badewannenrand und sah mir dabei zu. „Weißt du, ich bin froh, dass wir uns vertragen haben, du kannst ganz schön fies sein.“ Sagte er und lachte. „Nur wenn es verdient ist bin ich gemein.“ Sagte ich und sah ihn lächelnd an. Er nickte und kam zu mir her. Er umarmte mich von hinten und küsste meinen Nacken. Ich drehte mich lächelnd und küsste ihn leidenschaftlich. „Wollen wir nicht lieber hier bleiben.“ Sagte er während er mich irgendwann wieder am Hals küsste. „Tut mir Leid, jetzt müssen wir los, aber der Abend ist lang.“ Sagte ich und versuchte seinen Küssen zu widerstehen. „Schade.“ Sagte er und hörte nicht auf mich zu küssen. „Wir müssen jetzt.“ Sagte ich konsequent aber mit einer gewissen Schwierigkeit. Ich nahm Jay bei der Hand und zog ihn mit runter. Wir zogen uns Schuhe und Jacken an. Draußen war es warm, obwohl es schon dunkel war. Die Nacht war klar und Sternenreich. Wir gingen die anderen aus der Clique holen, die sich in der Überzahl schon mal bei Becca versammelt hatten. „Bin mal gespannt wie der Abend so wird.“ Sagte Sam grinsend, der meine Rachspielchen anscheinend liebte. Ich grinste. „Lasst uns gehen.“ Forderte ich die Clique auf, als alle da waren. Als wir bei Selina ankamen war es Viertel vor sieben. Um Sieben begann die Party offiziell. Ich klingelte fröhlich. Nach einiger Zeit öffnete sie und sah mich und die anderen überrascht an. Sie hatte nur einen Bademantel an und ihr Gesicht war tatsächlich mit einer Gurken-Quark Maske verziert. „Was willst du denn?“ fragte sie direkt zickig und wurde direkt wütend. „Hier für die Party.“ Sagte ich ihr und drückte ihr den billigsten Sekt in die Hände den ich bekommen hatte. Sie starrte mich wütend an und dann die anderen fragend. „Was soll das? Welche Party?“ fragte sie mich. „Na deine Dummerchen.“ Sagte ich, drückte Selina einen der Eintrittskarten in die Hand und deutete Jacky, Susi und Luzie an, sie sollen schon mal mit ihren Jungs rein. Jacky grinste breit und drängelte sich mit den beiden anderen Mädels an Selina vorbei. Selina starrte mich mit offenem Mund an. „Bist du verrückt du mieses Dreckskind, meine Eltern kommen heute!“ sagte sie und verknüllte die Eintrittskarte. „Huch echt? Na was schmeißt du denn dann eine Party? Weißt du ich hab mich ja so gefreut als ich so eine Eintrittskarte bekommen habe, obwohl ich dachte du magst mich nicht.“ Sagte ich extra schlecht gespielt und benahm mich wie eine naive Tussi. „Vergiss es Simone, hier findet keine Party statt, egal was du geplant hast ihr kommt mir hier nicht rein.“ Sagte sie und rief dann Jacky, Susi und Luzie, sie sollen sofort wieder zur Tür. Aber von den dreien kam keine Reaktion, so wie ich es mit ihnen besprochen hatte. In diesem Moment kamen auch viele Leute um die Ecke oder mit Autos. Selina starrte erschrocken auf die Menge die auf ihr Haus zusteuerte. Einige waren schon angetrunken. Ich hatte besonders Partyanimals eingeladen, damit die Party auch ja erfolgreich wird. „Was ist los, dürfen wir jetzt rein oder was?“ fragte ein Typ mit einer fast leeren Flasche Bier in der Hand. „Nein nein und nochmals NEIN!!!!“ schrie Selina und wollte die Tür schon zu knallen, doch ich stellte mich demonstrativ dazwischen. „Was Selina, dass kannst du doch nicht machen, wir haben uns alle auf deine Party gefreut und alles andere abgesagt.“ Sagte ich wieder total gespielt. Von hinten kam laute Zustimmung. Nun war Selina ganz klar in einer Zwickmühle. Ich wusste sie konnte nicht nein sagen, schließlich ging es hier um ihren Ruf. Andererseits stand sie hier mit Gurkenmaske und Bademantel und ihre Eltern kamen heute noch nachhause. „Ehm also…ich bin noch nicht fertig wie ihr seht…und vielleicht können wir das ja verschieben.“ Sagte sie nervös und hoffte alle würden gehen. „Quatsch scheiß auf dein Aussehen.“ Sagte ein Typ und bahnte sich den Weg ins Haus. Dicht gefolgt von mir und allen anderen Gästen. Mit jeder Minute füllte sich das Haus und ich schätze dass es mehr als 200 Leute waren. Und es war gerade mal Viertel nach Sieben. Selina war erst mal verschwunden. Sie musste sich wahrscheinlich erst mal schön machen, schließlich war es schon peinlich genug das Miss Perfektion so gesehen worden war. Währenddessen wurde laut Musik angemacht und es wurde massenhaft Alkohol durch die Haustüre gebracht. Ich beobachtete alles triumphierend. Mit einem Gläschen Sekt stand ich an der Wohnzimmertür und sah wie schon in der ersten halben Stunde ein Glas umgeschüttet wurde. Der schöne teure Teppich. Plötzlich stand Selina vor mir. Jetzt natürlich schön aufgetakelt. „Du bist da in eine Richtung gegangen, die nicht sehr gesund für dich sein wird.“ Fauchte sie wütend. Ich nippte ruhig an meinem Sekt und sah sie lächelnd an. „Gerade sind da paar Leute nach oben.“ Sagte ich und hob mein Glas. „Prost.“ Fügte ich hinzu und ging ins Wohnzimmer. Sie sah mir fassungslos nach und kümmerte sich dann um die Leute die oben waren. Den ganzen Abend lief sie herum und war kurz vorm schreien und alle rauszuschmeißen, aber Selina war ihr Ruf viel zu wichtig. An unserer Schule gab es am Ende des Jahres eine Wahl zur Promkönigin für die Abschlussklasse. Eine sehr amerikanische Tradition, aber bei uns an der Schule auch schon ein festes Ritual. Selina wollte diesen Posten. Und es war nicht mehr lang bis zum Abschlussball. Ein Ausrutscher durfte sie sich nicht leisten. Ich setzte mich zu Jay und küsste ihn. „Also ich denke du hast es ihr gezeigt. Gut gemacht Süße.“ Sagte er und lächelte. „Erst beim Finale hab ich meine Rache.“ Sagte ich und schmunzelte. „Sie hat es verdient.“ Antwortete er und küsste mich.

Ich erwiderte seine Küsse und lächelte. „Steht unsere Verabredung nachher?“ fragte er mich und grinste. Ich nickte. „Na klar, die Party dauert eh nicht mehr lange.“ Sagte ich und schaute auf meine Uhr. Hoffentlich klappt alles und die Eltern kommen wirklich noch. Ich beschloss bis dahin Selina das Leben zur Hölle zu machen. „Jay, ich muss eben was erledigen, bis gleich.“ Sagte ich und gab ihm noch schnell einen Kuss auf den Mund. Er nickte und lächelte. Ich ging quer durchs Haus. In der einen Ecke waren viele Besoffene. Oben vergnügten sich einige in Papis Schlafszimmer und die Küche wurde bis aufs kleinste Korn entleert. Ich war insgesamt zufrieden. Selbst wenn ihre Eltern nicht auftauchen würden, der Rotweinfleck auf dem Weißen Teppich im Wohnzimmer geht nicht so schnell raus. Hach wie ich Rache liebte. Ich ging zurück ins Wohnzimmer, das immer noch voll betanzt wurde. Plötzlich stand Selina neben mir und funkelte mich wütend an. „Ich bring dich dafür um.“ Sagte sie. Ich lächelte sie engelhaft und unschuldig an und schmiss natürlich ganz aus versehen ein Glas um. Selina funkelte mich wütend an. „Du hast Glück das hier zu viele Zeugin sind. Ansonsten hätte ich dich schon längst getötet.“ Sagte sie zornig. „Iss was, du siehst so aus, als würde es dir nicht so gut gehen. Du bist so blass.“ Sagte ich und futterte selbst Unmengen Chips. Ju gesellte sich dazu, stellte sich neben mich und aß mit mir wie ein Schwein, sodass die Hälfte der Chips auf dem Boden landete. Selina war das dann zu viel. Sie schmiss wie eine Furie auf mich drauf. Wir kratzten, schlugen und schrieen herum wie immer eigentlich, nur etwas heftiger. Die meisten grölten, die anderen waren entsetzt, wieder andere versuchten uns auseinander zu bekommen. „Helft doch mal.“ Schrie Susi die Jungs an, weil sie befürchtete dass wir uns glatt umbringen. „Beruhig dich, die kann auf sich selbst aufpassen.“ Sagte Tom und hielt Steff im Arm, die mittlerweile total besoffen war. „Kümmert euch nicht um mich, schön weiter feiern.“ Rief ich zwischendurch total außer Atem. „Und vergesst nicht feiert ausgiebig, und vergesst nicht eine gute Party ist eine wilde schmutzige Party.“ Rief ich weiter während Selina wie wild auf mich ein schlug. Jay war die Schlägerei irgendwann zu viel, worauf er Selina unsanft wegzog und mich von ihren Griffen befreite. Die Party ging sofort, ohne sich was anmerken zu lassen, weiter. Während Jay mir aufhalf, ging Selina wütend in die Menge und ließ sich auch nichts anmerken. Ja so war eine Promqueen, egal was passierte sie ließen sich nichts anmerken. Ich war froh, dass der Zwischenfall, die Party nicht gestört hat. Jay begutachtete mich die nächsten Stunden, als würde er glauben, dass ich jeden Moment von der kleinen Schlägerei umfallen könnte. Plötzlich ging die Musik aus. Alle sahen sich verwirrt an. An der Stereoanlage standen Selina`s Eltern. Mit Aktenkoffer, Schickem Anzug und einem wütenden Blick. Mein Finale…





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ju du bist die beste patientin die man haben kann xDD luvya


Das WE war der hammer, lieb euch =)

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...   Erstellt am 07.04.2007 - 21:31Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


„Was ist denn hier los?“ fragte Selina`s Mutter hysterisch. Steff die in Toms Armen lag und kaum noch stehen konnte, ging ein Schritt nach vorne und lehnte sich an Selina`s Mutter an. „Paaaaaaaaaarty,“ schrie sie ihr mitten ins Ohr und kotzte plötzlich los. Selina`s Mutter schaute Steff angewidert an und versuchte ihren neuen Prada Anzug nicht zu beschmutzen. Tom rannte sofort zu Steff hin und half ihr auf. Ich fing tierisch anzulachen. Dafür musste ich mich unbedingt bei Steff bedanken wenn es ihr besser ging. Denn Steff hatte voll auf den weißen teuren Teppich gekotzt. „Mein Teppich, Oh mein Gott, SELINA!“ schrie die Mutter los, während der Vater total blass wurde und sich schockiert umsah. Selina trat nervös aus einer Ecke hervor. „Hallo Mum, hallo Dad, ich kann euch das erklären.“ Sagte sie flehend. „Oh Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen, Selina hat nur die Einladungen geschrieben und den harten Alkohol besorgt.“ Erklärte ich lächelnd. „Gekommen sind alle alleine.“ Fügte ich noch hinzu und warf Selina einen gewinnenden Blick zu. „Okay, alle RAUS hier, ich will niemanden mehr sehen außer Selina, du hast Hausarrest.“ Schrie der Vater, der plötzlich aus seinem Schockzustand erwacht war. „Und der ganze Dreck ist morgen WEG.“ Schrie Selina`s Mutter wieder hysterisch und beide verließen das Wohnzimmer. Hunderte von Menschen verließen das Haus. An der Türe herrschte ein Gedrängel, als würden wir uns auf dem Weg aus der Schule befinden. Ich ließ mir extra Zeit um raus zu kommen, um Selina noch einen Abschiedsgruß zu geben. „Den Teppich würde ich auswechseln und übrigens eben hat irgendwer eure Fische an eure Hunde verfüttert.“ Sagte ich und warf ihr noch einen gehässigen Blick zu. „ARRRGH.“ Schrie sie und zog mich zur Seite. Jay wollte schon hinter her, weil er dachte Selina würde wieder auf mich losspringen, aber sie wehrte ab, dass sie nur ein Wörtchen mit mir zu reden hatte. „Was kann ich für dich tun, Selina.“ Antwortete ich Zuckersüß. „Du hast Glück, dass hier zu viele Zeugen sind, ich sag es dir, du machst da einen großen Fehler.“ Drohte sie mir und fing sogar an leicht zu spucken. „Du wiederholst dich,“ lachte ich und wollte gerade gehen, als Selina mich am Arm festhielt. „Gut du willst es nicht anders haben, meinst du wirklich Jay will was von dir?“ fragte sie mich und sah mich gehässig an. „Oh Gott Selina, jetzt fängst du doch nicht echt wieder mit der Nummer an, oder?“ fragte ich sie total genervt. „Du glaubst mir nicht? Dann sprich Jay doch auf eine Wette an und du wirst sehen wie nervös er reagiert.“ Fauchte sie grinsend. „Red keinen Quatsch, was denn für ne Wette?“ fragte ich sie unglaubend. „Jay will dich nur ins Bett bekommen und es filmen, um dich dann damit für ein für alle Mal fertig zu machen.“ Sagte sie und grinste. „Oh Gott, du bist so was von billig, dass du dich selber ertragen kannst, ist für mich ein Wunder.“ Sagte ich und riss mich von Selina los. Ich drängte mich durch die Menge durch um an die frische Luft zu kommen. Soll ich das jetzt echt glauben?


Ich stand draußen unter freiem Himmel, während noch immer Hunderte von Menschen aus Selina`s Haus stürmten. Ich wusste nicht, ob ich Selina vertrauen sollte, ich wusste im Moment gar nichts. Ich stand nur da, teilnahmslos und versuchte irgendwas zu finden, wo Jay sich auffällig verhalten hatte. Ich fand aber nichts. Plötzlich umarmte mich jemand von hinten. Es war Jay. Ich versuchte Selina`s Worte zu vergessen, doch ich konnte nicht. Die Angst blieb. „Alles okay? Du siehst fertig aus.“ Bemerkte Jay und sah mich musternd an. „Ja alles okay, ich bin nur müde.“ Erwiderte ich und versuchte zu lächeln. „Hey lächle mal, du hast dich erfolgreich gerächt.“ Sagte er und küsste mich. Ich nickte und erwiderte seinen Kuss. Mir fiel es nicht gerade leicht so zu tun als wäre nichts. „Sollen wir nachhause gehen?“ Fragte er mich grinsend und sah mir tief in die Augen. Oh Gott, der will mich verführen. Was wenn der mich verführen will um die Wette zu gewinnen? Woah wie ich solche Situationen hasste. Ich fühlte mich immer so hilflos wenn ich nicht wusste was ich tun sollte. Er nahm mich bei der Hand und zog mich mit sich. Ich ließ das mit mir machen. Wieso protestierte ich noch nicht einmal? Das war total nicht meine Art, dass ich etwas nicht sofort aufklären wollte. Und diese Wette war schließlich keine Kleinigkeit. Ich wunderte mich echt über mich selbst, dass ich nicht den Mumm hatte, Jay einfach darauf anzusprechen. Aber mal ehrlich, wer konnte auch der Erzfeindin glauben. Ich glaubte ihr definitiv weniger als Jay. Mein Problem war nur, ob Jay es ehrlich mit mir meinte oder nicht. Ich wusste noch nicht einmal was gewettet wurde. Jay nahm mich in den Arm und zog mich mit sich mit. „Wo sind denn die anderen?“ fragte ich und sah ihn an. „Ich weiß nicht, da waren so viele Leute, dass ich gar nicht mehr durchgeblickt habe.“ Antwortete er. Ich nickte verständnisvoll. „Was ist denn los, du siehst so aus als würdest du über etwas nachdenken?“ fragte er mich musternd. „Ach nicht so wichtig, ich denke nur an meinen Sieg.“ Log ich und versuchte überzeugend zu sein. Ich hatte keine Ahnung was ich noch sagen sollte. Mir fiel kein Thema ein und ich war eh viel zu sehr in meinen Gedanken vertieft. Plötzlich standen wir vor Jays Haus. „Komm ich muss dir was zeigen.“ Sagte er und zog mich zu seiner Haustüre. Was das wohl war, dachte ich grinsend. Männer sind ja wohl so leicht zu durchschauen. Er zog mich mit rein in sein Zimmer. Sein Zimmer war wie üblich total chaotisch. „Was willst du mir denn zeigen? Fragte ich und setzte mich aufs Bett. „Nur so Sachen, die ich mit Fotos von dir gemacht hab, wo wir uns noch gehasst haben.“ Sagte er und holte eine Kiste heraus, wo tatsächlich mehrer Fotos von mir waren, die er bekritzelt oder sonst wie verunstaltet hat. „Wieso zeigst du mir das?“ fragte ich verwirrt. „Nur damit du weißt, dass das ein ende hat und ich dich nicht mehr hasse, sondern Liebe.“ Sagte er und lächelte mich an. Sein lächeln ließ mich auf Wolke sieben schweben. Er küsste mich leidenschaftlich. Und zwar so, dass ich total vergaß, dass Selina mich vor einer Wette gewarnt hat. Jay schubste die Kiste auf den Boden, wobei der ganze Inhalt sich über den Boden verstreute. Ich dachte kaum darauf, sondern war wie hypnotisiert von Jays Küssen. Er fing an mich an Hals und Nacken zu küssen. Ich ließ mich komplett fallen und erwiderte seinen Kuss


Bevor irgendwas passieren konnte hielt ich plötzlich inne. Jay war gerade dabei mir mein T-shirt auszuziehen, doch ich hielt ihn davon ab. „Was ist los?“ fragte er leicht verwirrt. „Bevor wir hier weiter machen, müsste ich da eine Sache wissen.“ Sagte ich und sah ihn an. „Okay schieß los?“ antwortete er erwartungsvoll. „Gibt es eine Wette zwischen Selina und dir?“ fragte ich gerade heraus. Jay hielt inne und sah mich an. „Wie…wie kommst du darauf?“ fragte er irgendwie nervös. „Ist doch egal, antworte mir einfach.“ Sagte ich und musterte ihn aufmerksam. Jay sah mich nicht richtig an. Er suchte nach Worten. Ich hielt die ganze Zeit seine Hand…doch je länger er auf seine Antwort warten ließ, umso mehr ließ ich sie los. „Also doch.“ Sagte ich und stand auf. „Nein…also ich kann dir das erklären.“ Sagte er und sah mich flehend an. „Ich glaube es nicht, dass ich Selina mehr glauben kann als dir, du Arsch.“ Rief ich und schnappte mir meine Jacke, die auf dem Boden lag. „Sie hat es dir gesagt? Komm schon, geh nicht, lass mich das erst erklären, ich schwöre ich hab längst nicht mehr die Absicht…“ sagte er. Den Rest des Satzes hörte ich schon gar nicht mehr…ich lief aus Jays Haus, direkt rüber zu mir und schloss hinter mir ab. Direkt an der Tür blieb ich stehen und sank langsam an der Tür herunter. Mir liefen leise ein paar Tränen über die Wange, während ich einfach nur nachdachte. Er ist mir noch nicht einmal hinterher gerannt…er saß einfach da auf dem Bett und versuchte irgendwas zu erklären, was mir im Moment scheiß egal war. Mich interessiert es einfach nicht was er sagen wollte, die Tatsache, dass er mich verarscht hatte genügte mir. Ich glaub das war das erste Mal in meinem Leben wo ich Selina unglaublich dankbar war.
Ich stand auf und ging total müde und kaputt in mein Zimmer. Es war bereits 3 Uhr nachts, wobei ich auch noch aufpassen musste niemanden aufzuwecken. Ich öffnete die Tür meines Zimmers ohne das Licht anzuknipsen. Jay brauchte nicht zu wissen, dass ich da war. Ich schlich zum Fenster umzuschauen, ob Jay da war. Auch bei ihm brannte kein Licht. Was ich nicht wusste, war, dass Jay genau dasselbe tat wie ich. Er wusste er hatte alles versaut und doch hoffte er.


Ich legte mich ins Bett ohne mich umzuziehen oder zuzudecken. Ich war müde und mit den Nerven am Ende. So was konnte natürlich nur mir passieren. Ich musste mich natürlich ausgerechnet in meinen Feind verlieben und der nutzte das eben mal so aus. Gott musste ich bescheuert sein. Ich merkte kaum wie ich langsam einschlief. Nicht umgezogen und gewaschen, tja typisches Liebeskummersyndrom.
Am nächsten Morgen wurde ich unsanft wachgerüttelt. Total verpennt sah ich auf und guckte den Mädels ins Gesicht. „Woooah was ist denn los?“ fragte ich und drückte Gesicht ins Kissen. „Jay hat uns gesagt was passiert ist.“ Sagte Ju und setzte sich auf mein Bett. Ich seufzte und setzte mich auf. „Petze.“ Murmelte ich und warf einen bösen Blick zum Fenster hin. „Oh sie kann sogar wieder zickig sein.“ Sagte Becca und freute sich. „Das mit Jay und mir ist vorbei – Zum Glück.“ Log ich und ging zum Fenster hin um den Vorhang zu zuziehen, was ich nachts nicht mehr gemacht hatte. „Jay liebt dich.“ Sagte Jojo und lächelte mich an. „Tut er nicht und wenn ist es mir egal, er kann mich mal. Ich lass mich doch nicht für dumm verkaufen.“ Sagte ich und merkte dass ich noch die Klamotten vom letzten Abend anhatte. „Er hat uns aber alles erklärt, vielleicht solltest du ihn mal ausreden lassen.“ Sagte Susi und machte sich auch auf meinem Bett breit. „Ich will’s einfach nicht hören, außerdem bin ich nicht so der Beziehungsmensch, allein bin ich glücklicher.“ Sagte ich und versuchte meine Haare zu kämmen, die jedoch total verknotet waren. „Gott ich muss duschen.“ Murmelte ich und sah in die Runde. „Gut du gehst duschen, wir warten und danach gehen wir dich ablenken. Du brauchst nämlich wie wir noch ein Kleid für den Abschlussball.“ Sagte Debbie und lächelte freudig. „Nein neein und nochmals NEIEN! Auf diesen beschissenen Ball kriegen mich keine 10 Pferde.“ Sagte ich und runzelte die Stirn. „10 Pferde nicht aber neun Freundinnen von dir.“ Sagte Becca, ging zu mir und zog mich bis hin zum Bad. „Und beeil dich!“ sagte sie und verschwand wieder im Bad. „Wow langsam, ich brauch noch frische Klamotten.“ Sagte ich und kam noch mal zurück ins Zimmer. Dabei erwischte ich Steff, Jenny und Jacky am Fenster. „Woooah weg da, wehe ihr kommuniziert mit ihm über mich. Ich bin ein Tabuthema.“ Rief ich und rannte wütend mit frischen Sachen wieder aus dem Zimmer ins Bad. Ich beeilte mich tatsächlich, damit die Mädels umso weniger mit Jay reden konnten. Ich hörte jedes Wort genau, was mich noch mehr ärgerte, da sie tatsächlich über mich redeten. „Wieso redest du nicht einfach mal mit ihr?“ fragte Jacky Jay am Fenster und fiel fast heraus, weil sich alle anderen Mädels hinter ihr drängelten. „Ich weiß nicht wie ich mit ihr reden soll, außerdem stellt sie sich doch eh auf Stur.“ Sagte Jay total müde und verzweifelt. Er hatte total verwuschelte Haare und riesige Augenringe. „Gott ihr Männer seid doch alle gleich.“ Sagte Luzie und rollte mit den Augen. „Aber echt gib dir mal was Mühe, schließlich magst du sie doch.“ Sagte Ju. Das hätten die wohl gern. Mich interessierte die Wahrheit um die Wette nicht. Mich interessierte auch nicht ob Jay mich liebte oder nicht. Mir war’s egal. Soll er doch mit Selina glücklich werden. Während ich jedoch daran dachte, wie Jay und Selina händchenhaltend durch die Gegend liefen wurde mir wieder mulmig. Nach 10 Minuten war ich fertig mit duschen, anziehen und fertig machen, sodass ich vom Gespräch nichts mehr mitbekam. Sobald ich nämlich die Tür meines Zimmers öffnete, sprangen die Mädels alle auf einmal vom Fenster weg und versuchten so zutun, als wäre nichts. Jedoch stolperte Ju, über Jacky und Jacky über Luzie, sodass alle drei am Boden lagen und die anderen sich kaputt lachten. Ich grinste leicht und konnte den Mädels irgendwie doch nicht böse sein. „Na sauber?“ fragte Becca und versuchte geschickt vom Thema abzulenken. „Nimm mich jetzt auch wenn ich stinke…sonst sag ich winke winke und Goodbye.“ Sang ich und musste dabei voll anfangen zu lachen. „Was habt ihr mit Jay beredet?“ fragte ich und verschränkte ironisch die Arme. „Ach nur so…dies und das. Über Gott und die Welt.“ Sagte Steff und versuchte tatsächlich glaubwürdig zu wirken. Ich nickte ironisch und übertrieben und musste voll grinsen. „So jetzt gehen wir aber einkaufen.“ Sagte Becca und sprang von einem Stuhl auf. „Ja viel Spaß, ich geh nicht mit. Ich brauch kein Kleid.“ Sagte ich stur und setzte mich demonstrativ auf mein Bett. „Und wie du mitkommst und wenn ich dich hinter mir herschleppen muss.“ Sagte Jacky bestimmend. „Ich will aber nicht auf den Ball, ich wird mich da voll langweilen, wenn ihr alle tanzt und feiert und ich da rum sitze, allein und traurig, und dann auch noch zusehen muss wie Selina Promkönigin wird und bestimmt auch noch mit Jay tanzt.“ Sagte ich und seufzte. „Deshalb sollst du ja mit Jay reden.“ Sagte Debbie. „Ich red doch nicht mit dem, nur um jemanden beim Abschlussball zu haben.“ Sagte ich und legte mich Fetusartig aufs Bett. „Ach komm lass dich nicht hängen, wir versprechen dir wir werden nicht die ganze Zeit tanzen und wir suchen dir sogar ein Ersatz-Jay.“ Sagte Jenny und tätschelte übertrieben meinen kopf. „oh Gott, nein keine billigen Kopien, da bin ich lieber den ganzen Abend allein.“ Sagte ich und sprang auf. „Also kommst du mit und kaufst dir ein Kleid?“ fragte Jojo. „JAHAAA.“ Sagte ich leicht genervt, grinste aber. „Geht doch.“ Sagte Jacky und sprang auf. „Na denn mal los.“ Sagte Luzie und lächelte freudig.

Wir liefen den halben Tag durch London. Meine Füße taten mir zwar so was von weh, aber die Mädels und ich waren regelrechte Kampfshopper, das heißt viel laufen gehörte dazu. „Wie wär’s mit diesem Kleid Simone, das steht dir bestimmt gut.“ Sagte Susi und deutet auf ein Kleid. Ich sah sie und das Kleid abwechselnd entsetzt an. „Bist du blind? Das ist rosa.“ Sagte ich und sah mich schon weiter um. „Ja aber wie wär’s mal mit was Neuem.“ Sagte sie und rannte mir hinterher. „Ich muss mich darin auch wohl fühlen, Susi.“ Sagte ich und suchte weiter. Alle hatten ihre Kleider schon nur ich fand einfach keines das mir gefiel. Ich war innerlich total verzweifelt. „Simone meine Beine tun weh.“ Maulte Ju und setzte sich einfach auf den Boden. „Jahhhhaa, ich such ja.“ Zickte ich rum und wurde fast wahnsinnig. „Das aber,“ überfiel mich Susi wieder und zeigte mir ein Kleid mit Rüschen. „Willst du mich fertig machen?“ fragte ich und suchte einfach weiter. „Glaub ja nicht, du kannst dich vor dem Ball drücken, weil du kein Kleid findest.“ Sagte Jacky ernst. Leise knurrte ich vor mich hin. Plötzlich blieb mein Blick an einem schwarzen Kleid hängen, das mir sofort gefiel. „Das ist es!“ rief ich und stürmte auf das Kleid zu, als wäre es das letzte runter gesetzte Kleid im Laden. Alle Mädels sahen mir hinterher und selbst Ju schaffte es wieder aufzustehen. In der Umkleidekabine probierte ich es an und es passte wie angegossen. Jubelnd rannte ich aus der Kabine und sprang meine Freudensprünge. Becca fiel auf die Knie und fing an Gott zu danken, obwohl sie nicht wirklich religiös war. „Danke DAAAAAAAAAANKEEE.“ Rief sie und fuchtelte mit den Armen um sich herum. Die restlichen Kunden um uns herum sahen uns schon verwirrt an und schüttelten argwöhnisch mit dem Kopf. Die anderen Mädels seufzten erleichtert und sprangen auf. „Kann mir mal wer aufhelfen?“ fragte Steff, die wie ein Penner auf dem Boden saß und jetzt von allein nicht mehr hoch kam. Luzie hielt ihr die Hand hin und zog sie mit einem Zug hoch. „Los geh bezahlen, ich bin heut noch mit Kenz verabredet.“ Befahl mir Jacky und schaute auf die Uhr. Ich sprintete zurück in die Kabine, zog mich wieder um und sprintete dann zur Kasse. „Ready.“ Schnaufte ich völlig aus der Puste. „Braves Mädel.“ Sagte Becca und fing wieder an auf mir rum zu klopfen. Ich glaub ich war seit langem nicht mehr so froh in mein Bett zu kommen. Und es war gerade mal 5 Uhr Nachmittags. Jeder in Gedanken trappte zum Bus. Es war samstags, was mich irgendwie sehr deprimiert machte. Es war klar, dass die Mädels was mit ihren Jungs unternahmen und das bedeutete ich würde allein zuhause sitzen. Als würde Jojo wissen was ich gerade dachte unterbrach sie die Stille und sah in die Runde. „Was habt ihr heute vor?“ „Wir gehen alle in den Prime Club.“ Antwortete Becca. „Wie?“ fragte Jojo verwirrt. „Na wir sollten noch mal was zusammen machen.“ Sagte Becca und deutete dabei heimlich auf mich. Aus den Augenwinkeln bemerkte ich die heimlichen Zeichen die sich die Mädels zu warfen. „Wooow woooow woooow , was habt ihr vor?“ fragte ich gereizt und sah alle einzeln an. „Niiix.“ Antwortete Debbie direkt und schaute zuckersüß. „Egal was ihr vor habt, wenn es was mit Jay zutun hat, vergesst es.“ Sagte ich und verschränkte meine Arme. „schon klar.“ Sagte Becca und grübelte grinsend nach.


„Das heißt wenn du nachhause fährst, dann duscht du schön, wirfst dich in heiße Fummel, und dann kommst du zu mir. Dann kommen die anderen Mädels und wir fahren zum Prime Club.“ Entschied Becca und schien sich nicht abbringen zu lassen. „Wieso denn? Wollt ihr denn nichts mit euren Jungs machen?“ fragte ich genervt und seufzte schwer. „Doch natürlich, aber du wirst auch da sein und dich ein wenig mit Jungs vergnügen.“ Sagte Ju, die Becca`s Spiel mitspielte. „Ich bin aber dafür nicht in Stimmung. Und außerdem wird Jay bestimmt auch da sein und ich bin nicht gerade heiß darauf ihn zusehen.“ Sagte ich und verschränkte die Arme. „Du wohnst doch neben ihm, du siehst ihn so oder so.“ warf Luzie ein. Ich rollte genervt mit den Augen. Mir war schon klar, worauf das hinaus lief, deshalb wollte ich heute unbedingt nicht mit. „Keeeeeeeeine Widerrede!“ befahl Becca. „Meinet wegen, aber sobald ich mich wie das fünfte Rad am Wagen fühle, sitz ich im nächsten Bus.“ Sagte ich und atmete tief durch. „Gut das ist ein Kompromiss.“ Meinte Jacky und war damit einverstanden. Das heißt ich musste heute wohl oder übel mit. Zuhause angekommen, schmiss ich mich erst mal aufs Bett und entspannte mich. Meine Füße taten mir wahnsinnig weh und ich glaube ich hatte mir sogar ein paar Blasen gelatscht. Als ich fast weggeschlummert war klingelte plötzlich mein Handy. Genervt griff ich nach dem lauten bimmelnden Gerät, das irgendwo auf meinem Nachtisch lag ohne hinzuschauen. Ich war schließlich mit Augen-zu-haben-und-ausruhen beschäftigt genug. Im letzten Moment konnte ich noch abnehmen. „Fertig?“ fragte eine weibliche Stimme. „Nein.“ Sagte ich und rollte mich einmal komplett im Bett herum. “Dann aber schleunigst,” sagte Ju, die ich mittlerweile erkannt hatte. „Wie viel Uhr haben wir denn.“ Fragte ich voll verpennt und war zu faul selbst auf die Uhr zuschauen. „Viertel vor Nicken! Höchste Zeit zum Party machen. Wir sind in einer halben Stunde bei dir, wenn du dann nicht fertig bist, schmink ich dich!! Und ich will dich nur an Halloween erinnern, wo ich dich geschminkt hab, da hat jeder schon bei deiner Schminke gedacht du wärst verkleidet.“ Erzählte Ju und kicherte leise. „Stimmt, das vergesse ich nicht. Hatte aber was gutes, ich musste nicht in so einem blöden Kostüm rumlaufen.“ Meinte ich und musste voll loslachen. „Ja, aber dafür haben dich alle Typen merkwürdig angeschaut, besonders Jay.“ Lachte Ju. Dabei fiel mir wieder ein, dass Jay und ich ja wieder nicht miteinander redeten. Beziehungsweise ich redete nicht mit Jay. „Na ja wie auch immer, beeil dich, sonst muss ich dich verunstalten.“ Fügte Ju hinzu, als sie merkte dass ich an Jay dachte. „Ja okay, bis gleich.“ Sagte ich und legte auf. Toll ich war noch immer total kaputt und ich hatte auch noch Kopfschmerzen. Ich warf mir einfach ein paar Kopfwehtabletten rein und machte mich dann für den Club fertig. Ich hatte tatsächlich Angst, dass Ju mich stylen wollte oder eines der anderen Mädels. Genau 30 Minuten später klingelte es an der Tür. „Simone, Besuch!“ rief meine Mutter von unten. „Ja kommt hoch.“ Rief ich und suchte mir nur noch schnell ein paar Sachen aus, die ich anziehen konnte. „Gut, du hast dich bewegt.“ Grinste Ju. „Ja ich kann ja nicht verantworten, dass du mich stylst.“ Sagte ich und ließ die Mädels in meinem Zimmer allein und zog mich im Badezimmer um. Als ich fertig war gingen wir sofort los. Mein Motto: Je früher wir hingehen, desto früher kann ich bestimmt gehen. „Eure Jungs kommen doch auch oder?“ fragte ich und schaute jetzt schon auf die Uhr. „Ja, aber das heißt nicht dass du dich heimlich verpissen kannst oder allein dasitzen wirst.“ Sagte Jacky als wir schon im Club waren. „Ja ja,“ murmelte ich und wurde jetzt schon ungeduldig. Plötzlich standen auch die Jungs vor uns, dabei natürlich auch Jay. Er sah mich an. Ich schaute weg. Alles was ich wollte, war auf keinem Fall mit ihm zu reden. Ich bestellte mir einen Drink nach dem anderen. Anders schaffte ich es heute Abend diese Fröhlichkeit und Verliebtheit nicht zu ertragen. Was ich dabei vergessen hatte, war dass ich kurz vorher mehrere Kopfschmerztabletten geschluckt hatten, in dessen Packungsbeilage stand: NICHT MIT ALKOHOL EINNEHMEN, WIRKT VERSTÄRKEND!
Ich wusste gar nicht wie mir geschah. Ich saß in der Clubsitznische mit meinen Freunden (und Jay), trank etwas und plötzlich wachte ich schwebend auf. Kein Scherz, keine Illusion, ich wurde irgendwie in der Gegend rumgeschleppt. Das einzige was ich sah, war der Boden und irgendein hübscher Arsch. Ich baumelte auf irgendeiner Schulter herum, Kopfüber und wusste überhaupt nicht wo ich war. Ich strampelte verwirrt mit den Füßen herum und fuchtelte wie wild mit den Händen herum. Die Person die mich rumschleppte, musste mich total festhalten, damit ich nicht mit meinem Gewackel runter fiel. „Lass mich herunter.“ Lallte ich noch etwas betrunken. Ich sah wie wir stehen blieben und vorsichtig runtergehievt wurde. Jay sah mich an. „Was fällt dir ein.“ Schrie ich ihn an und fuchtelte wie ne Bescheuerte mit meinen Armen herum. „Sag das deinen Freundinnen, sie meinten ich soll dich nachhause bringen, nachdem du wieder mal einen über den Durst getrunken hast.“ Verteidigte sich Jay. Ich funkelte ihn böse an. „Was geht dich das denn an!!! Außerdem hab ich gar nicht so viel getrunken, ich hab nur vorher diese blöden Tabletten gegen Kopfweh geschluckt.“ Sagte ich wütend und verschränkte die Arme. Daraufhin schaute ich mich orientierungslos um. „Wo sind wir überhaupt?“ fragte ich immer noch was lallend. „Paar Blocks von zuhause.“ Sagte Jay und sah mir tief in die Augen. Ich schaute weg. „Wieso fahren wir nicht mit dem Bus?“ fragte ich zickig und funkelte ihn an. „Der Busfahrer hat mich nicht mit dir reingelassen, er hatte wohl Angst um seinen Bus.“ Sagte Jay und musste dabei etwas grinsen. „Tz und da schleppst du mich durch die Gegend.“ Rief ich und trat gegen einen kleinen Stein. „Ja anders hab ich dich ja nicht nachhause bekommen.“ Antwortete Jay ruhig und steckte seine Hände in die Tasche. „Wenn ich die Mädels in die Finger bekomme.“ Murmelte ich und knurrte leise vor mich hin. „Sollen wir dann weiter gehen?“ fragte Jay lieb. „Nein! Ich geh und du gehst irgendwo hinter mir nachhause.“ Rief ich und ging los. „Danke Jay, hoffe es hat nichts gemacht das du mich durch die Gegend schleppen musstest.“ Sagte Jay in einer gespielten Stimme, weil er wollte dass ich es sagte. Ich aber ignorierte ihn und ging schnurstracks nachhause. Jay irgendwo hinter mir.

Am nächsten Morgen wachte ich noch total verkatert und müde auf. Mein Handy bimmelte. Ich warf mir Decke und Kissen über den Kopf und versuchte mein Handy zu ignorieren. Wieso hatten alle eigentlich nichts anderes zutun als mich früh morgens anzurufen oder jedenfalls dann wenn ich penne!?! Das Klingeln erstarb irgendwann. Aber anstatt, dass ich jetzt Ruhe hatte, stürmte meine Mutter ins Zimmer, rüttelte mich und drückte mir das Telefon in die Hand. „Wach auf jetzt! Es ist 3 Uhr und Becca will mit dir reden.“ Sagte meine Mom und verschwand aus der Tür. „Tolle Wurst.“ Murmelte ich und setzte mich auf. „Heeeeeeeeeey.“ Rief sie ins Telefon und kicherte leise. Ich spürte ihren Enthusiasmus förmlich durchs Telefon. So viel Fröhlichkeit am morgen fand ich abartig. Obwohl es ja eigentlich nicht mehr morgens war. „Hi, was gibt es denn so früh am morgen.“ Fragte ich total verpennt. „Och ich wollte dich nur mal bissel ausquetschen wegen Jay.“ Antwortete sie und kicherte wieder. „Moment mal, hast du da neben dir die ganze Truppe sitzen?“ fragte ich aufgebracht. „Neeeeeeeeeeeeeein.“ Log sie. „Ihr seid schrecklich.“ Rief ich, stand auf und ging zum Fenster. Ich blickte über die Straße zu Becca und sah sogar noch wie Jacky am Fenster hockte. „Lügner.“ Rief ich und grinste. „Na gut, erwischt, wir wollen auch nur wissen ob Jay und du…“ entschuldigte sich Becca, doch ich ließ sie erst gar nicht ausreden. „Nein. Und das bleibt so. Ich muss jetzt frühstücken, oder eher gesagt Mittag essen. Ihr entschuldigt mich.“ Sagte ich genervt und legte auf. Wooah wie es hasste über Jay reden zu müssen. Wenn Jay jetzt da drüben auch noch sitzt, dann bekomm ich erst Recht einen Anfall. In diesem Moment wagte ich es einen Blick zu Jays Fenster zuwerfen. Er saß auf seinem Bett und spielte Gitarre. Er sah so süß aus. Dennoch hasste ich ihn. Früher genauso wie heute! Wenn nicht sogar mehr!!! Und trotzdem er sah so süß aus, wie er spielte. Wooah Simone beherrsch dich!!!! Wird jetzt bloß nicht schwach. Gefühlschaos. „Wuuuzzaa.“ Murmelte ich und atmete mit geschlossenen Augen langsam ein und aus. Als ich die Augen wieder aufmachte und noch mal zu Jay sah, beobachtete er mich und lächelte als sich unsere Blicke trafen. Peinlich. In meiner Notsituation versuchte ich schnell einen Ausweg zu finden und riss plötzlich den Vorhang zu, der durch mein schnelles reißen voll runter krachte und es im Prinzip noch peinlicher wurde. Jay legte die Gitarre neben sich und beobachtete mich grinsend weiter. Und jetzt? Peinlicher ging es ja wohl kaum noch. Ich tat so als wurde ich von meiner Mutter gerufen und verschwand schnell aus dem Zimmer. Natürlich wurde dieser Vorfall nicht erwähnt. Von mir nicht und zum Glück von Jay anscheinend auch nicht. Natürlich wurde ich die ganze Woche noch weiter dazu gezwungen mit Jay zu reden, aber natürlich nicht mit mir. Ich wusste ich war stur, aber das war ich gern. Die ganze Woche wurde nur über den Abschlussball geredet. Noch eine Woche Schule, ich fand, dass es sich wie ein Traum anfühlte. Total unwirklich – und trotzdem es war so! Selina ließ mich fast die ganze Woche in Ruhe. Sie hatte ihr Ziel erreicht. Jay war frei und sie konnte sich konkurrenzlos an ihn ranschmeißen. Blöde Bratze! Es gab so vieles was ich dieser Frau an den Kopf werfen wollte. Und damit meine ich nicht nur verbales, sondern am besten richtig harte Gegenstände. Das einzige Mal, wo Selina mich anzickte war in Sport. Wir spielten mal wieder Volleyball und ganz aus versehen hatte der Ball ihren Kopf getroffen. Ich wusste gar nicht wieso alle meinen ich hätte es extra gemacht^^ Jay jedenfalls grinste als mein Ball Selina traf. Selina und ich waren jedenfalls kurz davor uns mal wieder zu verkloppen, doch Jacky und Ju hielten mich erfolgreich zurück, wie auch Selina festgehalten wurde. Zum Glück sah unser Sportlehrer diesmal nicht, dass wir uns mal wieder stritten. Ehrlich gesagt hatte ich es satt immer nachsitzen zu müssen. Ansonsten total stressig die Woche. Wie ich große Feiern hasste. Und besonders Abschlussbälle. Obwohl ich noch nie auf einem war. Als es dann Freitag war und ich mich in mein Kleid quetschte, wäre ich am liebsten im Bett geblieben. Aber ich hätte nie gedacht dass diese Nacht so enden würde…


Es klingelte an der Tür. Scheiße, ich war noch nicht fertig. Ich hatte zwar kein Date heut Nacht, aber darauf konnte ich irgendwie doch ganz gut verzichten. Wer braucht schon diese nichts taugenden Typen aus meiner Schule. Wer braucht schon Jays! Ich nicht. Halb geschminkt, stolperte ich die Treppe hinunter und machte auf. „Mh da fehlt aber was.“ Sagte Becca und deutete auf mein Gesicht. „Sag bloß.“ Sagte ich ironisch und zog sie rein. „Beeil dich, gleich kommt Sam und holt uns ab.“ Sagte Becca und scheuchte mich wieder ins Bad, wo ich mich fertig schminken sollte. Pünktlich um halb 8 war ich dann schließlich fertig und Sam stand auch schon vor der Tür. Ich wusste, dass ich den ganzen Abend das fünfte Rad am Wagen sein würde, aber ich hatte beschlossen das einfach durchzustehen. Schließlich gab es so einen Abschlussball nur einmal im Leben und ich fand es besser eine schlechte Erinnerung zu haben als gar keine. Die Aula war schon total voll. Alle hatten wunderschöne Kleider an oder elegante Anzüge. Selbst die Aula war total rausgeputzt worden. Unsere Clique saß natürlich zusammen an einen großen Tisch. Einschließlich Jay. Ich versuchte ihn zu ignorieren, aber mal ehrlich wer konnte einem Jay in Anzug widerstehen. Aber trotzdem ich hasste ihn. Und ich klopfte mir die ganze Zeit selbst auf die Hand, dass ich ja nicht zu ihm sah. Ich wusste nämlich genau dass er mich ansah. Penner, was fällt dem ein! Gott, ich fühlte mich so als wäre ich voll schizophren. Wahrscheinlich war ich es auch. Natürlich war das ne komplette Pärchenrunde. Außer Jay und mir. Mir kam es fast so vor, als wären wir tatsächlich die einzigen ohne Partner. „Komm schon amüsier dich etwas, Simone.“ Sagte Ju zu mir. „Tu ich doch.“ Sagte ich und versuchte überzeugend zu wirken. „Guck doch mal, da stehen ganz viele Jungegesellen.“ Meinte Jojo und zeigte auf einige Jungs die hinten bei den Getränken standen. „Bist du wahnsinnig. Das sind die Streber, sie stinkenden und die Pickelfressen. So tief bin ich noch nicht gesunken.“ Rief ich entsetzt, worauf die Mädels es lieber ließen, mich zum tanzen zu bringen. Ziemlich schnell saßen Jay und ich allein am Tisch. Die Musik wurde immer romantischer und ich immer depressiver. Irgendwann fing ich an mit Bierdeckeln ein Kartenhaus zu bauen. „Schau dir doch mal Simone an! Die Arme baut sogar ein Kartenhäuschen.“ Sagte Jacky die mich mitleidig ansah. Kenz schaute kurz zu Jay und mir an den Tisch. „Die beiden sind kindisch. Anstatt sich einfach zu vertragen, hängen die beiden da rum und verpassen den tollsten Tag der Schulzeit.“ Meinte Kenz patzig und zog Jacky auf die Tanzfläche umzutanzen. Jacky ließ sich glücklich mitziehen, trotzdem schielte sich noch zu Jay und mir rüber. „Ju guck doch mal die beiden, die tun mir so Leid.“ Sagte Jacky zu tanzenden Ju und zeigte auf uns. Sie war fest an Mus geschlungen, sah aber dann rüber zu uns. „Kann mal bitte wer zu Jay rüber gehen und ihm sagen er soll mal mit Simone reden?“ „Aber schnellstens, die baut sich grad ein Schloss zusammen.“ Lachte Becca, die glücklich mit Sam tanzte. „Es ist bereits ein Schloss.“ Meinte Debbie grad mit Ollie dazugekommen war. „Oh mein Gott, ich geh ja schon.“ Maulte Kenz, der sich anscheinend verpflichtet fühlte. Schnurstracks ging er zu Jay und flüsterte ihm etwas ins Ohr. Ich selber bekam das gar nicht mit. Ich war mit meinem Schloss beschäftigt, dass jede weitere Minute ausgebaut wurde. Jay schüttelte energisch mit dem kopf und klammerte sich am Tisch fest. Kenz wurde immer aggressiver und zog wie wild geworden an Jay herum, dass er endlich aufstand. Irgendwann verließ Jay seine Kräfte sodass er mit einem Schwung auf den Beinen stand und von Kenz zu mir hingeschubst wurde. Jay landete unsanft auf dem Stuhl neben mir. Durch den Wind den er verursachte fiel mein Schloss in sich zusammen. „AHHHHH.“ Rief ich und schaute zu wie das Schloss nacheinander einkrachte. Langsam drehte ich den kopf zu Seite und sah Jay in die Augen. „Kann ich dir irgendwie helfen?“ fragte ich total genervt und räumte die Trümmer meines Schlosses auf. „Ich wollt mit dir reden.“ Sagte er und sah mich an. „Ich will’s nicht hören.“ Zickte ich rum und würdigte ihm keines Blickes. „Ich hab dich nicht verarscht. Das war…“ sagte er, doch ich wollte es einfach nicht wissen. „Ich will es nicht wissen MAN.“ Rief ich und unterbrach ihn damit. Natürlich wurde diese Unterhaltung von allen Seiten beobachtet. Jay wollte noch etwas sagen, doch er wurde wieder unterbrochen. Nur diesmal nicht von mir. Es war Selina. „Jay willst du tanzen?“ fragte sie Zuckersüß. Töten, eliminieren, vernichten! Was für ne Bratze. Jay wollte zwar nicht gehen, aber da ich ihn nicht ansah und so tat als würde es mich nicht interessieren ging er mit. Toll! Nun war der Abend wirklich dahin. Dachte ich…aber noch war nicht alle Tageabend…noch nicht

Gott war das deprimierend. Nun hatte ich aber wirklich schlechte Laune. Ich warf Jay und Selina einen kurzen Blick zu. Genau jetzt kam natürlich das langsamste Lied überhaupt. Begrabt mich. Das nieder schmetternste war, dass Selina auch noch wie eine Prinzessin aussah. Die in ihrem Guccikleid, gebräunt und perfekt gestylt. Wer konnte da schon nein sagen. Ich ließ meinen kopf auf den Tisch knallen und wollte am liebsten sterben. Das war ne totale Katastrophe. Was soll ich den später meinen Kindern erzählen? Das ich wie n Loser am Tisch gesessen habe und beinahe zu den Losern bei den Getränken gegangen wäre? Eher würde ich mich erschießen. Das wär’s ja auch noch…ein Abschlussfoto von Simone mit dem pickeligen Bernd. Ich wollt´s mir gar nicht vorstellen. Plötzlich wurde ich aus meinen Gedanken gerissen. Unser Schulleiter machte eine Ansage für die Promqueenernennung. Super, das hatte mir jetzt noch gefehlt. Alle gingen auf ihre Plätze zurück. Ju klopfte mir mitleidig auf die Schulter. „Sei nicht so stur, dann klappt das mit Jay und dir auch.“ Sagte sie aufmunternd und lächelte. Ich seufzte. Jay setzte sich auch auf seinen Platz und sah mich kurz an. Ich griff nach einer Gabel, doch Ju verhinderte das ich Jay damit angriff. Becca, die das auch gesehen hatte, schnappte sich noch schnell das restliche Besteck und hörte dann unserem Schulleiter zu. Gott die behandelten mich wie ein Kind. Gut, es kam nicht so oft vor, dass ich jemanden mit einer Gabel anfallen wollte. Nach einer langen langweiligen Rede, wurde endlich der Promkönig gekrönt. „und der Promkönig dieses Jahres ist…James Murray.“ Rief er, worauf ein tosender Beifall ertönte. Jay konnte es voll nicht glauben. Er stand total verwirrt auf und ging zitternd auf die Bühne. Ich klatschte gezwungener Maßen mit, weil besonders Jacky, Becca und Ju mir böse Blicke zu warfen. Nicht das ich Jay das nicht gönnte, aber ich wusste genau wer Promqueen wurde. Und Jay und Selina noch mal tanzen zu sehen, dass war grad nicht der schönste Abschluss des Abends. „So und nun wird der Abend für mich immer erniedrigender.“ Sagte ich zu Becca und klatschte trotzdem noch für Jay. „Hör schon auf. Du musst halt mal mit ihm reden.“ Sagte sie. Jay hielt eine sehr kurze Dankesrede, worauf unser Schulleiter mit der Krönung fortfuhr. „Und die diesjährige Promqueen ist…“ Sag schon!!!! „…Simone Kasperek.“ Stille um mich herum. Keiner hatte damit gerechnet, einschließlich mir. Ich wurde total bleich im Gesicht. Das einzige was man im Saal hörte, war Selina, die wütend rumschimpfte. Plötzlich begangen alle zu klatschen und zu jubeln. Ich saß noch immer total perplex im Stuhl und konnte mich nicht bewegen. Ju rüttelte an meinem Arm und schubste mich los. Total verwirrt ging ich zu Jay und dem Schulleiter. Ich bekam ein hübsches Diadem aufgesetzt und wurde vor dem Mikrofon abgestellt. „Ähm…ich weiß gar nicht was ich sagen soll…ich hab mit so was nicht gerechnet…ich glaub niemand hat damit gerechnet…das einzige was ich dazu sagen kann ist…danke…danke an alle.“ sagte ich. Es folgte wieder ein tosender Applaus, mit Ausnahme bei Selina`s Clique. Unser Schulleiter Mr. Nolan schnappte sich das Mikrofon wieder und stellte sich zwischen Jay und mich. „Ihr wisst natürlich was jetzt folgt…der alljährliche Promabschlusstanz, denn ihr zwei einleiten werdet.“ Beantwortete er selber feierlich. Ich seufzte. Jay sah mich an. Nach kurzem zögern, kam er dann aber doch zu mir, nahm meine Hand und zog mich auf die Tanzfläche.

Wir tanzten Walzer. Alle sahen uns an und schwärmten. Wenn die wüssten, dass ich Jay jedoch lieber verhauen wollte, würde der ganze Saal nicht so schauen. Ich machte auf glücklich und lächelte hübsch für die unzahlreichen Bilder die gemacht wurden. „So jetzt kannst du grad nicht abhauen, ich will das jetzt geklärt haben.“ Sagte Jay bestimmt, lächelte aber trotzdem gekonnt für die Kameras. „Was willst du da noch klären.“ Murmelte ich genervt und sah Jay an. „Ich will unsere Beziehung retten.“ Antwortete er und sah mich an. Ich sah ihm in die Augen. Verdammt, er hatte so tolle Augen. „Das mit der Wette, war der Plan, aber ich hab ihn nie umgesetzt. Ich hatte es vor, aber als ich dich dann geküsst hab, da war das mit der Wette schon wieder gegessen. Es tut mir Leid, dass ich überhaupt auf die Idee zu so etwas gekommen bin, aber du weißt wir mochten uns vorher nicht so besonders.“ Sagte Jay und lächelte etwas. Ich schluckte schwer. Wieso machte er es mir so schwer? Ich wollte mit ihm abschließen und der Typ lässt mich einfach nicht. „Und Selina?“ fragte ich zögerlich. „Die ist und war hinter mir her. Sie wusste dass wir uns hassen und um mir zu gefallen, hat sie mehrere Rachepläne geschmiedet.“ Erklärte er. „Und du steckst mit ihr nicht unter einer Decke oder hast sonst was mit ihr zutun?“ fragte ich ihn weiter aus. „Rein gar nichts, ich kann sie noch nicht mal leiden.“ Sagte er und lächelte charmant. Ich konnte nicht mehr. Die Mauer die ich um mich herum gebaut hatte, fiel gerade in sich zusammen. „Ich liebe dich.“ Sagte ich und küsste Jay vor den Augen der gesamten Schule. Man hörte wie Selina wieder anfing rumzuschreien und zu schimpfen, aber sie wurde ganz schnell von Jubel und klatschen übertönt. Jay lächelte mich nach dem Kuss an. „Ich liebe dich auch.“ Antwortete er.
Jetzt durften auch alle anderen Paare auf die Tanzfläche. Jay und ich gingen in der Menge unter. Aber das machte uns nichts aus. Wir tanzten einfach und sahen uns an. Ich war glücklich. Ju und die anderen kamen auf uns zu und beglückwünschten uns. „Endlich hat das mal geklappt, ich war schon kurz davor euch irgendwo einzusperren.“ Sagte Becca lachend und tanzte mit ihrem Sam. „Ich wollt schon den Date Doktor anrufen.“ Grinste Jojo. „Jap oder zur Paartherapie.“ Sagte Ju und küsste Mus glücklich. „Na gut das wir uns so vertragen haben, hätte bestimmt ne Menge Geld gekostet.“ Meinte ich und schlang meine Arme um Jays Nacken…Ich war froh über den Ausgang des Abends. Wenn ich daran dachte das ich vor einer Stunde noch ein Kartenhaus gebaut hatte und mich zu den Losern begeben wollte, verfiel ich in ein tiefes grinsen. Nur gut das ich es mir einfach anstatt schwer gemacht hab…wieso überhaupt hassen wenn man lieben kann?

ENDE





Signatur



ju du bist die beste patientin die man haben kann xDD luvya


Das WE war der hammer, lieb euch =)


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