esge Administrator
    

Status: Offline Registriert seit: 03.01.2007 Beiträge: 642 Nachricht senden | Erstellt am 12.07.2007 - 20:29 |  |
Holger Biege
Geboren am 19.9.1952 in Greifswald, Sänger und Komponist, spielt seit dem 9. Lebensjahr Klavier, begann früh mit Kompositionen und absolvierte die Ausbildung an der Musikschule Berlin-Friedrichshain (Gesang, Klavier) "mit Auszeichnung". 1975 bei der Schubert-Formation, 1976 Sieger Schlagerwettbewerbs 1976. Holger Biege fiel mit seiner gefühlsbetonten Interpretationsweise und Kompositionen auf, die Substanz für großangelegte Arrangements boten. Innerhalb kurzer Zeit gelang es ihm, Chanson-, Klassik- und Pop- Elemente mit eigener Klavierbegleitung zu einem unverwechselbaren persönlichen Stil zu entwickeln.
Seine ersten Alben, "Wenn der Abend kommt" und "Circulus" (1978 u. -79), erreichten in der DDR Auflagen von einigen hunderttausend Stück und waren, bedingt durch Limitierung, dennoch Raritäten in den Schallplattengeschäften. Ihre Veröffentlichung verband Biege mit umfangreichen Konzerttourneen, die er - ausgenommen das Jahr '80 - solo am Piano absolvierte. Allein 1979 kamen so weit über zweihundert Konzerte zusammen!
Einen wichtigen Beitrag zur Beliebtheit seiner Lieder leisteten - und das sei nicht unerwähnt - auch die Texter mit denen der Musiker früher zusammenarbeitete. Zu nennen wäre da: Ingeborg Branoner, Fred Gertz, Werner Karma, Gisela Steineckert und Michael Kunze. Biege selbst textete bis Mitte der achtziger Jahre nur vereinzelt. Im Musikalischen sah er seine Aufgabe vor allem. Bemerkenswerterweise liegt bei der Entstehung eines Biege-Liedes die Komposition stets am Anfang. Die Musik hat also auch eine inspirative Funktion für den Text. Im Laufe der Zeit wuchs der poetische Anteil in Bieges Arbeit. Die letzten Alben "Leiser als laut" und vor allem "Zugvögel" belegen dies deutlich. Überhaupt kann man ihm eine nochmalige Steigerung seines künstlerischen Ausdrucks attestieren.
Im Konzert erleben wir diesen Mann nicht nur als Liedermacher im weitesten Sinne, sondern häufig auch als improvisierenden Pianisten, der dem Zuhörer Eintritt in bislang unbetretene musikalische Räume verschafft. Er tut dies virtuos, expressiv und kommentarlos.
Quelle
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[Dieser Beitrag wurde am 11.04.2008 - 22:22 von esge aktualisiert]
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