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Tompson 
1000 Liter Wein
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...   Erstellt am 02.01.2006 - 10:31Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich muß hier einfach mal meinen Frust loswerden

Zuerst das Bezugsthema:
mein Dattelweinthread

Und nun die harten Fakten:
Der Dattelwein wurde ein 2. Mal sterilgefiltert, eingeflascht und wie das so ist, wenn man bei einem Wein ein Fehlverhalten hat, dann bemüht man sich doppelt, ihn zu disziplinieren.
Also, ich habe alles Hobbywinzermögliche getan, um reinlich und desinfizierend/hefetötend den Wein in die Flaschen zu bekommen.

Dann vergingen einigen Monate zum Zwecke der Lagerung. Zu anfang wurde noch kontrolliert, ob die Korken rauskommen, das war nicht der Fall und die Schrumpfkapseln kamen drüber. Tompson war zufrieden und vergaß den Wein und ließ ihn lagern.

Es kam das Weihnachtsfest und mit ihm die Gelegenheit, etwas Besonderes zu präsentieren.
Der Korkenzieher (Marke BwKaklatame* in Ermangelung eines professioniellen Geräts) kam zum Einsatz und der Gastgeber haute ihn sich erstmal an die Stirn - denn der Korken half nach Der Wein begab sich auf den Teppich, denn er schäumte voller Überschwang erstmal über. Und beim Aufteilen wurden gleich grinsenderweise die Weingläser durch Sektgläser ersetzt. Leider hat mein Glas reichlich Bodensatz mitbekommen und schmeckte nicht mehr so doll. Die anderen hatten ein klares und prickelndes Dattelsektvergnügen.

Was mache ich falsch????

Ich habe seitdem mit den selben Filtern gefiltert und alle anderen Weine benehmen sich mustergültig...

Ich gehe jetzt ein wenig schmollen...


*für alle Nichteingeweihten: Bundeswehrkampfklapptaschenmesser. Offizielle Bezeichnung übrigens, steht so auf meinem Reservekramschein...

[Dieser Beitrag wurde am 02.01.2006 - 13:54 von Tompson aktualisiert]





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Birgit ...
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...   Erstellt am 02.01.2006 - 11:05Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Erst mal mein Beilied , ich weiß das frustriert einen extrem

Folgende Frage:

Hattest Du den zusammengebauten Filter mit starker Schwefellösung gespült? Mein Verdacht ist, das sich vom Vorfiltern Hefezellen nach den Filterplatten aufhalten. Dann landen diese Hefezellen im frisch gefilterten Wein.

Hat der Gesellschaft der Dattelsekt dann geschmeckt?


Hast Du außerdem die restlichen Flaschen mal vor einer starken Lichtquelle betrachtet?

Gruß Birgit





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Aus dem Feuerquell des Weines, aus dem Zaubergrund des Bechers,
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Josef ...
1000 Liter Wein
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...   Erstellt am 02.01.2006 - 11:20Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Könnt ihr der EK Filterei 100% vertrauen?
Kann man sichergehen das wirklich keine Hefezelle durchkommt?
Wenn ich einen Wein habe der den Gärungsendpunkt nicht erreicht hat verwende ich trotz EK Filtern zusätzlich Kaliumsorbat 2g auf 10Liter.
Ich betrachte das als notwendiges Übel, genau wie Schwefel. Ansonsten bin ich auch kein Freund von Chemie im Wein.
Wenn man mal so ein Erlebnis wie Tompson hinter sich hat wird man vorsichtig!




Tom
unregistriert

...   Erstellt am 02.01.2006 - 11:30Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


hallo!

ihr wisst ja, daß ich von weinfiltern keine ahnung habe. aber wiso hast du trotz filtern einen bodensatz gehabt?

ebenfalls mein beileid...




Tompson 
1000 Liter Wein
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...   Erstellt am 02.01.2006 - 13:50Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Der Reihe nach:

@Birgit
Danke.

Die Filterplatten kommen nach Benützung in den Geschirrspüler. Also nix Schwefelbehandlung. Ja, ich weiß, damit widerspreche ich eigentlich meiner "alle Möglichkeiten ausgeschöpft" Aussage aber alle anderen ca 20 bisher gefilterten Weine benehmen sich ja auch
Eigentlich sollte es also reichen

Es hat geschmeckt außer mir, denn ich habe natürlich das Glas mit Schmock genommen

Ich kehre erst heute in mein Heim zurück. War quasi im Weinachtsurlaub im Nebenort bei LAG+Leihsohn
Ich werde also mit Vollschutz bekleidet in den Keller steigen und die Flaschen berühren


@Josef
Wie gesagt, nur dieser Wein benimmt sich nicht. Vielleicht haben Datteln ja was Eigenhefiges an sich?
Mit dem Kaliumsorbat werde ich mich mal belesen. Vielleicht in diesem eine Lösung aber ansonsten hatte ich nichts dergleichen vor. Wobei ich kein Ökofuzzie bin, sondern auch auf dem Standpunkt stehe: Was muß, das muß...

@Tom
Der Bodensatz hat sich während und durch die Nachgärung gebildet. Wie die das mit dem Sekt normalerweise handhaben weiß ich nicht, da steig ich momentan aus Mangel an Interesse und Zeit nicht durch





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Fruchtweinkeller ...
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...   Erstellt am 02.01.2006 - 14:27Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Tompson,

der typische Vorführeffekt

Bei uns passieren solche Nachgärungen zum Glück nur sehr selten. Zuletzt hat es uns bei einer Schlehe/Honig erwischt. Es siffte etwas am Korken heraus aber die Flasche war zum Glück noch nicht "scharf gemacht", dazu reiche der Druck nicht. Besonders skurril: Augenscheinlich waren nur einige wenige Flaschen betroffen (bei mir eine von fünf). Ich möchte nicht ausschließen dass es nicht am Filter liegt, vielleicht haben wir mit unseren hefeverseuchten Fingern irgendwo an den Korken gepackt? Ich könnte mir auch vorstellen dass am Verkorker Bewuchs wächst wenn der Verschluss nicht 1a sauber gemacht und abgetrocknet wird. Tja, wir werden versuchen in Zukunft noch sorgsamer zu arbeiten. Ansonten muss man es positiv sehen: Der ebenfalls teilweise nachgegorene Rhabarber/Honig war so lecker dass wir daraus gezielt Sekt herstellen wollen





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Hinterwaeldler ...
10 Liter Wein
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...   Erstellt am 02.01.2006 - 14:35Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Passt nicht ganz zum Thema, aber sind die Simplexfilterplatten wiederverwendbar, Tompson schrieb ja was von Geschirrspüler.





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Fruchtweinkeller ...
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...   Erstellt am 02.01.2006 - 14:37Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Die Schichten selbst nicht, ich glaube Tompson meint das Filtergehäuse.





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Jason ...
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...   Erstellt am 02.01.2006 - 14:41Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Also ich würde wenn schon dann erstmal Hefe nehmen die sich bewährt hat.
Ich weis ja nicht wie kalt dein Keller ist, aber wenn diese Hefe kaltgär-eigenschaften hat bringt Kälte auch nicht viel.
Dann würde ich die Datteln erst nach dem Brühen zerschneiden, dann lösst sich auch nix raus und der Dreck is eh nur aussen drauf.
Mehl würde ich auch weglassen bei Maische, da is immer genug Trub der sich mit der Zeit aus den Früchten löst.
Und da ich von Filtern keine Ahnung hab ( zumindest noch bis nächste Woche, dann hab ich hoffentlich einen ) kann ich dazu nur sagen:
Überprüf halt mal alle Dichtungen, der Teufel steckt immer im Detail.

Ach und wenn du Sekt machen willst dann lager die Flaschen Kopf nach unten und wenn der Trub sich am Kork abgesetzt hat musst du den Flaschenhals bei
-3 bis -4 °C einfrieren, geht im Winter recht gut, is Gefühlssache.
Dann kannst du den Prött samt Korken entfernen da bei Kälte kein Druck vorhanden ist. Is nur mit Weinflaschen ein Risiko wegen dem Druck späters.
Kann Sekt werden, kann auch ne Splitterbombe werden.





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Hinterwaeldler ...
10 Liter Wein
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...   Erstellt am 02.01.2006 - 14:41Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ach so, habe nämlich auch so ein Teil und muss den bald das erste Mal benutzen, da les ich mir hier schon mal etwas Wissen an.





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