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matzl0505  1000 Liter Wein
    

Status: Offline Registriert seit: 11.01.2009 Beiträge: 1169 Nachricht senden | Erstellt am 14.09.2009 - 13:47 |  |
@vladdi
Genau so mach ichs auch, und ich hatte nie Probleme.
Ich hab im Rahmen meiner Arbeit, dass Buch "Hefen in der Weinbereitung" von Wolfgang Renner aus der Reihe Winzerpraxis gelesen und da wird die Rehydrierung soweit ich das in Erinnerung habe nur bei schlechten Gärverhältnissen(zu kalte Temperatur, schlechte Lagerung...) und beim beheben von Gärstockungen erwähnt.
Gruß
Marius
Signatur Wie wird das chemische Element Brom gewonnen?
Man nimmt eine Handvoll Brombeeren, lässt diese zur Erde fallen. Die Beeren verbinden sich mit der Erde zu Erdbeeren und Brom wird frei."
Es ist das Phantom unseres eigenen Ichs, dessen innige Verwandtschaft und dessen tiefe Einwirkung auf unser Gemüt uns in die Hölle wirft, oder in den Himmel verzückt. E.T.A. Hoffmann |
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Fruchtweinkeller  Administrator
         

Status: Online Registriert seit: 29.03.2004 Beiträge: 13434 Nachricht senden | Erstellt am 14.09.2009 - 14:59 |  |
Es hängt auch ein bisserl davon ab wie lange das Gebinde schon offen ist. Wenn die 500g-Packung schon einige Monate auf dem Buckel hat schadet es sicher nicht, sanft zu seinen Hefchen zu sein 
Signatur Jede Null verzehnfacht das Problem.
(Graf Fito)
Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören! |
matzl0505  1000 Liter Wein
    

Status: Offline Registriert seit: 11.01.2009 Beiträge: 1169 Nachricht senden | Erstellt am 14.09.2009 - 15:19 |  |
Jop genau das meine ich mit Lagerung. Hab mich bissi blöd ausgedrückt.
gruß
Marius
Signatur Wie wird das chemische Element Brom gewonnen?
Man nimmt eine Handvoll Brombeeren, lässt diese zur Erde fallen. Die Beeren verbinden sich mit der Erde zu Erdbeeren und Brom wird frei."
Es ist das Phantom unseres eigenen Ichs, dessen innige Verwandtschaft und dessen tiefe Einwirkung auf unser Gemüt uns in die Hölle wirft, oder in den Himmel verzückt. E.T.A. Hoffmann |
huskylady  10 Liter Wein


Status: Offline Registriert seit: 14.09.2009 Beiträge: 17 Nachricht senden | Erstellt am 14.09.2009 - 23:11 |  |
Hallo Thorsten,
ich habe Trockenhefe verwendet und diese in den auf ca. 35°C. abgekühlten Saft gegeben, das Ganze 20 Min. ruhen lassen und dann kräftig durchgeschüttelt, ganz nach Anleitung.
Heute Abend bin ich allerdings auch schon ein wenig schlauer. Nachdem wir statt des Gärstopfens nun einen Deckel präpariert haben, der jetzt dicht ist, blubbert es ganz kräftig. Yeepeeh!!!
Also das wäre erst einmal geschafft.
Das mit dem Zucker hatte ich vor der Weinbereitung auch schon gelesen, aber da ich das Rezept von Ungarn habe, die in Sachen Selbstherstellung sehr bewandert sind, vertraue ich doch sehr darauf. Kann natürlich auch in die Hose gehen; aber da lasse ich mich einfach mal überraschen.
Ach ja, den fertig vorbereiteten Saft hatte ich vorab probiert und er schmeckte hervorragend und auch nicht zu süß.
Na ja, mal schauen wie es weitergeht.
Gruß
Alice
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huskylady  10 Liter Wein


Status: Offline Registriert seit: 14.09.2009 Beiträge: 17 Nachricht senden | Erstellt am 14.09.2009 - 23:24 |  |
Hallo und vielen Dank für Deine hilfreiche Antwort.
Das Wasserbett war nur ne Notlösung, weil ich dachte, dass es viel zu kalt für die Gärung ist, aber nachdem es nun klar ist, dass es an der Undichtigkeit lag und eine Gärung bei 18°C wohl auch stattfinden kann, werde ich den Riesenkanister aus dem Bett verbannen. Und klaro, hatte ich ihn gut eingepackt.
Weiterhin werde ich mir jetzt Gedanken bzgl. des Kanisters machen und falls es gesundheitsschädlich sein sollte, ihn gegen ein geeignetes Gefäß austauschen. Allerdings wollte ich ja erst einmal testen, ob die Weinbereitung überhaupt etwas für mich ist.
LG
Alice
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huskylady  10 Liter Wein


Status: Offline Registriert seit: 14.09.2009 Beiträge: 17 Nachricht senden | Erstellt am 14.09.2009 - 23:40 |  |
Hallo Birgit,
lt. ungarischer Anleitung kommt nur die Weinhefe in den Ansatz und wenn ich ehrlich bin, hört sich alles andere auch so kompliziert an. Wollte doch nur mal nen Versuch starten, ob ich Spaß an der eigenen Weinherstellung habe.
Werde mich jetzt aber auf jeden Fall mal mit diesen Dingen wie Säure und Vinometer und Titrierset auseinander setzen und mir ggfs. auch ein anderes Gärgefäß besorgen.
LG
Alice
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huskylady  10 Liter Wein


Status: Offline Registriert seit: 14.09.2009 Beiträge: 17 Nachricht senden | Erstellt am 15.09.2009 - 00:08 |  |
Hallo vladdi78 und vielen Dank für den Willkommensgruß.
Mit dem Kanister (es ist ein 30l Plastikkanister) überleg ich noch. Wollte halt noch nicht soviel investieren, weil ich nicht weiß, ob ich bei der eigenen Weinherstellung bleibe; dann wär alle Anschaffung für die Katz.
Nachdem der Deckel jetzt dicht ist, ist alles OK. Die Gärung funktioniert und gut riechen tut es auch. Denke, dass ich mir unnötig große Sorgen gemacht habe, denn gegärt hat er wohl doch die ganze Zeit, nur war es nicht zu sehen.
Holunder muss wegen seinem enthaltenen Giftstoff gekocht werden, nur ob es eine Stunde sein muss, ist fraglich. Ich habs halt genau nach Anleitung unserer ungarischen Freunde gemacht.
Also wenn ich auf den Geschmack komme, werde ich mir auf jeden Fall einen Gärballon aus Glas zulegen. Könnte mir auch vorstellen mal einen Met auszuprobieren.
Lieben Gruß
Alice
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huskylady  10 Liter Wein


Status: Offline Registriert seit: 14.09.2009 Beiträge: 17 Nachricht senden | Erstellt am 15.09.2009 - 00:31 |  |
Hallo noch mal an Alle,
möchte mich ganz herzlich für Eure hilfreichen Antworten und Beiträge bedanken.
Hatte mir wohl unnötigerweise Sorgen wegen des Ansatzes gemacht, der mit einem einfach Austausch des Deckels erst einmal gerettet ist.
Jetzt harre ich erst einmal der Dinge, die da noch kommen mögen und hoffe, dass keine Komplikationen mehr auftreten (schön wärs)!!!
Einen lieben Gruß
Alice
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JasonOgg  1000 Liter Wein
    

Status: Offline Registriert seit: 13.08.2007 Beiträge: 1954 Nachricht senden | Erstellt am 15.09.2009 - 08:01 |  |
Schön, dass doch (fast) alles in Ordnung ist und jetzt läuft.
Du wirst sehen, es ist halb so wild und kompliziert, wie es sich anhört.
Zum Thema Säure, Alkohol und Zucker hat Andreas (Fruchtweinkeller) im Kapitel Analytik ein schönes Dreieck gemacht, welches anschaulich zeigt, warum es sinnvoll ist die drei in Verhältnis zueinander zu setzen.
Signatur Was lange gärt wird gut. |
vladdi78  100 Liter Wein
  

Status: Offline Registriert seit: 12.09.2008 Beiträge: 371 Nachricht senden | Erstellt am 15.09.2009 - 14:22 |  |
Freut mich auch, daß es jetzt klappt. Ich drück Dir die Daumen, daß alles gut verläuft und das Endprodukt riiichtig lecker wird! Ich dachte nur du hättest den Saft aus dem Tetrapack gekauft, wußte nicht, daß es frisch gepresster war. Dann ist das Kochen natürlich pflicht.
Wer meine Posts liest wird wissen, was ich gebetsmühlenartig immer wieder predige: schafft euch das passende Equipment an. Sicher, man kann einen Plastik-Kanister als Gärgefäß benutzen. Man braucht auch nicht unbedingt einen Gärverschluß, mit etwas Geschick kann man sich selbst was basteln. Man braucht eigentlich auch keine Hefe, denn die meisten Früchte (so sie denn nicht gekocht sind) fangen früher oder später von alleine zu gären an. Und ohne Zusatzstoffe hat man schon vor 1000 Jahren gegärt - ging auch. 
Aaaber: Die Gefahr, daß (als Amateur) dabei etwas schief geht, ist beachtlich. Und die Wahrscheinlichkeit, daß du am Ende ein riiichtig gutes Stöffsche rauskriegt, recht niedrig. Und vergessen wir den Frustfaktor nicht. Ich hab am Anfang auch gedacht "Ach, improvisieren wir mal, geht schon". Ging leider nur in die Hose (wortwörtlich, hab ne Jeans mit Johannisbeerwein vollgesaut!). Seitdem ich mir das nötigste (und mittlerweile auch nicht so sehr nötige) Handwerkszeug gekauft hab, hat mein Wein gleich eine ganz andere Qualität. Das schmecken selbst nicht-Weintrinker. 
Die Einstiegskosten sind im Vergleich zu anderen Hobbys auch verschwindend gering. Glasballon (15L reichen), Gärstopfen, Gärröhrchen, Hefe, Hefenährsalz und Kaliumpyrosulfit sind das Nötigste fürs Erste. Mit etwas Geduld und Glück kriegst du den Glasballon bei ihBäi für sehr (sehr!) wenig Geld, dann bist du mit 10 - 15 Euro dabei. Ansonsten hast du um die 30 Euronen investiert (nach meiner Rechnung, keine Gewähr ). Dazu kommt noch der Zucker und die Früchte, mit etwas Pech bist du nahe den 50 Euro. Wenn ich alleine an meine Reithose (70 Euro) oder Reitstiefel (150 Euro) denke relativiert sich das schnell. 
Gut, eine Silberfisch-Zucht kostet deutlich weniger, das Sammeln von Streichholzschachteln auch - aber das ist ne ganz andere Hobby-Kategorie.   
Kleines Schmankerl aus einem anderen Bereich: Mein Nachbar hats geschafft, beim Reifenwechsel 2 Radbolzen abzubrechen. Radbolzen!!! Ich hab schon vieles kaputt gekriegt, aber das noch nie. Wie hat er das geschafft? Schlechtes Werkzeug + viel (eigene) Masse + mit Schmackes druff. Punkt 2 und 3 waren aber nicht entscheidend, das schlechte Werkzeug wars. Seitdem leiht er sich meines ... 
Also: hol Dir erstmal das Nötigste, für den Anfang geht (wegen deinem Met-Projekt) auch Aldi-Honig. Wenn Du dich an die Infos und Rezepte aus dem Fruchtweinkeller und dem Honigweinkeller hälst kriegst du ein echt feines Tröpfchen!
skol! 
*Vladdi*
Signatur B! |