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Darkprinzess ...
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...   Erstellt am 12.03.2008 - 13:09Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Entwicklung der Hexenkunst





Zwischen dem 15 und dem 18.Jahrhundert nahm in Europa die seit dem Altertum bekannte Figur der Hexe einen völlig neuen Charakter an. Spezifisch christliche Glaubensvorstellungen überlagerten das alte Bild.Das christliche Weltbild teilt die Welt seit jeher in gut und Böse auf.Gott ist die höchste Verkörperung des Guten während Satan die Personifikation des Bösen darstellt.Hexen, Zauberer und Magierinnen folgten nun angeblich dem Teufel um von ihm satanische Kräfte zu erlangen.So wurde die Vorstellung die sich das Europa der der Neuzeit von den Hexen machte wesentlich vom Christentum geprägt.





Seit der Hochzeit des Mittelalters hatte sich nahezu im gesamten Europa ein vergleichsweise toleranter Umgang mit Magie, Zauberei und Hexerei eingebürgert.Im Laufe des 15.Jahrhunderts aber bildete sich bei der Bevölkerung eine diffuse Angst vor den magisch Begabten heraus,die von der Kirche kräftig geschürt wurde.
Die Menschen machten sich Sorgen wegen der praktischen Auswirkungen der Hexerei auf ihr Leben.Woher die Macht der Hexen kam war ihnen dagegen eher gleichgültig.Dies war nur für die kirchlichen Autoritäten von Interesse.Während der Neuzeit lebten die Menschen in England und Kontinentaleuropa zumeist in kleinen Dörfern und Städten.Ihre Hauptsorge war die tägliche Nahrungsbeschaffung.Die Gesellschaft war straff gegliedert.Ein Drittel bis die Hälfte der Bevölkerung lebte gerade so am Existenzminimum Armut,Krankheit und Katastrophen wie Epidemien,Ernteausfälle und häufige Hungersnöte gehörten zum Alltag.




Einige Anthropologen vergleichen die Entwicklung der Hexerei in Europa mit der in Afrika.Der Völkerkundler Edward-Evans-Pritchard sowie die Historiker Keith Thomas und Alan Macfarlane gehören zu jenen die für einen Dialog zwischen ihren Fächern eintreten.So fand Macfartlane bei seiner Studie über den Hexenglauben im Essex (England) des 15 und 17.Jahrhunderts heraus,dasAnschuldigungen mit dem Vorwurf der Hexerei bei den Dörflern etwas durchaus Normales waren.Die anklagen spiegeln die Sorgen und Nöte der Landbevölkerung wider.Hexerei wurde bemüht um die Wechselfälle des Lebens zu erklären:
Verweigerte ein Neugeborenes die Mutterbrust so musste es verhext worden sein.Wenn ein Kind krank wurde oder die Nutztiere eines Bauern starben dann suchten die Menschen den Schuldigen unter ihren Leidensgenossen aber nicht in ihrer wirtschaftlichen Situation.




Die angeblichen Opfer der Hexerei waren meist Nachbarn der Hexen.
Angeklagt wurden in erster Linie arme allein stehende Frauen.Die Anklagen folgten häufig auf ein verweigertes Almosen hin.So erhob am 31 Dezember 1649 der Kleinbauer Henry Cockcrofte in Heptonstall,Yorkshire vor dem Friedensrichter Anklage gegen ein gewisse Elizabeth Crossley.Als Crossley an seiner Tür um Almosen gebettelt hatte, hatte seine Frau ihr zwar etwas gegeben doch offenkundig war die Dame damit nicht zufrieden gewesen.
In derselben Nacht wurde plötzlich Cockcroftes Sohn krank der noch in den Windeln lag.Kurzzeitig erholter er er sich wieder starb dann aber doch.
Cockcrofte bezichtigte zuerst eine andere Frau Mary Midgely der Hexerei.Diese gestand zwar eine Hexe zu sein bestritt aber Cockcroftes Kind getötet zu haben Stattdessen beschuldigte sie Elizabeth Crossley dren Tochter und eine dritte Frau.Cockcroftes Entschluss mit der Sache vor den Friedensrichter zu treten bewog auch andere Dorfbewohner Anklage gegen Mary Midgely zu erheben. So berichtet Richard Wood wie Midgely seine Frau an der Tür um Wolle gebeten habe.Seine Frau habe sich geweigert da sie ihr vor drei Wochen Wolle gegeben habe und der alten Milch angeboten.Doch Midgely sei nur wütend abgezogen.
Danach war Woods Vieh auf geheimnisvolle Weise erkrankt.
Ähnliche Fälle lassen sich dem Anthropologen Evans-Pritchard zufolge auch in Afrika nachweisen.In beiden Fällen diente die Anklage der Hexerei dazu eine Erklärung für etwas zu finden was nach damaligen Maßstäben unerklärlich war.Der Hexenglaube trug entscheidend dazu bei das sich in einer Zeit in der sich soziale und wirtschaftliche Bindungen zunehmend auflösen die traditionellen Verpflichtungen guter Nachbarschaft weiterhin durchsetzten.






(Quelle, Susan Grennwood, Hexen im Mittelalter)





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