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MadameKaya ...
Dieses Baums Blatt
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Registriert seit: 14.10.2005
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...   Erstellt am 10.02.2006 - 11:20Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Schwierig, schwierig...

Eigentlich kommen für mich nur zwei Möglichkeiten in Frage, entweder wird jemand dazu engagiert den ich nicht kenne und der/die dann angemessen für ihre Aufgabe entlohnt wird.
Wobei ich mir nicht vorstellen kann, das eine fremde Person in der Lage ist mich so herrzurichten , wie ich das gerne hätte und spätestens nach drei Zurechtweisungen ist die Stimmung ruiniert.

Außerdem würde ich mich bei einer Fremden recht unwohl fühlen und es dauert lange eine Vertrauensverhältnis aufzubauen.

Zumuten und zutrauen könnte ich die Aufgaben einer Kammerzofe eigentlich nur einer Person: Meinem Mann.

Bei Vorbereitungen zu unseren Treffen übernimmt er ja diese Aufgabe eh schon, dabei kann ich ihn auch nach herzenslust kritisieren und zur Eile gemahnen.

Nun da ich ihn aber als Mann an meiner Seite brauche , hat sich diese Möglichkeit schon erledigt.


Wenn ich ganz ehrlich bin, brauche ich aber keine Dienstboten um eine historisches Gefühl zu erzeugen.
Dafür gibt es auch genug andere Augenblicke: Musik und Tanz, eine schöne Frisur eine gelungene Bemerkung ,ein schöner Faltenwurf..ach herrjee ich schwafel..Mir fällt da noch viel mehr ein

Dienende Menschen in meiner Umgebung verunsichern mich auch irgendwie:

Da kann ich mich Tina anschließen, das 21. Jahrhundert und eine Erziehung zur Selbständigkeit haben ihre Spuren hinterlassen.

[Dieser Beitrag wurde am 10.02.2006 - 11:25 von MadameKaya aktualisiert]





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Es gibt kein echtes Leben im Falschen...

Citoyenne ...
Der Blätter zwey
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Beiträge: 26
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...   Erstellt am 11.02.2006 - 16:28Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Nun, ich habe ja schon beide Rollen ausprobiert, allerdings erwies sich in der Rolle der Herrin, das ich unfähig bin gescheit zu befehlen und als Dienerin hatte ich die Schwierigkeit, dass sich meine Herrin einfach nicht richtig bedienen lassen wollte "Komm das mach ich schnell selber".
Trotzdem bin ich immernoch zuversichtlich, dass es mal richtig klappt mit der Darstellung einer Zofe. In Z-Heim werde ich allerdings als die Begleitung von Andrés Herren gehen, was als Zofe seiner Frau aber nicht unbedingt unauthentisch ist. Mir schien, nach der Lektüre von Swifts Anweisungen, dass es im 18.Jh. noch etwas einfacher war in einen höheren Stand aufzusteigen, als im 19. ...




Adolphe ...
Zweig
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Registriert seit: 31.10.2005
Beiträge: 174
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...   Erstellt am 11.02.2006 - 18:11Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Muss ja nicht immer gleich Diener oder Lakai sein.
Habe gerade einen sehr amüsanten Bericht über die Französelei in Preußen und den damit verbundenene Stilblüten bei der Suche z.B. nach Erzieherinnen gelesen. Vor allem, was sich damit für ein "Pack" eingehandelt wurde. Hauptsache, es hatte mit Frankreich zu tun.
Gerade bei Herrschaften mit Kindern lassen sich so die eine oder andere Person integrieren und hervorragende Spielmöglichkeiten schaffen.....

[Dieser Beitrag wurde am 11.02.2006 - 18:11 von Adolphe aktualisiert]





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Der Schein trügt..........

vonStroheim ...
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Registriert seit: 04.12.2005
Beiträge: 1
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...   Erstellt am 12.02.2006 - 19:21Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Meine Lieben,

ich werde in Zeilitzheim meinen ersten Acte de Présence als Laquai machen - für mich gleichfalls ein Experiment.

Ich bin also der Lohndiener Johann-Christoph Fußbrech (Jean-Christophe Cassepied) aus der ehem. kurtrierschen Residenz Koblenz, nunmehr expatriert und in Würzburg bei diversenen Herren thätig. Ich diene für diesen Wochen bei den neuen Herren Zeilitzheim, und darf mich auch durch meine Kenntnisse des Frantzösischen empfehlen.

Ich folge nur den Anweisungen meiner Herrschaft.

v.S.








Republicain ...
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Registriert seit: 14.10.2005
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...   Erstellt am 13.02.2006 - 07:35Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Verehrte Herren,

es nimmt mich nit Wunder, einen Kerl mit Kenntnis der französischen Sprache, in den besten Diensten zu finden. Allein mir bescherte, das eine oder andere Wissen um ein rechtes fränckischen Worth den besten Herren in dieser besten aller Welten. Demoiselle Cecilen wird meinen gn. Herren begleiten.

Votre Serviteur

Du Jard





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... Das Sturmläuten, das nun anheben wird, ist kein Alarmsignal, es bedeutet den Generalangriff auf die Feinde des Vaterlandes. Um sie zu besiegen, brauchen wir Mut, meine Herren, Mut und nochmals Mut; dann ist Frankreich gerettet.

Catherine ...
Zweig
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Beiträge: 194
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...   Erstellt am 14.02.2006 - 12:06Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Nanny schrieb

    Ist die Frage nicht eher: "Wie findet man ein williges Wesen, das den/die Bedienste/n geben will?"


Nicht unbedingt, da auch das "bedient werden" gekonnt sein will. Und willige gibt es sicherlich ausreichend. Ich denke jedoch, das wir wirklich oft an unseren all zu modernen Vorstellungen scheitern. Unser Omas und Opas hätten sich sicherlich leichter getan!!! Wobei ich hier immer die Herren Militärs vor Augen habe -> bei ihnen klappt es ja auch mit dem Befehlen und ausführen von Befehlen...warum also solche Schwierigkeiten im Zivilibereich??? Fehlt uns ein Reglement?


Ich denke es wird viel damit gekämpft, das man ja nicht untätig sein will, wo andere doch die ganze Zeit etwas für die Gemeinschaft tun -> schlechtes Gewissen/schlechtes Gerede über einen


Mir fällt auch immer wieder auf, das der Spaßfaktor bei einigen der ausschlaggebende ist:
- ich mag meinen Spaß haben, mich ausruhen, schön sein......
- ich mag nicht den ganzen Tag arbeiten (mache ich ja schon von Mo-Fr.), mich rumkommandieren lassen etc.
-> Hier ist es vielleicht eine Frage der Einstellung?! Sehe ich meine Rolle und die damit verbundene Arbeit oder die "aufgezwungene" Müßigkeit als meinen persönlichen Spaß, der mich zufrieden stell? Letztlich machen wir das Hobby doch alle freiwillig und sollten daher auch Spaß in den von uns frei gewählten Rollen finden!!!





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"Ich were erstickt, wenn ich dieses nicht gesagt hätte" Liselotte von der Pfalz

Nanny ...
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Registriert seit: 12.10.2005
Beiträge: 656
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...   Erstellt am 14.02.2006 - 13:05Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Na wie gut, das ich mir diesen Schuh nicht anzuziehen brauche! Immerhin habe ich mich die letzten 15 Jahre herumkommandieren lassen und "schön" habe ich garantiert nicht ausgesehen!




Republicain ...
Dieses Baums Blatt
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Registriert seit: 14.10.2005
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...   Erstellt am 14.02.2006 - 14:29Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Die Fragestellung ist ausgezeichnet, Catherine.
So einfach ist es tatsächlich nicht, einen Herren / eine Dame zu finden. Das soll keine Kritik an anwesenden Personen sein. Nein, die Chemie muss stimmen und das ist ein Knackpunkt. Der Herr, die Frau muss ja auch die Erwartungen des Dienstboten, der Zofe, des Kutschers, der Köchin erfüllen, dass diese dazu bereit sind, ihn zu bedienen.
Zu einem großen Teil kommt es aber auch darauf an, offen zu sein, unbefangen mit Aspekten des Rollenspiels umzugehen und man darf nichts zu verbissen sehen, einen Konsenz zwischen eigenen Wünschen, denen der Mitakteure usw. finden.
Ich habe es vielleicht schon oftmals gesagt, aber ich tue es wieder: ich würde das Hobby nicht mehr machen ohne DIE Rolle, denn sonst hätte für mich die Zivildarstellung keinen Sinn.
Wunderlicher Begriff Darstellung? Wem stellen wir etwas dar? Wollen wir nicht einfach nur unser Leben leben und die Kleider und Geräte, die wir uns anschaffen, sind nur Mittel zum Zwecke, der Zufriedenheit?
Und so bin ich wieder am Ausgangspunkt. Man muss für sich selbst herausfinden. Genügt es einem die Kleider zu tragen. Will man tiefer eintauchen. Wünscht man gar das Living-History, was, in meinen Augen, ohne das Rollenspiel nicht auskommt. Was wäre das Rollenspiel ohne Rolle und welche Rolle einfacher als die eines Domestiken? Einfacher weil man weitaus weniger Ausrüstung (gestellt von deiner Herschaft) benötigt als ein Handwerker, schwieriger weil man sich nicht nur in sich selber gefallen kann, sondern dieselben Problemstellungen hat, wie im normalen Leben: man braucht soziale Kompetenz, muss mit den Mitgliedern des Kreises, den ich stets "mein Haus" nenne, umgehen können muss.





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