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...   Erstellt am 24.07.2009 - 07:24Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


„Ich weinte, weil ich keine Schuhe hatte, bis ich einen traf, der keine Füße hatte.“
Helen Keller



* 27. 06. 1880 - Tuscumbia, Alabama
† 01. 06. 1968 - Westport, Connecticut

Helen Adams Keller war eine taubblinde US-amerikanische Schriftstellerin.


Helen Keller kam als gesundes Kind zur Welt. Mit achtzehn Mona-ten-sie sprach schon einige Wörter- bekam sie eine lebensgefährliche Gehirnentzündung, durch die sie blind und taub wurde.

Es folgten fünf Jahre geistiger Öde und Lethargie, unterbrochen nur durch verzweifelte Wutausbrüche. Die Rettung kam durch die Blindenlehrerin Anne Sulüvan.

Sie lehrte die siebenjährige Helen Zeichen und Bedeutungen über Tasteindrücke in die Hand, dann Blindenschrift und das Fingeralphabet.

Mit zehn Jahren lernte Helen unter unerhörter Anstrengung - als einzige Taubblinde in den USA — selbst zu sprechen.
Mit 16 Jahren kam sie auf das Mädchengymnasium in Cambridge, Mass., und bestand mit 19 die Zulassungsprüfung am Radcliffe College.

Sie studierte Französisch, Deutsch, Latein, Literatur, Philosophie, Ökonomie und Politik, denn sie »hatte einen Heißhunger auf Bücher und Wissen und verschlang ganze Brailleschrift-Bibliotheken«. Helen Keller begann sehr früh zu schreiben;

1904 veröffentlichte die 24jährige ihre erste Autobiographie (dt. »Die Geschichte meines Lebens«, 1905), die sie mit einem Schlag weltberühmt machte.

Im Laufe ihres langen Lebens - Keller wurde 87 Jahre alt- unternahm sie viele Reisen.

In 123 Städten trat sie in 249 Versammlungen vor insgesamt 250 000 Menschen auf, um für die Sache der Gehörlosen und Blinden zu werben.

Eine gute Freundschaft verband sie mit Mark Twain; der Industrielle Andrew Carnegie setzte ihr eine Lebensrente aus.

Helen Keller war überzeugte Sozialistin und Pazifistin.
Ihr Buch »Wie ich Sozialistin wurde« enthält viele Überlegungen über die Rolle der Frau.
Sie lehnte sich auf gegen falsche Vorstellungen von
Weiblichkeit und reagierte mit Empörung auf Ungerechtigkeiten gegen Frauen (»Ein Appell an die Vernunft der Richter«).

Sie liebte Shakespeares Sprache, mißbilligte aber seine Ansichten über Frauen, die »weder originell noch aufgeklärt« seien.

In ihrem Brief »an eine englische Suffragette« schreibt sie 1911:
»Ich bin entrüstet über die Behandlung der tapferen, geduldigen Frauen von England. Ich bin entrüstet, wenn die Konfektionsschneiderinnen in Chicago von der Polizei mißhandelt werden.
Ich bin erfüllt von Seelenangst, wenn ich an die Erniedrigung, die Sklaverei und die industrielle Tyrannei denke, welche Millionen zermalmen und Frauen und hilflose Kinder zu Boden drücken.«





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