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Lavida ...



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...   Erstellt am 28.08.2009 - 12:28Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen



"Wer nicht immer besser wird, hört auf gut zu sein"

Heinz Nixdorf wurde am 9. April 1925 in Paderborn als Sohn eines Bahnarbeiters geboren.

Mit pfiffigem Geschäftssinn verdoppelte er als Physikstudent der Frankfurter Universität das Anzeigenaufkommen des Vorlesungsverzeichnisses: Heinz Nixdorf -Selfmademan, dem es gelang, aus Gelegenheitsjobs ein Computerunternehmen aufzubauen, das viele Jahre als ernstzunehmende deutsche Herausforderung für den Branchenherrscher USA gesehen wurde.

Ein „Imperium ",das der unumstrittene Firmenchef vom Mutterhaus in Paderborn regierte.

"Man soll Computer so einfach lassen, wie der liebe Gott die mathematischen Gesetze einfach erfunden hat."

Das kann nur jemand sagen, für den mathematische Formelsammlungen und Logarithmentafeln eine so spannende Lektüre sind wie ein Agatha-Christie-Krimi für den Normalmenschen. Die Rede ist von Heinz Nixdorf, Inhaber des gleichnamigen Computer-Unternehmens in Paderborn.

Wenn es ums Geld ging, war Heinz Nixdorf dabei, und zwar in der vorderster Reihe.
Nicht nur Europäischen Großbanken sind mit seinen Computerterminals und Geldautomaten bestückt.

Ein paar Gehirnwindungen mehr hat man ihm schon immer zugebilligt, und Nixdorf hat keine Gelegenheit ausgelassen, davon Gebrauch zu machen. Und zwar ausdauernd und erfolgreich.

Sich vorzustellen, dass er, der in den letzten Jahren seines viel zu kurzen Lebens immer im perfekt sitzenden Nadelstreifen-Einreiher, dazu passender gemusterter Krawatte, goldgeränderter Brille, als Physikstudent mit dem Moped und einer Idee im Kopf durch das Ruhrgebiet knatterte, fällt einigermaßen schwer.
Heinz Nixdorf verstand zu beeindrucken.

Der Erfolg machte Mut, freilich nicht dazu, das Physikstudium schnellstens abzuschließen, sondern im Gegenteil, es abzubrechen und Unternehmer zu werden.

Der Bastler gründete mit dem "Labor für Impulstechnik" sein eigenes Unternehmen. Sitz der Firma war eine Kellerwerkstatt bei RWE in Essen, wo er seine ersten Abrechnungscomputer konstruierte.
Nach bahnbrechenden Entwicklungen im Transistor-Bereich kaufte Nixdorf 1968 die "Wanderer-Werke" auf.

Die „paar Gehirnwindungen mehr" erwiesen sich als das beste Kapital, über das der Jungunternehmer verfügen konnte.

Und dies nicht nur, was die Konstruktion von Rechnern anbelangte, sondern auch deren Absatz.

Seine Talente auf dem Gebiet hatte er schon als Studiker in Frankfurt erprobt. Ihm war es seinerzeit gelungen, als Anzeigenvertreter für das Vorlesungsverzeichnis der Uni das Anzeigenvolumen zu verdoppeln, und dies binnen kürzester Frist. Nixdorfs Charme als Verkäufer war unwiderstehlich.

Vor dem Problem, sich gute neue Mitarbeiter zu suchen und sie auch zu finden, stand der Firmenchef schon immer, was sich als besonders wichtig erwies, wenn er neue Pläne wälzte. Nixdorf dämmerte seit langem, dass die Großrechenanlagen für bestimmte Arbeitsbereiche nicht sonderlich
geeignet waren.

Datenverarbeitung am Arbeitsplatz war das Stichwort.
Computer sollten auch für kleinere Betriebe sinnvoll nutzbar gemacht werden können.
Nixdorf zog sich in sein Labor zurück und als er 1965 wieder zum Vorschein kam, brachte er einen Kasten mit der Nummer 820 mit.
Das Gerät war kein einfacher Buchungsautomat mehr, sondern ein regelrechter Computer.
Die Büromaschinen hersteller Wanderer und Kienzle nahmen ihn in ihr Vertriebsprogramm auf.Die neue Kreation erwies sich schnell als Renner.

Aus dem Mitte der sechziger Jahre noch relativ unbekannten Einzelgänger, der seine Produktion ins heimatliche Paderborn verlegt hatte, war ein Unternehmer mit vollen Kassen geworden

Heinz Nixdorf verstarb am 17. März 1986 auf der CEBIT-Messe in Hannover.

Heinz Nixdorf Stiftung





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