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focour 
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...   Erstellt am 06.07.2013 - 12:08Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Gedicht, Interpretation, Lesung

„Heimatlos“ von Max Herrmann-Neiße

05.07.2013 · Die Nationalsozialisten verbrannten seine Werke und zwangen ihn zur Flucht. Max Herrmann-Neißes Gedicht „Heimatlos“ sucht für die Vertreibung Worte und bewahrt zugleich die Achtung vor den Menschen.


Von Hans-Joachim Simm, FAZ NET



Heimatlos

Wir ohne Heimat irren so verloren
und sinnlos durch der Fremde Labyrinth.
Die Eingebornen plaudern vor den Toren
vertraut im abendlichen Sommerwind.
Er macht den Fenstervorhang flüchtig wehen
und läßt uns in die lang entbehrte Ruh
des sichren Friedens einer Stube sehen
und schließt sie vor uns grausam wieder zu.
Die herrenlosen Katzen in den Gassen,
die Bettler, nächtigend im nassen Gras,
sind nicht so ausgestoßen und verlassen
wie jeder, der ein Heimatglück besaß
und hat es ohne seine Schuld verloren
und irrt jetzt durch der Fremde Labyrinth.
Die Eingebornen träumen vor den Toren
und wissen nicht, daß wir ihr Schatten sind.





Signatur
Früher war mehr Lametta.

(Loriot)

Ich liebe es, Menschen beim Lügen zuzuhören, wenn ich die Wahrheit kenne ;-)


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"Licht und Schatten" - Monatsthema Januar 2015


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