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Siera ...





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...   Erstellt am 07.11.2005 - 15:57Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Heilsteine, wirken sie wirklich ?

Zusammenfassung:
Heilsteine (exemplarisch untersucht an Rosenquarz und Fluorit) haben tatsächlich eine Wirkung bzw. sie können eine Heilwirkung haben. Diese könnte aus zwei nachvollziehbaren Effekten kommen:
I. Die Schönheit, Farbe, Ästhetik, Oberflächenbeschaffenheit usw. hat möglicherweise eine positive Wirkung auf das Gemüt (Psyche)
II. Placebo-Effekt.
Weitergehende Wirkungen, besonders die dazu gelieferten Begründungen, entbehren nicht nur jeder halbwegs wissenschaftlichen Grundlage, auch hat ein Vergleich der behaupteten Wirkungen bei verschiedenen Autoren praktisch keine Übereinstimmung ergeben. Häufig wird pseudowissenschaftliches und populärwissenschaftliches Wissen ungeprüft auf andere Zusammenhänge übertragen. Positive episodische Berichte werden ohne jede statistische Untersuchung und ohne Berücksichtigung oft gleichzeitig angewendeter anderer Heilmethoden fälschlicherweise als Wirkbeweis angeführt.

Wer Mineralien sammelt - gleich aus welchen Gründen - wird irgendwann mit der Frage nach der "heilenden Wirkung" von Steinen (Heilsteinen) konforntiert. Nun ist diese Frage nur von voreingenommenen Leuten schnell mit "ja" oder "nein" zu beantworten. Ich wollte es mir nicht so leicht machen und bin bei meiner Untersuchung rein wissenschaftlich nach Fakten und nachprüfbaren Effekten vorgegangen. Leider bin ich dabei -sowohl bei den Gegnern, wie noch mehr bei den Befürwortern einer Heilwirkung - auf Ignoranz, Dummheit, Aberglaube, Halbwissen, Geschäftemacherei und eben auf Voreingenommenheit gestoßen. Globale Aussagen wie "hilft gegen Krebs" und in der gleichen Internetseite "alle Wirkungen wurden von mir eingehend getestet" sind, obwohl sehr präzise, unvoreingenommenerweise auch nur schwer zu überprüfen. Allerdings ist ein "eingehender Test" bei einer Erkrankung wie Krebs nur mit einem solchen Umfang an statistischen und experimentellen Untersuchungen (hilft der Fluorit nun bei Hautkrebs, Brustkrebs, Blutkrebs, Darmkrebs..., ?) durchzuführen, erfordert obendrein ein so großes Potential an Fachwissen, Untersuchungsgeräten, Mitarbeitern, Geld, Testpersonen usw., so daß ich zumindest die zweite Aussage für nicht haltbar (also unwahr) ansehen muß, zumal der Autor auch jeden Beweis (Statistiken, Fallbeispiele usw.) schuldig bleibt.

Link-Querverweise (zu Esoterik-Händler, Abhandlungen über Heilsteine usw.) habe ich nach Androhung gerichtlicher Schritte wegen "Geschäftsschädigung" bzw. "übler Nachrede" (obwohl ich wörtlich zitiert hatte !) sämtlich entfernt. Anscheinend gibt es Leute, die es nicht gerne sehen, wenn ihre Aussagen auf den Wahrheitsgehalt geprüft werden...

Ich hatte ursprünglich zwei Mineralien exemplarisch ausgewählt, um einerseits die Untersuchung in einem vertretbaren Rahmen zu halten, andererseits aber auch einen Vergleich zwischen zwei vollkommen unterschiedlich aufgebauten Substanzen zu haben.

Deswegen habe ich Rosenquarz und Fluorit gewählt. Beide Mineralien unterscheiden sich so vielfach (siehe Tabelle), daß identische Wirkungen (sofern sie mit der chemischen Beschaffenheit oder mit physikalischen Eigenschaften begründet werden) ausgeschlossen werden können.



Eigenschaft: Fluorit Rosenquarz
chem. Formel CaF2 SiO2
Härte (Mohs) 4 7
Dichte 3,1-3,2 2,65
Kristallsystem kubisch trigonal
typische Farbe violett, grün rosa
Spaltbarkeit sehr gut schlecht
Glanz Glasglanz Fett-Glasglanz
Kristalle häufig, würfelig sehr selten, pseudohexagonale
(Doppel-) pyramiden
typische Bildung hydrothermal pegmatitisch

Beide Mineralien werden häufig als Heilsteine beschrieben (und verwendet), sind jedoch keine Heilsteine im Sinne von Hildegard von Bingen, der immer wieder zitierten "Begründerin der Steinheilkunde". An nächster Stelle sollte eigentlich eine Tabelle mit Idikationen für beide Heilsteine folgen. Doch hier zeigt sich erstens eine so enorme Badbreite, fast gegen jedes Leiden scheinen beide Mineralien irgendwie wirksam zu sein, so daß eine Tabelle den Rahmen dieser Abhandlung sprengen würde. Zweitens - und das stellt eine solche Tabelle in Frage - schwanken die Angaben in (über 100 untersuchten Quellen) so erheblich (außer wenn in der einen Arbeit eine andere zitiert wird, was man häufig nur durch gleiche Wortwahl feststellen kann), daß man ggf. nur eine noch umfangreichere autorenabhängige Tabelle angeben könnte. Leider fehlt auch vielen Quellen die Angabe, wie mit dem Heilstein zu verfahren ist, damit die heilende Wirkung eintritt. Häufigste "Anwendungsformen" sind:

Handstein / Handschmeichler: rundlich geschliffener, getrommelter und polierter Stein, wird in der Hand gehalten, gerieben, bei sich geführt, mit Wasser, Alkohol oder Speichel befeuchtet, aufgelegt, angesehen, oder/und am bestimmten Stellen aufgestellt.
Steinkette: als Splitter- oder Rundsteinkette, soll auf der Haut getragen werden oder durch die Hände gleiten.
Rohstein: unbearbeitetes Bruchstück, wird an bestimmten Orten aufgestellt, angesehen
Steinkugel: wie Handstein, jedoch u.U. mit besserer Wirkung
Steinei: wie Handstein, jedoch u.U. mit besserer Wirkung
Steinpyramide: Pyramidenförmig geschnittener/geschliffenener und polierter Stein
Steinkreuz: geschliffen in der Form eines christlichen Kreuzes, soll Wirkung in bestimmten Fällen verstärken
Massagestab: Stabförmig, rudlich geschliffener und polierter Stein, für Sondermassagen eingesetzt
Steinpendel: zum "Pendeln", eher Diagnosezwecke
Kristallwasser: zerriebenes oder zerstoßenes Mineral, in Wasser oder alkoholhaltigen Getränken aufgeschwemmt (oder gelöst, soweit löslich), wird getrunken, also innere Anwendung; auch zeitweises Einlegen z.B. eines Handschmeichlers in Wasser

Diese Auflistung ist unvollständig. Mitunter sind die "Rezepturen" bzw. "Verfahrensweisen" recht abstrus, haben Anklänge an den Hexenkult oder es wird (z.B. bei Verwendung von Weihwasser, Steinkreuzen, Rosenkranz) der christliche Glaube einbezogen. Zudem werden Heilsteine auch nicht nur zum Heilen, sondern auch zum Vorbeugen gegen Krankheiten verwendet, auch hat die Astrologie den Tierkreiszeichen bestimmte Steine (z.B. Fluorit: Fische und Wassermann) zugeordnet.

Bei einer solchen Vielfalt an Indikationen und Behandlungsweisen fällt es natürlich schwer durch experimentelle Untersuchungen klare Aussagen zu treffen. Deswegen habe ich mich auf einzelne, weitgehend (bei verschiedenen Autoren) übereinstimmende und leicht überprüfbare Aussagen beschränkt.


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"Ein Rosenquarzbrocken, in der Nähe des Computers (Monitors) aufgestellt leitet die schädliche Strahlung ab."
Diese Aussage ist - auch in Variationen - weit verbreitet, in vielen Büchern, auf vielen Internetseiten und in vielen Esoterik-Läden nachprüfbar. Weitere Angaben werden in der Regel nicht gemacht. Es scheint egal zu sein, woher der Rosenquarz stammt (Fundort), wie groß er ist, wo er genau aufgestellt wird (näher am Monitor ist besser ?), wie stark (und durch was) er gefärbt ist. Auch wird keine Angabe gemacht, wie lange die Wirkung anhält (ausdauernde Wirkung ?), wie die Wirkung physikalisch (oder emotionell) begründet ist, gegen welche "Strahlungsarten" (elektromagnetische Strahlung, Röntgenstrahlung, Magnetfelder, statische Aufladung, Ionisierung usw.) der Rosenquarz hilft. Wirkt der Rosenquarz auch bei modernen LCD-Display-Monitoren, bei Beamern, bei Notebooks usw. ? Muß es Rosenquarz sein, oder genügt nicht auch gemeiner Quarz (Kieselstein ?), der sich ja chemisch und strukturell - abgesehen von der färbenden Substanz - ebenfalls als SiO2 - kaum unterscheidet ?

Nun können wir sicher feststellen: Diese Aussage kann nur in neuerer Zeit (jünger als ca. 20 Jahre) entstanden sein, denn vorher gab es keine (Home)-Computer. Der Urheber dieser Aussage konnte trotz größter Bemühungen nicht ausfindig gemacht werden. (Es scheint in Esoterik-Kreisen nicht üblich zu sein, Quellen zu nennen, bzw. Autoren zu zitieren.) Nun, jeder, der einen Computerprospekt studiert oder auf der Rückseite des Monitors die Aufschrift "strahlungsarm nach ...-Norm" gelesen hat, hat eine gewisse Vorstellung um welche Art von Strahlung es sich handeln könnte bzw. er weiß, daß Computermonitore (schädliche) Strahlung aussenden. Da es sich um (auch kurzwellige) elektromagentische Strahlung - bis hin zur Röntgenstrahlung - handelt sind gesundheitliche Schädigungen nach heutigem Wissen zumindest nicht auszuschließen, eher (bei gewissen Dosisleistungen und älteren Monitoren) sogar wahrscheinlich.
Die von Computer-Monitoren ausgehenden "Strahlungen" wurden wissenschaftlich recht genau untersucht. Die unbestritten wirklich schädliche Röntgenstrahlung ist bei modernen Monitoren nach einer Untersuchung des TÜV-Rheinland ca. 10.000 mal kleiner als die natürliche Röntgenstrahlung aus dem Weltall und der Erde. Mit der Einführung der MPR-Norm 1988 durch die schwedische Regierung ("Schweden-Norm", die praktisch von allen Herstellern schon früher eingehalten wurde, sank die Strahlungsbelastung (röntgen, elektromagnetisch, statisch, und magnetisch) schon bald drastisch. Die Fortschreibung der Normen in MPR-II (1990), TCO-91, TCO-92, TCO-95 und TCO-99, erlauben nur noch so geringe Abstrahlungen, daß praktisch jedes Haushaltsgerät hier höher liegt - und, auch nach kritischen Betrachtungen keine gesundheitlichen Schädigungen mehr zu erwarten sind. Geringfügig häufigere Fehlgeburt-Raten von berufsmäßig an Computer beschäftigten schwangeren Frauen führt man nicht auf die Strahlenbelastung sondern auf den besonderen Arbeitsplatz-Streß zurück. Bemerkenswerterweise liefern andere Geräte, z.B. moderne schnurlose Telefone Telefone (nach DECT-Standard) so vielfach höheren "Elektrosmog", daß der Betrieb eines solchen Gerätes einem Wohnort, 20m entfernt von einem Mobilfunksendemast gleichkommt (Zeitschrift Öko-Test, 11/99). Der Beitrag des modernen Computer (-Monitors) zum Elektrosmog ist also, weil um viele Zehnerpotzenzen kleiner, vernachlässigbar.

Daß Computer (-Monitore) zusätzlich eine weiter, nicht bekannte Strahlungsart aussenden könnten, gegen die dann Rosenquarz helfen könnte ist sehr spekulativ, hat keinen Einfluß auf die bekannte schädliche Strahlung und wird hier nicht weiter betrachtet. So beschränkt sich die Wirksamkeitsfrage auf die Frage, ob -und wenn wie- Rosenquarz die von einem Computermonitor ausgehende biologische (Strahlungs-) Einwirkung (positiv) beeinflussen könnte.

Jeder Schüler weiß aus dem Physikunterricht, daß sich elektromagnetische Strahlen immer gerade (eben strahlenförmig) von einer Quelle ausbreitet und nur von sehr starken Feldern (elektisch, magnetisch oder Gravitation) abgelenkt werden können. Solchartige Felder, die auch nur annähernd eine ablenkende Wirkung haben könnten, sind für Rosenquarz (und andere Mineralien) absolut ausszuschließen. Da sich der Rosenquarz auch nicht im Strahlengang zum Computerbenutzer befindet (der Monitor wird ja nicht durch eine Rosenquarzscheibe betrachtet) spielt es in diesem Zusammenhang auch keine Rolle ob das Mineral für diese oder jene Strahlungsart/Wellenlänge durchlässig ist - oder nicht (abschirmende Wirkung). Messungen (älterer Monitor) und Berechnungen der Dosisleistung auf den Körper haben (demzufolge wie erwartet) keinen Unterschied nachweisen können. Es war erwartungsgemäß absolut kein Strahlungsunterschied festzustellen, egal, wo (oder ob) der Rosenquarz aufgestellt wurde. Sehr starke Unterschiede wurden jedoch bei der vergleichsweisen Verwendung von - für diesen Zweck angebotenen "Monitorfiltern" (Folien und Netze) festgestellt. Alle schirmten die Strahlung zu über 90% ab. Moderne Monitore zeigten deutlich weniger Strahlung als sehr alte Modelle. Ein weiterer Effekt ist, daß sich (ältere) Monitor-Oberflächen elektrostatisch aufladen (können). Dies kann man auch an Fernseher-Bildröhren (ziehen den Staub an) beobachten. Eine gesundheitliche Beeinträchtigung kann dadurch ebenfalls entstehen: Kleinste Staubteilchen werden von der Monitor-Oberfläche (statisch) angezogen, laden sich statisch auf und fliegen dann (beschleunigt durch die gleiche Ladung = Abstoßung) vom Monitor weg. Diese geladenen Staubteilchen können (beim Fernseher weniger, weil meistens zu weit weg) vor allem im Auge und in den Schleimhäuten zu Beeinträchtigung, Entzündungen und anderen Krankheiten führen. Da wiederum vom Rosenquarz keinerlei Einfluß auf (die geladenen oder noch ungeladenen) Staubteilchen ausgeht, sich der Rosenquarz auch nicht im Strahlengang befindet, ist auch hier eine Wirkung nicht zu erwarten. Experimentell konnten auf Rosenquarz keine höheren Staubkonzentrationen als auf vergleichsweise untersuchten anderen Mineralien (Fluorit, Achat, Kieselstein, Zinkblende) festgestellt werden. Auch die prinzipiell bei Quarz vorhandene Piezo-Elektrizität (die zu elektrischer Aufladung - und damit zum "Anziehen von Staub" führen könnte) kann hier nicht ins Spiel kommen denn dieser zeigt sich nur bei Druck auf eine (in einer bestimmten Richtung aus einem Kristall herausgeschnittene) Kristallplatte, auch wäre der Effekt um viele Größenordnungen zu klein. Moderne (antistatische) Bilschirmröhren oder Antistatik-Sprays, Staubsauger mit Feinst-Filtern sowie höhere Luftfeuchtigkeiten zeigten dagegen nachweisbare, messbare positive Effekte.

Also alles Unfug, Aberglaube, Geschäftemacherei, Schwachsinn ?

Nein, so einfach ist es nicht. Mehrere Leute haben mir (unabhängig voneinander) berichtet, daß z.B. eine Augenreizung deutlich zurückgegangen ist, eben als der Rosenquarz neben dem Computer aufgestellt wurde. Auch der Gegenversuch (Rosenqaurz weg, Augenreizung wieder da) bestätigte in einem Fall experimentell die Wirksamkeit. Und deswegen liegt es nahe, nach anderen Ursachen bzw. Wirkzusammenhängen zu suchen. Gehen wir von einem ganz anderen Ansatz aus: Warum stellt sich ein Mineraliensammler ein schönes Stück Rosenquarz ins Regal und nicht einen Kieselstein? Warum trägt die Frau eine Halskette aus rundlich geschliffenen Rosenquarzen und nicht aus Kieselsteinen ? Ganz einfach, weil Rosenquarz schöner ist, weil er ästhetischer ist, weil er wertvoller ist usw. Eine Wirkung auf die Psyche ist also nicht nur nicht auszuschließen sondern eher wahrscheinlich. Und hier beginnen die Probleme: Die Psyche kann man nicht (oder kaum bzw. noch nicht) messen. Also sollten statistische Untersuchungen (Feldversuche) her. Aber wie kann ich jemand (psychisch positiv) auf einen Stein einstellen, der ihm "vor die Nase gesetzt" wird ? Anders ist es, wenn sich jemand den Stein kauft, er hat einfach eine andere Einstellung (Erwartungshaltung, sonst hätte er ja nicht das Geld ausgegeben!). Hier ist also möglicherweise eine Art Placebo-Effekt im Spiel. Jeder erfahrene Schulmediziner wird zustimmen, es macht einen großen Unterschied, ob sich ein Patient selbst aufgegeben hat, oder ober er gegen die Krankheit psychisch ankämpft, sie besiegen möchte. Es kann durchaus der Heilstein sein, der als handfeste Unterstützung mit dem Placebo-Effekt zur Heilung beiträgt. Ein weiterer Aspekt ist die Farbe. Psychologen wissen, daß bestimmte Farben nachweisbare Wirkungen auf das Gemüt haben. Würden Sie sich in einem grell pink gestrichenen Wohn- oder Schlafzimmer wohlfühlen ? Wohl eher nicht. Sanfte, mit weiß gebochene Farben sind angenehmer, das Auge verweilt eher bei einer solchen "beruhigenden" Farbe, grelle Farben, harte Kontraste usw. fallen zwar mehr auf (Werbung !), sind aber Streß für das Auge. Rosenquarz hat eine solche "beruhigende" Farbe und weist keine harten Kontraste (da leicht durchscheinend auch weichere Schatten usw.) auf. Kurz gesagt, man sieht einen Rosenquarz lieber, länger und entspannter an als z.B. einen Klieselstein. Aber wie - oder warum wirkt sich das auf den Computerarbeitsplatz aus? Dazu stelle ich folgende Theorie - die ich freilich nicht beweisen kann - in den Raum:

Bei Computerarbeit treten häufig (öfters als bei gleichen Fernsehzeiten) trockene Augen auf. Laut Aussage von Augenärzten ist das durch den selteneren Liedschlage (und durch das konzentriertere "Hinsehen" begründet.
trockene Augen sind anfälliger für Krankheiten wie z.B. Entzündungen
steht ein Rosenquarz neben dem Computermonitor, wird man diesen - schon wegen der oben angeführten psychologischen Wirkung - öfters ansehen.
durch das "Wegsehen vom Monitor", wird öfters die Pupille bewegt, häufigere Liedschläge sind die Folge, man hat das entspannende Gefühl (weichere Kontraste, nicht selbstleuchtend wie der Monitor usw.), einfach angenehmer.
Die häufigeren Liedschläge sind positiv, weil die Tränenflüssigkeit das Auge befeuchtet. Und schon haben wir eine (wohl auch medizinisch nachweisbare) Wirkung, die sehr gut alle Umstände berücksichtigt.
Es bleibt also festzuhalten: Physikalische Wirkungen können mit großer Sicherheit ausgeschlossen werden, psychische Wirkungen sind möglich und diese führen ggf. zu einem positiven Effekt. Sicherste Maßnahme gegen eine vom Computermonitor ausgehende Strahlung allerdings ist die Verwendung eines neuen Monitors (nach TCO-Norm).

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"Rosenquarz am Handy schützt vor Elektrosmog"

Diese immer öfters zu lesende Angabe stammt aus neuerer Zeit und kann leicht überprüft werden. Meine Überlegungen und Versuchsresultate habe ich auf einer eigenen Seite zusammengestellt.


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"Fluorit ist als Heilstein für die Zähne und Knochen gut"
Auch diese Aussage wird öfters angetroffen. Wirkzusammenhänge werden nicht genannt, allenfals wird auf Fluor-haltige Zahnpasta verwiesen. Es scheint diesmal die Farbe des Fluorits egal zu sein, ebenso die Herkunft (Fundort). Auch weitergehende Anwendungsvorschriften (etwa "Stein in den Mund nehmen" o.Ä.) werden nicht gemacht.

Nun besteht Fluorit aus zwei Stoffen, die natürlicherweise im menschlichen Körper notwendig und vorhanden sind. aus Calcium und aus Fluor. Und aus dem Biologie-Unterricht bzw. aus der Zahnpasta-Werbung weiß auch klein Fritzchen, daß sich Fluor positiv auf die Zähne auswirkt (auwirken kann). Im Gegensatz zum Calcium (Mineralstoff) ist Fluor als Spurenelement nach heutigem Wissen zwar nur in kleinen Mengen (1.5 bis 4 mg/Tag), aber eben doch lebenswichtig. Und kleine Mengen könnten doch von einem Stein z.B. über die Haut (-Poren) evntl. gelöst durch den Schweiß aufgenommen werden ? Daß an sich feste Substanze über die Haut mit dem Organismus in Verbindung treten weiß jeder, der z.B. auf bestimmte Schmuck-Metalle allergisch reagiert.

Jedoch ist diese Betrachtung viel zu oberflächlich, um als wissenschaftlicher Beweis gelten zu können. Zunächst ist festzustellen, daß Fluorit sehr schwer löslich ist, die therapeutische Bandbreite von Fluor sehr gering ist, Fluor sehr giftig ist, Zahnerkrankungen heute nur selten die Folge von Fluormangel sind und die Auswirkung von Fluor auf die Knochen und Zähne nicht nur positiv ist.

Fluor nehmen wir heute mit einer Reihe von Lebensmitteln zu uns. Besonders Mineralwasser, Fische, Hirse, schwarzer Tee und Gelatine (etwa Gummibärchen) sind fluorhaltig. Die Bezeichnung Fluorit ist nicht synonym mit Fluorid. Die Fluoridisierung von Trinkwasser, wie sie etwa früher in der DDR durchgeführt wurde, ist sehr umstritten und wird heute kaum mehr empfohlen. Weiteren Eintrag von Fluor haben wir durch die Zahnpasta und Mundwässer. So schwankt das tägliche Fluor-Angebot aufgrund der Essgewohnheiten und der Zahnpflege erheblich. Bei Fluormangel werden Mendikamente wie "Fluoretten" oder "Zymafluor" verordnet. Aufgrund der schlechten Lösbarkeit von Fluorit (CaF2) wird medizinisch NaF, HF, Na2SiF6 und andere Verbindungen, aber eben nicht CaF2 verwendet. Gefährlich ist die Überdosierung von Fluor, auf die Zähne bezogen nennt sich die Krankheit "Fluorose" (schwarze Zähne). Als MAK Wert für Fluor, einem sehr giftigen Gas, hat man 0,1 ppm, also einen sehr kleinen Wert festgelegt. Ebenso darf Trinkwasser nicht mehr als etwa 1 bis 1.5 mg/l Fluor enthalten. Die Muttermilch enthält praktisch kein Fluor, obwohl in Kindesalter ja die Knochensubstanz großenteils erst aufgebaut wird. Im Kindesalter sind die Knochen elastischer als beim Erwachsenen, eine Reihe von Untersuchungen deutet darauf hin, daß Fluor diese Elastizität nimmt.

Aber die Fragestellung ist ja vor allem, wie könnte das (im Fluorit schwer lösliche) Fluor aus dem in der Hand gehaltenen oder geriebenen Stein in nennenswerter Menge in den Körper gelangen. Dazu wurden einige Versuche unternommen. Fluorit-Heilsteine wurden gereinigt und mit einer Präzisionswaage ausgewogen. Nach der "Behandlung" (im wahrsten Sinne des Wortes) wurde erneut gewogen. Ergebnis: Die Steine waren seltsamerweise geringfügig schwerer. Nach erneuter Reinigung wurde wieder (im Rahmen der Meßgenauigkeit) genau das gleiche Gewicht ermittelt. Hautfett könnte die Ursache für die Gewichtszunahme sein). Da sich auch bei mehrfacher (10-facher) Anwendung keine Gewichtsreduzierung des Steins ergab, ist ein Stofftransport durch die Haut nicht nachweisbar klein oder fand einfach nicht statt. Im Vergleich mit anderen Einwirkungen z.B. durch die Umwelt, vor allem aber durch die Nahrung ist die stoffliche Wirkung von Calciumfluorid in der Anwendungsform "Heilstein" zumindest um ein Vielfaches zu klein.

Andere physikalisch- chemische Wirkungen wurden in Betracht gezogen, scheiden aber aus:


"Freies Fluor (Gas) entweicht aus dem Stein und wird aufgenommen" Es gibt in der Tat Fluorit, der z.B. auf Schlag Fluor-Gas freisetzt. Dieser, als "Stinkspat" bekannte schwarze Fluorit wird in der Steinheilkunde aber nicht verwendet. Der stechende Gestank ist kennzeichnend für dieses Mineral.
"Radioaktive Strahlung, die vom Fluorit ausgeht bewirkt biologische Vorgänge" Radioaktive Mineralien treten mitunter gemeinsam mit Fluorit, auch in diesem auf. Einige als "Heilsteine" angebotene Fluorite wurden deswegen Radioaktivitäts-Messungen unterzogen. In allen Fällen war die Strahlungsleistung deutlich geringer als die natürliche Radioaktivität.
"Elektromagnetische Strahlung, die vom Fluorit ausgeht, bewirkt biologische Vorgänge" Von Fluorit gehen, abgesehen von sehr schwachen Leuchterscheinungen (z.B. Thermolumineszenz) keine elektromagnetischen Strahlungen aus.
"Die Fluorit-Oberfläche bewirkt auf der Haut einen Katalysator-Effekt, der biologisch wirksam ist." Dieser Vorgang würde drei Voraussetzungen erfordern: Zufuhr einer oder mehrerer reaktiver Substanzen, katalytische Wirkung von Fluorit auf diese Substanzen und - Rücktransport der Reaktionsprodukte in den Körper, und das alles in biologisch relevanten Mengen. Für alle drei Vorgänge gibt es keinerlei Anhaltspunkte.

Wie also könnte Fluorit als Heilstein funktionieren ?

Hier bleibt nur ein psychologischer Effekt. Wenn jemand glaubt, das z.B. ein Medikament wirk, dieses aber (ohne sein Wissen) durch eine sicher nicht wirksame Substanz ersetzt wurde traten in vielen Versuchen -statistisch überdurchschnittlich häufig- dennoch nachweisbar körperliche Wirkungen (sogar Nebenwirkungen !) ein. Das bezeichnet man als Placebo-Effekt. Warum sollte Fluorit als Heilstein nicht auch eine Art Placebo-Effekt auslösen können? Ein statistisch genügend großer Testversuch könnte diese Theorie beweisen oder wiederlegen. Da eine gewisse Erwartungshaltung Grundlage eines erfolgreichen positiven Experiments sein könnte, müßte ein doppelter Placebo-Effekt getestet werden: Einer statistisch genügend großen Gruppe von Heilstein-Befürwortern müßte "echter" Fluorit gegeben, einer I. Kontrollgruppe (ebenfalls zu Heilsteinen positiv eingestellt) "gefälschter" Fluorit, also etwa Glas gegeben werden. Beide Gruppen müßten bezüglich Zähne und Knochen über einen längeren Zeitraum genau untersucht werden, wobei natürlich die Glas-Kontrollgruppe nicht erfahren darf, das es sich nicht um einen Fluorit-Heilstein handelt. Entwickeln sich beide Gruppen bezüglich der Zähne und Knochen gleich (positiv gegenüber einer II. Kontrollgruppe, ohne jede Art von Heilsteinen) wäre der Placebo-Effekt bewiesen - und andere Wirkungen weitgehend ausgeschlossen. Für eine solche Untersuchung fehlen mir allerdings die Mittel (und Testpersonen). Diese Untersuchungsform bezeichnet man als "Blind-Experiment". Wissenschaftlich sicher ist lediglich das bessere sog. "Doppelblind-Experiment", wie es bei z.B. für Arzneimittelzulassung als Wirkbeweis vorgeschrieben ist.





Signatur
...ein TrÄumer ist jemand, der seinen Weg im Mondlicht findet und die MorgendÄmmerung vor dem Rest der Welt sieht...

...Sierra ... die Berg liebende, träumend im Mondlicht tanzende...

Spacetrucker57
unregistriert

...   Erstellt am 27.11.2005 - 01:02Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


So merket auf. Hier spricht jemand, der von der Wirkung der Steine überzeugt ist.
Also muß ich auch meinen Senf dazugeben.
Ich hatte früher arge Probleme mit Wadenkrämpfen. Das war teilweise so schlimm, das ich während der Fahrt im Auto in beiden Beinen Krämpfe hatte.
Wer Kraftfahrer ist, kann mir das nachfühlen.
Durch Zufall stieß ich im kältesten Winter auf einen Hämaztit und bemerkte, das ich auf diesen Stein reagiere. Noch heute kann ich mir bei minus 10 Grad an Hämatit die Hände wärmen. Ich spüre eine Wärmestrahlung im Abstand von 10- 20 cm.
Ich trage seit dieser Zeit einen Hämatit-Stein stets bei mir und habe, seit ich diesen Trommelstein besitze, während meiner Fahrten im Auto keinerlei Krämpfe mehr.
Ich glaube an die Wirkung der Steine. Auch können Heil- oder Halbedelsteine emotionale Wirkungen hervorrufen.

Glaubt es oder nicht.
Jedenfalls bin ich meine Beschwerden los.





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