Marianisch Eucharistisch Papstreu
    "Ich sage dir, dass niemand von euch die Göttliche Hoheit stehend empfangen darf; zumindest sollt ihr als Zeichen dafür, dass ihr mich als König und Retter anbetet, die Knie beugen." (28.11.1995) "Ich sage dir, dass niemand von euch die Göttliche Hoheit stehend empfangen darf; zumindest sollt ihr als Zeichen dafür, dass ihr mich als König und Retter anbetet, die Knie beugen." (28.11.1995)

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    ...   Erstellt am 22.07.2012 - 16:42Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


    Hl. Margareta Maria Alacoque



    Margareta wurde am 22. Juli 1647 in der kleinen Stadt Lauthecour in Burgund geboren.
    Ihr Vater war Notar; sie war das fünfte von sieben Kindern. 1671 trat sie in das Kloster der Heimsuchung Mariens in Paray-le-Monial ein.
    Sie hatte ein strenges Noviziat, erfuhr aber schon früh auch mystische Gnaden. Sie wurde von ihrem göttlichen Lehrmeister in das Geheimnis
    der gottmenschlichen Liebe Jesu eingeführt und erhielt den Auftrag, die Verehrung des heiligen Herzens Jesu zu verbreiten.
    Die Einführung der Herz-Jesu-Freitage und des Herz-Jesu-Festes geht auf ihre Bemühungen zurück.
    Zunächst wurde sie freilich in dem vom Jansenismus beeinflussten Frankreich nicht verstanden. Auch in ihrem eigenen Kloster wurde sie
    angefeindet; erst allmählich überzeug­ten sich ihre Mitschwestern von der Echtheit ihrer Tugend und ihrer Visionen.

    Der 6. November 1672 ist der Tag ihrer feierlichen Gelübde. Am Morgen nach der heiligen Kommunion
    ritzt sich Margareta Maria Alacoque einen Finger auf und schreibt mit ihrem Blut:

    Ich elendes, unwürdiges Nichts erkläre, dass ich mich meinem Gott ergeben und opfern will, um alles zu tun, was er von mir verlangt,
    und mich ganz seinem göttlichen Wohlgefallen zu überlassen. Ich verlange für mich nichts, als Eifer für seine Ehre und seine reine Liebe,
    der ich mich für immer hingebe. Von nun an gehöre ich meinem Geliebten als seine Sklavin, seine Magd, sein Geschöpf,
    aber zugleich seine unwürdige Braut, Schwester Margareta Maria, gestorben für die Welt.
    Alles von Gott, nichts von mir; alles für Gott, nichts für mich.

    Margareta Maria Alacoque starb am 16. Oktober 1690 in Paray-Le-Monial im Stande der Heiligkeit.

    Gott schafft seine großen Werke aus nichts, mit nichts. Zur hl. Margareta Maria Alacoque sagte Jesus:
    „Ich werde dich so arm machen in deinen eigenen Augen, so niedrig und verächtlich, und ich werde
    dich so zu­nichte machen in deinem eigenen Denken, dass ich mich auf dieses Nichts stützen kann.“

    Zitate der Heiligen nach Hildegard Waach:
    "Margareta Maria Alacoque. Botin des Herzens Jesu."

    «Das Herz Jesu verehren heißt nicht so sehr Gebete sprechen, als sich seinen Tugenden gleichförmig machen.» (S. 151)

    «Jesus Christus kennt keine Kompromisslösungen. Er will alles oder nichts.» (S. 151)

    «Machen wir unser Herz leer von allem Irdischen, liebvoll gegen den Nächsten und freigebig gegen die Armen.»(S. 159)

    «Beunruhigen Sie sich nicht, sondern haben Sie großes Vertrauen auf die barmherzige Güte des Heilands.» (S. 163)

    «Seien Sie arm in allem, und das heiligste Herz wird Sie reich machen. Werden Sie leer von allem, und dieses Herz wird Sie erfüllen.» (S. 165)





    (Nach Rücksprache mit der Projektleitung, wegen dem Reliquienbesuch der Heiligen Margareta Maria Alacoque in Deutschland
    vom 28. Juni bis 26. Juli 2010, möchte ich hier Interessantes ergänzen.
    Bei den Reliquien der Heiligen handelt es sich um Teile aus den Rippen und dem Knie.
    Die heilige Margareta Maria Alacoque ist nicht unverwest, wie es manchmal heißt. Lediglich das Hirn der Heiligen ist unverwest.
    Hier hatte Gott ein Wunder gewirkt, nachdem Margareta Maria zu ihren Lebzeiten als verrückt erklärt wurde.
    Das unverweste Hirn wurde in einer besonderen Reliquie gefasst und befindet sich in Frankreich in Paray-le-Monial im Kloster der Heimsuchung Mariä.)



    EVANGELIUM Mt 11, 25-30

    Du hast all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber hast du es offenbart

    + Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

    In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde,
    weil du all das den Weisen und Klugen verborgen,
    den Unmündigen aber offenbart hast.
    Ja, Vater, so hat es dir gefallen.
    Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden; niemand kennt den Sohn, nur der Vater,
    und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.
    Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.
    Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig;
    so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele.
    Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.


    [Dieser Beitrag wurde am 23.07.2012 - 11:46 von loveshalom aktualisiert]





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    ...   Erstellt am 22.07.2012 - 17:47Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


    Heilige Maria Magdalena
    Gedenktag 22. Juli




    »Apostelin der Apostel« so nannte Augustinus Maria Magdalena.
    Maria Magdalena erhielt vom Auferstandenen den Auftrag, es den Jüngern zu verkündigen (Joh 20,18)
    daher nennen viele Kirchenväter sie auch: Apostelin der Apostel).
    Das Wort „Apostel“ bedeutet „Gesandter“.
    Jesus wollte keine Priesterin aus ihr machen.

    Der fromme und gelehrte Kornelius a Lapide schreibt: Gott wollte Magdalena als ein lebendiges Beispiel der Buße für
    alle Sünder aufstellen, damit keiner ob der Größe seiner Missetaten verzweifle, sondern auf die unendliche Barmherzigkeit Gottes
    vertrauend, Vergebung hoffe, eingedenk der Worte des heiligen Apostels (Tim. 1, 15.)

    Jesus: "Siehst du dieses Weib? Ich kam in dein Haus, und du gabst kein Wasser für meine Füße, diese aber benetzte meine Füße
    mit Tränen und trocknete sie mit ihren Haaren. Du gabst mir keinen Kuss; sie aber hörte nicht auf, seit sie hereingekommen ist,
    meine Füße zu küssen. Du salbtest mein Haupt nicht mit Öl; diese aber salbte meine Füße. Darum sage ich Dir:
    Ihr werden viele Sünden vergeben, weil sie viel gelebt hat; wem aber weniger vergeben wird, der liebt auch weniger."


    Darauf sprach Jesus zu Magdalena:

    "Deine Sünden sind dir vergeben, dein Glaube hat dir geholfen. Geh hin in Frieden!"

    Magdalena, das verlorene und nun wieder gefundene Schäflein bleibt fortan bei Jesus; Ihn begleitet sie mit anderen frommen Frauen;
    Ihn bedient sie und hängt an seinem Mund, um Worte des Lebens von Ihm zu vernehmen. Als Jesus einst bei seiner Reise
    von Kapharnaum nach Jerusalem zu Bethanien im Hause des Lazarus einkehrte und mehrere Menschen kamen, um ihn zu hören,
    da setzte sich Magdalena wie ein demütiges Kind zu seinen Füßen nieder und hörte mit Aug und Ohr auf seine Worte.
    Martha, ihre Schwester, war beschäftigt, dem Herrn eine Mahlzeit zu bereiten und hätte gern gesehen, wenn ihre Schwester geholfen hätte.
    Deshalb trat sie zu Jesus hin und sprach: "Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester mich allein lässt?
    Sag ihr doch, dass sie mir helfe."


    "Martha, Martha, du machst dir Sorge und kümmerst dich um sehr viele Dinge.
    Eines nur ist notwendig. Maria hat den besten Teil erwählt, der ihr nicht genommen wird."


    Viele Menschen vergessen vor lauter zeitlichen Sorgen, vor lauter Mühe und Arbeit um das tägliche Fortkommen dieses Eine Notwendige;

    Die große Liebe und Treue, welche Maria Magdalena für Jesus zeigte, lies er nicht unbelohnt. Auf ihre und ihrer Schwester Bitten
    erweckt Er ihren Bruder Lazarus, der schon vier Tage im Grabe lag, von den Toten. Durch dieses Wunder wurde der Glaube
    der heiligen Büßerin noch fester und lebendiger und ihre Liebe noch inniger.
    Als Jesus im Hause Simon des Aussätzigen, den er geheilt hatte, beim Mahl saß, an dem Lazarus und Martha mit den Aposteln teilnahmen,
    erscheint Magdalena mit einer Gefäß voll Alabaster voll kostbarer Salbe und salbt Jesus zum zweiten mal mit innigster Rührung die Füße,
    und gießt das wohlriechende Öl über sein heiliges Haupt. Wohlgeruch erfüllte das ganze Haus; alle, die zugegen waren, staunten,
    und Judas, der habsüchtige Mensch, bei dem nur das Geld etwas galt, und der deshalb auch die Liebe Magdalenas nicht verstand,
    murrte über diese scheinbare Verschwendung. Um aber seinen Ärger, den der Geiz in ihm angefacht hatte, zu verbergen, sprach er:
    "Hätte man nicht die Salbe um dreihundert Taler verkaufen und das Geld den Armen geben können?"
    Jesus durchschaute sein Herz und das Herz Magdalenas, und sprach:

    "Lasst sie! Sie hat ein gutes Werk an mir getan,
    sie tat was sie konnte, sie salbte schon zum Voraus meinen Leib zum Begräbnis.
    Wahrlich, ich sage Euch, wo immer dieses Evangelium in der ganzen Welt gepredigt wird,
    da wird auch, was sie getan hat, zu ihrem Andenken erzählt werden."


    Neben Maria, der Mutter des Heilandes, ist wohl Niemand beim Kreuze, dessen Herz mehr leidet, als das Herz der heiligen Büßerin Magdalena!

    Eine uralte Überlieferung erzählt, dass sie nach der Himmelfahrt Jesu die heilige Jungfrau Maria mit dem heiligen Johannes
    nach Ephesus begleitet habe. Die Juden aber, welche den Lazarus als einen Zeugen der Gottheit Jesu, der ihn von den Toten erweckte,
    nicht leiden konnte, verfolgten denselben sowie seine beiden Schwestern Maria Magdalena und Martha, nahmen sie endlich gefangen,
    setzten sie mit ihrer Dienstmagd Marzella und einem Jünger des Herrn, mit Namen Maximinus, in ein Schiff ohne Ruder noch Segel
    noch Steuermann und überließen sie so den Wellen des Meeres, in der Hoffnung, dass sie im Meere umkommen würden.
    Aber Gott rettete die heilige Familie; sie landete glücklich an Frankreichs Ufer, da wo heutzutage die Stadt Marseille steht.
    Durch die Bemühungen des Lazarus und des Maximin wurden viele Heiden bekehrt, Lazarus wurde Bischof von Marseille, Maximin Bischof von Aix.
    Martha sammelte fromme Frauen um sich, die sich bekehrt hatten, und führte mit ihnen ein zurückgezogenes, gottseliges Leben;
    Magdalena aber schlug ihre Wohnung in einer düsteren Bergeshöhle auf, wo sie noch dreißig Jahre in strengster Buße,
    immer ihre Sünden beweinend, zubrachte, obschon sie aus dem Munde Jesu selbst das tröstliche Wort der Vergebung vernommen hatte.
    Die Liebe zu Jesus war die Quelle ihrer Tränen und dieselben waren ihr Trost. Oftmals, erzählt die Legende, besuchten sie
    die heiligen Engel, versahen sie mit Nahrung und sangen mit ihr das Lob Gottes. Vor ihrem Ende empfing sie aus den Händen
    des heiligen Bischofs Maximin die heilige Wegzehrung und entschlief dann sanft im Herrn, den sie so innig, so treu geliebt hat!.

    Quelle: Legende von den lieben Heiligen Gottes, nach den besten Quellen neu bearbeitet
    und herausgegeben von Georg Ott, Stadtpfarrer in Abendsberg (1863)





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    † Auszug aus “Der Gottmensch“, Bd. X von Maria Valtorta

    „… Die Biene arbeitet, der Vogel singt, der Mandelbaum trägt Früchte, ein anderer Baum spendet Wohlgeruch.
    Und alle erfüllen so ihre Aufgabe. Ebenso ist es bei den Seelen. Und deine Aufgabe ist es, zu lieben.“


    „Dann entzünde mich, Herr. Ich bitte dich um diese Gnade.“

    „Genügt dir nicht die Kraft der Liebe, die du schon besitzest?“

    „Sie ist zu gering, Herr. Sie mag ausreichen, um die Menschen zu lieben,
    aber nicht für dich, der du der unendliche Herr bist.“


    „Gerade weil ich es bin, wäre eine unendliche Liebe nötig…“

    „Ja, mein Herr, diese will ich. Schenke mir eine unendliche Liebe.“

    „Maria, der Allerhöchste, der weiß, was Liebe ist, hat dem Menschen gesagt:
    ‘Du sollst mich lieben mit allen deinen Kräften.’ Mehr verlangt er nicht.
    Denn er weiß, dass es schon ein Martyrium ist, mit allen seinen Kräften zu lieben.“


    „Das macht nichts, mein Herr. Gib mir eine unendliche Liebe, damit ich dich lieben kann,
    wie man dich lieben muss und wie ich noch niemanden geliebt habe.“


    „Du bittest mich um ein Leiden, das dem des Scheiterhaufens gleicht, der brennt und verzehrt.
    Auf dem man verbrennt und langsam von den Flammen verzehrt wird… Überlege es dir gut.“


    „Schon lange denke ich daran, mein Herr. Aber ich habe nie gewagt, dich darum zu bitten.
    Gib mir diese unendliche Liebe, Herr!“


    Jesus sieht sie an. Sie steht vor ihm, noch mager von den Nachtwachen und dem Schmerz,
    mit ihrem einfachen, bescheidenen Gewand und der schlichten Frisur, wie ein braves Mädchen.
    Mit ihrem blassen Antlitz, das sich vor Sehnsucht rötet, und ihren bittenden Augen,
    die vor Liebe leuchten, ist sie schon mehr ein Seraph als eine Frau.
    Sie ist wahrlich die Beschauliche, die das Martyrium der absoluten Kontemplation erfleht…

    Jesus sagt ein einziges Wort, nachdem er sie lange angesehen hat, als wolle er ihren Willen abwägen:

    „Ja.“

    „Ach, mein Herr! Welche Gnade, aus Liebe zu dir zu sterben!“

    Sie fällt auf die Knie und küsst die Füße Jesu.

    „Steh auf, Maria. Nimm diese Blüten. Es sollen die Blumen deiner geistigen Vermählung sein.
    Sei sanft wie die Frucht des Mandelbaumes, rein wie seine Blüte, leuchtend wie das aus seiner Frucht gepresste Öl,
    wenn es entzündet ist, und duftend wie dieses Öl, wenn es mit Essenzen gesättigt bei den Gastmählern versprüht
    oder auf die Häupter der Könige gegossen wird, duftend nach deinen Tugenden. Dann wirst du wahrlich
    über deinen Herrn den Balsam ausgießen, den er so unendlich liebt.“


    Maria nimmt die Blumen, aber sie erhebt sich nicht, sondern schenkt schon im voraus
    den Balsam der Liebe mit ihren Küssen und den Tränen, die sie auf die Füße des Herrn vergießt.






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    Heilige Birgitta von Schweden - Patronin Europas

    Fotoquelle: kath-zdw.ch

    Birgitta entstammte dem Hochadel und war durch ihre Mutter mit dem schwedischen Königshaus verwandt.
    1316 – im Alter von 14 Jahren – heiratete sie den vier Jahre älteren Ulf Gudmarsson, mit dem sie acht Kinder hatte;
    darunter die hl. Katharina von Schweden.

    Auf der Rückreise von einer gemeinsamen Wallfahrt nach Santiago de Compostela trat Ulf Gudmarsson in das Zisterzienserkloster Alvastra ein,
    wo er kurz darauf, 1344, starb. Birgitta bezog das Gästehaus dieses Klosters, trennte sich von ihrem gesamten Besitz und lebte fortan als Büßerin.
    Sie fastete und schlief auf dem Boden in einer ungeheizten Kammer, nur auf einem Teppich, den sie auf dem Boden ausgebreitet hatte.
    In dieser Zeit erlebte sie ihre Berufungsvision. In einer Ekstase erhielt Birgitta den Auftrag zur Gründung eines neuen Ordens,
    des Ordens des Allerheiligsten Erlösers, der sein Stammkloster in Vadstena am Vätternsee haben sollte.
    Birgitta schrieb die Ordensregel nieder, von der sie später sagte, Christus selbst habe sie ihr diktiert.

    In Erfüllung ihres zweiten göttlichen Auftrages, Papst Clemens VI. zur Rückkehr von Avignon nach Rom zu bewegen,
    machte sie sich 1349 in die Ewige Stadt auf. Sie erreichte den Zweck ihrer Reise nicht. Erst Gregor XI. kehrte 1377
    tatsächlich nach Rom zurück.

    1351 erschien ihr der hl. Franziskus und forderte sie zu einer Pilgerfahrt nach Assisi auf. Daraufhin unternahm Birgitta
    eine Pilgerreise durch ganz Italien. Kurz vor ihrem Tod unternahm sie eine weitere Wallfahrt ins Heilige Land,
    wo sie umfangreiche Visionen und Auditionen hatte, die sie alle niederschrieb.

    Am 23. Juli 1373 starb Birgitta während einer hl. Messe in Rom an einem Fieber, das sie sich auf der Pilgerreise nach Jerusalem
    zugezogen hatte. Ihre letzten Worte waren: »Geduld und Schweigen!«

    Birgitta wurde am 27. Juli 1373 unter ungeheurem Menschenandrang in der Kirche San Lorenzo in Panisperna beigesetzt.
    Fünf Wochen danach beschloss die kleine schwedische Gemeinde in Rom, ihren Leichnam in die Heimat zu überführen.
    Überrascht stellte man fest, daß alle Weichteile bereits verwest waren. Nachdem alles Nötige vorgesehen war,
    konnte der Reliquienschrein am 2. Dez. 1373 Rom verlassen. Die Reiseroute führte auch durch Kärnten, die Steiermark
    und Nieder-Österreich über Brünn nach Danzig. Dort blieben die sterblichen Überreste Birgittas längere Zeit hindurch ausgestellt,
    bedingt durch die Schwierigkeit, das Baltische Meer im Winter zu überqueren. Am 4. oder 5. Juli 1374 kommt der Zug endlich in Vadstena an.

    Birgitta fand in der sog. “Blaukirche”, die heute der schwedischen Staatskirche zugehört, ihre letzte Ruhestätte.
    Sie wird bis heute von Lutheranern und Katholiken hochgeehrt. 1391 wird Birgitta von Papst Bonifaz IX. heiliggesprochen
    und 1999 von Papst Johannes Paul II. – gemeinsam mit Edith Stein und der hl. Katharina von Siena – zur
    »himmlischen Patronin bei Gott für ganz Europa« erklärt.


    aus: orden-online.de/wissen/b/birgitta-von-schweden/





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    GEBETE DER HL. BIRGITTA VON SCHWEDEN


    Quelle: kath-zdw.ch

    15 Vaterunser und 15 Ave Maria

    Das Kreuz, das zur hl. Birgitta sprach, befindet sich in einer Kapelle der St. Paulusbasilika in Rom.
    Schon lange hatte die heilige Brigitta den Herrn gebeten, ihr zu sagen, wieviel Streiche er in seinem bitteren Leiden empfangen habe.
    Eines Tages erschien der Heiland und sagte zu ihr.' Ich habe an meinem Körper 5480 Streiche erhalten, wenn du diese verehren willst,
    so bete 15 Vaterunser und 15 Ave Maria während eines Jahres jeden Tag und folgende Gebete dazu, und er lehrte die hl. Brigitta
    die 15 Gebete. Ist dieses Jahr vorbei, so hast du jede dieser 5480 Wunden verehrt. Dann sprach der Heiland noch:

    "Wer diese Gebete während eines Jahres jeden Tag verrichtet, wird 15 Seelen aus seiner Verwandtschaft aus dem Fegefeuer erlösen,
    15 Gerechte aus seiner Verwandtschaft werden die Gnade der Beharrlichkeit erlangen, und 15 Sünder aus seiner Verwandtschaft
    werden sich bekehren. Die Person selbst, weiche sie betet, wird die ersten Stufen der Vollkommenheit erreichen,
    und 15 Tage vor ihrem Tode werde ich ihr meinen Kostbaren Leib reichen, damit sie durch denselben vor dem ewigen Hunger bewahrt werde;
    ich werde ihr mein Kostbares Blut zum Trinken geben, um sie vor dem ewigen Durst zu bewahren. Und 15 Tage vor ihrem Tod
    wird sie eine tiefe Reue und große Erkenntnis ihrer Sünden erhalten. Ich stelle das Zeichen meines siegreichen Kreuzes
    zwischen sie und den bösen Feind, damit sie vor seinen Fallstricken bewahrt bleibe. Vor ihrem Tod werde ich mit meiner teuren,
    vielgeliebten Mutter kommen und ihre Seele gnadenreich empfangen und sie in die ewigen Freuden einführen.
    Im Himmel wird sie eine besondere Erkenntnis meiner Gottheit erhalten, welche ich denen nicht mitteile, die diese Gebete nicht verrichten."

    Wenn jemand auch 30 Jahre in Todsünden dahingelebt hätte, sobald er andächtig diese Gebete verrichtet oder sich vornimmt, sie zu verrichten,
    wird der Herr ihm alle seine Sünden verzeihen und wird ihn gegen alle schlechten Versuchungen verteidigen.
    Er bewahrt seine fünf Sinne und bewahrt ihn vor einem jähen und unversehenen Tod und seine Seele vor der ewigen Verdammnis.
    Und alles, was er von Gott und der hl. Jungfrau verlangt, wird er ihm gewähren. Wer diese Gebete auch andere lehrt,
    dessen Freude und Verdienste werden in Ewigkeit dauern. An dem Ort, wo man diese Gebete verrichtet, ist Gott mit seiner
    Gnade gegenwärtig. Alle diese Vorzüge wurden der hl. Brigitta versprochen durch den gekreuzigten Heiland an einem Kruzifix,
    das jetzt noch in der Kirche St. Paul, in Rom, verehrt wird. Diese Gebete wurden im Jahre 1740 von P. Adrien Parvillers SU,
    Apostolischer Missionar des Heiligen Landes, veröffentlicht. Papst Pius IX. bestätigte und empfahl sie, weil sie viel Gutes
    stiften zum Heil der Seelen. So wenig wie möglich soll man einen Tag verfehlen; ist aber ein ernstes Hindernis vorhanden, daß man die
    Gebete absolut nicht beten kann, so verliert man die Gnaden, die daran geknüpft sind, nicht, wenn man nur 5480 Gebete im Jahre verrichtet.
    Man muß diese Gebete sehr andächtig verrichten, indem man an das denkt, was man sagt. Man kann dabei auch den Kreuzweg gehen.

    GEBETE

    1. Christi Leiden am Ölberge bis zu seiner Dornenkrönung
    O Jesus, du ewige Süßigkeit aller, die dich lieben, du Freund und Heiland der Sünder. Gedenke der tiefinnersten Betrübnis,
    die du erduldet hast, als die Zeit deines heilsamsten Leidens, welches von Ewigkeit her in deinem göttlichen Herzen
    bestimmt war, nun nahe herzu kam, als du deinen Jüngern die Füße gewaschen, deinen Leib und dein Blut ihnen zur Speise gereicht
    und mildreich sie getröstet hast und dann in der Fülle der Traurigkeit selbst bezeugtest: "Betrübt ist meine Seele bis in den Tod,
    bis zum Sterben!" Gedenke aller Qual und Bedrängnis, die du vor deinem Kreuzestod erlitten hast, als du nach dreimaligem
    Gebete und blutigem Angstschweiß von deinen Jüngern verraten, von deinem Volke gefangen, falsch angeklagt, von deinen
    Richtern ungerecht verurteilt, in der auserwählten Stadt, in hochfestlicher Zeit unschuldig verdammt, deiner Kleider beraubt,
    mit Fäusten geschlagen, an eine Säule gebunden, gegeißelt, mit Dornen gekrönt und mit unzähligen anderen Unbilden mißhandelt wurdest.
    Durch das Andenken dieser Leiden verleihe mir, o Herr mein Gott, wahre Zerknirschung, würdige Genugtuung und Nachlassung
    aller meiner Sünden.
    Vater unser... Gegrüßet seist du... Anrufung (wie nachstehend)

    Anrufung: O Jesus, Sohn Gottes, geboren aus Maria der Jungfrau, zum Heile der Menschen gekreuzigt, nun im Himmel herrschend,
    erbarme Dich unser! (Mit einem Vaterunser und einem Ave Maria nach jedem Gebet zu verrichten.)

    2. Christi Verspottung
    O Jesus, du Freude der Engel und Lustgarten des Entzückens! Gedenke der Betrübnis und des Schauders, so du ertragen,
    als alle deine Feinde wie grimmige Löwen dich umringten und mit Faustschlägen und Verspeiungen dich anfielen.
    Durch diese Qualen und die ruchlosen Schmachworte, womit deine Feinde dich bedrängten, erlöse mich, o Herr Jesus, von allen meinen
    sichtbaren und unsichtbaren Feinden, und laß mich unter dem Schatten deiner Flügel zum ewigen Heile gelangen.
    Vater unser... Gegrüßet seist du... Anrufung (wie oben).

    3. Christi Annagelung ans Kreuz
    O Jesus, du Werkmeister der Welt, der du in deiner Unermeßlichkeit Himmel und Erde umfassest! Gedenke des bitteren Schmerzes, den du erduldet,
    als die grausamen Kriegsknechte deine Hände und Füße mit scharfen Nägeln durchbohrten und an das Kreuz schlugen, wobei sie - Schmerz auf
    Schmerz häufend - deine Glieder so gewaltsam nach der Länge und Breite des Kreuzes ausspannten, daß sie aus den Gelenken gerissen wurden.
    Durch das Andenken dieser bittersten Kreuzesqual bitte ich dich, mir die heilige Furcht und Liebe deines Namens zu erteilen.
    Vater unser... Gegrüßet seist du... Anrufung...

    4. Christi Gebet für seine Kreuziger
    O Jesus, du himmlischer Arzt! Gedenke der Todesschwäche, der Schmerzen, welche du - erhöht am Kreuzesbaume - an allen deinen
    verwundeten und zerfleischten Gliedern ertragen hast, also daß kein Schmerz dem deinen glich, und vom Scheitel des Hauptes bis zu den
    Fußsohlen nichts Gesundes an dir zu finden war; und wie du dennoch, alle diese Qualen nicht beachtend, mildreich für deine Feinde
    gebetet und gesprochen hast: "Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!" Durch diese Barmherzigkeit verleihe mir,
    daß die Erinnerung an deine bittersten Leiden mir zur vollkommenen Verzeihung aller meiner Sünden und Verirrungen gereiche.
    Vater unser... Gegrüßet seist du.. Anrufung...

    5. Christi Barmherzigkeit gegen reumütige Sünder
    O Jesus, du Spiegel der ewigen Klarheit! Gedenke jener Betrübnis, die dein Herz bedrängte, als du in dem Lichte deiner allsehenden Weisheit
    zwar die selige Zukunft der Auserwählten sahest, welche durch die Verdienste deines Leidens ihr Heil finden, aber auch die Verwerfung so
    vieler Gottlosen, die durch eigene Schuld in das ewige Verderben stürzen werden. Durch die unergründliche Tiefe deiner Erbarmung,
    in welcher du mit uns Sündern und Irrenden so schmerzliches Mitleiden empfunden, und die du dem Räuber neben dir erwiesen hast, als du zu
    ihm sprachest: "Heute wirst du bei mir im Paradiese sein", bitte ich dich, du wollest auch mir in der Stunde des Todes Barmherzigkeit erzeigen.
    Vater unser... Gegrüßet seist du... Anrufung...

    6. Christi Testament am Kreuz
    O Jesus, König und Freund der Seelen, der du allein aller Liebe und Sehnsucht würdig bist! Gedenke jener Betrübnis, die du empfunden,
    als du in Blöße und Elend, von allen deinen Freunden verlassen, am Kreuz schwebtest und keinen anderen Tröster fandest als deine geliebte Mutter,
    die in Bitterkeit ihrer Seele mit heiliger Treue dir zur Seite stand und welche du deinem Jünger empfohlen, so wie du den Jünger,
    anstatt deiner, ihr zum Sohne gegeben hast, da du sprachst: "Frau, siehe deinen Sohn!" und zum Jünger: "Siehe, deine Mutter!"
    Bei dem Schwerte des Schmerzes, das damals ihre Seele durchdrang, bitte ich dich, o gütigster Jesus, daß du in allen Trübsalen des
    Leibes und der Seele - am meisten in der Todesstunde - deine mitleidvolle Erbarmung und deinen Trost mir schenken wollest.
    Vater unser... Gegrüßet seist du... Anrufung...

    7. Christi Demut
    O Jesus! Du Quelle der unerschöpflichen Gütigkeit, der du aus tiefstem Verlangen am Kreuze sprachst: "Mich dürstet!", nämlich nach
    dem Heile des menschlichen Geschlechts, entzünde in unserem Herzen die Sehnsucht nach allen Übungen der wahrhaften Tugend und vertilge in
    uns gänzlich alle Begierlichkeit der Sinne, alle böse Lust und allen Durst nach Ergötzungen.
    Vater unser... Gegrüßet seist du... Anrufung...

    8. Christi Trank
    O Jesus, du Süßigkeit des Herzens und unaussprechliche Freude der dir ergebenen Seelen! Durch die Bitterkeit des Essigs und der Galle,
    die du für mich verkostet hast, verleihe mir, daß ich in der Todesstunde zum Heile und Trost meiner Seele dich würdig empfangen möge.
    Vater unser... Gegrüßet seist du... Anrufung...

    9. Christi Angstruf am Kreuz
    O Gott, du herrschende Kraft und Jubel des Gemütes, gedenke der Qual und Bedrängnis, die du gelitten, als du im Herannahen deines
    bittersten Todes und in unaussprechlicher Beraubung alles fühlbaren Trostes mit lauter Stimme ausriefest: "Mein Gott, mein Gott,
    warum hast du mich verlassen!" Durch diese Angst der scheinbaren Verlassenheit, womit du
    von der ewigen Verstoßenheit uns erlöset hast, bitte ich dich, Herr, unser Gott, daß du in meinen Drangsalen mich niemals verlassen wollest.
    Vater unser... Gegrüßet seist du... Anrufung...

    10. Christi viele Wunden
    O Jesus, Anfang und Ende, Kraft und Leben! Gedenke, daß du vom Haupte bis zu den Fußsohlen dich gänzlich für uns in das Meer
    der Leiden versenkt hast. Durch die Größe und Tiefe deiner schmerzlichsten Wunden lehre mich in Sünden Versunkenen
    durch wahren Liebesgehorsam deine Gebote beachten.
    Vater unser... Gegrüßet seist du... Anrufung...

    11. Christi tiefe Wunden
    O Jesus, du Abgrund der tiefsten Barmherzigkeit! Um der Tiefe deiner Wunden willen, welche das Mark deiner Gebeine durchdrangen, bitte ich dich,
    ziehe mich aus dem Abgrund der Sünden hervor, und verbirg meine Seele in deinen heiligen Wunden vor dem Angesicht deines strafenden Zornes,
    damit ich nicht deiner Gerechtigkeit anheimfalle.
    Vater unser... Gegrüßet seist du... Anrufung...

    12. Christi blutende Wunden
    O Jesus, du strahlendes Bild der Wahrheit, Zeichen der Einigkeit und Band der Liebe, gedenke der zahllosen Wunden, die deinen ganzen Leib
    bedeckten und ihn mit deinem heiligsten Blute färbten; gedenke der unbegreiflichen Leiden, die du in deinem reinsten Leibe für uns erduldet
    hast. Was hättest du noch ferner tun sollen, was du nicht getan hast? Ich bitte dich, o gütigster Jesus, schreibe mit deinem kostbaren Blute
    alle diese Wunden in mein Herz, damit ich deinen Schmerz und deinen Tod darin allzeit lese und in treuer Dankbarkeit dafür bis zum Ende verharre.
    Vater unser... Gegrüßet seist du... Anrufung...

    13. Christi letzte Angst
    O Jesus, unsterblicher und unüberwindlicher König! Gedenke der Schmerzen, die du erlitten hast, als alle Kräfte deines Lebens dich gänzlich
    verließen und du mit geneigtem Haupte sprachst: "Es ist vollbracht!" Durch diese deine Todesangst erbarme dich meiner in meiner
    letzten Stunde, wenn mein Gemüt bedrängt und mein Geist darniedergebeugt sein wird.
    Vater unser... Gegrüßet seist du... Anrufung...

    14. Christi Tod
    O Jesus, du Eingeborener des allerhöchsten Vaters, Abglanz und Ebenbild seiner Wesenheit! Gedenke jener innigsten Hingebung, womit du dem
    Vater deinen Geist übergeben hast, indem du riefest: "Vater, in deine Hände empfehle ich meinen Geist!" Und wie du alsdann mit
    zerrissenem Leibe, mit gebrochenem Herzen deine Barmherzigkeit über uns vollendet und so deinen Geist aufgegeben hast.
    Durch diesen kostbaren Tod bitte ich dich, o König der Heiligen, stärke mich im Streite gegen den Satan, die Welt und das Fleisch,
    damit ich - der Welt absterbend - dir lebe und meine Seele endlich, wenn sie in der Stunde des Scheidens von ihrer Pilgerschaft zurückkehrt,
    mit erbarmender Liebe von dir aufgenommen werde.
    Vater unser... Gegrüßet seist du... Anrufung...

    15. Christi letzte und gänzliche Blutvergießung
    O Jesus, du wahrer und fruchtbarer Weinstock, in welchen wir eingepflanzt sind, gedenke jener überreichen Vergießung deines Blutes,
    welches du - gleich dem Safte der gepreßten Traube - vergossen, als du aus deiner durch die Lanze geöffneten Seite Blut und Wasser
    reichlich hervorquellen ließest, dergestalt, daß auch kein Tropfen zurückblieb, und dein heiligster Leib - gleich einem Myrrhenbüschlein
    vertrocknet - hoch am Kreuze schwebte. Durch diese Vergießung deines köstlichen Blutes stärke meine Seele in ihrem Todesstreite und lasse sie -
    von allen Flecken rein - vor dir erscheinen.
    Vater unser... Gegrüßet seist du... Anrufung...

    Schlußgebet
    Nimm an, o Jesus, dieses Gebet in jener überherrlichen Liebe, in welcher du alle Wunden deines heiligsten Leibes für uns getragen hast;
    erbarme dich meiner und aller mit Sünde Beladenen, und verleihe allen gläubigen Seelen - den lebendigen wie den abgeschiedenen -
    Gnade, Verzeihung und das ewige Leben.
    Vater unser... Gegrüßet seist du... Anrufung...

    Antiphon:
    Sie öffnete ihre Hand dem Bedürftigen und streckte ihre Arme dem Notleidenden entgegen und aß ihr Brot nicht müßig.
    Anmut ist ausgegossen über Deine Lippen. Deshalb hat Gott Dich auf ewig gesegnet.

    Kirchengebet:
    Herr unser Gott, Du hast der seligen Birgitta durch Deinen eingeborenen Sohn himmlische Geheimnisse offenbart. Gib auf ihre fromme
    Fürbitte hin, daß wir, Deine Diener, bei der Offenbarung Deiner ewigen Herrlichkeit von jubelnder Freude erfüllt werden durch Christus unseren Herrn. Amen.
    .
    .
    Die sieben Vaterunser

    Der göttliche Heiland offenbarte der hl. Birgitta folgende Verheißung:
    "Wisset, daß Ich denjenigen, welche 12 Jahre lang sieben Vaterunser und Ave Maria zu Ehren meines Kostbaren Blutes beten, große Gnaden erweisen werde:

    1. Sie kommen nicht ins Fegefeuer
    2. Ich werde sie in die Zahl der Märtyrer aufnehmen, wie wenn sie ihr Blut für den Glauben vergossen hätten.
    3. Ich werde drei Seelen ihrer Anverwandten in der heiligmachenden Gnade erhalten, je nach ihrer Wahl.
    4. Die Seelen ihrer Verwandten bis ins 4. Glied werden der Hölle entgehen.
    5. Sie werden 1 Monat vor ihrem Tod davon in Kenntnis gesetzt.

    "Sollten sie vor dieser Zeit sterben, so betrachte ich es als geschehen, d.h. wie wenn sie diese Bedingungen erfüllt hätten."
    Papst Innozenz X. bestätigte diese Offenbarung und fügte bei, daß die Seelen, die sie erfüllen, jeden Karfreitag eine Seele aus dem Fegefeuer befreien.
    Es empfiehlt sich, den 7 Vaterunsern folgende Gebete beizufügen:

    Vor Beginn
    O Jesus, ich will jetzt siebenmal das Vaterunser beten in Vereinigung mit jener Liebe, in welcher Du dieses Gebet in Deinem Herzen geheiligt
    und versüßt hast. Nimm es von meinen Lippen in Dein göttliches Herz auf, verbessere und vervollkommne es so sehr, daß es der
    Allerheiligsten Dreifaltigkeit soviel Ehre und Freude bereite, als Du ihr auf Erden mit diesem Gebet erwiesen hast, und diese mögen
    überströmen auf Deine heiligste Menschwerdung zur Verherrlichung Deiner heiligen Wunden und des Kostbaren Blutes, das Du daraus vergossen hast.

    1. Beschneidung
    Vater unser...; Gegrüßet seist Du, Maria...
    Ewiger Vater, durch die unbefleckten Hände Mariä und das göttliche Herz Jesu opfere ich Dir die ersten Wunden, die ersten Schmerzen und die
    erste Blutvergießung Jesu auf zur Sühne für meine und aller Menschen Jugendsünden und zur Verhütung erster Todsünden, besonders in meiner Verwandtschaft.

    2. Blutschweiß
    Vater unser...; Gegrüßet seist Du, Maria...
    Ewiger Vater, durch die unbefleckten Hände Mariä und das göttliche Herz Jesu opfere ich Dir die furchtbaren Leiden des Herzens Jesu
    am Ölberg auf und jedes Tröpflein seines Blutschweißes zur Sühne für meine und aller Menschen Sünden des Herzens,
    zur Verhütung solcher Sünden und für die Vermehrung der Gottes- und Nächstenliebe.

    3. Geißelung
    Vater unser...; Gegrüßet seist Du, Maria...
    Ewiger Vater, durch die unbefleckten Hände Mariä und das göttliche Herz Jesu opfere ich Dir die vielen tausend Wunden,
    die grausamen Schmerzen und das Kostbare Blut Jesu von der Geißelung auf zur Sühne für meine und aller Menschen Sünden des Fleisches,
    zur Verhütung solcher Sünden und für die Bewahrung der Unschuld, besonders in meiner Verwandtschaft.

    4. Dornenkrönung
    Vater unser...; Gegrüßet seist Du, Maria...
    Ewiger Vater, durch die unbefleckten Hände Mariä und das göttliche Herz Jesu opfere ich Dir die Wunden, die Schmerzen und das
    Kostbare Blut des heiligen Hauptes Jesu von der Dornenkrönung auf zur Sühne für meine und aller menschen Sünden des Geistes,
    zur Verhütung solcher Sünden und für die Ausbreitung des Königtums Christi auf Erden.

    5. Kreuztragung
    Vater unser...; Gegrüßet seist Du, Maria...
    Ewiger Vater, durch die unbefleckten Hände Mariä und das göttliche Herz Jesu opfere ich Dir die Leiden Jesu auf seinem Kreuzweg auf,
    besonders seine heilige Schulterwunde und deren Kostbares Blut zur Sühne für meine und aller Menschen Auflehnung gegen das Kreuz
    und Murren gegen Deine heiligen Anordnungen und alle anderen Zungensünden, zur Verhütung solcher Sünden und für wahre Kreuzesliebe.

    6. Kreuzigung JesuVater unser...; Gegrüßet seist Du, Maria...
    Ewiger Vater, durch die unbefleckten Hände Mariä und das göttliche Herz Jesu opfere ich Dir Deinen göttlichen Sohn am Kreuze auf,
    seine Annagelung und seine Erhöhung, seine Wunden an Händen und Füßen und die drei Ströme seines heiligen Kostbaren Blutes,
    die sich daraus für uns ergossen, seine äußerste Armut, seinen vollkommenen Gehorsam, alle seine Körper- und Seelenqualen,
    seinen Kostbaren Tod und dessen unblutige Erneuerung in allen heiligen Messen der Erde zur Sühne aller Verletzungen der heiligen
    Ordensgelübde und Ordensregeln, zur Genugtuung für meine und der Welt Sünden, für die Kranken und Sterbenden, für heiligmäßige Priester
    und Laien, für die Anliegen des Heiligen Vaters, zur Wiederherstellung der christlichen Familie, für Starkmut im Glauben,
    für unser Vaterland und die Einheit der Völker in Christus und seiner Kirche, sowie für die Diaspora.

    7. Öffnung der heiligen Seite
    Vater unser...; Gegrüßet seist Du, Maria...
    Ewiger Vater, würdige Dich, für die Bedürfnisse der heiligen Kirche und zur Sühnung der Sünden aller Menschen das Kostbare Blut und Wasser
    anzunehmen, welches aus der Wunde des göttlichen Herzens Jesu geflossen ist, und sei uns allen gnädig und barmherzig. Blut Christi,
    letzter kostbarer Inhalt seines heiligen Herzens, wasche mich rein von allen eigenen und fremden Sündenschulden; Wasser der Seite Christi,
    wasche mich rein von allen Sündenstrafen und lösche mir und allen Armen Seelen die Flammen des Fegfeuers aus. Amen.
    (Anmerkung: Im 6. Gebet wurde am 2.6.2003 ein wichtiges Komma eingefügt nach „Anliegen des Heiligen Vaters“.
    Es fehlt in Broschüren, die in zigtausenden Exemplaren verbreitet sind.)





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    ...   Erstellt am 22.09.2012 - 12:16Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


    Heilige Thérèse von Lisieux



    Gedenktag: 01. Oktober

    Die Heilige Thérèse sagte:
    "Ich werde meinen Himmel damit verbringen, auf Erden Gutes zu tun. Nach meinem Tod, werde ich Rosen vom Himmel regnen lassen..."

    "Ich will das Mittel suchen, in den Himmel zu kommen,auf einem kleinen, einem recht geraden, recht kurzen Weg, einem ganz neuen kleinen Weg…
    Ich möchte einen Aufzug finden, der mich zu Jesus emporhebt, denn ich bin zu klein, um die beschwerliche Treppe der Vollkommenheit hinaufzusteigen. Ich suchte daher in den heiligen Büchern nach einem Hinweis auf den Fahrstuhl, den ich begehrte, und stieß im Buch der Sprichwörter auf die Worte der ewigen Weisheit: „Ist jemand ganz klein, so komme er zu mir.“

    Es geht also um das Kleinsein vor Gott, um die Erkenntnis der eigenen Grenzen und Schwächen. Wer in Demut vor Gott hintritt, wird sein Erbarmen empfangen.
    Gott möchte seine Liebe, die in der Bibel auch als mütterliche Liebe beschrieben wird, auf die Menschen verströmen. Darum beschreibt Therese die Heiligkeit als Hingabe und Vertrauen, durch die Gott seine göttliche Liebe in uns eingießen kann. Ein stolzer Mensch verschließt sich der Liebe, weil er nur auf eigene Kraft und Fähigkeit baut.


    Chronologie des Lebens der hl. Therese

    1873 - 2. Januar Thereses Geburt in Alencon - Taufe zwei Tage später in Notre-Dame d'Alencon
    1877 - 28. August Tod der Mutter
    1883 - 13. Mai Thereses Heilung durch das Lächeln der Muttergottes
    1884 - 8. Mai Erste heilige Kommunion
    14. Juni Thereses Firmung

    1886 - 25. Dezember Weihnachtsgnade, "Bekehrung" von Therese
    1887 - 20. November Audienz bei Papst Leo XIII.
    1888 - 9. April Thereses Eintritt in den Karmel
    1889 - 10. Januar Einkleidung
    1890 - 8. September Therese legt die ersten Gelübde ab
    1894 - 29. Juli Tod des Vaters
    1895 - 9. Juni persönliche Weihehingabe an die "Erbarmende Liebe Gottes"
    1896 - 2./3. April erster Bluthusten in der Nacht von Gründonnerstag auf Karfreitag
    1897 - 8. Juli Thereses Verlegung in die Krankenabteilung
    10. Juli Letzte Zeilen der "Geschichte einer Seele"
    30. Juli Therese empfängt die Krankensakramente
    19. August Letzte heilige Kommunion
    30. September Tod Thereses gegen 19.20 Uhr
    1923 - 26. März Übertragung ihrer Reliquien in den Karmel
    - 29. April Seligsprechung durch Papst Pius XI.
    1925 - 17. Mai Heiligsprechung durch Papst Pius XI.
    1927 - 14. Dezember Ernennung der hl. Therese zur Missionspatronin durch Papst Pius XI.
    1944 - 3. Mai Ernennung der hl. Therese zur 2. Patronin Frankreichs durch Papst Pius XII.
    1997 - 19. Oktober Ernennung der hl. Therese zur Kirchenlehrerin durch Papst Johannes Paul II.
    1. Oktober Gedenktag der heiligen Therese für die ganze Kirche.





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    ...   Erstellt am 22.09.2012 - 12:23Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


    Die "kleine heilige Theresia", ist eine ungemein liebenswerte und wahrhaft "große" Heilige. Gerade von ihr können wir sehr viel lernen.
    Theresia wurde am 2. Januar 1873 in Alencon in der Normandie (Frankreich) geboren und wuchs sehr behütet und geliebt von Eltern und Verwandten auf.
    Als drei ihrer Schwestern ins Kloster gingen, kannte Theresia nur ein einziges Ziel: auch ins Kloster zu gehen. doch der Bischof verweigerte ihr diesen Wunsch: sie war erst 14 Jahre alt! Da fuhr sie mit ihrem Vater nach Rom und brachte den Mut auf, den Papst selbst zu bitten. Dieser sagte zu ihrer großen Enttäuschung: Tu, was die Oberen sagen! - Thérèse war tief niedergeschlagen, erlebte aber ein Jahr später die große Freude, dass ihr Wunsch in Erfüllung ging. Als sie gefragt wurde, warum sie ins Kloster ghen wollte, sage sie: "Ich gehe ins Kloster, um Seelen zu retten".

    Theresia war also von Anfang an ausgerichtet auf "die ganze Welt" und keineswegs nur darauf bedacht, "ihre Seele zu retten". Das zeigte sich auch im Kloster, wo sie unendlich viel leiden mußte, aber immer fröhlich und gelassen blieb. Wir wüßten eigentlich nicht viel von ihr, hätte sie nicht Tagebuch geführt und hier aufgezeichnet, wie sehr sie für Gott leiden wollte.
    Sie hatte ein großes Problem: die großen Heiligen, das wußte Theresia, waren stark im Glauben und konnten ungemein viel leiden. Sie selbst hielt sich dafür nicht stark genug. Wie sollte sie also in den Himmel kommen?
    Da kam sie auf eine grandiose Idee: "Ich nehme den Aufzug", sagte sie. "Ich setze mich aufden Arm Jesu, und dieser bringt mich in den Himmel". - Dahinter steckt ein wichtiger Gedanke: wir selbst können uns nicht "heilig machen". Alle Anstrengung ist bergebens. doch wenn wir uns ganz und gar auf Jesus Christus "einlassen", wenn Er uns führt - auch dorthin, wohin wir nicht wollen! - erst dann sind wir "reif für den Himmel!"
    Diese "Reife für den Himmel" wurde ein schwerer Weg für Theresia. Lange Zeit war sie krank und hielt es vor den anderen geheim. Dann brach die Krankheit voll aus, und Theresia mußte lange im Bett liegen, bis Gott sie heimholte.
    Am 30. September 1897 starb Theresia, erst 24 Jahre alt! Im Jahre 1925 wurde sie heiliggesprochen. Theresia ist die Patronin der Missionen und die zweite Patronin Frankreichs. Meist wird sie mit Rosen dargestellt, weil sie kurz vor ihrem Tode sagte: "Ich werde vom Himmel her Rosen regnen lassen!"



    Ihre letzten Worte:

    "O... ICH LIEBE IHN
    ... MEIN GOTT, ICH
    ... LIEBE DICH!"




    Theresia war erst 14 Jahre alt, als sie während einer Wallfahrt nach Rom die Berufung zur geistigen Mutterschaft für die Priester verstand. In ihrer Autobiographie schrieb sie, wie sie erkannte, nachdem sie in Italien viele Priester kennengelernt hatte, dass diese trotz ihrer erhabenen Berufung schwache und gebrechliche Menschen blieben:

    „Wenn also heilige Priester ... zeigen, dass sie des Gebetes bedürfen, was soll man dann von jenen denken, die lau sind?“

    In einem ihrer Briefe ermunterte sie Céline:

    „Leben wir für die Seelen, seien wir Apostel, retten wir vor allem Priesterseelen ... Beten wir, leiden wir für sie, und am Jüngsten Tag wird uns Jesus dankbar sein“ (Brief 94, vom 14. Juli 1889).

    Im Leben der Kirchenlehrerin Theresia gibt es eine rührende Geschichte, welche ihren Eifer für die Seelen, besonders für die Missionare unterstreicht. Sie war schon sehr krank und konnte nur mehr mit Mühe gehen. So verschrieb ihr der Arzt, jeden Tag eine Viertelstunde im Garten zu spazieren. Eines Tages wandte sich eine Mitschwester, die Theresia begleitete und sah, wie viele Schmerzen dieses Gehen verursachte, an sie: „Aber Sr. Theresia, warum nehmen Sie all diese Mühe auf sich, wenn es Ihnen doch eigentlich mehr Schmerzen als Linderung verursacht?“

    Und die Heilige antwortete: - „Es ist wahr, aber wissen Sie, was mir Kraft gibt? ... Nun,

    ich mache diese Schritte für einen Missionar. Ich denke, dass einer von ihnen weit draußen vielleicht von seinen Seelsorgegängen erschöpft ist, und um seine Müdigkeit zu verringern, opfere ich Gott die meinige auf.“

    Gott zeigte, dass er den Wunsch Theresias erhört hatte, ihr Leben für die Priester aufzuopfern, als die Mutter Oberin ihr die Namen zweier Seminaristen anvertraute, die um die geistige Unterstützung einer Karmelitin gebeten hatten. Einer war Abbé Maurice Bellière, der wenige Tage nach dem Sterben Theresias das Ordenskleid der „Weißen Väter“ entgegennahm und dann Priester und Missionar wurde. Der andere war P. Adolphe Rouillard, den die Heilige bis zu seiner Priesterweihe, und vor allem danach als Missionar in China, mit ihren Gebeten und Opfern begleitete.


    [Dieser Beitrag wurde am 22.09.2012 - 13:06 von loveshalom aktualisiert]





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    ...   Erstellt am 22.09.2012 - 12:47Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


    aus dem Buch:

    Der kleine Weg

    Ich begreife so gut, dass nur die Liebe imstande ist, uns dem lieben Gott wohlgefällig zu machen. Diese Liebe ist der einzige Schatz, den ich begehre. Es gefällt dem Herrn, mir den einzigen Weg zu zeigen, der zu dieser göttlichen Glut führt. Dieser Weg ist die Hingabe des kleinen Kindes, das sorglos im Arme seines Vaters einschläft. Der Herr verlangt keine Großtaten, sondern nur Hingabe und Dankbarkeit. Das und nichts anderes ist es, was Jesus von uns verlangt. Er braucht unsere Werke nicht, sondern allein unsere Liebe.

    Nachdem ich so begriff, dass ich nichts aus eigener Kraft zu leisten vermag, kam mir die Aufgabe viel einfacher vor. Ich beschäftigte mich ausschließlich damit, mich innerlich immer mehr mit Gott zu vereinigen, im Wissen, dass alles andere mir hinzugegeben würde. Und nie ist meine Hoffnung enttäuscht worden. Ich fand meine Hand geführt, so oft ich den Seelen meiner Schwestern Nahrung zu bieten hatte. Ich gestehe Ihnen offen, Mutter, hätte ich anders gehandelt und mich auf meine eigene Kraft gestützt, ich hätte unverzüglich die Waffen gestreckt.

    Klein bleiben heißt, sein Nichts anerkennen, alles vom lieben Gott erwarten, sich nicht zu sehr über seine Fehler betrüben, schließlich: sich keine besonderen Verdienste auf- speichern wollen, sich über nichts beunruhigen. Sogar bei den armen Leuten gibt man dem kleinen Kinde alles Notwendige; ist es aber erwachsen, dann will der Vater es nicht mehr ernähren, sondern sagt ihm: "Arbeite jetzt, du kannst für dich selber sorgen." Nun wohl, um das nie hören zu müssen, wollte ich nie größer werden, da ich mich unfähig fühle, mir mein Leben, mein ewiges Leben zu verdienen. Ich bin also immer klein geblieben und kenne keine andere Beschäftigung als jene, die Blumen der Liebe und des Opfers zu pflücken und sie dem lieben Gott zu seinem Vergnügen anzubieten. Klein bleiben heißt ferner, die Tugenden die man übt, sich nicht selbst zuzuschreiben, als wäre man selber zu irgend etwas Gutem fähig, sondern erkennen, dass sie ein Schatz sind, den der liebe Gott in die Hand seines kleinen Kindes legt, um sich seiner zu bedienen, wann er dessen bedarf.

    Wie wären wir zu beklagen, wenn wir große Taten vollbringen müssten! Aber wie glücklich sind wir, da der Herr sich durch die kleinsten fesseln lässt! Um in Frieden leiden zu können, genügt es, alles zu wollen, was unser Herr will. Glauben wir nicht, wir könnten die Liebe finden ohne Leiden. Unsere Natur ist da und die hat ihr Gewicht. Aber welche Schätze erlaubt sie uns zu erwerben.

    Vor der Heiligen Kommunion, stellte ich mir manchmal meine Seele wie ein drei- oder vierjähriges Kind vor, das, auf Grund seines Spielens, seine Haare und sein Kleidchen beschmutzt und in Unordnung gebracht hat. - Dieses Missgeschick ist mir manchmal passiert, wenn ich mich gezankt hatte. - Doch sehr bald sah ich die Heilige Jungfrau Maria zu mir eilen. Schnell entfernte sie mein schmutziges Schürzchen, steckte mein Haar wieder auf und schmückte es mit einem hübschen Band oder einfach mit einer kleinen Blume, das genügt, um anmutig auszusehen und ohne zu Erröten am Mahl der Engel teilzunehmen.


    "Mein Weg zu Gott ist Liebe, Hingabe und Vertrauen."

    "Jesus gefällt es, mir den einzigen Weg zu zeigen, der zu diesem Göttlichen Glutofen führt, dieser Weg ist die Hingabe des kleinen Kindes, das angstlos in den Armen seines Vaters einschläft..." (SS 192).

    "Klein sein heißt auch, nicht die Tugenden, die man übt, sich selber zuschreiben, nicht sich selber zu irgend etwas fähig halten, sondern anerkennen, dass der liebe Gott diesen Schatz in die Hand seines kleinen Kindes legt, damit es ihn benützt, wenn es ihn braucht; aber der Schatz gehört immer dem lieben Gott." (LG 152).

    Im Studium der Hl. Schrift und im intensiven Nachdenken entdeckte Therese die Mosaiksteine des "Kleinen Weges":

    Mich selber größer zu machen ist unmöglich! Ich muss mich ertragen wie ich bin.

    Es ist gar nicht nötig, durch mein eigenes Bemühen wachsen zu wollen.

    Jesus verlangt von mir keine großen Taten, sondern nur Hingabe und Dankbarkeit.

    Ich habe kein anderes Mittel, um Gott meine Liebe zu beweisen, als aus Liebe zu ihm auch die allerkleinsten Dinge zu tun.

    Ich lasse mich wegen meiner Fehler nicht entmutigen.

    Kurz vor ihrem Tod sagte Therese: "Ich will die Menschen lehren, Gott so zu lieben, wie ich ihn liebe und ihnen meinen kleinen Weg geben. Ja, ich will meinen Himmel damit verbringen, auf Erden Gutes zu tun."



    Therese und ihre Eltern .......... 15jährige Therese ........... im Kloster .......... Therese`s Gemälde ..... Jesu und Theresiens Wappenschilder





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