;
Ttsg

-Mitstreiter und Streiterinnen gesucht!!! anmelden und einloggen= mitmachen! Ein kostenloses Forum für jeden Mittelalter- und Fantasy-Fan! --- ADMIN: Witchi -- coADMIN: Savertin --------


Übersicht Neue Kunde Ich begehre Einlass Suche Tritt ein Gästebuch


Neuer Thread ...


ErstellerThema » Beitrag als Abo bestellenThread schließen Thread verschieben Festpinnen Druckansicht Thread löschen

witchi ...
Der Burgherr (Admin) freier Ritter
...........................

...

Status: Offline
Registriert seit: 18.04.2005
Beiträge: 3069
Nachricht senden
...   Erstellt am 30.01.2009 - 04:11Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Garten Eden
Vom sumerischen Wort Adina bzw. Adana, was "Garten" oder "grüne Steppe" bedeutet, leitet sich der Begriff "Eden" ab. Der sumerische Name für das Paradies heißt "Dilmun". Es liegt am "unteren bitteren Meer, wo die Sonne aufgeht". Höchstwahrscheinlich ist damit die Inselgruppe Bahrain gemeint. Das stets mit frischem Süßwasser versorgte Land grünt ununterbrochen. In ihm wachsen die heiligen Bäume, auch gilt es als Quelle der Flüsse.

Adam
Adam bedeutet "von der Erde genommen". Erde, Erdboden, Boden heißt im Sumerischen "Adama" (es ist von der gleichen Wurzel hergeleitet wie die Worte für "rot" und "Blut"), davon stammend das sumerische "á-dam", das eine Kollektivschöpfung beschreibt und wörtlich "das Menschengewimmel" bedeutet. Im Hebräischen heißt "Adam" dann "der Mensch" im Sinn von "die Menschheit", im Türkischen heißt "Adam" heute "der Mann". Darüberhinaus heißt der Mann auf Hebräisch "Isch" und die Frau "Ischa" und die sumerische Fruchtbarkeits- und Muttergöttin (von der die Menschen lt. einem sumerischem Mythos stammen sollen) hieß "Ischtar".

Eva
Hapatu, Hepat oder Hebat hieß die Hauptgöttin der Hurriter, die "Königin des Himmels" (diesen Beinamen verpasste man später im Katholizismus der Maria, nachdem sich in der biblischen Geschichte seine eigentliche Trägerin, die erste Frau, dieses Titels unwürdig gemacht hatte). Die Göttin Hebat galt als die Gemahlin des Wettergottes Teschub. In bildlichen Darstellungen steht sie auf einem Löwen oder Panther.
Als "Hebe" wurde später diese Göttin in Griechenland als Tochter des Zeus und der Hera betrachtet. Sie galt als die Jugendblüte, als Göttin der Jugend.


Mutter aller Bäume
In der Mitte des Meeres wuchs die Mutter aller Bäume, der Ursprung aller Pflanzen, der im Awesta als "Saema"-Baum, als Baum jeder Heilung oder Baum allen Samens bezeichnet wird. Dieser Ur-Baum beherbergte das Nest von Saena ("Senmurv" auf Pehlewi; "Simurgh" auf persisch), dem legendären Vogel. Er brachte auch den Samen aller anderen Gewächse hervor. In seiner Nähe stand die "mächtige Gaokerena-Pflanze", die Heilung brachte, wenn man von ihr aß, und den wiederauferstandenen Körpern der Toten Unsterblichkeit verlieh.
So weit eine altpersische Mythe: Die Ähnlichkeit mit dem Baum des Lebens im Paradies ist nicht zu übersehen.

Der Apfel vom verbotenen Baum
Beim paradiesischen Apfel des Sündenfalls handelt es sich um einen Übersetzungsfehler. Eva nahm im Urtext eine Frucht vom "Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen" und keinen Apfel, auch keinen Paradies-, Granat- oder Stechapfel o.ä..
Apfel heißt auf Lateinisch "malum, -i" und schlecht (bzw. böse) heißt auf Lateinisch "malus, -um". So hat man versehentlich aus "arbor bonum et malum" den "Baum des Guten und der Apfel" gemacht.

"Ich bin der ich bin"
...sagte der altägyptische Gott Ptah (identisch mit dem griech. Hephästos) von sich, so stand es auf seinem Tempel. Ptah gilt als Gott des Handwerks und Schöpfens. Er schuf durch Herz und Zunge und hat durch die Macht des Wortes die Welt erschaffen, er galt als der Bildner der Erde, der Herr der Weltordnung.

Da es ja nun so manche boshaften Leute gibt, die diffamierend behaupten wollen, die Christen hätten heidnische Gebräuche übernommen und christianisiert, so weiß der katholische Theologe zu erklären, was hier der wahre Hintergrund ist: Satan hat in seiner Fähigkeit bedingter Vorausschau hellseherisch vorausgesehen, dass einst gewisse Sakramente im Christentum hervorkommen werden und derweil diese Sakramente voraus-nachgeäfft. D.h. Satan hat die Heiden schon lange vorher ähnliche Gebräuche erfinden lassen, so dass es nachher so aussah, als wären es die Christen gewesen, die die heidnischen Bräuche nachahmten, dabei waren es die Heiden bzw. der Satan, der die christlichen Bräuche vor-ahmte(n).
Allen Ernstes! Das glauben die! Hier stehts: Dämonologie I, Seite 165, Egon von Petersdorff, ISBN 3-7171-0816-6



Herodes' Kindermord
Die Geschichte der Ermordung von Kindern, von denen die eigene Herrschaft bedroht ist, da sie von Propheten als Herrschaftsnachfolger oder Rivalen angekündigt wurden, kommt in jeder x-beliebigen Mythe vor, hier bei den Griechen: Kronos kastrierte seinen Vater Uranos mit einer Sichel und setzte sich selbst auf den Götterthron. Aus Furcht, ihm geschähe einst Ähnliches, verschlang er daraufhin seine eigenen Söhne, sobald diese geboren waren. Aber Rheia versteckte ihren Sohn Zeus und kredenzte stattdessen dem Kronos einen in Windeln gepackten Stein. Kaum überlebt, machte sich Zeus auch sofort mit Erfolg daran, seinen Vater zu stürzen.

Die Gotteskindschaft, Gottessohnschaft
In der jüdischen Kabbala gibt es 10 Sefirot (Entfaltungsbereiche Gottes Schöpferkraft, Stufen der Energie) von denen die 2. die Weisheit ist, hebräisch "Chochma". Es heißt auch "der Geist" im Hebräischen Rucha (syrisch und aramäisch "Ruach") und hat ein weibliches Sprachgeschlecht, ist also feminin.
Jesus verstand sein Ich (seine Seele) als Sohn seiner Mutter, Ruach Elohim, des heiligen Geistes/der Weisheit, Chochma, und seines Vaters, Gottes. Zum Körperlichen besteht hier keinerlei Bezug.
Zugehörigkeiten per Kindschaften deutlich zu machen, war bei den Hebräern allgemein üblich. So sprach man auch von gesellschaftlichen Randfiguren als "Söhne des Abyss" (der Verdammnis) oder "Söhne Belials" (des Verderbens).

Die Geburt des Erlösers
Die Leiden in der Hölle werden ein Ende finden, wenn der Erlöser kommt. Der "Lebende", der, von einer Jungfrau geboren, die Welt durch Feuer vom Bösen reinigen wird. Am (nach heutiger Rechnung) 25. Dezemeber wird in einer Höhle von einer Jungfrau die Lichtgottheit Mithras geboren. Er wird den endgültigen Triumph des Guten bringen, den Sieg des Ahura Mazda.
So glaubte man es zur Zeit der Parther, im 2. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung.
Quelle: Georges Minois, kleine Kulturgeschichte der Unterwelt, Hölle, ISBN 3-451-04778-0

Weihnachten - 24. und 25. Dezember
In der Zeit von der Wintersonnenwende (21.12.) bis zum Perchtentag (06.01.) pflegte man in den Nordländern der vorchristlicher Zeit diverse Gebräuche und Glaubensinhalte: So soll Wotans Heer in dieser Zeit wüten, man konnte mit etwas Pech der wilden Jagd begegnen (eine wild durch die Wälder brechende, dämonische Jagdgesellschaft samt Wild - leider alle skelettiert), die Göttin Freya im Haus haben oder Hel und der Percht mit ihren Perchten (ein Kinderschreck gleich dem späteren Nikolaus) über den Weg laufen.

Weihnachten bzw. die "wihe naht" ist in nordischen Ländern seit jeher ein altes heidnisches Fest. Nachdem man nach langer Arbeit im Herbst bis in den frühen Winter endlich fertig war mit dem mühseligen Hacken des Brennholzes für die kalte Jahreszeit, feierte man zu diesem Anlass ein Fest und stellte ein kleines, geschmücktes Bäumchen auf.

Außerdem galt der 25. Dezember in vielen antiken Kulturen als der Tag der Sonnenwende und gab damit Anlass zu so mancher heidnisch-religiöser Feier: Der 25.12. galt als Geburtstag des sowohl auf dem Landweg durch indo-arische Völkerwanderungen als auch durch die Seefahrt aus Persien gekommene Mithra(s), der im Imperium Romanum als kriegerischer Lichtgott und unbesiegbarer, maskuliner Sol invictus (lat.: unüberwindliche Sonne) verehrt wurde.

mehr

Auch galt der 25.12. in Rom als Beginn der Saturnalien, eine Feier zu Ehren des Saturn.

Der ägyptische Falkengott Horus (ägyptisch: der Oben-befindliche, der Ferne), eingeschworener Erzfeind des Seth (der Herr der Wüste, Leere und Destruktion), soll ebenfalls zum 25.12. geboren sein. Die Mutter-Kind-Darstellung der "Mutter Isis (Esu, Eschu) mit dem Horuskind" wurde später, in christlichen Epochen durch "Maria mit dem Jesuskind" ersetzt. Die die Toten hütende Göttin Isis galt in ihrem solaren Aspekt als das "allsehende Auge des Re". Isis ist eine spätere Form der ägyptische Göttin Hathor, deren Name "Haus des Horus", nämlich Himmel bedeutet und damit den das Licht gebärenden Mutterschoß symbolisiert.

Erst im 3. Jahrhundert, zur Zeit des Papstes Kalixt I., wurde das Fest zu Christi Geburt auf den 25.12. künstlich festgesetzt und den gesamten Feierlichkeiten dieses Datums ein gemeinsamer Nenner gegeben.

6. Januar - Heilig' Drei König
Dieses Datum nennt man auch "Epiphanias", was Erscheinung, Schau, (Selbst-)Offenbarung (Epiphanie) bedeutet.
Phonetisch damit verwandt ist der Name "Befana (Befania)", eine vorchristliche Dämonin und Spukgestalt der Mittwinterzeit, die mal strafend, mal belohnend (Geschenke bringend) auftritt. Im deutschen Volksglauben nannte man sie Bercht, Frau Berta, Eisenberta oder Perchta (altdeutsch: Perahtun), auch Butzenbercht. Diese kam in Begleitung ihrer Kobolde, den Perchten, in der Nacht des 6. Januar, dem "Perchtentag", als Gabenbringerin oder als Kinderschreck (schlitzte einem den Bauch auf). Man stellte ihr Speisen aufs Dach.

Ostern
Das Frühlingsfest "Ostern" stammt bezüglich seines Ritus' aus der germanischen Mythologie. Es galt dort als das Fruchtbarkeitsfest, das Erwachen und Aufkeimen des Lebens im Frühjahr, symbolisiert durch die Keimzelle allen Lebens, das Ei, und durch das Tier, das für seine Potenz, sexuelle Aktivität und Fortpflanzungskraft berühmt ist, der Rammler und Hase.
Die Bezeichnung "Ostern" ist abgeleitet von der Fruchtbarkeitsgöttin Ostera, die die germanische Version der mesopotamischen Aschera darstellt. Der Ascher-Mittwoch hat keinesfalls etwas mit Asche zu tun, sondern ist der Tag der Aschera.
Im Ägyptischen lautet der Name der Ostera "Hathor", im Babylonischen "Ischtar", im Hebräischen "Astor", im Griechischen "Astron" und im Lateinischen "Astrum". Ostern ist das Fest des Oststerns, des Sterns, der im Osten aufgeht - des Morgensterns.
Während der indogermanischen Völkerwanderungen übertrugen sich diese mesopotamischen Mythen in unsere Breiten.

Fisch am Freitag
Der Freitag war vor dem Christentum der Tag der Freya (bzw. Frigg), die Gattin Odins. Am Tag der Freya sollte man Fisch essen, dessen Eiweißreichtum potenz- und fruchtbarkeitsfördernd ist. Da die christlichen Missionare diesen "unkeuschen" Brauch nicht unter Kontrolle bekamen und ihn im Volk nicht einstellen konnten, deutete man das freitägliche Fischessen einfach im Sinn des Katholizismus um und interpretierte irgendeinen Mist vom Fleisch Christi, das man an dessen Todestag nicht essen soll oder so ähnlich (ich habe das eh nie so richtig begriffen).

Allerheiligen, Allerseelen, Halloween
Der 31. Oktober war bei den Kelten und den Angelsachsen der Vorabend des neuen Jahres. Es gab ein Feuerfest für den Sonnengott und am 1. November (Samhain) eines für den Gott der Toten. Da in dieser Nacht nach keltischem Glauben das Leben (der Sommer) die Herrschaft für ein halbes Jahr an den Tod (den Winter) abgibt, glaubte man dies als einen besonders günstigen Moment für die Toten, sich unter die Lebenden zu mischen. Die Toten würden sich dann für ein Jahr lang den Körper eines Lebenden suchen und man brachte Ihnen Opfer (Speisen) dar, um den eigenen Körper vor dieser Besessenheit zu schützen. Die Trennwand zwischen der Welt der Toten und der Lebenden sollte an diesem Abend besonders dünn sein und man konnte daher die Toten besonders einfach beschwören.

Die Auferstehung
Die Auferstehung ist eine Abwandlung der Adonis-, Tammuz-, Orpheus-, Attis- und Osiris-Mythen. Insbesondere Fruchtbarkeitsgottheiten wie Adonis/Attis oder Tammuz/Dumuzi sah man als sterbende und im Frühjahr wieder auferstehende Personifizierungen der Vegetation an. So manche Mythe rankt sich um den Gang dieser Fruchtbarkeitsgötter ins Totenreich und in die Unterwelt und das Heraufsteigen aus dieser in Form des frischen Grüns nach der Trockenperiode.
Gern betrachtete man auch Sonnengottheiten des Nachts als in die Unterwelt absteigend, diese durchwandernd - auch um den Toten das Licht zu bringen - und des Morgens aus dieser wiederum zurückkehrend. Nachdem man vielfach die Unterwelt mit dem Totenreich identisch sah, waren Interpretationen von Tod und Überwindung dieses Todes, Wiedergeburt, Auferstehung sehr beliebt und weit verbreitet. Eine Religion, die sich etablieren wollte, durfte den Auferstehungsaspekt nicht missen.

Der zweite Tod
Im alten Ägypten glaubte man, nach dem Tod vor den 42 göttlichen Richtern des Osiris zu stehen, nachdem Anubis das Herz abgewogen hatte. Vor diesem Richtergremium wird eine Liste böser Taten aus dem ägyptische Totenbuch verlesen. Hatte man sich während des Lebens dieser bösen Taten enthalten, wurde man verwandelt (verklärte Leiber) und ging ein ins Reich des Osiris. Das Geschick der Toten, die zu sehr der Macht des Bösen verfallen sind, ist der "zweite Tod": Ihre Seelen werden zerstückelt, zerrissen, gefressen und verbrannt um sie zu vernichten.
In der Offenbarung des Johannes wird dieser Glaube - natürlich auf den Bibelgott Jhwh und seiner mythologischen Welt umgemünzt - fortgeführt.



gefunden auf einer seite ueber heiden..... im fantasy berreich weil ich die aussagen nochnicht ueberprueft habe , finde sie aber uberdenkeswert





Signatur
Der Schmerz von heute ist die Kraft von morgen.

Savertin ...
Der Burgvogt (coAdmin)
..............................



Status: Offline
Registriert seit: 18.04.2005
Beiträge: 5211
Nachricht senden
...   Erstellt am 30.01.2009 - 07:11Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Besonders hier ist etwas auffällig:

Witchi schrieb
    Darüberhinaus heißt der Mann auf Hebräisch "Isch" und die Frau "Ischa" und die sumerische Fruchtbarkeits- und Muttergöttin (von der die Menschen lt. einem sumerischem Mythos stammen sollen) hieß "Ischtar".


Heute nennen Christen, wie Neuheiden ihre Frauen oft "Ische". Dies zeigt, dass viele sich in ihrer Partnerin im ausgehenden 20. und anfänglich 21. Jahrhundert eine Mutterfigur wünschen. Zudem ist die Verbundenheit mit der Historie dadurch dokumentiert.





Signatur
Homo homini lupus
(Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf)

WHISPER ...
Hohepriesterin
........................

...

Status: Offline
Registriert seit: 21.04.2005
Beiträge: 2959
Nachricht senden
...   Erstellt am 30.01.2009 - 12:02Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Lesenswerte Zusammenfassung und Anregung zum "Überdenken"....




Savertin ...
Der Burgvogt (coAdmin)
..............................



Status: Offline
Registriert seit: 18.04.2005
Beiträge: 5211
Nachricht senden
...   Erstellt am 30.01.2009 - 16:13Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ja, denken hat bei solchen "einfachen" Herleitungen und vermeintlichen Neuigkeiten noch nie geschadet. Vieles davon ist doch schon lange bekannt und lässt sich z.T. auch einfach gar nicht belegen.





Signatur
Homo homini lupus
(Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf)

witchi ...
Der Burgherr (Admin) freier Ritter
...........................

...

Status: Offline
Registriert seit: 18.04.2005
Beiträge: 3069
Nachricht senden
...   Erstellt am 30.01.2009 - 22:08Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


zb? ich finde wir sollten das ding hier mal auseinandernehmen stueck fuer stueck





Signatur
Der Schmerz von heute ist die Kraft von morgen.

Savertin ...
Der Burgvogt (coAdmin)
..............................



Status: Offline
Registriert seit: 18.04.2005
Beiträge: 5211
Nachricht senden
...   Erstellt am 30.01.2009 - 23:32Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


witchi schrieb

    zb? ich finde wir sollten das ding hier mal auseinandernehmen stueck fuer stueck

z.B. die "Erkenntnisse" über das Weihnachtsfest.

Dann mach mal den Anfang....





Signatur
Homo homini lupus
(Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf)

witchi ...
Der Burgherr (Admin) freier Ritter
...........................

...

Status: Offline
Registriert seit: 18.04.2005
Beiträge: 3069
Nachricht senden
...   Erstellt am 18.02.2009 - 17:15Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Heilige Nacht

Die Wintersonnwende ist eines der heiligsten Sonnenfeiern und findet am 21. Percht (21. Dezember) statt. Sie bezeichnet die tiefste Nacht des Jahres - wird deswegen auch MUTTERNACHT, althochdeutsch MODRANECHT, genannt. In dieser Nacht gebiert die Göttin tief in der finsteren Erde in der stillsten aller Stunden das wiedergeborene Sonnenkind. Diesen Mythos können Sie in allen Kulturen der Welt wiederfinden. Am deutlichsten manifestiert ist es bei uns in Weihnachten und dem Christuskind. Weihnacht ist ja nichts anderes als WEIHE-NACHT, ist gleich geweihte Nacht. Oder wie in vielen Weihnachtsliedern besungen "HEILIGE NACHT".


Das nordische Jul-Fest

Die "geweihten Nächte" verheißen das Wissen um die große Umkehr, um den Wiederaufstieg des Lichtes und um die Geburt des neuen Lebens. An JUL oder JOL - wie es in den nordischen Ländern genannt wird - ist die Dunkelheit gebannt, die Nächte werden kürzer und was tot schien und verloren, wird wieder erwachen. Das Julfest ist ein harmonisches Netzwerk ineinandergreifender Sonnen-, Toten- und Fruchtbarkeitsriten und symbolischer Handlungen zur Neuaktivierung menschlicher und natürlicher Kraft. Den Höhepunkt der Dunklen Zeit bildet Jul, das Weihnachtsfest. In dieser längsten Nacht des Jahres erfüllt sich das Versprechen der Wiedergeburt.
Der Name JUL oder JOL hat einen ganz alten Bezug zu Odin.
Noch heute hat Odin den Beinamen "JOLNIR".
Seine wilden Ritte in der Winterzeit und zu den Rauhnächten mit dem wilden Heer heißen "JOLAREIDI".
Das erinnert vom Wort her wiederum sehr stark an das alpenländische Jodeln.
Und gerade in den Alpenländern werden ja zur Winterzeit viele Bräuche überliefert mit dem Wilden Heer des Odin(=Wotan), und ursprünglich der Percht - besonders die Perchtenläufe in der Rauhnachtzeit.
"JUL" läßt sich nach Rätsch ethymologisch als "ZAUBER-" oder "BESCHWÖRUNGSFEST" deuten.
Und Odin war dann der JUL-ZAUBERER oder JUL-SCHAMANE - der "JULERICH".

Papst Hippolytos im Jahr 217

Aber es gab schon vor dem Christentum viele Kulturen, die zu dieser Zeit die Wiedergeburt der Sonne und des Lichtes feierten. Z.B. der Mithras-Kult, dann auch in Ägypten Isis und die Geburt des Horuskindes. Und immer wieder auch Dionysos, der im alten Griechenland als Erlöser und Gott der Fruchtbarkeit und des Wachstums galt. Mit der Ausbreitung des römischen Reiches wurde die Wintersonnwende dann zum römischen Staatsfeiertag ausgerufen als Geburtstagsfeier des "sol invictus" - der unbesiegbaren Sonne. Also auch die Idee einer Geburtstagsfeier zur Wintersonnwende war keineswegs eine Erfindung des Christentums.
Papst Hippolytos setze sich für den 25. Dezember als Tag der Christgeburt ein - im Jahre 217. Um 330 schließlich erklärte Kaiser Konstantin das Christentum zur römischen Staatsreligion und funktionierte den alten Sonnengott um in den neuen Christengott, der als "lux mundi" - als Licht der Welt - gefeiert wurde. In Deutschland wurde dieser Feiertag erst 813 anerkannt. Man sieht, daß dieses Fest einfach einen uralten Ursprung hat, der weit in die Mythenwelt unserer Vorfahren zurückreicht.

Lied zur Wintersonnwende


Hohe Nacht der klaren Sterne
die wie weite Brücken stehn
über einer tiefen Ferne
drüber unsre Herzen gehn.

Hohe Nacht der großen Feuern,
die auf allen Bergen sind -
heut muß sich die Erd´ erneuern,
wie ein junggeboren Kind.

Mütter, euch sind alle Feuer,
alle Sterne aufgestellt,
Mütter, tief in euren Herzen
schlägt das Herz der weiten Welt

(von Hans Baumann)





Signatur
Der Schmerz von heute ist die Kraft von morgen.

Savertin ...
Der Burgvogt (coAdmin)
..............................



Status: Offline
Registriert seit: 18.04.2005
Beiträge: 5211
Nachricht senden
...   Erstellt am 18.02.2009 - 17:34Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Sag ich ja, nichts Neues. Das ist alles längst bekannt und schmälert weder Inhalt noch Zeitpunkt vom christlichen Weihnachtsfest. Religion ist zwar auch eine Wissenschaft, aber der Glaube, der dahinter steht, ist nun einmal unbeweisbar. Deswegen halte ich das "vs" im Titel (steht ja für lat. "versus" - gegen) für falsch.





Signatur
Homo homini lupus
(Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf)


Ähnliche Themen:
Thema Erstellt von Antworten Forumname
Bräuche? Schokopferd 10 paipai
Aberglaube und Bräuche Darkprinzess 9 darona
Weihnachten und sonst heidnische Feste :p Arion 0 spielleitung
Bräuche der Greyfenfelser Droman 7 greyfenfels
heidnische Gedichte... lupane 3 lupane
Neuer Thread ...

Geburtstagsliste:
Heute hat nur 1 User Geburtstag
Kordula (22)


Photobucket


Jeder Click zählt!
Merlin´s Top 100 Listinus Toplisten zur topliste des roten drachen
Mittelalter Zeit Top150
Toplist Toplist
Netz gegen Kinderporno Ritter gegen Rechts Hier gehts zu  Mittelalter Top 100 Mittelaltertopliste.de Die Mittelalter Topliste
Mittelalter Zeit Top150
Topliste der Wahren Bergischen Ritterschaft Vote for this Site

Impressum

Dieses Forum ist ein kostenloser Service von razyboard.com powered by:
Geizkragen Preisvergleich. Top-Produkt im Preisvergleich: Nikon Speedlight SB-900
Wollen Sie auch ein kostenloses Forum in weniger als 2 Minuten? Dann klicken Sie hier!



Verwandte Suchbegriffe:
geburtstag heidnisch | hebe heidnisch | christentum bräuche | das christentum im 2.jahrhundert | wotans heer rechts | geburtstag heidnisch satan | sonnengott christentum frau baum | freya göttin burg
blank