Benjamin  Lórinan-Bewohner
  

Status: Offline Registriert seit: 20.09.2005 Beiträge: 46 Nachricht senden | Erstellt am 22.12.2005 - 21:14 | |
Hauch des Winters
Die Blätter fallen, wie jedes Jahr, Nichts bleibt wie´s ist, wie´s immer war. Des Sommers Klang muß noch verhallen, Bis auch das letzte Blatt gefallen.
Langsam sinkt der Sonne Strahl, Läßt zurück die Blätter fahl. Es kommt alsbald die letzte Nacht, Und senkt das Dunkel auf die Wacht.
Es bringt der Wind der Wolken Last, Weiß friert Stock und Fels und Ast. Alles schläft nun, alles ruht, Bis dass der Frühling Kunde tut.
So richte ich den Blick ins Herz, Gedenk der goldnen Zeit mit Schmerz. Wird sich wieder Licht erheben? Wer wird mir die Hoffnung nehmen?
In Schnee und Eis die Zeit gefriert, Auf das man sich darin verliert. Äonen gleich die Stunden kriechen, In der die letzten Blätter siechen.
Doch schließlich kommt die grüne Zeit, Die die Welt vom Schlaf befreit. Doch nichts rührt sich, nichts erwacht, Es will nicht heben sich die Nacht.
Die Blätter fallen, wie jedes Jahr, Nichts bleibt wie´s ist, wie´s immer war. Des Winters Klang muß noch verhallen, Bis auch das letzte Blatt kann fallen.
Cirnallan ar belegthir lorinan
Signatur Lang vergangen, ferner Glanz. Der Schleier senkt sich , Ende naht. Kein zurück und kein Erbarmen. Licht erstirbt in Finsternis.
Einst´ger Glanz nun lang vergangen. Hand in Hand die Unschuld webt. Tief gefroren für Äonen der Same ruht in Dunkelheit.
So fern und nah zu allen Zeiten, Licht und Glanz sich neu belebt. Wandelt hierhin, wandelt dorten. Nährt den Samen, nährt das Leben.
In tiefster Erde neu erblüht, das Blatt nun auf zum Baume fällt. Senkt sich Sonne, senkt sich Nacht. Alter Glanz wird neu entfacht. |