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Monika 
10 Liter Wein
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...   Erstellt am 16.09.2009 - 19:42Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo liebe Forumsmitglieder!

Ich bin auf der Suche nach Infos auf dieses Forum gestossen, und dachte, vielleicht könnt ihr mir ein wenig weiterhelfen.

Ich habe so gut wie keine Erfahrung mit der Weinherstellung, und bin ehrlich gesagt auch etwas bange im Umgang mit solch wirkkräftigen chemischen Prozessen.

Trotzdem probiere ich gern alles aus was mit der Verwendung und Verarbeitung der Geschenke der Natur zusammenhängt.

Angeregt von Ray Bradbury's Buchtitel "Löwenzahlwein" und der leichten Verfügbarkeit dieser Zutat, habe ich im Frühjahr 2005 ein wenig Löwenzahnwein angesetzt.

Ich fand, er schmeckte auch ganz gut, aber weil er etwas trübe war, dachte ich, vielleicht stimmt etwas damit nicht, und habe mich nicht getraut alles zu trinken, aber zum Wegschütten wars auch zu schade.

Jetzt habe ich mir die übrigen Flaschen angeguckt (in der Überlegung, sie evtl. doch wegzuschütten), aber ich finde, er sieht noch ganz gut aus.

Die Flüssigkeit ist jetzt völlig klar, und nachdem ich dann nochmal probiert habe finde ich er schmeckt süß und stark alkoholisch, eigentlich wie Likör.

Meine Frage jetzt: wie lange hält sich so ein Löwenzahnwein im Normalfall, und woran würde ich denn merken, ob er verdorben ist?

Noch etwas zur Herstellung vor vier Jahren, falls das bei der Antwort hilft:
Insg. waren es ca. 2,5 l Wein. Habe den Wein damals leicht geschwefelt und randvoll in 1/2- bzw 1/4-Literflaschen mit Schraubverschluß gefüllt, seitdem dunkel bei ca. 20°C stehend aufbewahrt.

Soweit ich mich erinnere, habe ich damals so 14% vol. Alc. gemessen (mit Vinometer), heute hat das Ding sogar 19% angezeigt (so dass ich halt auch etwas unsicher bin, ob da kein Meßfehler vorliegt, z.B. durch die Süße des Weins).

Ich wäre euch echt dankbar, wenn ihr mir weiterhelfen könntet!




Fruchtweinkeller ...
Administrator
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...   Erstellt am 16.09.2009 - 23:00Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Monika,

alles ist eine Frage der Definition.

Generell kann man schwer vorhersagen wie lange sich ein Wein grundsätzlich hält da die Weinalterung von vielen Faktoren bestimmt wird. Grundsätzlich dürften Weine mit "feineren" Aromen wie Blütenweine empfindlicher sein, bei ihnen wird das typische Aroma schneller schwinden. So oder so ist ein überlagerter Wein eventuell "Verdorben" im Sinne des Verlusts des typischen Geschmacks, er kann aber durchaus noch "genießbar" sein. Vereinfacht gesagt ist auch ein Sherry "nur" ein überalterter, "verdorbener" Wein.

Fazit: Mach dir keinen zu großen Kopf, mach die Flasche auf und koste. Wenn es dir schmeckt ist es gut





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Jede Null verzehnfacht das Problem.
(Graf Fito)
Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören!

Monika 
10 Liter Wein
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Registriert seit: 16.09.2009
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...   Erstellt am 17.09.2009 - 00:31Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Fruchtweinkeller

Danke für die schnelle Antwort!

Wow, das mit dem Sherry wußte ich nicht. Ok, dann trinke ich ihn wohl noch ein bißchen.

Kann es denn sein, dass da noch Hefe drin war, und die jetzt noch vergoren ist, weil die Flüssigkeit jetzt so klar ist? (Es sind noch ein paar Flöckchen von irgendetwas auf dem Flaschenboden.)

Bei solchen chemischen Prozessen, die ich nicht richtig verstehe, bin ich halt immer bange, aus Versehen etwas Schädliches zu produzieren. Würde man etwas Verdorbenes immer daran erkennen, dass es auch richtig ungenießbar schmeckt?




Birgit ...
Administrator
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Registriert seit: 03.04.2004
Beiträge: 7841
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...   Erstellt am 17.09.2009 - 00:41Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Monika schrieb
    Würde man etwas Verdorbenes immer daran erkennen, dass es auch richtig ungenießbar schmeckt?


Nein, denn dann würde es keine Samonellenvergiftungen und ähnliches geben und erfolgreiche Giftmischer auch nicht.
Wein ist durch Alkohol konserviert und das verhindert beispielweise Schimmel und ähnliches. Deshalb ist der Genuß relativ sicher.

Gruß Birgit





Signatur
Aus dem Feuerquell des Weines, aus dem Zaubergrund des Bechers,
sprudelt Gift und süße Labung, sprudelt Süßes und Gemeines;
nach dem eig'nen Wert des Zechers, nach des Trinkenden Begabung! (Friedrich von Bodenstedt)

Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören!

JasonOgg ...
1000 Liter Wein
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...   Erstellt am 17.09.2009 - 08:28Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Monika schrieb
    Es sind noch ein paar Flöckchen von irgendetwas auf dem Flaschenboden

So wie ich das verstanden habe war er nicht klar als er in die Flasche kam. Wahrscheinlich hat er sich einfach nur noch geklärt und. In ein paar Jahren unbewegten Liegens/Stehens setzt sich noch einiges ab, was es in ein paar Monaten nicht tut.

Wenn er nach der Zeit noch süß ist, dann brauchst Du Dir auch wegen der Hefe keine Gedanken mehr zu machen. Falls es mal eine Nachgärung gegeben hat, dann ist das CO2 unter dem Deckel weg und die Toleranzgrenze ist längst erreicht.

Dein größtes Problem ist wahrscheinlich, dass Du beim Einschenken sehr vorsichtig sein mußt, damit die Flöckchen nicht aufgewirbelt werden.

Ansonsten halte es so, wie FWK und Birgit es schon oben geschrieben haben. Freu Dich wenn es schmeckt.





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Was lange gärt wird gut.

Monika 
10 Liter Wein
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Registriert seit: 16.09.2009
Beiträge: 10
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...   Erstellt am 19.09.2009 - 00:29Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Birgit - also, Gesundheitsschädliches kann eigentlich gar nicht vorkommen, wenn Alkohol im Spiel ist? Das beruhigt! Vielen Dank.

Jason, ja, er war beim Abfüllen noch recht trüb.

Erst dachte ich, vielleicht ist das ein Zeichen, dass etwas nicht stimmt, und als er sich dann geklärt hat, war mir die Veränderung wieder suspekt. Ich bin wahrscheinlich wirklich etwas zu zurückhaltend bei der Sache - wird hoffentlich mit Erfahrung anders.

Was bedeutet denn 'Toleranzgrenze'?

Danke, und Gruß an Nanny Ogg.

[Dieser Beitrag wurde am 19.09.2009 - 00:30 von Monika aktualisiert]




wok ...
1000 Liter Wein
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Registriert seit: 21.09.2005
Beiträge: 2163
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...   Erstellt am 19.09.2009 - 03:48Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Toleranzgrenze ist die Grenze die die Hefe überschreiten muss, um mit Sicherheit nicht mehr weiterzugären. Dies ist bei ungefähr 15 % der Fall. Dahinter lauern die ewigen Jagdgründe.
Die Trübstoffe setzen sich ab, er klärt also von alleine und der Restzucker verringert sich nicht mehr - er bleibt konstant.


Gruss WOK

Hmm Schlechtschreibfehler

[Dieser Beitrag wurde am 19.09.2009 - 03:52 von wok aktualisiert]





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Honni soit qui mal y pense

Monika 
10 Liter Wein
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Status: Offline
Registriert seit: 16.09.2009
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...   Erstellt am 22.09.2009 - 01:00Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ahh, verstehe. Danke schön, Wok!





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