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Fidelis
unregistriert

...   Erstellt am 01.11.2008 - 22:24Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Dann schaffen wir einfach all die Tage ab. Den Muttertag, den Vatertag, den Tag des Baumes, den Geburtstag, den Namenstag usw usw.

Gedenktage, das braucht der Mensch um auch hin und wieder an bestimmte Situationen aus der Geschichte erinnert zu werden. Gedenktage sind dazu da, dass wir unser Erinnerungsvermögen auch wach halten können und ob solche Tage der eine oder andere aufgezwungen oder vorgeschrieben sieht, es ändert nichts daran, dass die meisten Menschen solche Gedenktage durchaus zu würdigen wissen, wenn auf der anderen Seite die Wirtschaft ein sehr waches Auge darauf hat, ob daraus auch Kapital zu schlagen möglich ist.

Zum Tag Allerheiligen darf ich noch folgendes anfügen: Es wird heute nicht nur der Heiligen gedacht die ihren Glaubensweg schon mehr oder weniger lange hinter sich haben, es soll auch an die Menschen gedacht werden, die still und unaufmerksam durch ihr Handeln und Wirken, durch ihre stillen und fast selbstverständlichen Taten dazu beitragen, dass es in dieser Welt nicht nur Untat und Greuel gibt sondern dafür sorgen, dass auch Liebe und Frieden sichtbar werden können, kurz gesagt, die heute schon mehr oder weniger ein heiligmässiges Leben führen.
Fidelis




<Johannes>
unregistriert

...   Erstellt am 01.11.2008 - 22:44Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Der 31. Oktober ist der Reformationstag.

Martin Luther wollte die Kirche reformieren, als er am 31. Oktober 1517 seine Thesen an die Pforte der Wittenberger Schlosskirche schlug.
Er hat damit die Kirche, das Antlitz Europas und die Geschichte verändert.




Romi ...



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...   Erstellt am 01.11.2008 - 22:50Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich habe mir heute Nachmittag auf dem Friedhof nicht nur die Gräber, sondern auch die Gesichter der Menschen angesehen, die zu Scharen dorthin pilgerten. Pärchen, ganze Familien, Einzelpersonen und ein paar sehr alte einsame Menschen. Alle pilgerten sie zum Friedhof, ob mit dem Mercedes, oder der Straßenbahn oder per pedes. Ich glaube, die meisten von ihnen lieben diese Tradition. Es ist ihnen wichtig, ein Blumensträußlein, ein kleines Gebinde oder ein Grablicht in der Hand zu halten, um es ihren Verstorbenen auf die Gräber zu stellen. Den Menschen tut dieser Brauch gut, den Friedhofsgärtnereien ebenso und auch den umliegenden Cafés.

Eine Stunde lang spazierte ich durch diesen riesengroßen Friedhof, um danach ebenfalls ins Café zu gehen...zufrieden mir mir und der Welt.

Was braucht's mehr?...


Barbara




<Johannes>
unregistriert

...   Erstellt am 01.11.2008 - 23:32Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ob jemand an den Gedenktagen im November, ob Allerheiligen, Totensonntag oder Volkstrauertag, zum Friedhof geht, ist auch davon abhängig, wie wichtig einem der oder die Verstorbenen sind, und welche Rolle sie in unserem Leben gespielt haben.

Wenn wir an diesen Gedenktagen den Verstorbenen mit einem Besuch am Grab, einem Gebet oder einem Grabschmuck bedenken, ist es ein Brauch, den wir an unsere Kinder weitergeben. Da spricht nichts dagegen.

Und wer nicht darüber nachdenken mag, über den Sinn dieser Gedenktage, greift eben zum Kürbisspass und Spuk.

Und wenn Kinder sich als Gespenster verkleiden wollen, Kürbisse aushöhlen, Gruselgeschichten nachspielen oder hören, spricht auch da nichts gegen. Das ist ein Zeitgeist.

Wenn aber Mütter ihre Kleinstkinder mit zu Gruselpartys nehmen, die nach Mitternacht beginnen, sollte man sie anzeigen, wegen Körperverletzung.

Und was sind die Kosten für Kostüm und Kürbis gegen die 50 Millionen Euro, die Jugendliche jährlich ausgeben, um bestimmte Klingeltöne auf ihrem Handy zu haben?




wortundbild
unregistriert

...   Erstellt am 02.11.2008 - 00:38Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Unser Friedhof am Abend:
http://www.razyboard.com/system/morethr … tml#go_887




besucherin
unregistriert

...   Erstellt am 02.11.2008 - 08:28Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


ich werde jetzt mal ein wenig ketzerisch

viele christliche feiertage haben ihre ursprünge in *heidnische*.
hallooween, weihnachten und noch einige.
muttertag wurde von eine amerikanerin erfunden anfang 1900, leider wurde es von der braunen einverleibt, und bekam dadurch ein schalen geschmack.

tante wiki schrieb

    Als Begründerin des heutigen Muttertags gilt jedoch die Methodistin Anna Marie Jarvis. Sie hatte, in Grafton am 9. Mai 1907, an einem zweiten Sonntag im Mai (zum 2. Todestag ihrer eigenen Mutter, Ann Maria Reeves Jarvis) mit 500 weißen Nelken ihre Liebe zu ihrer gestorbenen Mutter zum Ausdruck bringen wollen und vor der örtlichen Kirche diese an andere Mütter ausgeteilt. Im folgenden Jahr wurde auf ihr Drängen hin in derselben Kirche allen Müttern erstmals eine Andacht gewidmet.



Halloween schrieb
    Legendenhaft und historisch nicht exakt zu beweisen ist eine direkte Verbindungslinie zu dem keltisch-angelsächsischen Fest des Totengottes ‚Samhain‘.“Halloween wurde ursprünglich nur in katholisch gebliebenen Gebieten der britischen Inseln gefeiert, vor allem in Irland. Von dort kam es mit den vielen irischen Auswanderern im 19. Jahrhundert in die Vereinigten Staaten und gehörte dort zum Brauchtum dieser Volksgruppe.


Weinhachten

zur zeiten, wo ich mit mein rugbyteam unterwegs war, haben wir in unsere *stammpub* manche fulminante halloweenparty gefeiert.
wenn mein doofe scannerdrucker wieder geht, werde ich ein bild reinstellen

falls ich jemand gläubiger mensch zu nahe getreten bin, entschuldige ich mich.
ich bin agnostikerin, was nicht heissen soll, dass ich das glauben andere nicht respektiere.

[Dieser Beitrag wurde am 02.11.2008 - 09:50 von besucherin aktualisiert]




Loreley ...



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...   Erstellt am 07.11.2008 - 22:15Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wir waren über besagte Tage mit einer Gruppe von Leuten in den Bergen. Eigentlich haben wir, als wir den Termin für unser Seminar bestimmt hatten, nicht bewusst dieses Datum gewählt. Es ist jedoch immer wieder interessant, wie sich alles richtig fügt. Nun denn, das ist ein anderes Thema ...

Wir waren also in einem grossen, alten Haus in den Bergen, das fast ausschliesslich aus Holz gebaut worden war. In der Nacht zu Halloween waren wir nur zu viert, die meisten Teilnehmer trafen erst am nächsten Morgen ein. Irgendwie kam es dazu, dass wir abends anfingen, uns gegenseitig Schauergeschichten zu erzählen. Das war richtig gruselig, kann ich euch sagen. Wir wussten immer noch nichts von dem besonderen Datum.

Eine Nacht zuvor hatte es uns sozusagen eingeschneit gehabt. In dem alten Haus gab es viele Ebenen, noch mehr Treppen, leere Zimmer und Türen die quietschten. Die Böden knarrten beim Begehen und in der Nacht hatte sich ein Fensterladen gelöst und wurde vom Wind hin und hergeprügelt. Ich lag alleine in einem der Zimmer im Bett, hatte die Bettdecke bis über die Nasenspitze gezogen und lauschte dem Treiben der Geister.

Gut war ich sehr müde und bin schnell eingeschlafen ...

[Dieser Beitrag wurde am 07.11.2008 - 22:17 von Loreley aktualisiert]





Signatur
Es wird einmal der Tag in deinem Leben kommen, von dem an du nur noch lieben kannst ...

Lavida ...



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...   Erstellt am 04.10.2009 - 12:07Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wollt ihr das gruseligste Halloween aller Zeiten erleben?
Dann folgt mir.....
Der richtige Ort für diese Nacht ist unser ALTER FRIEDHOF.

Überlegt es euch gut, ob ihr wirklich diesen Nervenkitzel wollt.

Es ist eine kalte, frostige Nacht. Die Wiesen und Felder schimmern wie Silber unter dem aufgehenden Vollmond. Äste wiegen sich knarrend.
Unser Atem steigt in kleinen Wölkchen vor uns hoch.

Hohe Gräser wachsen zwischen zerbrochenen Pfosten des Friedhoftores.
Im hellen Mondlicht ragen schiefe Grabsteine wie spitze Riesenzähne empor.
Ein leises Raunen und Flüstern schwebt über den morastigen Wegen, dass sich wie in ein Zischen steigert, immer lauter wird und sich über den Erdboden ausbreitet.

Zwischen den Grabsteinen treiben blassgraue Dampfschwaden in die Höhe, winden sich wie Schlangen.

Aus der Erdengrund steigen Hände, erst Finger, die sich entfalten, als wären es Spinnentiere.
Handflächen pressen sich auf den harten Lehm, bis auch die zweite Hand oben ist, und beide Hände sich gegen die Erde drücken und stemmen, mit einem leisen Stöhnen, bis der Boden sich vor dem Grabstein teilt und einbricht, und ein Kopf zum Vorschein kommt.

Eine knochige Frau, bei der die Schädeldecke zwischen spillerigen grauen Haarsträhnen hindurchschimmert, zieht sich aus ihrem Grab.
Zwei leere Augenhöhlen in einem halbverwesten Gesicht starren über den Friedhof.
Mit einem stummen Schrei wirft sie ihren kahlen Kopf in den Nacken.

Der Friedhof ist plötzlich übervölkert. Leichen verlassen unter Stöhnen ihre Gräber.
Sie taumeln, stützen sich gegenseitig und schleppen sich stöhnend und murmelnd über das moorige, feuchte Gras, vorbei an offenen, leeren Gräbern bis zur Friedhofskapelle.

Es ist ihre Nacht, die Nacht in der die Tore der Welten geöffnet sind.
In dieser Nacht feiern sie. Schrille Schreie gellen durch die eisige Luft.
Im wabernden Licht der flackernden Kerzen wiegen und bewegen sie sich zu einem
Reigen. Ohne Musik, aber trotzdem im Einklang.

Um Mitternacht – für einen Moment – erstarren alle und die Zeit bleibt stehen.
Es ist ein magischer Moment. Der einzige Moment im Zeitlauf des Jahres, wo die Lebenden und die Toten eins sind.

Niemand bewegt sich. Der Wind legt sich......kein Laut ist jetzt zu hören.....kein Huschen eines Schattens....kein Atem....kein Knarren eines Astes.

Die Zeit bleibt stehen.
Mitternacht an Halloween. Wir sind alle gleich tot und gleich lebendig für einen grauenvollen Augenblick.

Im nächsten Moment ein Atmen, ein Seufzen, ein Knarren der Knochen, ein Rascheln der Bewegung im wiegenden Rhythmus.

Sobald sich der Kreis der Toten wieder im Reigen vorwärts zum Tanzen bewegt, läuft auch die Zeit weiter.




Romi ...



...

Status: Offline
Registriert seit: 31.07.2007
Beiträge: 2176
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...   Erstellt am 04.10.2009 - 16:02Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


This is Halloween




<Annika>
unregistriert

...   Erstellt am 05.10.2009 - 10:46Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Zum Thema Gruseln fallen mir spontan Horrorfilme ein wie:
Die Vögel, Nacht der lebenden Toten, Graf Dracula.

Kinder verkleiden sich als Zombie, Mumie, Dr. Frankenstein, Werwolf an Halloween.
Zombies sehen wie Menschen aus aber haben keinerlei Gefühle. Ihren Ursprung haben die Zombies in den Sagen Südamerikas und dem Voodo-Zauber.
Die Zombies sehen zumeist aus wie gerade dem Grabe entstiegene, halb verweste Menschen.
Auch Michael Jackson hat in seinem Video »Thriller« einen Zombie dargestellt.

http://www.youtube.com/watch?v=j1ZP60ibIEQ




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